[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Steuern einer Brennkraftmaschine, insbesondere
im Betriebszustand des Leerlaufs.
[0002] Aus der DE 43 04 779 A1 ist ein Verfahren zum Steuern einer Brennkraftmaschine bekannt.
Ein Pedalstellungsgeber ist vorgesehen, der die Pedalstellung eines Fahrpedals erfaßt.
Ein Fahrerwunsch wird aus der Pedalstellung abgeleitet. Aus dem Fahrerwunsch wird
ein Sollwert für das von einem Antriebsstrang abzugebende Abtriebsdrehmoment ermittelt.
Der Sollwert des Abtriebsdrehmoments wird in einen Sollwert für das von einer Antriebseinheit
an der Kupplung abzugebende Drehmoment umgesetzt. Ein Sollwert für ein indiziertes
Drehmoment wird abhängig von dem Soll-Kupplungs-Moment und einem Verlustdrehmoment
ermittelt. Das Verlustdrehmoment berücksichtigt Verluste durch Reibung sowie Beiträge
von Nebenaggregaten, wie einer Klimaanlage oder einer Servolenkung. Außerdem ist ein
Leerlaufdrehzahlregler vorgesehen, der über eine PID-Regelstrategie eine Feineinstellung
an der Leerlaufdrehzahl vornimmt. Wie der Leerlaufregler ausgebildet ist, ist jedoch
nicht beschrieben.
[0003] Die Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zu schaffen, mit dem eine Brennkraftmaschine
präzise und zuverlässig auch im Betriebszustand des Leerlaufs gesteuert wird.
[0004] Die Aufgabe wird durch die Merkmale des unabhängigen Patentanspruchs 1 gelöst. Das
Verfahren gemäß Patentanspruch 1 zeichnet sich dadurch aus, daß ein erster Drehmomentbeitrag
über eine nichtlineare Regelstrategie ermittelt wird. Der erste Drehmomentbeitrag
wird aus einem ersten Kennfeld abhängig von der zeitlichen Ableitung der Drehzahl
und einer Differenz zwischen dem Istwert der Drehzahl und einem vorgegebenen Sollwert
der Drehzahl ermittelt. Dies hat den Vorteil, daß eine sehr hohe Regelgüte erreicht
wird und daß der Regler einfach und übersichtlich mittels des ersten Kennfelds applizierbar
ist.
[0005] Ein weiterer Vorteil ist, daß der Sollwert der Drehzahl sehr schnell eingestellt
werden kann und daß jeweils eine sehr niedrige Drehzahl eingestellt werden kann, wodurch
der Kraftstoffverbrauch minimiert wird.
[0006] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird ein integrierter zweiter
Drehmomentbeitrag über eine nichtlineare Integral-Regelstrategie ermittelt. Der zweite
Drehmomentbeitrag wird aus einem zweiten Kennfeld ermittelt und zwar abhängig von
der zeitlichen Ableitung der Drehzahl und einer Differenz zwischen dem Istwert und
der Drehzahl und ein Sollwert der Drehzahl. Das zweite Kennfeld ist vorteilhaft so
applizierbar, daß ein Überschwingen des Istwertes der Drehzahl nach einem Sprung des
Sollwertes der Drehzahl verhindert wird und gleichzeitig der Istwert der Drehzahl
in minimaler Zeit dem Sollwert der Drehzahl folgt.
[0007] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird der erste Drehmomentbeitrag
derart begrenzt, daß er größer oder gleich einem vorgegebenen dritten Schwellenwert
ist. Diese Begrenzung erfolgt, wenn ein Übergang von einem weiteren Betriebszustand
in den Betriebszustand des Leerlaufs stattfindet und bis der erste Drehmomentbeitrag
größer ist als der erste Schwellenwert. Dadurch wird vorteilhaft ein Ruckeln und ein
Lastschlag an der Brennkraftmaschine verhindert. So ergibt sich eine sehr gute Fahrbarkeit
eines Fahrzeugs, in dem die Brennkraftmaschine angeordnet ist.
[0008] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0009] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden unter Bezugnahme auf die schematischen
Zeichnungen erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine Brennkraftmaschine mit einer Steuereinrichtung zum Steuern der Brennkraftmaschine,
Figur 2 ein Blockschaltbild der Steuereinrichtung,
Figur 3 das Blockschaltbild einer Leerlaufdrehzahlregelung.
[0010] Elemente gleicher Konstruktion und Funktion sind mit den gleichen Bezugszeichen versehen
und werden jeweils nur einmal beschrieben.
[0011] Eine Brennkraftmaschine (Figur 1) umfaßt einen Ansaugtrakt 1, in dem eine Drosselklappe
10 angeordnet ist und ein Motorblock 2, der einen Zylinder 20 und eine Kurbelwelle
21 aufweist. Ein Kolben 22, eine Pleuelstange 23 und eine Zündkerze 24 sind dem Zylinder
20 zugeordnet. Die Pleuelstange 23 ist mit dem Kolben 22 und der Kurbelwelle 21 verbunden.
[0012] Ein Einspritzventil 3 ist vorgesehen, das einem Einzeleinspritzsystem zugeordnet
ist und in der Nähe des Zylinders 20 an dem Ansaugtrakt 1 angeordnet ist. Die Brennkraftmaschine
umfaßt desweiteren einen Abgastrakt 4, in dem ein Katalysator 40 angeordnet ist. Die
Brennkraftmaschine ist in der Figur 1 mit einem Zylinder 20 dargestellt. Vorzugsweise
umfaßt sie jedoch mehrere Zylinder. Das Einspritzventil 3 kann auch einem Zentraleinspritzsystem
oder einem Direkteinspritzsystem zugeordnet sein.
[0013] Eine Steuereinrichtung 5 für die Brennkraftmaschine ist vorgesehen, der Sensoren
zugeordnet sind, die verschiedene Meßgrößen erfassen und jeweils den Meßwert der Meßgröße
ermitteln. Die Steuereinrichtung 5 ermittelt abhängig von mindestens einer Meßgröße
ein oder mehrere Stellsignale, die jeweils ein Stellgerät steuern.
[0014] Die Sensoren sind ein Pedalstellungsgeber 6, der eine Pedalstellung PV eines Fahrpedals
7 erfaßt, ein Drosselklappenstellungsgeber 11, der ein Öffnungsgrad THR der Drosselklappe
erfaßt, ein Luftmassenmesser 12, der einen Luftmassenstrom MAF erfaßt und/oder ein
Saugrohrdrucksensor 13, der einen Saugrohrdruck MAP erfaßt, ein Temperatursensor 14,
der eine Ansauglufttemperatur TAL erfaßt, gegebenenfalls auch ein weiterer Temperatursensor
25, der eine Kühlwassertemperatur TCO erfaßt, ein Drehzahlgeber 26, der eine Drehzahl
der Kurbelwelle erfaßt und eine Sauerstoffsonde 41, die den Restsauerstoffgehalt des
Abgases erfaßt und die diesem eine Luftzahl LAM zuordnet. Je nach Ausführungsform
der Erfindung kann auch eine beliebige Untermenge der genannten Sensoren oder auch
zusätzliche Sensoren vorhanden sein. Insbesondere kann bei einer kostengünstigen Ausführungsform
der Erfindung auf den Luftmassenmesser und/oder dem Saugdrucksensor verzichtet werden.
Die Meßwerte, die von den Sensoren ermittelt werden, sind jeweils durch ein nachgestelltes
AV zu der jeweiligen Meßgröße gekennzeichnet, wenn dies zur Klarheit notwendig ist.
[0015] Betriebsgrößen umfassen die Meßgrößen und aus diesen abgeleitete Größen, wie ein
Umgebungsdruck. Die Stellgeräte umfassen jeweils einen Stellantrieb und ein Stellglied.
Der Stellantrieb ist ein elektromotorischer Antrieb, ein elektromagnetische Antrieb,
ein mechanischer Antrieb oder ein weiterer dem Fachmann bekannter Antrieb. Die Stellglieder
sind als Drosselklappe 10, als Einspritzventil 3, als Zündkerze 24, als ein nicht
dargestellter Umschalter zwischen zwei verschiedenen Saugrohrlängen, als eine nicht
dargestellte Vorrichtung zum Verstellen Hubverlaufs, des Hubbeginns oder des Hubendes
eines Gaswechselventils oder als ein Steller in einem nicht dargestellten Bypaß zu
der Drosselklappe 10 ausgebildet. Auf die Stellgeräte wird im folgenden jeweils mit
dem zugeordneten Stellglied Bezug genommen.
[0016] Die Steuereinrichtung 5 ist vorzugsweise als elektronische Motorsteuerung ausgebildet.
Sie kann jedoch auch mehrere Steuergeräte umfassen, die elektrisch leitend miteinander
verbunden sind, so z.B. über ein Bussystem.
[0017] Die Kurbelwelle 21 ist über eine Kupplung 8 mit einem Getriebe 9 koppelbar. Wenn
das Getriebe 9 als Automatikgetriebe ausgebildet ist, dann ist die Kupplung 8 als
Wandlerüberbrükkungskupplung, vorzugsweise mit einem hydrodynamischen Wandler, ausgebildet.
[0018] Figur 2 zeigt ein Blockschaltbild der Steuereinrichtung 5. Eine derartige Steuereinrichtung
ist auch in der älteren Anmeldung DE 196 12 455 A1 beschrieben, deren Inhalt diesbezüglich
hiermit einbezogen ist.
[0019] Aus einem Kennfeld KF5 wird abhängig von dem Meßwert MAF_AV des Luftmassenstroms
und der Drehzahl N_AV ein erster Beitrag zu einem Verlustdrehmoment TQ_LOSS ermittelt.
Der erste Beitrag berücksichtigt Ladungswechselverluste. Ein zweiter Beitrag zu dem
Verlustdrehmoment TQ_LOSS wird aus einem sechsten Kennfeld KF6 abhängig von der Kühlwassertemperatur
ermittelt. Der erste Beitrag und der zweite Beitrag werden an einer ersten Summierstelle
S1 addiert. Für das Verlustdrehmoment TQ_LOSS kann auch zusätzlich noch ein Drehmomentbedarf
von Nebenaggregaten, wie ein Generator oder ein Klimakompressor, berücksichtigt werden.
[0020] In einem ersten Block B1 wird ein minimales Drehmoment TQ_MIN, das an der Kupplung
8 minimal aufgebracht werden kann, abhängig von dem Verlustdrehmoment TQ_LOSS und
dem Meßwert N_AV der Drehzahl ermittelt.
[0021] In einem Block B2 wird ein maximales Drehmoment TQ_MAX, das an der Kupplung aufgebracht
werden kann, abhängig von dem Verlustdrehmoment TQ_LOSS und dem Meßwert N_AV der Drehzahl
ermittelt.
[0022] In einem Block B3 wird abhängig von dem Meßwert N_AV der Drehzahl und der Pedalstellung
PV ein Drehmomentfaktor TQF ermittelt. Der Drehmomentfaktor TQF stellt vorzugsweise
eine dimensionslose Größe mit einem Wertebereich zwischen 0 und 1 dar. Der Drehmomentfaktor
TQF wird bevorzugt aus einem Kennfeld ermittelt. Zusätzlich kann auch noch ein Stellsignal
eines Fahrgeschwindigkeitsreglers berücksichtigt werden.
[0023] Der Drehmomentfaktor TQF wird in einer Multiplizierstelle M1 multiplikativ mit der
Differenz des maximalen Drehmoments TQ_MAX und dem minimalen Drehmoment TQ_MIN verknüpft.
In der Summierstelle S3 wird dann auch das minimale Drehmoment TQ_MIN addiert. An
dem Ausgang der Summierstelle S3 liegt dann ein Sollwert TQ_REQ_SP des Fahrerwunschdrehmoments
an der Kupplung 8 an, daß von einem Fahrer des Fahrzeugs in dem die Brennkraftmaschine
angeordnet ist, an der Kupplung 8 gewünscht ist.
[0024] In einem Block B4 wird ein Sollwert TQ_IS_SP des Drehmoments im Leerlauf und ein
Drehmomentvorhalt TQ_ADD_IS abhängig von dem Istwert N_AV der Drehzahl und der Kühlwassertemperatur
TCO ermittelt. Die Funktionsweise des Blocks B4 wird weiter unten anhand der Figur
3 ausführlich beschrieben.
[0025] In einem Block B5 erfolgt eine Maximalauswahl aus dem Sollwert TQ_IS_SP des Leerlaufdrehmoments
und dem Sollwert TQ_REQ_SP des Fahrerwunschdrehmoments an der Kupplung. Alternativ
kann aber auch in dem Betriebszustand des Leerlaufs der Sollwert TQ_IS_SP und in den
sonstigen Betriebszuständen der Sollwert TQ_REQ_SP des Fahrerwunschdrehmoments am
Ausgang des Blocks B5 anliegen. Ebenso kann in dem Block B5 die Summe des Sollwertes
TQ_IS_SP des Leerlaufdrehmoments und des Sollwertes TQ_REQ_SP des Fahrerwunschdrehmoments
gebildet werden.
[0026] Im Block B6 erfolgt dann auch noch eine Korrektur des Sollwertes TQ_REQ_SP des Fahrerwunschdrehmoments
oder des Sollwertes des Leerlaufdrehmoments. Die Ausgangsgröße des Blocks B6 ist der
Sollwert TQ_SP des Kupplungsdrehmoments.
[0027] In der Summierstelle S4 wird ein Sollwert TQI_SP des indizierten Kupplungsdrehmoments
ermittelt. Dazu werden der Sollwert TQ_SP des Kupplungsdrehmoments und das Verlustdrehmoment
TQ_LOSS addiert.
[0028] In einem Block B7 wird ein Sollwert TQI_MAF_SP des über den Luftmassenstrom zu beeinflussenden
Drehmoments abhängig von dem Sollwert TQI_SP des indizierten Kupplungsdrehmoments
ermittelt. Bevorzugt wird der Sollwert TQI_MAF_SP des über den Luftmassenstrom zu
beeinflussenden Drehmoments zusätzlich abhängig von dem Drehmomentvorhalt TQ_ADD_IS
und auch weiteren Vorhaltedrehmomenten, zum Beispiel für eine Katalysatorheizung oder
für eine Traktionskontrolle ermittelt. Außerdem kann der Sollwert TQI_MAF_SP des über
den Luftmassenstrom zu beeinflussenden Drehmoments auf einen maximal zulässigen Wert
begrenzt werden, der durch eine Antischlupfregelung, eine Drehzahlbegrenzung, eine
Motorschlepp-Momentregelung oder eine Katalysatorschutzfunktion vorgegeben ist.
[0029] In einem Block B8 wird abhängig von dem Sollwert TQI_MAF_SP des über den Luftmassenstrom
zu beeinflussenden Drehmoments ein Sollwert MAF_SP des Luftmassenstroms ermittelt.
In einem Block B9 wird das Stellsignal zum Einstellen eines gewünschten Öffnungsgrades
der Drosselklappe ermittelt.
[0030] In einem Block B10 wird abhängig von dem Sollwert TQI_SP des indizierten Kupplungsdrehmoments
ein Sollwert TI_SP einer Einspritzzeit für das Einspritzventil 3 ermittelt. In dem
Block B11 wird abhängig von dem Sollwert TI_SP der Einspritzzeit ein Stellsignal zum
Steuern des Einspritzventils 3 ermittelt.
[0031] In dem Block B12 wird abhängig von dem Sollwert TQI_SP des indizierten Kupplungsdrehmoments
ein Sollwert IG_SP eines Zündwinkels ermittelt. In dem Block B13 wird dann abhängig
von dem Sollwert IG_SP des Zündwinkels ein entsprechendes Stellsignal zum Steuern
der Zündkerze 24 ermittelt.
[0032] Die Stellsignale für die Drosselklappe 10, die Zündkerze 24 und das Einspritzventil
3 werden vorzugsweise aus Kennfeldern ermittelt.
[0033] Figur 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel des Reglers, wie er in dem Block B4 angeordnet
ist. Ein Sollwert der Drehzahl N_SP wird aus einem vierten Kennfeld KF4 abhängig von
der Kühlwassertemperatur TCO ermittelt. In einer komfortableren Ausgestaltung der
Erfindung wird der Sollwert N_SP der Drehzahl auch abhängig von weiteren Betriebsgrößen
ermittelt. In einem Block B15 wird eine Drehzahldifferenz N_DIF aus dem Sollwert N_SP
und dem Istwert N_AV der Drehzahl ermittelt.
[0034] In einem Block B16 wird eine Ableitung N_GRD des Istwertes N_AV der Drehzahl ermittelt.
Dazu wird ein allgemein bekanntes numerisches Differenzierverfahren verwendet.
[0035] In den Blöcken B17, B18 und B19 wird ermittelt, ob sich die Brennkraftmaschine in
dem Betriebszustand des Leerlaufs befindet. Im Block B17 wird geprüft, ob der Pedalwert
PV kleiner ist als ein erster vorgegebener Schwellenwert SW1. In dem Block B18 wird
geprüft, ob der Sollwert N_AV der Drehzahl kleiner ist als ein zweiter vorgegebener
Schwellenwert SW2. Sind die Bedingungen der Blöcke B17 und B18 beide erfüllt, so wird
im Block B19 die Variable LV_IS auf den Wert TRUE gesetzt und somit der Leerlauf erkannt.
Sind die Bedingung der Blöcke B17 oder B18 nicht erfüllt, so wird die Variable LV_IS
auf den Wert FALSE gesetzt.
[0036] Der Regler des Blocks B4 zum Regeln der Drehzahl im Leerlaufzustand hat einen nichtlinearen
PD-Regler 91 und einen nichtlinearen I-Regler 92.
[0037] Im folgenden wird die Ausgestaltung des nichtlinearen PD-Reglers 91 beschrieben.
Aus einem ersten Kennfeld KF1 wird abhängig von dem Drehzahldifferenzwert N_DIF und
der Ableitung N_GRD der Drehzahl ein erster Drehmomentbeitrag TQ_1_PD ermittelt. Das
erste Kennfeld KF1 ist durch Fahrversuche bei vorhandenen Kraftschluß zwischen der
Brennkraftmaschine und dem Getriebe 9 ermittelt. Aus einem Kennfeld KF3 wird ebenfalls
der erste Drehmomentbeitrag TQ_1_PD abhängig von der Drehzahldifferenz N_DIF und der
Ableitung N_GRD der Drehzahl ermittelt. Das dritte Kennfeld KF3 ist durch Fahrversuche
bei nicht vorhandenem Kraftschluß zwischen der Brennkraftmaschine und dem Getriebe
ermittelt. In einem Block B21 ist ein nicht dargestellter Schalter vorgesehen, der
bei vorhandenem Kraftschluß zwischen der Brennkraftmaschine und dem Getriebe 9 den
aus dem ersten Kennfeld KF1 ermittelten ersten Drehmomentbeitrag TQ_Q_PD seinem Ausgang
zuführt und sonst den aus dem dritten Kennfeld KF3 ermittelten ersten Drehmomentbeitrag
TQ_1_PD seinem Ausgang zuführt. In dem bevorzugten Ausführungsbeispiel wird der erste
Drehmomentbeitrag TQ_1_PD abhängig von den Werten der Ausgangsgrößen von Blöcken B22,
B23, B24 in einem Block B25 korrigiert, dessen Ausgangsgröße ein korrigierter erster
Drehmomentbeitrag TQ_1_PD_C ist.
[0038] In dem Block B22 wird geprüft, ob der erste Drehmomentbeitrag TQ_1_PD größer ist
als ein vorgegebener erster Schwellenwert. Der erste Schwellenwert entspricht dem
korrigierten ersten Drehmomentbeitrag TQ_1_PD_C. Der erste Schwellenwert kann alternativ
aber auch fest vorgegeben sein.
[0039] In dem Block B23 ist ein Schaltwerk vorgesehen, das abhängig von der Ausgangsgröße
des Blocks B22, der logischen Variable LV_IS und einer logischen Variable LV_DT, die
den Wert TRUE hat, wenn Kraftschluß zwischen der Brennkraftmaschine besteht, und sonst
den Wert FALSE hat, eine Variable LV_TQ_P_D_ACT mit den Werten FALSE oder TRUE belegt.
Falls die Variable LV_TQ_P_D_ACT den Wert FALSE hat, wird dann in einem Block B24
der erste Drehmomentbeitrag TQ_1_PD in einer vorgegebenen Zeitdauer auf einen vorgegebenen
Wert, z.B. Null zurückgeführt. Der Block B25 ist als Schalter ausgebildet, der die
Ausgangsgröße des Blocks B21 an seinen Ausgang legt, falls die Variable LV_TQ_P_D_ACT
den Wert TRUE hat und sonst die Ausgangsgröße des Blocks B24 an den Ausgang des Blocks
B25 legt.
[0040] Der Block B23 hat ein erste UND-Glied L1, an dessen Eingängen die Ausgangsgröße des
Blocks B22 und die logische Variable LV_IS anliegen, und ein erstes NICHT-Glied L2,
an dessen Eingang die logische Variable LV_IS anliegt. Ein RS-Flipflop L3 ist vorgesehen,
an dessen Setz-Eingang die Ausgangsgröße des ersten UND-Glieds L1 anliegt und an dessen
Rücksetz-Eingang die Ausgangsgröße des ersten NICHT-Glieds L2 anliegt. Der Block B23
hat ferner ein zweites NICHT-Glied L4, an dessen Eingang die logische Variable LV_DT
anliegt, und ein zweites UND-Glied L5, an dessen Eingängen die logische Variable LV_IS
und die Ausgangsgröße des zweiten NICHT-Glieds L4 anliegen. Des weiteren ist ein ODER-Glied
L6 vorgesehen, an dessen Eingängen die Ausgangsgrößen des RS-Flipflops L3 und des
zweiten UND-Glieds L5 anliegen und dessen Ausgangsgröße die Variable LV_TQ_P_D_ACT
ist. Wenn sich die Brennkraftmaschine außerhalb des Betriebszustands des Leerlaufs
befindet, hat die Variable LV_TQ_P_D_ACT den Wert FALSE.
[0041] Erfolgt ein Übergang in den Betriebszustand des Leerlaufs und ist Kraftschluß zwischen
der Brennkraftmaschine und dem Getriebe vorhanden, so behält die Variable LV_TQ_P_D_ACT
den Wert FALSE solange, bis der erste Drehmomentbeitrag TQ_1_PD größer ist als der
korrigierte erste Drehmomentbeitrag TQ_1_PD_C. Ein Ruckeln beim Übergang in den Betriebszustand
des Leerlaufs wird dadurch vermieden, da am Ausgang des Blocks B25 die Ausgangsgröße
des Blocks B24 anliegt, solange die Variable LV_TQ_P_D_ACT den Werts FALSE hat. So
ist eine gute Fahrbarkeit des Fahrzeugs in dem die Brennkraftmaschine angeordnet ist,
gewährleistet.
[0042] Sobald in dem Betriebszustand des Leerlaufs der erste Drehmomentbeitrag TQ_1_PD größer
ist als der korrigierte erste Drehmomentbeitrag TQ_1_PD_C oder kein Kraftschluß zwischen
der Brennkraftmaschine und dem Getriebe vorhanden ist, wird der Variable LV_TQ_P_D_ACT
der Wert FALSE zugewiesen. Dies hat dann zur Folge, daß am Ausgang des Blocks B25
der erste Drehmomentbeitrag TQ_1_PD anliegt.
Der nichtlineare I-Regler 92 hat ein zweites Kennfeld KF2, aus dem abhängig von dem
Differenzwert N_DIF der Drehzahl und der Ableitung N_GRD der Drehzahl ein zweiter
Drehmomentbeitrag TQ_2_I ermittelt wird. In dem Block B26 erfolgt ein Dekrementieren
des integrierten zweiten Drehmomentbeitrags TQ_2_I und zwar bis zu einem Passivwert
TQ_2_PAS des integrierten zweiten Drehmomentenbeitrags. In einem Block B27 wird die
Ausgangsgröße des Kennfeldes KF2 durchgeschaltet, wenn die Variable LV_IS den Wert
TRUE hat, sonst wird die Ausgangsgröße des Blocks B26 durchgeschaltet. In einem Block
B28 wird der zweite Drehmomentbeitrag TQ_2 integriert. In dem Block B29 erfolgt eine
Begrenzung des integrierten zweiten Drehmomentbeitrags TQ_2_I zwischen einem vierten
Schwellenwert SW4 und einem fünften Schwellenwert SW5. Vorzugsweise hängen der vierte
Schwellenwert und der fünfte Schwellenwert davon ab, ob ein Kraftschluß zwischen der
Brennkraftmaschine und dem Getriebe 9 besteht.
[0043] In einem Block B34 wird dann durch Addition des ersten Drehmomentbeitrags TQ_1_PD
und des integrierten zweiten Drehmomentbeitrags TQ_2_I ein Sollwert TQ_IS_SP des Drehmoments
an der Kupplung berechnet.
[0044] In einem Block B31 wird abhängig von dem Istwert N_AV der Drehzahl dem Differenzwert
N_DIF der Drehzahl und der Ableitung N_GRD der Drehzahl ein Vorhersagewert N_DIF_PRED
für die Drehzahldifferenz ermittelt. In einem Block B32 wird abhängig von dem Vorhersagewert
der Drehmomentvorhalt TQ_ADD_IS ermittelt. Dadurch wird die Regelungsgüte erhöht und
ein schnelles Einschwingen des Regelkreises ermöglicht.
[0045] Die Erfindung ist nicht auf die hier dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt.
Kennfelder sind aus stationären Messungen an einen Motorprüfstand oder in Fahrversuchen
ermittelt.
Bezugszeichenliste
[0046]
- 1
- Ansaugtrakt Orsysat
- 10
- Drosselklappe
- 11
- Drosselklappenstellungsgeber
- 12
- Luftmassenmesser
- 13
- Saugrohrdrucksensor
- 14
- Temperatursensor
- 2
- Motorblock DIN ISO 7967 Teil 1
- 20
- Zylinder
- 21
- Kurbelwelle
- 22
- Kolben
- 23
- Pleuelstange
- 24
- Zündkerze
- 25
- weiterer Temperatursensor (TCO)
- 26
- Drehzahlgeber
- 3
- Einspritzventil
- 4
- Abgastrakt Orsysat
- 40
- Katalysator
- 41
- Sauerstoffsonde
- 5
- Steuereinrichtung
- 51
- Überwachungseinrichtung
- 511
- Beobachter
- 512
- Auswerteeinheit
- KF1, KF2, KF3, KF4, KF5
- erstes, zweites, drittes, viertes, fünftes Kennfeld
- 6
- Pedalstellungsgeber
- 7
- Fahrpedal
- 8
- Kupplung
- 9
- Getriebe
- Fig. 2: B1
- Block
Größen:
[0047]
- XX_MOD
- Schätzwert des XX
- XX_MES
- Meßwert des XX
- PV
- Fahrpedalstellung
- N
- Drehzahl
- THR
- Öffnungsgrad
- MAP
- Saugrohrdruck
- MAF
- Luftmassenstrom
- LAM
- Luftzahl (LAM_AV, LAM_SP)
- TAL
- Ansauglufttemperatur
- TCO
- Kühlwassertemperatur
- TOIL
- Öftemperatur
TQF Drehmomentfaktor
[0048]
- TQ_REQ_SP
- Sollwert des Fahrerwunschdrehmoments an der Kupplung
- TQ_IS_SP
- Sollwert des Drehmoments im Leerlauf
- Sollwert des Kupplungsdrehmoments
- TQI_SP
- Sollwert des indizierten Kupplungsdrehmoments
- TQ_LOSS
- Verlustdrehmoment
- TQ_1_PD
- erster Drehmomentenbeitrag
- TQ_2
- zweiter Drehmomentenbeitrag
- TQ_2_I
- integrierter zweiter Drehmomentenbeitrag
- TQ_3
- dritter Drehmomentenbeitrag
- TQ_2_PASSIV
- Passivwert des integrierten zweiten Drehmomentenbeitrags
- KF1
- erstes Kennfeld
- KF2
- zweites Kennfeld
- KF3
- drittes Kennfeld
- B1- B18
- Block
- SW1
- erster Schwellenwert
- SW2
- zweiter Schwellenwert
- SW3
- dritter Schwellenwert Begr. TQ_2
- SW4
- vierter Schwellenwert
- SW5
- fünfter Schwellenwert
- L1-L6
- Logikblock
- TQI_MAF_SP
- Sollwert des über den Luftmassenstrom zu beeinflussenden Drehmoments
- MAF_SP
- Sollwert des Luftmassenstroms
- TI_SP
- Sollwert Einspritzzeit
- IG_SP
- Sollwert Zündwinkel
Allg. Begriffe:
[0049]
Sensor(en)
Stellgerät(e) i.A. Bez.: Stellglieder verw. klarstell. Stellgr. ->Santr.
Stellantrieb
Stellglied
Meßgröße(n)
Betriebsgrößen Meßgrößen und abgeleitete Größen
Stellsignal
Stellgrößen
1. Verfahren zum Steuern einer Brennkraftmaschine, bei dem
- ein erster Drehmomentbeitrag (TQ_1_PD) in dem Betriebszustand des Leerlaufs ermittelt
wird und zwar aus einem ersten Kennfeld (KF1) abhängig von der zeitlichen Ableitung
(N_GRD) der Drehzahl und einer Differenz zwischen einem vorgegebenen Sollwert (N_SP)
der Drehzahl und einem Istwert (N_AV) der Drehzahl,
- ein Sollwert (TQ_IS_SP) des Drehmoments an der Kupplung aus dem ersten Drehmomentbeitrag
(TQ_1_PD) abgeleitet wird und
- ein Stellsignal für mindestens ein Stellglied der Brennkraftmaschine aus dem Sollwert
(TQ_IS_SP) des Drehmoments abgeleitet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
- daß in dem Betriebszustand des Leerlaufs ein zweiter Drehmomentbeitrag (TQ_2) ermittelt
wird und zwar aus einem zweiten Kennfeld (KF2) abhängig von der zeitlichen Ableitung
(N_GRD) der Drehzahl und einer Differenz zwischen dem Istwert (N_AV) der Drehzahl
und einem Sollwert (N_SP) der Drehzahl
- daß der zweite Drehmomentbeitrag (TQ_2) integriert wird und
- daß der Sollwert des Drehmoments (TQ_IS_SP) zusätzlich abhängig von dem integrierten
zweiten Drehmomentbeitrag (TQ_2_I) ermittelt wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Drehmomentbeitrag (TQ_1_PD) derart begrenzt wird, daß er größer oder gleich
einem vorgegebenen dritten Schwellenwert ist, und zwar, wenn ein Übergang von einem
weiteren Betriebszustand in den Betriebszustand des Leerlaufs stattfindet und bis
der erste Drehmomentbeitrag (TQ_1_PD) größer ist als der dritte Schwellenwert (SW3).
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei Kraftschluß zwischen der Brennkraftmaschine und einem Getriebe der erste Drehmomentbeitrag
(TQ_1_PD) aus dem ersten Kennfeld (KF1) und sonst der erste Drehmomentenbeitrag (TQ_1_PD)
aus einem dritten Kennfeld (KF3) abhängig von der zeitlichen Ableitung (N_GRD) der
Drehzahl und einer Differenz zwischen dem Istwert (N_AV) der Drehzahl und einem vorgegebenen
Sollwert (N_SP) der Drehzahl ermittelt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der integrierte zweite Drehmomentbeitrag (TQ_2_I), nach einem Übergang von dem Betriebszustand
des Leerlaufs in den weiteren Betriebszustand über eine Rampenfunktion mit einem vorgegebenen
Passivwert (TQ_2_PAS) belegt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der integrierte zweite Drehmomentbeitrag (TQ_2_I) in dem Betriebszustand des Leerlaufs
auf einen vierten Schwellenwert (SW4) begrenzt wird, wenn der integrierte zweite Drehmomentbeitrag
(TQ_2_I) größer ist als der vierte Schwellenwert (SW4), daß der integrierte zweite
Drehmomentbeitrag (TQ_2_I) in dem Betriebszustand des Leerlaufs auf einen fünften
Schwellenwert (SW5) begrenzt wird, wenn der integrierte zweite Drehmomentbeitrag (TQ_2_I)
kleiner ist als der fünfte Schwellenwert (SW5), und daß der vierte und fünfte Schwellenwert
(SW4, SW5) davon abhängen, ob ein Kraftschluß zwischen der Brennkraftmaschine und
dem Getriebe (9) besteht.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Drehmomentvorhalt (TQ_ADD_IS) ermittelt wird in dem Betriebszustand des Leerlaufs,
der abhängt von einer vorausgesagten Differenz (N_DIF_PRED) des Sollwertes (N_SP)
und des Istwertes (N_AV) der Drehzahl und daß durch ein Erhöhen der Füllung der Zylinder
der Brennkraftmaschine und ein gleichzeitiges Verstellen des Zündwinkels nach spät
der Drehmomentvorhalt (TQ_ADD_IS) eingestellt wird
1. Method for controlling an internal combustion engine, in which
- a first torque contribution (TQ_1_PD) is determined in the operational state when
the engine is idling and this is determined from a first characteristic field (KF1)
depending on the temporal derivation (N_GRD) of the rotational speed and a difference
between a predefined desired value (N_SP) for the rotational speed and an actual value
(N_AV) for the rotational speed,
- a desired value (TQ_IS_SP) for the torque at the clutch is derived from the first
torque contribution (TQ_1_PD), and
- a control signal for at least one final control element of the internal combustion
engine is derived from the desired value (TQ_IS_SP) for the torque.
2. Method according to Claim 1,
characterised in that
- a second torque contribution (TQ2) is determined in the operational state when the
engine is idling and this is determined from a second characteristic field (KF2) depending
on the temporal derivation (N_GRD) of the rotational speed and a difference between
the actual value (N_AV) for the rotational speed and a desired value (N_SP) for the
rotational speed,
- the second torque contribution (TQ_2) is integrated, and
- the desired value for the torque (TQ_IS_SP) is determined, additionally dependent
on the integrated second torque contribution (TQ_2_I).
3. Method according to one of Claims 1 or 2, characterised in that the first torque contribution (TQ_1_PD) is limited such that it is greater than or
equal to a predefined third threshold value, and this limitation occurs when a transition
takes place from another operational state into the operational state when the engine
is idling and until the first torque contribution (TQ_1_PD) is greater than the third
threshold value (SW3).
4. Method according to one of Claims 1 to 3, characterised in that when a non-positive connection is present between the internal combustion engine
and a gearbox the first torque contribution (TQ_1_PD) is determined from the first
characteristic field (KF1) and otherwise the first torque contribution (TQ_1_PD) is
determined from a third characteristic field (KF3) depending on the temporal derivation
(N_GRD) of the rotational speed and a difference between the actual value (N_AV) for
the rotational speed and a predefined desired value (N_SP) for the rotational speed.
5. Method according to Claim 3, characterised in that the integrated second torque contribution (TQ_2_I), following a transition from the
operational state when the engine is idling into the further operational state, is
set to a predefined passive value (TQ_2_PAS) by way of a ramp function.
6. Method according to one of Claims 2 or 5, characterised in that the integrated second torque contribution (TQ_2_I) is limited in the operational
state when the engine is idling to a fourth threshold value (SW4) if the integrated
second torque contribution (TQ_2_I) is greater than the fourth threshold value (SW4),
that the integrated second torque contribution (TQ_2_I) is limited in the operational
state when the engine is idling to a fifth threshold value (SW5) if the integrated
second torque contribution (TQ_2_I) is less than the fifth threshold value (SW5),
and that the fourth and fifth threshold values (SW4, SW5) are dependent on whether
a non-positive connection is present between the internal combustion engine and the
gearbox (9).
7. Method according to Claim 1, characterised in that a derivative-action torque TQ_ADD_IS is determined in the operational state when
the engine is idling, which is dependent on a predicted difference (N_DIF_PRED) between
the desired value (N_SP) and the actual value (N_AV) for the rotational speed, and
that the derivative-action torque TQ_ADD_IS is set as a result of increasing the fuel
injection into the cylinders of the internal combustion engine and simultaneously
retarding the ignition angle.
1. Procédé pour commander un moteur à combustion interne dans lequel
- une première contribution de couple (TQ_1_PD) est calculée dans l'état de fonctionnement
de la marche à vide et, plus précisément, à partir d'un premier diagramme (KF1) en
fonction de la dérivée par rapport au temps (N_GRD) de la vitesse de rotation et d'une
différence entre une valeur de consigne prédéterminée (N_SP) de la vitesse de rotation
et une valeur réelle (N_AV) de la vitesse de rotation,
- une valeur de consigne (TQ_IS_SP) du couple sur l'embrayage, est dérivée de la première
contribution de couple (TQ_1_PD) et
- un signal de réglage pour au moins un organe de réglage du moteur à combustion interne
est dérivé de la valeur de consigne (TQ_IS_SP) du couple.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé
- en ce que, dans l'état de fonctionnement de la marche à vide, une deuxième contribution de
couple (TQ_2) est obtenue, plus précisément, à partir d'un deuxième diagramme (KF2)
en fonction de la dérivée par rapport au temps (N_GRD) de la vitesse de rotation et
d'une différence entre la valeur réelle (N_AV) de la vitesse de rotation et une valeur
de consigne (N_SP) de la vitesse de rotation,
- en ce que la deuxième contribution de couple (TQ_2) est intégrée et
- en ce que la valeur de consigne du couple (TQ_IS_SP) est obtenue en supplément en fonction
de la deuxième contribution de couple intégrée (TQ_2_I).
3. Procédé selon une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que la première contribution de couple (TQ_1_PD) est limitée de telle manière qu'elle
soit supérieure ou égale à une troisième valeur de seuil prédéterminée et, plus précisément,
lorsqu'il se produit un passage d'un autre état de fonctionnement à l'état de fonctionnement
de la marche à vide, et jusqu'à ce que la première contribution de couple (TQ_1_PD)
soit supérieure à la troisième valeur de seuil (SW3).
4. Procédé selon une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'en présence d'une liaison de force entre le moteur à combustion interne et la transmission,
la première contribution de couple (TQ_1_PD) est obtenue à partir du premier diagramme
(KF1) et, autrement, la première contribution de couple (TQ_1_PD) est obtenue à partir
d'un troisième diagramme (KF3) en fonction de la dérivée par rapport au temps (N_GRD)
de la vitesse de rotation et d'une différence entre la valeur réelle (N_AV) de la
vitesse de rotation et une valeur de consigne prédéterminée (N_SP) de la vitesse de
rotation.
5. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce qu'après un passage de l'état de fonctionnement de la marche à vide à l'autre état de
fonctionnement, la deuxième contribution de couple intégrée (TQ_2_I) est occupée,
selon une fonction rampe, par une valeur passive prédéterminée (TQ_2_PAS).
6. Procédé selon une des revendications 2 ou 5, caractérisé en ce que la deuxième contribution de couple intégrée (TQ_2_I) est limitée dans l'état de fonctionnement
de la marche à vide à une quatrième valeur de seuil (SW4) lorsque la deuxième contribution
de couple intégrée (TQ_2_I) est supérieure à la quatrième valeur de seuil (SW4), en ce que la deuxième contribution de couple intégrée (TQ_2_I) est limitée dans l'état de fonctionnement
de la marche à vide à une cinquième valeur de seuil (SW5) lorsque la deuxième contribution
de couple intégrée (TQ_2_I) est inférieure à la cinquième valeur de seuil (SW5) et
en ce que les quatrième et cinquième valeurs de seuil (SW4, SW5) dépendent du fait qu'une liaison
de force existe ou non entre le moteur à combustion inteme et la transmission (9).
7. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une correction de couple (TQ_ADD_IS) est obtenue dans l'état de fonctionnement de
la marche à vide, correction qui dépend d'une différence précitée (N_DIF_PRED) de
la valeur de consigne (N_SP) et de la valeur réelle (N_AV) de la vitesse de rotation
et en ce que la correction de couple (TQ_ADD_IS) est réglée par une élévation du remplissage des
cylindres du moteur à combustion inteme et par déplacement simultané de l'angle d'allumage
vers le retard à l'allumage.