[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Tastenfeld für wasserdichte und schmutzunempfindliche
Computer-Tastaturen mit Mittel- oder Langhubtasten, die im niedergedrückten Zustand
mit einem Schalter zusammenwirken.
[0002] Ein derartiges Tastenfeld ist beispielsweise aus der US 5,021,638 bekannt. Dieses
bekannte Tastenfeld ist mit sog. Langhubtasten ausgestattet, die üblicherweise bei
Computer-Bürotastaturen vorgesehen sind, um möglichst guten Schreibkomfort zu erreichen.
Üblicherweise wirken die Tasten eines Tastenfeldes einer Computer-Tastatur im niedergedrückten
Zustand mit einem Schalter, z. B. einem integrierten Mikroschalter-Bauteil oder einem
einfachen Kohlestoffkontakt, zusammen. Das Tastenfeld der aus der US 5,021,638 bekannten
Tastatur ist zum Schutz vor Wasser und Schmutz mit einer vorzugsweise transparenten
Folie aus elastischem Material, insbesondere Silikon, überzogen. Durch die in der
US 5,021,638 offenbarte Vorrichtung soll der Schreibkomfort einer wasser- und schmutzgeschützten
Computer-Tastatur verbessert werden.
[0003] Da bei dieser bekannten Tastatur Ausgangspunkt eine Bürotastatur ist, die mit einer
weiteren Schicht überzogen wird, wird die Haptik und der Schreibkomfort einer üblichen
Bürotastatur nicht erreicht.
[0004] Darüber hinaus werden wasserdichte und schmutzunempfindliche Tastaturen auch als
Folien-Tastaturen mit Kurzhubtasten oder als Silikon-Tastaturen mit Langhubtasten
realisiert. Bei Folien-Tastaturen wird der Fingerdruck auf eine ebene Folie ausgeübt,
unter der die sog. Kurthubtasten angebracht sind. Aufgrund der beschränkten Dehnbarkeit
der Folie muß dabei auf einen langen Tastenhub verzichtet werden. Zur Eingabe großer
Datenmengen ist eine Tastatur mit Kurzhubtasten ungeeignet, da sie erfahrungsgemäß
unter ergonomischen Gesichtspunkten als unkomfortabel empfunden wird und da deren
Bedienung eine höhere Konzentration auf das genaue Treffen der Tasten erfordert.
[0005] Silikon-Tastaturen basieren demgegenüber auf einem robusten Gummiteil, in dem die
Tasten als Erhöhungen ausgeführt sind. Bei diesen bekannten Silikon-Tastaturen ist
der im niedergedrückten Zustand schließende Schalter ein Kontakt aus einem an der
Tastenunterseite in den Gummi eingepaßten Kohlenstoffkern, der auf unter der Gummimatte
liegende Leiterbahnen drückt. Durch diese Silikon-Tastaturen sind zwar größere Tastenoberflächen
und höhere Tastenhübe realisierbar, jedoch ist schnelles Tippen auch hiermit nicht
möglich, da die Tasten keine interne Führung besitzen und somit beim Niederdrücken
kippen.
[0006] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Tastenfeld eingangs genannter Art derart
zu verbessern, daß der Schreibkomfort einer wasserdichten und schmutzunempfindlichen
Tastatur dem Schreibkomfort einer üblichen Bürotastatur angepaßt wird.
[0007] Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung ist der Gegenstand des Patentanspruchs
2.
[0008] Erfindungsgemäß wird die Tastenform und das Tastenfeld Langhubtasten einer üblichen
Bürotastatur nachempfunden, wobei die Tasten aus einer einstückigen elastischen Kunststoffmatte,
vorzugsweise einer durchgehenden Silikonmatte, herausgebildet sind. Weiterhin ist
jede herausgebildete Taste an der Unterseite mit je einem Führungselement verbunden.
Ein derartiges Führungselement kann beispielsweise ebenfalls aus der Taste herausgebildet
sein oder an der Unterseite der Taste mittels eines Befestigungselementes angebracht
sein. Das mit der Taste verbundene Führungselement greift in ein Führungsgegenstück
ein, wobei der Schalter, der beim Niederdrücken der Taste ein elektrisches Signal
abgibt, dieses Führungsgegenstück aufweist. Hierbei kann das Führungsgegenstück am
Schalter befestigt sein oder im Schalter integriert sein; d. h. Schalter und Führungsgegenstück
können zwei- oder einstückig aufgebaut sein.
[0009] In einer Weiterbildung der Erfindung weist jede Taste am unteren Rand einen Walkbereich
auf, so daß zum einen ein leichtes Niederdrücken und zum anderen ein schnelles Zurückfedern
der aus der Kunststoffmatte herausgebildeten Tasten ermöglicht werden.
[0010] Durch die Erfindung werden die Vorteile von Lang- oder Mittelhubtastaturen erreicht,
nämlich definierte Druckpunkte und kein Kippen beim Niederdrücken der Tasten. Als
Schalter können Standard-Mikroschalter verwendet werden. Außerdem entfällt ein konstruktiver
Mehraufwand, der andernfalls bei externen Führungen zwischen den Tasten reiner Silikontastaturen
notwendig wäre.
[0011] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigt
- Fig. 1
- die Ausgestaltung einer Taste eines erfindungsgemäßen Tastenfeldes nach einer ersten
Alternative und
- Fig. 2
- die Ausgestaltung einer Taste eines erfindungsgemäßen Tastenfeldes nach einer zweiten
Alternative.
[0012] In Fig. 1 ist eine einstückige elastische Silkonmatte 1 dargestellt, aus der über
einen Walkbereich 3 eine Silikontaste 2 herausgebildet ist. Die Silikonmatte 1 bildet
zusammen mit allen Tasten 2 ein wasserdichtes einstückiges Tastenfeld.
[0013] Unter der Silikonmatte 1 mit den Tasten 2 ist eine Platine 4 angeordnet, auf der
unterhalb einer jeden Silikontaste 2 ein Schalter 5, vorzugsweise ein üblicher Standard-Mikroschalter
für Tastaturen, über die Kontakte 6 festgelötet ist. Jede Silikontaste 2 wirkt im
niedergedrückten Zustand mit dem jeweils ihr zugeordneten Schalter 5 zusammen.
[0014] Hierzu ist beim Beispiel nach Fig. 1 unterhalb der Silikontaste 2 ein Kunststoffelement
10 mit Zapfen 9 als Führungselemente über ein Befestigungsteil 7 mit der Taste 2 verbunden.
Das Befestigungsteil 7 ist in Fig. 1 als eingegossener Haltestift ausgebildet. Das
Befestigungsteil 7 kann jedoch in beliebiger Weise anders ausgestaltet sein, z. B.
als Schraube, Rastverschluß, Niete oder Verklebung.
[0015] Der Schalter 5 weist ein Führungsgegenstück 11 auf, das mit dem Schalter 5 fest verbunden
ist. Das Führungsgegenstück 11 weist eine Ausnehmung auf, die ein federndes Element
8, z. B. in Form einer üblichen Spiralfeder, enthält und in die die Zapfen 9 als Führungselemente
einschiebbar sind.
Fig. 1 zeigt eine Silikontaste 2 im unbetätigten Zustand. Insbesondere durch das federnde
Element 8 wird die Oberfläche der Silikontaste 2 nach oben gedrückt. Wird die Silikontaste
2 niedergedrückt, überwinden die Zapfen 9 als Führungselemente die Federkraft des
federnden Elementes 8, so daß die Zapfen 9 im Führungsgegenstück 11 in Richtung des
Schalters 5 bis zu einem unteren Anschlag bewegt werden. Beim Erreichen des unteren
Anschlags wird der Schalter 5 betätigt (hier nicht dargestellt). Wird die Silikontaste
2 wieder losgelassen, so wird sie über das federnde Element 8 wieder aufgerichtet.
[0016] In Fig. 2 sind die Bezugszeichen 1 bis 6 identisch mit den Elementen der Bezugszeichen
1 bis 6 in Fig. 1. In Fig. 2 ist jedoch das Befestigungsteil 7 als Schraube dargestellt.
Weiterhin ist an der Taste 2 über das Befestigungsteil 7 ein einstückiges Führungselement
9 in Form eines Kolbens dargestellt. Das federnde Element 8 ist im Beispiel nach Fig.
2 ein Gummiteil, mit dem dasselbe Verhalten einer üblichen Spiralfeder erreichbar
ist. Ergänzend wird darauf hingewiesen, daß der Kolben 9 auch hohl sein kann und eine
beliebige Querschnittsfläche, wie z. B. eine runde oder eine mehreckige Fläche, aufweisen
kann. Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 ist das Führungsgegenstück 11 im Schalter
5 integriert.
[0017] Der Vorteil der Ausgestaltung nach Fig. 1 ist die Versteifung der Silikontaste mittels
des Kunststoffelementes 10, wogegen der Vorteil der Ausgestaltung nach Fig. 2 ein
besonders einfacher Aufbau ist.
[0018] Durch die erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiele werden wasserdichte und schmutzunempfindliche
Tastenfelder nach der Erfindung dargestellt, die insbesondere mittels der internen
Führungsvorrichtung, bestehend aus Führungselement und Führungsgegenstück, ergonomisch
komfortable lange Tastenhübe ohne Gefahr des Kippens zulassen.
1. Tastenfeld für wasserdichte und schmutzunempfindliche Computer-Tastaturen mit Mittel-
oder Langhubtasten, die im niedergedrückten Zustand mit einem Schalter zusammenwirken,
dadurch gekennzeichnet, daß die Tasten (2) aus einer einstückigen elastischen Kunststoffmatte (1) herausgebildet
sind, daß jede herausgebildete Taste (2) an ihrer Unterseite je ein Führungselement
(9) aufweist, daß das Führungselement (9) in ein Führungsgegenstück (11) eingreift
und daß der Schalter (5) das Führungsgegenstück (11) aufweist.
2. Tastenfeld nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am unteren Rand jeder Taste (2) ein Walkbereich (3) vorgesehen ist.