[0001] Die Erfindung betrifft ein Isolierelement aus zwei oder mehreren, aus Glas oder Kunststoff
gefertigten Scheiben, bei dem die einzelnen, mit Abstand aufeinander folgenden Scheiben
zumindest an ihrem Randbereich unter Zwischenschaltung von Abstandhalteschienen oder
dergleichen miteinander verklebt sind, wobei in den Randbereich zwischen zwei aufeinander
folgenden Scheiben wenigstens eine Profilschiene eingreift.
[0002] Solche Isolierelemente werden in der Regel als Isolierglascheiben bezeichnet, welche
in Fenster- oder Türflügel oder aber in feststehende Außenwandelemente eingesetzt
werden.
[0003] Solche Isolierelemente werden normalerweise zwischen zwei miteinander verbindbaren
Rahmenteilen eingespannt, so daß es einer Reihe zusätzlicher Maßnahmen, zusätzlicher
Profilteile und zusätzlicher Befestigungselemente bedarf.
[0004] Bei einem bekannten Isolierelement der eingangs genannten Art (DE 295 07 176 U1)
ist bei einer Ausführungsform als Profilschiene lediglich ein Abdeckprofil vorgesehen,
das durch eine Klemmverbindung mit einer Abstandhalteschiene verbunden ist. Bei einer
anderen Ausführungsform ist die Abstandhalteschiene mit den Scheiben verklebt, nicht
aber mit dem Abdeckprofil. Das Abdeckprofil ist vielmehr mit der Abstandhalteschiene
durch eine profilierte Ansatzleiste, die in einen U-förmigen Kanal der Abstandhalteschiene
eingesteckt ist, formschlüssig verbunden. Das bekannte Isolierelement bringt somit
bei der Handhabung und der Montage die oben dargelegten Schwierigkeiten mit sich.
[0005] Bei einer bekannten Mehrfachverglasungseinheit (DE 195 47 444 A1) ist eine Klebeverbindung
zwischen einer U-Schiene und einer Abstandhalteschiene in Form eines Kranzes von Harz
vorgesehen, was aber lediglich dazu dient, eine Schiene mit dem Isolierelement zu
verbinden, in die später schwenkbare Befestigungsteile einfassen.
[0006] Bei einer bekannten Schutzverglasung für bleiversproßte Glasscheiben (DE 34 08 161
A1) ist eine Abstandhalteschiene nicht zwischen die Scheiben eingesetzt, sondern außen
auf diese aufgesetzt. In diese Abstandhalteschiene werden in zwei Nuten die Scheiben
mittels eines Kittbettes eingekittet.
[0007] Eine bekannte Isolierglasscheibe (DE 88 00 333 U1) bildet mit einem Metallrahmen
ein Schiebefenster. In den Metallrahmen ist das Isolierelement mit den Scheiben einfach
eingesetzt. Irgendeine Klebeverbindung zwischen den Scheiben und dem Rahmen ist nicht
vorhanden. Die gesamte Stabilität muß hier der Metallrahmen in sich erbringen, weil
er mit den Scheiben nicht verbunden ist. Der Rahmen müßte an den Ecken an den Gehrungsstellen
entsprechend stabil verschraubt oder verschweißt werden, um die notwendige Steifigkeit
zu ergeben. Bei einem Schiebefenster dürfte der Aufbau des bekannten Metallrahmens
ausreichen. Für eine schwenkbare Tür oder ein schwenkbares Fenster wäre der verwendete
Metallrahmen sicher nicht geeignet.
[0008] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Isolierelement der im Oberbegriff des Patentanspruchs
1 angegebenen Art so auszubilden, daß es bei dem nachfolgenden Einsatz bei Fenstern,
Türen oder Wandelementen erhebliche Erleichterungen mit sich bringt.
[0009] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß durch das Isolierelement mit den Merkmalen des
Patentanspruchs 1 gelöst.
[0010] Bei dem Isolierelement nach der Erfindung bildet die umfangsgeschlossene Profilschiene,
die sich über den ganzen Scheibenumfang erstreckt und ganz oder teilweise über in
den Randbereich zwischen Profilschiene und Abstandhalteschienen eingebrachten Klebstoff
direkt oder indirekt mit den Scheiben verbunden ist, einen integrierten Rahmen, z.B.
für einen Tür- oder Fensterflügel.
[0011] Durch diese erfindungsgemäße Maßnahme ist es möglich, sozusagen einen rahmenlosen
Tür- oder Fensterflügel zu schaffen oder aber nachträglich eine einfachere und effektivere
Montage eines solchen Isolierelementes in einem Rahmen zu ermöglichen.
[0012] Für eine ausreichende Halterung und feste Verbindung zwischen Profilschiene und Scheiben
ist es vorteilhaft, wenn die Profilschiene wenigstens einen frei auskragenden Steg
aufweist, welcher in den im Randbereich zwischen zwei Scheiben eingebrachten Kleber
eingebettet ist. Damit ist ein optimaler Eingriff der Profilschiene in den am Randbereich
zwischen den Scheiben einzubringenden Kleber gewährleistet, so daß Profilschiene und
Scheiben eine intensive und feste gegenseitige Verbindung erhalten.
[0013] Diese Wirkung kann noch verbessert werden, wenn die Profilschiene zwei oder mehr
als zwei, im wesentlichen parallel zueinander verlaufende Stege aufweist. Dann ist
ein gegenseitiger Eingriff zwischen den Stegen und dem Kleber und somit auch den betreffenden
Randbereichen der Scheiben gewährleistet. In diesem Zusammenhang ist es zudem vorteilhaft,
wenn die Stege mit Rippen, Rillen oder dergleichen bzw. mit einem sägezahnförmigen
Profil ausgeführt sind.
[0014] Wenn weiter vorgeschlagen wird, daß die Breite der Profilschiene zumindest annähernd
dem Abstand zwischen zwei aufeinander folgenden Scheiben entspricht, dann kann der
Randbereich der Scheiben beim Verklebevorgang nach dem entsprechenden Einsetzen der
Profilschiene und des Klebers entsprechend verpreßt werden. Dabei ist es eine vorteilhafte
Ausgestaltung, wenn an der Profilschiene wenigstens zwei Anschlagflächen oder -nasen
ausgebildet sind, welche den Abstand zweier aufeinander folgender Scheiben bestimmen.
Es ist dann gleichgültig, wie der außerhalb der Scheiben liegende Bereich der Profilschienen
geformt ist und welche Teile daran anschließen, weil ein Bereich dafür vorgesehen
ist, die Anschlagflächen für die Scheiben zu bilden und somit den Abstand zwischen
zwei aufeinander folgenden Scheiben zu bestimmen.
[0015] Eine vorteilhafte Konstruktion ergibt sich dadurch, daß die Profilschiene an einer
von den Scheiben abgewandten Begrenzung eine oder mehrere, elastisch gegen die Profilschiene
andrückbare Lasche(n) aufweist. Durch eine solche Konstruktion ergeben sich bei der
Montage eines Isolierelementes in einem Rahmen besondere Vorteile. Natürlich kann
hier ein entsprechender Fenster- oder Türflügel oder aber ein feststehender Gebäudeteil
diesen Rahmen bilden. Dann wird allein durch das Eindrücken des Isolierelementes quer
zu dessen Ebene ein Andrücken einer solchen Lasche bzw. solcher Laschen bewirkt, wobei
die Lasche bzw. Laschen an den Begrenzungsflächen des vorgesehenen Rahmens oder dergleichen
eingreifen oder einrasten können. Daher ist es auch möglich, in dem entsprechenden
Rahmen z.B. Aufrauhungen, Riefen oder dergleichen vorzusehen und auch die Oberfläche
der Lasche bzw. Laschen entsprechend zu gestalten, um so einen gegenseitigen form-
und/oder kraftschlüssigen Eingriff zu erhalten. Dadurch sind keinerlei zusätzliche
Montageelemente notwendig, um ein erfindungsgemäßes Isolierelement in einem Rahmen
festzuhalten.
[0016] In diesem Zusammenhang ist es vorteilhaft, wenn die Lasche(n) einstückig mit der
Profilschiene ausgebildet ist bzw. sind. Da die Laschen bereits an der Profilschiene
vorhanden sind, bedarf es keinerlei zusätzlicher Montagemaßnahmen. Natürlich ist es
vorteilhaft, daß eine über die ganze Länge der Profilschiene durchgehende Lasche vorgesehen
ist. Gerade bei einer Profilschiene ist dadurch die Fertigung ohne zusätzliche Bearbeitungsvorgänge
möglich.
[0017] Bei einer besonderen Variante zur Verbindung zwischen dem Isolierelement und einem
entsprechenden Rahmen wird vorgeschlagen, daß die Lasche(n) in eine an einem als Voll-
oder Hohlprofil ausgeführten Rahmen ausgebildete Nut oder in entsprechende Öffnungen
an diesem Rahmen einrastbar ist bzw. sind. Damit ist eine sehr einfache Montage eines
solchen Isolierelementes in einem Rahmen möglich. Das Isolierelement wird demnach
lediglich quer zu dessen Ebene in die Öffnung des Rahmens hineingedrückt, wobei vorerst
die Laschen an die Profilschiene angepreßt werden. Sobald die entsprechende Einschubtiefe
erreicht ist, können die Laschen in die vorgesehene Nut am Rahmen einrasten. Dadurch
ist eine schnelle und unverlierbare Montage des Isolierelementes in einem Rahmen möglich,
ohne daß zusätzliche Befestigungsmittel oder zusätzliche Rahmenteile erforderlich
sind.
[0018] Im Rahmen der Erfindung ist es durchaus möglich, zusätzliche Profilteile vorzusehen,
wobei eine eingerastete Lasche dadurch außerdem beispielsweise zusätzlich in der eingerasteten
Stellung fixierbar ist. Dazu wird vorgeschlagen, daß in einen zwischen der (den) Lasche(n)
und der zugeordneten Oberfläche der Profilschiene gebildeten Spalt ein Steg eines
Verkleidungsprofils kraft- und/oder formschlüssig einsteckbar ist.
[0019] Eine weitere erfindungsgemäße Ausführungsvariante sieht vor, daß die Profilschiene
ein- oder beidseitig die eingesetzten Scheiben übergreift. Die Profilschiene bildet
also für sich einen entsprechenden Rahmen oder Rahmenteil, wobei unter Umständen von
außen gar nicht sichtbar ist, daß diese Profilschiene ein integrierter Bestandteil
des Isolierelementes und somit fest mit diesem verbunden ist.
[0020] In diesem Zusammenhang ist es möglich, daß die Profilschiene ein- oder beidseitig
einen in Richtung zu den Scheiben abstehenden, an der jeweils außen liegenden Scheibe
anliegenden Flansch aufweist. Dadurch wird praktisch eine Profilschiene geschaffen,
welche sowohl zwischen die einzelnen Scheiben eingreift als auch den außen liegenden
Rand des Isolierelementes abdeckt.
[0021] Gerade durch diese vielfältige Gestaltungsmöglichkeit ist es auch denkbar, daß an
wenigstens einem seitlichen Randbereich der Profilschiene ein profilierter, mit Hinterschneidungen
versehener Profilteil anschließt zur form- und/oder kraftschlüssigen Aufnahme eines
Verkleidungs- und/oder Dichtungsprofils. Damit ist die Möglichkeit geschaffen, nach
außen hin entsprechende Verkleidungsprofile anzusetzen, welche beispielsweise farblich
den Fassaden angepaßt sind. Es ist gerade durch diese Maßnahme aber auch möglich,
zumindest optisch die Gewähr zu geben, daß in üblicher Weise entsprechende Abdichtungen
und/oder Verkleidungen vorhanden sind und eine sichere Halterung der eingesetzten
Isolierelemente gewährleistet ist, obwohl dies bereits durch andere Maßnahmen in ausreichendem
Maße sichergestellt werden kann.
[0022] Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen ergibt sich zudem die Möglichkeit, ohne besondere
Zusatzprofile oder zusätzliche Rahmenteile Einbau- und Montagearbeiten durchzuführen.
So ist es besonders vorteilhaft, wenn die Profilschiene zur Befestigung von Beschlagteilen
oder Beschlägen ausgebildet ist. Es kann also ein fest mit dem Isolierelement verbundener
Teil, nämlich die Profilschiene, direkt für die Montage von Beschlagteilen oder Beschlägen
herangezogen werden. In diesem Zusammenhang ist es von besonderem Vorteil, wenn in
die Profilschiene Beschlagteile oder Beschläge integriert sind. Dadurch kann bereits
bei der Herstellung des Isolierelementes, also bei der Herstellung beispielsweise
eines Isolierglaselementes, die Anordnung von Beschlagteilen oder Beschlägen fixiert
werden, so daß solcherart fertiggestellte Fenster- und/oder Türflügel auf der Baustelle
z.B. nurmehr in die schon montierten Rahmen eingehängt bzw. eingeklipst werden müssen.
[0023] Speziell durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen ergeben sich bei einem Isolierelement
zusätzliche konstruktive Möglichkeiten. Eine Ausführungsvariante sieht vor, daß die
außen liegende Scheibe des Isolierelementes zumindest am unteren Randbereich desselben
den Rand der anderen Scheiben überragt, wobei dieser nach unten vorstehende Bereich
das Verkleidungsprofil bildet oder ersetzt.
[0024] Dadurch wird praktisch ein rahmenloses Isolierelement geschaffen, bei dem es an der
Außenseite keiner zusätzlicher Verkleidungselemente mehr bedarf, weil dann wetterseitig
an einem Tür- oder Fensterflügel ein entsprechend übergreifender Teil vorhanden ist.
Natürlich kann dieser vorstehende Bereich in bezug auf die Endlage eines solchen Isolierelementes
auch umfangsgeschlossen oder nur seitlich und unten vorgesehen werden. Dies kann in
entsprechender Weise vorgesehen werden, je nachdem, wo ein solches Isolierelement
eingesetzt wird. Gerade bei einem Dachfenster wäre beispielsweise ein Isolierelement
mit umfangsgeschlossen vorstehendem Rand der außen liegenden Scheibe besonders vorteilhaft,
weil dann auf jeden Fall kein zusätzlicher Verkleidungsrahmen vorhanden sein muß und
sich dadurch keinerlei Abdichtungsprobleme nach außen hin ergeben.
[0025] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden in der nachstehenden Beschreibung anhand
der Zeichnungen noch näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Schnitt durch ein erfindungsgemäßes Isolierelement, welches in einen Holzrahmen
eingesetzt ist;
- Fig. 2 bis Fig. 4
- verschiedene Ausführungsbeispiele von Isolierelementen mit verschieden gestalteten
Profilschienen;
- Fig. 5
- einen Schnitt durch ein Isolierelement, bei welchem der eine Rand einer außen liegenden
Scheibe gegenüber dem Rand der folgenden Scheibe vorsteht;
- Fig. 6
- ein Isolierelement mit ähnlicher Konstruktion wie in Fig. 5, wobei jedoch die Profilschiene
anders gestaltet und das Isolierelement in einen Holzrahmen eingesetzt ist.
[0026] Ein Isolierelement 1 besteht im wesentlichen aus zwei mit Abstand aufeinander folgenden
Scheiben 2 und 3, welche an ihrem Randbereich über einen Kleber 4 miteinander verbunden
sind. Solche Isolierelemente sind in der Regel als Isolierglasscheiben bekannt, wobei
normalerweise zwischen den Scheiben 2 und 3 die Luft abgesaugt und somit eine Art
Vakuum gebildet oder aber ein entsprechendes Gas eingefüllt wird. Aus diesem Grunde
sind an den Kleber 4 besondere Anforderungen gestellt, wobei bei der Fertigung solcher
Isolierelemente üblicherweise zusätzlich noch Abstandhalteschienen eingesetzt werden.
Es ist durchaus denkbar, daß solche Isolierelemente aus mehr als zwei Scheiben 2 und
3 gebildet sind, wobei die einzelnen Scheiben mit entsprechendem Abstand aufeinander
folgend durch den Kleber 4 miteinander verbunden sind.
[0027] Gemäß der vorliegenden Erfindung ist eine Profilschiene 20 vorgesehen, wobei diese
Profilschiene 20 oder Teile dieser Profilschiene 20, nämlich Stege 5, in den Randbereich
zwischen zwei Scheiben 2, 3 eingreifen. Die Profilschienen 20 oder Teile derselben
sind über den im Randbereich einzubringenden Kleber 4 fest mit den Scheiben 2 und
3 verbunden. Die Profilschiene 20 ist über den ganzen Umfang der Scheiben durchgehend
angeordnet, wobei die Profilschienen in den Eckbereichen beispielsweise auf Gehrung
zugeschnitten sind oder stumpf aneinander anstoßen. Die Profilschiene 20 ist direkt
oder indirekt mit den Scheiben 2, 3 des Isolierelementes 1 fest verbunden und bildet
somit einen integrierenden Bestandteil des Isolierelementes 1.
[0028] Wie schon erwähnt, wird die Profilschiene 20 in vorteilhafter Weise mit einem frei
auskragenden Steg 5 versehen, welcher dann in den Randbereich zwischen den Scheiben
2 und 3 in den Kleber 4 eingebettet ist. Bei den dargestellten Ausführungsbeispielen
sind jeweils zwei parallel zueinander verlaufende Stege 5 vorhanden. Es ist im Rahmen
der Erfindung aber auch möglich, mehr als zwei solcher Stege, andere Ausgestaltungen
von Stegen 5 oder beispielsweise als Hohlprofil ausgebildete Stege vorzusehen. Auch
wäre es möglich, mit Hinterschneidungen versehene Stege vorzusehen, um dadurch noch
einen zusätzlichen Formschluß zu erreichen. Ein solcher Steg bzw. solche Stege könnte(n)
dann beispielsweise T-förmig ausgebildet sein. Zur Verbesserung der Einbettung in
den Kleber 4 sind bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel entsprechende Rippen, Rillen
oder dergleichen vorgesehen oder aber die Stege selbst sind nach Art eines sägezahnförmigen
Profiles ausgeführt. Um einen entsprechenden Kraft- und Formschluß zwischen der Profilschiene
20, dem Kleber 4 und den Scheiben 2 und 3 hervorzurufen, können hier im Rahmen der
Erfindung die verschiedensten Möglichkeiten einer Profilierung vorgesehen werden.
[0029] Die Breite B der Profilschiene 20 entspricht zumindest in einem bestimmten Bereich
dem Abstand B zwischen zwei aufeinander folgenden Scheiben 2, 3. Die Profilschiene
20 kann dadurch gegebenenfalls die ansonsten notwendige Abstandhalteschiene ersetzen.
Wenn die Profilschiene 20 nicht auf eine Breite B begrenzt ist, können zumindest entsprechende
Anschlagflächen 19, 21 vorgesehen werden, welche den Abstand B zweier aufeinander
folgender Scheiben 2, 3 bestimmen.
[0030] Die Profilschiene 20 weist an der den Scheiben 2, 3 abgewandten Begrenzung eine Lasche
7 auf. Es können hier auf die Länge der Profilschiene 20 gesehen mehrere solcher Laschen
7 vorgesehen werden, oder aber es kann eine über die ganze Länge der Profilschiene
durchgehende Lasche ausgebildet sein. Die Lasche 7 ist elastisch gegen die Profilschiene
20 andrückbar und vorteilhaft aus einem Stück mit der Profilschiene 20 gebildet.
[0031] Wenn nun das Isolierelement wie bei der Ausführung nach Fig. 1 dargestellt, in einen
beispielsweise aus Holz hergestellten Rahmen 9 eingesetzt wird, kann die Lasche 7
beim Einsetzen des Isolierelementes elastisch gegen die Profilschiene 20 angedrückt
werden. Ist das Isolierelement 1 in der Endstellung angelangt, schnappt die Lasche
7 in eine am Rahmen 9 ausgebildete Nut 8 ein. Dadurch ist eine sehr einfache und schnelle
Montage des Isolierelementes 1 in einem Rahmen 9 möglich, und zwar unabhängig davon,
ob es sich beim Rahmen um ein Voll- oder Hohlprofil handelt. Im Rahmen der Erfindung
ist es aber auch denkbar, daß die Lasche 7 und die entsprechende Begrenzung an einem
Rahmen 9 mit Rippen und/oder Vertiefungen ausgestattet sind oder aber Riefen oder
mehrere Nuten oder Aufrauhungen aufweisen, um dadurch bereits einen entsprechenden
Kraft- und/oder Formschluß zu erzielen. Es steht also eine Reihe von Möglichkeiten
zur Verfügung, durch besondere Gestaltung der Profilschiene 20 eine einfache Montage
eines Isolierelementes in einem Rahmen zu bewirken, wobei es gleichgültig ist, ob
es sich um einen Rahmen bei einem Fenster- oder Türflügel oder aber um einen feststehenden
Rahmen handelt.
[0032] Es ist durchaus möglich, daß an der Profilschiene lediglich eine Lasche 7 in Längsrichtung
verlaufend ausgebildet ist. Möglich wäre es aber auch, zwei oder mehrere parallel
zueinander verlaufende Laschen 7 oder aber am unteren Abschluß der Profilschiene 20
mehrere, beispielsweise sägezahnförmig profilierte Abschnitte vorzusehen. Diesfalls
müßten dann aber an der entsprechenden Auflage des Rahmens 9 korrespondierende Nuten
oder dergleichen vorgesehen werden. Auch mit einer solchen Ausgestaltung wäre es möglich,
eine Montage in der einen Richtung problemlos zu bewirken, wobei ein Herausziehen
des Isolierelementes aus dem Rahmen 9 verhindert würde. Es ist also stets eine optimale
Montage ohne zusätzliche Profile oder zusätzliche Befestigungselemente möglich.
[0033] Bei der Ausgestaltung nach Fig. 1 und ebenfalls bei anderen Ausführungen, die in
den Zeichnungen dargestellt sind, übergreift die Profilschiene 20 ein- oder beidseitig
die eingesetzten Scheiben 2, 3. Demnach handelt es sich also nicht nur um eine zwischen
die Scheiben 2, 3 eingreifende Profilschiene, sondern um eine Profilschiene 20 nach
Art eines echten Rahmens, der fest und in gewisser Weise einstückig mit dem Isolierelement
verbunden ist. Bei der Profilschiene 20 nach Fig. 1 sind beidseitig in Richtung zu
den Scheiben 2, 3 abstehende, an der jeweils außen liegenden Scheibe 2, 3 anliegende
Flansche 6 bzw. Profilteile 10 ausgebildet. Bei dem Profilteil 10 sind sowohl in Richtung
zur Scheibe 2 als auch in Richtung zum Rahmen 9 hin entsprechende Abschnitte vorgesehen,
wobei nach unten hin ein Abschluß beispielsweise mit einer Art Abdecksteg 14 erfolgt.
An diesem unteren Ende des Profilteiles 10 kann auch eine Art Wassernase ausgebildet
werden, so daß von außen an dem Isolierelement 1 abrinnendes Wasser nicht nach unten
hin abtropft und nicht in Richtung des Rahmens 9 fließen kann. Zwischen die Scheibe
2 und dem nach oben abragenden Abschnitt des Profilteils 10 und ebenfalls am oberen
Abschluß des Flansches 6 kann entsprechende Dichtungsmasse 11 bzw. 12 eingebracht
bzw. aufgetragen werden.
[0034] Die Ausführung nach Fig. 2 sieht nur an der Innenseite des Isolierelementes 1 einen
Flansch 6 vor, wogegen zur Außenseite hin gerichtet an der Profilschiene 20 ein Profilteil
24 anschließt, welcher mit entsprechenden Profilierungen und Hinterschneidungen versehen
ist, damit form- und/oder kraftschlüssig ein Verkleidungsprofil 22 und gegebenenfalls
ein zusätzliches Dichtungsprofil 23 aufgesetzt werden kann.
[0035] Bei der Ausgestaltung nach Fig. 3 ist in den zwischen der Lasche 7 und der zugeordneten
Oberfläche der Profilschiene 20 gebildeten Spalt 13 ein Steg 25 eines Verkleidungsprofils
22 kraft- und/oder formschlüssig einsteckbar. Dabei ist es zusätzlich möglich, daß
dieser Spalt 13 oder die Begrenzungsflächen dieses Spaltes mit entsprechenden Rillen
oder dergleichen versehen sind, in welche dann beispielsweise sägezahnförmige Erhebungen
an dem Steg 25 eingreifen können. Bei einer solchen Ausgestaltung ist es zweckmäßig,
wenn am freien Ende der Lasche 7 eine Anschlagnase 26 anschließt, so daß eine optimale
Halterung des Steges 25 gewährleistet ist. Es ist dadurch nicht möglich, daß die Lasche
7 allein durch das Einstecken des Steges 25 des Verkleidungsprofiles 22 zu weit in
die Nut 8 im Rahmen 9 nach unten gedrückt wird.
[0036] Die Ausgestaltung nach Fig. 4 sieht eine ähnliche Konstruktion wie die Ausführung
nach Fig. 1 vor. Auch hier schließt an der Profilschiene 20 ein mit einem nach oben
und einem nach unten führenden Abschnitt versehener Profilteil 10 an. Dieser Profilteil
10 trägt hier jedoch ausschließlich ein entsprechendes Dichtungsprofil 15.
[0037] Bei der Ausführung nach Fig. 5 wird die Profilschiene 20 praktisch zur Gänze in den
Randbereich zwischen zwei Scheiben 2, 3 eingesetzt. Ersichtlich ist hier, daß in eine
solche Profilschiene 20 direkt Beschlagteile 18 oder irgendwelche Beschläge integriert
werden können. Es kann aber auch eine sehr einfache Befestigungsmöglichkeit für die
Beschläge oder Beschlagteile 18 an der Profilschiene 20 geschaffen werden.
[0038] Nicht nur bei der Ausgestaltung nach Fig. 5, sondern auch bei der Ausführung nach
Fig. 6 ist weiter vorgesehen, daß die außen liegende Scheibe 2 zumindest am unteren
Randbereich desselben den Rand der anderen Scheibe 3 überragt. Dieser nach unten vorstehende
Bereich 16 kann somit das Verkleidungsprofil bilden oder dieses ersetzen.
[0039] Bei der Ausgestaltung nach Fig. 6 handelt es sich praktisch um eine Kombination der
Ausführung nach Fig. 5 mit einer Ausgestaltung der Profilschiene 20 gemäß den Fig.
1 bis 4. Hier ist ebenfalls ein nach unten vorstehender Bereich 16 vorgesehen, wobei
die Lasche 7 beim Einsetzen des Isolierelementes 1 in den Rahmen 9 in eine entsprechende
Nut 8 einrasten kann. Der nach unten vorstehende Bereich 16 deckt dann diesen Teil
des Rahmens 9 zur Wetterseite hin ab.
[0040] Die erfindungsgemäßen Maßnahmen sind im besonderen im Türen- und Fensterbau sowie
im Fassadenbau einzusetzen. Natürlich kann ein solches Isolierelement auch für Zwischenwände
verwendet werden. In der Regel sind solche Isolierelemente aus Glasscheiben gebildet.
Es ist aber durchaus möglich, für solche Isolierelemente aus Kunststoff bestehende
Scheiben vorzusehen. Die Profilschienen 20 sind vorteilhaft aus Kunststoff gefertigt,
wobei aber ebenfalls Metallprofilschienen eingesetzt werden könnten.
1. Isolierelement aus zwei oder mehreren, aus Glas oder Kunststoff gefertigten Scheiben
(2, 3), bei dem die einzelnen, mit Abstand (B) aufeinander folgenden Scheiben (2,
3) zumindest an ihrem Randbereich unter Zwischenschaltung von Abstandhalteschienen
oder dergleichen miteinander verklebt sind, wobei in den Randbereich zwischen zwei
aufeinander folgenden Scheiben (2, 3) wenigstens eine Profilschiene (20) eingreift,
dadurch gekennzeichnet, daß sich die Profilschiene (20) umfangsgeschlossen über den ganzen Scheibenumfang
erstreckt und ganz oder teilweise über in den Randbereich zwischen Profilschiene (20)
und Abstandhalteschienen eingebrachten Kleber (4) direkt oder indirekt mit den Scheiben
(2, 3) verbunden ist.
2. Isolierelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Profilschiene (20)
wenigstens einen frei auskragenden Steg (5) aufweist, welcher in den im Randbereich
zwischen zwei Scheiben (2, 3) aufgebrachten Kleber (4) eingebettet ist.
3. Isolierelement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Profilschiene (20)
zwei oder mehr als zwei, im wesentlichen parallel zueinander verlaufende Stege (5)
aufweist.
4. Isolierelement nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stege (5) mit
Rippen, Rillen oder dergleichen oder mit einem sägezahnförmigen Profil ausgeführt
sind.
5. Isolierelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite
(B) der Profilschiene (20) zumindest annähernd dem Abstand (B) zwischen zwei aufeinander
folgenden Scheiben (2, 3) entspricht.
6. Isolierelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an der
Profilschiene (20) wenigstens zwei Anschlagflächen (19, 21) oder -nasen ausgebildet
sind, welche den Abstand (B) zweier aufeinander folgender Scheiben (2, 3) bestimmen.
7. Isolierelement nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Profilschiene
(20) an einer von den Scheiben (2, 3) abgewandten Begrenzung eine oder mehrere, elastisch
gegen die Profilschiene (20) andrückbare Lasche(n) (7) aufweist.
8. Isolierelement nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Lasche(n) (7) einstückig
mit der Profilschiene (20) ausgebildet ist bzw. sind.
9. Isolierelement nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß eine über die ganze
Länge der Profilschiene (20) durchgehende Lasche (7) vorgesehen ist.
10. Isolierelement nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Lasche(n)
(7) in eine an einem als Voll- oder Hohlprofil ausgeführten Rahmen (9) ausgebildete
Nut (8) oder in entsprechende Öffnungen an diesem Rahmen (9) einrastbar ist bzw. sind.
11. Isolierelement nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß in einen
zwischen der (den) Lasche(n) (7) und der zugeordneten Oberfläche der Profilschiene
(20) gebildeten Spalt (13) ein Steg (25) eines Verkleidungsprofils (22) kraft- und/oder
formschlüssig einsteckbar ist.
12. Isolierelement nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die
Profilschiene (20) ein- oder beidseitig die eingesetzten Scheiben (2, 3) übergreift.
13. Isolierelement nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die
Profilschiene (20) ein- oder beidseitig einen in Richtung zu den Scheiben (2, 3) abstehenden,
an der jeweils außen liegenden Scheibe (2, 3) anliegenden Flansch (6) aufweist.
14. Isolierelement nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß an wenigstens
einem seitlichen Randbereich der Profilschiene (20) ein profilierter, mit Hinterschneidungen
versehener Profilteil (24) anschließt zur form- und/oder kraftschlüssigen Aufnahme
eines Verkleidungs- und/oder Dichtungsprofils (22, 23).
15. Isolierelement nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die
Profilschiene (20) zur Befestigung von Beschlagteilen (18) oder Beschlägen ausgebildet
ist.
16. Isolierelement nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß in die
Profilschiene (20) Beschlagteile (18) oder Beschläge integriert sind.
17. Isolierelement nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die
außen liegende Scheibe (2) des Isolierelementes (1) zumindest am unteren Randbereich
desselben den Rand der anderen Scheiben (3) überragt, wobei dieser nach unten vorstehende
Bereich (16) das Verkleidungsprofil bildet oder ersetzt.