[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung tensidhaltiger Wasch- oder Reinigungsmittelformkörper.
[0002] Der Nachteil von herkömmlichen Wasch- und Reinigungsmittelformkörpern, insbesondere
von Waschmitteltabletten, die üblicherweise durch Verpressung hergestellt wurden,
bestand darin, daß sich diese Tabletten aufgrund ihrer Kompaktheit nicht schnell genug
lösten und die Aktivsubstanzen im Waschgang zu langsam freigesetzt wurden. Zusätzlich
besaßen insbesondere Waschmitteltabletten mit hohen organischen Anteilen eine zu geringe
Zerfallsgeschwindigkeit.
[0003] Eine weitere Möglichkeit zur Herstellung von Wasch- und Reinigungsmittelformkörpern
bietet die Mikrowellentechnik. Beispielsweise beschreibt die internationale Anmeldung
WO 94/25563 die Herstellung von wasch- und reinigungsaktiven Formkörpem unter Anwendung
der Mikrowellentechnik, die eine extrem hohe Lösegeschwindigkeit bzw. Zerfallsgeschwindigkeit
aufweisen. Mit Hilfe dieser Technik lassen sich sogenannte Makrosolids herstellen,
die üblicherweise bis zu 40 Gew.-% an Tensiden enthalten können. Falls einer der in
substantiellen Mengen eingesetzten Rohstoffe ein kristallines Schichtsilikat insbesondere
vom Typ SKS-6
® (kristallines Natriumdisilikat; Handelsprodukt der Hoechst AG, Deutschland) ist,
kann der Tensidgehalt sogar bis zu 60 Gew.-% betragen.
[0004] Sollen Mikrowellen-Formkörper, die Aniontenside in substantiellen Mengen, beispielsweise
in Mengen oberhalb 10 Gew.-%, sowie anorganische Salze in Mengen unterhalb 60 Gew.-%
enthalten, hergestellt werden, so können diese nach der Lehre der älteren deutschen
Anmeldung DE-A-4429550 hergestellt werden, indem die anionischen Tenside in Form eines
oder mehrerer Compounds in das Verfahren eingebracht werden.
[0005] Bei der Herstellung von Formkörpern mit der Mikrowellentechnik muß aber auch berücksichtigt
werden, daß diese Technik im Vergleich zu den bekannten Verfahren aufwendiger und
damit teurer ist. Weiterhin ist die Lösegeschwindigkeit derartiger Formkörper zwar
schon deutlich verbessert, aber bei besonderen Einsatzgebieten noch nicht ausreichend
hoch. Insbesondere die Lösegeschwindigkeit in kaltem Wasser ist noch nicht hoch genug.
Gerade bei modernen Waschmaschinen, die aus ökologischen Gründen mit weniger Wasser
arbeiten, beobachtet man daher eine unvollständige Einspülung der Formkörper.
[0006] Weiterhin treten Probleme bei Formkörpern, die für die Reinigung harter Oberflächen,
beispielsweise von Fußböden, eingesetzt werden sollen, auf, da der Verbraucher erwartet,
daß sich der Formkörper sehr schnell in kaltem Wasser löst. Zwar lassen sich auch
Formkörper mit ausreichendem Lösevermögen herstellen, diese weisen aber bisher eine
unzureichende Formstabilität auf und können in der Praxis nicht eingesetzt werden.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es daher, ein verbessertes Verfahren zur Herstellung
von Wasch- oder Reinigungsmittelformkörpern bereitzustellen, die unabhängig vom Herstellverfahren
sowohl eine hohe Formstabilität aufweisen als sich auch schnell in Wasser lösen.
[0008] Gegenstand der Erfindung ist daher ein Verfahren zur Herstellung tensidhaltiger Wasch-
oder Reinigungsmittelformkörper, wobei den Ausgangsstoffen amorphes Natriumsilikat,
welches einen Wassergehalt von weniger als 15 Gew.-% aufweist, in fester Form zugemischt
wird und diese Mischung dann auf an sich bekannte Weise in Formkörper überführt wird.
[0009] Das erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich dadurch aus, daß den Ausgangsstoffen
amorphes Natriumsilikat in fester Form, welches einen Wassergehalt von weniger als
15 Gew.-% aufweist, zugemischt wird. Es ist dabei von Vorteil, das amorphe Natriumsilikat
möglichst feinteilig, also als Pulver, in das Verfahren einzubringen. Bei den im erfindungsgemäßen
Verfahren verwendeten amorphen Natriumsilikaten handelt es sich vorzugsweise um Silikate
des Modulbereichs (Molverhältnis SiO
2/Na
2O) 1,3 bis 3,0 , insbesondere 1,8 bis 3. Unter dem Begriff "amorph" wird im Rahmen
der Erfindung auch "röntgenamorph" verstanden. Dies heißt, daß die Silikate bei Röntgenbeugungsexperimenten
keine scharfen Röntgenreflexe liefern, wie sie für kristalline Substanzen typisch
sind, sondern allenfalls ein oder mehrere Maxima der gestreuten Röntgenstrahlung,
die eine Breite von mehreren Gradeinheiten des Beugungswinkels aufweisen. Der Wassergehalt
der erfindungsgemäß verwendeten amorphen Natriumsilikate liegt unter 15 Gew.-%, vorzugsweise
zwischen 0,5 und 13 Gew.-% und insbesondere zwischen 2 und 8 Gew.-%.
[0010] Die erfindungsgemäß eingesetzten amorphen Silikate mit einem Wassergehalt von weniger
als 15 Gew.-% können beispielsweise nach dem Verfahren der EP 542 131 durch Trocknen
von Wasserglaslösungen mit Heißluft oder Rauchgas hergestellt werden. Bevorzugt ist
auch die Verwendung von getrocknetem amorphen Natriumsilikat, wie es in der deutschen
Patentanmeldung DE 44 00 024 beschrieben wird.
[0011] Die erfindungsgemäß hergestellten Wasch- oder Reinigungsmittelformkörper weisen einen
Anteil an getrocknetem amorphem Natriumsilikat, bezogen auf das Gesamtgewicht der
Formkörper, zwischen 1 und 25 Gew.-%, vorzugsweise zwischen 3 und 15 Gew.-% auf.
[0012] Die Formkörper können in an sich bekannter Weise erhalten werden, beispielsweise
durch Verpressen oder durch Gießen der Bestandteile oder mit Hilfe der Mikrowellentechnik.
[0013] In einer bevorzugten Ausführungsform werden die Formkörper mit Hilfe der Mikrowellentechnik
hergestellt.
[0014] Werden die Formkörper durch Verpressen hergestellt, so werden die vorvermischten
Bestandteile in eine Form gegeben und unter Druckbeaufschlagung verpreßt. Die Höhe
des Drucks wird dabei in Abhängigkeit von der gewünschten Festigkeit des Formkörpers
gewählt.
[0015] Die Formkörper können durch Gießen hergestellt werden, wenn einzelne oder alle Bestandteile
sich, beispielsweise durch Schmelzen oder Druckbeaufschlagung, in eine flüssige Form
überführen lassen und alle Bestandteile unter diesen Bedingungen stabil sind. Das
flüssige Gemisch wird in eine Form gegossen und anschließend läßt man es erstarren.
[0016] Zum vollständigen oder teilweisen Schmelzen der Bestandteile und/oder zur Unterstützung
eines Sinterprozesses mit oder ohne Druckbeaufschlagung können alle konventionellen
Heizverfahren wie beispielsweise Heißluft oder Infrarotstrahlung angewendet werden.
Auch kombinierte Verfahren, die das Heizen und/oder Sintem mit der Mikrowellentechnik
verbinden, können vorteilhafterweise zur Herstellung der Formkörper eingesetzt werden.
[0017] Zur Herstellung mit Hilfe der Mikrowellentechnik wird die Gesamtrezeptur, bestehend
aus den einzelnen Inhaltsstoffen, sowie ggf. weiteren einzelnen nichttensidischen
Rohstoffen, gemäß WO 94/25563 in eine Form gefüllt und mit Mikrowellen bestrahlt.
Unter "Mikrowellen" im Rahmen der genannten Patentanmeldung wird der gesamte Frequenzbereich
zwischen 3 und 300 000 MHz verstanden, der also neben dem eigentlichen Mikrowellenbereich
von oberhalb 300 MHz auch den Radiowellenbereich von 3 bis 300 MHz umfaßt. Die Bestrahlung
führt dabei zu erhöhten Temperaturen und zu der örtlichen Versinterung der Inhaltsstoffe
an den Kontaktstellen, wobei die Hohlräume im Formkörper erhalten bleiben, also eine
vollständige Verschmelzung der Inhaltsstoffe untereinander vermieden wird. Die Hohlräume,
die zwischen den einzelnen Inhaltsstoffe vor der Bestrahlung mit Mikrowellen vorliegen,
bewirken ein hohe Porosität der entstandenen Formkörper und tragen somit zur Verbesserung
der Löseeigenschaften der Formkörper bei.
[0018] Damit überhaupt ein lokales Sintern der Ausgangsstoffe möglich ist, muß zumindest
ein Teil von ihnen Sintereigenschaften an der Oberfläche besitzen. Dazu ist es erforderlich,
daß die Ausgangsstoffe selber oder deren Oberfläche genügend Wasser enthalten, so
daß durch die Erhitzung dieses Wassers eine Verschmelzung der Kontaktstellen der Inhaltsstoffe
erfolgt. Deshalb werden in einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
Ausgangsstoffe verwendet, die teilweise in hydratisierter Form vorliegen. Unter "hydratisiert"
wird im Rahmen dieser Anmeldung "hydratisiert unter bestimmten Bedingungen hinsichtlich
Temperatur, Druck oder relativer Feuchtigkeit der Atmosphäre, welcher der Rohstoff
ausgesetzt ist oder mit welcher der Rohstoff im Gleichgewicht steht" verstanden.
[0019] Sollten trotzdem bei diesem Verfahren auch in Abhängigkeit von der Rezeptur Formkörper
resultieren, die keine ausreichende Stabilität und Festigkeit besitzen, so kann dieses
Problem dadurch entstanden sein, daß die Fülldichte der Form nicht hoch genug war,
also die Ausgangsstoffe durch ein übliches Befüllen der Form keine ausreichende Menge
an Kontaktstellen untereinander aufwiesen. In diesem Fall kann durch ein Verfahren
Abhilfe geleistet werden, wobei die gefüllte Form vor der Bestrahlung mit Mikrowellen
einer Vorverpressung mit geringem Druck unterworfen wird. Hierzu sind alle dem Fachmann
bekannten (Vor-)Verpressungsverfahren geeignet. Die Vorverpressungen werden vorzugsweise
bei Drucken von 0,1 bis 5 bar und insbesondere bei 0,1 bis 2 bar, entsprechend 1 bis
50 N/cm
2 bzw. 1 bis 20 N/cm
2, durchgeführt. Hierdurch werden genügend große Kontaktstellen der einzelnen Ausgangsstoffe
im Formkörper erzielt.
[0020] Im Rahmen der vorliegenden Erfindung ist der Begriff "Formkörper" nicht auf eine
bestimmte Raumform beschränkt. Prinzipiell ist jede Raumform möglich, die den Ausgangsstoffen
aufgrund eines äußeren Behältnisses aufgezwungen werden kann. Bevorzugt sind Tabletten
in herkömmlichen Sinne, d.h. zylinderförmige Körper, wobei die Höhe des Zylinders
kleiner ist als sein Durchmesser.
[0021] Die Raumform einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Tablette ist in ihren
Dimensionen der Einspülkammer von handelsüblichen Haushaltswaschmaschinen angepaßt,
so daß die Tablette ohne Dosierhilfe direkt in die Einspülkammer eindosiert werden
kann, wo sie sich während des Einspülvorgangs auflöst.
[0022] Ein weiterer bevorzugter Formkörper, der hergestellt werden kann, hat eine platten-
oder tafelartige Struktur mit abwechselnd dicken langen und dünnen kurzen Segmenten,
so daß einzelne Segmente von diesem "Riegel" an den Sollbruchstellen, die die kurzen
dünnen Segmente darstellen, abgebrochen und in die Maschine eingegeben werden können.
Dieses Prinzip des "riegelförmigen" Tablettenwaschmittels kann auch in anderen geometrischen
Formen, beispielsweise senkrecht stehenden Dreiecken, die lediglich an einer ihrer
Seiten längsseits miteinander verbunden sind, verwirklicht werden.
[0023] In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung werden die einzelnen
Ausgangsstoffe in Form von Compounds, das heißt bereits vorgefertigte Gemische aus
einzelnen Ausgangsstoffen, eingesetzt. Besonders bevorzugt werden Tensidcompounds
eingesetzt, insbesondere aniontensidhaltige Compounds, die auch nichtionische, amphotere
oder kationische Tenside enthalten können. Die Tensidcompounds weisen üblicherweise
einen Tensidgehalt von mindestens 10 Gew.-%, vorzugsweise mindestens 40 Gew.-%, besonders
bevorzugt 60 bis 95 Gew.-%, bezogen auf das Compound, auf. Der Einsatz von derartigen
Tensidcompounds, auch von hochkonzentrierten Tensidcompounds mit Gehalten von bis
zu etwa 95 Gew.-% an Tensiden bewirkt lokale Tensidkonzentrationsunterschiede in der
Tablette, was sich nicht nur bei der Verarbeitung, sondern auch beim späteren Zerfall
des Formkörpers in der Waschflotte als Vorteil erwiesen hat.
[0024] Möglich ist es aber auch, daß die verschiedenen Komponenten nicht zu einer einheitlichen
Tablette verpreßt werden, sondern daß Tabletten erhalten werden, die mehrere Schichten,
also mindestens zwei Schichten, aufweisen. Dabei ist es auch möglich, daß diese verschiedenen
Schichten unterschiedliche Lösegeschwindigkeiten aufweisen. Hieraus können vorteilhafte
anwendungstechnische Eigenschaften der Tabletten resultieren. Falls beispielsweise
Komponenten in den Tabletten enthalten sind, die sich wechselseitig negativ beeinflussen,
so ist es möglich, die eine Komponente in der schneller löslichen Schicht zu integrieren
und die andere Komponente in eine langsamer lösliche Schicht einzuarbeiten, so daß
die erste Komponente bereits abreagiert hat, wenn die zweite in Lösung geht. Der Schichtaufbau
der Tabletten kann dabei sowohl stapelartig erfolgen, wobei ein Lösungsvorgang der
inneren Schicht(en) an den Kanten der Tablette bereits dann erfolgt, wenn die äußeren
Schichten noch nicht vollständig gelöst sind, es kann aber auch eine vollständige
Umhüllung der inneren Schicht(en) durch die jeweils weiter außen liegende(n) Schicht(en)
erreicht werden, was zu einer Verhinderung der frühzeitigen Lösung von Bestandteilen
der inneren Schicht(en) führt.
In einer weiter bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besteht eine Tablette aus
mindestens drei Schichten, also zwei äußeren und mindestens einer inneren Schicht,
wobei mindestens in einer der inneren Schichten ein Peroxy-Bleichmittel enthalten
ist, während bei der stapelförmigen Tablette die beiden Deckschichten und bei der
hüllenförmigen Tablette die äußersten Schichten jedoch frei von Peroxy-Bleichmittel
sind. Weiterhin ist es auch möglich, Peroxy-Bleichmittel und gegebenenfalls vorhandene
Bleichaktivatoren und/oder Enzyme räumlich in einer Tablette voneinander zu trennen.
Derartige mehrschichtige Tabletten weisen den Vorteil auf, daß sie nicht nur über
eine Einspülkammer oder über eine Dosiervorrichtung, welche in die Waschflotte gegeben
wird, eingesetzt werden können; vielmehr ist es in solchen Fällen auch möglich, die
Tablette im direkten Kontakt zu den Textilien in die Maschine zu geben, ohne daß Verfleckungen
durch Bleichmittel und dergleichen zu befürchten wären.
[0025] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden aniontensidhaltige Compounds
eingesetzt, welche verschiedene Aniontenside - beispielsweise Alkylsulfate und Alkylbenzolsulfonate
und/oder Seife oder Alkylsulfate und sulfierte Fettsäureglycerinester - und/oder Aniontenside
in Kombination mit Niotensiden - beispielsweise Alkylsulfate und ethoxylierte Fettalkohole
oder Alkylsulfate, Alkylbenzolsulfonate, ethoxylierte Fettalkohole und/oder Alkylglykoside
oder Alkylsulfate, Seife, ethoxylierte Fettalkohole und Glucamide - enthalten. Dabei
handelt es sich vorzugsweise um Compounds, welche Aniontenside und Niotenside im Gewichtsverhältnis
von 10:1 bis 1:10 enthalten.
[0026] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht dabei vor, daß in dem
Verfahren mindestens zwei verschiedenartige Compounds eingesetzt werden. Insbesondere
ist es dabei bevorzugt, anionische Tenside und nichtionische Tenside getrennt in verschiedenen
Compounds unterzubringen.
[0027] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung bestehen mindestens
15 Gew.-%, vorzugsweise 35 Gew.-% und insbesondere mindestens 50 Gew.-% der Gesamtrezeptur
der hergestellten Wasch- oder Reinigungsmittelformkörper aus einem oder mehreren verschiedenartigen
Compounds. Dabei kann es besonders vorteilhaft sein, mindestens 75 Gew.-% und bis
100 Gew.-% der Gesamtrezeptur als Compound, das gegebenenfalls nachbehandelt wurde,
einzusetzen. Auf diese Weise lassen sich herkömmliche und handelsübliche Wasch- oder
Reinigungsmittel, welche mindestens ein aniontensidhaltiges Compound enthalten, in
erfindungsgemäßer Weise in Formkörper überführen. Beispiele hierfür sind sprühgetrocknete
Waschmittel mit Schüttgewichten von etwa 300 bis 600 g/l, die in den sprühgetrockneten
Anteilen vorzugsweise 5 bis 40 Gew.-% Aniontenside enthalten. Diese sprühgetrockneten
Granulate können auch nachträglich mit weiteren Inhaltsstoffen von Wasch- oder Reinigungsmitteln
unter granulierenden Bedingungen besprüht oder abgepudert werden, wodurch das Schüttgewicht
erhöht wird. Als bevorzugte flüssige Bestandteile sind hierbei nichtionische Tenside,
als Puderungsmittel beispielsweise feinteilige Zeolithe, Kieselsäuren, Sulfate und/oder
Calciumstearate zu nennen. In anderen bevorzugten Wasch- oder Reinigungsmitteln liegen
aniontensidhaltige sprühgetrocknete Granulate neben sprühgetrockneten oder granulierten
Compounds vor, welche aus Trägermaterialien wie Zeolith, kristallinen Schichtsilikaten,
polymeren Polycarboxylaten, Carbonaten und gegebenenfalls auch Silikaten bestehen
und mit flüssigen bis pastenförmigen oder wachsartigen Inhaltsstoffen wie nichtionischen
Tensiden und/oder Schauminhibitoren oder üblichen Textilweichmachem imprägniert sind.
[0028] In einer weiteren Ausführungsform werden die erfindungsgemäß hergestellten Formkörper
mit weiteren Substanzen, insbesondere Inhaltsstoffen von Wasch- oder Reinigungsmitteln
nachbehandelt. Dies trifft insbesondere für Stoffe zu, die bei den Bedingungen der
Herstellung, wie hohe Temperaturen oder Drucke nicht stabil sind. Dazu gehören beispielsweise
Enzyme und Parfümstoffe. Bei der Verwendung der Mikrowellentechnik kann es vorteilhaft
sein, daß Enzyme aufgrund der besseren möglichen Temperatursteuerung bzw. der geringeren
Temperaturbelastung der Gesamtmischung mit bestrahlt werden.
[0029] In einer bevorzugten Ausführungsform werden die erfindungsgemäß hergestellten Formkörper
nach der Lehre der europäischen Patentanmeldung EP-A-0 002 293 mit einer Hülle aus
hydratisierten Salzen, wie beispielsweise Natriumacetattrihydrat oder der Di-, Hepta-
oder Dodecahydrate des Dinatriumhydrogenphosphats versehen.
[0030] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung werden nicht nur sprühgetrocknete
Wasch- oder Reinigungsmittel, sondern auch granulierte oder extrudierte Wasch- oder
Reinigungsmittel eingesetzt, welche beispielsweise nach den Verfahren gemäß den europäischen
Patentanmeldungen EP-A-0 339 996, EP-A-0 420 317 oder der internationalen Patentanmeldungen
WO-A-93/23523 oder der Patentschrift EP-B-486592 hergestellt wurden.
[0031] Als anionische Tenside werden beispielsweise solche vom Typ der Sulfonate und Sulfate
eingesetzt. Als Tenside vom Sulfonat-Typ kommen dabei vorzugsweise C
9-C
13-Alkylbenzolsulfonate, Olefinsulfonate, d.h. Gemische aus Alken- und Hydroxyalkansulfonaten
sowie Disulfonaten, wie man sie beispielsweise aus C
12-C
18-Monoolefinen mit end- oder innenständiger Doppelbindung durch Sulfonieren mit gasförmigem
Schwefeltrioxid und anschließende alkalische oder saure Hydrolyse der Sulfonierungsprodukte
erhält, in Betracht. Geeignet sind auch Alkansulfonate, die aus C
12-C
18-Alkanen beispielsweise durch Sulfochlorierung oder Sulfoxidation mit anschließender
Hydrolyse bzw. Neutralisation gewonnen werden. Ebenso sind auch die Ester von α-Sulfofettsäuren
(Estersulfonate), z.B. die α-sulfonierten Methylester der hydrierten Kokos-, Palmkern-
oder Talgfettsäuren geeignet.
[0032] Weitere geeignete Aniontenside sind sulfierte Fettsäureglycerinester. Unter Fettsäureglycerinestern
sind die Mono-, Di- und Triester sowie deren Gemische zu verstehen, wie sie bei der
Herstellung durch Veresterung von einem Monoglycerin mit 1 bis 3 Mol Fettsäure oder
bei der Umesterung von Triglyceriden mit 0,3 bis 2 Mol Glycerin erhalten werden. Bevorzugte
sulfierte Fettsäureglycerinester sind dabei die Sulfierprodukte von gesättigten Fettsäuren
mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, beispielsweise der Capronsäure, Caprylsäure, Caprinsäure,
Myristinsäure, Laurinsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure oder Behensäure.
[0033] Geeignete Tenside vom Sulfat-Typ sind die Schwefelsäuremonoester aus primären Alkoholen
natürlichen und synthetischen Ursprungs. Als Alk(en)ylsulfate werden die Alkali- und
insbesondere die Natriumsalze der Schwefelsäurehalbester der C
12-C
18-Fettalkohole beispielsweise aus Kokosfettalkohol, Talgfettalkohol, Lauryl-, Myristyl-,
Cetyl- oder Stearylalkohol oder der C
10-C
20-Oxoalkohole und diejenigen Halbester sekundärer Alkohole dieser Kettenlänge bevorzugt.
Weiterhin bevorzugt sind Alk(en)ylsulfate der genannten Kettenlänge, welche einen
synthetischen, auf petrochemischer Basis hergestellten geradkettigen Alkylrest enthalten,
die ein analoges Abbauverhalten besitzen wie die adäquaten Verbindungen auf der Basis
von fettchemischen Rohstoffen. Aus waschtechnischem Interesse sind C
16-C
18-Alk(en)ylsulfate insbesondere bevorzugt. Dabei kann es auch von besonderem Vorteil
und insbesondere für maschinelle Waschmittel von Vorteil sein, C
16-C
18-Alk(en)ylsulfate in Kombination mit niedriger schmelzenden Aniontensiden und insbesondere
mit solchen Aniontensiden, die einen niedrigeren Krafft-Punkt aufweisen und bei relativ
niedrigen Waschtemperaturen von beispielsweise Raumtemperatur bis 40 °C eine geringe
Kristallisationsneigung zeigen, einzusetzen. In einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung enthalten die Mittel daher Mischungen aus kurzkettigen und langkettigen
Fettalkylsulfaten, vorzugsweise C
12-C
18-Fettalkylsulfate bzw. Mischungen aus C
12-C
14-Fettalkylsulfaten oder C
12-C
18-Fettalkylsulfaten mit C
16-C
18-Fettalkylsulfaten und insbesondere C
12-C
16-Fettalkylsulfaten mit C
16-C
18-Fettalkylsulfaten. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden
jedoch nicht nur gesättigte Alkylsulfate, sondern auch ungesättigte Alkenylsulfate
mit einer Alkenylkettenlänge von vorzugsweise C
16 bis C
22 eingesetzt. Dabei sind insbesondere Mischungen aus gesättigten, überwiegend aus C
16 bestehenden sulfierten Fettalkoholen und ungesättigten, überwiegend aus C
18 bestehenden sulfierten Fettalkoholen bevorzugt, beispielsweise solche, die sich von
festen oder flüssigen Fettalkoholmischungen des Typs HD-Ocenol
® (Handelsprodukt des Anmelders) ableiten. Dabei sind Gewichtsverhältnisse von Alkylsulfaten
zu Alkenylsulfaten von 10:1 bis 1:2 und insbesondere von etwa 5:1 bis 1:1 bevorzugt.
Weiterhin sind 2,3-Alkylsulfate geeignet.
[0034] Auch die Schwefelsäuremonoester der mit 1 bis 6 Mol Ethylenoxid ethoxylierten geradkettigen
oder verzweigten C
7-C
21-Alkohole, wie 2-Methyl-verzweigte C
9-C
11-Alkohole mit im Durchschnitt 3,5 Mol Ethylenoxid (EO) oder C
12-C
18-Fettalkohole mit 1 bis 4 EO, sind geeignet. Sie werden in Waschmitteln aufgrund ihres
hohen Schaumverhaltens nur in relativ geringen Mengen, beispielsweise in Mengen von
1 bis 5 Gew.-%, eingesetzt.
[0035] Weitere geeignete Aniontenside sind auch die Salze der Alkylsulfobernsteinsäure,
die auch als Sulfosuccinate oder als Sulfobernsteinsäureester bezeichnet werden und
die Monoester und/oder Diester der Sulfobernsteinsäure mit Alkoholen, vorzugsweise
Fettalkoholen und insbesondere ethoxylierten Fettalkoholen darstellen. Bevorzugte
Sulfosuccinate enthalten C
8- bis C
18-Fettalkoholreste oder Mischungen aus diesen. Insbesondere bevorzugte Sulfosuccinate
enthalten einen Fettalkoholrest, der sich von ethoxylierten Fettalkoholen ableitet,
die für sich betrachtet nichtionische Tenside darstellen (Beschreibung siehe unten).
Dabei sind wiederum Sulfosuccinate, deren Fettalkohol-Reste sich von ethoxylierten
Fettalkoholen mit eingeengter Homologenverteilung ableiten, besonders bevorzugt. Ebenso
ist es auch möglich, Alk(en)ylbernsteinsäure mit vorzugsweise 8 bis 18 Kohlenstoffatomen
in der Alk(en)ylkette oder deren Salze einzusetzen.
[0036] Als weitere anionische Tenside kommen insbesondere Seifen in Betracht. Geeignet sind
gesättigte Fettsäureseifen, wie die Salze der Laurinsäure, Myristinsäure, Palmitinsäure,
Stearinsäure, hydrierte Erucasäure und Behensäure sowie insbesondere aus natürlichen
Fettsäuren, z.B. Kokos-, Palmkern- oder Talgfettsäuren, abgeleitete Seifengemische.
Insbesondere sind solche Seifengemische bevorzugt, die zu 50 bis 100 Gew.-% aus gesättigten
C
12-C
24-Fettsäureseifen und zu 0 bis 50 Gew.-% aus Ölsäureseife zusammengesetzt sind.
[0037] Die anionischen Tenside einschließlich der Seifen können in Form ihrer Natrium-,
Kalium- oder Ammoniumsalze sowie als lösliche Salze organischer Basen, wie Mono-,
Di- oder Triethanolamin, vorliegen. Vorzugsweise liegen die anionischen Tenside in
Form ihrer Natrium- oder Kaliumsalze, insbesondere in Form der Natriumsalze vor.
[0038] Außer anionischen Tensiden können in den Formkörpern auch nichtionische, kationische,
zwitterionische oder amphotere Tenside eingesetzt werden. Hierbei sind insbesondere
nichtionische Tenside bevorzugt.
[0039] Als nichtionische Tenside werden vorzugsweise alkoxylierte, vorteilhafterweise ethoxylierte,
insbesondere primäre Alkohole mit vorzugsweise 8 bis 18 C-Atomen und durchschnittlich
1 bis 12 Mol Ethylenoxid (EO) pro Mol Alkohol eingesetzt, in denen der Alkoholrest
linear oder bevorzugt in 2-Stellung methylverzweigt sein kann bzw. lineare und methylverzweigte
Reste im Gemisch enthalten kann, so wie sie üblicherweise in Oxoalkoholresten vorliegen.
Insbesondere sind jedoch Alkoholethoxylate mit linearen Resten aus Alkoholen nativen
Ursprungs mit 12 bis 18 C-Atomen, z.B. aus Kokos-, Palm-, Talgfett- oder Oleylalkohol,
und durchschnittlich 2 bis 8 EO pro Mol Alkohol bevorzugt. Zu den bevorzugten ethoxylierten
Alkoholen gehören beispielsweise C
12-C
14-Alkohole mit 3 EO oder 4 EO, C
9-C
11-Alkohol mit 7 EO, C
13-C
15-Alkohole mit 3 EO, 5 EO, 7 EO oder 8 EO, C
12-C
18-Alkohole mit 3 EO, 5 EO oder 7 EO und Mischungen aus diesen, wie Mischungen aus C
12-C
14-Alkohol mit 3 EO und C
12-C
18-Alkohol mit 5 EO. Die angegebenen Ethoxylierungsgrade stellen statistische Mittelwerte
dar, die für ein spezielles Produkt eine ganze oder eine gebrochene Zahl sein können.
Bevorzugte Alkoholethoxylate weisen eine eingeengte Homologenverteilung auf (narrow
range ethoxylates, NRE). Zusätzlich zu diesen nichtionischen Tensiden können auch
Fettalkohole mit mehr als 12 EO eingesetzt werden. Beispiele hierfür sind Talgfettalkohol
mit 14 EO, 25 EO, 30 EO oder 40 EO.
[0040] Außerdem können als weitere nichtionische Tenside auch Alkylglykoside der allgemeinen
Formel RO(G)
x eingesetzt werden, in der R einen primären geradkettigen oder methylverzweigten,
insbesondere in 2-Stellung methylverzweigten aliphatischen Rest mit 8 bis 22, vorzugsweise
12 bis 18 C-Atomen bedeutet und G das Symbol ist, das für eine Glykoseeinheit mit
5 oder 6 C-Atomen, vorzugsweise für Glucose, steht. Der Oligomerisierungsgrad x, der
die Verteilung von Monoglykosiden und Oligoglykosiden angibt, ist eine beliebige Zahl
zwischen 1 und 10; vorzugsweise liegt x bei 1,2 bis 1,4.
[0041] Eine weitere Klasse bevorzugt eingesetzter nichtionischer Tenside, die entweder als
alleiniges nichtionisches Tensid oder in Kombination mit anderen nichtionischen Tensiden
eingesetzt werden, sind alkoxylierte, vorzugsweise ethoxylierte oder ethoxylierte
und propoxylierte Fettsäurealkylester, vorzugsweise mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen
in der Alkylkette, insbesondere Fettsäuremethylester, wie sie beispielsweise in der
japanischen Patentanmeldung JP 58/217598 beschrieben sind oder die vorzugsweise nach
dem in der internationalen Patentanmeldung WO-A-90/13533 beschriebenen Verfahren hergestellt
werden.
[0042] Auch nichtionische Tenside vom Typ der Aminoxide, beispielsweise N-Kokosalkyl-N,N-dimethylaminoxid
und N-Talgalkyl-N,N-dihydroxyethylaminoxid, und der Fettsäurealkanolamide können geeignet
sein. Die Menge dieser nichtionischen Tenside beträgt vorzugsweise nicht mehr als
die der ethoxylierten Fettalkohole, insbesondere nicht mehr als die Hälfte davon.
[0043] Weitere geeignete Tenside sind Polyhydroxyfettsäureamide der Formel (l),

in der R-CO für einen aliphatischen Acylrest mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, R
1 für Wasserstoff, einen Alkyl- oder Hydroxyalkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen
und [Z] für einen linearen oder verzweigten Polyhydroxyalkylrest mit 3 bis 10 Kohlenstoffatomen
und 3 bis 10 Hydroxylgruppen steht. Bei den Polyhydroxyfettsäureamiden handelt es
sich um bekannte Stoffe, die üblicherweise durch reduktive Aminierung eines reduzierenden
Zuckers mit Ammoniak, einem Alkylamin oder einem Alkanolamin und nachfolgende Acylierung
mit einer Fettsäure, einem Fettsäurealkylester oder einem Fettsäurechlorid erhalten
werden können.
[0044] Zur Gruppe der Polyhydroxyfettsäureamide gehören auch Verbindungen der Formel (ll),

in der R
2 für einen linearen oder verzweigten Alkyl- oder Alkenylrest mit 7 bis 12 Kohlenstoffatomen,
R
3 für einen linearen, verzweigten oder cyclischen Alkylrest oder einen Arylrest mit
2 bis 8 Kohlenstoffatomen und R
4 für einen linearen, verzweigten oder cyclischen Alkylrest oder einen Arylrest oder
einen Oxy-Alkylrest mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen steht, wobei C
1-C
4-Alkyl- oder Phenylreste bevorzugt sind, und [Z] für einen linearen Polyhydroxyalkylrest,
dessen Alkylkette mit mindestens zwei Hydroxylgruppen substituiert ist, oder alkoxylierte,
vorzugsweise ethoxylierte oder propoxylierte Derivate dieses Restes steht.
[0045] [Z] wird vorzugsweise durch reduktive Aminierung eines Zuckers erhalten, beispielsweise
Glucose, Fructose, Maltose, Lactose, Galactose, Mannose oder Xylose. Die N-Alkoxy-oder
N-Aryloxy-substituierten Verbindungen können dann beispielsweise nach der Lehre der
internationalen Anmeldung WO-A-95/07331 durch Umsetzung mit Fettsäuremethylestern
in Gegenwart eines Alkoxids als Katalysator in die gewünschten Polyhydroxyfettsäureamide
überführt werden.
[0046] Die Formkörper können alle üblichen Inhaltsstoffe von Wasch- oder Reinigungsmitteln
in ihrer Gesamtrezeptur enthalten. Zu diesen zählen neben den bereits ausführlich
beschriebenen Tensiden insbesondere anorganische und organische Buildersubstanzen,
Komponenten, welche die Wiederanschmutzung des textilen Gewebes verhindern (soil repellents),
und Vergrauungsinhibitoren, alkalische Salze, Bleichmittel und Bleichaktivatoren,
Schauminhibitoren, textilweichmachende Stoffe, neutrale Salze sowie Farb- und Duftstoffe.
[0047] Als anorganische Buildersubstanzen eignen sich neben den herkömmlichen Phosphaten
insbesondere Alumosilikate vom Zeolith-Typ. Der eingesetzte feinkristalline, synthetische
und gebundenes Wasser enthaltende Zeolith ist vorzugsweise Zeolith A und/oder P in
Waschmittelqualität. Geeignet sind jedoch auch Zeolith X sowie Mischungen aus A, X
und/oder P.
[0048] Geeignete Substitute bzw. Teilsubstitute für Phosphate und Zeolithe sind kristalline,
schichtförmige Natriumsilikate der allgemeinen Formel NaMSi
xO
2x+1,
yH2O, wobei M Natrium oder Wasserstoff bedeutet, x eine Zahl von 1,9 bis 4 und y eine
Zahl von 0 bis 20 ist und bevorzugte Werte für x 2, 3 oder 4 sind. Derartige kristalline
Schichtsilikate werden beispielsweise in der europäischen Patentanmeldung EP-A-0 164
514 beschrieben. Bevorzugte kristalline Schichtsilikate sind solche, in denen M für
Natrium steht und x die Werte 2 oder 3 annimmt. Insbesondere sind sowohl β- als auch
δ-Natriumdisilikate Na
2Si
2O
5·yH
2O bevorzugt.
[0049] Brauchbare organische Gerüstsubstanzen sind beispielsweise die bevorzugt in Form
ihrer Natriumsalze eingesetzten Polycarbonsäuren, wie Citronensäure, Adipinsäure Bemsteinsäure,
Glutarsäure, Weinsäure, Zuckersäuren, Aminocarbonsäuren, Nitrilotriessigsäure (NTA),
sofern ein derartiger Einsatz aus ökologischen Gründen nicht zu beanstanden ist, sowie
Mischungen aus diesen. Bevorzugte Salze sind die Salze der Polycarbonsäuren wie Citronensäure,
Adipinsäure, Bemsteinsäure, Glutarsäure, Weinsäure, Zuckersäuren und Mischungen aus
diesen.
[0050] Geeignete polymere Polycarboxylate sind beispielsweise die Natriumsalze der Polyacrylsäure
oder der Polymethacrylsäure, beispielsweise solche mit einer relativen Molekülmasse
von 800 bis 150000 (auf Säure bezogen). Geeignete copolymere Polycarboxylate sind
insbesondere solche der Acrylsäure mit Methacrylsäure und der Acrylsäure oder Methacrylsäure
mit Maleinsäure. Als besonders geeignet haben sich Copolymere der Acrylsäure mit Maleinsäure
erwiesen, die 50 bis 90 Gew.-% Acrylsäure und 50 bis 10 Gew.-% Maleinsäure enthalten.
Ihre relative Molekülmasse, bezogen auf freie Säuren, beträgt im allgemeinen 5000
bis 200000, vorzugsweise 10000 bis 120000 und insbesondere 50000 bis 100000. Insbesondere
bevorzugt sind auch biologisch abbaubare Polymere mit mehr als zwei verschiedenen
Monomereinheiten, beispielsweise solche, die als Monomere Salze der Acrylsäure und
der Maleinsäure sowie Vinylalkohol bzw. Vinylalkohol-Derivate (DE 43 00 772.) oder
die als Monomere Salze der Acrylsäure und der 2-Alkylallylsulfonsäure sowie Zucker-Derivate
(DE 42 21 381) enthalten.
[0051] Weitere bevorzugte Copolymere sind solche, die in den deutschen Patentanmeldungen
DE 43 03 320 und P 44 17 734.8 beschrieben werden und als Monomere vorzugsweise Acrolein
und Acrylsäure/Acrylsäuresalze bzw. Vinylacetat aufweisen.
[0052] Weitere geeignete Buildersysteme sind Oxidationsprodukte von carboxylgrupenhaltigen
Polyglucosanen und/oder deren wasserlöslichen Salzen, wie sie beispielsweise in der
internationalen Patentanmeldung WO-A-93/08251 beschrieben werden oder deren Herstellung
beispielsweise in der internationalen Patentanmeldung WO-A-93/16110 beschrieben wird.
[0053] Ebenso sind als weitere bevorzugte Buildersubstanzen auch die bekannten Polyasparaginsäuren
bzw. deren Salze und Derivate zu nennen.
[0054] Weitere geeignete Buildersubstanzen sind Polyacetale, welche durch Umsetzung von
Dialdehyden mit Polyolcarbonsäuren, welche 5 bis 7 C-Atome und mindestens 3 Hydroxylgruppen
aufweisen, beispielsweise wie in der europäischen Patentanmeldung EP-A-0 280 223 beschrieben
erhalten werden können. Bevorzugte Polyacetale werden aus Dialdehyden wie Glyoxal,
Glutaraldehyd, Terephthalaldehyd sowie deren Gemischen und aus Polyolcarbonsäuren
wie Gluconsäure und/oder Glucoheptonsäure erhalten.
[0055] Die anorganischen und/oder organischen Buildersubstanzen werden vorzugsweise in Mengen
von etwa 10 bis 60 Gew.-%, insbesondere von 15 bis 50 Gew.-%, in den Tabletten eingesetzt.
[0056] Zusätzlich können die Mittel auch Komponenten enthalten, welche die Öl- und Fettauswaschbarkeit
aus Textilien positiv beeinflussen. Dieser Effekt wird besonders deutlich, wenn ein
Textil verschmutzt wird, das bereits vorher mehrfach mit einem erfindungsgemäßen Waschmittel,
das diese öl- und fettlösende Komponente enthält, gewaschen wird. Zu den bevorzugten
öl- und fettlösenden Komponenten zählen beispielsweise nichtionische Celluloseether
wie Methylcellulose und insbesondere Methylhydroxypropylcellulose mit einem Anteil
an Methoxyl-Gruppen von 15 bis 30 Gew.-% und an Hydroxypropoxyl-Gruppen von 1 bis
15 Gew.-%, jeweils bezogen auf den nichtionischen Celluloseether, sowie die aus dem
Stand der Technik bekannten Polymere der Phthalsäure und/oder der Terephthalsäure
bzw. von deren Derivaten, insbesondere Polymere aus Ethylenterephthalaten und/oder
Polyethylenglykolterephthalaten oder anionisch und/oder nichtionische modifizierten
Derivaten von diesen. Sie können bereits in geringen Mengen wirksam werden. Ihr Gehalt
beträgt deshalb vorzugsweise 0,2 bis 10 Gew.-% und insbesondere bis 5 Gew.-%.
[0057] Vergrauungsinhibitoren haben die Aufgabe, den von der Faser abgelösten Schmutz in
der Flotte suspendiert zu halten und so das Vergrauen zu verhindern. Hierzu sind wasserlösliche
Kolloide meist organischer Natur geeignet, beispielsweise die wasserlöslichen Salze
polymerer Carbonsäuren, Leim, Gelatine, Salze von Ethercarbonsäuren oder Ethersulfonsäuren
der Stärke oder der Cellulose oder Salze von sauren Schwefelsäureestem der Cellulose
oder der Stärke. Auch wasserlösliche, saure Gruppen enthaltende Polyamide sind für
diesen Zweck geeignet. Weiterhin lassen sich lösliche Stärkepräparate und andere als
die obengenannten Stärkeprodukte verwenden, z.B. abgebaute Stärke, Aldehydstärken
usw.. Auch Polyvinylpyrrolidon ist brauchbar. Bevorzugt werden jedoch Celluloseether,
wie Carboxymethylcellulose (Na-Salz), Methylcellulose, Hydroxyalkylcellulose und Mischether,
wie Methylhydroxyethylcellulose, Methylhydroxypropylcellulose, Methylcarboxymethylcellulose
und deren Gemische, sowie Polyvinylpyrrolidon beispielsweise in Mengen von 0,1 bis
5 Gew.-%, bezogen auf die Mittel, eingesetzt.
[0058] Weitere geeignete Inhaltsstoffe der Mittel sind wasserlösliche anorganische Salze
wie Bicarbonate und Carbonate. Der Gehalt der Mittel an Natriumcarbonat und/oder-bicarbonat
beträgt dabei vorzugsweise bis zu 50 Gew.-%, vorteilhafterweise zwischen 10 und 25
Gew.-%
[0059] Unter den als Bleichmittel dienenden, in Wasser H
2O
2 liefernden Verbindungen haben das Natriumperborattetrahydrat und das Natriumperboratmonohydrat
besondere Bedeutung. Weitere brauchbare Bleichmittel sind beispielsweise Natriumpercarbonat,
Peroxypyrophosphate, Citratperhydrate sowie H
2O
2 liefernde persaure Salze oder Persäuren, wie Perbenzoate, Peroxophthalate, Diperazelainsäure
oder Diperdodecandisäure. Der Gehalt der Mittel an Bleichmitteln beträgt vorzugsweise
5 bis 25 Gew.-% und insbesondere 10 bis 20 Gew.-%, wobei vorteilhafterweise Perboratmonohydrat
und/oder Percarbonat eingesetzt werden.
[0060] Um beim Waschen bei Temperaturen von 60 °C und darunter eine verbesserte Bleichwirkung
zu erreichen, können Bleichaktivatoren in die Präparate eingearbeitet werden. Beispiele
hierfür sind mit H
2O
2 organische Persäuren bildende N-Acyl- bzw. O-Acyl-Verbindungen, vorzugsweise N,N'-tetraacylierte
Diamine, p-(Alkanoyloxy)benzolsulfonat ferner Carbonsäureanhydride und Ester von Polyolen
wie Glucosepentaacetat. Weitere bekannte Bleichaktivatoren sind acetylierte Mischungen
aus Sorbitol und Mannitol, wie sie beispielsweise in der europäischen Patentanmeldung
EP-A-0 525 239 beschrieben werden. Der Gehalt der bleichmittelhaltigen Mittel an Bleichaktivatoren
liegt in dem üblichen Bereich, vorzugsweise zwischen 1 und 10 Gew.-% und insbesondere
zwischen 3 und 8 Gew.-%, Besonders bevorzugte Bleichaktivatoren sind N,N,N',N'-Tetraacetylethylendiamin
(TAED), 1,5-Diacetyl-2,4-dioxo-hexahydro-1,3,5-triazin (DADHT) und acetylierte Sorbitol-Mannitol-Mischungen
(SORMAN).
[0061] Beim Einsatz in maschinellen Waschverfahren kann es von Vorteil sein, den Mitteln
übliche Schauminhibitoren zuzusetzen. Als Schauminhibitoren eignen sich beispielsweise
Seifen natürlicher oder synthetischer Herkunft, die einen hohen Anteil an C
12-C
18-Fettsäuren aufweisen. Geeignete nichttensidartige Schauminhibitoren sind beispielsweise
Organopolysiloxane und deren Gemische mit mikrofeiner, ggf. silanierter Kieselsäure
sowie Paraffine, Wachse, Mikrokristallinwachse und deren Gemische mit silanierter
Kieselsäure oder Bistearylethylendiamid. Mit Vorteilen werden auch Gemische aus verschiedenen
Schauminhibitoren verwendet, z.B. solche aus Silikonen, Paraffinen oder Wachsen. Vorzugsweise
sind die Schauminhibitoren, insbesondere Silikon- oder Paraffinhaltige Schauminhibitoren,
an eine granulare, in Wasser lösliche bzw. dispergierbare Trägersubstanz gebunden.
Insbesondere sind dabei Mischungen aus Paraffinen und Bistearylethylendiamiden bevorzugt.
[0062] Als Salze von Polyphosphonsäuren werden vorzugsweise die neutral reagierenden Natriumsalze
von beispielsweise 1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonat, Diethylentriaminpentamethylenphosphonat
oder Ethylendiamintetramethylenphosphonat in Mengen von 0,1 bis 1,5 Gew.-% verwendet.
[0063] Als Enzyme kommen solche aus der Klasse der Proteasen, Lipasen, Amylasen, Cellulasen
bzw. deren Gemische in Frage. Besonders gut geeignet sind aus Bakterienstämmen oder
Pilzen, wie Bacillus subtilis, Bacillus licheniformis und Streptomyces griseus gewonnene
enzymatische Wirkstoffe. Vorzugsweise werden Proteasen vom Subtilisin-Typ und insbesondere
Proteasen, die aus Bacillus lentus gewonnen werden, eingesetzt. Dabei sind Enzymmischungen,
beispielsweise aus Protease und Amylase oder Protease und Lipase oder Protease und
Cellulase oder aus Cellulase und Lipase oder aus Protease, Amylase und Lipase oder
Protease, Lipase und Cellulase, insbesondere jedoch Cellulase-haltige Mischungen von
besonderem Interesse. Auch Peroxidasen oder Oxidasen haben sich in einigen Fällen
als geeignet erwiesen. Die Enzyme können an Trägerstoffen adsorbiert und/oder in Hüllsubstanzen
eingebettet sein, um sie gegen vorzeitige Zersetzung zu schützen. Der Anteil der Enzyme,
Enzymmischungen oder Enzymgranulate kann beispielsweise etwa 0,1 bis 5 Gew.-%, vorzugsweise
0,1 bis etwa 2 Gew.-% betragen.
[0064] Die Tabletten können als optische Aufheller Derivate der Diaminostilbendisulfonsäure
bzw. deren Alkalimetallsalze enthalten. Geeignet sind z.B. Salze der 4,4'-Bis(2-anilino-4-morpholino-1,3,5-triazinyl-6-amino)stilben-2,2'-disulfonsäure
oder gleichartig aufgebaute Verbindungen, die anstelle der Morpholino-Gruppe eine
Diethanolaminogruppe, eine Methylaminogruppe, eine Anilinogruppe oder eine 2-Methoxyethylaminogruppe
tragen. Weiterhin können Aufheller vom Typ der substituierten Diphenylstyryle anwesend
sein, z.B. die Alkalisalze des 4,4'-Bis(2-sulfostyryl)-diphenyls, 4,4'-Bis(4-chlor-3-sulfostyryl)-diphenyls,
oder 4-(4-Chlorstyryl)-4'-(2-sulfostyryl)-diphenyls. Auch Gemische der vorgenannten
Aufheller können verwendet werden.
Beispiele
Beispiel 1
[0065] Aus den unten aufgeführten Compounds, Pulvern und Flüssigkeiten wurde gemäß der Lehre
der internationalen Patentanmeldung WO 94/25563 eine Tablette hergestellt. Als Ausgangsstoffe
wurden granulierte Compounds verwendet (Tabelle 1), die in einem Mischer zu einem
homogenen Gesamtgemisch vermischt wurden, welches anschließend in einen Formkörper
gefüllt und 10 Sekunden mit einem Druck von 13 N/cm
2 vorverpreßt wurde (die auf die Kreisfläche ausgeübte Kraft betrug 35 N auf einer
Fläche von 2,7 cm
2). Anschließend erfolgte die Mikrowellenbestrahlung bei 2450 MHz und 250 Watt. Die
Bestrahlung dauerte 13,5 Sekunden. Die Tabletten hatten einen Durchmesser von 4 cm,
eine Höhe von 2,5 cm und ein Gewicht von 20 g. Das eingesetzte amorphe Natriumsilikat
(Modul 2,0) hatte einen Wassergehalt von 13 Gew.-% (Gemessen als Glühverlust, hergestellt
nach dem Verfahren der DE 44 00 024). Die Druckfestigkeit der Tabletten wurde mit
einem SCHLEUNIGER Tablettenhärte-Prüfgerät Modell 6D gemessen.
Tabelle 1
| (Zusammensetzung in Gew.-%) |
| |
A |
B |
C |
D |
E |
F |
G |
H |
| Niotensidcompound |
34,7 |
33,4 |
32,1 |
30,9 |
- |
35 |
7,5 |
- |
| APG-Compound |
- |
- |
- |
- |
5,0 |
- |
- |
4,0 |
| Aniontensidgranulat |
5,8 |
5,6 |
5,4 |
5,1 |
36 |
6,0 |
35,0 |
37,0 |
| Seifengranulat |
2,3 |
2,2 |
2,1 |
2,1 |
2,1 |
2,2 |
2,0 |
2,3 |
| Natriumpercarbonat |
17,4 |
16,7 |
16,1 |
15,4 |
17,6 |
- |
17,6 |
17,5 |
| TAED |
8,1 |
7,8 |
7,5 |
7,2 |
8,1 |
8,0 |
8,1 |
8,1 |
| Natriumperborat-Monohydrat |
- |
- |
- |
- |
- |
18,0 |
- |
- |
| Natriumcarbonat-Decahydrat |
16,0 |
16,0 |
16,0 |
16,0 |
- |
- |
- |
- |
| Natriumcitrat x 2 H2O |
12,7 |
12,3 |
11,8 |
11,3 |
10,7 |
13,0 |
10.6 |
16,5 |
| amorphes Natriumsilikat 13 Gew.-% H2O |
3,0 |
6,0 |
9,0 |
12,0 |
9,8 |
6,7 |
9,8 |
5,0 |
| Wasser |
- |
- |
- |
- |
4,0 |
5,5 |
4,7 |
3,0 |
| übrige Waschmittelbestandteile |
- |
- |
- |
- |
6,7 |
5,6 |
4,7 |
6,6 |
| Druckfestigkeit |
Angaben in N/cm2 |
| |
27 |
39 |
40 |
46 |
99 |
49 |
97 |
102 |
| Zerfallsgeschwindigkeit |
Angaben in g |
| Rest nach 5 Minuten |
6,9 |
4,7 |
4,0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
| Rest nach 10 Minuten |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
[0066] Zur Messung der Zerfallsgeschwindigkeit wurde ein Formkörper (20 g) in einem üblichen
Dosierer zu trockener Wäsche (3,5 kg) in einer Waschmaschine (Typ Miele Novotronic
W 918) gegeben. Nachdem Wasser zugelaufen war, wurde der Dosierer mit dem Formkörper
gewogen. Anschließend wurde ein Buntwaschprogramm (111 Wasser, 16° d) durchgeführt.
Nach 5 und 10 Minuten wurde das Waschprogramm unterbrochen und der Dosierer mit den
Formkörperresten gewogen. Die Differenzen zur ersten Messung des Dosierers mit Formkörper
ist der Tabelle 1 zu entnehmen.
[0067] Die Ergebnisse zeigen, daß die Tabletten mit zunehmendem Gehalt an amorphem Natriumsilikat
mit weniger als 15 Gew.-% Wasser eine verbesserte Druckstabilität bei gleichzeitig
verbesserter Zerfallsgeschwindigkeit aufweisen.
Erläuterung zur Tabelle 1 (Zusammensetzungen in Gew.-%)
[0068] Dehydol
® LT7 C
12-C
18 Fettalkohol mit 7 EO (Fa. Henkel)
[0069] Texapon
® LS C
12-C
14 Fettalkoholsulfat (Fa. Henkel)
[0070] Sokalan
® CP5 Maleinsäure-Acrylsäure-Copolymer Na-Salz (Fa. BASF)
[0071] TAED N,N,N',N'-Tetraacetylethylendiamin
| Niotensidcompound |
| Dehydol® LT 7 |
53,0 |
| Kieselsäure |
24,6 |
| Sokalan® CP5 |
22,4 |
| Aniontensidgranulat |
| Na2CO3 |
2,0 |
| Texapon® LS |
96,0 |
| Wasser |
2,0 |
| Seifengranulat |
| Seife |
89,8 |
| Sokalan®CP5 |
8,1 |
| Na2CO3 |
2,1 |
Beispiel 2
[0072] Es wurden Tabletten nach dem gleichen Verfahren wie in Beispiel 1 hergestellt. Das
amorphe Natriumsilikat (Modul 2,0) wies einen Wassergehalt von 8 Gew.-% auf (gemessen
als Glühverlust, hergestellt nach dem Verfahren der DE 44 00 024). Die so hergestellten
Tabletten zeigten eine Druckfestigkeit von mindestens 20 N/cm
2 und zerfielen nach spätestens 60 Sekunden in kaltem Wasser. (Zur Messung der Zerfallsgeschwindigkeit
wurden die Tabletten in ein Becherglas mit 750 ml Wasser gegeben und der Zeitpunkt
ermittelt, an dem die Tabletten zerfallen waren). Die Rezepturen können der Tabelle
2 entnommen werden.
Tabelle 2
| Angaben in Gew.-% |
| |
E |
F |
G |
| Zeolith NaA |
20 |
20,0 |
- |
| amorphes Natriumsilikat (8 Gew.-% H2O) |
18,3 |
20,0 |
10 |
| Natriumcitrat 2 H2O |
- |
- |
14 |
| Na2CO3 10 H2O |
16 |
16,0 |
- |
| Sokalan® CP5 |
2,7 |
4,0 |
5 |
| Seife |
0,5 |
0,5 |
2 |
| Dehydol® LT7 |
13,5 |
13,5 |
19 |
| Texapon® LS |
4,5 |
5,1 |
6 |
| Natriumperborat |
- |
13,5 |
- |
| Natriumpercarbonat |
13,5 |
- |
19 |
| TAED |
6 |
6 |
8 |
| Kieselsäure |
- |
- |
8 |
| Salze aus Rohstoffen |
Rest |
Rest |
Rest |