| (19) |
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(11) |
EP 0 876 522 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.03.2001 Patentblatt 2001/12 |
| (22) |
Anmeldetag: 13.11.1996 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE9602/190 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9725/462 (17.07.1997 Gazette 1997/31) |
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| (54) |
Verfahren zur Herstellung von Zellulosefasern
Process for producing cellulose fibres
Procédé de production de fibres de cellulose
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE DE GB |
| (30) |
Priorität: |
09.01.1996 DE 19600572
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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11.11.1998 Patentblatt 1998/46 |
| (73) |
Patentinhaber: FRAUNHOFER-GESELLSCHAFT ZUR FÖRDERUNG DER
ANGEWANDTEN FORSCHUNG E.V. |
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80636 München (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- FRIGGE, Konrad
D-14478 Potsdam (DE)
- FINK, Hans-Peter
D-14513 Teltow (DE)
- WEIGEL, Peter
D-14532 Kleinmachnow (DE)
- WALENTA, Ernst
D-14482 Potsdam (DE)
- REMDE, Helmut
D-14480 Potsdam (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A-92/14871
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DE-C- 4 420 304
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- LENZINGER BERICHTE, Nr. 9, September 1994, LENZING, AUSTRIA, Seiten 19-25, XP002030914
J LENZ ET AL: "Properties and structure of lyocell and viscose-type fibres in the
swollen state" in der Anmeldung erwähnt
- LENZINGER BERICHTE, Nr. 9, September 1994, LENZING, AUSTRIA, Seiten 31-36, XP002030287
P WEIGEL ET AL: "Strukturbildung von Cellulosefasern aus Aminoxidlösungen"
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Cellulosefasern mit reduzierter
Orientierung und reduziertem Modul.
[0002] Wegen hoher Investitionskosten und insbesondere wegen der hohen Umweltbelastung besteht
ein erhebliches Interesse daran, Alternativen zum Viskoseverfahren, nach dem gegenwärtig
der überwiegende Teil der Celluloseregeneratfasern hergestellt wird, zu finden. Zu
den aussichtsreichsten Verfahren gehört das Verspinnen von Lösungen der Cellulose
in Aminoxiden, vorzugsweise in N-Methyl-Morpholin-N-Oxid (NMMNO), nicht zuletzt deshalb,
weil damit der umständliche Weg über eine Derivatisierung der Cellulose vermieden
wird. Es ist aus der DE 28 30 685 und der DD 142 ε98 sowie der EP 0 490 870 bekannt,
daß Cellulose in einem NMMNO-Wasser-System löslich ist und durch Spinnen in eine meist
wäßrige NMMNO-Lösung zu textilen Fasern verarbeitet werden kann.
[0003] Obwohl das NMMNO-Verfahren bereits großtechnisch angewandt wird, und die damit erzeugten
Fasern sich für einige textile Anwendungen als erfolgreich erwiesen haben, zeigen
letztere eine Reihe von Unterschieden gegenüber den nach dem Viskoseverfahren hergestellten
Fasern und sind daher im textilen Bereich nicht in üblicher Weise einsetzbar, sie
zeigen u.a. Sprödigkeit und Fibrillierneigung im nassen Zustand. Auch können die erreichten
Werte für die Bruchdehnung nicht befriedigen. Als nachteilig erweist sich auch, daß
die Variationsbreite der textilphysikalischen Kennwerte bei Änderung der Herstellungsbedingungen
gering ist.
[0004] Für die nach dem NMMNO-Verfahren erzeugten Fasern sind im Vergleich zu Viskosefasern
hohe Festigkeiten und Moduli kennzeichnend. So liegen die Reißfestigkeiten im allgemeinen
in einem ungefähren Bereich von ca. 20 bis 50 cN/tex und die Anfangsmoduli in einem
Bereich über ca. 1500 cN/tex. Das bedeutet, daß die Festigkeiten erfreulich hoch,
oft sogar höher als erforderlich sind. Andererseits wird jedoch der hohe Modul in
der Regel durch eine hohe Orientierung der Fasern verursacht, und die hohe Orientierung
ist maßgeblich verantwortlich für eine starke Neigung der Fasern zum Fibrillieren.
Diese hohe Fibrillierneigung wirkt sich jedoch für viele Anwendungen der Fasern im
textilen Bereich ungünstig aus.
[0005] Eine Möglichkeit, den Modul in begrenztem Maße herabzusetzen und damit die Neigung
der Fasern zum Fibrillieren zu verringern, besteht darin, anstelle des meist eingesetzten
Fällbades aus einer wäßrigen NMMNO-Lösung eine Lösung von NMMNO in Isopropanol bzw.
Amylalkohol zu verwenden (SU 1 224 362) oder sowohl der Spinnlösung als auch dem Fällbad
bestimmte hydrophile Additive hinzuzusetzen (DE 95 104 358). Die dabei eintretende
geringfügige Herabsetzung der Festigkeit kann toleriert werden, da die Fasern noch
immer Festigkeiten aufweisen, die denen von Viskosefasern entsprechen. Insgesamt gesehen
lassen diese Verfahren jedoch immer noch Wünsche offen sowohl hinsichtlich der Splittrigkeit
der Fasern als auch hinsichtlich der Möglichkeit, die textilphysikalischen Kennwerte
der Fasern durch Änderung der Herstellungsbedingungen zu steuern.
[0006] Aus der DE-A-4420304 sind flexible Cellulosefasern bekannt, die über ein spezielles
NMMNO-Verfahren hergestellt werden. Bei diesem Verfahren werden spezielle Additive
zugesetzt.
[0007] Somit ist es weiterhin ein zentrales Problem, flexible Cellulosefasern mit geringer
Fibrilierneigung aus NMMNO-Lösungen bereitzustellen und den Spinnprozeß so zu beeinflussen,
daß damit Fasern, die den gesamten Einsatzbereich textiler Viskosefasern abdecken,
hergestellt werden können.
[0008] Ausgehend hiervon ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung
von flexiblen Cellulosefasern mit reduzierter Sprödigkeit und Fibrillierneigung bereitzustellen.
[0009] Die Aufgabe in Bezug auf das Verfahren zur Herstellung der Fasern wird durch die
kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Die Unteransprüche zeigen vorteilhafte
Weiterbildungen auf.
[0010] Erfindungsgemäß wird somit vorgeschlagen, zur Herstellung von flexiblen Cellulosefasern
durch Verspinnen von Lösungen der Cellulose durch Spinndüsen über eine Luftstrecke
in ein aminoxidhaltiges Fällbad die spinnfeuchten Fäden vor der Trocknung durch mindestens
ein Nachbehandlungsbad und mindestens ein Waschbad zu führen. Überraschenderweise
hat es sich gezeigt, daß durch diese vorstehend beschriebene Abwandlung des an und
für sich bekannten Aminoxidverfahrens eine deutliche Reduzierung der Sprödigkeit und
der Fibrillierneigung der mit diesem Verfahren hergestellten Fasern erreicht werden
kann. Die Anfangsmoduli der Fasern zeigen hierbei sogar Werte von weniger als 1500
cN/tex und der Orientierungsgrad der amorphen Bereiche der Fasern ist im Vergleich
zur herkömmlichen aus Aminoxidlösungen hergestellten Fasern deutlich herabgesetzt.
[0011] Es hat sich weiterhin gezeigt, daß der Grad der Orientierung, und zwar sowohl der
kristallinen als auch der amorphen Bereiche, durch Zugbelastung und/oder Dehnung während
des Trocknens der Fasern nochmals deutlich beeinflußt werden kann. Das erfindungsgemäße
Verfahren gestattet es somit sowohl durch geeignete Wahl der Nachbehandlungsbäder
und der Waschbäder und durch Veränderung der Zugbelastung bzw. der Dehnung während
des Trocknens die Orientierung der amorphen und der kristallinen Bereiche gezielt
einzustellen. Das erfindugsgemäße Verfahren ermöglicht es daher auch bei aus Aminoxidlösungen
hergestellten Cellulosefasern, die Eigenschaften in relativ weiten Grenzen zu variieren.
[0012] Das erfindungsgemäße Verfahren wird dabei so durchgeführt, daß wie an und für sich
aus dem Stand der Technik bekannt, von einem Verspinnen von Lösungen der Cellulose
in Aminoxiden, vorzugsweise in N-Methyl-Morpholin-N-Oxid (NMMNO) ausgegangen wird.
[0013] Die besonderen Eigenschaften der nach dem Aminoxidprozeß hergestellten Fasern sind
durch strukturelle Besonderheiten gekennzeichnet, wobei eine gegenüber textilen Viskosefasern
kompaktere Fällungsstruktur mit erhöhter Kristallinität und Kettenorientierung sowie
veränderter Kristallitform festzustellen ist. Insbesondere zeigt sich, daß mit zunehmender
Orientierung der Modul und die Fibrillierneigung ansteigen. Es ist auch bekannt, daß
Quellen im Wasser bei allen Fasertypen aus Regeneratcellulose (Modalfasern, Viskosefasern,
Polynosic-Fasern) zur Herabsetzung von Festigkeit, Kristallinität und Orientierung
führt. Dieser Effekt verstärkt sich noch - mit Ausnahme der Wirkung auf die Orientierung
- beim Quellen in verdünnter Natronlauge. Dies gilt auch für aus NMMNO-Lösung gesponnene
Fasern. Die genannten Strukturparameter verbleiben jedoch stets auf einem höheren
Niveau als bei den anderen Fasern (J. Lenz, J. Schurz und D. Eichinger, Lenzinger
Berichte 9/94, S. 19, Lenz, Schurz und Wrentschur, Colloid & Polymer Science 271,
S. 460 (1993). Die gleichen Autoren konnten auch zeigen, daß nicht nur die in der
Regel bei röntgenographischen Untersuchungen bestimmte Orientierung der kristallinen
Bereiche von Einfluß auf die Fasereigenschaften ist, sondern daß insbesondere die
Orientierung der amorphen Bereiche, die sich nach "Hermans" (in "Physics and Chemistry
of Cellulose Fibres", Elsevier Publishing Company, New York, 1949) aus dem durch Doppelbrechung
bestimmten Gesamtorientierungsgrad uns aus Kristallorientierung und Kristallinitätsgrad,
beide bestimmt mittels Röntgenuntersuchungen, berechnen läßt, ganz wesentlich die
Festigkeit und den Modul der Fasern bestimmt.
[0014] Es ist daher auch für den Fachmann nicht vorhersehbar gewesen, daß die erfindungsgemäß
vorgeschlagenen Verfahrensmaßnahmen, d.h. die Führung der spinnfeuchten Fasern durch
ein Nachbehandlungs- und ein Waschbad zu einer Reduzierung der Anfangsmoduli auf weniger
als 1500 cN/tex führen und daß der Orientierungsgrad der amorphen Bereiche der Fasern
im Vergleich zu herkömmlichen aus Aminoxidlösung hergestellten Fasern deutlich herabgesetzt
ist. Erfindungsgemäß wird mindestens ein Nachbehandlungsbad eingesetzt, das Wasser
und mit Wasser mischare Alkanole, Diole, Triole enthält. Bevorzugt ist es hierbei,
wenn diesem ersten Nachbehandlungsbad Alkali zugesetzt wird. Als besonders vorteilhaft
hat sich eine Mischung aus Alkanolen, bevorzugt aus Ethanol und Natronlauge erwiesen.
Das Nachbehandlungsbad besteht dabei bevorzugt aus Ethanol und 1 bis 30 %, vorzugsweise
8 bis 20 % Natronlauge. Ein nachfolgendes Waschbad ist nötig, um Bestandteile des
ersten Nachbehandlungsbades, die durch Trocknen der Fäden nicht entfernt werden können
(z.B. Natronlauge) auszuwaschen. Überraschend zeigt sich jedoch, daß auch die Zusammensetzung
dieses Waschbades die Eigenschaften der Fäden beeinflußt. Bevorzugt enthält dabei
das Waschbad Wasser, ein A1kanol, ein Diol oder ein Triol oder eine Mischung davon.
Besonders bevorzugt ist hierbei, wenn das Waschbad Ethanol enthält. So sind die Orientierung
der amorphen Bereiche und der Modul der Fäden deutlich niedriger, wenn nach der Behandlung
in einem Ethanol-/Natronlaugebad als Waschbad Ethanol anstelle von Wasser verwendet
wird, während die Orientierung der kristallinen Bereiche nach beiden Behandlungsarten
praktisch gleich ist.
[0015] Weiterhin wurde festgestellt, daß der Grad der Orientierung, und zwar sowohl der
kristallinen als auch der amorphen Bereiche, durch Zugbelastung und/oder Dehnung während
des Trocknens der Fasern nochmals deutlich beeinflußt werden kann. Die Zugbelastung
kann dabei zwischen 0 und 60 %, bevorzugt zwischen 0 und 40 % betragen.
[0016] Die Erfindung wird durch die nachfolgenden Beispiele näher erläutert:
Beispiel 1
[0017] Eine Lösung, bestehend aus 9 % Cellulose, 79 % NMMNO und 12 % Wasser wird mittels
eines Extruders durch eine 40-Loch-Düse mit einem Lochdurchmesser von 0,1 mm in ein
wäßriges Fällbad gesponnen. Die ungetrockneten Fäden werden anschließend z.T einer
Nachbehandlung in einem speziellen Bad unterzogen, danach gewaschen und ohne Zugbelastung
getrocknet.
Tabelle 1.1
| Nachbehandlung der Proben |
| |
Nachbehandlungsbad |
Waschbad |
| Probe a |
--- |
Wasser |
| Probe b |
--- |
Ethanol |
| Probe c |
Ethanol/NaOH |
Wasser |
| Probe d |
Ethanol/NaOH |
Ethanol |
Tabelle 1.2
| Orientierung und mechanische Eigenschaften der Proben |
| |
fa |
fc |
Modul [cN/tex] |
Reißdehnung [%] |
| Probe a |
0,653 |
0,925 |
2090 |
8,1 |
| Probe b |
0,502 |
0,935 |
1810 |
12,6 |
| Probe c |
0,347 |
0,945 |
1870 |
11,4 |
| Probe d |
0,230 |
0,927 |
955 |
11,3 |
[0018] f
a und f
c sind die Orientierungsfaktoren für den amorphen bzw. kristallinen Anteil nach "Hermans"
(in "Physics and Chemistry of Cellulose Fibres", Elsevier Publishing Company, New
York, 1949). Sie betragen jeweils 1 für ideale Orientierung und 0 für ideale Anisotropie.
Beispiel 2
[0019] Wie Beispiel 1, jedoch mit einer Zugbelastung beim Trocknen von 20 % der Naßfestigkeit.
Tabelle 2.1
| Nachbehandlung der Proben |
| |
Nachbehandlungsbad |
Waschbad |
| Probe e |
--- |
Wasser |
| Probe f |
Ethanol/NaOH |
Ethanol |
Tabelle 2.2
| Orientierung und mechanische Eigenschaften der Proben |
| |
fa |
fc |
Modul [cN/tex] |
Reißdehnung [%] |
| Probe e |
0,707 |
0,944 |
2320 |
8,2 |
| Probe f |
0,331 |
0,936 |
1350 |
10,2 |
1. Verfahren zur Herstellung von flexiblen Cellulosefasern durch Verspinnen von Lösungen
der Cellulose durch Spinndüsen über eine Luftstrecke in ein aminoxidhaltiges wäßriges
und/oder alkoholisches Fällbad und nachfolgender Trocknung
dadurch gekennzeichnet, daß
die spinnfeuchten Fäden vor der Trocknung durch mindestens ein Nachbehandlungsbad,
enthaltend Wasser und mit Wasser mischbare Alkanole, Diole, Triole oder deren Mischungen
und mindestens ein Waschbad, enthaltend Wasser, ein Alkanol, ein Diol oder ein Triol
geführt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das Nachbehandlungsbad alkalisch ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß das Nachbehandlungsbad aus einer Mischung von Alkanolen
und Natronlauge besteht.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß das Nachbehandlungsbad aus Ethanol und 1 bis 30 % Natronlauge
besteht.
5. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß das Waschbad ein Alkanol enthält.
6. Verfahren nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß das Waschbad Ethanol enthält.
7. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern beim Trocknen einer Zugbelastung ausgesetzt
werden.
8. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die Zugbelastung zwischen 0 und 60 % der Naßfestigkeit
liegt.
1. Method of manufacturing flexible cellulose fibres by spinning cellulose solutions
through nozzles over an air gap into an amino-oxide aqueous and/or alcoholic precipitation
bath and subsequent drying
characterised in that
before drying, the moist spun threads are passed through at least one post-treatment
bath containing water and water-miscible alkanols, diols, triols, or mixtures of same,
and at least one wash bath containing water, an alkanol, a diol or a triol.
2. Method according to claim 1,
characterised in that the post-treatment bath is alkaline.
3. Method according to claim 1 or 2,
characterised in that the post-treatment bath comprises a mixture of alkanols and
caustic soda.
4. Method according to claim 3,
characterised in that the post-treatment bath comprises ethanol and 1 to 30 % caustic
soda.
5. Method according to at least one of claims 1 to 4,
characterised in that the wash bath contains an alkanol.
6. Method according to claim 5,
characterised in that the wash bath contains ethanol.
7. Method according to at least one of claims 1 to 6,
characterised in that during drying the fibres are exposed to a tensile load.
8. Method according to claim 7,
characterised in that the tensile load is between 0 and 60 % of the wet strength.
1. Procédé de production de fibres de cellulose flexibles par filage des solutions de
cellulose à travers des filières par l'intermédiaire d'une couche d'air dans un bain
de régénération aqueux et/ou alcoolique contenant un oxyde d'amine et séchage subséquent,
caractérisé en ce que
les fils humides après filage sont conduits avant le séchage, à travers au moins un
bain de retraitement contenant de l'eau et des alkanols, des diols, des triols, miscibles
à l'eau ou leurs mélanges et au moins un bain de lavage contenant de l'eau, un alkanol,
un diol ou un triol.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le bain de retraitement est alcalin.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
le bain de retraitement consiste en un mélange d'alkanols et de lessive de soude.
4. Procédé selon la revendication 3,
caractérisé en ce que
le bain de retraitement consiste en de l'éthanol et de 1 à 30 % de lessive de soude.
5. Procédé selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que
le bain de lavage contient un alkanol.
6. Procédé selon la revendication 5,
caractérisé en ce que
le bain de lavage contient de l'éthanol.
7. Procédé selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que
les fibres lors du séchage sont soumises à une charge de traction.
8. Procédé selon la revendication 7,
caractérisé en ce que
la charge de traction se situe entre 0 et 60 % de la résistance à l'état humide.