Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft einen Gasbrenner mit einem Brennkörper, der eine poröse Struktur
aufweist, wobei dem Brennkörper ein Brenngas zugeleitet ist, das innerhalb des Brennkörpers
gezündet und verbrannt wird.
[0002] Ein solcher Gasbrenner ist beispielsweise aus der DE 43 22 109 A1 bekannt. Hierbei
ist ein Aufnahmegehäuse verwendet, in das mehrere übereinanderliegende Schichten von
Festkörperteilen eingebracht sind.
[0003] Die Festkörperteile bilden innerhalb einer jeden Schicht Poren. Da nun die Festkörperteile
der einzelnen Schichten, die den Brennkörper bilden, unterschiedlich groß sind, entstehen
auch verschiedene Porengeometrien. Dabei ist die Porengeometrie im Bereich des Eintritts
des Brenngases in den Brennkörper so beschaffen, daß hier eine Entzündung des Brenngases
nicht erfolgen kann. Eine Entzündung erfolgt in einer der nachgeordneten Schichten,
innerhalb derer sich dann eine Flammenfront stabilisiert. Diese breitet sich aber
nicht vollständig über die gesamte, quer zur Strömungsrichtung verlaufende Breite
der Schicht aus. Im Übergangsbereich zwischen dem Brennkörper zu dem Aufnahmegehäuse
entsteht eine Zone unvollständiger Verbrennung. Die Verbrennungsabgase sind dementsprechend
hoch mit Abgasrückständen beladen, die die Abgasbilanz stark beeinträchtigen.
[0004] Als Brennkörper kann jede denkbare Verkörperung einer porösen Struktur Verwendung
finden. Insbesondere ist es denkbar, ein keramisches und/oder metallisches Schüttgut
oder einen keramischen oder metallischen Schaum oder ein Drahtgeflecht zu verwenden.
[0005] Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Gasbrenner der eingangs erwähnten Art bereitzustellen,
der sich durch geringe Schadstoffimission auszeichnet.
[0006] Diese Aufgabe der Erfindung wird dadurch gelöst, daß im Bereich der quer zur Strömungsrichtung
verlaufenden Seiten des Brennkörpers Brennvorrichtungen angeordnet sind.
[0007] Mit den zusätzlichen Brennvorrichtungen können die seitlich aus dem Brennkörper austretenden
Verbrennungsprodukte nachverbrannt werden. Damit lassen sich die Schadstoffe, die
die Abgasbilanz beeinträchtigen, erheblich reudzieren. Zudem ist bei einem solchen
Gasbrenner die Energieausbeute erhöht, da das eingesetzte Brenngas nahezu vollständig
verbrannt wird.
[0008] Nach einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Brennvorrichtungen
Flammen bilden, die über den gesamten Umfang des Brennkörpers herum angeordnet sind.
Damit werden alle, aus dem Brennkörper seitlichaustretenden Verbrennungsrückstände
vollständig nachverbrannt.
[0009] Die Brennvorrichtungen werden bevorzugt mit dem gleichen Brenngas versorgt, das auch
dem Brennkörper zugeführt ist.
[0010] Eine denkbare Erfindungsvariante ist dadurch gekennzeichnet, daß der poröse Brennkörper
auf einen Zuströmkörper aufgesetzt ist, über Zuströmkanäle dem Brennkörper Brenngas
zuleitet, daß der Zuströmkörper quer zur Strömungsrichtung Zusatzkanäle der Brennvorrichtungen
aufweist, an denen Flammen entzündbar sind. Die Zusatzkanäle haben dabei eine Ausrichtung
und Dimensionierung, die auf die Abmessungen des Brenkörpers abgestimmt ist.
[0011] Eine mögliche Erfindungsvariante sieht vor, daß die, von den Brennvorrichtungen erzeugten
Flammen in Strömungsrichtung des Brenngases gesehen, sich über die gesamte Seite des
Brennkörpers erstrecken. Die Flammen decken damit die Seite des Brennkörpers vollständig
über deren Gesamthöhe ab. Damit kann kein teilverbrannter Brennrückstand in das Abgas
gelangen. Denkbar ist auch, daß die von den Brennvorrichtungen erzeugten Flammen mit
ihrem Flammenende gegen den in Strömungsrichtung des Brenngases gesehenen Endbereich
der Seite des Brennkörpers gerichtet sind. Die aus der Seite des Brennkörpers austretenden,
warmen Abgase steigen entgegen der Schwerkraft entlang der Seite des Brennkörpers
auf. Sie werden dabei den Flammen zugeführt und hier verbrannt.
[0012] Denkbar ist auch, daß quer zur Strömungsrichtung des Brenngases eine Wand den Brennkörper
umgibt, daß die Wand die Brennvorrichtungen aufweist, an denen sich in Strömungsrichtung
hinter dem Brennkörper die Flammen entzünden und daß die Flammen den zwischen der
Wand und dem Brennkörper gebildeten Bereich überragen.
[0013] Die Wand bildet zusammen mit der Seite des Brennkörpers eine Art Abgaskanal, der
die teilverbrannten Abgase den Flammen zuleitet.
[0014] Die Erfindung wird im folgenden anhand von den in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- in Seitendarstellung und im Schnitt eine schematische Darstellung eines Gasbrenners
mit einem Brennkörper, der auf einen ebenen Zuströmkörper aufgesetzt ist,
- Fig. 2
- den Gasbrenner gemäß Fig. 1 mit einem veränderten Zuströmkörper und
- Fig. 3
- den Gasbrenner gemäß Fig. 1 mit einem weiteren, veränderten Zuströmkörper.
[0015] In Fig. 1 ist schematisch ein Brenner mit einer Brennkammer 11 dargestellt. Die Brennkammer
11 weist in ihrem Boden 13 eine Brenngaszuleistung 14 auf, über die ein Brenngas eingeleitet
werden kann. Das Brenngas ist im vorliegenden Beispiel in einer vorgeschalteten Mischkammer
aus einem Gas- und Luftgemisch gemischt worden.
[0016] Nach oben hin ist die Brennkammer 11 offen, so daß sich ein Abgasauslaß 12 bildet.
In die Brennkammer 11 ist ein Zuströmkörper 15 eingesetzt. Der Zuströmkörper 15 ist
als ebene Platte ausgebildet, die vertikal verlaufende Zuströmkanäle 16 aufweist.
Auf den Zuströmkörper 15 ist im Bereich der Zuströmkanäle 16 ein Brennkörper 10 aufgesetzt.
Der Brennkörper 10 weist in seinem Inneren eine poröse Struktur auf. In den Zuströmkörper
sind Zusatzkanäle 17 eingearbeitet, die quer zur Zuströmrichtung des Brenngases versetzt
neben dem Brennkörper 10 angeordnet sind. Diese Zusatzkanäle 17 schaffen eine Verbindung
zwischen der Brenngasseite und dem eigentlichen Brennraum.
[0017] Über die Brenngaszuleitung 14 wird dem Zuströmkörper 14 das Brenngas zugeleitet.
Es durchströmt die Zuströmkanäle 16 und tritt in den Brennkörper 10 ein. Hier entzündet
es sich. Dabei bildet sich eine Flammenfront, die sich quer zur Zuströmrichtung ausbreitet.
In dem seitlichen Wandbereich des Brennkörpers 10 findet eine nur unvollständige Verbrennung
statt, die dabei gebildeten Brennrückstände treten aus der porösen Struktur seitlich
aus. An den Zusatzkanälen 17 sind Flammen 18 entzündet, die sich über die gesamte
Höhe des Brennkörpers 10 strecken. Die Zusatzkanäle 17 und die Flamme 18 bilden Brennvorrichtungen
19, mit denen die entstandenen Brennrückstände nachverbrannt werden können.
[0018] Die Fig. 2 zeigt den Gasbrenner nach der Fig. 1 mit einem veränderten Zuströmkörper
15. Dieser Zuströmkörper 15 besitzt ein ebenes Auflageteil, auf den der Brennkörper
10 aufgelegt ist. Seitlich ist das Auflageteil mit Abwinklungen 15.1 versehen, die
in Zuströmrichtung des Brenngases abgewinkelt ist. Die Abwinklungen 15.1 nehmen die
Zusatzkanäle 17 auf. Die an den Zusatzkanälen 17 entzündeten Flammen 18 sind gegen
den oberen Endbereich des Brennkörpers 10 gerichtet. Damit schließen die Flammen 18
und die Seiten des Brennkörpers 10 eine Kammer ein, in dem die aus dem Brennkörper
10 austretenden Abgasrückstände gesammelt und nachverbrannt werden.
[0019] Eine weitere Erfindungsvariante ist in der Fig. 3 dargestellt. Hierbei ist der Brennkörper
10 von einer umlaufenden Wand 15.3 umgeben, die einstückig mit dem Zuströmkörper 15
verbunden ist. Die Wand 15.3 überragt dabei den Brennkörper 10. In dem überragenden
Bereich ist die Wand 15.3 mit den Zusatzkanalen 17 versehen. Die an den Zusatzkanälen
17 entzündeten Flammen überbrücken den Zwischenraum, der sich zwischen der Wand 15.3
und dem Trennkörper 10 bildet. Dieser Zwischenbereich bildet ein Abgaskanal, der die
unverbrannten Brenngasrückstände den Flammen 18 zielgerichtet zuführt.
[0020] Von der Wand 15.3 ist eine horizontale Schottwand 15.2 abgewinkelt und an die Wandung
der Brennkammer 11 angeschlossen. Wie den einzelnen Zeichnungen entnommen werden kann,
ist stets darauf geachtet worden, daß der Trennkörper 10 seitlich freisteht und nicht
von einer Wandung eingefaßt ist. Dies hat den entscheidenden Vorteil, daß Druckschwankungen
in dem zugeführten Brenngas ausgeglichen werden können. Die eigentliche Brennzone,
die durch die Flammenfront präsentiert wird, kann sich daher im Brennkörper stabilisieren,
so daß ein geräuscharmer Betrieb des Gasbrenners möglich ist.
1. Gasbrenner mit einem Brennkörper, der eine poröse Struktur aufweist, wobei dem Brennkörper
ein Brenngas zugeleitet ist, das innerhalb des Brennkörpers gezündet und verbrannt
wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Bereich der quer zur Strömungsrichtung verlaufenden Seiten des Brennkörpers
(10) Brennvorrichtungen (19) angeordnet sind.
2. Gasbrenner nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Brennvorrichtungen (19) Flammen (18) bilden, die über den gesamten Umfang
des Brennkörpers (10) herum angeordnet sind.
3. Gasbrenner nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß dem Brennkörper (10) und den Brennvorrichtungen Brenngas über eine gemeinsame
Brenngaszuleitung (14) zugeführt ist.
4. Gasbrenner nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der poröse Brennkörper (10) auf einen Zuströmkörper (15) aufgesetzt ist, der über
Zuströmkanäle (16) dem Brennkörper (10) Brenngas zuleitet,
daß der Zuströmkörper quer zur Strömungsrichtung des Brenngases versetzt Zusatzkanäle
(17) der Brennvorrichtungen (19) aufweist, an denen Flammen (18) entzündbar sind.
5. Gasbrenner nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die von den Brennvorrichtungen (19) erzeugten Flammen (18), in Strömungsrichtung
des Brenngases gesehen, sich über die gesamte Seite des Brennkörpers (10) erstrecken.
6. Gasbrenner nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die von den Brennvorrichtungen (19) erzeugten Flammen (18) mit ihrem Flammenende
gegen den, in Strömungsrichtung des Brenngases gesehen Endbereich, der Seite des Brennkörpers
(10) zugerichtet sind.
7. Gasbrenner nach einem Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß quer zur Strömungsrichtung des Brenngases eine Wand (15.3) den Brennkörper (10)
umgibt,
daß die Wand (15.3) die Brennvorrichtungen (19) aufweist, an denen sich in Strömungsrichtung
hinter dem Brennkörper (10) die Flammen (18) entzünden und
daß die Flammen (18) den zwischen der Wand (15.3) und dem Brennkörper (10) gebildeten
Bereich überragen.
8. Verfahren zur Betreibung eines Gasbrenners, bei dem einem porösen Brennkörper Brenngas
zugeführt und in diesem verbrannt wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß die quer zur Strömungsrichtung, seitlich aus dem Brennkörper (10) austretenden
Brennrückstände zumindest teilweise mit einer Brennvorrichtung (19) nachverbrannt
werden.