(19)
(11) EP 0 877 343 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
11.11.1998  Patentblatt  1998/46

(21) Anmeldenummer: 98107640.9

(22) Anmeldetag:  27.04.1998
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6G07F 9/10
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK RO SI

(30) Priorität: 09.05.1997 DE 29708381 U

(71) Anmelder: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT
80333 München (DE)

(72) Erfinder:
  • Lissewski, Gerd
    90599 Dietenhofen (DE)
  • Vogel, Günter
    91154 Roth (DE)

   


(54) Verkaufsautomat


(57) Verkaufsautomat (1) mit einem Fundament (3) und einem Gehäuse (2), das auf dem Fundament (3) aufstellbar ist, wobei an einer dem Fundament (3) zugewandten Seite des Gehäuses (2) des Verkaufsautomaten (1) eine Isolationsschicht (8,9) angeordnet ist.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Verkaufsautomaten mit einem Fundament und einem Gehäuse, das auf dem Fundament aufstellbar ist.

[0002] Verkaufsautomaten, wie Parkscheinautomaten, Fahrkartenautomaten etc., werden in der Regel im Freien aufgestellt. Dort sind sie den Witterungseinflüssen, wie Sonne, Regen, Wind, Schnee, Bodenfeuchtigkeit usw., ausgesetzt. Aufgrund dieser Witterungseinflüsse können sich bei der in solchen Verkaufsautomaten vorgenommenen Verarbeitung von Papier, Geldscheinen, Münzen und bargeldlosen Zahlungsmitteln, wie Magnet-Chip- und Transponderkarten, Störungen ergeben.

[0003] Da derartige Verkaufsautomaten vergleichsweise häufig mittels Solarenergie mit elektrischer Energie versorgt werden, wird in ihnen aus Gründen der Energiebilanz das Thermodruckverfahren angewendet. Das für dieses Thermodruckverfahren erforderliche Thermopapier ist jedoch hygroskopisch. Unter Einfluß von Feuchtigkeit quillt das Thermopapier auf, wobei sich die Thermoschicht ablöst. Feuchtes Thermopapier klebt innerhalb von Sekunden am heißen Thermokopf der Thermodruckanlage fest. Beim nächsten Bearbeitungsvorgang ist ein Motor der Thermodruckanlage dann nicht mehr in der Lage, das festklebende Thermopapier loszureißen; vielmehr wird dieses Thermopapier im Druckwerk zusammengerollt, so daß ein Papierstau entsteht.

[0004] Auch die dem Thermokopf nachgeordneten Papierschneideinrichtungen können in Mitleidenschaft gezogen werden, da sich feuchtes Thermopapier nicht sauber schneiden läßt, sondern reißt. Hierdurch werden die Messer der Papierschneideinrichtungen stumpf, so daß sie das Thermopapier zwischen sich ziehen, anstatt es zu schneiden.

[0005] Durch in den Verkaufsautomaten eingedrungene Feuchtigkeit, die insbesondere als Kondensat auftreten kann, werden jedoch auch elektronische Bauteile des Verkaufsautomaten nachteilhaft beeinflußt. Lichtschranken und Schwingkreise in Meß- und Überwachungssystemen betauen und führen dadurch zu einem Fehlverhalten des Verkaufsautomaten, z.B. dazu, daß induktive Münzschlitzsperren andauernd geöffnet bleiben, induktive Meßsysteme in Münzprüfern falsche Münzwerte liefern, Münzen aufgrund von betauten Lichtschranken am Austrittskanal von Münzprüfern nicht mehr erkannt werden und Schwingkreise in elektronischen Uhren und Taktgebern auf CPU zu schwingen aufhören und somit zum Ausfall der gesamten Elektronik führen.

[0006] Die vorstehend erläuterten Störfälle führen regelmäßig zum vollständigen Ausfall des Verkaufsautomaten und damit zu erheblichen wirtschaftlichen Schäden für die Betreiber des Verkaufsautomaten. Darüber hinaus können die Hersteller derartiger Verkaufsautomaten mit Regreßforderungen beaufschlagt werden, falls entsprechende Regelungen zwischen dem Hersteller und dem Betreiber solcher Verkaufsautomaten bestehen.

[0007] Bei bekannten eingangs geschilderten Verkaufsautomaten, die an eine 230 V-Energieversorgung angeschlossen sind, wurden zur Lösung dieser Problematik Heizungen installiert.

[0008] Eine derartige Lösung ist beispielsweise für solche Verkaufsautomaten, die durch die Energieversorgung einer benachbarten Straßenbeleuchtung versorgt werden, nur bedingt wirksam, da die Heizung nur während der Einschaltdauer der Straßenbeleuchtung betrieben wird.

[0009] Für mittels Solarenergie mit elektrischer Energie versorgte Verkaufsautomaten ist diese Lösung aufgrund des hohen Energieverbrauchs der Heizung, der in der Regel bei 50 Watt liegt, völlig ausgeschlossen.

[0010] Des weiteren wurde versucht, die Gehäuse derartiger Verkaufsautomaten durch an Türen od.dgl. vorgesehene umlaufende Dichtungen gegen das Eindringen von Feuchtigkeit zu schützen, wobei dann die Innenseite des Gehäuses mit wärmeisolierenden mehrschichtigen Materialien ausgekleidet wurde.

[0011] Die vorstehend aufgeführten Lösungsmöglichkeiten verfügen aber entweder nicht über die erforderliche Anwendungsbreite oder aber sie führten nicht zu befriedigenden Lösungen.

[0012] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Verkaufsautomaten mit einem Fundament und einem auf dem Fundament aufstellbaren Gehäuse zu schaffen, bei dem der Innenraum des Gehäuses besser als bei aus dem Stand der Technik bekannten Lösungen gegen das Eindringen von Feuchtigkeit geschützt ist.

[0013] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß an einer dem Fundament zugewandten Seite des Gehäuses des Verkaufsautomaten eine Isolationsschicht angeordnet ist. Wesentlich für die erfinderische Lösung ist die bei der Entwicklung der Erfindung gewonnene Erkenntnis hinsichtlich des Ursprungs der Feuchtigkeit in den Verkaufsautomaten, wobei insbesondere diejenige Feuchtigkeit berücksichtigt wurde, die Ausfälle zur Folge hat, wohingegen auch diejenige Feuchtigkeit ermittelt wurde, die keinen Einfluß auf die Funktionstüchtigkeit der Verkaufsautomaten hat.

[0014] Diejenige Feuchtigkeit, die zu Steuer- und Ausfällen der Verkaufsautomaten führt, stammt, wie herausgefunden wurde, nicht vom direkten Eintritt flüssigen Wassers durch die im Gehäuse des Verkaufsautomaten funktionsbedingt vorhandenen Öffnungen; vielmehr werden Stör- und Ausfälle durch diejenige Feuchtigkeit veranlaßt, die durch kondensierenden Wasserdampf entsteht, der aus dem Boden bzw. aus dem Fundament in den Verkaufsautomaten gelangt. Das Fundament eines derartigen Verkaufsautomaten speichert große Mengen von Feuchtigkeit. Durch Sonneneinstrahlung und durch die beim Betrieb der Verkaufsautomaten entstehende Eigenwärme verdampft die Feuchtigkeit im Fundament und dringt durch eine Bodenöffnung im Gehäuse des Verkaufsautomaten in den Verkaufsautomaten ein. Dort verteilt sich die Feuchtigkeit - begünstigt durch die kaminähnliche Bauweise - im gesamten Verkaufsautomaten; sinkt die Temperatur außerhalb des Verkaufsautomaten, kondensiert die Feuchtigkeit im Inneren derselben und schlägt sich sowohl an der Innenseite des Gehäuses als auch an den im Gehäuse aufgenommenen Funktionskomponenten des Verkaufsautomaten nieder.

[0015] Zusätzliche Abdichtungsmaßnahmen im Bereich der Türen wären somit kontraproduktiv, da mit Feuchtigkeit beaufschlagte Luft aus dem Innenraum des Gehäuses des Verkaufsautomaten umso weniger abziehen kann.

[0016] Durch die erfindungsgemäße Abdichtung des Innenraums des Gehäuses gegen das Fundament wird wirksam verhindert, daß Feuchtigkeit aus dem Fundament in den Verkaufsautomaten eindringt.

[0017] Der wirtschaftlich und technisch große Aufwand von mittels Bitumen durchgeführten Abdichtungsmaßnahmen kann entfallen. Dennoch kann die Grundseite des Verkaufsautomaten für etwaige Nachrüstungsmaßnahmen offen bleiben. Die erfindungsgemäße Isolationsschicht ist undurchlässig gegenüber Wasserdampf und Wasser in flüssiger Form. Somit ist sowohl eine Unterbrechung des Wasserdampfnachschubs aus dem Fundament gewährleistet, als auch eine Unterbrechung von infolge Kapillarwirkung zwischen Gehäuse und Fundament in das Gehäuse eindringenden flüssigen Wassers. Die erfindungsgemäße Isolationsschicht wirkt darüber hinaus auch thermisch isolierend.

[0018] Zweckmäßigerweise kann die fundamentseitige Isolationsschicht des erfindungsgemäßen Verkaufsautomaten aus einer Kunststoffmatte aus handelsüblichem Dämmaterial zur Isolation von Bauwerken gegen Feuchtigkeit ausgebildet sein. Der wirtschaftliche Aufwand für derartige Kunststoffmatten ist vergleichsweise gering. Darüber hinaus geht die Beschaffung derartiger Kunststoffmatten lediglich mit einem geringen Aufwand einher. Das vergleichsweise geringe Gewicht dieses handelsüblichen Dämmaterials hat zur Folge, daß derartige Kunststoffmatten leicht als Beipackung zu den Verkaufsautomaten verschickt werden können. Im Gegensatz zum Einsatz von Vergußmassen sind die erfindungsgemäß eingesetzten Kunststoffmatten zerstörungsfrei wieder herausnehmbar und lassen sich am Einsatzort leicht und ohne Werkzeug von lediglich einer Person einbauen.

[0019] Eine weitere Vereinfachung ergibt sich, wenn die Kunststoffmatte zweigeteilt ist.

[0020] Hierbei sollte eine Trennlinie zwischen den beiden Mattenteilen der Kunststoffmatte über eine Bodenöffnung einer Grundplatte des Gehäuses des Verkaufsautomaten verlaufen, da die beiden Mattenteile beim Aneinanderlegen an der Trennfläche ein den Verkaufsautomaten durch dessen Bodenöffnung verlassendes Kabel abdichtend umschließen können.

[0021] Wenn die Isolationsschicht entsprechend dem Querschnitt des Gehäuses des Verkaufsautomaten zugeschnitten ist, kann sie den gesamten Querschnitt des Gehäuses des Automaten preßeingepaßt ausfüllen.

[0022] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verkaufsautomaten, dessen Gehäuse zumindest eine Tür aufweist, sind an den Kontaktflächen zwischen dem Gehäuse und der zumindest einen Tür keine Dichtungen vorgesehen. Hierdurch kann im Gehäuseinneren entstandener Wasserdampf, der auf Wasser zurückgehen kann, welches durch Öffnungen im Gehäuse in dessen Innenraum eingedrungen ist, nach außen abziehen.

[0023] Um den Eintritt flüssigen Wassers in den Innenraum des Gehäuses weitestgehend auszuschließen, sind die Kontaktflächen zwischen dem Gehäuse und der zumindest einen Tür labyrinthartig ausgebildet.

[0024] Eine derartige labyrinthartige Ausgestaltung dieser Kontaktflächen läßt sich mit einem vergleichsweise geringen konstruktiv-technischen Aufwand erreichen, wenn das Gehäuse auf der Innenseite seines einer Türöffnung zugeordneten Randbereichs mit einem Vorsprung versehen ist, der mit einem geringen Abstand zur geschlossenen Tür parallel zur Türebene vorsteht, wobei die Türöffnung geringfügig größer ist als die Tür, so daß zwischen dem Türrand und dem die Türöffnung umschließenden Randbereich des Gehäuses ebenfalls ein Spalt ausgebildet ist.

[0025] Die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Verkaufsautomaten ist bei Verkaufsautomaten besonders sinnvoll, die mittels eines Solarpanels und eines Akkumulators mit elektrischer Energie versorgbar sind. Die erfindungsgemäßen Isolationsmaßnahmen können ergänzend auch bei solchen Verkaufsautomaten zweckmäßig sein, die zur Versorgung mit elektrischer Energie an einen 230 V-Anschluß anschließbar sind. Auch mit Heizeinrichtungen ausgerüstete Verkaufsautomaten können verbessert werden, sofern die Heizeinrichtung lediglich temporär arbeitet.

[0026] Zur Sicherung derartiger Verkaufsautomaten gegen Vandalismus ist es vorteilhaft, wenn eine Grund- bzw. Bodenplatte des Gehäuses des Verkaufsautomaten in Richtung auf das Fundament vorstehende Seitenstege aufweist, in denen Aufnahmeschlitze für längliche Ankerelemente ausgebildet sind.

[0027] Im folgenden wird die Erfindung an Hand von Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
FIG 1
eine Darstellung eines erfindungsgemäßen Verkaufsautomaten;
FIG 2
den Übergangsbereich zwischen dem erfindungsgemäßen Verkaufsautomaten und einem Fundament;
FIG 3
einen Querschnitt durch das Gehäuse einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verkaufsautomaten;
FIG 4
die Einzelheit A in FIG. 3 in vergrößerter Darstellung;
FIG 5
in Draufsicht eine Bodenplatte einer weiteren Ausführungsform des Gehäuses des erfindungsgemäßen Verkaufsautomaten; und
FIG 6
die in FIG 5 dargestellte Bodenplatte in Unteransicht und
FIG 7
ein Ankerelement in Form eines Flacheisens.


[0028] Ein in FIG 1 dargestellter Verkaufsautomat 1 steht mit seinem Gehäuse 2 auf einem Fundament 3. Er ist über ein Kabel 4 an eine externe Energieversorgungseinheit angeschlossen, die im in FIG 1 dargestellten Ausführungsbeispiel als Solarpanel 5 ausgebildet ist. Mittels des Solarpanels 5 wird bei entsprechender Sonneneinstrahlung elektrische Energie erzeugt, die in einem in FIG 1 nicht dargestellten Akkumulator zwischengespeichert werden kann.

[0029] In FIG 2 ist der Übergangsbereich zwischen dem unteren Teil des Gehäuses 2 des Verkaufsautomaten 1 und dem Fundament 3 vergrößert dargestellt. Das Gehäuse 2 weist auf seiner dem Fundament zugewandten Grundseite eine Boden- bzw. Grundplatte 6 auf, in deren mittlerem Abschnitt eine Bodenöffnung 7 ausgebildet ist, durch die hindurch das Kabel 4 aus dem Gehäuse 2 des Verkaufsautomaten 1 herausgeführt wird.

[0030] Auf der Innenseite der Boden- bzw. Grundplatte 6 des Gehäuses 2 wird eine im dargestellten Ausführungsbeispiel zweigeteilte Kunststoffmatte 8, 9 angeordnet, welche als Isolationsschicht gegen Feuchtigkeit dient und somit den Übertritt von Feuchtigkeit aus dem Fundament 3 in den Innenraum 10 des Gehäuses 2 verhindert.

[0031] In FIG 2 ist ein Mattenteil 8 in Einbauposition dargestellt, in der es flächig auf der Innenseite der Boden- bzw. Grundplatte 6 aufliegt. Das weitere Mattenteil 9 ist in einer zur Innenfläche der Boden- bzw. Grundplatte 6 des Gehäuses 2 senkrechten Position dargestellt, aus der heraus es in eine dem Mattenteil 8 entsprechende Lage gedreht wird, um die durch die Mattenteile 8, 9 gebildete Isolationsschicht zu vervollständigen. Eine Trennlinie 11 zwischen den beiden hattenteilen 8, 9 verläuft oberhalb der Bodenöffnung 7 in der Boden- bzw. Grundplatte 6, so daß sich die Mattenteile 8, 9 mit ihren einander gegenüberliegenden Kanten um das durch die Bodenöffnung 7 das Gehäuse 2 verlassende Kabel 4 schmiegen können.

[0032] Durch die die beiden Mattenteile 8, 9 aufweisende Isolationsschicht wird durch Abdichtung des Innenraums 10 des Gehäuses 2 gegen das Fundament 3 erreicht, daß der Nachschub von Wasserdampf aus dem Fundament 3 in den Innenraum 10 des Gehäuses und das Eindringen von flüssigem Wasser aufgrund der Kapillarwirkung zwischen dem Gehäuse 2 und dem Fundament 3 unterbrochen wird.

[0033] Die beiden Mattenteile 8, 9 der Isolationsschicht bestehen aus einem Kunststoffmaterial und sind unter Berücksichtigung des Querschnitts des Gehäuses 2 des Verkaufsautomaten 1 so zugeschnitten, daß sie aneinandergelegt den gesamten Querschnitt des Gehäuses 2 des Verkaufsautomaten preßeingepaßt ausfüllen.

[0034] Derartige Kunststoffmatten 8, 9 können aus in Baumärkten handelsüblichen Dämmplatten, z.B. IsodurP, zugeschnitten werden. Üblicherweise werden derartige Dämmplatten als Dampf- und Feuchtigkeitssperre in Bauwerken verwendet.

[0035] Das in den Figuren 3 und 4 dargestellte Gehäuse 2 des Verkaufsautomaten 1 hat einen im wesentlichen rechteckigen Querschnitt und ist mit einer Gehäuse- bzw. Türöffnung 12 ausgebildet, welche durch eine geeignet am Gehäuse angebrachte Tür 13 verschließbar ist. Die Türöffnung 12 hat in Höhen- und Breitenrichtung der Tür 13 etwas größere Abmessungen als die Tür 13 selbst, so daß zwischen einem Randbereich 14 des die Tür 13 umgebenden Abschnitts des Gehäuses 2 und dem Türrand 15 ein Spalt 16 verbleibt.

[0036] Dazu senkrecht ist ein weiterer Spalt 17 vorgesehen, der zwischen der Innenfläche 18 der Tür 13 und einer nach außen gerichteten Fläche 19 eines Vorsprungs 20 ausgebildet ist, der an der Innenfläche des Gehäuses 2 im Bereich des die Türöffnung 12 umgebenden Randbereichs 14 so befestigt ist, daß er innenseitig der sich im geschlossenen Zustand befindlichen Tür 13 mit einem geringen Abstand zur Innenfläche der Tür 19 in die Türöffnung 12 vorsteht.

[0037] Wie aus der vorstehenden Beschreibung hervorgeht, ist weder an der Tür 13 noch an der gehäuseseitigen Türöffnung 12 eine Dichtung vorgesehen. Der Verkaufsautomat 1 kann ohnehin nicht vollständig dicht gebaut werden, weil Öffnungen, wie Schlitze und Spalte für den Einwurf von Münzen, den Einzug von Geldscheinen, das Einstecken von Magnet- und Chipkarten, die Ausgabe von Münzen sowie die Ausgabe von Tickets od.dgl. vorhanden sein müssen. Flüssiges Wasser kann in geringem Umfang somit durch diese Öffnungen immer eindringen, kann aber als Wasserdampf leicht den Verkaufsautomaten 1 wieder verlassen, wenn zwischen der Tür 13 und dem Gehäuse 2 keine Dichtungen vorgesehen sind. Um den Innenraum 10 des Gehäuses 2 gegen das Eindringen flüssigen Wassers durch den Zwischenraum zwischen der Tür 13 und dem Gehäuse 2 zu sichern, bilden die Spalte 16, 17 zwischen dem Gehäuse 2 und dem Vorsprung 20 einerseits und der Tür 13 andererseits ein labyrinthartiges Gebilde.

[0038] In den Figuren 5 und 6 ist eine im wesentlichen dreieckige Bodenplatte 21 dargestellt, welche den fundamentseitigen Abschluß eines mit einem dreieckigen Querschnitt versehenenen Gehäuses einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verkaufsautomaten 1 bildet.

[0039] Die Bodenplatte 21 weist eine mittige Bodenöffnung 22 auf und hat in ihren Eckbereichen Bolzen 23 zur Anbringung am übrigen Gehäuse.

[0040] An ihren Seitenkanten hat die Bodenplatte 21 in Richtung auf das Fundament vorstehende senkrechte Seitenstege 24, in denen jeweils ein Aufnahmeschlitz 25 für ein in FIG 7 dargestelltes längliches Ankerelement 26 vorgesehen ist.

[0041] Die Isolationsschicht, die in den Figuren 5 bis 7 nicht dargestellt ist, wird auf der in FIG 5 dargestellten Oberseite 27 der Bodenplatte 21 angebracht, wobei der Zuschnitt der beiden Mattenteile dieser Isolationsschicht an den dreieckigen Querschnitt des Gehäuses angepaßt ist.

[0042] Zur Verankerung der Bodenplatte 21 im in den Figuren 5 bis 7 nicht dargestellten Fundament werden Ankerelemente 26 durch die Aufnahmeschlitze 25 geführt, bis sich ihr mittlerer Abschnitt jeweils im Aufnahmeschlitz 25 befindet. Daraufhin werden die Ankerelemente beidseitig des Aufnahmeschlitzes 25 senkrecht zur Ebene der Bodenplatte 21 verbogen, so daß sie in Richtung auf das Fundament vorstehen. Die Bodenplatte 21 kann somit mittels der Ankerelemente 26 im Fundament verankert werden, so daß sich eine gegen Vandalismus gesicherte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verkaufsautomaten 1 ergibt.


Ansprüche

1. Verkaufsautomat (1) mit einem Fundament (3) und einem Gehäuse (2), das auf dem Fundament (3) aufstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß an einer dem Fundament (3) zugewandten Seite des Gehäuses (2) des Verkaufsautomaten (1) eine Isolationsschicht (8,9) angeordnet ist.
 
2. Verkaufsautomat nach Anspruch 1, dessen fundamentseitige Isolationsschicht aus einer Kunststoffmatte (8,9) aus handelsüblichem Dämmaterial zur Isolation von Bauwerken gegen Feuchtigkeit ausgebildet ist.
 
3. Verkaufsautomat nach Anspruch 2, bei dem die Kusntstoffmatte (8,9) zweigeteilt ist.
 
4. Verkaufsautomat nach Anspruch 3, bei dem eine Trennlinie (11) zwischen beiden Mattenteilen (8,9) eine Bodenöffnung (7) einer Grundplatte (6) des Gehäuses (2) des Verkaufsautomaten (1) quert.
 
5. Verkaufsautomat nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dessen Isolationsschicht (8,9) entsprechend dem Querschnitt des Gehäuses (2) des Verkaufsautomaten (1) zugeschnitten ist.
 
6. Verkaufsautomat nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dessen Gehäuse (2) zumindest eine Tür (13) aufweist und bei dem an Kontaktflächen zwischen dem Gehäuse (2) und der zumindest einen Tür (13) keine Dichtungen vorgesehen sind.
 
7. Verkaufsautomat nach Anspruch 6, bei dem die Kontaktflächen zwischen dem Gehäuse (2) und der zumindest einen Tür (13) labyrinthartig ausgebildet sind.
 
8. Verkaufsautomat nach Anspruch 7, bei dem das Gehäuse (2) auf der Innenseite seines eine Türöffnung (12) zugeordneten Randbereichs (14) mit einem Vorsprung (20) versehen ist, der mit einem geringen Abstand (17) zur geschlossenen Tür (13) parallel zur Türebene vorsteht, wobei die Türöffnung (12) geringfügig größer ist als die Tür (13), so daß zwischen dem Türrand (15) und dem die Türöffnung (12) umschließenden Randbereich (14) des Gehäuses (2) ebenfalls ein Spalt (16) ausgebildet ist.
 
9. Verkaufsautomat nach einem der Ansprüche 1 bis 8, der mittels eines Solarpanels (5) und eines Akkumulators mit elektrischer Energie versorgbar ist.
 
10. Verkaufsautomat nach einem Ansprüche 1 bis 9, der zur Versorgung mit elektrischer Energie an einen 230 V-Anschluß anschließbar ist.
 
11. Verkaufsautomat nach einem der Ansprüche 1 bis 10, der mit einer Heizeinrichtung ausgerüstet ist.
 
12. Verkaufsautomat nach einem der Ansprüche 1 bis 11, bei dem eine Grund- bzw. Bodenplatte (21) seines Gehäuses in Richtung auf das Fundament vorstehende Seitenstege (24) aufweist, in denen Aufnahmeschlitze (25) für längliche Ankerelemente (26) ausgebildet sind.
 




Zeichnung