[0001] Die Erfindung betrifft ein Isolierelement aus zwei oder mehreren, aus Glas oder Kunststoff
gefertigten Scheiben, bei dem die einzelnen, mit Abstand aufeinander folgenden Scheiben
zumindest an ihrem Randbereich gegebenenfalls unter Zwischenschaltung von Abstandhalteschienen
oder dergleichen miteinander verklebt sind.
[0002] Solche Isolierelemente werden in der Regel als Isolierglasscheiben bezeichnet, welche
in Fenster- oder Türflügel oder aber in feststehende Außenwandelemente eingesetzt
werden.
[0003] Isolierelemente dieser Art werden normalerweise zwischen zwei miteinander verbindbaren
Rahmenteilen eingespannt, so daß es einer Reihe zusätzlicher Befestigungselemente
bedarf.
[0004] Die vorliegende Erfindung hat sich daher zur Aufgabe gestellt, ein Isolierelement
der eingangs genannten Art zu schaffen, welches sich auf einfachere Weise in einem
vorhandenen Rahmen befestigen läßt.
[0005] Erfindungsgemäß wird dazu vorgeschlagen, daß in den Randbereich zwischen zwei aufeinander
folgenden Scheiben abschnittweise über einen Teil vom Scheibenumfang Profilschienen
oder Teile von Profilschienen eingreifen, und daß diese in den Randbereich eingreifenden
Profilschienen oder Teile derselben über den im Randbereich einzubringenden Kleber
direkt oder indirekt mit den Scheiben verbunden sind.
[0006] Somit werden erfindungsgemäß Profilschienen oder -teile abschnittweise über einen
Teil vom Scheibenumfang in das Isolierelement integriert, d.h. die Profilschienen
oder -teile sind ein Teil des Isolierelementes, beispielsweise einer Isolierglasscheibe
geworden.
[0007] Durch diese erfindungsgemäße Maßnahme ermöglichen die Profilschienen oder Teile von
Profilschienen nachträglich eine einfachere und effektivere Montage eines solchen
Isolierelementes in einem Rahmen.
[0008] Für eine ausreichende Halterung und feste Verbindung zwischen Profilschienen oder
-teilen und Scheiben ist es vorteilhaft, wenn die Profilschienen oder -teile wenigstens
einen frei auskragenden Steg aufweisen, welcher in den im Randbereich zwischen zwei
Scheiben eingebrachten Kleber eingebettet ist. Damit ist ein optimaler Eingriff der
Profilschienen oder -teile in den am Randbereich zwischen den Scheiben einzubringenden
Kleber gewährleistet, so daß Profilschienen oder -teile und Scheiben eine intensive
und feste gegenseitige Verbindung erhalten.
[0009] Diese Wirkung kann noch verbessert werden, wenn die Profilschienen oder -teile zwei
oder mehr als zwei, im wesentlichen parallel zueinander verlaufende Stege aufweisen.
Dann ist ein gegenseitiger Eingriff zwischen den Stegen und dem Kleber und somit auch
den betreffenden Randbereichen der Scheiben gewährleistet. In diesem Zusammenhang
ist es zudem vorteilhaft, wenn die Stege mit Rippen, Rillen oder dergleichen bzw.
mit einem sägezahnförmigen Profil ausgeführt sind.
[0010] Wenn weiter vorgeschlagen wird, daß die Breite der Profilschienen oder -teile zumindest
annähernd dem Abstand zwischen zwei aufeinander folgenden Scheiben entspricht, dann
kann der Randbereich der Scheiben beim Verklebevorgang nach dem entsprechenden Einsetzen
der Profilschienen oder -teile und des Klebers entsprechend verpreßt werden. Dabei
ist es eine vorteilhafte Ausgestaltung, wenn an den Profilschienen oder -teilen wenigstens
zwei Anschlagflächen oder -nasen ausgebildet sind, welche den Abstand zweier aufeinander
folgender Scheiben bestimmen. Es ist dann gleichgültig, wie der außerhalb der Scheiben
liegende Bereich der Profilschienen oder -teile geformt ist und welche Teile daran
anschließen, weil ein Bereich dafür vorgesehen ist, die Anschlagflächen für die Scheiben
zu bilden und somit den Abstand zwischen zwei aufeinander folgenden Scheiben zu bestimmen.
[0011] Eine vorteilhafte Konstruktion ergibt sich dadurch, daß die Profilschienen oder -teile
an einer von den Scheiben abgewandten Begrenzung jeweils eine oder mehrere, elastisch
gegen die Profilschienen oder -teile andrückbare Lasche(n) aufweisen. Durch eine solche
Konstruktion ergeben sich bei der Montage eines Isolierelementes in einem Rahmen besondere
Vorteile. Natürlich kann hier ein entsprechender Fenster- oder Türflügel oder aber
ein feststehender Gebäudeteil diesen Rahmen bilden. Dann wird allein durch das Eindrücken
des Isolierelementes quer zu dessen Ebene ein Andrücken von solchen Laschen bewirkt,
wobei die Laschen an den Begrenzungsflächen des vorgesehenen Rahmens oder dergleichen
eingreifen oder einrasten können Daher ist es auch möglich, in dem entsprechenden
Rahmen z.B. Aufrauhungen, Riefen oder dergleichen vorzusehen und auch die Oberfläche
der Laschen entsprechend zu gestalten, um so einen gegenseitigen form- und/oder kraftschlüssigen
Eingriff zu erhalten. Dadurch sind keinerlei zusätzliche Montageelemente notwendig,
um ein erfindungsgemäßes Isolierelement in einem Rahmen festzuhalten.
[0012] In diesem Zusammenhang ist es vorteilhaft, wenn die Laschen einstückig mit den Profilschienen
oder -teilen ausgebildet sind. Da die Laschen bereits an den Profilschienen oder -teilen
vorhanden sind, bedarf es keinerlei zusätzlicher Montagemaßnahmen. Natürlich ist es
vorteilhaft, daß eine jeweils über die ganze Länge der Profilschienen oder -teile
durchgehende Lasche vorgesehen ist. Gerade bei einer Profilschiene oder einem Profilschienenteil
ist dadurch die Fertigung ohne zusätzliche Bearbeitungsvorgänge möglich.
[0013] Bei einer besonderen Variante zur Verbindung zwischen dem Isolierelement und einem
entsprechenden Rahmen wird vorgeschlagen, daß die Laschen in eine an einem als Voll-
oder Hohlprofil ausgeführten Rahmen ausgebildete Nut oder in entsprechende Öffnungen
an diesem Rahmen einrastbar sind. Damit ist eine sehr einfache Montage eines solchen
Isolierelementes in einem Rahmen möglich. Das Isolierelement wird demnach lediglich
quer zu dessen Ebene in die Öffnung des Rahmens hineingedrückt, wobei vorerst die
Laschen an die Profilschienen oder -teile angepreßt werden. Sobald die entsprechende
Einschubtiefe erreicht ist, können die Laschen in die vorgesehene Nut am Rahmen einrasten.
Dadurch ist eine schnelle und unverlierbare Montage des Isolierelementes in einem
Rahmen möglich, ohne daß zusätzliche Befestigungsmittel oder zusätzliche Rahmenteile
erforderlich sind.
[0014] Im Rahmen der Erfindung ist es durchaus möglich, zusätzliche Profilteile vorzusehen,
wobei eine eingerastete Lasche dadurch außerdem beispielsweise zusätzlich in der eingerasteten
Stellung fixierbar ist. Dazu wird vorgeschlagen, daß in einen zwischen den Laschen
und der zugeordneten Oberfläche der Profilschienen oder -teile gebildeten Spalt ein
Steg eines Verkleidungsprofils oder ein Verklotzungselement kraft- und/oder formschlüssig
einsteckbar ist. Da auf diese Weise auch ein Verklotzungselement einsetzbar ist, kann
durch die Profilschiene oder den Profilteil selbst eine Vorpositionierung des Isolierelementes
erfolgen, so daß anschließend zur endgültigen Fixierung nur noch ein Verklotzungselement
in einen dafür vorgesehenen Spalt eingesteckt werden muß.
[0015] Eine weitere erfindungsgemäße Ausführungsvariante sieht vor, daß die Profilschienen
oder -teile ein- oder beidseitig die eingesetzten Scheiben übergreifen. Unter Umständen
ist von außen gar nicht sichtbar, daß diese Profilschienen oder -teile ein integrierter
Bestandteil des Isolierelementes und somit fest mit diesem verbunden sind.
[0016] In diesem Zusammenhang ist es möglich, daß die Profilschienen oder -teile ein- oder
beidseitig einen in Richtung zu den Scheiben abstehenden, an der jeweils außen liegenden
Scheibe anliegenden Flansch aufweisen. Dadurch werden Profilschienen oder -teile geschaffen,
welche sowohl zwischen die einzelnen Scheiben eingreifen als auch einen Abschnitt
an dem außen liegenden Rand des Isolierelementes abdecken.
[0017] Gerade durch diese vielfältige Gestaltungsmöglichkeit ist es auch denkbar, daß an
wenigstens einem seitlichen Randbereich der Profilschienen oder -teile ein profilierter,
mit Hinterschneidungen versehener Profilteil anschließt zur form- und/oder kraftschlüssigen
Aufnahme eines Verkleidungs- und/oder Dichtungsprofils. Damit ist die Möglichkeit
geschaffen, nach außen hin entsprechende Verkleidungsprofile anzusetzen, welche beispielsweise
farblich den Fassaden angepaßt sind. Es ist gerade durch diese Maßnahme aber auch
möglich, zumindest optisch die Gewähr zu geben, daß in üblicher Weise entsprechende
Abdichtungen und/oder Verkleidungen vorhanden sind und eine sichere Halterung der
eingesetzten Isolierelemente gewährleistet ist, obwohl dies bereits durch andere Maßnahmen
in ausreichendem Maße sichergestellt werden kann.
[0018] Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen ergibt sich zudem die Möglichkeit, ohne besondere
Zusatzprofile oder zusätzliche Rahmenteile Einbau- und Montagearbeiten durchzuführen.
So ist es besonders vorteilhaft, wenn die Profilschienen oder -teile zur Befestigung
von Beschlagteilen oder Beschlägen ausgebildet sind. Es können also fest mit dem Isolierelement
verbundene Teile, nämlich die Profilschienen oder -teile, direkt für die Montage von
Beschlagteilen oder Beschlägen herangezogen werden. In diesem Zusammenhang ist es
von besonderem Vorteil, wenn in die Profilschienen oder -teile Beschlagteile oder
Beschläge integriert sind. Dadurch kann bereits bei der Herstellung des Isolierelementes,
also bei der Herstellung beispielsweise eines Isolierglaselementes, die Anordnung
von Beschlagteilen oder Beschlägen fixiert werden, so daß solcherart fertiggestellte
Fenster- und/oder Türflügel auf der Baustelle z.B. nurmehr in die schon montierten
Rahmen eingehängt oder eingeclipst werden müssen.
[0019] Speziell durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen ergeben sich bei einem Isolierelement
zusätzliche konstruktive Möglichkeiten. Eine Ausführungsvariante sieht vor, daß die
außen liegende Scheibe des Isolierelementes zumindest am unteren Randbereich desselben
den Rand der anderen Scheiben überragt, wobei dieser nach unten vorstehende Bereich
ein Verkleidungsprofil bildet oder ersetzt. Dadurch wird praktisch ein rahmenloses
Isolierelement geschaffen, bei dem es an der Außenseite keiner zusätzlicher Verkleidungselemente
mehr bedarf, weil dann wetterseitig an einem Tür- oder Fensterflügel ein entsprechend
übergreifender Teil vorhanden ist. Natürlich kann dieser vorstehende Bereich in bezug
auf die Endlage eines solchen Isolierelementes auch umfangsgeschlossen oder nur seitlich
und unten vorgesehen werden. Dies kann in entsprechender Weise vorgesehen werden,
je nachdem, wo ein solches Isolierelement eingesetzt wird. Gerade bei einem Dachfenster
wäre beispielsweise ein Isolierelement mit umfangsgeschlossen vorstehendem Rand der
außen liegenden Scheibe besonders vorteilhaft, weil dann auf jeden Fall kein zusätzlicher
Verkleidungsrahmen vorhanden sein muß und sich dadurch keinerlei Abdichtungsprobleme
nach außen hin ergeben.
[0020] Weitere erfindungsgemäße Merkmale und besondere Vorteile werden in der nachstehenden
Beschreibung anhand der Zeichnungen noch näher erläutert. Es zeigen.
- Fig. 1 bis Fig. 3
- verschiedene Ausführungsbeispiele von in einen Holzrahmen eingesetzten Isolierelementen
mit verschieden gestalteten Profilschienen oder -teilen;
- Fig. 4
- einen Schnitt durch ein Isolierelement, bei welchem der eine Rand einer außen liegenden
Scheibe gegenüber dem Rand der folgenden Scheibe vorsteht;
- Fig. 5
- ein Isolierelement mit ähnlicher Konstruktion wie in Fig. 4, wobei jedoch die Profilschienen
oder -teile anders gestaltet sind und das Isolierelement in einen Holzrahmen eingesetzt
ist;
- Fig. 6 bis Fig. 8
- eine besondere Ausführungsführungsvariante eines Isolierelementes mit eingesetzten
Profilschienen oder -teilen, wobei Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie VI-VI in Fig.
8 und Fig. 7 einen Schnitt nach der Linie VII-VII in Fig. 8 darstellen.
[0021] Ein Isolierelement 1 besteht im wesentlichen aus zwei mit Abstand aufeinander folgenden
Scheiben 2 und 3, welche an ihrem Randbereich über einen Kleber 4 miteinander verbunden
sind. Solche Isolierelemente sind in der Regel als Isolierglasscheiben bekannt, wobei
normalerweise zwischen den Scheiben 2 und 3 die Luft abgesaugt und somit eine Art
Vakuum gebildet oder aber ein entsprechendes Gas eingefüllt wird. Aus diesem Grunde
sind an den Kleber 4 besondere Anforderungen gestellt, wobei bei der Fertigung solcher
Isolierelemente üblicherweise zusätzlich noch Abstandhalteschienen eingesetzt werden.
Es ist durchaus denkbar, daß solche Isolierelemente aus mehr als zwei Scheiben 2 und
3 gebildet sind, wobei die einzelnen Scheiben mit entsprechendem Abstand aufeinander
folgend durch den Kleber 4 miteinander verbunden sind.
[0022] Gemäß der vorliegenden Erfindung sind Profilschienen 20 oder -teile (im folgenden
vereinfacht als Profilschienen 20 bezeichnet) vorgesehen, die sich abschnittweise
über einen Teil vom Scheibenumfang erstrecken. Diese Profilschienen 20 greifen mit
Stegen 5 in den Randbereich zwischen zwei Scheiben 2, 3 ein. Die Profilschienen 20
sind über den im Randbereich eingebrachten Kleber 4 fest mit den Scheiben 2 und 3
verbunden. Dadurch, daß die Profilschienen 20 nur abschnittweise über einen Teil des
Scheibenumfanges geführt sind, ist der Vorteil einer einfacheren und rationelleren
Montage von Isolierelementen in einem entsprechenden Rahmen gewährleistet. Die Profilschienen
20 sind damit direkt oder indirekt mit den Scheiben 2, 3 des Isolierelementes 1 fest
verbunden und bilden somit einen integrierenden Bestandteil des Isolierelementes 1.
[0023] Wie schon erwähnt, werden die Profilschienen 20 in vorteilhafter Weise mit einem
frei auskragenden Steg 5 versehen, welcher dann in den Randbereich zwischen den Scheiben
2 und 3 in den Kleber 4 eingebettet ist. Bei den dargestellten Ausführungsbeispielen
sind jeweils zwei parallel zueinander verlaufende Stege 5 vorhanden. Es ist im Rahmen
der Erfindung aber auch möglich, mehr als zwei solcher Stege, andere Ausgestaltungen
von Stegen 5 oder beispielsweise als Hohlprofil ausgebildete Stege vorzusehen. Auch
wäre es möglich, mit Hinterschneidungen versehene Stege vorzusehen, um dadurch noch
einen zusätzlichen Formschluß zu erreichen. Ein solcher Steg bzw. solche Stege könnte(n)
dann beispielsweise T-förmig ausgebildet sein. Zur Verbesserung der Einbettung in
den Kleber 4 sind bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel entsprechende Rippen, Rillen
oder dergleichen vorgesehen oder aber die Stege selbst sind nach Art eines sägezahnförmigen
Profiles ausgeführt. Um einen entsprechenden Kraft- und Formschluß zwischen den Profilschienen
20, dem Kleber 4 und den Scheiben 2 und 3 hervorzurufen, können hier im Rahmen der
Erfindung die verschiedensten Möglichkeiten einer Profilierung vorgesehen werden.
[0024] Die Breite B der Profilschienen 20 entspricht zumindest in einem bestimmten Bereich
dem Abstand B zwischen zwei aufeinander folgenden Scheiben 2, 3. Die Profilschienen
20 können dadurch gegebenenfalls die ansonsten notwendige Abstandhalteschiene ersetzen.
Wenn die Profilschiene 20 nicht auf eine Breite B begrenzt ist, können zumindest entsprechende
Anschlagflächen 19, 21 vorgesehen werden, welche den Abstand B zweier aufeinander
folgender Scheiben 2, 3 bestimmen.
[0025] Die Profilschienen 20 weisen an der den Scheiben 2, 3 abgewandten Begrenzung jeweils
eine Lasche 7 auf. Es können hier auf die Länge jeder Profilschiene 20 gesehen mehrere
solcher Laschen 7 vorgesehen werden, oder aber es kann eine über die ganze Länge jeder
Profilschiene durchgehende Lasche ausgebildet sein. Die Lasche 7 ist elastisch gegen
die Profilschiene 20 andrückbar und vorteilhaft aus einem Stück mit der Profilschiene
20 gebildet.
[0026] Wenn nun das Isolierelement wie bei der Ausführung nach Fig. 1 dargestellt, in einen
beispielsweise aus Holz hergestellten Rahmen 9 eingesetzt wird, kann die Lasche 7
beim Einsetzen des Isolierelementes elastisch gegen die Profilschiene 20 angedrückt
werden. Ist das Isolierelement 1 in der Endstellung angelangt, schnappt die Lasche
7 in eine am Rahmen 9 ausgebildete Nut 8 ein. Dadurch ist eine sehr einfache und schnelle
Montage des Isolierelementes 1 in einem Rahmen 9 möglich, und zwar unabhängig davon,
ob es sich beim Rahmen um ein Voll- oder Hohlprofil handelt. Im Rahmen der Erfindung
ist es aber auch denkbar, daß die Lasche 7 und die entsprechende Begrenzung an einem
Rahmen 9 mit Rippen und/oder Vertiefungen ausgestattet sind oder aber Riefen oder
mehrere Nuten oder Aufrauhungen aufweisen, um dadurch bereits einen entsprechenden
Kraft- und/oder Formschluß zu erzielen. Es steht also eine Reihe von Möglichkeiten
zur Verfügung, durch besondere Gestaltung der Profilschienen 20 eine einfache Montage
eines Isolierelementes in einem Rahmen zu bewirken, wobei es gleichgültig ist, ob
es sich um einen Rahmen bei einem Fenster- oder Türflügel oder aber um einen feststehenden
Rahmen handelt.
[0027] Es ist durchaus möglich, daß an jeder Profilschiene lediglich eine Lasche 7 in Längsrichtung
verlaufend ausgebildet ist. Möglich wäre es aber auch, zwei oder mehrere parallel
zueinander verlaufende Laschen 7 oder aber am unteren Abschluß jeder Profilschiene
20 mehrere, beispielsweise sägezahnförmig profilierte Abschnitte vorzusehen. Diesfalls
müßten dann aber an der entsprechenden Auflage des Rahmens 9 korrespondierende Nuten
oder dergleichen vorgesehen werden. Auch mit einer solchen Ausgestaltung wäre es möglich,
eine Montage in der einen Richtung problemlos zu bewirken, wobei ein Herausziehen
des Isolierelementes aus dem Rahmen 9 verhindert würde. Es ist also stets eine optimale
Montage ohne zusätzliche Profile oder zusätzliche Befestigungselemente möglich.
[0028] Bei der Ausgestaltung nach Fig. 1 und ebenfalls bei anderen Ausführungen, die in
den Zeichnungen dargestellt sind, übergreifen die Profilschienen 20 ein- oder beidseitig
die eingesetzten Scheiben 2, 3. Bei den Profilschienen 20 nach Fig. 1 sind einseitig
in Richtung zu der Scheibe 3 abstehende und an der Scheibe 3 anliegende Flansche 6
ausgebildet. Zwischen die Scheibe 3 und dem sowie auf dem oberen Abschluß des Flansches
6 kann Dichtungsmasse 12 eingebracht bzw. aufgetragen werden.
[0029] Die Ausführung nach Fig. 1 sieht also nur an der Innenseite des Isolierelementes
1 den Flansch 6 vor, wogegen zur Außenseite hin gerichtet an den Profilschienen 20
Profilteile 24 anschließen, welche mit entsprechenden Profilierungen und Hinterschneidungen
versehen sind, damit form- und/oder kraftschlüssig ein Verkleidungsprofil 22 und gegebenenfalls
ein zusätzliches Dichtungsprofil 23 aufgesetzt werden kann.
[0030] Bei der Ausgestaltung nach Fig. 2 ist in den zwischen der Lasche 7 und der zugeordneten
Oberfläche der Profilschienen 20 gebildeten Spalt 13 ein Steg 25 eines Verkleidungsprofils
22 kraft- und/oder formschlüssig einsteckbar. Dabei ist es zusätzlich möglich, daß
dieser Spalt 13 oder die Begrenzungsflächen dieses Spaltes mit entsprechenden Rillen
oder dergleichen versehen sind, in welche dann beispielsweise sägezahnförmige Erhebungen
an dem Steg 25 eingreifen können. Bei einer solchen Ausgestaltung ist es zweckmäßig,
wenn am freien Ende der Lasche 7 eine Anschlagnase 26 anschließt, so daß eine optimale
Halterung des Steges 25 gewährleistet ist. Es ist dadurch nicht möglich, daß die Lasche
7 allein durch das Einstecken des Steges 25 des Verkleidungsprofiles 22 zu weit in
die Nut 8 im Rahmen 9 nach unten gedrückt wird.
[0031] Die Ausgestaltung nach Fig. 3 sieht vor, daß an den Profilschienen 20 ein mit einem
nach oben und einem nach unten führenden Abschnitt versehener Profilteil 10 anschließt.
Dieser Profilteil 10 trägt ein entsprechendes Dichtungsprofil 15.
[0032] Bei der Ausführung nach Fig. 4 werden die Profilschienen 20 praktisch zur Gänze in
den Randbereich zwischen zwei Scheiben 2, 3 eingesetzt. Ersichtlich ist hier, daß
in eine solche Profilschiene 20 direkt Beschlagteile 18 oder irgendwelche Beschläge
integriert werden können. Es kann aber auch eine sehr einfache Befestigungsmöglichkeit
für die Beschläge oder Beschlagteile 18 an den Profilschienen 20 geschaffen werden.
[0033] Nicht nur bei der Ausgestaltung nach Fig. 4, sondern auch bei der Ausführung nach
Fig. 5 ist weiter vorgesehen, daß die außen liegende Scheibe 2 zumindest am unteren
Randbereich desselben den Rand der anderen Scheibe 3 überragt. Dieser nach unten vorstehende
Bereich 16 kann somit das Verkleidungsprofil bilden oder dieses ersetzen.
[0034] Bei der Ausgestaltung nach Fig. 5 handelt es sich praktisch um eine Kombination der
Ausführung nach Fig. 4 mit einer Ausgestaltung der Profilschienen 20 gemäß den Fig.
1 bis 3. Hier ist ebenfalls ein nach unten vorstehender Bereich 16 vorgesehen, wobei
die Lasche 7 beim Einsetzen des Isolierelementes 1 in den Rahmen 9 in eine entsprechende
Nut 8 einrasten kann. Der nach unten vorstehende Bereich 16 deckt dann diesen Teil
des Rahmens 9 zur Wetterseite hin ab.
[0035] Die Ausführung nach den Fig. 6 bis 8 zeigt Profilschienen 20, bei welchen die Stege
5 relativ klein ausgeführt sind, trotzdem jedoch in den Kleber 4 eingreifen. Das Eindrücken
erfolgt auch diesfalls direkt bei der Isolierglasfertigung, d.h. die Scheiben 2, 3
werden mit fertig montierten Profilschienen 20 geliefert. Die Abschnitte von Profilschienen
20 übernehmen dabei die Funktion eines Glasclipses, eines Flügelprofilclipses, eines
Abstandhalters, eines Isoliersteges und eines Verklotzungselementes 27.
[0036] Die Lasche 7 Tastet beim Einsetzen des Isolierelementes in den Rahmen 9 in eine Nut
8 ein. Damit ist ebenfalls die Möglichkeit einer vollautomatischen Vormontage der
Scheiben gegeben. Der vordere Abschnitt der Profilschienen 20 kann ein Verkleidungsprofil
22 aufnehmen. Die Flügelprofile müssen in den Ecken nicht verbunden werden, sondern
plazieren sich über die Profilschienen 20 selbst. Da die Profilschienen 20 nach den
Fig. 6 bis 8 beim Herstellen der Isolierelemente eingesetzt werden und eine exakte
Ausrichtung der Profilschiene zu einer außen liegenden Scheibe 2 erfolgt, besteht
keine Gefahr eines unterschiedlichen Dichtungsdruckes zufolge verschiedener Glasstärken.
Aus den Schnittdarstellungen gemäß den Fig. 6 und 7 ist ersichtlich, daß es bei einer
solchen Profilschiene 20 möglich ist, diese gegenüber der einen Scheibe 2 auszurichten,
da auf der einen Seite ein Anschlagsteg 26 und auf der anderen Seite ein Steg 5 anliegen.
Solche Profilschienen 20 ergeben, weil sie vorteilhaft als Kunststoffspritzgußteil
ausgeführt werden, eine Art Trennelement zwischen dem kalten Verkleidungsprofil 22
und dem Isolierelement 1.
[0037] Im Außenbereich kann eine koextrudierte Dichtungstechnologie eingesetzt werden. Grundlegende
Vorteile sind mit Sicherheit das Eckumrollen der Dichtungsstreifen und vor allem die
wesentlich kleineren Vorspannkräfte. Dadurch ergeben sich ein geringerer Montageaufwand
und dünnwandigere Verkleidungsprofile. Das Verkleidungsprofil 22 dient dabei als Form-,
Schutz- und Farbelement für die Außenfläche. Durch die neuartige Konstruktionsweise
(direkte Anbindung der Profilschienen 20 an die Isolierelemente) und eine dadurch
ermöglichte neue Dichtungstechnologie ist das gesamte Profil leichter und somit kostengünstiger
herstellbar. Zudem sind die Farbgebungsmöglichkeiten bei einer derartigen Art der
Konstruktion fast grenzenlos. Durch die Möglichkeit der Verwendung eines dünneren
Verkleidungsprofiles 22 wird auch der Bereich der Kältestrahlung positiv beeinflußt.
[0038] Der Fensterverarbeiter kann somit ein fertig kommissioniertes Isolierelement, beispielsweise
ein Isolierglaselement, beziehen, welches alle Elemente zur Plazierung des Glases
und der Flügelprofile enthält. Wenn dann noch ein entsprechender Spalt oder eine Durchgangsöffnung
vorgesehen wird, um nach dem Einsetzen des Isolierelementes ein Verklotzungselement
27 eindrücken oder einschlagen zu können, besteht in sehr einfacher Weise die Möglichkeit,
ein Isolierelement in einem entsprechenden Rahmen 9 zu fixieren und exakt auszurichten.
Nach dem Einclipsen der Lasche 7 in die Nut 8 am Rahmen 9 ist das Isolierelement 1
innerhalb des Rahmens 9 praktisch vorpositioniert. Nunmehr sind lediglich noch an
jenen Stellen am Umfang des Rahmens 9 Verklotzungselemente 27 einzusetzen, wo dies
unbedingt notwendig erscheint.
[0039] Die erfindungsgemäßen Maßnahmen sind im besonderen im Türen- und Fensterbau sowie
im Fassadenbau einzusetzen. Natürlich kann ein solches Isolierelement auch für Zwischenwände
verwendet werden. In der Regel sind solche Isolierelemente aus Glasscheiben gebildet.
Es ist aber durchaus möglich, für solche Isolierelemente aus Kunststoff bestehende
Scheiben vorzusehen. Die Profilschienen 20 sind vorteilhaft aus Kunststoff gefertigt,
wobei aber ebenfalls Metallprofilschienen eingesetzt werden könnten.
1. Isolierelement aus zwei oder mehreren, aus Glas oder Kunststoff gefertigten Scheiben,
bei dem die einzelnen, mit Abstand aufeinander folgenden Scheiben zumindest an ihrem
Randbereich gegebenenfalls unter Zwischenschaltung von Abstandhalteschienen oder dergleichen
miteinander verklebt sind, dadurch gekennzeichnet, daß in den Randbereich zwischen zwei aufeinander folgenden Scheiben (2, 3) abschnittweise
über einen Teil vom Scheibenumfang Profilschienen (20) oder Teile von Profilschienen
(20) eingreifen, und daß diese in den Randbereich eingreifenden Profilschienen (20)
oder Teile derselben über den im Randbereich einzubringenden Kleber (4) direkt oder
indirekt mit den Scheiben (2, 3) verbunden sind.
2. Isolierelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Profilschienen (20)
oder -teile wenigstens einen frei auskragenden Steg (5) aufweisen, welcher in den
im Randbereich zwischen zwei Scheiben (2, 3) eingebrachten Kleber (4) eingebettet
ist.
3. Isolierelement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Profilschienen (20)
oder -teile zwei oder mehr als zwei, im wesentlichen parallel zueinander verlaufende
Stege (5) aufweisen.
4. Isolierelement nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stege (5) mit
Rippen, Rillen oder dergleichen oder mit einem sägezahnförmigen Profil ausgeführt
sind.
5. Isolierelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite
(B) der Profilschienen (20) oder -teile zumindest annähernd dem Abstand (B) zwischen
zwei aufeinander folgenden Scheiben (2, 3) entspricht.
6. Isolierelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an den
Profilschienen (20) oder -teilen wenigstens zwei Anschlagflächen (19, 21) oder -nasen
ausgebildet sind, welche den Abstand (B) zweier aufeinander folgender Scheiben (2,
3) bestimmen.
7. Isolierelement nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Profilschienen
(20) oder -teile an einer von den Scheiben (2, 3) abgewandten Begrenzung jeweils eine
oder mehrere, elastisch gegen die Profilschienen (20) oder -teile andrückbare Lasche(n)
(7) aufweisen.
8. Isolierelement nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Lasche(n) (7) einstückig
mit den Profilschienen (20) oder -teilen ausgebildet bzw. sind.
9. Isolierelement nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß eine jeweils über
die ganze Länge der Profilschienen (20) oder -teile durchgehende Lasche (7) vorgesehen
ist.
10. Isolierelement nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Laschen
(7) in eine an einem als Voll- oder Hohlprofil ausgeführten Rahmen (9) ausgebildete
Nut (8) oder in entsprechende Öffnungen an diesem Rahmen (9) einrastbar sind.
11. Isolierelement nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß in einen
zwischen den Laschen (7) und der zugeordneten Oberfläche der Profilschienen (20) oder
-teile gebildeten Spalt (13) ein Steg (25) eines Verkleidungsprofils (22) oder ein
Verklotzungselement (27) kraft- und/oder formschlüssig einsteckbar ist.
12. Isolierelement nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die
Profilschienen (20) oder -teile ein- oder beidseitig die eingesetzten Scheiben (2,
3) übergreifen.
13. Isolierelement nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die
Profilschienen (20) oder -teile ein- oder beidseitig einen in Richtung zu den Scheiben
(2, 3) abstehenden, an der jeweils außen liegenden Scheibe (2, 3) anliegenden Flansch
(6) aufweisen.
14. Isolierelement nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die
Profilschienen (20) oder -teile zur Befestigung von Beschlagteilen (18) oder Beschlägen
ausgebildet sind.
15. Isolierelement nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß in die
Profilschienen (20) oder -teile Beschlagteile (18) oder Beschläge integriert sind.
16. Isolierelement nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß an wenigstens
einem seitlichen Randbereich der Profilschienen (20) oder -teile ein profilierter,
mit Hinterschneidungen versehener Profilteil (24) anschließt zur form- und/oder kraftschlüssigen
Aufnahme eines Verkleidungs- und/oder Dichtungsprofils (22, 23).
17. Isolierelement nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die
außen liegende Scheibe (2) des Isolierelementes (1) zumindest am unteren Randbereich
desselben den Rand der anderen Scheiben (3) überragt, wobei dieser nach unten vorstehende
Bereich (16) ein Verkleidungsprofil bildet oder ersetzt.