[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren gemäß Oberbegriff des Anspruches
1 sowie eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.
[0002] Es ist bekannt, mit Hilfe eines Transportfahrzeuges mehrere in einer Reihe angeordnete
Kannen als Kannengruppe zu transportieren und zu einem an einer Strecke befindlichen
Wagen zu bringen, wo die Kannen vom Transportfahrzeug an den an der Strecke angeordneten
und stets dort verbleibenden Wagen übergeben werden (DE 42 33 357 A1). Die Kannen
werden nacheinander zwischen dem an der Strecke befindlichen Wagen und dem Transportfahrzeug
ausgewechselt, wozu es erforderlich ist, auf dem Transportfahrzeug eine leere Stellflache
für eine Kanne vorzusehen und weiterhin schrittweise entlang dem Wagen der Strecke
zu fahren, damit durch Überführen einer vollen Kanne vom Wagen der Strecke auf das
Transportfahrzeug und durch Überführen einer leeren Kanne vom Transportfahrzeug auf
den Wagen der Strecke dieser Austausch durchgeführt werden kann. Hierfür ist ein komplizierter
Antriebs- und Steuermechanismus erforderlich.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Verfahren und eine entsprechende
Vorrichtung zu schaffen, die den Kannentransport in die Arbeitsstelle der Strecke
sowie aus dieser heraus vereinfacht.
[0004] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Anspruches 1 gelost.
[0005] Da jeweils eine komplette Kannengruppe ausgetauscht wird, ist keine Vorrichtung erforderlich,
um komplizierte Rangier- und Positionierbewegungen an der Strecke auszuführen, wie
dies notwendig ist, wenn eine Kanne nach der anderen zwischen Transportfahrzeug und
Strecke ausgewechselt werden muß. Hierdurch wird der Aufwand für die Konstruktion,
die Herstellung, das Material und die Zeit während der Arbeit gegenüber der herkömmlichen
Verfahrensweise und Vorrichtung reduziert.
[0006] Damit für den Wechsel des Kannenträgers an der Strecke möglichst wenig Zeit benötigt
wird, kann das erfindungsgemäße Verfahren in zweckmäßiger Weise gemäß Anspruch 2 weitergebildet
sein. Hierdurch erfolgen die Bereitstellung und Abholung eines Kannenträgers zeitlich
unabhängig von dem Füllen der Kannen.
[0007] Durch eine vorteilhafte Ausbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens nach Anspruch
3 kann sichergestellt werden, daß stets rechtzeitig an der Strecke ein Kannenträger
mit leeren Kannen bereitgestellt bzw. ein Kannenträger mit vollen Kannen abgeholt
wird.
[0008] Es ist zweckmäßig, wenn der Kannenträger, der an der Strecke ausgetauscht worden
ist gegen einen anderen Kannenträger, nun mit unveränderter Bestückung weiterhin Anwendung
findet gemäß Anspruch 4, sei es zum sofortigen Verarbeiten der in den Kannen dieser
Kannengruppe befindlichen Faserbänder oder sei es zur Zwischenlagerung in einem Kannenmagazin,
um zu gegebener Zeit zwecks Verarbeitens der Faserbänder einer Textilmaschine zugeführt
zu werden. Auf diese Weise werden Wartezeiten verkürzt, was zu einem besseren Wirkungsgrad
der bandverarbeitenden Textilmaschinen führt.
[0009] Die faserbandverarbeitenden Textilmaschinen, z. B. Flyer oder auch Offenend-Spinnmaschinen,
weisen eine Vielzahl gleichartiger Arbeitsstellen auf. Um das erfindungsgemäße Verfahren
in optimaler Weise zur Anwendung bringen zu können, ist es zweckmäßig, wenn der Kannenträger
und auch die Arbeitsstellung der Textilmaschine und/oder die Speicherstellung des
Kannenmagazins hinsichtlich ihrer Dimensionen aufeinander gemäß Anspruch 5 abgestimmt
sind.
[0010] Finden in einer Textilmaschine oder in einem Kannenmagazin mehrere Kannenträger nebeneinander
Platz, so besteht die Gefahr, daß beim Manipulieren der Kannenträger der benachbarte
bzw. die benachbarten Kannenträger verschoben werden, was unter Umständen zu Produktionsstörungen
führen kann. Um diesem unerwünschten Verschieben von Kannenträgern vorzubeugen, wird
das erfindungsgemäße Verfahren vorzugsweise nach Anspruch 6 weitergebildet.
[0011] Wie erwähnt, kann eine Verkürzung der Wartezeit an der Strecke durch Überwachen der
Füllarbeit erreicht werden. In ähnlicher Weise ist es von Vorteil, wenn auch an einer
faserbandverarbeitenden Textilmaschine eine Überwachung gemäß Anspruch 7 und ein anschließendes
Auslösen einer Funktion gemäß Anspruch 8, z. B. das Auslösen eines akustischen oder
optischen Signals oder aber ein Austausch eines Kannenträgers nach Anspruch 9, vorgesehen
wird.
[0012] Zur Durchführung des Verfahrens ist erfindungsgemäß eine Vorrichtung gemäß den Merkmalen
nach Anspruch 10 vorgesehen. Da der der Strecke zugeführte Kannenträger auch während
des Füllens der Kannen der auf dem Kannenträger angeordneten Kannengruppe an der Strecke
verbleibt und erst nach dem Füllen der Kannen gemeinsam mit dieser Kannengruppe die
Strecke verläßt, werden für den Austausch dieser Kannen zwischen dem Transportfahrzeug
(Kannenwagen) und der Strecke lediglich einfache Bewegungs- und Steuerabläufe benötigt,
was Kosten für die Konstruktion, die Herstellung und das Material für die hierfür
erforderlichen Elemente sowie Zeit während der Arbeit erspart.
[0013] Durch zweckmäßige Weiterbildung des Erfindungsgegenstandes gemäß Anspruch 11 kann
die Wartezeit durch einen zeitlich auf das Füllen der Kannen abgestimmten Kannenaustausch
verkürzt werden. Unter Kannenaustausch wird das Zuführen eines Kannenträgers mit leeren
Kannen zur Strecke und das Abführen eines Kannenträgers mit gefüllten Kannen verstanden,
selbst wenn das Zuführen und das Abholen eines Kannenträgers unabhängig voneinander
zeitlich versetzt zueinander erfolgen.
[0014] Um nicht nur an der Strecke, sondern auch an den faserbandverarbeitenden Textilmaschinen
und an evtl. vorgesehenen Kannenmagazinen zur Zwischenlagerung der Kannen ein Be-
und Entladen der Kannenträger zu vermeiden und um dadurch Zeit einzusparen, ist es
zweckmäßig, wenn die erfindungsgemäße Vorrichtung nach Anspruch 12 weitergebildet
wird.
[0015] Zur optimalen Unterbringung von Kannenträgem an bzw. in einer Textilmaschine bzw.
in einem Kannenmagazin sind vorzugsweise Kannenmagazin und/oder Textilmaschine einerseits
und Kannenträger andererseits maßlich nach Anspruch 13 aufeinander abgestimmt.
[0016] Wird die Verschiebeeinrichtung der Strecke gemäß Anspruch 14 ausgebildet, so kann
der Austausch von Kannenträgern vorgenommen werden, auch wenn noch nicht sämtliche
Kannen einer auf einem Kannenträger befindlichen Kannengruppe wieder mit Faserband
gefüllt ist. Während nämlich die eine Kannengruppe gefüllt wird, kann ein anderer
Kannenträger mit gefüllten Kannen abgeholt und ein weiterer Kannenträger mit leeren
Kannen bereitgestellt werden.
[0017] Der Kannenträger kann in unterschiedlicher Weise ausgebildet sein; ein besonders
einfacher und somit kostengünstiger Kannenträger ergibt sich bei Ausbildung entsprechend
Anspruch 15 und evtl. 16. Weitere zweckmäßige Ausbildungen des Kannenträgers ergeben
sich aus den Ansprüchen bis 17 bis 23.
[0018] Prinzipiell kann der Kannenträger manuell oder automatisch transportiert werden.
Bei automatischem Transport wird zweckmäßigerweise der Kannenträger von einem nach
den Ansprüchen 24 und evtl. 25 ausgebildeten Kannenwagen befördert.
[0019] Vorzugsweise ist gemäß Anspruch 26 an den einzelnen Komponenten der Anlage eine Kannenträger-Aufnahme
vorgesehen, wobei als

Komponente" eine Strecke als faserbandliefernde Textilmaschine, eine faserbandverbrauchende
Textilmaschine und ein Kannenmagazin, stets in der Einzahl oder in der Mehrzahl, in
Frage kommen.
[0020] Um den Kannenträger an der Textilmaschine, in einem Kannenmagazin und/oder in einem
Kannenwagen zu sichern, kann eine Weiterbildung des Erfindungsgegenstandes nach einem
oder mehreren der Ansprüche 27 bis 34 vorgesehen werden.
[0021] Um ohne vermeidbaren Zeitverlust den Kannenträger an der faserbandverarbeitenden
Textilmaschine austauschen zu können, wenn das Faserband in einer oder mehreren der
Kannen der auf dem Kannenträger befindlichen Kannengruppe ausgelaufen oder gerissen
ist, kann eine Überwachung und Steuerung gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 35
bis 37 vorgesehen werden.
[0022] Sowohl das erfindungsgemäße Verfahren als auch die Vorrichtung gemäß der Erfindung
sind einfach und erlauben auch nachträglich eine Realisierung an bereits bestehenden
Maschinen oder Anlagen. Dadurch, daß die Kannen einer Kannengruppe nicht nur während
des Transportes, sondern auch für das Auffüllen als Kannengruppe gemeinsam der Strecke
vorgelegt und nach dem Füllen auch von hier wieder als komplette Kannengruppe abgeholt
werden, läßt sich der steuermäßige als auch der zeitliche Aufwand für einen Kannenwechsel,
der im Sinne der vorliegenden Erfindung als Bestandteil des Kannentransportes gesehen
wird, reduzieren. Erfolgt dieser Kannenaustausch automatisch, so kann auch die Vorrichtung
im Vergleich zu bisher bekannten automatischen Vorrichtungen einfacher und somit auch
kostengünstiger gestaltet und gefertigt werden.
[0023] Ausführungsbeispiele werden nachstehend anhand von Zeichnungen näher erläutert. Es
zeigen:
- Fig. 1:
- in schematischer Darstellung eine erfindungsgemäß ausgebildete Anlage mit einer Strecke,
einer bandverarbeitenden Textilmaschine und einem Kannenmagazin sowie mit mehreren
Kannenträgem, um Kannengruppen als komplette Einheiten innerhalb dieser Anlage zu
transportieren;
- Fig. 2:
- in der Draufsicht einen Teil einer Strecke mit einer Verschiebeeinrichtung sowie einem
zur Übergabe an die Verschiebeeinrichtung bereitstehenden Kannenträger;
- Fig. 3:
- einen Kannenwagen gemäß Fig. 2 in der Seitenansicht;
- Fig. 4:
- zwei Offenend-Spinnmaschinen im Querschnitt mit als Paletten ausgebildeten Kannenträgern,
von denen einer durch eine Bedienungsperson unter Zuhilfenahme eines Gabelstaplers
unter eine der Offenend-Spinnmaschinen in die Arbeitsstellung gebracht wird; und
- Fig. 5:
- in der Draufsicht Teilbereiche von zwei Offenend-Spinnmaschinen, bei denen eine erste
Bedienungsperson einen als Palette ausgebildeten Kannenträger mit leeren Kannen von
seinem Arbeitsplatz unter der Maschine herauszieht und eine zweite Bedienungsperson
mit Hilfe eines Kannenwagens einen Kannenträger mit vollen Kannen heranbringt.
[0024] Das Wesen der Erfindung wird zunächst mit Hilfe der Fig. 1 erläutert, welche im Schema
eine Anlage 1 mit einer Vielzahl einzelner Komponenten wie einer Strecke 2, einer
bandverarbeitenden Textilmaschine 4 und einem Kannenmagazin 5 zeigt.
[0025] Die zuvor genannten Komponenten können je nach Bedarf jeweils in der Einzahl oder
in der Mehrzahl innerhalb der Anlage 1 vorgesehen sein, wie beispielsweise auch aus
den Fig. 4 und 5 (siehe die beiden bandverarbeitenden Textilmaschinen 4) erkennbar
ist. Auch die gewählten Komponentennamen sind nicht in enger Wortauslegung auszulegen,
sondern sind als Synonyme für eine bestimmte Art von Maschinen bzw. Anlagenteilen
zu verstehen. So steht im Sinne der vorliegenden Erfindung der Begriff

Strecke" 2 für eine oder mehrere bandliefernde oder banderzeugende Maschine(n), in
welcher Kannen 3 mit Faserbändern 30 (Fig. 4) gefüllt werden.
[0026] Die Kannen 3 besitzen gemäß den gezeigten Ausführungen im wesentlichen Rechteckform;
die vorliegende Erfindung kann jedoch auch im Zusammenhang mit runden Kannen (nicht
gezeigt) Anwendung finden.
[0027] Als bandverarbeitende Textilmaschinen 4 können verschiedene Arten von Spinnmaschinen
Anwendung finden, beispielsweise Ringspinn- oder Offenend-Spinnmaschinen, aber auch
Flyer oder Strick- oder Wirkmaschinen, denen zur Herstellung von pelzartigen Gestricken
oder Gewirken Faserbänder 30 zugeführt werden. Für die nachstehende Erläuterung wurde
lediglich als Ausführungsbeispiel eine Offenend-Spinnmaschine gewählt.
[0028] Auch die besondere Ausbildung des Kannenmagazins 5 ist für die vorliegende Erfindung
prinzipiell ohne Belang; prinzipiell reicht ein Stellplatz E (Fig. 1) für die Kannen
3 für diesen Zweck aus.
[0029] Die in der Strecke 2 gefüllten Kannen 3 sind als Kannengruppe 31 auf einem Kannenträger
6 angeordnet, mit welchem sie stets als komplette Einheit zwischen den einzelnen Komponenten
der Anlage 1 hin und her transportiert werden. Gemäß dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel
sind mehrere Kannenwagen 7 vorgesehen, von denen jeder eine Kannengruppe 31 jeweils
als Einheit aufnehmen kann und von der (bandabgebenden oder -erzeugenden) Strecke
2 zur Weiterverarbeitung zur bandverarbeitenden oder -verbrauchenden Textilmaschine
4 oder zur Zwischenlagerung zum Kannenmagazin 5 bringt.
[0030] Bei dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Kannenwagen 7 als Automat
- dessen Antrieb aus Gründen der Übersichtlichkeit der Zeichnungen nicht gezeigt ist
- ausgebildet, der auf einer Bahn 70 zwischen den einzeln Komponenten der Anlage 1
verfahrbar ist. Der Begriff

Bahn" ist nicht in enger Auslegung des Wortes zu verstehen; er soll auch Infrarot-
oder Ultraschallführungen o. dgl. umfassen. Wird der Kannenwagen manuell gelenkt,
so fällt unter diesen Begriff

Bahn" auch jegliche Art von Weg, längs welcher der Kannenwagen transportiert wird
bzw. werden kann.
[0031] Nachdem die Anlage 1 im groben beschrieben worden ist, sollen nun ihre einzelnen
Komponenten näher unter die Lupe genommen werden.
[0032] Zunächst wird mit Hilfe eines Kannenwagens 7 ein mit leeren Kannen 3 gefüllter Kannenträger
6 zu einer Strecke 2 gebracht, die in an sich üblicher Weise mit einem oder mehreren
Füllköpfen 23 ausgestattet ist. Die Strecke 2 besitzt eine Verschiebeeinrichtung 20,
an welche der Kannenträger 6 mit der kompletten Kannengruppe 31 übergeben wird. Anschließend
wird mit Hilfe der Verschiebeeinrichtung 20 stets diese komplette, leere Kannen 3
aufweisende Kannengruppe 31 gemeinsam mit dem sie aufnehmenden Kannenträger 6 zum
Füllen der Kannen 3 in eine erste Arbeitsstellung A
1 - weitere Arbeitsstellungen gibt es an anderen Komponenten der Anlage 1 und werden
später erläutert - gebracht.
[0033] Als Arbeitsstellung A
1 an der Strecke 2 wird der Bereich verstanden, in welcher sich irgendeine Kanne 3
eines Kannenträgers 6 im Zuführbereich zum Füllkopf 23 befindet, mit dessen Hilfe
die Kannen 3 in an sich üblicher Weise mit Faserband 30 (siehe Fig. 4) gefüllt werden.
[0034] In dieser ersten Arbeitsstellung A
1 passieren die auf dem Kannenträger 6 befindlichen Kannen 3 diesen Füllkopf 23 nacheinander
in Richtung des Pfeiles f
1. Die zu füllende Kanne 3 wird dabei durch eine Greifeinrichtung (nicht gezeigt) der
Strecke 2 zunächst in Richtung des Doppelpfeiles f
2 für kurze Zeit vom Kannenträger 6 herabgenommen und unter den Füllkopf 23 gehoben
und anschließend, nachdem die Kanne 3 gefüllt worden ist, durch die nicht gezeigte
Greifeinrichtung auf den Kannenträger 6 an die richtige Position innerhalb der Kannengruppe
31 zurückgestellt. Nachdem die soeben gefüllte Kanne 3 wieder in ihre Ausgangsposition
auf dem Kannenträger 6 zurückgestellt worden ist, wird dieser jeweils um einen Schritt,
d. h. um eine Kannenbreite, in Richtung des Pfeiles f
1 weiterbewegt, so daß die nächste leere Kanne 3 in die Arbeitsstellung A
1 gelangt, in welcher sie durch die Greifeinrichtung der Strecke 2 wieder unter den
Füllkopf 23 gebracht wird. Während der gesamten Dauer, während welcher irgendeine
Kanne 3 der zum Kannenträger 6 gehörenden Kannengruppe 31 gefüllt wird, verbleibt
der Kannenträger 6 mit den restlichen Kannen 6 dieser Kannengruppe 31 in dieser (ersten)
Arbeitsstellung A
1 an der Strecke 2.
[0035] Sind sämtliche Kannen 3 dieser Kannengruppe 31 gefüllt, so wird der Kannenträger
6 nun zusammen mit der kompletten Kannengruppe 31 an den Kannenwagen 7 übergeben und
mit dessen Hilfe entweder zur direkten Verarbeitung der Faserbänder 30 einer faserbandverarbeitenden
Textilmaschine 4 oder aber, wenn gerade sämtliche derartige faserbandverarbeitende
Textilmaschinen 4 mit Faserbändern 30 versorgt sind, dem oder einem der Kannenmagazine
5 zur Zwischenspeicherung zugeführt.
[0036] Gemäß dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel besitzt die Verschiebeeinrichtung
20 eine Länge, die mehr als nur die eine Kannengruppe 31 aufnehmen kann, deren Kannen
3 gerade gefüllt werden. Vielmehr ist in Verschieberichtung (Pfeil f
1) vor der Arbeitsstellung A
1 eine erste Wartestellung B vorgesehen, in welche eine zweite, auf einem zweiten Kannenträger
60 angeordnete Kannengruppe 310 in Richtung des Pfeiles f
3 bereits zugeführt werden kann, wenn noch nicht alle der dem ersten Kannenträger 6
zugeordneten Kannen 3 gefüllt sind. In Verschieberichtung (Pfeil f
1) nach der Arbeitsstellung A
1 ist eine zweite Wartestellung C vorgesehen, in welcher ein Kannenträger 61 mit einer
bereits gefüllten Kannengruppe 311 zwischendeponiert werden kann, damit er zu gegebener
Zeit in Richtung des Pfeiles f
4 auf einen Kannenwagen 7 gebracht und mit Hilfe des Kannenwagens 7 abtransportiert
wird.
[0037] Nach dem Füllen seiner Kannen 3 gelangt der Kannenträger 6 aus der Arbeitsstellung
A
1 in die inzwischen frei gewordene zweite Wartestellung C, aus welcher er seinerseits
zu gegebener Zeit von dem Kannenwagen 7 abgeholt wird. Gleichzeitig mit dem schrittweisen
Verschieben des ersten Kannenträgers 6 in die Wartestellung C gelangt nun der zweite
Kannenträger 60, der sich stets in unmittelbarer Nachbarschaft zum ersten Kannenträger
6 befunden hat, ebenfalls schrittweise aus seiner Wartestellung B in die Arbeitsstellung
A
1.
[0038] Es versteht sich von selbst, daß die Gesamtlänge der Verschiebeeinrichtung 20 nicht
nur so groß ist, daß lediglich drei Kannenträger 6, 60... nebeneinander Platz finden.
Um Wartezeiten, die durch das Herbeifahren des Kannenwagens 7, durch seine Entleerung
und/oder Bestückung an der Offenend-Spinnmaschine (gewählt als Beispiel einer bandverarbeitenden
Textilmaschine 4) bzw. am Kannenmagazin 5 entstehen, kompensieren zu können, wird
es in der Praxis ratsam sein, die Verschiebeeinrichtung 20 so groß auszugestalten,
daß sie eine gewisse Puffertunktion ausüben kann.
[0039] Die Strecke 2 weist gemäß dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel eine Steuervorrichtung
21 auf, mit welcher mittels einer Steuerleitung 211 eine Überwachungsvorrichtung 210
steuermäßig in Verbindung steht. Diese Überwachungseinrichtung 210 überwacht die Position
des sich in der Arbeitsstellung A
1 befindenden Kannenträgers 6 und somit den Fortgang der Füllarbeit.
[0040] Durch die mit, der Steuervorrichtung 21 in Verbindung stehende Überwachungseinrichtung
210 wird dann, wenn der Kannenträger 6 die Arbeitsstellung A
1 in Richtung Wartestellung C verläßt, ein Signal ausgelöst. Dieses Signal kann beispielsweise
ein optisches oder auch akustisches Signal auslösen, damit ein Kannenträger 60 manuell
oder automatisch von einem Kannenwagen 7 aus in Richtung des Pfeiles f
3 in die erste Wartestellung B gebracht werden kann, um sodann durch die Verschiebeeinrichtung
20 in Richtung des Pfeiles f
1 Schritt für Schritt zur Arbeitsstellung A
1 gebracht zu werden.
[0041] Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel, bei dem mehrere Kannenträger 6, 60, 61...
nebeneinander gleichzeitig in der Verschiebeeinrichtung 20 Platz finden, wird diese
stets in ein und derselben Richtung (Pfeil f
1) bewegt. Aus diesem Grunde ist die Verschiebeeinrichtung 20 mit einem Endlosband
oder einer Endloskette ausgestattet (nicht gezeigt).
[0042] Findet eine derartige, ein Endlosband oder eine Endloskette aufweisende Verschiebeeinrichtung
20 Anwendung, so besitzt in der einfachsten und kompaktesten Bauweise die Verschiebeeinrichtung
20 eine derartige Länge, daß sie zumindest zwei Kannenträger 6, 60 bzw. 6, 61 gleichzeitig
nebeneinander aufnehmen kann. Innerhalb der Arbeitsstellung A
1 an der Grenze zwischen den beiden Kannenträgern 6, 60 bzw. 6, 61 befindet sich der
Zuführbereich zum Füllkopf 23. Noch während die letzte Kanne 3 des voreilenden Kannenträgers
6 gefüllt wird, wird bereits ein weiterer Kannenträger 60 von einem Kannenwagen 7
in Richtung des Pfeiles f
3 in die Wartestellung B gebracht. Der Kannenwagen 7 wird anschließend in eine Position
gebracht, in welcher er nach dem Füllen sämtlicher Kannen 3 der vorherigen Kannengruppe
31 den Kannenträger 6 übernehmen kann, der für diese Übergabe an den Kannenwagen 7
in Richtung des Pfeiles f
4 bewegt wird.
[0043] Der Austausch von Kannenträgern 6, 60, 61... erfolgt bei dem geschilderten Ausführungsbeispiel
durch das Abstellen eines Kannenträgers 60 mit leeren Kannen 3 in der Wartestellung
B der Strecke 2 und das Abholen eines anderen Kannenträgers 61 mit gefüllten Kannen
3 aus der Wartestellung C. Dabei kann, wie aus der obigen Beschreibung hervorgeht,
in einer vereinfachten Ausbildung der Verschiebeeinrichtung 20 die Wartestellung B
oder C mit der Arbeitsstellung A
1 auch zusammenfallen.
[0044] Ist die Verschiebeeinrichtung 20 der Strecke 2 ausreichend lang, so kann ohne Arbeitsunterbrechung
mit ein und demselben Kannenwagen 7 zunächst ein Kannenträger 60 mit einer leeren
Kannengruppe 310 in die Wartestellung B geliefert und anschließend ein anderer Kannenträger
61 mit einer gefüllten Kannengruppe 311 von der Wartestellung C abgeholt werden.
[0045] Bei einer mehrköpfigen Strecke 2 gilt das zuvor Gesagte in analoger Weise für beide
Füllköpfe 23; für jeden Füllkopf ist in einem solchen Fall eine separate Verschiebeeinrichtung
20 vorgesehen.
[0046] Schon dadurch, daß an der Strecke 2 die Kannen 3 nicht einzeln vom Kannenwagen 7
an die Verschiebeeinrichtung 20 und zurück übergeben werden, wird eine wesentliche
Verbesserung hinsichtlich Zeit-, Konstruktions- und Materialaufwand erzielt. Das Füllen
einer Kanne 3 an der Strecke 2 benötigt nur eine relativ kurze Zeit, so daß ein häufiger
Kannenwechsel erforderlich ist, so daß sich die geschilderte Vereinfachung und Verbesserung
stark auswirken.
[0047] An einer faserbandverarbeitenden Textilmaschine 4 dagegen ist ein Kannenwechsel nicht
so oft notwendig, da, insbesondere bei der Herstellung feiner Garne mittels einer
Spinnmaschine, die Kannenentleerung länger dauert, so daß ein an einer solchen Textilmaschine
4 in der bisher üblichen Art durchgeführter Kannenwechsel nicht so stark ins Gewicht
fällt wie an einer Strecke 2. Dennoch wird auch gemäß dem anhand der Fig. 1 beschriebenen
Ausführungsbeispiel ähnlich wie an der Strecke 2 verfahren, so daß die im Zusammenhang
mit der Strecke 2 geschilderten Vorteile auch an der faserbandverarbeitenden Textilmaschine
4 zum Tragen kommen.
[0048] Nach der Übernahme eines Kannenträgers 6 mit einer kompletten, gefüllte Kannen 3
aufweisenden Kannengruppe 31 von der Strecke 2 bringt der Kannenwagen 7 den Kannenträger
6 zu der Faserbänder 30 verarbeitenden Textilmaschine 4 oder, falls dort gerade keine
gefüllten Kannen 3 benötigt werden, zur Zwischenlagerung in das Kannenmagazin 5. Dort
wird der Kannenträger 6 zusammen mit der auf ihm befindlichen Kannengruppe 31 zum
Verbleib abgestellt (Verarbeiten der Faserbänder 30 bzw. Zwischenlagerung der Kannengruppe
31), während der Kannenwagen 7 ohne Kannenträger 6 zur Übernahme weiterer Aufgaben
weiterfährt.
[0049] Wie Fig. 1 zeigt, sind die Kannengruppen 31, 310, 311 und damit auch die die Kannengruppen
31, 310, 311 tragenden Kannenträger 6, 60, 61 jeweils gleich groß. Auf diese Weise
können die Kannenträger 6, 60, 61 an jeder beliebigen Stelle der Anlage 1 (Strecke(n)
2, faserbandverarbeitende Textilmaschine(n) 4 und Kannenmagazin(e) 5) zum Einsatz
gelangen.
[0050] Die Faserband verarbeitende Textilmaschine 4 besitzt eine Vielzahl von nebeneinander
angeordneten Spinnstellen D oder anderen Arbeitsstellen (z. B. an einer Strick- oder
Wirkmaschine), die alle gleich ausgebildet sind. Die Textilmaschine 4 ist wegen ihrer
großen Länge in mehrere Sektionen 40 unterteilt, die jeweils eine bestimmte Anzahl
von Spinnstellen D - die hier als Synonym für jegliche in Frage kommenden Arbeitsstellen
stehen - aufweisen.
[0051] Damit die Kannenträger 6, 60, 61 mit den Kannen 3 vollständig an oder unter diesen
Textilmaschinen 4 Platz finden, ohne daß lange mit den Kannenträgem 6, 60, 61 hantiert
und rangiert werden muß, wenn eine Kannengruppe 31, 310, 311 mit entleerten Kannen
3 als komplette Einheit gegen eine Kannengruppe 31, 310, 311 mit gefüllten Kannen
3 auszutauschen ist, sind gemäß den Fig. 1 und 5 die Sektionen 40 und die Kannenträger
6, 60, 61 derart dimensioniert, daß entweder ein einzelner Kannenträger 6, 60, 61
oder aber ein ganzzahliges Vielfaches hiervon in optimaler Weise gleichzeitig in einer
zweiten, dritten, vierten ... Arbeitsstellung A
2, A
3, A
4... (Fig. 5) an bzw. unter der Textilmaschine 4 nebeneinander Platz findet. Damit
ein und dieselben Kannenträger 6, 60, 61 bei sämtlichen Komponenten der Anlage 1 zum
Einsatz gelangen können, sind ferner die Kannenträger 6, 60, 61 und auch die Verschiebeeinrichtung
20 der Strecke 2 in ihrer Größe an die Sektionen 40 der faserbandverarbeitenden Textilmaschine
4 - oder umgekehrt die Sektionen 40 an die in Normgröße (als Paletten) gefertigten
Kannenträger 6... - angepaßt.
[0052] Während in der Regel bei einer Strecke 2 mit einem Endlosband oder einer Endloskette
entsprechend der obigen Beschreibung eine gewisse Pufferzone wird, ist eine derartige
Pufferzone an faserbandverarbeitenden Textilmaschinen 4 nicht vorgesehen; es muß lediglich
ausreichend Spiel vorgesehen sein, damit für die Kannenträger 6, 60, 61 während ihres
Austausches ausreichend Manövrierplatz zur Verfügung steht. Dabei wird grundsätzlich,
wie später auch im Zusammenhang mit Fig. 5 beschrieben wird, zunächst ein Kannenträger
mit geleerten Kannen 3 von der faserbandverarbeitenden Textilmaschine 4 fortgeholt,
ehe ein anderer Kannenträger mit gefüllten Kannen 3 den Platz des ersten Kannenträgers
einnehmen kann.
[0053] Gemäß den Fig. 1 und 5 sind zwar übereinstimmend stets zwei Kannenträger 66 und 67
mit jeweils fünf Kannen 3 pro Sektion 40 vorgesehen, doch ist dies keineswegs einschränkend
zu interpretieren; es ist ohne weiteres auch möglich, statt dessen pro Sektion 40
lediglich einen Kannenträger oder drei oder mehr Kannenträger mit einer abweichenden
Anzahl von Kannen 3 pro Kannengruppe zu plazieren. Dies hängt von der Größe der Kannenträger
und der Art der faserbandverarbeitenden Textilmaschine 4 ab, an der die Kannen 3 zur
Verarbeitung der Faserbänder 30 untergebracht werden müssen.
[0054] Wie oben bereits angegeben, ist die Offenend-Spinnmaschine, auf die sich die vorliegende
Beschreibung bezieht und welche in den Zeichnungen dargestellt ist, lediglich ein
Beispiel für eine bandverarbeitende Textilmaschine 4. Andere bandverarbeitende Textilmaschinen
4, z. B. Rundstrickmaschinen, weisen keine Sektionen 40 wie die Ringspinn- oder die
Rotor- oder andersartig ausgebildete Offenend-Spinnmaschine auf. Auch in einem solchen
Fall ist es günstig, die faserbandverarbeitende oder -verbrauchende Textilmaschine
4 und die Kannenträger 4 dimensionsmäßig aufeinander abzustimmen, wenn auch bei Pelzrundstrickmaschinen
die Platzverhältnisse günstiger als bei Spinnmaschinen oder Flyern sind, so daß bei
diesen Rundstrickmaschinen u. U. auf dieses gegenseitige dimensionsmäßige Abstimmen
verzichtet werden kann.
[0055] Auch das Kannenmagazin 5 ist so ausgebildet, daß stets eine definierte Anzahl, d.
h. ein ganzzahliges Vielfaches, von Kannenträgem 66, 67 nebeneinander Platz findet.
Für jeweils einen Kannenträger ist ein definierter Stellplatz E (Speicherstellung)
reserviert, damit die vorgesehene Anzahl von Kannenträgern innerhalb des Kannenmagazins
5 auch tatsächlich Platz finden kann und nicht durch ungenaues Abstellen von Kannenträgern
Platz verschwendet wird.
[0056] Wie Fig. 1 zeigt, ist bei der dort gezeigten automatischen Transporteinrichtung der
Anlage 1 eine zentrale Steuervorrichtung 71 vorgesehen, die über eine Steuerleitung
710 mit der Steuervorrichtung 21 der (bandliefernden) Strecke 2, Ober eine Steuerleitung
711 mit einer Steuervorrichtung 41 der bandverarbeitenden Textilmaschine 4 und über
eine Steuerleitung 712 mit dem Kannenwagen 7 steuermäßig in Verbindung steht. Gemäß
Fig. 1 ist eine weitere Steuerleitung 713 vorgesehen, die mit einer weiteren nicht
gezeigten bandverarbeitenden Textilmaschine 4 steuermäßig in Verbindung stehen kann.
[0057] Es ist nicht erforderlich, daß die

Steuerleitung" im Sinne der vorliegenden Erfindung durch ein Kabel gebildet wird;
kabellose Steuerverbindungen, z. B. durch Funk, Infrarot etc. können statt Kabelverbindungen
ebenfalls Anwendung finden.
[0058] Durch diese Steuerleitungen 710, 711, 713 etc. erhält die zentrale Steuervorrichtung
71, welche die Arbeit des Kannenwagens 7 bzw. der Kannenwagen 7 koordiniert, Kenntnis
darüber, wie weit die Arbeit an den einzelnen Komponenten der Anlage 1 fortgeschritten
ist bzw. wie viele Kannenträger 6... dort zur Abholung bereitgestellt sind, und kann
entsprechende Prioritäten für die Arbeit des oder der Kannenwagen 7 festlegen. Entsprechend
legt die Steuervorrichtung 71 Transportwege und Transportstartzeitpunkte fest und
gibt ihre Steuerbefehle an den geeigneten Kannenwagen 7, der dann die Maschine 2 bzw.
4 oder das Kannenmagazin 5 anfährt. Ist lediglich eine einzige, in sich geschlossene
Bahn 70 für eine Mehrzahl von Kannenwagen 7 vorgesehen, so ist für diese eine Umlaufrichtung,
beispielsweise gemäß Pfeil f
5, festgelegt. Von dieser Umlaufrichtung hängen die Weglängen, die ein Kannenwagen
7 bis zum Erreichen der von ihm zu bedienenden oder anzufahrenden Komponenten zu durchfahren
hat, ab, was von der Steuervorrichtung 71 zu berücksichtigen ist.
[0059] Je nach Größe der Anlage 1 kann es sein, daß ein geschlossener Schienenkreis nicht
ausreicht, insbesondere wenn mehrere bandverarbeitende Textilmaschinen 4 innerhalb
ein und derselben Anlage 1 bedient werden müssen. In diesem Fall ist es zweckmäßig,
wenn die anzufahrenden und zu bedienenden Komponenten nicht alle hintereinander innerhalb
einer geschlossenen Bahn 70 angeordnet sind, sondern wenn diese Bahn 70 Verzweigungen
700, 701 etc. aufweist, an denen der Kannenwagen 7 den Hauptschienenkreis verlassen
kann, um nicht gezeigte weitere, in einem parallelen Schienenabschnitt 702 angeordnete
Anlagenkomponenten wie weitere Strecken 2, weitere faserbandverarbeitende Textilmaschinen
4 oder Kannenmagazine 5 erreichen und bedienen zu können.
[0060] Bei einem selbstfahrenden Kannenwagen 7 besitzt dieser eine Kannenträger-Aufnahme
72 für den Kannenträger 6, 60, 61, 66, 67, der keine andere Aufgabe zu erfüllen hat
als die komplette Kannengruppe 31 zu tragen. Der Kannenwagen 6, 60, 61, 66, 67 kann
deshalb sehr einfach ausgebildet sein, so daß sogar eine handelsübliche Palette mit
Normabmessungen diese Aufgabe wahrnehmen kann (vgl. Fig. 4 und 5).
[0061] Soll eine handelsübliche Palette als Kannenträger Anwendung finden können, so werden
die Komponenten der Anlage 1 und die auszuwahlende Palettengröße so aufeinander abgestimmt,
daß, wie zuvor erwähnt, stets eine ganzzahlige Mehrzahl von Kannenträgern 6... an
bzw. unter der Textilmaschine 4 bzw. ihren Sektionen 40 Platz findet.
[0062] Die in großer Stückzahl benötigten Kannenträger 6... verbleiben jeweils an den einzelnen
Komponenten der Anlage 1. Diese Kannenträger 6... sind in ihrem Aufbau einfach und
daher in ihrer Herstellung und in ihrem Unterhalt nicht kostspielig. Die Kannenwagen
7 ihrerseits, von denen lediglich ein paar wenige Exemplare benötigt werden und die,
insbesondere in automatischen Anlagen, aufwendig im Aufbau sind, brauchen nicht an
den einzelnen Komponenten der Anlage 1 zu verbleiben.
[0063] Aber es werden nicht nur die Kosten und der Zeitaufwand für die Herstellung und Wartung
der Kannenwagen 7 reduziert. Weitere Kostenreduzierungen ergeben sich in der Praxis
dadurch, daß die Kannen 3 nicht an der Strecke 2 und gegebenenfalls auch an jeder
anderen Komponente der Anlage 1 einzeln von einem Kannenwagen 7 herabgenommen und
an die Strecke 2 und, falls gewünscht, an bzw. in die bandverarbeitenden Textilmaschine
4 bzw. das Kannenmagazin 5 gestellt bzw. von dort wieder einzeln übernommen werden
müssen. Die Kannen 3 verbleiben vielmehr die ganze Zeit über auf den Kannenträgem
6, 60, 61, 66, 67, so daß die sonst für das einzelne Umladen der Kannen 3 benötigte
Zeit entfällt und somit der für das Umladen erforderliche Zeitaufwand auf ein Minimum
reduziert wird.
[0064] Im Bewegungsbereich des von einer Kanne 3 aus einer Spinnstelle D zugeführten Faserbandes
30 befindet sich jeweils eine Überwachungseinrichtung 42 (Bandwächter - siehe Fig.
1 und 4), die mittels einer Steuerleitung 420 mit der Steuervorrichtung 41 der bandverarbeitenden
Textilmaschine 4 in Verbindung steht. Läuft das einer Spinnstelle D zugeführte Faserband
30 aus oder bricht es, so meldet die Überwachungseinrichtung 42 dies sofort an die
Steuervorrichtung 41.
[0065] Die Überwachungseinrichtung 42 kann unterschiedlich ausgebildet sein. Soll beispielsweise
ein Kannenwechsel (als Wechsel einer kompletten, auf einem Kannenträger 6... befindlichen
Kannengruppe 31...) nur dann durchgeführt werden, wenn die Faserbänder 30 sämtlicher
Kannen 3 dieser Kannengruppe 31... ausgelaufen oder unterbrochen worden sind, so genügt
eine einzige, gemeinsame Überwachungseinrichtung 42 für die gesamte Kannengruppe 31...
. In diesem Fell gibt die Überwachungseinrichtung 42 erst dann ein Signal an die Steuervorrichtung
41 ab, wenn keine der dieser Kannengruppe 31... zugeordneten Spinnstellen D mehr arbeiten
kann, woraufhin die Steuervorrichtung 41 einen Austausch des Kannenträgers 6... mit
den leeren Kannen 3 gegen einen Kannenträger 6... mit gefüllten Kannen 3 bei der zentralen
Steuervorrichtung 71 anfordert.
[0066] Alternativ kann jedoch auch jeder Spinnstelle D eine separate Überwachungseinrichtung
42 zugeordnet sein, so daß jedes einzelne Faserband 30 dieser Kannengruppe 31... überwacht
und sein Auslaufen oder Unterbrechen registriert und an die Steuervorrichtung 41 gemeldet
wird. Falls gewünscht, kann der Steuervorrichtung 41 eine Einstellvorrichtung 410
zugeordnet sein. Mit Hilfe dieser Einstellvorrichtung 410 kann ein Wert festgelegt
werden für die Anzahl von nicht arbeitenden Kannen 3 der auf einem Kannenträger 6...
befindlichen Kannengruppe 31..., bei denen somit das Faserband 30 ausgelaufen oder
unterbrochen ist, so daß bei Erreichen dieses Wertes, d. h. bei einer voreingestellten
Anzahl von derartigen Registrierungen, eine Funktion ausgelöst wird. Nach Wunsch kann
eine solche Funktion bereits beim Auslaufen oder Unterbrechen eines einzigen Faserbandes
30 (aber auch erst bei zwei oder mehreren Faserbändern 30 bis hin zur Gesamtzahl der
von dieser Kannengruppe 31 gelieferten Faserbänder 30, die abgearbeitet oder unterbrochen
wurden) ausgelöst werden. Bei Vorhandensein einer automatischen Transportvorrichtung
(automatisch gesteuerter Kannenwagen 7) wird ein Anforderungssignal an die zentrale
Steuervorrichtung 71 abgegeben, damit ein Austausch des Kannenträgers 6... gegen einen
solchen mit gefüllten Kannen 3 eingeleitet wird. Ist keine automatische Kannentransportvorrichtung
vorgesehen, so daß es auch keine zentrale Steuervorrichtung 71 gibt, so kann von der
Überwachungseinrichtung 42 (unter Zwischenschaltung der Steuervorrichtung 41) statt
dessen ein akustisches oder optisches oder kombiniertes Signal erzeugt werden, das
eine Bedienungsperson 9 auf das Fehlen dieses Faserbandes 30 oder dieser Faserbänder
30 hinweist, damit diese Bedienungsperson 9 den Austausch des Kannenträgers von Hand
durchführen kann.
[0067] Selbst dann, wenn der Austausch einer Kannengruppe 31... gegen eine andere Kannengruppe
mit gefüllten Kannen 3 bereits erfolgt, bevor alle Kannen 3 der bisherigen Kannengruppe
31... leergearbeitet worden sind, ist dieser frühe Austausch der Kannengruppen 31...
dennoch empfehlenswert, da die Faserbandreste in den übrigen Kannen 3 der sich bisher
in der Arbeitsstellung A
2 befindlichen Kannengruppe 31... in der Regel so unbedeutend sind, daß ein Warten
darauf, daß auch die anderen Kannen 3 dieser Kannengruppe 31... leergearbeitet worden
sind, durch die längeren Stillstandszeiten der bereits ausgefallenen Spinnstellen
D kostenträchtiger als ein solcher Austausch ist und somit teuer erkauft werden muß.
[0068] Bei geringem Automatisierungsgrad der Anlage 1 kann, falls gewünscht, auf die Überwachungseinrichtung
210 an der Strecke 2 und/oder auf die Überwachungseinrichtung 42 an der bandverarbeitenden
Textilmaschine 4 verzichtet werden; in diesem Fall muß die Bedienungsperson 9 selber
auf einen rechtzeitigen Austausch eines Kannenträgers 6... achten.
[0069] Die vorstehende Beschreibung zeigt, daß sowohl das Verfahren als auch die Vorrichtung
in vielfältiger Weise geändert und abgewandelt werden können. So können im Rahmen
der vorliegenden Erfindung einzelne Merkmale durch Äquivalente ersetzt oder die Merkmale
in anderen Kombinationen Anwendung finden. Beispielsweise ist es nicht erforderlich,
daß die Kannenwagen 7 als selbstfahrende Wagen ausgebildet sind. Es ist durchaus vorteilhaft
und zweckmäßig, insbesondere bei kleineren Anlagen oder in Anlagen, in denen insgesamt
ein niedrigerer Automatisietungsgrad vorgesehen ist, den Transport der Kannenträger
6, 60, 61, 66, 67 zwischen den einzelnen Komponenten der Anlage 1 manuell mit Hilfe
einfacher Kannenwagen 73 bzw. 79 vorzunehmen, der zu diesem Zweck einen Griffbügel
730 aufweist (Fig. 2, 3 und 5).
[0070] Der Kannenwagen 79 kann wiederum unterschiedlich ausgebildet sein und beispielsweise
eine gleichartige Kannenträger-Aufnahme 72 aufweisen wie der mit Hilfe der Fig. 1
erläuterte Kannenwagen 7.
[0071] Auch bei manuell verfahrbaren Kannenwagen 73 bzw. 79 ist ein Weg (Bahn 70) freizuhalten,
längs welchem er zwischen den einzelnen Komponenten der Anlage 1 verfahren werden
kann.
[0072] Gemäß der in Fig. 4 gezeigten Ausbildung findet als Kannenwagen ein Gabelstapler
78 Anwendung, der den als Palette ausgebildeten Kannenträger 65 aufnimmt und durch

Pumpen" vom Boden 10 anhebt, so daß der Kannenträger 65 an den gewünschten Ort innerhalb
der Anlage 1 gebracht werden kann.
[0073] In Fig. 4 wird gezeigt, daß sich an der bandverarbeitenden Textilmaschine 4 (hier
eine Offenend-Spinnmaschine) bereits zwei Kannenträger 63 und 64 mit Kannengruppen
312 und 313 befinden. Die Textilmaschine 4 weist unterhalb der Spinnstellen D mit
den nicht gezeigten Spinnaggregaten eine derartige lichte Höhe h auf, daß ein Kannenträger
63, 64 bzw. 65 etc. hier Platz findet und auch die Faserbänder 30 ungehindert den
Spinnaggregaten zugeführt werden können. Darüber hinaus muß ausreichend Platz sein,
daß auch die Wartungsautomaten 43 unbehindert längs der Textilmaschine 4 fahren können.
[0074] Eine in Fig. 4 nicht einsehbare Lücke (zweite Arbeitsstellung A
2 - siehe Fig. 5) unterhalb der Textilmaschine 4 ist zuvor dadurch entstanden, daß
mit einem Gabelstapler 78 ein Kannenträger (nicht gezeigt) mit einer Kannengruppe
mit entleerten Kannen abgeholt worden ist. Eine Bedienungsperson 9 hat sodann einen
neuen Kannenträger 65 mit einer Kannengruppe 314 mit gefüllten Kannen 3 herangefahren
und ist gerade dabei, diese zweite Arbeitsstellung A
2 mit der neuen kompletten Kannengrüppe 314 zu bestücken. Die Bedienungsperson 9 führt
deshalb den Kannenträger 65 mit Hilfe des Gabelstaplers 78 in diese Arbeitsstellung
A
2 und läßt dort den Kannenträger 65 herab, so daß der Gabelstapler 78 ohne Mitnahme
des Kannenträgers 65 und der von ihm mitgeführten Kannengruppe 314 die Textilmaschine
4 wieder verlassen kann.
[0075] Gemäß einer weiteren einfachen Ausbildung (Fig. 5) besitzt der Kannenwagen 79 lediglich
eine Plattform (nicht gezeigt), auf welcher der zweckmäßigerweise durch eine handelsübliche
Palette gebildete Kannenträger 6... abgestellt wird.
[0076] Prinzipiell gibt es die Möglichkeiten, den Kannenträger 6 entweder mit Hilfe eines
separaten Transportmediums, z. B. eines Kannenwagens 7, 79 oder eines Gabelstaplers
78 o. dgl., von Hand oder automatisch zwischen den einzelnen Komponenten der Anlage
1 zu transportieren oder aber den Kannenträger 68 als integrierten Bestandteil des
Kannenwagens 73 auszubilden (Fig. 2 und 3). Dieser wird mit Hilfe seines Griffbügels
730 als Gesamtheit zwischen den einzelnen Komponenten der Anlage 1 transportiert und
auch als Gesamtheit jeweils mit ein und derselben Kannengruppe 315 an den einzelnen
Komponenten der Anlage 1 für die dort vorzunehmende Arbeit oder Speicherung deponiert.
[0077] Der Kannenwagen 73 (Fig. 2 und 3) oder 79 (Fig. 5) besitzt - unabhängig davon, ob
der Kannenträger 6... ein integrierter Bestandteil hiervon ist oder nicht - ein Fahrgestell
74 mit mindestens einem Räderpaar 740, wobei die gemeinsame Achse 743, oder die beiden
Achsen der Räder 741, 742 dieses Räderpaares 740 parallel zur Längserstreckung (Doppelpfeil
f
6) der Kannengruppe 31 orientiert ist bzw. sind. Diese gemeinsame Achse 743 braucht
nicht bzw. die beiden Achsen (nicht gezeigt) des Räderpaares 740 brauchen nicht lenkbar
zu sein, da auch ohne diese Lenkbarkeit der Räder 741 und 742 der Kannenwagen 73 bzw.
79 sich gut manövrieren läßt. Das oder die Lager 744 für die Achse(n) 743 ist bzw.
sind deshalb starr mit dem Kannenwagen 79 bzw. mit dem als integrierten Bestandteil
des Kannenwagens 73 ausgebildeten Kannenträger 68 verbunden. Es ist ohne Schwierigkeiten
möglich, den Kannenträger 6, 60, 61, 63, 64, 65, 66 oder 67 bzw. den Kannenwagen 73
mit integriertem Kannenträger 68 in eine an den Kannenträger 6... angepaßte Kannenträger-Aufnahme
72 an der Strecke 2, einer bandverarbeitenden Textilmaschine 4 oder einem Kannenmagazin
5 zumindest teilweise hineinzufahren, um den Kannenträger 6... bzw. den Kannenwagen
73 durch Verschieben an die Kannenträger-Aufnahme 72 und damit an die Strecke 2, die
bandverarbeitende Textilmaschine 4 oder das Kannenmagazin 5 zu übergeben.
[0078] Die Kannenträger-Aufnahme 72 weist gemäß Fig. 2 beidseitig zwei Kannenträger-Führungen
720 auf, auf denen der Kannenträger 6... bzw. der Kannenwagen 73 abgestellt wird.
Zu diesem Zweck besitzt der Kannenträger 6 etc. bzw. der Kannenwagen 73 in bezug auf
die in Form einer Kannenreihe auf ihm angeordneten Kannengruppe 31, 310, 311, 312,
313, 314, 315 an seiner Unterseite Kufen 62 (siehe Fig. 4), mit denen er in allen
oder verschiedenen Komponenten der Anlage 1 (einschließlich Gabelstapler 78 bzw. Kannenwagen
7 oder 79) aufliegt. Die Kannenträgerführungen 720 ihrerseits weisen jeweils eine
Rollenbahn 721 mit Rollen 722 auf, um das Verschieben des Kannenträgers 6... oder
des Kannenwagens 73 zu erleichtern. Eine solche Rollenbahn 721 ist an den einzelnen
Komponenten der Anlage 1, falls gewünscht auch am vom Kannenträger 6... unabhängigen
Kannenwagen 7 bzw. 79..., vorgesehen.
[0079] Insbesondere ein als Kannenträger fungierender Kannenwagen 73, der in die Kannenträger-Aufnahme
72 hineinzumanövrieren ist, muß genau positioniert werden, um dieses Hineinfahren
in die Kannenträger-Aufnahme 72 ohne größere Mühen durchführen zu können. Zu diesem
Zweck ist es prinzipiell ausreichend, wenn lediglich ein einziges Räderpaar 740 vorgesehen
ist, da auf diese Weise der Kannenwagen 73 sehr leicht gehandhabt, d. h. gelenkt werden
kann. Ist jedoch nur dieses einzige Räderpaar 740 vorgesehen, so ist der Kannenwagen
73 labil.
[0080] Um der Kippgefahr grundsätzlich vorzubeugen, ist deshalb gemäß den Fig. 2 und 3 vorgesehen,
daß der Kannenwagen 73 außer dem Räderpaar 740 - in bezug auf das Räderpaar 740 bzw.
die hierdurch festgelegte Bewegungsrichtung des Kannenwagens 73 - noch mindestens
ein voreilendes Rad 75 bzw. nacheilendes Rad 76 oder sogar sowohl ein voreilendes
als auch ein nacheilendes Rad 75 und 76 aufweist. Dieses Rad 75 oder 76 oder, falls
vorgesehen, diese beiden Räder 75 und 76, hat bzw. haben jeweils eine vertikale, vom
Kannenwagen 73 getragene Schwenkachse 750 bzw. 760, so daß der Kannenwagen 73 einerseits
durch dieses voreilende oder nacheilende Rad 75 bzw. 76 bzw. durch diese beiden Räder
75 und 76 stabilisiert wird und andererseits das Lenken ohne Schwierigkeiten ermöglicht.
[0081] Eine weitere Verbesserung der Lenkbarkeit des Kannenwagens 73 läßt sich bei Ausbildung
des Fahrgestells 74 (Räderpaar 740 und Räder 75 und 76) gemäß Fig. 3 erreichen. Bei
dieser Ausbildung besitzt die Achse 743 bzw. besitzen die Achsen (nicht gezeigt) des
Räderpaares 740 einen größeren Abstand vom Boden 731 des Kannenwagens 73 als die horizontalen
Achsen 751 und 761 der Räder 75 und 76. Dadurch kann der Kannenwagen 73 bis zu einem
gewissen Grad um die Achse(n) 743 der Räder 741 und 742 des Räderpaares 740 gekippt
werden, wobei der Kannenwagen 73 eine stabile Endlage einnimmt, wenn er sich außer
auf seinem Räderpaar 740 auch auf dem Rad 75 oder 76 abstützt, während er in seiner
labilen Zwischenstellung mit keinem dieser beiden Räder 75 und 76 in Kontakt mit dem
Fußboden 10 gelangt und sich allein auf dem Räderpaar 740 abstützt. Je weniger Räder
beim Manövrieren mit dem Fußboden 10 in Berührung kommen, desto leichter läßt sich
der Kannenwagen 73 lenken. Andererseits ist der Kannenwagen 73 bei Abstützung lediglich
durch das nicht lenkbare Räderpaar 740 labil, weshalb für den Transport des Kannenwagens
73 von einer Komponente der Anlage 1 zur anderen stets eines der beiden anderen, lenkbaren
Räder 75 oder 76 mit zur Abstützung des Kannenwagens 73 herangezogen wird.
[0082] Die Möglichkeit, den Kannenwagen 73 um die Achse 743 (oder die beiden Achsen) des
Räderpaares 740 kippen zu können, führt noch zu dem weiteren Vorteil, beim Einfahren
des Kannenwagens 73 (sowohl bei integrierter als auch bei getrennter Ausbildung des
Kannenträgers) in die Kannenträger-Aufnahme 72 das voreilende Ende des Kannenwagens
73 durch Kippen um die genannte(n) Achse(n) 743 anheben zu können. Hierdurch gelangt
der Kannenträger 6... bzw. der Kannenwagen 73 auf die Kannenträger-Führung 720, deren
Anfangsbereich als Rampe 723 ausgebildet sein kann, um den Kannenträger 6... bzw.
den Kannenwagen 73 weiter vom Fußboden 10 abzuheben. Die erwähnte Rollenbahn 721 kann
sich bis in die Rampe 723 hinein erstrecken.
[0083] Sofern keine Rollenbahn 721 vorgesehen ist, ist der Kannenträger 6... bzw. Kannenwagen
73 in seiner Position in bzw. an den einzelnen Komponenten der Anlage 1 und (bei nicht
integrierter Ausbildung) auf dem Kannenwagen 79 bzw. 7 aufgrund der Reibung hinreichend
gesichert. Ist eine Rollenbahn 721 vorgesehen, so ist in der Regel ebenfalls nicht
zu erwarten, daß der Kannenträger 6... bzw. der Kannenwagen 73 seine Position innerhalb
der Kannenträger-Aufnahme 72 verläßt. Dennoch sind weitere Maßnahmen zum Arretieren
des Kannenträgers 6... in seiner Arbeitsstellung A
1 (an der Strecke 2), A
2, A
3, A
4... (an der bandverarbeitenden Textilmaschine 4), am Stellplatz E (im Kannenmagazin
5) oder auch gegenüber dem Transportmedium (Kannenwagen 7, 79 oder Gabelstapler 78)
zweckmäßig. Beispielsweise kann die Rollenbahn 721 eine derartige Neigung (nicht gezeigt)
aufweisen, daß der (mit dem Kannenwagen 73 integrierte oder individuelle) Kannenträger
eine Bewegungskomponente erhält, die ihn in die Kannenträger-Aufnahme 72 hineinbewegt,
so daß er an dem der Bedienungsseite abgewandten Ende zur Anlage an einen geeigneten
Anschlag 724 kommt. In diesem Fall ist jedoch für das Herausholen des Kannenträgers
aus der Kannenträger-Aufnahme 72 ein größerer Kraftaufwand erforderlich. Um diesen
zu vermeiden, ist gemäß dem in den Fig. 2 und 3 gezeigten Ausführungsbeispiel vorgesehen,
daß der Kannenträger 68 an geeigneter Stelle, z. B. gemäß den Fig. 2 und 3 an seiner
Seite, eine Ausnehmung 77 aufweist, in welche eine Verriegelungsvorrichtung 8 eingreifen
kann.
[0084] Die Verriegelungsvorrichtung 8 kann unterschiedlich ausgebildet sein und automatisch
oder durch eine Bedienungsperson 9 betätigbar sein.
[0085] Wie oben bereits aufgezeigt, kann die Verschiebeeinrichtung der Strecke 2 unterschiedlich
ausgebildet sein. Bei dem in Fig. 2 gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Verschiebeeinrichtung
24 nicht, wie Fig. 1 zeigt, als Endlosband oder -kette ausgebildet, sondern als Schlitten
oder Wagen, der dergestalt dimensioniert ist, daß er stets lediglich einen einzigen
Kannenträger 6... aufnehmen kann und mit diesem im Verlauf seiner Arbeit schrittweise
aus einer Anfangsstellung in eine Endstellung und sodann wieder zurück in seine Ausgangsstellung
gebracht wird.
[0086] Bei der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform ist die Verriegelungsvorrichtung 8 in
der schlittenförmigen Verschiebeeinrichtung 24 angeordnet. Die Verriegelungsvorrichtung
8 weist einen zweiarmigen, schwenkbar gelagerten Rasthebel 80 auf, der durch eine
Zugfeder 81 in Anlage an einem in der Verschiebeeinrichtung 24 angeordneten Anschlag
84 gehalten wird und dabei derart beaufschlagt ist, daß er mit seinem eine Rastklinke
82 aufweisenden Ende in die Bahn des längs der Kannenträger-Führung 720 in die Kannenträger-Aufnahme
72 zu bewegenden Kannenträgers 6... oder Kannenwagens 73 hineinragt. Das andere, freie
Ende 83 des Rasthebels 80 ragt über die Außenkontur der schlitten- oder wagenförmigen
Verschiebeeinrichtung 24 der Strecke 2 hinaus. Diese weist einen stationären Anschlag
22 auf, welcher bei Auflaufen des freien Endes 83 des Rasthebels 80 gegen die Wirkung
der Zugfeder 81 verschwenkt wird, wodurch die Rastklinke 82 aus der Bewegungsbahn
des Kannenträgers 6... oder des Kannenträgers 73 zurückgezogen wird und diesen freigibt.
[0087] Wird der Kannenträger 6... bzw. der Kannenwagen 73 mit integriertem Kannenträger
68 in die Kannenträger-Aufnahme 72 hineinbewegt, so muß er den Rasthebel 80 aus der
Bewegungsbahn herausdrücken, bis dieser bei Erreichen der richtigen Endstellung des
Kannenträgers 6... bzw. des Kannenwagens 73 in die Ausnehmung 77 eingreifen kann,
um den Kannenträger 6... bzw. den Kannenwagen 73 in seiner Stellung zu sichern. In
dieser gesicherten Stellung verbleibt der Kannenträger 6... bzw. der Kannenwagen 73,
während die Strecke 2 die Kannen 3 des Kannenträgers 6... bzw. 68 füllt, wobei die
Verschiebeeinrichtung 24 den Kannenträger Schritt für Schritt an der Füllstation 23
der Strecke 2 vorbeifährt. Sind alle Kannen 3 der auf dem Kannenträger befindlichen
Kannengruppe 31... gefüllt, so bringt die Verschiebeeinrichtung 24 schließlich das
freie Ende 83 des Rasthebels 80 zur Anlage an den stationären Anschlag 22, wodurch
der Rasthebel 80 so verschwenkt wird, daß der Kannenträger 6... freigegeben wird und
aus der Verschiebeeinrichtung 24 herausgenommen werden kann. Hat der Kannenträger
6... die Verschiebeeinrichtung 24 verlassen, so wird diese wieder in ihre Ausgangsstellung
zurückbewegt.
[0088] Ein Einführen einer neuen Kannengruppe 31... mit Hilfe eines anderen Kannenträgers
6... kann an beliebiger Stelle der Bewegungsbahn der Verschiebeeinrichtung 24 erfolgen,
d. h. sowohl in deren einen als auch in deren anderen Endstellung als auch in einer
ihrer Zwischenstellungen.
[0089] Wie das soeben beschriebene Ausführungsbeispiel zeigt, ist es nicht erforderlich,
daß die bandliefernde Maschine (Strecke 2), wie dies Fig. 1 zeigt, neben einer (ersten)
Arbeitsstellung A
1 auch noch eine erste und evtl. zweite Wartestellung B und/oder C aufweist.
[0090] Zuvor wurden bereits verschiedene Ausbildungen einer Arretiereinrichtung besprochen,
z. B. ein Anschlag 724 am geschlossenen Ende einer Kannenträger-Aufnahme 72, eine
Verriegelungsvorrichtung 8 sowie die Reibung der Kannenträger-Führung 720. Wenn bei
einem mit einem Fahrgestell ausgerüsteten Kannenträger (Kannenwagen 73) keine Verriegelungsvorrichtung
8 vorgesehen ist, dann muß das Fahrgestell auf irgendeine andere Weise außer Wirkung
gebracht werden. Dies erfolgt gemäß der oben beschriebenen Ausführung dadurch, daß
der Kannenträger 73 durch Kippen um das Räderpaar 740 auf die Kannenträgerführung
720 gehoben und auf diese aufgeschoben wird, wodurch das Fahrgestell 74 vom Fußboden
10 abgehoben wird. In kinematischer Umkehr ist es auch denkbar, unter den Komponenten
der Anlage 1 absenkbare Platten o. dgl. vorzusehen, die zur Arretierung, d. h. Fixierung
der Kannenträger 6... aus ihrer gegenwärtigen Stellung absenkbar sind. In beiden beschriebenen
Ausführungen weist die Arretiereinrichtung somit eine Hubeinrichtung auf, die im ersten
Fall direkt oder indirekt (über den Kannenwagen 73) auf den Kannenträger 6...einwirkt,
um diesen vom Fußboden 10 abzuheben, während diese im anderen Fall lediglich die Unterlage
für das Fahrgestell 74 wegzieht.
Bezugszeichenliste
[0091]
- 1
- Anlage
- 10
- Fußboden
- 2
- Strecke
- 20
- Verschiebeeinrichtung
- 21
- Steuervorrichtung
- 210
- Überwachungseinrichtung
- 211
- Steuerleitung
- 22
- Anschlag
- 23
- Füllkopf
- 24
- Verschiebeeinrichtung
- 3
- Kanne
- 30
- Faserband
- 31
- Kannengruppe
- 310
- Kannengruppe
- 311
- Kannengruppe
- 312
- Kannengruppe
- 313
- Kannengruppe
- 314
- Kannengruppe
- 315
- Kannengruppe
- 4
- Textilmaschine
- 40
- Sektion
- 41
- Steuervorrichtung
- 410
- Einstellvorrichtung
- 42
- Überwachungseinrichtung
- 420
- Steuerleitung
- 43
- Wartungsautomat
- 5
- Kannenmagazin
- 6
- Kannenträger
- 60
- Kannenträger
- 61
- Kannenträger
- 62
- Kufe
- 63
- Kannenträger
- 64
- Kannenträger
- 65
- Kannenträger
- 66
- Kannenträger
- 67
- Kannenträger
- 68
- Kannenträger
- 7
- Kannenwagen
- 70
- Bahn
- 700
- Verzweigung
- 701
- Verzweigung
- 702
- Schienenabschnitt
- 71
- Steuervorrichtung
- 710
- Steuerleitung
- 711
- Steuerleitung
- 712
- Steuerleitung
- 713
- Steuerleitung
- 72
- Kannenträger-Aufnahme
- 720
- Kannenträgerführung
- 721
- Rollenbahn
- 722
- Rolle
- 723
- Rampe
- 724
- Anschlag
- 73
- Kannenwagen
- 730
- Griffbügel
- 731
- Boden
- 74
- Fahrgestell
- 740
- Räderpaar
- 741
- Rad
- 742
- Rad
- 743
- Achse
- 744
- Lager
- 75
- Rad
- 750
- Schwenkachse
- 751
- Achse
- 76
- Rad
- 760
- Schwenkachse
- 761
- Achse
- 77
- Ausnehmung
- 78
- Gabelstapler
- 79
- Kannenwagen
- 8
- Verriegelungsvorrichtung
- 80
- Rasthebel
- 81
- Zugfeder
- 82
- Rastkline
- 83
- Ende
- 84
- Anschlag
- 9
- Bedienungsperson
- f1
- Pfeil
- f2
- Doppelpfeil
- f3
- Pfeil
- f4
- Pfeil
- f5
- Pfeil
- f6
- Doppelpfeil
- h
- Hohe
- A1
- Arbeitsstellung
- A2
- Arbeitsstellung
- A3
- Arbeitsstellung
- A4
- Arbeitsstellung
- B
- Wartstellung
- C
- Wartstellung
- D
- Spinnstelle
- E
- Stellplatz
1. Verfahren zum gleichzeitigen Transportieren von mit Faserband füllbaren Kannen, die
in einer Reihe auf einem Kannenträger angeordnet sind und eine Kannengruppe bilden,
und die zwischen einer Strecke und einer weiteren Textilmaschine oder einem Kannenmagazin
transportiert werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Kannengruppe gemeinsam mit dem Kannenträger zum Füllen der Kannen in eine
erste Arbeitsstellung an der Strecke gebracht wird, wo der Kannenträger während des
Füllens der Kannen dieser Kannengruppe verbleibt, bis er nach Füllen aller auf dem
Kannenträger befindlichen Kannen wiederum gemeinsam mit diesen der weiteren Textilmaschine
oder dem Kannenmagazin zugeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kannenträger mit der Kannengruppe in eine erste Wartestellung, von dort
zum Füllen in die erste Arbeitsstellung und nach dem Füllen in eine zweite Wartestellung
gebracht wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Füllen der Kannen an der Strecke überwacht wird und in Abhängigkeit vom
Vorankommen des Füllens der Kannen der an der Strecke befindlichen Kannengruppe ein
Signal zum Austauschen des Kannenträgers mit den vollen Kannen dieser Kannengruppe
gegen einen anderen Kannenträger mit leeren Kannen einer anderen Kannengruppe erzeugt
wird.
4. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Kannenträger zusammen mit der auf ihm befindlichen Kannengruppe in eine
weitere Arbeitsstellung oder in eine Speicherstellung befördert wird und dort während
der Arbeit mit den in den Kannen befindlichen Faserbändern oder während der Speicherung
der Kannengruppe belassen wird.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl der zu einer Kannengruppe gehörenden Kannen so festgelegt wird, daß
ein ganzzahliges Vielfaches von derartigen jeweils eine Kannengruppe aufnehmenden
Kannenträgern gleichzeitig nebeneinander in der Arbeits- und/oder in der Speicherstellung
Platz findet.
6. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Kannenträger in seiner Arbeitsstellung und/oder Speicherstellung und/oder
gegenüber seinem Transportmedium arretiert wird.
7. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Faserbänder, welche die zu einer Kannengruppe gehörenden Kannen verlassen,
überwacht werden und das Auslaufen oder Unterbrechen eines oder mehrerer dieser Faserbänder
registriert wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine Anzahl von Registrierungen festgelegt wird, bei welcher eine Funktion ausgelöst
wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß als Funktion das Einleiten eines Austausches des Kannenträgers mit der auf ihm
angeordneten Kannengruppe gegen einen anderen, ebenfalls eine Kannengruppe mitführenden
Kannenträger ausgelöst wird.
10. Vorrichtung zum gleichzeitigen Transportieren einer Gruppe von mit Faserband füllbaren
Kannen zwischen einer einer Strecke zugeordneten Verschiebeeinrichtung und einer weiteren
Textilmaschine oder einem Kannenmagazin, mit einem Kannenträger zur Aufnahme einer
in einer Reihe angeordneten Kannengruppe, zur Durchführung des Verfahrens nach einem
oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Kannenträger (6, 60, 61, 63, 64, 65, 66, 67, 68) gemeinsam mit dieser Kannengruppe
(31, 310, 311, 312, 313, 314, 315) einer ersten Arbeitsstellung (A1) an der Strecke (2) zum Verbleib während des Füllens der Kannen (3) zustellbar ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Strecke (2) eine Überwachungseinrichtung (210) zugeordnet ist zum Überwachen
des Vorankommens des Füllens der Kannen (3) der an der Strecke (2) befindlichen Kannengruppe
(31, 310, 311, 312, 313, 314, 315), wobei die Überwachungseinrichtung (210) mit einer
Steuervorrichtung (21) in Verbindung steht, welche in Abhängigkeit vom Vorankommen
des Füllens der Kannen (3) ein Signal zum Austauschen des Kannenträgers (6, 60, 61,
63, 64, 65, 66, 67, 68) mit den vollen Kannen (3) dieser Kannengruppe (31, 310, 311,
312, 313, 314, 315) gegen einen anderen Kannenträger (6, 60, 61, 63, 64, 65, 66, 67,
68) mit leeren Kannen (3) einer anderen Kannengruppe (31, 310, 311, 312, 313, 314,
315) auslöst.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Kannenträger (6, 60, 61, 63, 64, 65, 66, 67, 68) zusammen mit der Kannengruppe
(31, 310, 311, 312, 313, 314, 315) in eine weitere Arbeitsstellung (A2, A3, A4) an bzw. in der weiteren Textilmaschine (4) oder in eine Speicherstellung in einem
Kannenmagazin (5) bringbar ist zum Verbleib während des Verarbeitens der in den Kannen
(3) dieser Kannengruppe (31, 310, 311, 312, 313, 314, 315) befindlichen Faserbänder
(30) oder während der Speicherung dieser Kannengruppe (31, 310, 311, 312, 313, 314,
315).
13. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die weitere Textilmaschine (4) und/oder das Kannenmagazin (5), der bzw. dem
der Kannenträger (6, 60, 61, 63, 64, 65, 66, 67, 68) zustellbar ist, einerseits und
der Kannenträger (6, 60, 61, 63, 64, 65, 66, 67, 68) andererseits derart aufeinander
abgestimmt sind, daß ein ganzzahliges Vielfaches von Kannenträgern (6, 60, 61, 63,
64, 65, 66, 67, 68) gleichzeitig in bzw. an dieser Textilmaschine (4) oder einer Sektion
(40) hiervon bzw. in einem Kannenmagazin (5) nebeneinander plazierbar ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die der Strecke (2) zugeordnete Verschiebeeinrichtung (20) ein Endlosband oder
eine Endloskette aufweist, auf welchem bzw. welcher hintereinander mindestens zwei
Kannenträger (6, 60, 61, 63, 64, 65, 66, 67, 68) plazierbar sind, von denen sich einer
in der ersten Arbeitsstellung (A1) der Strecke (2) befindet.
15. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Kannenträger (6, 60, 61, 63, 64, 65, 66, 67) als Palette ausgebildet ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die den Kannenträger (6, 60, 61, 63, 64, 65, 66, 67) bildende Palette übliche
Normabmessungen aufweist, an welche die weitere Textilmaschine (4) oder eine Sektion
(40) hiervon bzw. das Kannenmagazin (5) angepaßt ist.
17. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß dem Kannenträger (6, 60, 61, 63, 64, 65, 66, 67, 68) ein Fahrgestell (74) mit
mindestens einem Räderpaar (740) zugeordnet ist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß dieses mindestens eine Räderpaar (740) mindestens eine Achse (743) aufweist,
welche sich im wesentlichen parallel zur Längserstreckung der Kannengruppe (31, 310,
311, 312, 313, 314, 315) erstreckt.
19. Vorrichtung nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens eine Achse (743) durch mindestens ein nichtdrehbares Lager (744)
aufgenommen wird.
20. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 17 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich zu diesem Räderpaar (740) ein einzelnes Rad (75, 76) vorgesehen ist,
das in bezug auf die durch das Räderpaar (740) festgelegte Bewegungsrichtung voreilend
oder nacheilend ist.
21. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl ein voreilendes als auch eine nacheilendes Rad (75, 76) vorgesehen ist.
22. Vorrichtung nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, daß das einzelne Rad (75, 76) durch eine um eine vertikale Schwenkachse (750, 760)
drehbare Achse (751, 761) getragen wird.
23. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 20 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß das Räderpaar (740) und das mindestens eine einzelne Rad (75, 76) so aufeinander
abgestimmt sind, daß in einer labilen Zwischenstellung das Fahrgestell (74) lediglich
vom Räderpaar (740) abgestützt ist, während es in einer stabilen Kippstellung vom
Räderpaar (740) und einem einzelnen Rad (75, 76) abgestützt wird.
24. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 bis 23, gekennzeichnet durch einen Kannenwagen (7, 78, 79), der den Kannenträger (6, 60, 61, 63, 64, 65, 66, 67)
für den Transport an der Strecke (2), einer anderen Textilmaschine (4) oder einem
Kannenmagazin (5) aufnimmt oder nach dem Transport dort abliefert.
25. Vorrichtung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß dem Kannenwagen (7) eine Steuervorrichtung (71) zugeordnet ist, mittels welcher
der Transportweg und der Transportstartzeitpunkt festlegbar sind.
26. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschiebeeinrichtung (20, 24) der Strecke (2), eine andere Textilmaschine
(4), ein Kannenmagazin (5) und/oder ein Kannenwagen (7, 78, 79) eine an den Kannenträger
(6, 60, 61, 63, 64, 65, 66, 67) angepaßte Kannenträger-Aufnahme (72) aufweist.
27. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 17 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß dem Kannenträger (6, 60, 61, 63, 64, 65, 66, 67, 68) eine Arretiereinrichtung
(720, 724, 8) zugeordnet ist, mit deren Hilfe das Fahrgestell außer Wirkung bringbar
ist.
28. Vorrichtung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß die Arretiereinrichtung (720) eine Hubeinrichtung aufweist.
29. Vorrichtung nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, daß die Hubeinrichtung (720) auf den Kannenträger (6, 60, 61, 63, 64, 65, 66, 67,
68) zur Einwirkung bringbar ist.
30. Vorrichtung nach Anspruch 28 oder 29, dadurch gekennzeichnet, daß die Hubeinrichtung einerseits ein Paar Kufen (62), die der Kannenträger (6,
60, 61, 63, 64, 65, 66, 67, 68) in bezug auf die Kannenreihe an jedem Ende aufweist,
und andererseits eine Kannenträgerführung (720) an der Textilmaschine (4), dem Kannenmagazin
(5) oder dem Kannenwagen (7, 78, 79) zur Aufnahme des Kannenträgers (6, 60, 61, 63,
64, 65, 66, 67, 68) mit Hilfe von dessen Kufen (62) aufweist.
31. Vorrichtung nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, daß die Kannenträgerführung (720) eine Rampe (723) aufweist.
32. Vorrichtung nach Anspruch 31, dadurch gekennzeichnet, daß die Kannenträgerführung (720) eine Rollenbahn (721) aufweist.
33. Vorrichtung nach Anspruch 31 oder 32, dadurch gekennzeichnet, daß der Kannenträgerführung (720) eine steuerbare Verriegelungsvorrichtung (8) zugeordnet
ist.
34. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 bis 33, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelungsvorrichtung (8) durch Auflaufen auf einen stationären Anschlag
(22) zur Freigabe des Kannenträgers (6, 60, 61, 63, 64, 65, 66, 67, 68) betätigbar
ist.
35. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 bis 34, dadurch gekennzeichnet, daß den Kannen (3) der zusammen mit einem Kannenträger (6, 60, 61, 63, 64, 65, 66,
67, 68) in einer bandverarbeitenden Textilmaschine (4) befindlichen Kannengruppe (31,
310, 311, 312, 313, 314, 315) mindestens eine Überwachungseinrichtung (42) zugeordnet
ist, die bei Auslaufen oder Unterbrechen wenigstens eines der Faserbänder (30) dieser
Kannengruppe (31, 310, 311, 312, 313, 314, 315) ansprechbar ist.
36. Vorrichtung nach Anspruch 35, dadurch gekennzeichnet, daß der Überwachungseinrichtung (42) eine Einstellvorrichtung (410) zugeordnet ist,
mittels welcher für das Auslösen einer Funktion ein Wert für die Anzahl von Kannen
(3) der auf dem Kannenträger (6, 60, 61, 63, 64, 65, 66, 67, 68) befindlichen Kannengruppe
(31, 310, 311, 312, 313, 314, 315) festlegbar ist, bei welchen das Faserband (30)
ausgelaufen oder gebrochen ist.
37. Vorrichtung nach Anspruch 36, dadurch gekennzeichnet, daß bei Ansprechen der Überwachungseinrichtung (42) bzw. bei Erreichen eines voreingestellten
Wertes ein Austausch des Kannenträgers (6, 60, 61, 63, 64, 65, 66, 67, 68) gegen einen
anderen, eine Kannengruppe (31, 310, 311, 312, 313, 314, 315) mitführenden Kannenträger
(6, 60, 61, 63, 64, 65, 66, 67, 68) auslösbar ist.