[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Steuern von Land- oder Wasserfahrzeugen,
nachfolgend Flotte genannt, bestehend aus einer statisch oder variabel gebildeten
Gruppe von Fahrzeugen, die ständig oder zeitlich begrenzt, wirtschaftlich oder andersartig
priorisiert, von einer gemeinsamen Zentrale koordiniert wird, wobei mindestens eine
Funkverbindung zwischen dem einzelnen Fahrzeug und der Zentrale besteht.
[0002] Mit den bisher bekannten Flotten-Management-Systemen besteht der Nachteil, daß es
für einzelne Anwender nicht möglich ist, über eine konventionelle Festnetzverbindung
auf eine Zentrale einzuwirken, welche ihrerseits den Einsatz von einer beliebigen
Anzahl von Fahrzeugen steuert.
[0003] Der Stand der Technik kennt Navigations- und Informationssysteme, wie sie z.B. in
der WO-A-96/07110 offenbart sind. Ein in einem Fahrzeug installiertes Navigations-
und Informationssystem erfasst laufend die aktuelle geographische Position des Fahrzeuges
und übermittelt diese Position über ein Mobilkommunikationssystem an eine Zentralstelle.
Die Zentralstelle übermittelt daraufhin Wegeführungsinformationen zurück an das fahrzeugseitige
Navigationssystem. Ein Verfahren zum direkten Flottenmanagement ist aus diesem Dokument
nicht zu entnehmen.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein universell einsetzbares Verfahren vorzuschlagen,
bei dem eine beliebige Anzahl von Anwendern auf eine Gruppe von Fahrzeugen einwirken
kann, wobei die Fahrzeuge einem oder mehreren der Anwender zugeordnet sind.
[0005] Zur Lösung der gestellten Aufgabe ist die Erfindung durch die technische Lehre des
Anspruchs 1 gekennzeichnet.
[0006] Wesentliches Merkmal der Erfindung ist, daß eine Vielzahl von Anwendern über eine
Datenverbindung mit einer Zentrale verbunden ist, daß aufgrund einer bekannten Anwender-Auftragsliste
und bekannten Anwender-Fahrzeugen für die Fahrzeuge eingehende Aufträge mit ihrer
Ausführungszeit in eine Auftragsliste in der Zentrale eingestellt werden, daß auf
der Basis der Auftragsinformation "Startort" nach "Zielort" die voraussichtliche Anfahrdauer
eines Fahrzeugs ermittelt wird, daß aus der Ausführungszeit abzüglich der Anfahrdauer
und einer Korrekturzeit die Meldezeit des Fahrzeugs im Startort errechnet wird und
in eine Überwachungsliste eingestellt wird, daß in der Zentrale die Meldezeiten überwacht
werden, und daß der Fahrauftrag an ein Anwender-Fahrzeug übertragen wird, welches
nach anwenderseitigen Filtern ausgewählt wird.
[0007] Die abhängigen Patentansprüche betreffen vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen
der Erfindung.
[0008] Im folgenden wird die Erfindung anhand von lediglich einen Ausführungsweg darstellende
Zeichnungen näher erläutert. Hierbei gehen aus den Zeichnungen und ihrer Beschreibung
weitere erfindungswesentliche Merkmale und Vorteile der Erfindung hervor.
[0009] Es zeigen:
- Figur 1:
- schematisiert gezeichnetes Blockschaltbild des Verfahrens nach der Erfindung,
- Figur 2:
- eine detailliertere Darstellung der Verbindung zwischen der Zentrale und dem fahrzeugseitigen
Endgerät,
- Figur 3:
- schematisiert als Blockschaltbild die von der Zentrale zur Verfügung gestellten Dienstleistungen,
- Figur 4:
- im Blockschaltbild die Dienstleistungen, welche von dem aufrufenden Endgerät erzeugt
werden können,
- Figur 5:
- schematisiert die Darstellung von Fracht-Dispositionen,
- Figur 6:
- schematisiert ein Blockschaltbild für eine Frachtverwaltung,
- Figur 7:
- schematisiert eine Darstellung einer Tourenoptimierung.
Flottenmanagement
[0010] Management bezeichnet die Gesamtheit aller Entscheidungen und Maßnahmen, welche erforderlich
sind, um von einer gegebenen Situation aus ein definiertes Ziel zu erreichen. Dabei
kann das Ziel aus der bestmöglichen Kombination von Teilzielen (Kostenminimum, Erlösmaximum,
Sicherheitsmaximum ...) bestehen. Flottenmanagement ist das Management einer Flotte,
wobei die Flotte eine statische oder variabel gebildete Gruppe von Verkehrsmitteln
ist, welche ständig oder zeitlich begrenzt, wirtschaftlich oder andersartig priorisiert,
von einer gemeinsamen Stelle koordiniert wird.
Mit der von der DeTeMobil VT initiierten Telematik-Plattform IntraGSM® steht ein zukünftiger
Standard zur Verfügung, der unter dem Aspekt eines massenmarktfähigen Endgerätes auch
für T-Fleet® genutzt werden soll. IntraGSM® macht sich die Basistechnologien GSM als
Übertragungsstandard und GPS als Lokalisierungssystem zu Nutze.
[0011] Das erfindungsgemäße Verfahren verwendet ein fahrzeugseitiges Endgerät und ein Dienstleistungspaket
mit Anteilen aus Kommunikation, Entscheidungs- und Dokumentationsalgorithmen. Das
Endgerät ist modular aufgebaut, so daß nach Bedarf des Kunden entsprechende Dienste
erbracht werden können. Die Zusammensetzung des Endgerätes und die Wahl der Dienstleistung
bestimmt der Kunde.
Der Dienst wird in der Regel über eine Festnetzverbindung angesprochen. Hierfür ist
T-Online® und das Internet WWW vorgesehen. Ein verlängerter Zugang über angeschlossene
Medien (D1®->Internet) ist möglich, jedoch nicht primäres Ziel. Für Großanwender ist
die Kommunikation über ISDN und Datex®-P (Paketvermittlungsdienst) vorgesehen.
Die Zielführung Lastverkehr wird vom mobilen Endgerät aus aufgerufen.
[0012] Das Verfahren basiert auf der Idee, an zentraler Stelle in einem Kommunikationsnetz
eine mandanten-orientierte Datenhaltung und bedarfsgerechte Rechnerleistung für viele
angeschlossene Anwender zu erbringen.
Der Anwender benötigt an seinem Betriebsstandort einen Computer, welcher über Modem,
ISDN oder Datex®-P entweder direkt oder über die Dienste T-Online® und Internet mit
dem T-Fleet® Rechenzentrum in Verbindung steht, sowie ein geeignetes Software-Zugangsprogramm
und ggfs. eine Benutzerkennung.
Die einzelnen Anwendungen des Dienstleistungspaketes T-Fleet® sind modular aufgebaut.
Der Anwender kann jede Anwendung bei Bedarf einzeln oder mit anderen Anwendungen verknüpft
aufrufen. Dabei sind seine Daten nur für ihn oder von ihm autorisierte Dritte abrufbar
(Prinzip geschlossene Benutzergruppe).
Für die Nutzung einiger Anwendungen ist eine geeignete Gegenstelle in Form eines fahrzeugseitigen
Endgerätes erforderlich. Entsprechend im Späteren beschriebener Klassifizierungen
dient das fahrzeugseitige Endgerät als Kommunikations-Gegenstelle bis hin zum automatischen
oder halbautomatischen Datenlieferanten für die Entscheidungsbasis des Anwenders.
[0013] In Figur 1 ist schematisiert dargestellt, daß von einer beliebigen Anzahl von Anwendern
2 über jeweils zugeordnete Datenverbindungen 43 eine Zentrale 1 angesteuert werden
kann.
[0014] Die Datenverbindung 43 ist bevorzugt als Festnetzverbindung ausgebildet und ist entsprechend
nach einem oder mehreren der Vorschläge der Unteransprüche 3 und 4 ausgebildet.
[0015] Auf der rechten Seite der Figur 1 sind drei verschiedene Konfigurationsbeispiele
für Funktelefone 3,4,5 angegeben, wobei das Funktelefon 3 über eine SMS-MT-Verbindung
(Short-Message-Service-Mobile terminated) mit der Zentrale 1 verbunden ist.
[0016] Die Rücksendung der Daten erfolgt bei der Funktelefonanlage 4 über den SMS-MO-Dienst,
wobei die Abkürzung "MO" mobile originated (mobiler Ursprung) bedeutet.
[0017] In einem dritten Ausführungsbeispiel, gemäß Figur 1, ist die Funktelefonanlage 5
mit einer Datenverbindung nach dem BS24/26-Standard ausgerüstet.
[0018] Wichtig hierbei ist, daß die Anlage zusätzlich noch ein Display 6 aufweist, mit dem
ein Text im Fahrzeug dargestellt werden kann und ein Navigationssystem 7, welches
über eine Schnittstelle 8 mit dem GSM-Gerät verbunden ist.
[0019] Auf diese Weise können zwischen den Funktelefonen 3,4,5 sowohl Sprache als auch Daten
übertragen werden.
[0020] Ein möglicher Aufbau einer derartigen Verbindung zwischen Anwender und dem fahrzeugseitigen
Endgerät ist in Figur 2 näher dargestellt.
[0021] Der Anwender 2 wirkt - wie gesagt - über die Datenverbindung 43 auf die Zentrale
1. In der Zentrale 1 ist hierbei eine Empfangsantenne 13 angeordnet, welche zum Empfang
der Positionssignale von mehreren Navigationssatelliten 9,10 geeignet ist. Diese senden
ihre Signale sowohl über den Funkweg 11 an die Zentrale 1 als auch über den Funkweg
12 an die am Fahrzeug 41 angeordnete Antenne 32.
[0022] Auf diese Weise kann in der Zentrale 1 jederzeit die aktuelle Position des Fahrzeugs
41 in Bezug zur Zentrale bestimmt werden.
[0023] Es ist selbstverständlich vorgesehen, daß über die weiteren Funkwege 21,24 Korrektursignale
für das GPS-System erzeugt werden können, um eine noch genauere Standortbestimmung
des Fahrzeugs 41 in Bezug zur Zentrale 1 zu ermöglichen.
[0024] Die vom Anwender 2 über die Datenverbindung 43 generierten Daten werden in einen
Rechner 16 eingespeist, der gleichzeitig von der Empfangsantenne 13 und dem Empfänger
15 und der Leitung 17 die Positionsdaten des Fahrzeugs 41 aufnimmt.
[0025] Über die Leitung 18 wird ein Sender 19 angesteuert, der seinerseits über eine Leitung
eine Antenne 20 ansteuert, welche als Sendeantenne ausgebildet ist und den Funkweg
21 zum Fahrzeug 41 herstellt.
[0026] Am Fahrzeug 41 ist eine Empfangsantenne 27 angeordnet, welche ihr Signal in einen
Empfänger 28 einspeist, welcher über eine Leitung 30 mit dem Rechner 29 verbunden
ist. Dieser Rechner 29 steht über die Leitung 31 mit einem MMI-System (Mensch-Maschine-Interface)
in Verbindung, so daß der fahrzeugseitige Benutzer Text auslesen kann und bei Bedarf
entsprechende Daten eingeben kann.
[0027] Gleichzeitig werden über die Antenne 32 und den Empfänger 34 (Leitung 33) die Positionssignale
der Satelliten 9,10 empfangen und über die Leitung 37 in den Rechner 29 eingespeist.
[0028] Dieser wiederum ist über die Leitung 38 mit dem Empfänger 34 verbunden, welcher über
eine Leitung 35 mit dem Sender 36 verbunden ist. Auf diese Weise kann die jeweils
aktuelle Position des Fahrzeugs 41 über die Antenne 44 und den Funkweg 24 an die Zentrale
1 zurückgemeldet werden.
[0029] Andererseits erhält das Fahrzeug 41 über die Funkverbindung 21 und die zugeordnete
Antenne 27 seine Daten zur entsprechenden Fahrzeugsteuerung.
[0030] Die im übrigen über den Funkweg 24 übermittelten Daten werden von der Antenne 23
in der Zentrale 1 erfasst und in einen Empfänger 25 eingespeist, der über eine Leitung
26 mit dem Rechner 16 verbunden ist. Auf diese Weise können die vom Fahrzeug 41 gesendeten
Positions daten mit den über die Antenne 13 empfangenen Positionsdaten abgeglichen
und ggf. korrigiert werden. Das Ausgangssignal auf der Leitung 18 des Rechners 16
kann in den Sender 19 eingespeist werden und über die Leitung 22 weiterverarbeitet
werden.
[0031] In Figur 3 sind die verschiedenen Funktionsblöcke 39 schematisiert dargestellt, welche
von der Zentrale 1 den unterschiedlichen Anwendern 2 zur Verfügung gestellt werden.
Der Anwender wählt sich in das Dialogprogramm der Zentrale 1 ein und kann dann über
die entsprechenden Funktionsblöcke die Dienstleistungen der Zentrale in Anspruch nehmen
und den jeweils dem entsprechenden Funktionsblock zugeordneten Datenstrom dem empfangenden
Endgerät 3,4,5 senden und in aufbereiteter Form wieder empfangen.
Disposition I (Disposition auf Soll-Daten)
[0032] Auf Basis einer bekannten Mandanten-Auftragsliste und bekanntem Mandanten-Fuhrpark-Umlauf
werden neu eingehende Aufträge in die Auftragsliste mit ihrer Ausführungszeit eingestellt.
Auf Basis der Auftragsinformation "von" und ihrer Ortslage wird die voraussichtliche
Anfahrdauer ermittelt. Aus der Ausführungszeit abzüglich der Anfahrdauer und unter
Berücksichtigung einer orts- und branchentypischen Sicherheit wird die Meldezeit errechnet
und in eine Überwachungsliste eingestellt.
Der Dienst überwacht ständig näherkommende Meldezeiten und überträgt den Auftrag zeitnah
an das Mandanten-Fahrzeug, welches nach kundenseitig konfigurierten Filtern ausgewählt
wird.
Filter: Anfahrtzeit, Anfahrtstrecke, definierter Umlaufzustand (z.B. nur "frei"),
Vorbelegung (Wagenwunsch xy), Fahrzeugtyp (offene Pritsche...), Restzeit Personaleinsatz
u.a.
Die Weg- und Zeitberechnung erfolgt auf Basis von Planangaben. In aller Regel sind
Start und Ziel eines Auftrages bekannt. Bei Meldung "frei nach Auftrag" kann davon
ausgegangen werden, daß sich das Fahrzeug jetzt in der Nähe des Zielortes befindet.
Disposition II (Disposition auf Ist-Daten)
[0033] Auf Basis einer bekannten Mandanten-Auftragsliste, bekanntem Mandanten-Fuhrpark-Umlauf
und -Standorten werden neu eingehende Aufträge in die Auftragsliste mit ihrer Ausführungszeit
eingestellt. Auf Basis der Auftragsinformation "von" und ihrer Ortslage wird die voraussichtliche
Anfahrdauer ermittelt. Aus der Ausführungszeit abzüglich der Anfahrdauer und unter
Berücksichtigung einer orts- und branchentypischen Sicherheit wird die Meldezeit errechnet
und in eine Überwachungsliste eingestellt.
Der Dienst überwacht ständig näherkommende Meldezeiten und überträgt den Auftrag zeitnah
an das Mandanten-Fahrzeug, welches nach kundenseitig konfigurierten Filtern ausgewählt
wird.
Filter: Anfahrtzeit, Anfahrtstrecke, definierter Umlaufzustand (z.B. nur "frei"),
Vorbelegung (Wagenwunsch xy), Fahrzeugtyp (offene Pritsche...), Restzeit Personaleinsatz
u.a.
Die Weg- und Zeitberechnung erfolgt auf Basis der bekannten Fahrzeugstandorte. Dabei
wird für die Zeitprognose ab Verfügbarkeit auch die aktuelle Verkehrslage-Information
herangezogen.
Frachtbörse
Frachtangebot
[0034] Versender oder Verlader können unter der Maske "von-nach irgendwer" ihre zu vergebende
Fracht eintragen. Anzugeben sind Anzahl, Größe und Gewicht der Frachtstücke, Gefahrgutklassen,
Frachttermine. Die angebotenen Frachten werden in einer relationalen Datenbank verwaltet.
Bis vor Antritt des Frachttermines nicht vermittelte Frachten werden dem Versender
innerhalb noch zu definierender Fristen zurückgemeldet. Der Versender entscheidet
über Rücknahme, Verschiebung oder Selbstausführung der Fracht.
Frachtnachfrage
[0035] Frachtführer können unter Suchmasken "Tag, alles", "Tag, von", "Tag von nach", "Woche,
von", "Woche, von, nach", "Woche Güterklasse" u.a. nach Frachtangeboten suchen. Ausgewählte
Frachten kann er mittels dem Hintergrundprozeß "Betriebswirtschaftliche Auswertung"
auf Wirtschaftlichkeit prüfen. Anschließend setzt er sich mit dem Versender in Verbindung
und verhandelt über die Auftragsannahme. Bei Auftragserteilung adressiert der Versender
die Fracht online auf den Frachtführer mittels Maske "Frachtangebot - Auftrag an...".
Weiter wie "direkter Frachtauftrag".
Direkter Frachtauftrag
[0036] Frachten können auch direkt vom Versender an einen definierten Frachtführer übertragen
werden. Hierzu erfolgt die Frachtanmeldung unter der Maske "von nach, Auftrag an...".
Anzugeben sind Anzahl, Größe und Gewicht der Frachtstücke, Gefahrgutklassen und Frachttermin.
Direkt vergebene oder vermittelte Frachten werden je nach Umfang mit einer oder mehreren
Sendungsnummern versehen und in die Sendungsverfolgung eingestellt.
Sendungsverfolgung
Frachtanmeldung
[0037] Die Frachtanmeldung erfolgt durch den Versender aus der Frachtbörse heraus. Die Sendungsnummer
variiert nach Stückgutverkehr, Teilladungs-- und Gesamtladungsverkehr.
Frachtkennzeichnung
[0038] Teilladungs- und Gesamtladungsverkehr wird mit einer zeitlich begrenzt erteilten
Frachtnummer (z.B. sechs Ziffern laufend, eine Prüfziffer) versehen. Stückgutverkehre
erhalten eine Barcode- oder OCR-Identität. Bei durchgängiger Transportflußkontrolle
kann auch eine Transponder-Identität genutzt werden.
Die Frachtnummer wird auf Frachtgut und Frachtpapieren ausgewiesen.
Frachtbegleitung
[0039] Eine aktuelle Fracht wird für die Dauer vom Versanddatum bis zur definitiven Anlieferung
am Bestimmungsort in einer Datenbank verfolgt. Dabei sind vor Beginn der Versendungs-
und Empfangsort bekannt. Jede Be- und Entlademeldung wird protokolliert. Die Meldung
kann entweder zeitkonform vom Fahrzeug, zeitversetzt vom Fahrzeug oder stapelverarbeitet
von einer Umladestelle erfolgen. Der Ortsbezug erfolgt durch Standortmeldung des Fahrzeuges,
Planinformation der Disposition oder Identität der Umladestelle.
Frachtumschlag
[0040] Eine aktuelle Fracht wird logisch mit ihrem Bezug zu Fahrzeug oder Depot behandelt.
Hierbei wird eine Abfolge "Eingang/Beladung"->"Ausgang/Entladung" unterstellt.
Frachtabmeldung
[0041] Die Abmeldung erfolgt entweder durch schlüßige Übereinstimmung einer Fahrzeugmeldung
"Entladung" mit Standort, der identisch mit dem Empfangsort der Ware ist, oder durch
explizite Meldung "Abgeliefert Frachtnummer...." von Fahrzeug oder Depot. Nicht abgemeldete
Frachten werden dem Verlader nach Ablauf eines Werktages ohne Frachtbegleitungsmeldung
mitgeteilt. Sind diese Frachten abgeliefert, müssen sie vom Verlader abgemeldet werden.
Frachtstatusnachfrage
[0042] Ab dem Versanddatum bis x Tage nach der Frachtabmeldung kann der Versender, Verlader,
Frachtführer oder Empfänger unter Angabe der Frachtnummer eine Frachtstatusnachfrage
stellen. Aus der Datenbank Frachtbegleitung wird für die gesuchte Fracht ermittelt,
wo sie zuletzt bemeldet wurde, und ob sie sich an einem Depot oder auf einem Fahrzeug
befindet. Ist die Fracht auf einem Fahrzeug, so ist aus der Disposition und Rollkarte
bekannt, ob sich das Fahrzeug im Linienverkehr oder Verteilverkehr befindet. Bei entsprechend
ausgestatteten Endgerät im Fahrzeug kann eine Frachtzustellprognose erstellt werden.
Frachtzustellprognose
[0043] Hierfür wird die Rollkarte in Fahrzeug oder Disposition ausgelesen und aus der Ortslage
der noch anzufahrenden Bestimmungsorte eine Zeitprognose erstellt.
Tourenoptimierung
[0044] Die Tourenoptimierung kann als Prä- oder Post-Prozessing aufgerufen werden. Das Präprozessing
eignet sich besonders für die Einsatzplanung bei langen Transportwegen, wohingegen
das Postprozessing zur Wirtschaftlichkeitskontrolle getroffener Entscheidungen dient.
Datenversorgung
[0045] Die Datenversorgung erfolgt aus dem Festnetz-Zugang. Eingegeben werden müssen je
nach Optimierungsziel die Auftragsdaten "von" und "nach", Zeitausschlüße, Anzahl,
Größe und Gewicht der Transportgüter, der aktuelle Fahrzeugbestand mit Typklassen
Laderaum und Zuladung, das aktuell disponierbare Fahrpersonal, Schichtzeiten und Zeitrestriktionen
des Personals, Restriktionen für die Fahrzeug/Personal-Zuordnung... . Der Fahrzeugbestand
kann relational auf die Daten der Fahrzeugverwaltung bezogen sein. Die Auftragsdaten
können aus der Frachtbegleitung beigestellt werden.
Optimierung Fahrzeuge
[0046] Auf Basis der Fahrzeugverfügbarkeit und der Auftragsliste wird die Zuordnung Auftrag
-> Fahrzeug vorgenommen. Bei Bezug auf die Sendungsverfolgung wird die Rollkarte erstellt.
Optimierung Personaleinsatz
[0047] Auf Basis der Optimierung Fahrzeuge und der Personalverfügbarkeit wird die Zuordnung
Personal -> Fahrzeug vorgenommen. Die Funktion gibt eine Lenkzeit-/Ruhezeit-Empfehlung
unter Ausweis von Stauprognosen aus.
Optimierung Standorte
[0048] Auf Basis von alten Auftragsdaten Anzahl Touren/Ort/Zeitspanne und angegebener durchschnittlicher
Fahrzeugverfügbarkeit werden die bestehenden (anzugebenden) Depotstandorte mit möglichen
alternativen Standorten verglichen. Die Wegdaten werden mit Stauwahrscheinlichkeiten
qualifiziert.
Optimierung Fahrzeug/Personal
[0049] Auf Basis der Fahrzeugverfügbarkeit, Personalverfügbarkeit und Auftragsliste werden
die Zuordnungen Personal -> Fahrzeug und Auftrag -> Fahrzeug vorgenommen. Die Optimierung
berücksichtigt die Personal-Einsatzplanung bereits bei der Auftragszuteilung.
[0050] Bei Bezug auf die Sendungsverfolgung wird die Rollkarte erstellt.
Optimierung Fahrzeug/Kapazität
[0051] Planung der Laderaumnutzung auf Basis der Rollkarte und Abmessungen des Frachtgutes.
Individuelle Tourenplanung
[0052] Auf Basis der Auftragsdaten "von" und "nach" wird die Fahrtroute vorgeschlagen. Wenn
keine Tourenoptimierung vorangegangen ist, wird die Reihenfolge der Anfahrt berechnet
und die Rollkarte erstellt. Unter Bezug auf Verkehrslagedaten und -Prognosen wird
die Tour nach Weglänge oder Zeit optimiert.
Nachverfolgung Fahrtroute
[0053] Eine Nachverfolgung der Fahrtroute ist zu Zwecken der Protokollierung von Zustellort
und -Zeit, sowie von Lenk- und Ruhezeiten sinnvoll.
Nach Berechtigungsprüfung kann der Frachtführer die Fahrtstrecke eines Fahrzeuges
rekonstruieren lassen. Hierfür wird die Fahrzeugnummer, der Zeitraum und ggfs. der
vermutete Aufenthaltsort des Fahrzeuges eingegeben. Die Funktion sucht die Meldedaten
der Zeitspanne in der Meldehistorie und gibt eine graphische und eine listenförmige
Antwort zurück.
Terminerinnerung
[0054] Termine wie TÜV-Fälligkeiten, Inspektionen, Rückholtage für Leihgeräte und vieles
anderes mehr wird immer wieder vergessen. Um dies zu verhindern, wird für den Anwender
eine Terminüberwachung von Einzelterminen und regelmäßig wiederkehrenden Terminen
vorgenommen. Der Termin wird entweder direkt oder als Unterfunktion von Disposition
oder Fahrzeugverwaltung eingerichtet. Näherkommende Termine werden dem Anwender mit
jeder Nutzung eines VT-Dienstes als Nachricht überspielt. Die Meldezeit vor dem Termin
kann der Anwender selbst festlegen.
Überwachung Fahrzeug/Korridor
Überwachung
[0055] Die Beförderung hochwertiger oder gefährlicher Güter und im Personenschutz soll aus
Sicherheitsgründen ein Fahrzeug auf Abweichung von der vorgesehenen Route hin kontrolliert
werden.
Datenversorgung
[0056] Die Fahrtroute wird in der individuellen Tourenplanung festgelegt und in die Funktion
Überwachung Fahrzeug/Korridor übergeben. Hier wird die Route einem Fahrzeug zugeordnet.
Das Endgerät im Fahrzeug wird über den Aufruf "Solldatenversorgung" mit den Wegepunkten
und der Breite des Korridors versorgt. Verläßt das Fahrzeug während seiner Fahrt den
Korridor, so meldet das fahrzeugseitige Endgerät die Überschreitung der Korridor-Grenze.
Je nach Weisung des Anwenders erfolgt jetzt die Benachrichtigung über Dialog bzw.
Call-Center, oder die Weiterschaltung an eine Notrufzentrale.
Überwachung Fahrzeug/Zeit
[0057] Für eine vorbeugende Benachrichtigung von Empfängern oder für die Einhaltung von
Weg-Zeit-Vorgaben wird die Überwachung Fahrzeug/Zeit bereitgestellt.
Der Anwender bestimmt für ein Fahrzeug seines Fuhrparkes, oder für das Fahrzeug, welches
Ware für ihn transportiert, die Überwachungsdaten. Dabei gibt er auf einer Karte den
Ort und einen Radius hierum graphisch ein, an dem er das Fahrzeug zu der ebenfalls
einzugebenden Zeit erwartet. Die Daten werden in das fahrzeugseitige Endgerät heruntergeladen.
Dies geschieht, sobald die Identität Fahrzeug mit verbundener Fracht feststeht. Wenn
das Fahrzeug sich zu der angegebenen Zeit nicht innerhalb des Radius befindet, gibt
es eine aktuelle Positionsmeldung ab. Parallel hierzu prüft die Funktion bei näherkommen
der Überwachungszeit die letzten gemeldeten Standorte und erstellt hieraus eine Zeitprognose
der voraussichtlichen Ankunftszeit. Das Erreichen oder bei Nichterreichen den Standort
und die prognostizierte Ankunftszeit wird dem Anwender gemeldet.
[0058] In Figur 4 ist dargestellt, daß das aufrufende Endgerät 3,4,5 seinerseits Dienstleistungen
in der Zentrale 1 in Anspruch nehmen kann, welche als Funktionsblöcke 39 dargestellt
sind, wobei dieses aufrufende Endgerät mehrere und unterschiedliche Dienstleister
(z.B. Dienstleister 1 bis 6) ansprechen kann.
Es ist auch dargestellt, daß die Dienstleister ihrerseits wiederum mit dem aufrufenden
Endgerät 3,4,5 kommunizieren und unterschiedliche Funktionsleistungen der Zentrale
in Anspruch nehmen.
[0059] Standplatz Transportbehälter (1 von 2) Es gibt Anwender, die ständig Transportbehälter zur Befüllung durch Dritte
ausbringen und wieder abholen. Dabei wechseln die Standorte der Transportbehälter
von Auftrag zu Auftrag. Andere Anwender trennen am Wochenende Auflieger und Sattelschlepper,
und finden nach dem Wochenende den Auflieger nicht oder erst sehr spät wieder.
Verwaltung
[0060] Die Verwaltung der Transportbehälter erfolgt in einer Datei als Umlaufkontrolle.
Dabei wird der Transportbehälter mandantenweise fortlaufend nummeriert. Bereitgehalten
werden der Betriebsumlaufstatus, Fahrzeug, Absetzort und ggfs. vorgesehenes Abholdatum
und Auftragsnummer. Der Behälter-Umlauf wird an der Umlaufstatusmeldung des Fahrzeuges
erkannt. Mit jedem Laden oder Entladen wird, analog zur Sendungsverfolgung, die Behälternummer
eingegeben und übertragen.
Abfrage für Disposition
[0061] Der Anwender ruft die Abfragemaske "Behälter Abholung am..." auf. Die Standorte der
abzuholenden Behälter werden ausgegeben und in der Tourenoptimierung oder Disposition
abgearbeitet.
Abfrage bei Verlust
[0062] Der Anwender fragt den aktuellen Standort eines Behälters ab und gibt ggfs. seinen
Ausgangsort an. Die Anfahrtroute wird als Karte oder Abrufnummer für die Zielführung
Lastverkehre ausgegeben.
Zielführung Lastverkehr
Datenversorgung
[0063] Bei einem geplanten oder disponierten Transport ist mit Bezug auf das Fahrzeug auch
der oder die Bestimmungsorte bekannt. Unbekannte Transporte können diesen Dienst entsprechend
der Anwahl für die Zielführung T-traffic® Standard wahrnehmen.
Dienstaufruf
[0064] Der Dienst Zielführung Lastverkehr wird vom fahrzeugseitigen Endgerät aufgerufen.
Dabei wird der aktuelle Standort und die Fahrzeugklassenkennung gemäß noch festzulegender
Klassifizierung übertragen.
Dienstausführung
[0065] Die für das Fahrzeug geeignete, zeitoptimale Route wird unter Beachtung von Fahrwegklassen,
baulichen Restriktionen und Sperrgebieten (Trinkwasser-Schutzgebiete) ermittelt und
in das Endgerät übermittelt. Die Anzeige erfolgt in Anlehnung an die Anzeige der Zielführung
im Dienst T-traffic® Standard.
Fahrzeugklassenkennung
[0066] Die Fahrzeugklassenkennung wird im fahrzeugseitigen Endgerät hinterlegt. Sie kann
wahlweise über die Dienste "Systemparameter - Fernkonfiguration" oder "Überwachung
..-Solldatenversorgung" geändert werden.
[0067] Ferner sind in Figur 3 folgende Dienste und Funktionen dargestellt:
Systemparameter
[0068] Der Dienst Systemparameter dient der Stammdatenversorgung des VT-Mandanten und der
Fernkonfiguration im fahrzeugseitigen Endgerät. Darüberhinaus ist er ein Instrument
zur vereinfachten Vertragsadministration und eine Mailbox für den Customer Care. Der
Anwender kann weitere fahrzeugseitige Endgeräte auf sein Sammel-Account anmelden,
weitere Mitarbeiter zur Nutzung von T-Fleet® berechtigen, wichtigen Kunden die Nutzung
von T-Fleet® auf seine Rechnung erlauben, und bestimmte Dritte zur mitbenutzung seiner
Disposition autorisieren.
Basisfunktionen
[0069] Diese Funktionen sind für die Ausführung der Dienste erforderlich, können durch den
Anwender jedoch nicht direkt aufgerufen werden.
Aufrufe zum fahrzeugseitigen Endgerät
Textübermittlung
[0070] Die Textübermittlung erfolgt zu Beginn als SMS-MT (Short Message Service - mobile
terminated, Kurzmeldungsdienst - im fahrzeugseitigen Endgerät empfangend), später
als GPRS. Dabei soll ein Textblock maximal 4 Zeilen á 20 Zeichen einschließlich Leer-
und Trennzeichen enthalten.
Der aufrufende Dienst überträgt den Textblock (Meldung), die Zieladresse (Rufnummer)
des fahrzeugseitigen Endgerätes, die branchentypische Zeitpriorität und seine interne
Verwaltungsnummer an die Funktion Textübermittlung.
Die eingestellte Meldung und Zieladresse wird ohne Verzögerung an das SM-SC übergeben.
Dabei erhält die Funktion die Bezugsnummer der Meldung im SM-SC mitgeteilt. Die Bezugsnummer,
Übergabezeit und der aufrufende Dienst werden in eine Zustell-Kontrolliste eingestellt.
Die Zustell-Kontrolliste wird ständig mit dem aktuellen Ablieferstatus im SM-SC abgeglichen.
Konnte eine Meldung nicht innerhalb der Zeitanforderung (Zeitpriorität) übertragen
werden, wird der Hindernisgrund aus dem SM-SC erfragt und dem aufrufenden Dienst als
Verhinderungsmeldung mitgeteilt. Der Dienst entscheidet, ob die Meldung storniert
werden soll, oder ob die Zustellung weiterhin versucht werden soll.
Der Storno der Meldung erfolgt unter Angabe der Bezugsnummer im SM-SC. Anschließend
prüft die Funktion ebenfalls unter Aufruf der Bezugsnummer, ob die Meldung storniert
oder zwischenzeitlich zugestellt wurde. Das Ergebnis wird dem aufrufenden Dienst mitgeteilt.
Interaktive Positionsabfrage
[0071] Die interaktive Positionsabfrage erfolgt wahlweise als Kombination aus SMS-MT/SMS-MO,
später GPRS, oder als BS 24/26. Der aufrufende Dienst übergibt bei SMS und GPRS nur
die Rufnummer des fahrzeugseitigen Endgerätes. Die Funktion "interaktive Positionsabfrage"
formatiert den Abfragestring und übergibt ihn an das SM-SC.
Die Antwort des fahrzeugseitigen Endgerätes erfolgt bei SMS und GPRS an die Funktion
"Meldehistorie". Die Funktion "interaktive Positionsabfrage" liest nach Ablauf einer
definierten Wartezeit die letzte Meldung des abgefragten Fahrzeugen aus der Datenbank
Meldehistorie. Ist die letzte Meldung jünger als die Abfrage, so wird diese Meldung
an den aufrufenden Dienst zurückgegeben. Die Nutzung der BS 24/26 wird in Verbindung
mit der Sendungsverfolgung eingesetzt. Hier übergibt der aufrufende Dienst die Rufnummer
des fahrzeugseitigen Endgerätes und die Frachtnummer einer Frachtsendung. Das fahrzeugseitige
Endgerät übergibt die Anzahl der noch vorgesehenen Entladestellen und zu jeder Entladestelle
eine Frachtnummer. Diese Information wird an den aufrufenden Dienst zurückgegeben.
Solldatenversorgung
[0072] Die Funktion "Solldatenversorgung" regelt die Formatierung von im Fahrzeug zu hinterlegenden
Daten. Dieses können Wegdaten wie Wegepunkt oder Korridor, Zeitbezogene Daten wie
Meldezyklen oder feste Meldezeitpunkte, sowie Schwellenwerte für automatische Meldungen
aus angeschlossener Sensorik sein. Die Funktion stellt die gesicherte Übertragung
von der VT-Zentrale zum fahrzeugseitigen Endgerät sicher. Das fahrzeugseitige Endgerät
wird aus der Zuordnung Auftrag -> Fahrzeug ermittelt.
Fernkonfiguration
[0073] Die Funktion "Fernkonfiguration" ist mit der Funktion "Solldatenversorgung" vergleichbar.
Das zu konfigurierende Fahrzeug wird auf Grund seines Datenstammes direkt angesprochen.
Zusätzlich zu den Parametern der Solldaten können hier Menütexte und -Funktionen,
Anzahl und Texte der Betriebsumlaufstati, sowie Anwahladressen für VT Hilfsdienste
konfiguriert werden.
Hintergrundprozesse VT-Zentrale (Figur 3)
Meldehistorie
[0074] Die Meldehistorie besteht aus einem Programm zur Entgegennahme von formatierten SMS
MO / GPRS Meldungen der fahrzeugseitigen Endgeräte und einer relationalen Datenbank.
Das Programm stellt eingehende Meldung unter den Ordnungsbegriff Rufnummer und in
Abfolge der Meldezeit in die Datenbank ein. Eine spezielle Routine prüft die Datenbank
regelmäßig auf veraltete Werte. Hierzu wird über die Zuordnung Rufnummer -> Mandant
-> Stammdaten die gewünschte Aufbewahrungszeit ermittelt und die veralteten Daten
je nach Verfügung des Mandanten gelöscht oder auf Datenträger kostenpflichtig archiviert.
Die Daten der Datenbank können von anderen Funktionen und Diensten mit Hilfe strukturierter
Abfragen gelesen und ausgewertet werden. Es besteht von hier kein Schreibzugriff.
Positionsabfrage (Figur 3)
[0075] Die Positionsabfrage erfolgt in aller Regel als Abfrage auf die Datenbank Meldehistorie.
Ist die letzte gemeldete Position älter als eine noch zu definierender Zeittoleranz,
wird die "interaktive Positionsabfrage" aufgerufen.
Betriebswirtschaftliche Vergleichsrechnung (Figur 3)
[0076] Auf Basis von Plankosten(Sollkosten) fix und variabel je Fahrzeug aus der Fahrzeugverwaltung
und der errechneten Wegstrecke, nach Wunsch qualifiziert durch angegebene Personalkosten
und der errechneten Wegdauer unter Berücksichtigung von Lenk- und Ruhezeiten werden
die Plankosten eines Auftrages ermittelt. Diese werden dem zu erzielenden Frachtertrag
gegenübergestellt und, sofern die Datenbasis es ermöglicht, als Rohertrags- oder Deckungsbeitragsergebnis
ausgegeben.
Die Güte der Entscheidung richtet sich nach der Güte der Basisdaten.
Fahrzeugverwaltung
[0077] Hier werden die Fuhrpark-Stammdaten gepflegt. Dabei werden insbesondere die Anzahl
und Arten der Fahrzeuge im Fuhrpark, ihre Rufnummer und Endgeräte-Klasse, Basisdaten
der Kostenrechnung und die Daten des Ladevolumens und der Zuladung geführt. Diese
Daten können von anderen Funktionen abgefragt werden.
lokale Prozesse mobiles Endgerät (Figur 4)
[0078] Betriebsumlaufstatus
Standplatz Transportbehälter (2 von 2)
Frachtgut-Überwachung
Operator-Dienste (Figur 4)
[0079] Die Abläufe der Operator-Dienste werden auf die Erfordernisse der VT-Zentrale zugeschnitten.
Sie sind Bestandteil einer späteren Feinabstimmung.
Die Datenversorgung für den Dienstleister und die für eine freie Auswahl konkurrierender
Dienstleister erforderlichen Vorgaben sind im folgenden geregelt.
Pannenmanagement
[0080] Der Informationsbedarf besteht aus dem aktuellen Pannenort und der Rufnummer des
Teilnehmers. Die Berechtigung zum Dienstzugang wurde bereits vor der Weiterschaltung
geprüft. Der Dienstleister nimmt Sprachverbindung zum Teilnehmer auf.
Das Endgerät wird über die Zurechnung zu einer betrieblichen Flotte über das Account
des Flottenbetreibers für den Dienst berechtigt. Das Endgerät hat eine default-Nummer
für den Pannendienst. Diese kann über die Fernkonfiguration im Fahrzeug überschrieben
werden, wenn der Flottenbetreiber den Dienst künftig von einem anderen Dienstleister
wünscht.
Notrufmanagement
[0081] Der Informationsbedarf besteht aus dem Auslöseort, der Art der Auslösung (manuell,
Detektor oder Überwachungsmeldung) und der Rufnummer des Teilnehmers. Die Berechtigung
zum Dienstzugang wurde bereits vor der Weiterschaltung geprüft. (evtl. ist der Anlaß
priorisiert! Dann erfolgt Abrechnung auf Teilnehmerverhältnis ohne explizite Autorisierung)
Je nach Art der Auslösung nimmt der Dienstleister entweder Sprachverbindung zum Teilnehmer
auf, hört verdeckt ins Fahrzeug(z.B.Taxi-Überfall) und/oder fordert ein laufendes
Positionsupdate an. Bei Überwachungsmeldung wird zusätzlich die Soll-Strecke überspielt.
Das Endgerät wird über die Zurechnung zu einer betrieblichen Flotte über das Account
des Flottenbetreibers für den Dienst berechtigt. Die generelle Notrufnummer ist im
Endgerät hinterlegt. Für besondere Auslösungen (Überwachung) können darüberhinaus
im Endgerät eigene Zielrufnummern fernkonfiguriert werden.
Diebstahlschutz
[0082] Dieser Dienst wird eng mit dem Produktmanagement Fahrzeugdiebstahlschutz abgestimmt.
Dienste T-traffic® Standard
[0083] Die Dienste T-traffic® Standard sollen durch das Endgerät T-Fleet® wahrgenommen werden
können, sofern das ausgestattete Fahrzeug nicht besondere Anforderungen an die Art
und Weise des Dienstes stellt (siehe Zielführung Lastverkehr).
Dienste Spezielle Segmente
Diebstahlschutz
[0084] Als Option im Endgerät ist die Steuerung einer Wegfahrsperre oder einer Reihe von
speziellen Detektoren denkbar. Der Ablauf dieses Dienstes richtet sich nach dem Basisdokument
Skeye Protektor.
Sonderanwendung Caravaning
[0085] Wohnmobile und Wohnwagen haben ähnliche Sonderanforderungen an Zielführungssysteme
wie Lastverkehre. Darüberhinaus gibt es hier einen möglicherweise interessanten Markt
für Sonderdienste wie Campingplatz-Datenbank, Diebstahlsicherung, Spezieller Pannendienst
u.a.. Als Operator bietet sich ein namhafter Wohnmobil-Hersteller an.
Dienst AGE
[0086] Der Dienst AGE soll durch das Endgerät T-Fleet® in einer späteren Phase wahrgenommen
werden können, sofern es Typ und Einsatzbereich des ausgestatteten Fahrzeuges erfordern.
Die Definition des Dienstes obliegt dem Produktmanagement AGE.
Kommunikations-Trägerdienste
[0087] Auf Seiten des Festnetzes sind die Kommunikations-Trägerdienste Datex®-P, T-Online®,
ISDN und Modem-Wählverbindung, sowie der vollständige Internet-Zugang über WWW zu
realisieren.
Das Endgerät wird in Klassen definiert:
Klasse 1 ermöglicht SMS-MT
Klasse 2 ermöglicht SMS-MT/MO
Klasse 3 ermöglicht SMS-MT/MO und BS 24
Klasse 4 ermöglicht SMS-MT/MO und BS 24/26
Klasse 5 ermöglicht GPRS und BS 24/26
Endgeräte der Klasse 2 können mit einem GPS-Empfänger verbunden sein , Endgeräte
der Klassen 3 bis 5 müßen die IntraGSM® Spezifikationen einhalten.
Sonderfunktionen
Großraum- und Schwerlastverkehr
[0088] Gemäß einer Richtlinie des Bundesverkehrsministeriums für Großraum-und Schwertransporte
(RGST 1992) ist die Durchführung von Schwertransporten in Deutschland genehmigungs-
und sicherungspflichtig. Die Genehmigung obliegt den Genehmigungsbehörden der Länder,
welche die beabsichtigte Fahrtroute auf ihre Tauglichkeit nach Tragfähigkeiten, Kurvenradien,
Durchfahrthöhen und Sperrgebieten prüft und den Transport unter genauen Vorgaben genehmigt.
Die meisten Bundesländer verfügen nicht über einen zentralen und qualifizierten Datenbestand.
So macht sich die Bundesfachgruppe für Schwerlast- und Krantransporte (BSK) in der
Bundeszentralgenossenschaft Straßenverkehr e.G.(BZG) dafür stark, die Genehmigung
im Auftrag der Länder als Dienstleister zu übernehmen.
Planung
[0089] Auf Basis von qualifizierten Straßendaten wird für den Frachtführer die Transportroute
und Absicherungsmaßnahmen ("Spurwechsel zur Fahrbahnmitte bei KM 2,6") errechnet.
Diese Daten werden (sobald verfügbar) mit Verkehrsprognosen abgeglichen und dem Nachfrager
überspielt.
Anmeldung
[0090] Nach Prüfung und Abgleich mit eigenen Zeitplanungen nimmt der Transportführer die
Anmeldung vor. Er überträgt dazu die aus der Planung resultierenden Daten über T-Online®
an die genehmigende Stelle.
Genehmigung
[0091] Die genehmigende Stelle prüft die Anmeldung und sendet eine Genehmigung mit oder
ohne Auflagen. Diese Daten werden in unserem System unter einer Bezugsnummer gespeichert.
Transportleitung
[0092] Bei Antritt des Transportes meldet das Schwerlastfahrzeug und sein Begleitfahrzeug
die Bezugsnummer und Wagentyp als SMS-MO an den Dienst. Der Dienst lädt die Streckendaten
über BS 24/26 in die Fahrzeuge. Die Auflösung der Transportleitung ist höher als bei
der herkömmlichen Zielführung. Die Streckendaten werden im Verlauf des Transportes
mehrmals nachgeladen.
GGVS-Notruf
[0093] Der GGVS-Notruf ist ein qualifizierter Operator-Notruf. Hier werden alle Informationen
zu gefährlichen Stoffen A-B-C vorgehalten. Ferner verfügt der Operator über eine Übersicht
der Standorte und Qualifikationen aller öffentlichen und beruflichen Löschzüge bundesweit.
Es existieren Hotlines zur Logistik der Bundeswehr und zum Kerntechnischen Hilfszug.
Der Informationsbedarf besteht aus dem aktuellen Auslöseort, Art und Menge der Ladung
aus der Sendungsverfolgung oder Speicherkarte im Fahrzeug, und Rufnummer des Teilnehmers
sowie Firma und Geschäftsführer. Der Dienstleister nimmt, sofern möglich, Sprachverbindung
zum Teilnehmer auf.
Zentrale Taxi-Disposition
[0094] Die zentrale Taxi-Disposition orientiert sich im wesentlichen an der Disposition
II. Das Taxi- und Mietwagen-Gewerbe stellt besondere Anforderungen an die zeitliche
Performance für Auftragsentgegennahme und für die resultierende Fahrzeugbereitstellung.
Für diese Funktion ist eine räumliche Hierarchie für die Zuteilung, sowie eine verteilte
Intelligenz für die Auftragsentgegennahme, sowie eine maximale Ausfallsicherheit vorzusehen.
[0095] Die Figur 5 zeigt als Ausführungsbeispiel, daß von der Zentrale 1 eine Reihe von
Aufträgen generiert werden können, die über die vorher beschriebenen Funkverbindungen
den einzelnen Fahrzeugen 41a,b,c zugeleitet werden und von den dort angeordneten Endgeräten
3,4,5 entsprechend verarbeitet und zurückgemeldet werden.
[0096] Die Figur 6 zeigt, daß von der Zentrale aus ein möglicherweise unterschiedliche Stationen
aufweisender Transportweg koordiniert wird, wobei die von dem Fahrzeug 41 aufzunehmende
Fracht zunächst von einem Versender abgeholt wird, dort einem Depot 1 zugeführt wird,
wo es von dem gleichen oder einem anderen Fahrzeug zum Depot 2 zugeführt wird, von
wo es von einem weiteren Fahrzeug dem Empfänger zugeführt wird. Die Verwaltung aller
Frachtwege vom Versender bis zum Empfänger erfolgt über die Zentrale 1, wobei der
Anwender 2 über seine Datenverbindung 43 die entsprechenden Funktionsblöcke in der
Zentrale 1 in Anspruch nimmt.
[0097] Die Figur 7 zeigt als Ausführungsbeispiel, daß für eine sogenannte Tourenoptimierung
eine Vielzahl von Fahrzeugen auf unterschiedlichen Touren gesteuert werden kann, wobei
der jeweilige Standort, die Fahrzeit des Fahrzeugs, die Entfernung zur Zentrale und
andere Parameter (siehe den allgemeinen Beschreibungsteil der vorliegenden Anmeldung)
zur Tourenoptimierung herangezogen werden.
Zeichnungs-Legende
[0098]
- 1
- Zentrale
- 2
- Anwender
- 3
- Funktelefon
- 4
- Funktelefonanlage
- 5
- Funktelefonanlage
- 6
- Display
- 7
- Navigationssystem
- 8
- Schnittstelle
- 9
- Satellit
- 10
- Satellit
- 11
- Funkweg
- 12
- Funkweg
- 13
- Empfangsantenne
- 14
- Leitung
- 16,
- Rechner
- 17
- Leitung
- 18
- Leitung
- 19
- Sender
- 20
- Antenne
- 21
- Funkweg
- 22
- Leitung
- 23
- Antenne
- 24
- Funkweg
- 25
- Empfänger
- 26
- Leitung
- 27
- Antenne
- 28
- Empfänger
- 29
- Rechner
- 30
- Leitung
- 31
- Leitung
- 32
- Antenne
- 33
- Leitung
- 34
- Empfänger
- 35
- Leitung
- 36
- Sender
- 37
- Leitung
- 39
- Funktionsblöcke
- 40
- Dienstleiser
- 41
- Fahrzeug
- 42 43
- Datenverbindung
- 44
- Antenne
- SMS-MT=
- Short-Message-Service-Mobile terminated SMS-mobiler Endverkehr
- SMS-MO=
- Short-Message-Service-Mobile originated SMS-mobiler Ursprungsverkehr
- BS24/26 =
- Datendienst mit 2400 bit/sec oder 9600 bit/sec
IntraGSM= Industrie-Standard, bestehend aus einem
GSM- Modul und einem GPS-Modul
GSM= Global System for Mobile Communication
GPS=Global Positioning System
SM-SC= Short Message Service Center (SM-Dienstezentrale) GPRS General Packet Radio
Service
1. Verfahren zum Steuern einer Flotte, bestehend aus einer Gruppe von Fahrzeugen, die
von einer gemeinsamen Zentrale (1) koordiniert wird, wobei mindestens eine Funkverbindung
(21,24) zwischen dem einzelnen Fahrzeug (41) und der Zentrale (1) besteht, wobei zur
Standortbestimmung des Fahrzeuges (41) GPS-Positionssignale von mehreren Navigationssatelliten
(9,10) verwendet werden,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Vielzahl von Anwendern (2) über eine Datenverbindung (43) mit der Zentrale (1)
verbunden ist, daß aufgrund einer bekannten Anwender-Auftragsliste und bekannten Anwender-Fahrzeugen
für die Fahrzeuge eingehende Aufträge mit ihrer Ausführungszeit in eine Auftragsliste
in der Zentrale (1) eingestellt werden,
daß auf der Basis der Auftragsinformation "Startort" nach "Zielort" die voraussichtliche
Anfahrdauer eines Fahrzeugs ermittelt wird, daß aus der Ausführungszeit abzüglich
der Anfahrdauer und einer Korrekturzeit die Meldezeit des Fahrzeugs (41) im Startort
errechnet wird und in eine Überwachungsliste eingestellt wird,
daß in der Zentrale (1) die Meldezeiten überwacht werden, und daß der Fahrauftrag
an ein Anwender-Fahrzeug übertragen wird, welches nach anwenderseitigen Filtern ausgewählt
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anwender (2) mit der Zentrale (1) über eine Festnetz-Verbindung verbunden ist.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die , Festnetz-Verbindung (43) als Internet-Verbindung ausgebildet ist.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Festnetz-Verbindung (43) als ISDN- oder als Paketvermittlungsdienst-Verbindung
ausgebildet ist.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zentrale (1) eine SMS-MT-Verbindung mit dem fahrzeugseitigen Endgerät herstellt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, daß das fahrzeugseitige Endgerät eine SMS-MT/MO-Verbindung mit der Zentrale herstellt.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, daß das fahrzeugseitige Endgerät eine SMS-MO/ MT- und BS24- oder BS24/26-Verbindung mit
der Zentrale herstellt.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, daß das fahrzeugseitige Endgerät eine GPRS- und BS24/26-Verbindung zur Zentrale (1) herstellt.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Anwender (2) jede von der Zentrale (1) zur Verfügung gestellte Anwendung bei
Bedarf einzeln oder mit anderen Anwendungen aufruft und daß die Daten nur für ihn
oder von ihm autorisierte Dritte abrufbar sind.
10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein derartiger Filter aus einem oder mehreren Kriterien der Daten Anfahrzeit, Anfahrtstrecke,
definierter Umlaufzustand, Vorbelegung, Fahrzeugtyp, Restzeit Personaleinsatz gebildet
wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß eine Korrektur des Filters aufgrund der ermittelten Verkehrsinformation auf der Fahrtstrecke
erfolgt.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 9,
dadurch gekennzeichnet, daß in der Zentrale (1) ein oder mehrere der Folgenden Leistungsmerkmale zur Verfügung
gestellt werden:
- Frachtbörse
- Sendungsverfolgung
- Tourenoptimierung
- Tourenplanung
- Nachverfolgung Fahrtroute
- Terminerinnerung
- Überwachung Fahrzeug/Korridor
- Überwachung Fahrzeug/Zeit
- Standplatz Transportbehälter
- Zielführung Lastverkehr
- Pannen-Management
- Notruf-Management
- Diebstahlschutz.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß eine interaktive Positionsabfrage des Fahrzeugs (41) wahlweise als Kombination einer
SMS-MT/SMS-MO-, oder als GPRS- oder als BS24/26-Verbindung erfolgt.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13 , dadurch gekennzeichnet, daß die Zentrale (1) bei einer SMS- oder GPRS-Verbindung nur die Rufnummer des fahrzeugseitigen
Endgerätes übermittelt, welche als Abfragestring formatiert wird.
1. Method for controlling a fleet consisting of a group of vehicles co-ordinated from
a common control centre (1) wherein at least one radio link (21, 24) exists between
the individual vehicle (41) and the control centre (1), the location of the vehicle
(41) being determined from GPS position signals from a plurality of navigation satellites
(9, 10), characterized in that a plurality of users (2) are connected to the control centre (1) via a data transmission
circuit (43), in that on the basis of a known user order list and to known user vehicles, incoming orders
for the vehicles, with their completion time, are put in an order list at the control
centre (1), in that the estimated journey time of a vehicle is determined on the basis of "starting point"
to "destination point" order information, in that the reporting time of the vehicle (41) at the starting point is calculated from the
completion time less the journey time and a correction time and is put in a monitoring
list, in that the reporting times are monitored at the control centre (1), and in that the movement order is assigned to a user vehicle which is selected in accordance
with filters configured by the user.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the user (2) is connected to the control centre (1) via a fixed-network link.
3. Method according to Claim 2, characterized in that the fixed-network link (43) is configured as an Internet connection.
4. Method according to Claim 2 or 3, characterized in that the fixed-network link (43) is configured as an ISDN or packet-switching service
connection.
5. Method according to any one of Claims 1 - 4, characterized in that the control centre (1) establishes an SMS-MT connection with the vehicle-borne terminal.
6. Method according to any one of Claims 1 - 4, characterized in that the vehicle-borne terminal establishes an SMS-MT/MO connection with the control centre.
7. Method according to any one of Claims 1 - 4, characterized in that the vehicle-borne terminal establishes an SMS-MO/MT and BS24 or BS24/26 connection
with the control centre.
8. Method according to any one of Claims 1 - 4, characterized in that the vehicle-borne terminal establishes a GPRS and BS24/26 connection with the control
centre.
9. Method according to any one of Claims 1 - 8, characterized in that the user (2) calls up each application made available by the control centre (1),
individually or with other applications, as required, and in that the data are accessible only to the user or to third parties authorized by the user.
10. Method according to Claim 1, characterized in that such a filter is formed from one or more criteria relating to journey time, length
of journey, defined circulation condition, prior reservation, vehicle type, or crew
time remaining.
11. Method according to Claim 10, characterized in that a correction is made to the filter to reflect traffic information obtained on the
journey route.
12. Method according to any one of Claims 1 - 9,
characterized in that one or more of the following service options are provided at the control centre (1):
- freight exchange
- consignment tracking
- itinerary optimization
- itinerary planning
- route tracking
- date reminding
- vehicle/corridor surveillance
- vehicle/time surveillance
- location of transport containers
- route guidance for vehicles carrying loads
- breakdown management
- emergency call management
- theft protection.
13. Method according to any one of Claims 1 to 12, characterized in that an interactive positional interrogation of the vehicle (41) is conducted optionally
as a combined SMS-MT/SMS-MO or as a GPRS or BS24/26 connection.
14. Method according to any one of Claims 1 to 13, characterized in that in the case of an SMS or GPRS connection the control centre (1) transmits only the
call number of the vehicle-borne terminal, formatted as an inquiry string.
1. Procédé pour piloter une flotte, composée d'un groupe de véhicules, qui est coordonnée
par un central commun (1), au moins une liaison radio (21, 24) existant entre le véhicule
individuel (41) et le central (1), et des signaux de position GPS de plusieurs satellites
de navigation (9, 10) servant à localiser le véhicule (41),
caractérisé en ce qu'un grand nombre d'utilisateurs (2) est relié au central (1) par une liaison de données
(43),
en ce que, à partir d'une liste d'ordres d'utilisateur connue et de véhicules utilisateurs
connus, les ordres qui arrivent pour les véhicules sont classés avec le temps d'exécution
dans une liste d'ordres dans le central (1),
en ce que, sur la base de l'information d'ordre "lieu de départ" vers "lieu de destination",
la durée de trajet à prévoir pour un véhicule est calculée,
en ce que, à partir du temps d'exécution moins la durée du trajet et un temps de correction,
le temps de réponse du véhicule (41) au lieu de départ est calculé et est classé dans
une liste de surveillance,
en ce que les temps de réponse sont surveillés dans le central (1), et
en ce que l'ordre de circulation est transmis à un véhicule utilisateur qui est sélectionné
suivant des filtres prévus côté utilisateurs.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'utilisateur (2) est relié au central (1) par l'intermédiaire d'une liaison de réseau
fixe.
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que la liaison de réseau fixe (43) est conçue comme une liaison Internet.
4. Procédé selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que la liaison de réseau fixe (43) est conçue comme une liaison RNIS ou une liaison de
réseau de commutation par paquets.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le central (1) réalise une liaison SMS-MT avec le terminal prévu côté véhicule.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le terminal prévu côté véhicule réalise une liaison SMS-MT/MO avec le central.
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le terminal prévu côté véhicule réalise une liaison SMS-MO/MT et BS 24 ou BS24/26
avec le central.
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le terminal prévu côté véhicule réalise une liaison GPRS et BS24/26 avec le central
(1).
9. Procédé selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que l'utilisateur (2) appelle au besoin n'importe quelle application offerte par le central
(1), individuellement ou avec d'autres applications, et en ce que les données ne peuvent être consultées que par lui ou par des tiers autorisés par
lui.
10. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un filtre se compose d'un ou plusieurs critères des données suivantes : moment du
départ, trajet, roulement défini, réservation, type de véhicule, temps de repos, déploiement
de personnel.
11. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce qu'une correction du filtre a lieu sur le trajet à partir de l'information de trafic
déterminée.
12. Procédé selon l'une des revendications 1 à 9,
caractérisé en ce qu'une ou plusieurs facilités offertes aux usagers sont proposées dans le central (1)
:
- bourse de transport
- suivi des expéditions
- optimisation de tournée
- planification de tournée
- suivi d'itinéraire
- rappel de délais
- surveillance véhicule/corridor
- surveillance véhicule/temps
- emplacement pour conteneurs
- guidage de poids lourds
- gestion des pannes
- gestion des appels d'urgence
- protection anti-vol.
13. Procédé selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce qu'une interrogation de position interactive du véhicule (41) a lieu sélectivement sous
la forme d'une combinaison d'une liaison SMS-MT/SMS-MO ou GPRS ou BS24/26.
14. Procédé selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que le central (1), lors d'une liaison SMS ou GPRS, ne transmet que le numéro d'appel
du terminal prévu côté véhicule qui est formaté comme une chaîne d'interrogation.