[0001] Die Erfindung betrifft ein Waschabteil einer aus mehreren baukastenartig aneinandergereihten
Abteilen bestehenden Breitwaschmaschine gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Sie geht von EP 0 316 859 B2 aus. Darin wird eine aus insgesamt drei Abteilen bestehende
Breitwaschmaschine beschrieben. In jedem einzelnen Abteil ist der Boden als Auffangschale
für die gesamte Waschflüssigkeit ausgebildet, die in dem Abteil von der durchlaufenden
Warenbahn abtropft. Die gesammelte Waschflüssigkeit wird über ein Abflußrohr einem
Sammelbehälter zugeführt. Eine Pumpe ist saugseitig mit dem Sammelbehälter und druckseitig
über eine gemeinsame Leitung mit den verschiedenen Gießrinnen des Abteils verbunden.
Von der zuletzt genannten Leitung ist eine Zweigleitung zu einer am Auslauf des Abteils
angeordneten, auf einen kurzen, etwa horizontalen Abschnitt des Warenlaufs zielenden
Flachstrahldüse geführt. Darunter ist ein Trichter angeordnet, der die aufgefangene
Waschflüssigkeit in den Sammelbehälter zurückführt.
[0003] Die Sammelbehälter der verschiedenen Abteile sind kaskadenartig über Wehre verbunden.
Die dem auslaufseitigen Abteil zugeführte Waschflüssigkeit wird daher entgegen der
Warenlaufrichtung von Abtei zu Abteil geführt und aus dem einlaufseitigen Abteil abgeführt.
[0004] Beim Auswaschen von Warenbahnen, die mit einer hohen Konzentration relativ leicht
auswaschbarer Verunreinigungen belastet sind, ist es grundsätzlich möglich, innerhalb
eines Abteils die Konzentration sehr stark zu vermindern, so daß sie am Auslauf erheblich
niedriger liegt als am Einlauf. Voraussetzung ist aber, daß die Konzentration der
Waschflüssigkeit deutlich niedriger liegt als die angestrebte Konzentration der Flüssigkeit,
die am Auslauf von der Warenbahn noch mitgeführt wird. Da in dem ganzen Abteil die
gleiche Waschflüssigkeit eingesetzt wird, ergibt sich zwangsläufig, daß im einlaufseitigen
Bereich, wo die Konzentration auf der Warenbahn noch relativ hoch ist, ein unnötig
hohes Konzentrationsgefälle zwischen Ware und Waschflüssigkeit besteht. Relativ saubere
Waschflüssigkeit kommt an einer Stelle zum Einsatz, an der ein gleich guter Wascheffekt
auch mit einer stärker verunreinigten Waschflüssigkeit zu erzielen wäre. Das bedeutet,
daß die Waschflüssigkeit nicht optimal genutzt wird. Würde man jedoch den Waschprozess
so führen, daß am Einlauf des Abteils das Konzentrationsgefälle nicht größer ist als
nötig, so könnte am Auslauf des Abteils mangels ausreichenden Konzentrationsgefälles
die gewünschte Absenkung der Konzentration auf der Ware nicht erreicht werden.
[0005] Eine andere Waschmaschine, die ebenfalls aus insgesamt drei dem Oberbegriff des Anspruchs
1 entsprechenden Abteilen aufgebaut ist, wird in EP 0 358 969 B1 beschrieben. Abweichend
von dem vorher erläuterten Stand der Technik wird hierbei den am Auslauf des Abtes
angeordneten Flachstrahldüsen frische Waschflüssigkeit bzw. solche aus dem in Warenlaufrichtung
folgenden Abteil zugeführt. Die darunter abtropfende Waschflüssigkeit wird ganz oder
teilweise in das folgende Abteil zurückgeführt und dort mit der von den senkrechten
Schleifen abtropfenden Waschflüssigkeit vereinigt. Übereinstimmend mit dem zuvor erläuterten
Stand der Technik wird aber die gesamte im Bereich der senkrechten Schleifen eines
Abtes abtropfende Waschflüssigkeit in einem einzigen Behälter gesammelt und von dort
zu den verschiedenen Gießrinnen des Abteils über eine gemeinsame Leitung zurückgepumpt.
Die aufgezeigte Problematik besteht daher im wesentlichen unverändert auch bei dieser
Waschmaschine.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Waschabteil gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 zu schaffen, bei dem unter optimaler Nutzung der Waschflüssigkeit ein
hoher Wascheffekt erreicht wird. Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale
des Anspruchs 1 gelöst.
[0007] Weitere vorteilhafte Merkmale der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche
2 bis 15.
[0008] Die Zeichnung dient zur Erläuterung der Erfindung anhand eines vereinfacht dargestellten
Ausführungsbeispiels.
[0009] Figur 1 zeigt schematisch ein Waschabteil gemäß der Erfindung.
[0010] Figur 2 zeigt in größerem Maßstab einen Ausschnitt aus Figur 1.
[0011] Das Waschabteil gemäß Figur 1 ist etwa 2,0 m hoch und 2,0 bis 3,0 m lang. Es hat
ein Gehäuse mit einer Decke 1, einem Boden 2 und mit Seitenwänden, die parallel zur
Ebene der Figur 1 liegen. Die bauliche Gestaltung an der Einlaufseite 3 und der Auslaufseite
4 hängt von der Position des Waschabteils innerhalb der gesamten Waschmaschine ab.
Sie entspricht dem Stand der Technik und gehört nicht zur Erfindung. Daher ist eine
weitere Beschreibung an dieser Stelle entbehrlich.
[0012] In dem Waschabteil sind in der Nähe der Decke 1 insgesamt sechs Oberwalzen 5, 6,
5a, 6a, 5b, 6b in gleichmäßigen kurzen Abständen alle in gleicher Höhe in einer Reihe
angeordnet. In der Nähe des Bodens ist in ähnlicher Weise eine Reihe von sechs Unterwalzen
7, 8, 7a, 8a, 7b, 8b angeordnet. Im Betrieb umschlingt eine zunächst der Unterwalze
7 zulaufende Warenbahn 9 in annähernd senkrechten Schleifen in bekannter Weise abwechselnd
die Unterwalzen und die Oberwalzen.
[0013] Mit Abstand unter den Unterwalzen sind am Boden 2 Sammelbehälter 10, 10a, 10b in
Warenlaufrichtung hintereinander angeordnet. Der dem Einlauf 3 zunächst liegende Sammelbehälter
10 hat ein Überlaufwehr 11. Dieses ist so angeordnet, daß überschüssige Waschflüssigkeit
in einen Abfluß 12 gelangt. Zwischen dem einlaufseitigen Sammelbehälter 10 und dem
benachbarten Sammelbehälter 10a ist ein Überlaufwehr 11a angeordnet, zwischen dem
Sammelbehälter 10a und dem dahinter anschließenden Sammelbehälter 10b ein Überlaufwehr
11b. Das Überlaufwehr 11a ist senkrecht unter dem zwischen den Unterwalzen 8, 7a bestehenden
Spalt angeordnet und parallel zu den Unterwalzen ausgerichtet. Das Überlaufwehr 11b
ist in entsprechender Weise unter dem Spalt zwischen den Unterwalzen 8a, 7b angeordnet.
Die Überlaufwehre 11, 11a, 11b der drei Sammelbehälter 10, 10a, 10b sind nach Art
einer Treppe angeordnet, die von der Einlaufseite 3 in Richtung auf die Auslaufseite
4 ansteigt, so daß ein Durchfluß von Waschflüssigkeit von Sammelbehälter zu Sammelbehälter
nur in der dem Warenlauf entgegengesetzten Richtung möglich ist.
[0014] Senkrecht über den Sammelbehältern 10, 10a, 10b befinden sich die Zonen 13, 13a,
13b des Waschabteils. Waschflüssigkeit, die im Betrieb in der Zone 13 von der Warenbahn
abtropft, gelangt daher in den Sammelbehälter 10, abtropfende Waschflüssigkeit der
Zonen 13a und 13b in die Sammelbehälter 10a bzw. 10b.
[0015] Zu der einlaufseitigen Zone 13, die in Figur 2 in größerem Maßstab dargestellt ist,
gehören die beiden Oberwalzen 5, 6 sowie die beiden Unterwalzen 7, 8. Über der einlaufseitigen
Unterwalze 7, mit der die einlaufende Warenbahn zuerst in Berührung kommt, ist eine
Gießrinne 14 angeordnet, welche eine sich über die gesamte Arbeitsbreite erstreckende
Überlaufkante 15 aufweist. Die Überlaufkante 15 ist auf der dem Einlauf zugekehrten
Seite angebracht, so daß Waschflüssigkeit, die aus der Gießrinne 14 über die Überlaufkante
15 abfließt, in den Zwickel gelangt, der zwischen der Mantelfläche der Unterwalze
7 und dem in Richtung des Pfeils 16 zulaufenden Trum der Warenbahn 9 gebildet wird.
In die Gießrinne 14 mündet eine Leitung 17, die mit der Druckseite einer Pumpe 18
verbunden ist. Saugseitig ist die Pumpe 18 durch eine Leitung 19 mit dem Sammelbehälter
10 verbunden. Zwischen Sammelbehälter 10 und Pumpe 18 ist ein Filter 20 eingeschaltet.
[0016] Über der einlaufseitigen Oberwalze 5 der Zone 13 ist eine Spritzdüse 21 angebracht,
die radial auf die Oberwalze 5 gerichtet ist und sich über die gesamte Arbeitsbreite
erstreckt. Sie ist durch eine von der Leitung 17 ausgehende Zweigleitung 22 mit der
Druckseite der Pumpe 18 verbunden. Die Zweigleitung 22 ist mit einem Dosierventil
23 ausgestattet. Eine zweite Spritzdüse 24 ist unter der Unterwalze 8 angeordnet und
radial auf diese gerichtet. Sie ist - ähnlich wie die Spritzdüse 21 - über eine Zweigleitung
25 an die Leitung 17 angeschlossen.
[0017] Über der einlaufseitigen Oberwalze 5 ist im Warenlauf vor der Spritzdüse 21 eine
Dampfdüse 26 angebracht, die an eine Dampfleitung 27 angeschlossen ist. Über der anderen
Oberwalze 6 ist eine Auflagewalze 28 angebracht, die an einer Schwinge 29 gelagert
ist. Zwischen der Oberwalze 6 und der Oberwalze 5a der anschließenden Zone 13a befindet
sich ein Spritzblech 30.
[0018] Die Zonen 13a und 13b sind völlig analog zu der Zone 13 aufgebaut. Zu den in der
obigen Beschreibung der Zone 13 verwendeten Bezugszeichen ist bei den entsprechenden
Teilen der Zonen 13a, 13b der Buchstabe

a" bzw.

b" hinzugefügt worden. Um eine verwirrende Überladung der Figur 1 zu vermeiden, sind
etliche Bezugszeichen nicht eingetragen worden.
[0019] An die Zone 13b schließt sich eine Auslaufzone 31 an, in der am Boden ein Trog 32
angeordnet ist. Dieser kann, wie durch eine gestrichelte Linie 33 angedeutet, durch
ein Überlaufwehr von dem Sammelbehälter 10b getrennt sein. Das Überlaufwehr kann aber
auch fehlen, so daß der Trog 32 ohne trennendes Zwischenelement mit dem Sammelbehälter
10b eine Einheit bildet. Eine Tauchwalze 34 ist in dem Trog 32 so gelagert, daß sich
ein Teil der Mantelfläche unter dem Flüssigkeitsspiegel befindet. Sie liegt also tiefer
als die Unterwalzen 7, 8..., die mit Abstand über den Sammelbehältern 10, 10a, 10b
angeordnet sind. An die Tauchwalze 34 schließen sich - in Richtung des Warenlaufes
aufeinanderfolgend - noch weitere Walzen an, und zwar eine Tänzerwalze 35 zur Regelung
der Warenbahnspannung, eine Leitwalze 36, zwei annähernd in gleicher Höhe mit Abstand
voneinander gelagerte Umlenkwalzen 37, 38 und eine Auslaufwalze 39, die mit geringem
Abstand über der Umlenkwalze 38 angeordnet ist.
[0020] Über der Tauchwalze ist eine Verteilerrinne 40 angebracht. Sie hat auf der Seite,
die dem zwischen Oberwalze 6b und Tauchwalze 34 laufenden Warenbahntrum zugekehrt
ist, eine Überlaufkante, so daß Waschflüssigkeit, die über eine Leitung 41 der Verteilerrinne
40 zugeführt wird, in den Zwickel zwischen diesem Warenbahntrum und der Mantelfläche
der Tauchwalze 34 gelangt.
[0021] Über den Umlenkwalzen 37, 38 ist eine Flachstrahldüse 42 angeordnet, die in den Zwischenraum
zwischen den beiden Umlenkwalzen gerichtet ist. Sie ist mit einer Zweigleitung 43
der Leitung 41 verbunden. Unter den beiden Umlenkwalzen 37, 38 ist ein Trichter 44
angeordnet, dessen Abflußrohr 45 in den Trog 32 einmündet.
[0022] Im Bereich des Troges 32 durchdringt ein Rohrstutzen 46 den Boden des Abteils. Er
ist mit einem nicht dargestellten Abzugrohr verbunden.
[0023] Im Betrieb kommt die in feuchtem Zustand einlaufende Warenbahn 9 zunächst mit der
aus der Gießrinne 14 zugeführten Waschflüssigkeit in Berührung. Die Waschflüssigkeit
ist, wie sich aus dem folgendem ergibt, mit einer gewissen Konzentration von ausgewaschenen
Verunreinigungen belastet. Jedoch liegt die Konzentration deutlich niedriger als die
Konzentration der Flüssigkeit, mit der die einlaufende Warenbahn getränkt ist. Durch
den Konzentrationsunterschied ergibt sich ein Wascheffekt in der Weise, daß die von
der Warenbahn mitgeführte, stärker verunreinigte Flüssigkeit durch die zugeführte
Waschflüssigkeit, die beim Umlaufen der Unterwalze 7 durch die Warenbahn hindurchgedrückt
wird, teilweise verdrängt wird. Hinter der Unterwalze 7 hat daher die von der Warenbahn
mitgeführte Flüssigkeit eine niedrigere Konzentration als vorher. Auf dem Weg zur
Oberwalze 5 stellt sich durch Diffusionsvorgänge zwischen den Resten der ursprünglichen
Feuchte und der neu zugeführten Waschflüssigkeit ein Konzentrationsausgleich ein.
An der Oberwalze 5 wird mit der Spritzdüse 21 Waschflüssigkeit auf die Warenbahn aufgebracht,
nachdem diese unmittelbar vorher zwecks Intensivierung der Austauschvorgänge durch
die Dampfdüse 26 mit Dampf beaufschlagt worden ist. Die mit der Spritzdüse 21 aufgebrachte
Waschflüssigkeit läuft an dem der Unterwalze 8 zulaufenden Warenbahntrum nach unten
und spült dabei die Oberfläche der Warenbahn. Anschließend gelangt sie in den Zwickel
über der Unterwalze 8 und wird beim Umlaufen der Unterwalze 8 durch die Warenbahn
hindurchgedrückt. Gleichzeitig erfolgt eine Spülung durch zusätzliche Waschflüssigkeit,
die mit der Spritzdüse 24 von unten aufgesprüht wird. Anhaftende Waschflüssigkeitläuft
auf dem Weg zur Oberwalze 6 teilweise nach unten ab. Die verbleibende Waschflüssigkeit
wird durch die Auflagewalze 28 teilweise abgequetscht, so daß nur eine relativ geringe
Menge in die nachfolgende Zone 13a mitgeschleppt wird. Die mitgeführte Feuchte hat
an dieser Stelle eine Konzentration, die deutlich unter der Konzentration der ursprüngliche
anhaftenden Feuchte liegt. Sie liegt nicht viel höher als die Konzentration der in
der Zone 13 eingesetzten Waschflüssigkeit.
[0024] In der Zone 13a wird die Warenbahn in entsprechender Weise erneut mit Waschflüssigkeit
und Dampf behandelt, anschließend ebenso in der Zone 13b. In der Auslaufzone 31 wird
die Warenbahn zunächst in dem Trog 32 an der Tauchwalze 34 gründlich gespült. Zwischen
den Umlenkwalzen 37, 38 wird auf die Warenbahn, die mit leichtem Gefälle von der Oberseite
der Umlenkwalze 37 zur Unterseite der Umlenkwalze 38 läuft, frische, von außen zugeführte
Waschflüssigkeit aufgespritzt, die unmittelbar anschließend beim Umlauf um die Umlenkwalze
38 und die Auslaufwalze 39 durch die Ware hindurchgedrückt wird. Auf diese Weise wird
die Waschflüssigkeit, mit der die Ware in der Zone 13b behandelt worden ist, weitgehend
aus der Ware herausgedrückt und durch frische Waschflüssigkeit ersetzt. Als

frische Waschflüssigkeit" kann z. B. Leitungswasser oder auch entmineralisiertes Wasser
eingesetzt werden. Wenn das Waschabteil in einer aus mehreren hintereinander geschalteten
Abteilen bestehenden Breitwaschmaschine als Einlaufabteil oder auch als Zwischenabteil
im Einsatz ist, kann ihm auch die aus einem in Warenlaufrichtung nachfolgenden Abteil
entnommene Waschflüssigkeit als

frische Waschflüssigkeit" zugeführt werden. Wesentlich ist, daß in der zugeführten
frischen Waschflüssigkeit die Konzentration an Verunreinigungen deutlich niedriger
liegt als die angestrebte Konzentration in der Feuchte, die von der Warenbahn am Auslauf
der Zone 13b noch mitgeführt wird.
[0025] Die zugeführte frische Waschflüssigkeit wird in der Auslaufzone 31 nur in geringem
Maß mit Verunreinigungen belastet, da die Warenbahn in dieser Zone schon relativ sauber
ist. In den Zonen 13b, 13a, 13, in denen die Waschflüssigkeit umgepumpt und intensiv
mit der Warenbahn in Berührung gebracht wird, reichert sich die Waschflüssigkeit stufenweise
mit Verunreinigungen an. Im stationären Betrieb stellt sich in jeder Zone eine Gleichgewichtskonzentration
ein. Sie liegt um so niedriger, je mehr frische Waschflüssigkeit zugeführt wird. Die
Waschflüssigkeit wird so dosiert, daß in jeder Zone zwischen der Konzentration der
Waschflüssigkeit und der Konzentration der Flüssigkeit, mit der die Warenbahn beladen
ist, eine ausreichende Differenz besteht. Die Differenz ist maßgebend für den Wascheffekt,
nicht der Absolutwert der Konzentration der Waschflüssigkeit. In der Zone 13b, die
der Auslaufzone 31 im Warenlauf unmittelbar vorgeschaltet ist, ist daher eine relativ
saubere Waschflüssigkeit erforderlich. Da die dorthin gelangende Warenbahn bereits
in den Zonen 13, 13a mehrere Waschvorgänge durchlaufen hat, wird in der Zone 13b die
Waschflüssigkeit nur wenig verunreinigt. Hierbei ist besonders hervorzuheben, daß
im Gegensatz zum Stand der Technik, bei dem sich innerhalb eines Abteils die gesamte
abtropfende Waschflüssigkeit vermischt, bei dem erfindungsgemäßen Waschabteil die
Verschleppung von Verunreinigungen aus den vorhergehenden Zonen 13, 13a in die Zone
13b vermieden wird. Daher läßt sich in der Zone 13b mit relativ geringer Zufuhr von
frischer Waschflüssigkeit die erforderliche niedrige Konzentration aufrechterhalten.
[0026] Die schwach belastete Waschflüssigkeit der Zone 13b gelangt über das Überlaufwehr
11b in den Sammelbehälter 10a und somit in den Kreislauf der Zone 13a. Dort ist die
Konzentration der von der Ware mitgeführten Flüssigkeit noch so hoch, daß trotz der
schon erhöhten Konzentration der im Kreislauf umgepumpten Waschflüssigkeit noch das
für den gewünschten Wascheffekt erforderliche Konzentrationsgefälle besteht. Die Aufrechterhaltung
des Konzentrationsgefälles wird ermöglicht durch die erfindungsgemäße Anordnung, die
einen Übertritt von Waschflüssigkeit aus der Zone 13 in die Zone 13a - abgesehen von
der geringen Menge der an der Ware anhaftenden Waschflüssigkeit - praktisch ausschließt.
In der entsprechenden Weise gelangt die überschüssige Waschflüssigkeit aus der Zone
13a in den Kreislauf der Zone 13. Dort ist das Konzentrationsgefälle zu der noch relativ
stark verunreinigten Flüssigkeit, die von der Warenbahn mitgeführt wird, ausreichend
groß zur Erzielung des gewünschten Wascheffekts.
[0027] Eine komplette Breitwaschmaschine kann z. B. in der Weise aufgebaut sein, daß drei
erfindungsgemäße Waschabteile aneinandergereiht sind. Es ist aber auch möglich und
kann je nach den gestellten Anforderungen aus Kostengründen vorteilhaft sein, mindestens
ein erfindungsgemäßes Waschabteil mit mindestens einem herkömmlichen Waschabteil,
vorzugsweise gemäß dem eingangs angegebenen Stand der Technik, zu kombinieren. In
der Regel ist es empfehlenswert, das erfindungsgemäße Waschabteil einzusetzen, wenn
innerhalb eines einzigen Abteils eine hohe Anfangskonzentration der von der Ware mitgeführten
Feuchte erheblich zu verkleinern ist. Dies trifft in vielen Anwendungsfällen für das
einlaufseitige Abteil einer Breitwaschmaschine zu, mitunter auch für ein daran anschließenden
Zwischenabteil. Dahinter kann ein dem erörterten Stand der Technik entsprechendes
Auslaufabteil zum Einsatz kommen, ggf. auch ein ebensolches, dem Auslaufabteil unmittelbar
vorgeschaltetes Zwischenabteil.
1. Waschabteil einer aus mehreren baukastenartig aneinandergereihten Abteilen bestehenden
Breitwaschmaschine mit folgenden Merkmalen:
a) In einem Gehäuse reihenweise angeordnet sind Oberwalzen und Unterwalzen zum Führen
der zu behandelnden Warenbahn in senkrechten oder annähernd senkrechten Schleifen;
b) über mindestens zwei Unterwalzen befindet sich je eine Gießrinne zum Einleiten
von Waschflüssigkeit in den Zwickel zwischen der Mantelfläche der Unterwalze und dem
ihr zulaufenden Warenbahntrum;
c) dem Waschabteil zugeordnet sind Einrichtungen zum Zuführen frischer Waschflüssigkeit,
zum Auffangen der von der Warenbahn abtropfenden Waschflüssigkeit, zum Umpumpen aufgefangener
Waschflüssigkeit im Kreislauf zurück zu den Gießrinnen und zum Ableiten überschüssiger
Waschflüssigkeit;
gekennzeichnet durch folgende weitere Merkmale:
d) unter den Unterwalzen (7, 8; 7a, 8a; 7b, 8b) befinden sich - in Warenlaufrichtung
hintereinander angeordnet - mindestens zwei separate Sammelbehälter (10, 10a, 10b)
zum Auffangen der in den entsprechenden Zonen (13, 13a, 13b) des Waschabteils von
der Warenbahn (9) abtropfenden Waschflüssigkeit;
e) in jeder Zone (13, 13a, 13b) ist über mindestens einer Unterwalze (7, 7a, 7b) eine
Gießrinne (14, 14a, 14b) angeordnet;
f) jeder einzelnen Zone (13, 13a, 13b) ist eine saugseitig mit dem Sammelbehälter
(10, 10a, 10b) und druckseitig mit der Gießrinne (14, 14a, 14b) verbundene Pumpe (18,
18a, 18b) zugeordnet;
g) zwischen den Kreisläufen je zweier benachbarter Zonen (13, 13a, 13b) besteht eine
Verbindung (11a, 11b), welche einen Durchfluß von Waschflüssigkeit nur in der dem
Warenlauf entgegengesetzten Richtung zuläßt.
2. Waschabteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sammelbehälter (10) der
dem Einlauf (3) benachbarten Zone (13) durch ein Überlaufwehr (11) mit einem Abfluß
(12) in Verbindung steht.
3. Waschabteil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Sammelbehältern
(10, 10a, 10b) je zweier benachbarter Zonen (13, 13a, 13b) ein Überlaufwehr (11a,
11b) angeordnet ist und daß die Überlaufwehre (11, 11a, 11b) nach Art einer in Warenlaufrichtung
ansteigenden Treppe angeordnet sind.
4. Waschabteil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in jeder
Zone (13, 13a, 13b) zwei Oberwalzen (5, 6; 5a, 6a; 5b, 6b) und zwei Unterwalzen (7,
8; 7a, 8a; 7b, 8b) angeordnet sind und daß die Gießrinne (14, 14a, 14b) über der dem
Einlauf (3) zunächst liegenden Unterwalze (7, 7a, 7b) der Zone (13, 13a, 13b) angeordnet
ist.
5. Waschabteil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Zone (13,
13a, 13b) mit mindestens einer Spritzvorrichtung (21, 21a, 21b, 24, 24a, 24b) zum
Aufspritzen von Waschflüssigkeit auf die Warenbahn (9) ausgestattet ist und daß die
Spritzvorrichtung mit einer Leitung (22, 22a, 22b, 25, 25a, 25b) verbunden ist, die
von der zur Gießrinne (14, 14a, 14b) dieser Zone führenden Leitung (17, 17a, 17b)
abgezweigt ist.
6. Waschabteil nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Spritzvorrichtung (21,
21a, 21b, 24, 24a, 24b) im Warenlauf hinter der Gießrinne (14, 14a, 14b) angeordnet
ist.
7. Waschabteil nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine Spritzvorrichtung (21,
21a, 21b) über der dem Einlauf (3) zunächstliegenden Oberwalze (5, 5a, 5b) angeordnet
und annähernd radial zu dieser Oberwalze ausgerichtet ist.
8. Waschabteil nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß im Warenlauf vor der Spritzvorrichtung
(21, 21a, 21b) über der Oberwalze (5, 5a, 5b) eine Dampfdüse (26, 26a, 26b) angeordnet
und annähernd radial zu dieser Oberwalze ausgerichtet ist.
9. Waschabteil nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß eine Spritzvorrichtung
(24, 24a, 24b) unter der dem Auslauf (4) zunächstliegenden Unterwalze (8, 8a, 8b)
angeordnet und annähernd radial zu dieser Unterwalze ausgerichtet ist.
10. Waschabteil nach einem der Ansprüche 4 bis 9, gekennzeichnet durch eine Auflagewalze
(28, 28a, 28b) über der dem Auslauf (4) zunächstliegenden Oberwalze (6, 6a, 6b).
11. Waschabteil nach einem der Ansprüche 1 bis 10, gekennzeichnet durch Trennbleche (30,
30a) zwischen den Oberwalzen (6, 5a; 6a, 5b) benachbarter Zonen (13, 13a, 13b).
12. Waschabteil nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß in einer
Auslaufzone (31) in annähernd gleicher Höhe mit Abstand zwei Umlenkwalzen (37, 38)
angeordnet sind, daß eine Flachstrahldüse (42), die an eine Leitung (43) zum Zuführen
frischer Waschflüssigkeit angeschlossen ist, von oben in den Zwischenraum der beiden
Umlenkwalzen (37, 38) gerichtet ist und daß darunter ein Trichter (44) angeordnet
ist, von dem ein Abflußrohr (45) zu einem Trog (32) geführt ist.
13. Waschabteil nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Trog (32) - im Warenlauf
den Umlenkwalzen (37, 38) vorgeschaltet - eine Tauchwalze (34) angeordnet ist.
14. Waschabteil nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch eine über der Tauchwalze (34) angeordnete
Verteilerrinne (40), die mit einer Frischwasserleitung (41) verbunden ist.
15. Waschabteil nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Trog
(32) mit dem Sammelbehälter (10b) der dem Auslauf (4) zunächstliegenden Zone (13b)
eine Einheit bildet.