| (19) |
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(11) |
EP 0 875 304 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.12.2003 Patentblatt 2003/50 |
| (22) |
Anmeldetag: 28.04.1998 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)7: B21B 45/02 |
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Verfahren und Kühlaggregat zum Kühlen von walzwarmem Walzgut, insbesondere von Warmbreitband
Method and cooling aggregate for cooling rolling stock at rolling-temperature, especially
hot wide strip
Procédé et agrégat de refroidissement pour refroidir des produits de laminage chauds,
notamment des bandes larges laminées à chaud
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FI FR GB GR IT LI LU NL SE |
| (30) |
Priorität: |
02.05.1997 DE 19718530
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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04.11.1998 Patentblatt 1998/45 |
| (73) |
Patentinhaber: SMS Demag AG |
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40237 Düsseldorf (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Meyer, Meinert, Dipl.-Ing.
40699 Erkrath (DE)
- Plociennik, Uwe, Dipl.-Ing.
40882 Ratingen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Valentin, Ekkehard, Dipl.-Ing. et al |
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Patentanwälte Hemmerich, Valentin, Gihske, Grosse,
Hammerstrasse 2 57072 Siegen 57072 Siegen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 266 302 DE-A- 2 543 750
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WO-A-89/07993 DE-A- 4 009 228
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 012, no. 340 (M-740), 13. September 1988 (1988-09-13)
& JP 63 101017 A (KAWASAKI STEEL CORP), 6. Mai 1988 (1988-05-06)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Kühlen von walzwarmen Walzgut, insbesondere
zum beidseitigen Kühlen von Warmbreitband, bei dem eine Zwangskonvektion beim Wärmeaustausch
zwischen Walzgut und Kühlmediurn mit Hilfe einer Druckwasserströmung in einem Druckraum
und Konvektionsraum vorgenommen und das Walzgut durch gezieltes Steuern der Intensität
der Zwangskonvektion gekühlt wird, wobei diese durch relative Abstimmung voneinander
unabhängig einstellbarer Parameter, wie Verweilzeit des Walzgutes beim Durchlauf durch
den Druckraum und den anschließenden Konvektionsraum sowie Menge, Druck und Strömungsgeschwindigkeit
des Kühlmediums gesteuert und von diesem Wärme aus dem Walzgut bis zu einem Sicherheitsabstand
zum Siedepunkt zwecks Vermeidung einer instabilen Filmverdampfung aufgenommen wird.
Die Erfindung betrifft auch eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
[0002] Die Erkenntnisse beim Kühlen von walzwarmem Walzgut beruhen auf langjährigen praktischen
Erfahrungen. Diese zeigen, dass bspw. beim Draht und Stabstahl in Wasserkühlstrecken
wesentlich höhere Kühlintensitäten erzielt werden, als in Wasserkühlstrecken von Warmbreitbandstraßen.
In Kühtstrecken von Draht und Stabstahl betragen die Wärmeübergangszahlen ca. 20.000
bis 40.000 W/m
2K, während in einer Laminarkühlstrecke hinter dem Fertiggerüst für Warmbreitband Wärmeübergangszahlen
von ca. 800 bis 1500 W/m
2K, also eine um ca. 10- bis 15fach niedrigere Kühlintensität erzielt werden. Dies
hat zur Folge, dass für die gleiche Temperaturabsenkung bei Warmbreitband im Verhältnis
zu Draht und Stabstahl eine wesentlich längere Kühlstrecke benötigt wird.
[0003] Durch neue Technologien beim ferritischen Walzen von Warmbreitband muss zwischen
den letzten Gerüsten intensiv gekühlt werden, um niedrige Endwalztemperaturen bei
nicht zu großen Gerüstabständen zu erhalten. Beim Walzen von dünnen Abmessungen, bei
welchen der Warmbandhaspel zur Vermeidung von unruhig laufendem Band näher am Fertiggerüst
angeordnet werden muss, werden gleichfalls Wasserkühlstrecken mit höherer Kühlintensität
erforderlich.
[0004] Die DE 39 27 276 A1 offenbart ein Verfahren zum Härten von Stahl mit Hilfe flüssiger
Kühlmedien. Daraus geht hervor, dass mit den bisher bekannten Verfahren zum Härten
von Stahl mit Hilfe von flüssigen Kühlmedien auch bei Stäben mit geringen Stabdurchmessem
eine nur geringe, auf die Randzone bezogene Einhärtungstiefe erreicht wird. Demgegenüber
wird mit dem Verfahren gemäß DE 39 29 276 A1 nicht nur eine erhebliche Steigerung
der Einhärtungstiefe, sondern auch ein vollständiges Durchhärten insbesondere von
stabförmigen Walzprodukten bis zu 70 mm Durchmesser in besonders einfacher Weise dadurch
ermöglicht, dass das Walzprodukt aus Stahl unmittelbar nach dem Walzprozess einer
mit Kühlmedien versehenen Kühlstrecke zugeführt und darin hohen Strömungsgeschwindigkeiten
ausgesetzt wird, wobei zweckmäßigerweise die Strömungsgeschwindigkeiten in der Kühlstrecke
so hoch sind, dass Wärmeübergangszahlen größer oder gleich 50.000 W/m
2K erzeugt werden und das Walzgut darin so lange gekühlt wird, bis die Durchschnittstemperatur
des Walzgutquerschnittes unterhalb der MS-Temperatur liegt, so dass nach Verlassen
der Kühlstrecke durch den Temperaturausgleich über den Querschnitt der im Kern noch
vorliegende Austenit in Zwischenstufengefüge Bainit umgewandelt wird, während gleichzeitig
in der martensitischen Randzone durch Wiederansteigen der Temperatur bis auf maximal
MS-Temperatur ein großer Teil der sich überlagernden Wärme- und Umwandlungsspannungen
abgebaut wird.
[0005] Die DE 36 33 423 C2 beschreibt ein Wärmeaustauschteil für ein Druckkühlrohr zum Abkühlen
von Band- oder Flachmaterial aus der Walzhitze, wobei Kühlwasser am Kühlrohreinlauf
eingespeist und am Kühlrohrauslauf wieder vom Walzgut entfemt wird. Das Dokument offenbart,
dass derartige Druckkühlrohre z.B. an kontinuierlich arbeitenden Walzstraßen mit hohen
Watzgeschwindigkeiten eingesetzt werden können. Unter Flach- bzw. Bandmaterial werden
Walzprofile mit einem rechteckigen oder annähernd rechteckigen Querschnitt verstanden,
deren Breite mindestens der doppelten Höhe des Walzprofiles entspricht. In diesem
Dokument ist zum Stand der Technik u.a. die DE-OS 25 43 750 mit einer Vorrichtung
zum Kühlen von Profilstählen und Flachmaterial durch Anordnung von Sprühdüsen erwähnt,
womit nur relativ geringe Kühlintensitäten erreichbar sind, und häufige Verstopfung
dieser Düsen zu unregelmäßigen Kühlungen Ober die Länge und Breite des Flachmaterials
mit der Folge von Verwerfungen des Materials und Störungen im Walzbetrieb führen.
Bei der in diesem Dokument weiter zum Stand der Technik erwähnten DE-AS 22 35 063
wird quer zur Walzrichtung eine Schlitzdüse mit verstellbarem Innenkeil vorgesehen,
womit unter Vermeidung von Verstopfungen die Kühlwassermenge und damit die Kühlintensität
gesteuert werden kann. Der Vorschlag gemäß DE 36 33 423 C2 besteht nun darin, dass
das Wärmeaustauschteil aus einem Rohr mit Rechteckquerschnitt besteht, das mit verschleißfesten
Führungselementen ausgekleidet ist, wobei die den Breitseiten des Walzgutes gegenüberliegenden
Innenflächen der Führungselemente über die Länge des Wärmeaustauschteils eine veränderliche
lichte Höhe aufweisen, während die den Schmalseiten des Walzgutes gegenüberliegenden
Innenflächen der Führungselemente über die Länge des Wärmeaustauschteils eine konstante
lichte Weite aufweisen.
[0006] Die EP 0 266 302 B1 offenbart ein Verfahren zum Abkühlen walzwarmen Walzguts, mit/ohne
Direktpatentieren, bei dem Druckwasser innerhalb eines Druckraumes zwischen Staurändern
auf die walzwarme Walzgutoberfläche gedrückt wird. Das Kühlaggregat wird mit einer
Menge Druckwasser beaufschlagt, die vorzugsweise mit der dem Walzgut zu entziehenden
Menge Wärme im Gleichgewicht steht, um mit dem Wärmeentzug durch das Erwärmen von
Druckwasser im Druckraum eines Konvektionskühlteiles sowie durch Wärmeentzug durch
die an ein Druckwasser-Dampf-Gemisch abgegebene Verdampfungswärme, vorzugsweise bis
an den Siedepunkt des Druckwassers, die gewünschte Abkühltemperatur des Walzgutes
zu erreichen und dabei die Abkühlung in Druckwasser sowie in einem Druckwasser-Dampf-Gemisch
zu steuern. Dementsprechend besteht das Kühlaggregat aus dem Druckraum eines Konvektionskühlteiles,
dem sogenannten Konvektions-Druckraum zwischen Staurändem, in dem walzwarmen Walzgut,
vornehmlich durch Konvektion, von einströmendem und auf die walzwarme Walzgutoberfläche
gedrücktem Druckwasser Wärme, vorzugsweise bis an den Siedepunkt des Druckwassers,
entzogen wird. Das Kühlaggregat besteht darüber hinaus aus dem Druckraum eines Verdampfungskühlteils,
dem sogenannten Verdampfungs-Druckraum zwischen den Staurändem, in welchem dem Walzgut
vornehmlich durch Verdampfungswärme, vom durchströmenden und auf die Walzgutoberfläche
gedrückten Druckwasser-Dampf-Gemisch weitere Wärme entzogen wird.
[0007] Die EP 0 287 503 B1 betrifft ein Verfahren und ein Dnrckkühlaggregat zum Kühlen eines
durchlaufenden Produktes und enthält Merkmale, durch welche die Vorschläge nach EP
0 266 302 B1 weitergebildet werden, und zwar mit den verfahrenstechnischen Merkmalen,
dass der Wärmeentzug im Konvektionskühlteil und im Verdampfungskühlteil des Druckraumes
im Druckkühlaggregat außer mit der vorgegebenen einströmenden Kühldruckwassermenge
und der geregelt einströmenden Führungsdruckwassermenge in den Konvektionskühlteil,
mit einer zusätzlichen, geregelt einströmenden Führungsdruckwassermenge in den Verdampfungskühlteil
und weiter mit einer, im Bereich des hohen Dampfanteils in den den Verdampfungskühlteil
durchströmenden Heißwasser-Dampf-Gemisch, dosiert einströmenden Kondensationswasser-Mengenanteil,
geführt wird. Die Vorrichtung wird dahingehend beschrieben, dass außer der Kühl- und
Führungs-Druckwassereinströmung in den Konvektionskühlteil im Verdampfungskühlteil
weitere Führungs-Druckwassereinströmungen und weitere Kondensations-Druckwasser-Einströmungen
angeordnet sind.
[0008] Das Dokument EP-B-0 266 302 offenbart ein Verfahren zum Kühlen von Warmbreitband,
bei dem eine Zwangskonvektion beim Wärmeaustausch zwischen Walzgut und Kühlmedium
mit Hilfe einer Druckwasserströmung in einem Druckraum und Konvektionsraum vorgenommen
und das Walzgut durch gezieltes Steuem der Intensität der Zwangskonvektion gekühlt
wird, wobei die Intensität der Zwangskonvektion durch relative Abstimmung voneinander
unabhängig einstellbarer Parameter wie Verweilzeit des Walzgutes beim Durchlauf durch
den Druckraum und den anschließenden Konvektionsraum sowie Menge, Druck und Strömungsgeschwindigkeit
des Kühlmediums gesteuert und von diesem Wärme aus dem Walzgut aufgenommen wird.
[0009] Gegenüber diesem Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde,
ein signifikant vereinfachtes Verfahren zum Kühlen von walzwarmem Walzgut und eine
entsprechende Vorrichtung anzugeben, um bei weitgehend reduzierter Kühlstreckenlänge
bei Flachmaterial, insbesondere bei Warmbreitband mit dünnen Abmessungen, durch hohe
Intensität der Kühlung bessere Kühlergebnisse zu erzielen.
[0010] Zur Lösung dieser Aufgabe wird bei einem Verfahren entsprechend dem Gattungsbegriff
zu Anspruch 1 eine technische Lehre mit den kennzeichnenden Merkmalen von Anspruch
1 vorgeschlagen.
[0011] Hierfür sieht die Erfindung vor, dass zur Steuerung der Verweilzeit des Walzgutes
im Druckraum bei vorgegebener Walzgeschwindigkeit die Länge der im Druckraum ausgebildeten
Kühlstrecke in Walzrichtung veränderbar eingestellt wird. Dabei kann das Kühlmedium
im Druckraum in Walzrichtung oder quer dazu geführt werden. Zur Vermeidung einer instabilen
Filmverdampfung wird ein Sicherheitsabstand zum Siedepunkt des Kühlmediums eingehalten
(bspw. Δ T > 25 °C).
[0012] Weiterhin ist mit der Erfindung vorgesehen, dass die Menge des pro Zeiteinheit in
den Druckraum einströmenden Kühlmediums durch einen querschnittsveränderlichen Düsenspalt
eingestellt wird, der zugleich die Geschwindigkeit und Richtung des einströmenden
Kühlmediums bestimmt. Zusätzlich kann die Menge durch Variation des Zulaufdruckes
verändert werden.
[0013] Dabei weist die Zwangskonvektion durch Strömungskühlung gemäß Erfindung einen an
sich bekannten Druck- und Konvektionsraum auf, der jedoch zwischen einem verstellbaren
Düsenspalt und einem an den Konvektionsraum anschließenden Diffusor zur Entnahme des
Kühlmediums ausgebildet ist. Dabei können gezielt die voneinander unabhängig einstellbaren
Parameter so aufeinander abgestimmt sein, dass dem Kühlmedium Wärme bis an die Grenze
des Siedepunktes entzogen wird, ohne dass jedoch eine Verdampfung eintritt. Anschließend
kann das Kühlmedium nach Aufnahme von Wärme aus dem Walzgut im Bereich der Druckerhöhung
aus dem Diffusor durch die vorhandenen Öffnungen abgezogen werden.
[0014] Ferner ist vorgesehen, dass das Kühlmedium vor dem endständigen Diffusor einen Konvektionsbereich
mit erhöhter Geschwindigkeit und erniedrigtem Strömungsdruck durchströmt, der zugleich
die Länge des Druckraumes begrenzt und bevorzugt in axialer Richtung veränderlich
eingestellt wird. Durch eine entsprechende Längeneinstellung des Druckraumes kann
der Punkt schnell durchlaufen werden, bei dem die instabile Filmverdampfung beginnt
und der sogenannte Leidenfrostpunkt erreicht wird. Bei Verengung des Strömungsquerschnitts
und damit Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit wird dann im Konvektionsraum ein höherer
Wärmeübergang durch erhöhte Zwangskonvektion erreicht. Danach wird das Kühlmedium
nach Aufnahme von Wärme aus dem Walzgut im Bereich der Druckerhöhung aus dem Diffusor
abgezogen und abgeführt.
[0015] Weiterhin kann mit Vorteil von der Maßnahme Gebrauch gemacht sein, dass der Strömungsquerschnitt
des Druckraumes durch Ändern des Abstandes zwischen der Oberfläche des Walzgutes und
zumindest einer Wandung des Druckraumes eingestellt wird.
[0016] In erfindungswesentlicher Ausgestaltung kann weiterhin mit der Erfindung vorgesehen
sein, dass der Druckraum quer zur Strömungsrichtung des Kühlmediums unter Verwendung
paralleler Führungselemente in einzelne, nebeneinanderliegende Kanäle unterteilt wird.
Dies ergibt eine bisher nicht oder nur mit großem Aufwand erreichbare Möglichkeit,
durch unterschiedliche Beaufschlagung der einzelnen Strömungskanäle die Kühlung über
die Bandbreite bspw. zwecks Planheitsbeeinflussung und insbesondere die Randkühlung
bzw. -unterkühlung zu steuern und gleichzeitig damit den Verbrauch an Kühlmedium zu
minimieren. Dabei kann im vorliegenden Falle jeder Kühlkanal bezüglich Beaufschlagung
mit Druck und Menge des Kühlmediums einzeln gesteuert werden. Die Einstellung der
Kühltemperatur erfolgt über eine Verstellung des Düsenspaltes und zusätzlich mit dem
Kühlmedium-Druck.
[0017] Zusätzlich kann auch noch von der Maßnahme Gebrauch gemacht werden, dass der Strömungsquerschnitt
im Druckraum in den darin vorhandenen Kanälen in Strömungsrichtung bereichsweise keilförmig
eingestellt wird. Dadurch kann die Strömungsgeschwindigkeit und damit auch die Kühlwirkung
örtlich gezielt variiert werden.
[0018] Um einen Effekt der Streifenbildung beim Kühlen der Walzgutoberfläche zu vermeiden,
ist mit Vorteil eine entweder schräge oder gewundene Anordnung der zwischen den Führungselementen
ausgebildeten Kanäle von erheblichem Vorteil.
[0019] Ein weiterer Vorteil dieser Erfindung ist, dass zwischen Flächen des Walzgutes und
Wänden des Druckraumes spaltförmige Strömungsbereiche gebildet und durch diese Kühlmedium
mit hohem Druck gepreßt werden, derart, dass das Walzgut zwischen vom Kühlmedium ausgebildeten
Flüssigkeitsfilmen geführt wird.
[0020] Eine Vorrichtung zum Kühlen von walzwarmem Walzgut, insbesondere von Warmbreitband
mit einem zum Wärmeaustausch zwischen Walzgut und Kühlmedium bevorzugt durch Zwangskonvektion
ausgebildeten Druck- und Konvektionsraum mit Mitteln zur Ausbildung einer Druckmedium-Strömung
sowie zum Steuern der Intensität der Zwangskonvektion, wobei der Druckraum an der
Eintrittsseite des Walzgutes eine Einströmung für das Kühlmedium in Form eines mengen-
und druckeinstellbaren Düsenspaltes und einen endständigen Diffusor mit Mitteln zum
Abziehen des Kühlmediums aufweist und in Walzrichtung vor dem Diffusor ein den Druckraum
begrenzendes Stauelement angeordnet ist, das den Beginn des Konvektionsraumes darstellt,
ist dadurch gekennzeichnet, dass das Stauelement unter Veränderung der Länge des Druckraumes
sowie Konvektionsraumes in Walzrichtung längsverstellbar ausgebildet ist und dass
der Düsenspalt als Stellglied einen Keil aufweist.
[0021] Weitere Ausgestaltungen der Vorrichtung sind entsprechend den Unteransprüchen vorgesehen.
[0022] Eine Ausgestaltung der Vorrichtung nach der Erfindung sieht vor, dass der Diffusor
im Bereich erhöhten Kühlmediumdruckes Auslässe zum Abziehen erwärmten Kühlmediums
besitzt. In erfindungswesentlicher Ausgestaltung kann weiterhin die Vorrichtung über
oder unter und über sowie unter dem Walzgut unter Bildung eines kastenförmigen Kanals
mit Anschlüssen für Kühlmedium angeordnet sein und aus ebenen Platten bestehen, in
die auf den zum Walzgut zeigenden Seiten Strömungskanäle eingearbeitet oder mittels
aufgesetzter Leisten ausgebildet sind. Und schließlich sieht eine erfindungswesentliche
Ausgestaltung vor, dass der Vorrichtung ein Abstreiforgan mit Düsenspalt bspw. in
Form einer Schnecke nachgeordnet ist, welche Kühlmedium auffängt.
[0023] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden
Erläuterung einiger Ausführungsbeispiele, wobei ein Warmbreitband in einem Druck-Konvektionsraum
durch gezieltes Steuern der Intensität der Zwangskonvektion auf die gewünschte Temperatur
abgekühlt wird. Dabei sollte zur Vermeidung der instabilen Filmverdampfung ein Sicherheitsabstand
zum Siedepunkt des Kühlmediums eingehalten werden. Es zeigen
- Figur 1
- eine Kühlvorrichtung in Seitenansicht und im Längsschnitt,
- Figur 2
- die Vorrichtung im Querschnitt entlang einer Schnittebene II-II in Fig. 1,
- Figur 2a
- verschiedene Strömungskanäle der Kühlvorrichtung in schematischer Darstellung.
- Figur 3
- eine bekannte Vorrichtung zum Kühlen von Flachprodukten mit Hilfe einer Zwangskonvektion,
quer zur Walzrichtung, im Schnitt einer Ebene III-III in Fig. 4,
- Figur 4
- die bekannte Vorrichtung gemäß Fig. 3 in Draufsicht.
[0024] Die Vorrichtung zum Kühlen von walzwarmem Walzgut 1, insbesondere von Warmbreitband
mit einem zum Wärmeaustausch zwischen Walzgut 1 und Kühlmedium bevorzugt zum Anheben
der Leidenfrosttemperatur ausgebildeten Druckraum 10 sowie dem anschließenden drucklosen
Konvektionsraum 13 mit Mitteln zur Ausbildung einer Druckmedium-Strömung sowie zum
Steuern der Intensität der Zwangskonvektion ist so ausgebildet, dass der Druckraum
10 an der Eintrittsseite des Walzgutes 1 eine Einströmung 32 für das Kühlmedium in
Form eines mengen- und druckeinstellbaren Düsenspaltes 11 und einen endständigen Diffusor
12 mit Mitteln 16 zum Abziehen des Kühlmediums aufweist. Weiterhin ist in Walzrichtung
vor dem Diffusor 12 ein den Druckraum 10 begrenzendes Stauelement 33 angeordnet, das
den Beginn des Konvektionsraumes 13 bildet.
[0025] Durch das Zusammenwirken des verstellbaren Düsenspaltes 11 mit dem in der Länge einstellbaren
Druckraum 10 und dem anschließenden drucklosen Konvektionsraum 13 und dem abschließenden
Diffusor 12 sowie mit Entnahme 16 des Kühlmediums kann durch Abstimmung von Verweilzeit
des Walzgutes 1 beim Durchlauf durch den Druckraum 10 und Konvektionsraum 13, (z.B.
durch Veränderung der Kühlstreckenlänge) sowie Menge, Druck und Strömungsgeschwindigkeit
des Kühlmediums die Intensität der Zwangskonvektion reproduzierbar gesteuert werden
und dem Kühlmedium Wärme aus dem Walzgut bevorzugt mit einem genügenden Abstand zur
Grenze des Siedepunktes zur Vermeidung der instabilen Filmverdampfung übertragen werden.
Der Wärmetransport ist somit exakt einstellbar. Zur Steuerung der Verweilzeit des
Walzgutes 1 im Druckraum 10 bei vorgegebener Walzgeschwindigkeit kann die axiale Länge
der im Druckraum 10 ausgebildeten Kühlstrecke veränderbar eingestellt werden, bspw.
durch ein längeneinstelibares Stauelement 33, das gleichzeitig den Beginn des Konvektionsraumes
13 darstellt.
[0026] Die Kühlvorrichtung, die in Fig. 1 nur einmal oberhalb des Warmbreitbandes 1 gezeigt
ist, kann mit Vorteil spiegelsymmetrisch auch von der Unterseite des Walzgutes 1 in
identischer Weise angeordnet sein.
[0027] Der Düsenspalt 11 weist als Stellglied einen Keil 34 auf. Durch dessen Einstellung
entsprechend dem Pfeil 38 kann Menge und/oder Druck des durch die Einströmung 32 geförderten
Kühlmediums eingestellt werden. Dabei werden die bekannten Nachteile von zu Verstopfungen
neigenden Sprühdüsen vollständig vermieden.
[0028] Wie Fig. 2 zeigt, besteht die Kühlvorrichtung aus einer ebenen Platte 23, die auf
der zum Walzgut 1 zeigenden Seite Strömungskanäle 22 besitzt. Die Größe und Anzahl
dieser Kanäle 22 variiert entsprechend der Walzgutbreite. Entsprechend der Darstellung
sind die Strömungskanäle 22 zwischen rechteckigen Bandführungsschienen 21 mit ebener
Fläche zum Walzgut 1 angeordnet. Damit kann bei einer Kühlung zwischen diesen Kanälen
22 und dem Walzgut 1 gleichzeitig eine Führung des Walzgutes 1 erfolgen.
[0029] Um den Effekt der Streifenbildung beim Kühlen zu vermeiden, kann vorteilhaft eine
schräge oder gewundene Anordnung der Kanäle 22 in Längsrichtung vorgesehen sein. (Fig.
2a)
[0030] Eine weitere vorteilhafte Gestaltung sieht die Verstellbarkeit der Strömungskanäle
in Längsrichtung in der Höhe vor, wobei auch diese keilförmig sein kann. Dadurch kann
die Strömungsgeschwindigkeit und in deren Folge auch die Kühlwirkung gezielt variiert
bzw. eingestellt werden.
[0031] Die gezeigte und beschriebene Kühlvorrichtung kann oberhalb oder auch unterhalb bzw.
zu beiden Seiten des Walzgutes 1 und bei kurzer Führung bspw. zwischen zwei Walzgerüsten
eingesetzt werden.
[0032] Fig. 1 zeigt weiterhin noch die Anordnung eines Abstreiforgans 36 für Kühlmedium
und dessen Abzug entsprechend dem Pfeil 39. Dieses Abstreiforgan 36 besitzt einen
Auffangraum bevorzugt in Form einer Schnecke, die überschüssiges Kühlmedium sicher
auffängt.
[0033] Eine Gestaltung der Kühlvorrichtung mit Führung des Kühlmediums quer zur Walzrichtung,
bei der es sich nicht um Ausführungsbeispiele der Erfindung sondern um den Stand der
Technik handelt, der das Verständnis der Technik erleichtert, zeigen die Figuren 3
und 4. Die Vorrichtung besteht aus einer Anzahl von Wasserkästen 35, die über bzw.
unter dem Flachprodukt 1 angeordnet sind. Sie besitzen Einströmungen 32 für unter
hohem Druck einzuführendes Kühlmedium und weisen pilzförmige bzw. keilförmige Austritts-Regelorgane
34 auf. Sie bilden an ihrer Peripherie ebenfalls kreisförmige bzw. in einer anderen
Variante gerade Düsenspalte 11, aus denen das Kühlmedium unter hohem Druck in die
Konvektions-Druckräume 10 austritt.
[0034] Wenn auch die Austritte des Kühlmediums in Fig. 4 mit zu beiden Seiten gerichteten
Pfeilen angedeutet ist, so darf doch nicht übersehen werden, dass das Kühlmedium aus
den kreisförmigen Düsenspalten 11 radial nach allen Richtungen austritt. Lediglich
der Übersicht halber wurde dies durch die geraden Pfeile symbolisch angedeutet.
[0035] Damit auch unterhalb der keilförmigen Austritts-Regelorgane 34 eine Kühlung stattfindet,
sind die Schäfte mit kurzen zentralen Bohrungen versehen und besitzen quer dazu eine
Eintrittsbohrung, so dass Druckwasser aus den Bohrungen unterhalb der Keile 34 austritt
und in den Druckräumen 10 unter Zwangskonvektion eine Kühlwirkung ausübt.
[0036] Wichtig ist dabei, wie dies aus den Fig. 3 und 4 deutlich hervorgeht, zwischen den
oberen und den unteren Wasserkästen 35 ein seitlicher Versatz vorgesehen, um eine
Überkühlung des Walzgutes 1 in der Mitte der Vorrichtung zu vermeiden.
[0037] Weiterhin ist darauf hinzuweisen, dass beim Anschluß zweier Wasserkästen 35 jeweils
der sich ergebende Spalt in Walzrichtung durch ein entsprechend auszubildendes Anschlußorgan
37 überbrückt ist. Damit wird vermieden, dass Kühlmedium auf kürzestem Wege zwischen
jeweils zwei Wasserkästen nach oben oder unten ohne volle Nutzung seiner Wärmeaufnahmekapazität
entweichen und damit eine ungleichförmige Kühlung des Walzgutes verursachen kann.
[0038] Das im Wasserkasten unter Druck stehende Kühlmedium strömt durch einstellbare Düsenspalte
11 je nach Einstellung der rotationssymmetrischen Keile 34 bzw. des geraden Keiles
38 in den jeweils aus dem Flachprodukt 1 und der Kastenwand gebildeten Kanal 10 mit
hoher Geschwindigkeit quer zur Walzrichtung und nimmt dabei durch Zwangskonvektion
je nach Einstellung der Kühlparameter eine große Wärmemenge auf. Damit sich zwischen
dem Walzprodukt 1 und der Kastenwand ein hoher Druck ausbilden kann, sind im Bereich
der Walzgutenden an den gegen das Walzgut 1 gerichteten Wänden der Wasserkästen 35
angedeutete ggf. verstellbare Labyrinthdichtungen 40 angebracht.
1. Verfahren zum Kühlen von walzwarmem Walzgut (1), insbesondere zum beidseitigen Kühlen
von Warmbreitband, bei dem eine Zwangskonvektion beim Wärmeaustausch zwischen Walzgut
(1) und Kühlmedium mit Hilfe einer Druckwasserströmung in einem Druckraum (10) Konvektionsraum
(13) vorgenommen und das Walzgut (1) durch gezieltes Steuern der Intensität der Zwangskonvektion
gekühlt wird, wobei diese durch relative Abstimmung voneinander unabhängig einstellbarer
Parameter wie Verweilzeit des Walzgutes (1) beim Durchlauf durch den Druckraum (10)
und den anschließenden Konvektionsraum (13) sowie Menge, Druck und Strömungsgeschwindigkeit
des Kühlmediums gesteuert und von diesem Wärme aus dem Walzgut (1) bis zu einem Sicherheitsabstand
zum Siedepunkt zwecks Vermeidung einer instabilen Filmverdampfung aufgenommen wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Steuerung der Verweilzeit des Walzgutes (1) im Druckraum (10) bei vorgegebener
Walzgeschwindigkeit die Länge der im Druckraum (10) ausgebildeten Kühlstrecke in Walzrichtung
veränderbar eingestellt wird, und
dass zur Steuerung der Verweilzeit des Walzgutes (1) im Konvektionsraum (13) bei vorgegebener
Walzgeschwindigkeit die Länge der im Konvektionsraum (13) ausgebildeten Kühlstrecke
in Walzrichtung veränderbar eingestellt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kühlmedium im Druck- bzw. Konvektionsraum (10 bzw. 13) in Walzrichtung oder quer
dazu geführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Menge des pro Zeiteinheit in den Druckraum (10) einströmenden Kühlmediums durch
einen querschnittsveränderbaren Düsenspalt (11) eingestellt wird, der zugleich die
Geschwindigkeit und Richtung des einströmenden Kühlmediums bestimmt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Bereich des Druckraumes (10) der Entstehung von Dampf oder Dampf-Wasser-Gemisch
durch ein Stauelement (33) unter Druckerhöhung des Kühlmediums entgegengewirkt, und
dass das Kühlmedium nach Aufnahme von Wärme aus dem Walzgut (1) im Bereich der Druckerhöhung
über einen Diffusor (12) abgezogen wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kühlmedium vor dem endständigen Diffusor (12) einen Konvektionsraum (13) mit
erhöhter Geschwindigkeit und erniedrigtem Druck durchströmt, der zugleich die Länge
des Druckraumes (10) begrenzt und in Walzrichtung veränderlich eingestellt wird, wobei
der Strömungsquerschnitt des Druckraumes (10) durch Ändern des Abstandes zwischen
der Oberfläche des Walzgutes (1) und zumindest einer Wandung (20) des Druckraumes
(10) eingestellt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Druckraum (10) quer zur Strömungsrichtung des Kühlmediums unter Verwendung paralleler
Führungselemente (21) in nebeneinander liegende Kanäle (22) unterteilt wird, und
dass der Strömungsquerschnitt im Druckraum (10) bzw. in den darin vorhandenen Kanälen
(22) in Strömungsrichtung bereichsweise keilförmig eingestellt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen Flächen des Walzgutes (1) und Wänden des Druckraumes (10) spaltförmige Strömungsbereiche
gebildet werden, und durch diese Kühlmedium mit hohem Druck gepresst wird, derart,
dass Walzgut zwischen vom Kühlmedium ausgebildeten Flüssigkeitsfilmen geführt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass durch unterschiedliche Beaufschlagung einzelner Kanäle (22) die Kühlung über die
Bandbreite, insbesondere zur Planheitsbeeinflussung sowie die Randkühlung bzw. -unterkühlung
gesteuert und zugleich der Verbrauch an Kühlmedium auf ein Minimum eingestellt wird.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
dessen Anwendung beim Auswalzen von Dünnbrammen nach einem Endloswalzkonzept.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
dessen Anwendung als Zwischengerüstkühlung, wobei die Walzguttemperatur so gesteuert
wird, dass ein ferritisches Walzen ermöglicht wird.
11. Vorrichtung zum Kühlen von walzwarmem Walzgut (1), insbesondere zum beidseitigen Kühlen
von Warmbreitband, mit einem zum Wärmeaustausch zwischen Walzgut (1) und Kühlmedium
für Zwangskonvektion ausgebildeten Druckraum (10) und Konvektionsraum (13) mit Mitteln
zur Ausbildung einer Kühlmedium-Strömung sowie zum Steuern der Intensität der Zwangskonvektion,
wobei der Druckraum (10) an der Eintrittsseite des Walzgutes (1) eine Einströmung
(32) für Kühlmedium in Form eines mengen- und druckeinstellbaren Düsenspaltes (11)
und einen endständigen Diffusor (12) mit Mitteln (16) zum Abziehen des Kühlmediums
aufweist, und dass in Walzrichtung vor dem Diffusor (12) ein den Druckraum (10) begrenzendes
Stauelement (33) angeordnet ist, das den Beginn des Konvektionsraumes (13) darstellt,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Stauelement (33) unter Veränderung der Länge des Druckraumes (10) und des Konvektionsraumes
(13) in Walzrichtung längsverstellbar ausgebildet ist, und dass der Düsenspalt (11)
als Stellglied einen Keil (34) aufweist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Diffusor (12) im Bereich erhöhten Kühlmediumdruckes Auslässe (16) zum Abziehen
erwärmten Kühlmediums besitzt.
13. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass sie über oder unter und bevorzugt über und unter dem Walzgut (1) unter Bildung eines
kastenförmigen Kanals (35) mit Anschlüssen für Kühlmedium ausgebildet ist und aus
ebenen Platten (23) besteht, in die auf den dem Walzgut (1) zugewandten Seiten Strömungskanäle
(22) eingearbeitet oder mittels aufgesetzter Leisten ausgebildet sind.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass ihr ein Abstreiforgan (36) mit Düsenspalt, bspw. in Form einer Schnecke, nachgeordnet
ist, die Kühlmedium auffängt.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Diffusor (12) endständig ein weiteres Stauelement (40) aufweist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kühlvorrichtung und/oder deren Stauelemente (23, 40) und/oder deren Strömungskanäle
(22) bzw. deren Strömungsleisten in Richtung der Walzgutoberfläche (1) einstellbar
sind.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 16,
dadurch gekennzeichnet,
dass die zwischen den Führungselementen (21) ausgebildeten Strömungskanäle (22) entweder
eine schräge oder auch gewundene Anordnung aufweisen.
1. Method of cooling rolled stock (1) hot from rolling, particularly for cooling hot
wide strip at both sides, in which a forced convection with heat exchange between
rolled stock (1) and coolant is carried out with the help of a pressurised water flow
in a pressure space (10) and convection space (13) and the rolled stock (1) is cooled
by selectively controlling the intensity of the forced convection, wherein this is
controlled by relative matching of parameters which are settable independently of
one another, such as dwell time of the rolled stock (1) during transit through the
pressure space (10) and the adjoining convection space (13) as well as quantity, pressure
and flow speed of the coolant, and heat is taken up from the rolled stock (1) by the
coolant as far as a safety distance from the boiling point so as to avoid an unstable
film evaporation, characterised in that for control of the dwell time of the rolled stock (1) in the pressure space (10)
at a given rolling speed the length of the cooling path formed in in the pressure
space (10) is variably set in rolling direction and for control of the dwell time
of the rolled stock (1) in the convection space (13) at a given rolling speed the
length of the cooling path formed in the convection space (13) is variably set in
rolling direction.
2. Method according to claim 1, characterised in that the coolant in the pressure or convection space (10 or 13) is conducted in the rolling
direction or transversely thereto.
3. Method according to claim 1 or 2, characterised in that the quantity of coolant flowing into the pressure space (10) unit of time is set
by a nozzle gap (11) which is variable in cross-section and which at the same time
determines the speed and direction of the inflowing coolant.
4. Method according to one of claims 1 to 3, characterised in that a baffle element (33) in the region of the pressure space (10) counteracts, through
pressure increase in the coolant, the creation of steam or steam/water mixture and
that the coolant after take up of heat from the rolled stock (1) is drawn off in the
region of the pressure increase by way of a diffuser (12).
5. Method according to one of claims 1 to 4, characterised in that the coolant before the diffuser (12) at the end flows through a convection space
(13) at increased speed and reduced pressure, which at the same time limits the length
of the pressure space (10) and is variably set in rolling direction, wherein the flow
cross-section of the pressure space (10) is set by changing the spacing between the
surface of the rolled stock (1) and at least one wall (20) of the pressure space (10).
6. Method according to one of claims 1 to 5, characterised in that the pressure space (10) is subdivided transversely to the flow direction of the coolant
into adjacently disposed channels (22) with use of parallel guide elements (21) and
that the flow cross-section in the pressure space (10) or in the channels (22) present
therein is regionally set to be wedge-shaped in flow direction.
7. Method according to one of claims 1 to 6, characterised in that gap-shaped flow regions are formed between surfaces of the rolled stock (1) and walls
of the pressure space (10) and coolant is forced through these at high pressure in
such a manner that rolled stock is conducted between liquid films formed by coolant.
8. Method according to one of claims 1 to 7, characterised in that the cooling over the strip width, particularly for influencing of planarity, as well
as edge cooling and edge subcooling are controlled by different action of individual
channels (22) and at the same time the consumption of coolant is set to a minimum.
9. Method according to one of the preceding claims, characterised by use thereof for the rolling out of thin slabs according to an endless rolling concept.
10. Method according to one of the preceding claims, characterised by use thereof as intermediate stand cooling, wherein the rolled stock temperature is
so controlled that a ferritic rolling is made possible.
11. Device for cooling rolled stock (1) hot from rolling, particularly for cooling hot
wide strip at both sides, with a pressure space (10) and convection space (13), which
are constructed for heat exchange between the rolled stock (1) and coolant for forced
convection, with means for forming a coolant flow as well as for controlling the intensity
of the forced convection, wherein the pressure space (10) has at the inlet side of
the rolled stock (1) an inflow port (32) for coolant in the form of a quantity-settable
and pressure-settable nozzle gap (11) and a diffuser (12) at the end with means (16)
for drawing off the coolant, and that a baffle element (33) bounding the pressure
space (10) is arranged in front of the diffuser (12) in rolling direction and represents
the beginning of the convection space (13), characterised in that the baffle element (33) is constructed to be adjustable in length with change in
the length of the pressure space (10) and the convection space (13) in rolling direction
and that the nozzle gap (11) has a wedge (34) as setting element.
12. Device according to claim 11, characterised in that the diffuser (12) has in the region of increased coolant pressure outlets (16) for
drawing off heated coolant.
13. Device according to claim 11 or 12, characterised in that it is constructed with connections for coolant above or below and preferably above
and below the rolled stock (1) while forming a box-shaped channel (35) and consists
of flat plates (23), into which flow channels (22) are worked on the sides facing
the rolled stock (1) or are formed by means of strips which are placed on.
14. Device according to one of claims 11 to 13, characterised in that a stripper element (36) with a nozzle gap, for example in the form of a helix, is
arranged downstream thereof and catches coolant.
15. Device according to one of claims 11 to 14, characterised in that the diffuser (12) at the end has a further baffle element (40).
16. Device according to one of claims 11 to 15, characterised in that the cooling device and/or the baffle elements (23, 40) thereof and/or the flow channels
(22) thereof or the flow strips thereof are adjustable in the direction of the rolled
stock surface (1).
17. Device according to one of claims 11 to 16, characterised in that the flow channels (22) formed between the guide elements (21) have either an oblique
arrangement or also twisted arrangement.
1. Procédé pour refroidir des produits laminés (1) chauds, en particulier pour refroidir
les deux côtés d'une bande large laminée à chaud, dans lequel on réalise une convexion
forcée lors de l'échange de chaleur entre le produit laminé (1) et un agent de refroidissement
à l'aide d'un flux d'eau sous pression dans une chambre de pression (10) et une chambre
de convexion (13) et le produit laminé (1) est refroidi par une commande ciblée de
l'intensité de la convexion forcée, celle-ci étant commandée par le réglage relatif
de paramètres réglables indépendamment les uns des autres, tels que le temps de séjour
du produit laminé (1) lors de son passage dans la chambre de pression (10) et la chambre
de convexion (13) consécutive ainsi que la quantité, la pression et la vitesse d'écoulement
de l'agent de refroidissement et ce dernier absorbant de la chaleur du produit laminé
(1) jusqu'à une certaine distance de sécurité par rapport au point d'ébullition en
vue d'éviter une évaporation instable d'un film, caractérisé en ce que pour commander le temps de séjour du produit laminé (1) dans la chambre de pression
(10) à une vitesse de laminage prédéfinie, la longueur de la zone de refroidissement
réalisée dans la chambre de pression (10) est réglée de manière variable dans le sens
de laminage et en ce que pour la commande du temps de séjour du produit laminé (1) dans la chambre de convexion
(13) à une vitesse de laminage prédéfinie, la longueur de la zone de refroidissement
réalisée dans la chambre de convexion (13) est réglée de manière variable dans le
sens de laminage.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'agent de refroidissement dans la chambre de pression ou de convexion (10 ou 13)
est guidé dans le sens de laminage ou transversalement par rapport à celui-ci.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la quantité d'agent de refroidissement qui entre par unité de temps dans la chambre
de pression (10) est réglée par une fente (11) d'injection dont la section peut être
modifiée, qui détermine simultanément la vitesse et le sens de l'agent de refroidissement
qui entre.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que dans la zone de la chambre de pression (10), la formation de vapeur ou d'un mélange
de vapeur-eau est empêchée par un élément de retenue (33) avec augmentation de la
pression de l'agent de refroidissement et en ce que l'agent de refroidissement est éliminé via un diffuseur (12) après avoir absorbé
de la chaleur du produit laminé (1) dans la zone de l'augmentation de la pression.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'agent de refroidissement s'écoule à travers une chambre de convexion (13) située
en amont du diffuseur (12) qui se trouve en position d'extrémité, à une vitesse élevée
et une pression basse, qui délimite simultanément la longueur de la chambre de pression
(10) et qui est réglée de manière variable dans le sens de laminage, la section d'écoulement
de la chambre de pression (10) étant réglée par une modification de la distance entre
la surface du produit laminé (1) et au moins une paroi (20) de la chambre de pression
(10).
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la chambre de pression (10) est divisée en canaux (22) adjacents transversalement
par rapport au sens d'écoulement de l'agent de refroidissement en utilisant des éléments
de guidage (21) parallèles et en ce que la section d'écoulement dans le chambre de pression (10) ou dans les canaux (22)
situées dans celle-ci est réglée par zones, dans le sens d'écoulement, en forme de
clavette.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que des zones d'écoulement en forme de fente sont formées entre les surfaces du produit
laminé (1) et les parois de la chambre de pression (10) et que l'agent de refroidissement
est comprimé à haute pression par celles-ci, de telle manière que le produit laminé
est guidé entre des films de liquide formés par l'agent de refroidissement.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que, par une alimentation différente des canaux (22), le refroidissement est commandé
sur la largeur de la bande, en particulier pour influencer la planéité ainsi que le
refroidissement et le sous-refroidissement des bords et que la consommation en agent
de refroidissement est simultanément réglée à un minimum.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé par son utilisation lors du laminage de brames minces selon un concept de laminage sans
fin.
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé par son utilisation en tant que refroidissement de cage intermédiaire, la température
du produit laminé étant commandée de telle manière qu'un laminage ferritique est possible.
11. Dispositif pour le refroidissement d'un produit laminé (1) chaud, en particulier pour
refroidir les deux côtés d'une large bande laminée chaude, avec une chambre de pression
(10) et une chambre de convexion (13) formées pour une convexion forcée pour l'échange
de chaleur entre le produit laminé (1) et l'agent de refroidissement avec des moyens
pour réaliser un écoulement d'agent de refroidissement ainsi que pour la commande
de l'intensité de la convexion forcée, la chambre de pression (10) présentant du côté
entrée du produit laminé (1) une alimentation (32) pour l'agent de refroidissement
sous forme d'une fente d'injection (11) réglable en quantité et en pression et un
diffuseur (12) en position d'extrémité avec des moyens (16) pour évacuer l'agent de
refroidissement et un élément de retenue (33) est disposé en amont du diffuseur (12)
dans le sens de laminage, délimitant la chambre de pression (10), qui représente le
début de la chambre de convexion (13), caractérisé en ce que l'élément de retenue (33) est réalisé de manière réglable en longueur avec une modification
de la longueur de la chambre de pression (10) et de la chambre de convexion (13) et
en ce que la fente d'injection (11) présente une clavette (34) comme élément de réglage.
12. Dispositif selon la revendication 11, caractérisé en ce que le diffuseur (12) présente des évacuations (16) dans la zone de la pression élevée
de l'agent de refroidissement pour l'évacuation de l'agent de refroidissement chauffé.
13. Dispositif selon la revendication 11 ou 12, caractérisé en ce qu'il est réalisé avec des raccords pour l'agent de refroidissement au-dessus ou au-dessous
et de préférence au-dessus et au-dessous du produit laminé (1) en formant un canal
(35) en forme de caisson et constitué de plaques (23) planes dans lesquelles sont
usinés, dans les côtés tournés vers le produit laminé (1), des canaux d'écoulement
(22) ou ceux-ci sont réalisés au moyen de cadres qui y sont placés.
14. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 11 à 13, caractérisé en ce qu'il est suivi d'un organe de raclage (36) avec une fente d'injection, par exemple sous
forme d'une spirale, qui récupère l'agent de refroidissement.
15. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 11 à 14, caractérisé en ce que le diffuseur (12) présente en son extrémité un autre élément de retenue (40).
16. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 11 à 15, caractérisé en ce que le dispositif de refroidissement et/ou ses éléments de retenue (23, 40) et/ou ses
canaux d'écoulement (22) ou ses cadres d'écoulement sont réglables dans le sens vers
la surface du produit laminé (1).
17. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 11 à 16, caractérisé en ce que les canaux d'écoulement (22) formés entre les éléments de guidage (21) présentent
une disposition en biais ou même sinueuse.

