[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine vorgehängte, vorzugsweise auf einer Aluminium-Unterkonstruktion
montierte Fassadenkonstruktion nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Aus der Dt PS 34 01 271 ist eine Fassade bekannt deren Fassadenplatten aus einem
vorderen und hinteren Plattenteil bestehen, die durch Stege miteinander verbunden
sind. Außerdem sind die Platten an der hinteren Seite mit einem Kopf- und einem Fußfalz
versehen, die in dem an der Wand montierten Zustand untereinander angeordnet sind
und zum Zwecke der Befestigung von dem H-förmigen Teil ein oder mehrerer Plattenhalter
umgriffen werden. Desweiteren sind die Fassadenplatten an der vorderseitigen Unterkante
mit einem Tropffalz versehen, der im montierten Zustand den Kopffalz der darunter
angeordneten Platte so übergreift, daß die Vorderflächen der oberen und der unteren
Fassadenplatten in einer Ebene liegen. Dabei werden der Kopffalz der unteren Fassadenplatten
und die Plattenhalter von den Tropffalz der oberen Fassadenplatte so überdeckt, daß
diese nur teilweise sichtbar sind.
[0003] Die Nachteile dieser Konstruktion liegen darin, daß die Wasserführung von der Rückseite
zur Vorderseite der Fassade mangelhaft ist. Da die Rückseite der Fußfalze der oberen
Platten und die Rückseite der Kopffalze der unteren Platten in einer Ebene liegen,
wird das an der Rückseite der oberen Fassadenplatten ablaufende Kondensat oder vom
Wind durch die offenen Horizontalfugen eingetriebenes Fassadenwasser nicht zwangsläufig
und restlos zur Vorderseite der Fassade abgeleitet sondern läuft zu einem großen Teil
auf der Rückseite der jeweils darunter angeordneten Fassadenplatten weiter. In regen-
und windreichen Regionen kann es dadurch zu einer übergroßen Wasserbelastung an der
Rückseite der Fassade kommen, so daß die Gefahren der kapillaren Übertragung von Wasser
auf die Tragprofile und von dort auf die Wärmedämmung und zur Durchfeuchtung derselben
kommen kann.
[0004] Ein weiterer Nachteil liegt darin begründet, daß diese bekannten Fassadenplatten
nur so montiert werden können, daß die Vorderseiten der jeweils oberen und unteren
Fassadenplatten in einer Ebene liegen. Eine schindelartige Überdeckung der oberen
über die unteren Fassadenplatten ist aus architektonisch-ästhetischen Gründen nicht
möglich, da die Platten dafür zu dick sind.
[0005] Nachteilig ist an dieser Fassadenkonstruktion auch, daß die Plattenhalter durch den
Tropffalz nur teilweise verdeckt werden und deshalb sichtbar sind, was besonders bei
hellen Platten auffällig und unerwünscht ist.
[0006] In der Baupraxis sind auch Fassadenkonstruktionen allgemein gebräuchlich. bei welchen
sich dünne Fassadenplatten in Zweifach- oder Dreifachdeckung schindelförmig überlappen,
wobei der untere Rand der jeweils oberen Platten durch einen gekröpften Halter aus
Draht umgriffen wird. Die Nachteile dieser Konstruktion liegen darin, daß bei der
Dreifachdeckung praktisch kein Belüftungsspalt zwischen den Fassadenplatten angeordnet
ist und wegen der flächigen Auflage der einzelnen Gebinde aufeinander auch keine sichere
Wasserführung von der Rückseite zur Vorderseite der Fassade gewährleistet ist. Durch
den direkten Kontakt zwischen Fassadenplatte und Traglatte kann bei der Dreifachdeckung
das rückseitig ablaufende Wasser oder Kondensat sogar auf die Traglatte und über diese
in die Wärmedämmung abgeleitet werden. Die Folgen der mangelnden Belüftung und Wasserführung
sind die Durchfeuchtung der Unterkonstruktion und der Wärmedämmung und dadurch verursachte
Bauschäden.
[0007] Weitere Nachteile dieser Schindelfassaden in Zweifach- oder Dreifachdeckung liegen
darin, daß die Fassadenplatten relativ dünn und deshalb schlagempfindlich sind und
daß der obere Plattenrand durch die Klemmwirkung der Plattenhalter zusätzlich auf
Bruch beansprucht wird.
[0008] Ein wesentlicher Nachteil ist auch darin begründet, daß die den unteren Plattenrand
umgreifenden Plattenhalter weder ganz noch teilweise verdeckt ausgeführt werden können
und somit das Erscheinungsbild der Fassade erheblich beeinträchtigen.
[0009] Sehr schwierig ist bei diesen Fassaden auch das Auswechseln einzelner beschädigter
Platten. Die neu zu montierende Fassadenplatte muß dabei nicht nur von unter in den
engen Spalt eingeschoben werden. Dabei erfordert aber der Plattenhalter, in welcher
die Fassadenplatte mit ihrem unteren Rand eingehoben werden muß, beim Einschieben
eine wesentlich geringere Neigung der Platte, so daß der untere Rand der darüber angeordneten
Fassadenplatten unter Vorspannung von der Fassade abgehoben werden muß, um den an
sich parallelen Spalt soweit konisch zu erweitern, daß die neue Platte eingeschoben
werden kann. Da Schindelfassaden zur Vermeidung von Klappergeräuschen bei Wind mit
vorgespannten Haltern montiert werden, ist das Auswechseln von einzelnen Platten oft
sehr schwierig und häufig auch mit dem Bruch der neuen Fassadenplatten durch die zusätzliche
Beanspruchung beim Einschieben verbunden.
[0010] Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, eine Fassadenkonstruktion zu beschreiben, bei
welcher dicke Fassadenplatten mit schindelartiger Überlappung verdeckt werden, gleichzeitig
aber die oben beschriebenen Nachteile der mangelhaften Wasserführung und Durchlüftung
zu vermeiden, die Plattenhalter unsichtbar anzuordnen und die Höglichkeit des Auswechselns
einzelner beschädigter Fassadenplatten zu erleichtern.
[0011] Die Lösung der gestellten Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch die Kennzeichen des
Anspruchs 1. Der Vorteil dieser Ausführungsform liegt darin. daß relativ dicke Fassadenplatten,
vorzugsweise Fassadenplatten mit horizontalen oder vertikalen Löchern, mit einem Tropffalz
und Fußfalz am unteren Rand und einem Kopffalz am oberen Rand schindelartig überdeckend
so montiert werden können, daß im fertigen Zustand der optische Eindruck entsteht,
es handle sich um relativ dünne Fassadenplatten, die in 2-facher oder 3-facher Überdeckung
verlegt sind. Dieser Eindruck entsteht dadurch, daß von der Außenseite der Fassade
her gesehen nur die Stärke des Tropffalzes und die Tiefe des Lüftungsschlitzes sichtbar
ist (Fig. 1). Ein weiterar Vorteil dieser Ausführungsform liegt darin, daß das an
der Rückseite der oberen Fassadenplatte ablaufende Kondensat oder vom Wind eingetriebenes
Fassadenwasser vollständig auf die Vorderseite des Kopffalzes der unteren Platte und
damit zur Fassadenvorderseite abgeleitet wird. Dadurch wird gewährleistet, daß sowohl
die Unterkonstruktion als auch die Wärmedämmung und die Gebäudewand trocken bleiben
und keine Bauschäden entstehen. Außerdem ergibt sich durch die Anordnung eines Lüftungsspaltes
zwischen der Rückseite des Tropffalzes und der Vorderseite des Kopffalzes die aus
bauphysikalischen Gründen erforderliche Möglichkeit die gesamte Fassadenfläche zu
be- und entlüften um Feuchtigkeit aus dem Gebäudeinneren abzuführen. Auch dies ist
zur Vermeidung von Bauschäden erforderlich. Durch die Ausbildung der Plattenhalter
nach Anspruch 2 mit einem U-förmigen Teil, welcher den Fußfalz der oberen Fassadenplatte
von unten her umgreift, wird die Tiefe des Lüftungsspaltes und die Höhenlage der oberen
Fassadenplatte und somit das Maß der Höhenüberdeckung definiert.
[0012] Durch die Ausbildung der Plattenhalter nach Anspruch 2 (Fig. 2) ist es möglich, das
Maß der vertikalen Überdeckung des Tropffalzes der oberen Fassadenplatte über den
oberen Randbereich der unteren Fassadenplatte und die Tiefe des horizontalen Lüftungsspaltes
zu variieren. Dazu muß lediglich das nach oben offene U-förmige Teil des Plattenhalters
gegenüber dem nach unter offenen U-förmigen Teil stärker oder weniger stark nach unten
versetzt angeordnet werden. Der Vorteil, der sich daraus ergibt, ist eine Vergrößerung
oder Verkleinerung der Spalthöhe des horizontalen Teils des Lüftungsspaltes. Außerdem
ist es möglich, die Tiefe des vertikalen Lüftungsspaltes zwischen der Rückseite des
Tropffalzes und der Vorderfläche des Kopffalzes dadurch zu variieren, daß der horizontale
Versatz der beiden U-förmigen Teile des Plattenhalters variiert wird. Das beinhaltet
den Vorteil, sowohl den vorderen Teil des Luftspaltes zwischen Fußfalz und Plattenvorderfläche
als auch den hinteren Teil des Luftspaltes zwischen der Rückseite der oberen Fassadenplatte
und der Vorderseite des Kopffalzes der unteren Fassadenplatte in ihrer Tiefe variieren
und den bauphysikalischen Erfordernissen anpassen zu können. Da die Plattenhalter
von der Fassadenvorderseite her gesehen nur eine geringe Breite haben, ist der zwischen
den Plattenhaltern angeordnete Lüftungsquerschnitt in erster Linie von der Tiefe des
vorderen und hinteren Lüftungsspaltes und von der Höhe des horizontalen Teiles des
mittleren Lüftungsspaltes abhängig. Da die beiden U-förmigen Teile des Plattenhalters
sowohl den Fußfalz der oberen als auch den Kopffalz der unteren Fassadenplatte mit
Spiel umgreifen, werden keinerlei Zwängungen auf die Falze ausgeübt. Dies hat den
Vorteil, daß die Bruchgefahr für die Falze bei zusätzlicher Stoßbeanspruchung von
vorne gering ist. Ein weiterer wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Fassadenkonstruktion
ist die einfache Austauschbarkeit einzelner beschädigter Fassadenplatten. Die auszutauschende
Fassadenplatte muß dabei lediglich von unten her mit dem Kopffalz in das diesen von
oben her übergreifende U-förmige Teil des Plattenhalters eingeschoben werden, ohne
daß dabei die oberen Platten oder die Plattenhalter berührt oder gar angehoben und
gelockert werden müßten. Es muß lediglich an den Stellen, in welchen die U-förmigen
Teile des Halters den Kopffalz der einzugetzenden Platte übergreifen, die Höhe des
Kopffalzes um einige Millimeter soweit reduziert werden, daß diese Fassadenplatte
um einige Millimeter höher so weit angehoben werden kann, daß ihr Fußfalz über den
niederen vorderen Flansch des nach oben offenen U-förmigen Teiles des Plattenhalters
eingehoben werden kann. Gegen unbefugtes Wiederausheben der ausgetauschten Fassadenplatte
wird diese dadurch gesichert, daß das den Kopffalz von oben her umgreifende U-förmige
Teil des Plattenhalters mit einer zunächst plastischen und dann aushärtenden Masse
gefüllt wird. Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Fassadenkonstruktion gegenüber
dem Stand der Technik ist die Tatsache, daß die Plattenhalter vollständig unsichtbar
angeordnet sind und weder aus dem horizontalen Blickwinkel noch bei schrägem Blick
nach oben sichtbar sind.
[0013] Bei einer anderen Ausführungsart der erfindungsgemäßen Fassadenkosntruktion (Fig.
2) ist der horizontale Versatz des den Fußfalz der oberen Fassadenplatte umgreifenden
U-förmigen Teiles des Plattenhalters vor dem den Kopffalz der unteren Fassade umgreifenden
U-förmigen Teil wesentlich größer, als dies in Fig. 1 dargestellt ist. Dies ist dadurch
möglich, daß zwischen beiden U-förmigen Teilen ein Abstandssteg angeordnet ist. Der
Vorteil dieser Konstruktion liegt darin, daß die Fassadenplatten mit einem wesentlich
stärkeren und damit bruchsichereren Tropffalz als in Fig. 1 dargestellt ausgestattet
sein können, gleichwohl aber die gleiche Tiefe des zwischen Tropffalz der oberen Platte
und Vorderfläche der unteren Platte angeordnete Lüftungsspalt beibehalten werden kann.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß auch die Tiefe dieses Lüftungsspaltes zusätzlich
vergrößert werden kann. Durch den besonders breiten vertikalen Lüftungsspalt vor dem
Kopffalz der unteren Fassadenplatte ist auch eine besonders sichere Wasserführung
von der Rückseite der oberen zur Vorderseite der unteren Platte gewährleistet.
[0014] Bei weiteren Ausführungsvarianten (Fig. 3a und 3b) sind die Fassadenplatten ohne
Kopffalz ausgeführt. Dies ist zwar mit dem Nachteil einer schlechteren Wasserführung
von der Rückseite zur Vorderseite hin verbunden, hat aber den Vorteil, daß die Herstellung
insbesondere keramischer Fassadenplatten ohne Kopffalz etwas einfacher ist. Insbesondere
kann aber die Fassadenplatte am oberen Rand zum Zwecke der vertikalen Maßanpassung
bei der Montage beliebig zugeschnitten werden, ohne daß sich ihre Gesamtstärke ändert,
so daß das die unteren Fassadenplatten von ober her übergreifende U-förmige Teil des
Plattenhalters immer die der Plattenstärke angepaßte genau richtige lichte Tiefe aufweist.
Diese Variante ohne Kopffalz ist insbesondere für regen- und windarme Klimagebiete
geeignet. Bei am oberen Rand angeschnittenen Fassadenplatten kann das rückseitig ablaufende
Kondensat oder Wasser zum seitlichen Plattenende in die Vertikalfuge abgeleitet werden.
[0015] Bei einer anderen vorteilhaften Ausführungsform (Fig. 4a) der erfindungsgemäßen Fassadenkonstruktion
wird der Kopffalz oder der obere Rand der unteren Fassadenplatte nicht durch ein U-förmiges
nach unten offenes Teil des Plattenhalters umgriffen, sondern lediglich durch einen
einzelnen Flansch hintergriffen. Durch diesen Flansch wird die Fassadenplatte nach
hinten abgestützt, so daß der zur Durchlüftung erforderliche Spalt zwischen der Rückseite
des Kopffalzes bzw. der Fassadenplatten und der Vorderkante des horizontalen Profiles
offen gehalten wird. Die horizontale Bewegung des oberen Randes der Platten zur Fassadenvorderseite
hin kann durch geeignete Abstandshalter zwischen den Fassadenplatten verhindert werden.
Der Vorteil dieser Variante besteht darin, daß die Plattenhalter eine noch etwas einfachere
Form besitzen.
[0016] Bei einer weitern Ausführungsvariante (Fig. 5a, 5b oder 5c) stützt sich der Kopffalz
bzw. die hinter Oberkante der unteren Fassadenplatte direkt und ohne Abstand an einem
horizontalen oder vertikalen Profil der Unterkonstruktion ab. Dabei wird der Kopffalz
oder der obere Plattenrand der unteren Platte gegen Kippen zur Fassadenvorderseite
hin durch eine Flansch des Plattennalters gesichert, der von oben her vor die Oberkante
der unteren Fassadenplatte oder deren Kopffalz greift. Der Vorteil dieser Konstruktion
ohne Luftspalt zwischen dem Kopffalz oder Kopf der Fassadenplatte und der Unterkonstruktion
liegt in der besonders einfachen Ausführungsform der Plattenhalter und in der geringeren
Bautiefe der gesamten Fassadenkonstruktion.
[0017] Bei einer anderen Art der erfindungsgemäßen Fassadenkonstruktion nach dem Kennzeichen
des Anspruchs 7 greift ein nach oben gerichteter Flansch des Plattenhalters in die
Nut zwischen Tropffalz und Fußfalz der Fassadenplatte ein (Fig. 6), welche zum Zweck
der horizontalen Fixierung des Plattenfußes entsprechend schmal ausgeführt ist. In
dieser Ausführungsart kann der hintere Flansch des U-förmigen nach oben offenen Teiles
des Plattenhalters nach den Ansprüchen 2 bis 6 entfallen. Alle anderen Details der
Fassadenkonstruktion nach den Ansprüchen 3 bis 6 können auch mit der eben beschriebenen
Ausführungsart nach Anspruch 7 kombiniert werden. Der Vorteil dieser Ausführungsart
besteht darin, daß die schmale Nut zwischen Tropffalz und Fußfalz auch in besonders
einfacher Weise gesägt oder gefräst werden kann.
[0018] Die Erfindung ist in der nachstehenden Beschreibung anhand von Zeichnungen in verschiedenen
Ausführungsformen beispielhaft wie folgt erläutert.
- Fig. 1
- zeigt einen Vertikalschnitt durch die erfindungsgemäße Fassadenkonstruktion.
- Fig. 2
- zeigt einen Vertikalschnitt durch den Bereich, in dem sich die Fassadenplatten überdecken.
- Fig. 3a
- zeigt einen Vertikalschnitt
- Fig. 3b
- zeigt einen Vertikalschnitt
- Fig. 4a
- zeigt einen Vertikalschnitt
- Fig. 4b
- zeigt einen Vertikalschnitt
- Fig. 5a
- zeigt einen Vertikalschnitt
- Fig. 5b
- zeigt einen Vertikalschnitt
- Fig. 5c
- zeigt einen Vertikalschnitt
- Fig. 6
- zeigt einen Vertikalschnitt
[0019] Die Fig. 1 zeigt eine vertikale Unterkonstruktion 1 mit einem horizontalen Profil
2 und eine Fassadenplatte 3 mit einem Kopffalz 4 am oberen Plattenrand 5 und mit einem
Tropffalz 6 und einem Fußfalz 7 am unteren Plattenrand 8, welche mittels eines Plattenhalters
9 an dem horizontalen Profil 2 befestigt ist. Dabei übergreift der Tropffalz 6 der
oberen Fassadenplatte 10 die Vorderfläche 11 des oberen Plattenrandes 5 der unteren
Fassadenplatte 12 so, daß die Vorderfläche 13 der oberen Fassadenplatte 10 im Bereich
des Tropffalzes 6 um das Maß der Tropffalzstärke plus der Tiefe des vorderen Lüftungsspaltes
14 vor der Vorderlfäche 11 des oberen Plattenrandes 5 der unteren Fassadenplatte 12
angeordnet ist. Das nach oben offene U-förmige Teil 15 des Plattenhalters 9 umgreift
den Fußfalz 4 der oberen Fassadenplatte 10 von unten her und das nach unten offene
U-förmige Teil 17 umgreift den Kopffalz 4 der unteren Fassadenplatte 12 von oben her.
Der Verbindungssteg 21 des nach oben offenen U-förmigen Teiles 15 ist gegenüber dem
Verbindungssteg 22 des nach unten offenen U-förmigen Teiles 17 des Plattenhalters
9 sowohl in der Höhe als auch in der Tiefe der Fassade versetzt angeordnet. Dabei
ist in Fig 1 der vordere Schenkel 26 des U-förmigen Teilen 17 identisch mit dem hinteren
Schenkel 26 des U-förmigen Teiles 15. Kondensat oder eingedrungenes Fassadenwasser,
welches an der Rückseite 18 der oberen Fassadenplatte 10 abläuft, wird in dem vertikalen
hinteren Lüftungsspalt 19 vor dem Kopffalz 4 der unteren Fassadenplatte 12 abgeleitet
und fließt somit zwangsläufig durch den horizontalen Lüftungssplat 20 und den vorderen
vertikalen Lüftungsspalt 14 zur Vorderfläche 11 der unteren Fassadenplatte 12 ab.
Dadurch ist gewährleistet, daß sowohl das horizontale Profil 2, die Unterkonstruktion
1 als auch die zwischen dieser angeordnete Wärmedämmung 23 trocken bleibt. Die Be-
und Entlüftung des hinter den Fassadenplatten angeordneten Luftraumes erfolgt durch
die offenen Lüftungsspalte 14, 20 und 19 zwischen den (in Zeichnungsebene hintereinander)
angeordeten Plattenhaltern 9. Ein weiterer Lüftungsspalt 24 zwischen der Rückseite
der Fassadenplatte 12 und der Vorderkante 25 des horizontalen Profils 2 dient auch
zur kapillaren Trennung der Rückseite der Fassadenplatte 12 von dem horizontalen Profil
2.
[0020] Fig. 2 zeigt eine andere Ausführungsform, bei welcher das den Fußfalz 27 der oberen
Fassadenplatte 28 umgreifende U-förmige Teil 29 weiter zur Fassadenvorderseite versetzt
ist. Zwischen dem U-förmige Teil 29 und dem den Kopffalz 30 der untere Fassadenplatte
31 umgreifende U-förmigen Teil 32 ist ein Abstandssteg 33 angeordnet. Dadurch ist
die Anordnung eines besonders dicken und dadurch bruchsicheren Tropffalzes 34 an der
oberen Fassadenplatte 28 möglich. Auch der Lüftungsspalt 35 ist dadurch in Fig. 2
tiefer als in Fig. 1.
[0021] Fig. 3a zeigt eine Ausführungsform mit Fassadenplatten 41 ohne Kopffalz. Dabei ist
das nach oben offenen U-förmige Teil 37 des Plattenhalters 38 gegenüber dem nach unten
offenen U-förmigen Teil 39, welches den oberen Rand 40 umgreift, in Richtung der Tiefe
der Fassadenkonstruktion versetzt angeordnet.
[0022] Fig. 3b zeigt eine Variante, bei welcher die beiden U-förmigen Teile in Richtung
der Tiefe der Fassadenkonstruktion nur wenig versetzt sind. Außerdem zeigt Fig. 3b
eine untere Fassadenplatte 42, die zum Zwecke der Höhenanpassung am oberen Rand zugeschnitten
ist.
[0023] Fig. 4a zeigt eine Ausführungsform, bei welcher der Kopffalz 43 der unteren Platte
44 rückseitig durch einen Flansch 45 des Plattenhalters 46 abgestützt ist, so daß
der Lüftungsspalt 47 zwischen der Fassadenplatte 44 und dem horizontalen Profil 48
gesichert ist.
[0024] Fig. 4b zeigt eine Variante, bei welcher eine Fassadenplatte 49 ohne Kopffalz rückseitig
durch den Flansch 50 abgestützt ist.
[0025] Fig. 5a zeigt eine Fassadenplatte 51, die sich mit ihrem Kopffalz 52 an dem Profil
53 der Unterkonstruktion abstützt und durch den Flansch 54 des Plattenhalters 55 gegen
Kippen nach vorne gesichert ist.
[0026] Fig. 5b zeigt einen Flansch 56 vor dem Kopffalz 57.
[0027] Fig. 5c zeigt das nach oben offenen U-förmige Teil 58, dessen vertikaler Flansch
59 den Kopffalz 60 der Fassadenplatte 61 sichert.
[0028] Fig. 6 zeigt die Fassadenkonstruktion, bei welcher ein vertikaler nach oben gerichteter
Flansch 62 am vorderen Ende des Plattenhalters 63 in die schmale Nut 64 zwischen dem
Tropffalz 65 und dem Fußfalz 66 der oberen Fassadenpaltte 67 eingreift.
[0029] Die Erfindung betrifft ferner einen Fassadenplattenhalter zum Halten einer Fassadenplatte,
insbesondere einer Fassadenplatte mit oder ohne Kopffalz am oberen Plattenrand und
mit Tropffalz und Fußfalz am unteren Plattenrand, insbesondere einer Fassadenplatte,
die aus einem vorderen und hinteren Plattenteil besteht, die durch Stege miteinander
verbunden sind. Zur Lösung der oben angegebenen Aufgabe ist ein derartiger Fassadenplattenhalter
durch die Merkmale des Anspruchs 8 gekennzeichnet. Vorteilhafte Weiterbildungen sind
in den Unteransprüchen 9 bis 13 angegeben.
[0030] Die Erfindung betrifft ferner eine Fassadenplatte, bestehend aus einem vorderen und
hinteren Plattenteil, die durch Stege miteinander verbunden sind. Zur Lösung der oben
angegebenen Aufgabe ist diese Fassadenplatte erfindungsgemäß durch die weiteren Merkmale
des Anspruchs 14 gekennzeichnet. Eine vorteilhafte Weiterbildung ist im Unteranspruch
15 beschrieben.
1. Vorgehängte, hinterlüftete Fassadenkonstruktion, bestehend aus Unterkonstruktion (1),
horizontalen und/oder vertikalen Profilen (2), Fassadenplatten (3, 40) mit oder ohne
Kopffalz (4, 30) am oberen Plattenrand (5) und mit Tropffalz (6, 34) und Fußfalz (7,
27) am unteren Plattenrand (8) die mittels Plattenhalter (9) an den vertikalen oder
horizontalen Profilen (2) festlegbar sind
dadurch gekennzeichnet
daß der Tropfalz (6, 34) der oberen Fassadenplatten (10, 28) die Vorderflächen (11)
des oberen Plattenrandes (5) der unteren Fassadenplatten (12) oder die Vorderfläche
des Kopffalzes (4) so übergreift, daß die Vorderflächen (13) der oberen Fassadenplatten
(10) im Bereich des Tropffalzes (6, 34) um das Maß der Tropffalzstärke plus der Tiefe
des vorderen Lüftungsspaltes (14, 35) vor den Vorderflächen (11) des oberen Plattenrandes
(5) oder der Vorderfläche des Kopffalzes (4) der unteren Fassadenplatten (12) angeordnet
sind.
2. Fassadenkonstruktion nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Fußfalz (7,
27) der oberen Fassadenplatten (10, 28) durch ein nach oben offenes U-förmiges Teil
(15, 29) des Plattenhalters (9) von unten her umgriffen wird.
3. Fassadenkonstruktion nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kopffalz
(4, 30) oder der obere Rand (40) der unteren Fassadenplatten (12, 31, 41) durch ein
nach unten offenes U-förmiges Teil (17, 32, 39) von oben her umgriffen wird.
4. Fassadenkonstruktion nach Anspruch 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet, daß der Verbindungssteg
(22) des nach unten offene U-förmige Teil (17) des Plattenhalters (9) gegenüber dem
Verbindungssteg (21) des nach oben offenen U-förmigen Teil (15) in Richtung der horizontalen
Tiefe und/oder in Richtung der vertikalen Höhe der Fassadenkonstruktion versetzt angeordnet
ist oder ganz oder teilweise mit diesem identisch ist.
5. Fassadenkonstruktion nach Anspruch 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet, daß der Kopffalz
(43) der unteren Fassadenplatten (44) von der Rückseite her durch einen nach unten
greifenden Flansch (45) des Plattenhalters (46) abgestützt ist.
6. Fassadenkonstruktion nach Anspruch 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet, daß die Vorderfläche
des Kopffalzes (52, 57, 60) oder des oberen Randes der unteren Fassadenplatten durch
einen nach unten greifenden Flansch (54, 56, 59) des Plattenhalters (55) übergriffen
ist.
7. Fassadenkonstruktion nach Anspruch 1 und 3 bis 6 dadurch gekennzeichnet, daß ein vertikaler
nach oben gerichteter Flansch (62) in die Nut (64) zwischen Tropffalz (65) und Fußfalz
(66) der oberen Fassadenplatten (67) eingreift.
8. Fassadenplattenhalter zum Halten einer Fassadenplatte,
gekennzeichnet durch
ein nach oben offenes U-förmiges Teil (15, 29) zum Umgreifen des Fußfalzes (7,27)
der oberen Fassadenplatte (10, 28).
9. Fassadenplattenhalter nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch ein nach unten offenes
U-förmiges Teil (17, 32, 39) zum Umgreifen des Kopffalzes (4, 30) oder des oberen
Randes (40) der unteren Fassadenplatte (12, 31, 41).
10. Fassadenplattenhalter nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Verbindungssteg
(22) des nach unten offenen U-förmigen Teils (17) gegenüber dem Verbindungssteg (21)
des nach oben offenen U-förmigen Teils (15) in Richtung der horizontalen Tiefe und/oder
in Richtung der vertikalen Höhe der Fassadenkonstruktion versetzt angeordnet ist oder
ganz oder teilweise mit diesem identisch ist.
11. Fassadenplattenhalter nach einem der Ansprüche 8 bis 10, gekennzeichnet durch einen
nach unten greifenden Flansch (45) zum Abstützen des Kopffalzes (43) der unteren Fassadenplatten
(44) von der Rückseite her.
12. Fassadenplattenhalter nach einem der Ansprüche 8 bis 11, gekennzeichnet durch einen
nach unten greifenden Flansch (54, 56, 59) zum Übergreifen der Vorderfläche des Kopffalzes
(52, 57, 60) oder des oberen Randes der unteren Fassadenplatte.
13. Fassadenplattenhalter nach einem der Ansprüche 8 bis 12, gekennzeichnet durch einen
vertikalen nach oben gerichteten Flansch (62) zum Eingreifen in die Nut (64) zwischen
Tropffalz (65) und Fußfalz (66) der oberen Fassadenplatte (67).
14. Fassadenplatte, bestehend aus einem vorderen und hinteren Plattenteil, die durch Stege
miteinander verbunden sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Fassadenplatte am unteren Ende einen Tropffalz und einen Fußfalz aufweist.
15. Fassadenplatte nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Fassadenplatte keinen
Kopffalz aufweist.