[0001] Die Erfindung betrifft eine Klemmeinrichtung für auf einem Formzylinder von Druckmaschinen
zu befestigende Druckformen gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.
[0002] Bei Bogenoffsetdruckmaschinen werden die als Druckplatten ausgebildeten Druckformen
mit ihren Enden an Klemmeinrichtungen befestigt, die als Schienen ausgebildet in einer
Grube des Druckform- bzw. Plattenzylinders angeordnet sind. Diese Klemmschienen bestehen
aus einer oberen und einer unteren Klemmschiene, die zum Halten des Druckplattenendes
mit einer Kraft gegeneinander anstellbar sind. Dabei kann entweder der obere Klemmschienenteil
zylinderfest und der untere Klemmschienenteil relativ gegenüber diesen beweglich angeordnet
sein bzw. die untere Klemmschiene ist zylinderfest befestigt und das Oberteil ist
beweglich gelagert.
[0003] Aus der DE 34 01 351 A1 ist eine Schnellspannleiste zum Befestigen einer Druckplatte
an Druckmaschinen bekannt, welche eine zylinderfest angeordnete obere Klemmschiene
aufweist, der gegenüber eine über eine Exzenter- bzw. Nockenwelle bewegliche untere
Klemmschiene angeordnet ist. Die aufgezählten Teile wirken direkt formschlüssig zum
Klemmen einer Druckplatte zwischen dem Ober- und Unterteil zusammen, so daß höchste
Fertigungsqualitäten einzuhalten sind, damit insbesondere bei einer großformatigen
Maschine die Klemmkraft gleichmäßig über die gesamte Formatbreite aufgebracht wird.
Ferner ist es als nachteilig anzusehen, daß bei einer derartigen Spannschiene die
Stärke der zu befestigenden Druckform bzw. Druckplatten innerhalb eines engen Dickenbereiches
zu liegen hat. Insbesondere erfolgt keine selbsttätige Anpassung der Klemmkraft an
unterschiedliche Plattenstärken.
[0004] Aus der DE 41 29 831 C2 ist eine Schnellklemmvorrichtung in Form einer Spannschiene
mit einem zylinderfesten oberen und einem radial beweglichen Unterteil bekannt, wobei
hier die zum Klemmen einer Druckplatte aufzubringende Kraft durch vorgespannte Federn
aufgebracht wird. Zum Öffnen des Unterteils werden dazu die Federn überdrückt. Dadurch,
daß die Klemmkraft durch die Federn aufgebracht wird, erfolgt ein selbsttätiges Anpassen
der Klemmkraft an unterschiedliche Plattenstärken und ferner auch eine weitestgehende
Vergleichmäßigung der Klemmkraft über die Formatbreite des Zylinders bzw. die Erstreckungslänge
der Spannschiene. Als nachteilig ist aber anzusehen, daß zum Öffnen einer derartigen
Einrichtung die entsprechende Kraft durch das Stellmittel permanent aufzubringen ist,
d.h. soll diese Spannschiene für eine längere Zeit im geöffneten Zustand gehalten
werden und ferner auch der diese Einrichtung tragende Zylinder bewegt bzw. verdreht
werden, so muß das beispielsweise als druckmittelbeaufschlagbares Stellmittel ausgebildete
Element permanent mit Drucköl bzw. Druckluft versorgt werden. Ferner ist der Fertigungsaufwand
zum Einbringen der entsprechenden Vertiefungen für die in der Spannschiene zu integrierenden
Federelemente nebst der Anlenkungen für auf die Federelemente einwirkenden Rückstellelemente
als nachteilig anzusehen.
[0005] Aus der DE 26 06 773 A1 ist eine Spannleiste zum Befestigen von Druckplatten an Druckmaschinen
bekannt, bei welcher eine als Exzenter- bzw. Nockenwelle ausgebildete Betätigungseinrichtung
über zwischengeschaltete Federelemente auf ein radial bewegliches Unterteil einwirkt.
Das Oberteil dieser Spannschiene ist zylinderfest ausgeführt. Durch die Hintereinanderschaltung
der Betätigungseinrichtung zum Schließen und Öffnen der Spannschiene und der Federn
kann eine derartige Schiene ohne permanente Kraft- bzw. Druckmittelbeaufschlagung
über längere Zeiten sowohl im geöffneten als auch im geschlossenen Zustand gehalten
werden. Auch hier ist es als nachteilig anzusehen, daß eine Vielzahl über die Formatbreite
vorzusehender Federelemente in der Spannschiene integriert sein muß, was einen entsprechenden
Fertigungsaufwand darstellt.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Klemmeinrichtung gemäß dem
Oberbegriff von Anspruch 1 derartig zu erweitern, so daß in bautechnisch einfacher
Weise eine federelastische Klemmung zur Befestigung einer Druckplatte möglich ist.
Die zu schaffende Klemmeinrichtung soll insbesondere auch eine Vereinfachung des Arbeitsablaufes
bei einem automatisierten Druckformwechsel ermöglichen.
[0007] Gelöst wird diese Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale von Anspruch 1 bzw.
Anspruch 5. Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den jeweiligen Unteransprüchen.
[0008] Gemäß der Erfindung ist vorgesehen, daß die das Ober- bzw. das Unterteil bewegende
Betätigungseinrichtung mit einer Federelastizität gegenüber dem Zylinder abgestützt
ist bzw. die Betätigungseinrichtung die Federelastizität integriert aufweist, so daß
beim Aufbauen der Klemmkraft die Betätigungseinrichtung mit einer vorgesehenen Nachgiebigkeit
insbesondere auf unterschiedliche Druckplattenstärken und dergleichen reagiert. Gemäß
einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Betätigungseinrichtung dabei
als eine sich über die Formatbreite der Spannschienen (des Druckformzylinders) erstreckende
Welle ausgebildet, auf der axial voneinander beabstandet einzelne Nocken- bzw. Exzenter
angeordnet sind. Diese Nocken- bzw. Exzenter wirken direkt (ohne Zwischenschaltung
entsprechender Federelemente oder dergleichen) auf das insbesondere radial bewegliche
Unterteil, welches mit dem Zylinder fest angeordneten Oberteil der Klemmschiene zusammenwirkt.
Die sich über die Formatbreite des Zylinders (die Erstreckungslänge der Klemmschiene)
erstreckende Welle als Betätigungseinrichtung ist dabei zwischen den abschnittsweise
angeordneten Nocken bzw. Exzentern drehbar in Lagern aufgefangen, so daß vorzugsweise
jeweils ein mit dem radial beweglichen Unterteil zusammenwirkender Nocken bzw. Exzenter
zwischen zwei benachbarten Lagerblöcken liegt. Die Federelastizität dieser erfindungsgemäßen
Ausführungsform ist dabei durch die Durchbiegung der zwischen den Lagerblöcken sich
erstreckenden Wellenabschnittes gegeben, d.h. beim Verschwenken der Welle von der
Offen-Stellung in die Klemm-Stellung erfährt die Welle eine Durchbiegung, welche somit
eine Anpassung der radial beweglichen Unterleiste an unterschiedliche Druckplattenstärken
ermöglicht. Ferner erfolgt somit auch eine Vergleichmäßigung der über die Formatbreite
des Zylinders bzw. die Erstreckungslänge der Klemmschiene erfolgende Klemmkraft zum
Halten der Druckplatte.
[0009] Mittels der erfindungsgemäßen Klemmeinrichtung ist es nicht nur möglich, unterschiedliche
Druckplattenstärken auf einem Druckformzylinder zu befestigen und dabei auch über
die Formatbreite des Zylinders bzw. die Länge der Schiene weitestgehend gleichmäßige
Klemmkräfte zu erzeugen, sondern es ergeben sich auch neue Möglichkeiten beim Wechseln
einer Druckform bzw. Druckplatte.
[0010] Dadurch, daß die als Welle ausgebildete Betätigungseinrichtung sowohl zum Öffnen
als auch zum Schließen (Klemmen) unter Kraftaufbringung jeweils in eine Endstellung
verschwenkt wird, ist es möglich, den Druckform- bzw. Plattenzylinder auch mit geöffneter
Klemmschiene zu verfahren. Insbesondere zum Abfördern einer auf dem Druckformzylinder
befindlichen gebrauchten Druckform (Druckplatte) ist es möglich, den Zylinder zunächst
in eine vorgegebene Winkelposition zu verfahren und daraufhin die Klemmschiene zu
öffnen. Dann wird der Formzylinder durch Rückwärtsdrehen soweit verfahren, bis beispielsweise
das Ende der vom Außenumfang abgewickelten Druckform von einer Halteeinrichtung am
Schutz des Druckwerkes gehalten werden kann, so daß beim Vorwärtsdrehen des Zylinders
der durch die geöffnete Klemmeinrichtung gehaltene Bereich der Druckplatte aus diesem
Klemmspalt herausgezogen wird.
[0011] Durch das zuvorstehend beschriebene erfindungsgemäße Herausfördern der gebrauchten
Druckform aus der geöffneten Klemmeinrichtung des Formzylinders ist es möglich, daß
die vom Formzylinder abgeförderte Druckform erst nach dem Aufziehen einer neuen Druckform
auf den Formzylinder aus der lagefixierten Position entnommen wird. Dadurch kann bei
einer vollautomatischen Wechseleinrichtung nicht nur eine Einrichtung zum Herausziehen
der gebrauchten Druckform aus der Klemmeinrichtung entfallen, sondern auch bei einem
halbautomatischem Wechselvorgang vereinfacht sich der Handhabungsaufwand für eine
Bedienperson.
[0012] Die erfindungsgemäße Befestigungseinrichtung eignet sich insbesondere für eine Automatisierung
der Befestigung einer Druckplatte auf dem Druckformzylinder bzw. Plattenzylinder einer
Druckmaschine. Dabei ist es möglich, die Krafteinleitung für die im Zylinder angebrachte
Betätigungseinrichtung, welche vorzugsweise als Welle mit Nocken bzw. Exzentern ausgebildet
ist, gestellfest anzuordnen, so daß die entsprechende Kopplung bei einer Zylinderstellung
gegenüber dieser Krafteinleitung erfolgen kann. So kann wie zuvorstehend angedeutet
die Klemmschiene geöffnet werden und daraufhin der Druckform- bzw. Plattenzylinder
um einen vorgesehenen Winkelbereich rückwärts verfahren werden, um das Ende der vom
Druckform- bzw. Plattenzylinder abgewickelten Platte in Eingriff mit einer Halteeinrichtung
zu bringen. Dadurch, daß die als Welle mit Nocken bzw. Exzentern ausgebildete Betätigungseinrichtung
zum Öffnen der Klemmschiene in eine stabile Endlage gebracht ist, ist es nicht nötig,
die Kraft zum Öffnen der Klemmschiene permanent aufzubringen. Nach dem dann der Druckform-
bzw. Plattenzylinder wieder in seine Ausgangsstellung mit der Krafteinleitungseinrichtung
korrespondierend verfahren worden ist kann dann das Schließen der Klemmeinrichtung
erfolgen.
[0013] Des weiteren erfolgt die Erläuterung eines Ausführungsbeispieles der Erfindung anhand
der Zeichnungen.
[0014] Es zeigt:
- Fig. 1 - 4
- den Schnitt durch die erfindungsgemäße Klemmvorrichtung,
- Fig. 5 + 6
- die Ansicht eines Ausschnittes der erfindungsgemäßen Klemmeinrichtung, und
- Fig. 7 + 8
- das Prinzip der federelastischen Wirkung der Betätigungseinrichtung der Klemmschiene.
[0015] Die erfindungsgemäße Klemmschiene 1 besteht aus einem zylinderfest angeordneten Oberteil
2 und einem radial beweglich gelagerten Unterteil 3, welche jeweils als insbesondere
über die Formatbreite des nicht dargestellten Druckform- bzw. Plattenzylinder sich
erstreckende Schienen ausgebildet sind (Fig. 1 - 4).
[0016] Wie in Figur 1 in Verbindung mit den Figuren 5 und 6 dargestellt sind unterhalb des
radial beweglichen Unterteiles 3 axial voneinander beabstandet Lagerblöcke 6 angeordnet,
in welche das Ende von Schrauben 4 eingedreht sind, deren Schaft längsbeweglich in
je einer entsprechenden Öffnung des Unterteils 3 gelagert ist. Zwischen dem Kopf der
Schrauben 4 und einer Verjüngung der Bohrung im Unterteil 3 sich abstützend sind Druckfedern
5 angeordnet, durch welche das Unterteil 3 zum Öffnen der entsprechenden Klemmflächen
zwischen dem Oberteil 2 und dem Unterteil 3 in die geöffnete Stellung verbracht wird.
[0017] Die Figuren 2, 5 und 6 zeigen die Geradführung des radial beweglichen Oberteils 3
gegenüber dem Oberteil 2. Vorgesehen sind hierzu axial voneinander beabstandet mehrere
Schrauben 8, welche durch entsprechende Öffnungen 8.1 im Unterteil hindurch geführt
und deren Enden in entsprechende Gewinde im Oberteil 2 der Klemmschiene 1 eingedreht
sind. Der Kopf der Schrauben 8 wirkt dabei jeweils mit einer Planfläche der Öffnungen
8.1 zusammen, welche parallel zur radialen Bewegungsrichtung des Unterteils 3 verlaufen.
[0018] Durch die mehreren axial voneinander beabstandeten und unterhalb des Unterteils 3
angeordneten Lagerblöcke ist eine Welle 7 drehbar aufgenommen hindurch geführt, welche
in den zwischen den Lagerblöcken 6 gelegenen Bereichen jeweils einen Nocken bzw. Exzenter
9 aufweist. Die Nocken bzw. Exzenter 9 der Welle 7 wirken mit jeweils einer im unteren
Bereich des Unterteils 3 angebrachten Rolle 10 zusammen (Figur 3 - 6).
[0019] In Figur 4 ist die geöffnete Stellung des Unterteiles 3 gegenüber dem Oberteil 2
der erfindungsgemäßen Klemmschiene 1 dargestellt. Die Welle 7 ist dabei in einer derartige
Stellung verschwenkt worden, so daß die Rollen 10 des beweglichen Unterteils 3 auf
einem kleineren Radius der Nocken bzw. Exzenter 9 der Welle zum Liegen kommen. Demzufolge
ist der durch die Klemmflächen des Unterteils 3 und Oberteils 2 definierte Klemmspalt
der Klemmschiene 1 geöffnet.
[0020] Figur 3 zeigt die geschlossene, dem Klemm-Zustand entsprechenden Zustand der Klemmschiene
1. Durch Verschwenken der Welle 7 kommen die Rollen 10 des Unterteils 3 auf dem großen
Radius der Nocken - bzw. Exzenter 9 zum Liegen, so daß das Unterteil 3 über die Rollen
10 mit einer entsprechenden Kraft gegen das zylinderfeste Oberteil 2 gedrückt wird.
Eine durch die Klemmflächen zwischen dem Unterteil 3 und dem Oberteil 2 gehaltene
Druckplatte ist nicht dargestellt.
[0021] Figur 7 zeigt prinzipiell die Anordnung der Welle 7 mit einem Nocken bzw. Exzenter
9 zwischen zwei die Welle 7 lagernden Lagerblöcken 6. Die Orientierung der Welle 7
entspricht hierbei der geöffneten Stellung, d.h. der Stellung des Nockens bzw. Exzenters
9 in Verbindung mit der Rolle 10, wie dies in Figur 4 dargestellt ist. Wird nun die
Welle 7 nebst Nocken bzw. Exzenter 9 in die Stellung zum Schließen des Unterteils
3 verschwenkt, so erfährt die Welle 7 zwischen den Stützstellen der Lagerblöcke 6
jeweils eine Durchbiegung entsprechend der aufgebrachten Klemmkraft.
[0022] In Figur 8 ist die Durchbiegung der Welle 7 zur Verdeutlichung des Prinzips übertrieben
dargestellt.
Bezugszeichenliste
[0023]
- 1
- Klemmschiene
- 2
- Oberteil
- 3
- Unterteil
- 4
- Schraube
- 5
- Druckfeder
- 6
- Lagerblock
- 7
- Welle
- 8
- Schraube
- 8.1
- Öffnung (Unterteil 3)
- 9
- Nocke / Exzenter
- 10
- Rolle (Unterteil 3)
1. Klemmvorrichtung zum Befestigen von Druckformen auf dem Formzylinder von Druckmaschinen,
insbesondere zum Befestigen von Druckplatten auf dem Plattenzylinder von Bogenoffsetdruckmaschinen,
bestehend aus einem Ober-und Unterteil, wobei das eine Teil zylinderfest und das entsprechend
damit zusammenwirkende andere Teil in zumindest annähernd radialer Richtung des Zylinders
beweglich gelagert ist, einer auf das bewegliche Unter- bzw. Oberteil zum Öffnen und
Klemmen einwirkenden Betätigungseinrichtung sowie die Klemmkraft federelastisch auf
das bewegliche Unter- bzw. Oberteil übertragende Bauteile,
dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens ein Bauteil der auf das bewegliche Unter- bzw. Oberteil (3, 2) einwirkenden
Betätigungseinrichtung (Welle 7) eine beim Aufbauen der Klemmkraft wirksam werdende
Federelastizität aufweist.
2. Klemmeinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Betätigungseinrichtung als eine Welle (7) ausgebildet ist, welche über axial
voneinander beabstandete Lager (6) zylinderfest abgestützt und zwischen den Lagern
(6) durch die aufzubringende Klemmkraft jeweils um ein vorgegebenes Maß verbiegbar
ist.
3. Klemmeinrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Welle (7) zwischen je zwei Lagern (6) jeweils wenigstens eine mit dem Unter-
bzw. Oberteil (3, 2) zusammenwirkende Nocke bzw. einen Exzenter (9) aufweist.
4. Klemmeinrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Unter- bzw. Oberteil (3, 2) jeweils eine mit dem Nocken bzw. dem Exzenter
(9) der Welle (7) zusammenwirkende Rolle (10) aufweist.
5. Verfahren zum Wechseln von Druckformen des Formzylinders von Druckmaschinen, insbesondere
zum Wechsel von Druckplatten des Plattenzylinders von Bogenoffsetdruckmaschinen, wobei
nach dem Öffnen einer dem Druckanfang des Zylinders zugeordneten und die vordere Kante
der Druckform haltenden Klemmvorrichtung die Druckform aus dem Erfassungsbereich der
Klemmvorrichtung herausgezogen wird und wobei zum Öffnen und Schließen der Klemmvorrichtung
der Formzylinder in vorgegebene Positionen verfahren und zum Wechseln der Druckform
in vorgegebene Richtungen verdreht wird, insbesondere unter Verwendung einer Klemmeinrichtung
gemäß einer der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß nach dem Öffnen der dem Druckanfang des Zylinders zugeordneten und die vordere
Kante der Druckform haltenden Klemmvorrichtung der Formzylinder um einen vorgegebenen
Winkelbetrag rückwärts verdreht wird, daß die Druckform am Ende der Bewegung durch
Halten wenigstens eines Teiles der Druckform lagefixiert wird, und daß daraufhin der
Formzylinder vorwärts verdreht wird, bis die vordere Kante der Druckform aus der geöffneten
Klemmvorrichtung herausgezogen worden ist.
6. Verfahren nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß nach dem Lagefixieren der Druckform der Formzylinder wieder in die Position vorwärts
gedreht wird, in welcher das Öffnen der die vordere Kante der Druckform haltenden
Klemmeinrichtung erfolgt und in dieser Position eine neue Druckform in den geöffneten
Erfassungsbereich der Klemmeinrichtung eingeführt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die vom Formzylinder abgeförderte Druckform nach dem Aufziehen einer neuen Druckform
auf den Formzylinder aus der lagefixierten Position entnommen wird.