[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum optoelektronischen
Klassieren von Halbleitermaterial.
[0002] Für die Herstellung von Solarzellen oder elektronischen Bauelementen, wie beispielsweise
Speicherelementen oder Mikroprozessoren, wird hochreines Halbleitermaterial benötigt.
Die gezielt eingebrachten Dotierstoffe sind die einzigen Verunreinigungen, die ein
derartiges Material im günstigsten Fall aufweisen sollte. Man ist daher bestrebt,
die Konzentrationen schädlicher Verunreinigungen so niedrig wie möglich zu halten.
Häufig wird beobachtet, daß bereits hochrein hergestelltes Halbleitermaterial im Verlauf
der weiteren Verarbeitung zu den Zielprodukten erneut kontaminiert wird. So werden
immer wieder aufwendige Reinigungsschritte notwendig, um die ursprüngliche Reinheit
zurückzuerhalten. Fremdmetallatome, die in das Kristallgitter des Halbleitermaterials
eingebaut werden, stören die Ladungsverteilung und können die Funktion des späteren
Bauteils vermindern oder zu dessen Ausfall führen. Infolgedessen sind insbesondere
Kontaminationen des Halbleitermaterials durch metallische Verunreinigungen zu vermeiden.
Dies gilt insbesondere für Silicium, das in der Elektronikindustrie mit deutlichem
Abstand am häufigsten als Halbleitermaterial eingesetzt wird. Hochreines Silicium
erhält man beispielsweise durch thermische Zersetzung leicht flüchtiger und deshalb
einfach über Destillationsverfahren zu reinigender Siliciumverbindungen, wie beispielsweise
Trichlorsilan. Es fällt dabei polykristallin in Form von Stäben mit typischen Durchmessern
von 70 bis 300 mm und Längen von 500 bis 2500 mm an. Ein großer Teil der Stäbe wird
zur Produktion von tiegelgezogenen Einkristallen, von Bändern und Folien oder zur
Herstellung von polykristallinem Solarzellengrundmaterial verwendet. Da diese Produkte
aus hochreinem, schmelzflüssigem Silicium hergestellt werden, ist es notwendig, festes
Silicium in Tiegeln aufzuschmelzen. Um diesen Vorgang möglichst effektiv zu gestalten,
müssen großvolumige, massive Siliciumstücke, wie beispielsweise die erwähnten polykristallinen
Stäbe, vor dem Aufschmelzen zerkleinert werden. Dies ist üblicherweise immer mit einer
oberflächlichen Verunreinigung des Halbleitermaterials verbunden, weil die Zerkleinerung
mit metallischen Brechwerkzeugen, wie Backen- oder Walzenbrechern, Hämmern oder Meißeln,
erfolgt.
[0003] Nach den üblichen Verfahren der Zerkleinerung von Halbleitermaterialien mit mechanischen
Werkzeugen, wie Brechern oder Hämmern, liegt das Halbleitermaterial in verschiedenen
Stückgrößen vor. Zahlreiche Halbleitermaterialien, wie vor allem Polysilicium, müssen
für den Schmelzvorgang aus verfahrenstechnischen Gründen in einer bestimmten Stückgrößenverteilung
vorliegen. Da mit dem Halbleitermaterial keine Verunreinigungen in den Tiegel gelangen
dürfen, müssen sowohl an das Brechverfahren als auch an das Klassierverfahren ganz
besondere Anforderungen derart gestellt werden, daß keine Kontamination mit Fremdatomen
stattfindet, die aus metallischen Werkzeugen stammen, wie z.B. Siebvorrichtungen.
Somit schließen sich übliche Siebvorrichtungen, die im Handel erhältlich sind, aus.
Beim Sieben etwa auf einem Schwungsieb aus Metall führt der harte und scharfkantige
Siliciumbruch zu einem starken Abrieb auf dem Siebboden und damit zu einer nicht akzeptierbaren
Verunreinigung der Siliciumoberfläche, die den Einsatz von aufwendigen Reinigungsverfahren
erfordert. Deshalb werden heute Siebböden aus Silicium eingesetzt. Diese Maßnahme
bedingt jedoch wegen der hohen Bruchgefahr der Siliciumbauteile einen hohen Aufwand
bei der Nachrüstung. Ein weiterer Nachteil der Siebverfahren ist die hohe Verstopfungsgefahr
der Siebe, die in der unregelmäßigen Kornform der Siliciumbruchteile begründet ist.
[0004] Aus diesen Gründen wurde der Einsatz von sieblosen Klassierverfahren, wie etwa das
Stromklassieren, untersucht. Da die geforderten Trennschnitte im Bereich von Zentimetern
liegen, scheidet ein Windsichten aus, weil die hierzu erforderlichen hohen Luftgeschwindigkeiten
in Verbindung mit dem kantigen Siebgut eine hohe Abrasion an der Apparatur verursachen.
Stromklassieren in Wasser weist diesen Nachteil nur in geringem Maß auf, doch führt
hier die unregelmäßige Kornform des Siliciumbruchs zu einem sehr unscharfen Trennschnitt,
weil z.B. blättchenförmige Siliciumteilchen aufgrund ihrer niedrigen Sinkgeschwindigkeit
in das Feingut geschwemmt werden, obwohl sie in bezug auf ihre geometrischen Abmessungen
zu einer gröberen Kornklasse zählen. Außerdem gestaltet sich bei diesem Naßklassierverfahren
der kontinuierliche Gutaustrag sehr schwierig.
[0005] Somit weisen alle vorbeschriebenen Klassierverfahren entscheidende Nachteile auf,
da sie entweder das Siebgut kontaminieren, zur Verstopfung neigen oder eine ungenügende
Trennschärfe aufweisen.
[0006] Die Aufgabe der Erfindung besteht deshalb darin, eine Vorrichtung und ein Verfahren
zur Verfügung zu stellen, bei dem die Nachteile des Standes der Technik vermieden
werden, insbesondere eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Klassieren von Halbleitermaterial,
insbesondere von Silicium, zur Verfügung zu stellen, bei dem das Halbleitermaterial
möglichst wenig mit Metallatomen kontaminiert wird, eine gute Trennschärfe eingestellt
werden kann, möglichst wenig Abrieb vorhanden ist und keine Löcher verstopfen können.
Diese Aufgabe wird überraschenderweise durch die Erfindung gelöst.
[0007] Die Figur zeigt eine erfindungsgemäße Vorrichtung.
[0008] Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum optoelektronischen Klassieren von
Halbleitermaterialien, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung eine Vorrichtung
zum Vereinzeln 2 und eine Gleitfläche 3 aufweist, wobei der Winkel der Gleitfläche
3 zur Horizontalen verstellbar ist, wobei jeweils die Vorrichtung zum Vereinzeln 2
und die Gleitfläche 3 eine Oberfläche aus dem zu klassierenden Halbleitermaterial
aufweisen sowie eine Strahlenquelle 5 durch deren Strahlengang 4 das zu klassierende
Material fällt und eine Formerfassungsvorrichtung 6, die die Form des Klassierguts
an eine Kontrolleinheit 7 weiterleitet, die zumindest eine Ablenkvorrichtung 8 steuert.
[0009] Die Vorrichtung wird vorzugsweise dazu genutzt, sprödharte Halbleitermaterialien,
wie Silicium, Germanium oder Galliumarsenid nach Korngrößen zu klassieren. Bevorzugt
wird Silicium damit klassiert. Mit dieser Vorrichtung kann Halbleitermaterial auch
in zwei oder mehrere Korngrößenfraktionen getrennt werden.
[0010] Die Vorrichtung ist so aufgebaut, daS das zu klassierende Gut 1 zuerst auf eine Vorrichtung
zum Vereinzeln und vorzugsweise zum gleichzeitigen Fördern kommt, die bevorzugt eine
Schwingfördereinrichtung ist. Diese Schwingfördereinrichtung wird vorzugsweise in
Schwingungen versetzt, durch die der Bruch aus Halbleitermaterial vereinzelt wird
und in Richtung der Gleitfläche 3 transportiert wird. Es ist jedoch auch möglich,
das Material schon vereinzelt auf eine Fördervorrichtung zu legen. Der Winkel dieser
Gleitfäche 3 ist zur Horizontalen verstellbar; er wird in Abhängigkeit vom Reibungskoeffizienten
zwischen Bruchstück und Oberflächenbelag so eingestellt, daß die Bruchstücke vorzugsweise
unter Wirkung der Schwerkraft nach unten gleiten. Der Winkel wird in einem Bereich
von 20° bis 80° vorzugsweise 30° bis 70° eingestellt. Diese Vorrichtung zum Vereinzeln
2 und vorzugsweise zum Fördern und die Gleitfläche 3 sind so aufgebaut, daS an ihren
Oberflächen das zu klassierende Halbleitermaterial nicht mit anderen Materialien als
dem zu klassierenden Halbleitermaterial in Berührung kommt. Dies geschieht vorzugsweise
durch eine Beschichtung dieser Vorrichtung zum Vereinzeln 2 und vorzugsweise zum Fördern
und der Gleitfläche 3 mit demselben Halbleitermaterial wie das, das klassiert werden
soll. Die Vorrichtung zum Vereinzeln 2 und die Gleitfläche 3 können auch vollständig
aus dem entsprechenden Halbleitermaterial aufgebaut sein. Im Falle von Silicium, also
mit Silicium beschichtet sein oder aus Silicium bestehen. Auf der Gleitfläche richten
sich die Teilchen derart aus, daß ihr Schwerpunkt möglichst niedrig zu liegen kommt.
Das bedeutet, daß sie bei ihrem freien Fall nach Passieren der Gleitfläche 3 der Strahlenquelle
5 die größte Projektionsfläche zuwenden. Die Fallhöhe zwischen der Gleitfläche 3 und
der Ablenkvorrichtung 8 beträgt vorzugsweise 5 cm bis 20 cm, bevorzugt 10 cm. In ungefähr
der Mitte dieser Fallstrecke sind eine Strahlenquelle 5 und eine Formerfassungsvorrichtung
6 angeordnet, wobei sich das Teilchen zwischen der Strahlenquelle 5 und der Formerfassungsvorrichtung
6 bewegt. Der Abstand des Teilchens zur Strahlenquelle 5 beträgt vorzugsweise 50 cm
bis 120 cm, besonders bevorzugt 70 cm und des Teilchens zur Formerfassungsvorrichtung
6 beträgt vorzugsweise 5 cm bis 12 cm, besonders bevorzugt 6 cm. Bei der Strahlenquelle
5 handelt es sich vorzugsweise um eine elektromagnetische Strahlenquelle, wie einen
Laser oder eine Lampe, die sichtbares Licht im Bereich von 400 nm bis 700 nm ausstrahlt.
Es können auch elektromagnetische Strahlen im Infrarotbereich, Ultraviolettbereich
oder Röntgenbereich ausgestrahlt werden. Bei der Formerfassungsvorrichtung 6 handelt
es sich vorzugsweise um einen hochauflösenden Sensor, der eine Kamera sein kann, zur
Erfassung von sichtbaren Licht, Infrarotstrahlen, Ultraviolettstrahlen oder Röntgenstrahlen.
Dieser Sensor ist mit einer Kontrolleinheit 7 verbunden, die die eingehenden Daten
auswertet. Bei dieser Kontrolleinheit 7 handelt es sich vorzugsweise um einen Rechner.
Diese Kontrolleinheit 7 steuert nach einem vorgegebenen Programm zumindest eine Ablenkvorrichtung
8. Dabei kann dieses Erfassungssystem aus Kontrolleinheit 7 und Formerfassungsvorrichtung
6 eine bestimmte Korngröße oder einen Korngrößenbereich erfassen. Mit der Ablenkvorrichtung
8, die die entsprechende Korngröße oder einen Korngrößenbereich erfaßt, handelt es
sich vorzugsweise um eine Düse, aus der vorzugsweise Gase oder Flüssigkeiten ausgestoßen
werden, wobei es sich bei den Gasen vorzugsweise um Luft oder auch um inerte Gase,
wie Stickstoff handelt, die mit einem Druck oberhalb des Normaldrucks, vorzugsweise
mit 3 bis 10 bar, besonders bevorzugt mit 6 bar ausgestoßen werden. Bei den Flüssigkeiten
wird vorzugsweise hochreines Wasser, mit einem Leitwert von vorzugsweise unter 0.14
uS, besonders bevorzugt von 0,08 uS mit einem Druck von vorzugsweise 2 bis 20 bar
ausgestoßen. In einer besonderen Ausführung wird ein zu großes Teilchen mit einem
Wasserstrahl von vorzugsweise 1500 bar bis 5000 bar, besonders bevorzugt von 3500
bar beaufschlagt und dabei zerkleinert. Die Ablenkvorrichtung 8 kann allein angeordnet
sein oder aus mehreren nebeneinander angeordneten Düsen bestehen, die vorzugsweise
in einer Reihe in einem Abstand von vorzugsweise 3 bis 15 mm, besonders bevorzugt
von 9 mm angeordnet sind, wenn die Teilchen parallel durch den Strahlengang 4 der
Strahlenquelle 5 fallen. Die abgelenkten Teilchen mit der gewünschten Korngröße oder
dem Korngrößenbereich werden vorzugsweise über eine Trennvorrichtung 9 in einem Auffangbehälter
10 gesammelt und die nicht abgelenkten Teilchen werden in einem Auffangbehälter 11
gesammelt. Die Auffangbehälter können zumindest in ihrem Inneren eine Oberfläche aus
dem zu klassierenden Halbleitermaterial aufweisen oder aus diesem bestehen. Die beiden
aufgefächerten Gutsströme können durch weitere Erfassungssysteme und Ablenkvorrichtungen
in weitere Kornklassen aufgeteilt werden. Desgleichen kann eine Klassierung nach Oberflächenparametern
vorgenommen werden. Es wäre auch möglich, durch die Anordnung von weiteren Trennvorrichtungen
9 eine Gutsauftrennung in mehrere Kornklassen zu erreichen, wobei die Auffächerung
der Flugbahn mit verschieden starken Ablenkeinwirkungen, vorzugsweise mit verschieden
starken Luftstößen erfolgt. Diese Trennvorrichtung 9 ist auf der Oberfläche vorzugsweise
mit dem zu klassierenden Halbleitermaterial versehen oder besteht aus diesem.
[0011] Ein weiterer Gegenstand der Erfindung, ist ein Verfahren zum optoelektronischen Klassieren
von Halbleitermaterialien mittels der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum optoelektronischen
Klassieren, wobei das Klassiergut auf einer Vorrichtung zum Vereinzeln 2, die das
zu klassierende Halbleitermaterial an der Oberfläche aufweist, vereinzelt wird und
über eine Gleitfläche 3, die das zu klassierende Halbleitermaterial an der Oberfläche
aufweist, wobei der Winkel der Gleitfläche in der Horizontalen verstellbar ist, nach
unten gleitet, so daß der Schwerpunkt des Klassiergutes möglichst niedrig liegt und
in dieser Ausrichtung, nach Verlassen der Gleitfläche 3, den Strahlengang 4 einer
Strahlenquelle 5 passiert, wobei eine Formerfassungsvorrichtung 6 die Form des Klassierguts
an eine Kontrolleinheit 7 weiterleitet, die nach vorher eingestellten Kriterien zumindest
eine Ablenkvorrichtung 8 steuert, die das Klassiergut ablenkt.
[0012] Bei dem bevorzugten erfindungsgemäßen Verfahren wird das zerkleinerte Gut 1, in diesem
Fall Halbleitermaterial, in eine Vorrichtung zum Vereinzeln 2 zu einer Gleitfläche
3 befördert, deren Winkel in Abhängigkeit vom Reibungskoeffizienten zwischen zu klassierenden
Halbleitermaterial und Oberflächenbelag so eingestellt wird, daß das zu klassierende
Halbleitermaterial vorzugsweise unter Wirkung der Schwerkraft nach unten gleitet.
Dabei erfolgt eine Ausrichtung des unregelmäßig geformten Halbleitermaterials in der
Art, daß sein Schwerpunkt möglichst niedrig zu liegen kommt, das bedeutet, daß es
seine größte Projektionsfläche der Gleitfläche 3 zuwendet. In dieser Ausrichtung passiert
das zerkleinerte Gut nach Verlassen der Gleitfläche 3 das Erfassungssystem, das aus
Strahlenquelle 5 und Formerfassungsvorrichtung 6 besteht, den Strahlengang 4 der Strahlenquelle
5 und wird dabei von einer Formerfassungsvorrichtung 6 erfaßt, die vorzugsweise eine
optische Auflösung von 0,1 mm bis 20 mm und besonders bevorzugt eine optische Auflösung
von 0,5 mm bis 10 mm hat, wobei die gewonnenen Daten von einer Kontrolleinheit 7 ausgewertet
werden. Das zu klassierende Halbleitermaterial passiert das Erfassungsystem mit einer
Falldauer von 0,05 sec bis 1 sec, besonders bevorzugt von 0,1 sec bis 0,2 sec. Je
nach Abweichung der gemessenen Längenausdehnung beziehungsweise Projektionsfläche
des zu klassierenden Halbleitermaterials gegenüber dem eingestellten Trennkriterium
wird zumindest eine Ablenkvorrichtung 8 angesteuert, die zum Beispiel alle zu kleinen
Halbleitermaterial-Teilchen mit zum Beispiel einem Luftstrahl ablenkt und damit eine
Abweichung von der ursprünglichen Flugbahn bewirkt. Eine Trennvorrichtung 9 trennt
die beiden Fraktionen, die in getrennten Auffangbehältern 10 und 11 gesammelt werden.
[0013] Das erfindungsgemäße Verfahren in Verbindung mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung
hat die Vorteile, daß kontaminationsfrei klassiert wird; es wird vorzugsweise ein
Bereich von 15 mm bis 150 mm stufenlos erfaßt. Es läßt sich aber auch so einstellen,
daß ein Bereich von zum Beispiel 10 bis 20 mm erfaßt wird oder ein bestimmter Prozentsatz
einer bestimmten Korngröße vermischt mit dem Prozentsatz einer anderen bestimmten
Korngröße erfaßt wird. Somit können Sortierungen mit einstellbarer Verschmierung genau
nach Wunsch der Abnehmer eingestellt werden, da diese bestimmte Korngrößenverhältnisse
brauchen, um den Tiegel zu füllen, aus dem zum Beispiel der Monokristall gezogen wird.
Beispiel
[0014] Eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum optoelektronischen
Klassieren weist eine Arbeitsbreite von vorzugsweise 500 mm, eine optische Auflösung
von 0,5 mm und ein Düsenraster von 8 mm Düsenabstand auf, die einen Mengenstrom von
1t/h eines Haufwerks verschieden großer Polysilicium-Bruchstücke mit einer Trennkorngröße
von 30 mm trennscharf klassiert.
1. Vorrichtung zum optoelektronischen Klassieren von Halbleitermaterialien, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorrichtung eine Vorrichtung zum Vereinzeln 2 und eine Gleitfläche 3 aufweist,
wobei der Winkel der Gleitfläche 3 zur Horizontalen verstellbar ist, wobei jeweils
die Vorrichtung zum Vereinzeln 2 und die Gleitfläche 3 eine Oberfläche aus dem zu
klassierenden Halbleitermaterial aufweisen sowie eine Strahlenquelle 5 durch deren
Strahlengang 4 das zu klassierende Material fällt und eine Formerfassungsvorrichtung
6, die die Form des Klassierguts an eine Kontrolleinheit 7 weiterleitet, die zumindest
eine Ablenkvorrichtung 8 steuert.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel der Gleitfläche
3 20° bis 80° beträgt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet daß die Oberfläche der
Vorrichtung zum Vereinzeln 2 und der Gleitfläche 3 aus Silicium besteht.
4. Verfahren zum optoelektronischen Klassieren von Halbleitermaterialien, dadurch gekennzeichnet,
daß das Klassiergut auf einer Vorrichtung zum Vereinzeln 2, die das zu klassierende
Halbleitermaterial an der Oberfläche aufweist, vereinzelt wird und über eine Gleitfläche
3, die das zu klassierende Halbleitermaterial an der Oberfläche aufweist, wobei der
Winkel der Gleitfläche in der Horizontalen verstellbar ist, nach unten gleitet, so
daß der Schwerpunkt des Klassiergutes möglichst niedrig liegt und in dieser Ausrichtung,
nach Verlassen der Gleitfläche, den Strahlengang einer Strahlenquelle 5 passiert,
wobei eine Formerfassungsvorrichtung 6, die die Form des Klassierguts an eine Kontrolleinheit
7 weiterleitet, die nach vorher eingestellten Kriterien zumindest eine Ablenkvorrichtung
8 steuert, die das Klassiergut ablenkt.
5. Verfahren zum optoelektronischen Klassieren von Halbleitermaterialien nach Anspruch
4, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel der Gleitfläche in einem Bereich von 20°
bis 80° eingestellt wird.
6. Verfahren zum optoelektronischen Klassieren von Halbleitermaterialien nach Anspruch
4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß das zu klassierende Halbleitermaterial Silicium
ist.
7. Verfahren zum optoelektronischen Klassieren von Halbleitermaterialien nach einem oder
mehreren der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zu großes Halbleitermaterial
mit einem Wasserstrahl zusätzlich zerkleinert wird.