[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Beschriften von Druckereiprodukten
gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie Vorrichtungen nach den Ansprüchen 10
und 11 zur Durchführung des Verfahrens.
[0002] Die EP-A-0 096 228 und die entsprechende US-Patentschrift Nr. 4, 538,161 offenbaren
eine Einrichtung zum Adressieren von Zeitungen, Zeitschriften und dergleichen Druckereiprodukten.
Sie weist eine als Einzelförderer ausgebildete Fördereinrichtung mit in Abständen
hintereinander angeordneten und jeweils ein Druckereiprodukt fassenden Klammern auf.
Die Fördereinrichtung führt die Druckereiprodukte an einem ortsfest angeordneten Tintenstrahlschreiber
vorbei. Eine Steuerung weist einen vom Einzelförderer angetriebenen Taktgeber auf,
der je Klammer ein Steuersignal abgibt. Das Steuersignal löst jeweils einen Schreibvorgang
des Schreibers aus, wenn ein Druckereiprodukt den Schreibbereich des Schreibers durchläuft.
[0003] Ein Verfahren und eine Einrichtung zum Beschriften von Druckereiprodukten sind aus
der EP-A-0 709 218 bekannt. Die Druckereiprodukte werden einander schuppenartig überlappend
mittels einer Fördereinrichtung an einer ersten Schreibstation in Förderrichtung vorbeibewegt.
Diese bringt auf die ihr zugewandte Aussenseite der Druckereiprodukte in einem Beschriftungsfeld
das im durch die schuppenartige Überlappung freiliegenden Randbereich angeordnet ist,
eine Beschriftung auf. Bevor die Druckereiprodukte an einer zweiten Schreibstation
vorbeigeführt werden, wird ein Randbereich der zweiten Aussenseite der Druckereiprodukte,
beispielsweise durch Umschlagen, freigelegt. Druckereiprodukte werden dann mittels
der zweiten Schreibstation in einem weiteren Beschriftungsfeld im Randbereich der
zweiten Aussenseite beschriftet.
[0004] Ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Beschriften gefalteter Druckereiprodukte auf
einer innenliegenden Seite sind in der EP-A-0 709 326 und in der entsprechenden US-Patentschrift
Nr. 5,596,932 offenbart. Die Druckereiprodukte werden mit ihrem etwa rechtwinklig
zur Förderrichtung verlaufenden Falz bei diesem mittels Klammern gehalten transportiert.
Über eine Öffnungsvorrichtung werden die vorderen und hinteren Hälften der jeweiligen
gefalteten Druckereiprodukte auseinander bewegt, so dass ein Druckkopf den gewünschten
Beschriftungsvorgang auf der Innenseite des gefalteten Druckereiprodukts vornehmen
kann.
[0005] Diese bekannten Verfahren und Vorrichtungen eignen sich insbesondere zum Beschriften
von Druckereiprodukten in einem nicht bedruckten Randbereich. Kommt die Beschriftung
oder Teile davon in den bedruckten Bereich der Druckereiprodukte zu liegen, kann dies
zu Problemen mit der Erkennbarkeit und Lesbarkeit der Information führen.
[0006] Es ist deshalb eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, das gattungsgemässe Verfahren
derart weiterzubilden, dass die auf die Druckereiprodukte aufzubringende Information
unter allen Umständen gut erkennbar und lesbar ist. Weiter ist es Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, Vorrichtungen zu schaffen, die zur Durchführung des erfindungsgemässen
Verfahrens besonders geeignet sind.
[0007] Diese Aufgabe wird mit einem Verfahren gemäss Anspruch 1 und Vorrichtungen gemäss
den Ansprüchen 10 und 11 gelöst.
[0008] Erfindungsgemäss wird auf die bedruckte Oberfläche der Druckereiprodukte ein ein
Beschriftungsfeld bildendes Kontrastfeld gegenüber der aufzubringenden Information
aufgebracht. Dadurch wird sichergestellt, dass die Information immer in einem Kontrast
zu ihrer Umgebung steht und somit gut erkennbar und lesbar ist.
[0009] Das erfindungsgemässe Verfahren eignet sich insbesondere zum Beschriften von mittels
des Tiefdruckverfahrens hergestellten Druckereiprodukten. Bei diesen Druckereiprodukten
reicht die Druckinformation vielmals bis zum Rand der Druckbogen. Das Aufbringen eines
das Beschriftungsfeld bildenden Kontrastfeldes ermöglicht die Erkennbarkeit und gute
Lesbarkeit der Information, selbst wenn die Druckinformation die gleiche Farbe wie
die oder eine wenig Kontrast bildende Farbe zur Beschriftung aufweist.
[0010] Eine besonders bevorzugte Ausbildungsform des erfindungsgemässen Verfahrens ist im
Anspruch 2 angegeben. Ein teiltransparentes Beschriftungsfeld bildet einerseits einen
guten Kontrast zur Information und andererseits ermöglicht es die Erkennbarkeit und
Lesbarkeit der Druckinformation des Druckereiprodukts, wenn das Beschriftungsfeld
die Druckinformation überlappt.
[0011] Weitere bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemässen Verfahrens sind in den
weiteren abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0012] Besonders bevorzugte Ausbildungsformen von Vorrichtungen zur Durchführung des erfindungsgemässen
Verfahrens sind in den Ansprüchen 10 bis 12 definiert.
[0013] Die vorliegende Erfindung wird nun anhand in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigen rein schematisch:
- Fig. 1
- links, einen Teil eines Druckereiprodukts, auf welches in einem ersten Schritt zwei
helle Kontrastfelder aufgebracht worden sind, und rechts denselben Teil des Druckereiprodukts,
welches in einem zweiten Schritt in den Kontrastfeldern mit einer dunklen Beschriftung
versehen worden ist;
- Fig. 2
- in gleicher Darstellung wie Fig. 1 den Teil des Druckereiprodukts, links, mit einem
aufgebrachten teiltransparenten Kontrastfeld und rechts mit einer dunklen Beschriftung
im Kontrastfeld, wobei das Kontrastfeld und die Beschriftung in Förderrichtung des
Druckereiprodukts verlaufen;
- Fig. 3
- den Teil des Druckereiprodukts, links, mit einem aufgebrachten teiltransparenten Kontrastfeld
und, rechts, mit einer dunklen Beschriftung im Kontrastfeld, wobei das Kontrastfeld
und die Beschriftung quer zur Förderrichtung verlaufen;
- Fig. 4
- in gleicher Darstellung wie Fig. 1 das Druckereiprodukt, links, mit einem in dunkler
Farbe aufgebrachten Kontrastfeld und, rechts, mit einer im Kontrastfeld mit heller
Farbe aufgebrachten Beschriftung;
- Fig. 5
- einen Teil des Druckereiprodukts mit einem in dunkler Farbe aufgebrachten Kontrastfeld,
wobei bei der Erzeugung des Kontrastfeldes die die Beschriftung bildenden Zeichen
freigelassen worden sind;
- Fig. 6
- in perspektivischer Darstellung eine Vorrichtung mit einer als Bandförderer ausgebildeten
Fördereinrichtung und zwei Druckstationen zum Anbringen eines Kontrastfeldes auf den
Druckereiprodukten und zum Beschriften der Druckereiprodukte im Kontrastfeld;
- Fig. 7
- in Ansicht eine Vorrichtung mit einer als Klammertransporteur ausgebildeten Fördereinrichtung
zum Transport der Druckereiprodukte und zwei Druckstationen zum Aufbringen eines Kontrastfeldes
auf die Druckereiprodukte und zum Aufbringen einer Beschriftung auf das Kontrastfeld;
und
- Fig. 8
- in Ansicht eine Vorrichtung mit einer als Klammertransporteur ausgebildeten Fördereinrichtung
für den Transport der Druckereiprodukte und einer Etikettiereinrichtung zum Erzeugen
und Aufkleben von teiltransparenten, ein Kontrastfeld bildenden Etiketten, die an
einer Schreibstation beschriftet werden.
[0014] Fig. 1 zeigt einen Eckbereich eines in Förderrichtung F kontinuierlich transportierten
Druckereiprodukts 10, links, nach einem ersten und, rechts, nach einem zweiten Schritt
zu dessen Beschriftung. Wie in der Fig. 1 links dargestellt, ist eine mit einer Druckinformation
10' bedruckte Oberfläche 10'' des Druckereiprodukts 10 im ersten Schritt mit zwei,
ein Beschriftungsfeld 12 bildenden Kontrastfeldern 14 versehen worden. Die nebeneinander
angeordneten Beschriftungsfelder 12 weisen rechteckige Form auf, wobei die längeren
Seiten in Förderrichtung F verlaufen. Das Druckereiprodukt 10 ist bis zu seinen Rändern
16, 16' bedruckt, wobei die Druckinformation 10' im Bereich der Beschriftungsfelder
12 durch das mit heller, vorzugsweise weisser Farbe, aufgedruckte Kontrastfeld 14
überdeckt ist.
[0015] In einem zweiten Schritt sind die Beschriftungsfelder 12 mit einer Information 18',
im vorliegenden Beispiel mit einer Adresse, versehen worden. Die Information 18' ist
mit dunkler, vorzugsweise schwarzer Farbe auf das weisse Kontrastfeld 14 gedruckt,
siehe das in der Fig. 1 rechts dargestellte Druckereiprodukt 10. Das Kontrastfeld
14 bildet einen Kontrast zur Beschriftung 18, so dass diese auf den ersten Blick erkennbar
und gut lesbar ist. Überdies bildet das Beschriftungsfeld 12 einen Kontrast zur Druckinformation
des Druckereiprodukts.
[0016] Das in der Fig. 2 links gezeigte Druckereiprodukt 10 ist mit einem das Beschriftungsfeld
12 bildenden, teiltransparenten Kontrastfeld 14 versehen worden. Die Druckinformation
10' ist auch im Kontrastfeld 14 noch erkennbar. Als besonders vorteilhaft hat sich
das Aufdrucken von teiltransparenter weisser Farbe erwiesen; sie erscheint milchig
weiss und lässt die Druckinformation 10' gut erkennen. Das rechts der Fig. 2 gezeigte
Druckereiprodukt 10 ist im teiltransparenten Kontrastfeld 14 mit der die Beschriftung
18 bildenden Information 18' in dunkler, vorzugsweise schwarzer Farbe, versehen. Versuche
haben gezeigt, dass selbst auf schwarz bedruckten Druckereiprodukten 10 mit einem
teiltransparenten hellen Kontrastfeld eine schwarze Beschriftung 18 problemlos lesbar
ist, ohne dass die Druckinformation 10' verloren geht. Beim in der Fig. 2 gezeigten
Beispiel ist das Kontrastfeld 14 ebenfalls rechteckig, wobei die längeren Seiten ebenfalls
in Förderrichtung F verlaufen.
[0017] Fig. 3 zeigt links den Eckbereich des Druckereiprodukts 10 mit einem ebenfalls teiltransparenten
aufgedruckten Kontrastfeld 14 und rechts das Druckereiprodukt 10 mit einer schwarzen
Beschriftung 18 im teiltransparenten Kontrastfeld 14 analog Fig. 2. In der Fig. 3
ist das rechteckige Kontrastfeld 14 derart angeordnet, dass seine längeren Seiten
rechtwinklig zur Förderrichtung F verlaufen.
[0018] Fig. 4 zeigt links das Druckereiprodukt 10 mit einem im ersten Schritt aufgebrachten
dunklen, vorzugsweise schwarzen Kontrastfeld 14. Wie Fig. 4 rechts zeigt, ist dann
im zweiten Schritt auf das Druckereiprodukt 10 im Kontrastfeld 14 die die Beschriftung
18 bildende Information 18' mit heller, vorzugsweise weisser Farbe, aufgedruckt worden.
[0019] Beim in der Fig. 5 gezeigten Druckereiprodukt 10 ist das das Beschriftungsfeld 12
bildende Kontrastfeld 14 und die Beschriftung 18 in einem einzigen Schritt erzeugt
worden. Während des Aufbringens des Kontrastfeldes 14 sind die die Information 18'
bildenden Zeichen 20 freigelassen worden. Auch hier bildet das Kontrastfeld 14 einen
Kontrast zur Druckinformation 10' im Bereich des Kontrastfeldes 14.
[0020] Fig. 6 zeigt in perspektivischer Darstellung eine erste Ausbildungsform einer Vorrichtung
22 zum erfindungsgemässen Beschriften der Druckereiprodukte 10 gemäss den Fig. 1 bis
5. Sie weist eine Fördereinrichtung 24 mit einem in Förderrichtung F kontinuierlich
und umlaufend angetriebenen Bandförderer 26 auf. Auf dem Bandförderer 26 liegen die
mehrteiligen, gefalteten Druckereiprodukte 10, beispielsweise Zeitungen, Zeitschriften
oder dergleichen, im Abstand hintereinander. Oberhalb des Bandförderers 26 und in
Förderrichtung F voneinander beabstandet, sind zwei Druckstationen 28, 30 angeordnet.
Die in Förderrichtung F gesehen erste Druckstation 28 ist dazu bestimmt, auf die bedruckte
Oberfläche 10'' jedes an ihr vorbeibewegten Druckereiprodukts 10 in einem Eckbereich
ein Kontrastfeld 14 aufzudrucken. Die der ersten Druckstation 28 nachgeschaltete zweite
Druckstation 30 ist dazu bestimmt, in das Kontrastfeld 14 der an ihr vorbeibewegten
Druckereiprodukte 10 die druckereiproduktspezifische Information 18', beispielsweise
eine Adresse, eine Nummer, einen Barcode oder dergleichen, zu drucken. Selbstverständlich
bilden die mittels der ersten Druckstation 28 und die mittels der zweiten Druckstation
30 aufgebrachten Farben einen Kontrast.
[0021] Sind die Druckereiprodukte 10 mit einer Beschriftung gemäss Fig. 5 zu versehen, wird
entweder eine der beiden Druckstationen 28, 30 stillgelegt oder weist die Vorrichtung
22 nur eine einzige Druckstation 28 auf.
[0022] Die in der Fig. 7 gezeigte Vorrichtung 22 weist eine als Klammertransporteur 32 ausgebildete
Fördereinrichtung 24 auf. An einem in Förderrichtung F kontininerlich angetriebenen
Zugorgan 34 sind im Abstand hintereinander einzeln steuerbare Klammern 36 angeordnet,
die dazu bestimmt sind, je ein Druckereiprodukt 10 zu halten. Die Druckereiprodukte
10 liegen, eine Schuppenformation S bildend, einander teilweise überlappend aneinander
an. Jedes der Druckereiprodukte 10 weist somit auf der dem Zugorgan 34 abgewandten
Seite einen freiliegenden Randbereich 38 auf, der von keinem benachbarten Druckereiprodukt
10 überdeckt ist. Bezüglich der Bewegungsbahn der Druckereiprodukte 10 dem Zugorgan
34 gegenüberliegend, sind zwei Druckstationen 28, 30 angeordnet, die in Förderrichtung
F gesehen voneinander beabstandet sind. Die in Förderrichtung F erste Druckstation
28 ist dazu bestimmt, auf die an ihr mittels des Klammertransporteurs 32 vorbeibewegten
Druckereiprodukte 10 im Randbereich 38 ein das Beschriftungsfeld 12 bildendes Kontrastfeld
14 aufzudrucken. Die der ersten Druckstation 28 nachgeschaltete zweite Druckstation
30 ist dazu bestimmt, in das jeweilige Kontrastfeld 14 die dem Druckereiprodukt 10
zugeordnete Information 18' aufzudrucken.
[0023] Die in der Fig. 8 gezeigte Vorrichtung 22 weist ebenfalls eine als Klammertransporteur
32 ausgebildete Fördereinrichtung 24, gleich jener der Fig. 7, auf. Weiter ist die
Vorrichtung 22 mit einer Etikettiereinrichtung 40 versehen. Diese weist eine Lageranordnung
42 zur Aufnahme einer Vorratsrolle 44 eines teiltransparenten Bandes 46 auf. Das Band
46 ist um Umlenkrollen 48 und eine Spannrolle 50 zu einem Aufbringrad 52 einer Aufbringeinrichtung
54 geführt. Das in Zuführrichtung Z drehend angetriebene Aufbringrad 52 weist in Umfangsrichtung
verteilte Stempel 56 auf, die in radialer Richtung ein- und ausfahrbar sind. Die Stempel
56 sind mittels Federn 58 in radialer Richtung gegen aussen vorgespannt und entgegen
der Federkraft in einem Bereich ihrer Umlaufbahn in einer in radialer Richtung innen
liegenden Ruhelage, beispielsweise mittels einer Kulisse, gehalten. Jeder der Stempel
56 ist auf seiner radial aussenliegenden Seite mit Löchern versehen, die von der Drehlage
des Aufbringrades 52 abhängig mit einer nicht gezeigten Unterdruckquelle verbunden
sind. Bezüglich der Bewegungsbahn der Druckereiprodukte 10 auf der dem Aufbringrad
52 gegenüberliegenden Seite weist die Aufbringeinrichtung 54 ein freidrehbar gelagertes
Stützrad 60 auf.
[0024] Weiter weist die Etikettiereinrichtung 40 ein sternartig ausgebildetes Schneidrad
62 auf, dessen parallel zur Drehachse verlaufenden Schneidelemente 64 dazu bestimmt
sind, mit Gegenflächen 66 des Aufbringrades 52 zwischen den Stempeln 56 zusammenzuwirken.
[0025] Weiter ist zwischen der Lageranordnung 42 und dem Aufbringrad 52 eine Klebstoffauftrageinrichtung
68 vorhanden, die dazu bestimmt ist, auf das Band 46 auf der bezüglich dem Aufbringrad
52 radial aussenliegenden Seite des Bandes 46 Klebstoff aufzutragen.
[0026] Die Etikettiereinrichtung 40 ist synchron zur Fördereinrichtung 24 angetrieben und
dazu bestimmt, jedes Druckereiprodukt 10 im freiliegenden Randbereich 38 mit einem
eine Etikette 70' bildenden Abschnitt 70 des teiltransparenten Bandes 46 zu versehen.
Dieser Abschnitt 70 bildet ein als Kontrastfeld 14 dienendes Beschriftungsfeld 12.
Zum Beschriften des Kontrastfeldes 14 weist die Vorrichtung eine entweder der Etikettiereinrichtung
40 zugeordnete Druckstation 72 oder eine der Fördereinrichtung 24 zugeordnete Druckstation
72' auf. Die Druckstation 72 ist zwischen der Lageranordnung 42 und dem Aufbringrad
52 angeordnet und dazu bestimmt, auf das teiltransparente Band 46 auf der dem Aufbringrad
52 zugewandten Seite die Beschriftung 18 anzubringen. Die in Förderrichtung F gesehen
stromabwärts des Aufbringrades 52 angeordnete Druckstation 72' ist dazu bestimmt,
gleich der zweiten Druckstation 30 der Vorrichtungen gemäss Fig. 6 und 7, auf das
durch jeweils einen Abschnitt 70 gebildete und auf das betreffende Druckereiprodukt
10 aufgeklebte Kontrastfeld 14 die Beschriftung 18 zu drucken. Eine als Führungsblech
oder Führungsstäbe ausgebildete Führung 74 dient dazu, die Druckereiprodukte 10 im
Randbereich 38 während des Aufdruckens der Beschriftung 18 zu stabilisieren.
[0027] Die Etikettiereinrichtung 40 arbeitet wie folgt. Das über einen Teil des Umfangs
am Aufbringrad 52 anliegende Band wird dadurch gehalten, dass die betreffenden Stempel
56 mit der Unterdruckquelle verbunden sind. Durch die Drehung des Aufbringrades 52
in Zuführrichtung Z wird Band 46 ab der Vorratsrolle 44 abgezogen. In Zuführrichtung
Z gesehen, unmittelbar bevor das Band 46 auf das Aufbringrad 52 aufläuft, wird der
betreffende Stempel 56 in die radial innenliegende Ruheposition verbracht und nachfolgend
mit der Unterdruckquelle verbunden. Das Schneidrad 62 trennt mit jeweils einem mit
der betreffenden Gegenfläche 66 zusammenwirkenden Schneidelement 64 einen Abschnitt
70 vom Band 46 ab. Dieser Abschnitt wird vom betreffenden Stempel 56, der weiterhin
mit der Unterdruckquelle verbunden ist, gehalten. Sobald dieser Stempel 56 den Bereich
des Schneidrades 62 verlassen hat, wird er in radialer Richtung gegen aussen mittels
der Feder 58 in Aufbringstellung verbracht, wodurch er beim Weiterdrehen den von ihm
gehaltenen und vorgängig an der Klebstoffauftrageinrichtung 68 mit Klebstoff versehenen
Abschnitt 70 im Randbereich 38 des betreffenden Druckereiprodukts 10 auf dieses aufbringt
und andrückt. Dabei werden die Öffnungen im Stempel 56 gelüftet, so dass der Abschnitt
70 freigegeben wird. Das Stützrad 60 verhindert dabei, dass die Druckereiprodukte
10 der Kraft der Stempel 56 ausweichen können.
[0028] Als Druckstationen 28, 30, 72, 72' eignen sich insbesondere solche, die nach dem
Farbstrahldruckverfahren, Tintenstrahldruckverfahren oder Ink jet printing arbeiten.
[0029] Mit dem erfindungsgemässen Verfahren können auch Druckereiprodukte mit einer Beschriftung
versehen werden, deren Oberflächen sich zum Bedrucken nicht oder nur schlecht eignen.
[0030] Das Kontrastfeld bildende, selbstklebende, teiltransparente Etiketten können auch
ab einem Trägerband abgezogen und auf die Druckereiprodukte aufgebracht werden.
[0031] Die Etiketten können mit einem Klebstoff versehen sein, der das Ablösen der Etikette
ab dem Druckereiprodukt ermöglicht.
1. Verfahren zum Beschriften von Druckereiprodukten, bei dem die Druckereiprodukte (10)
in einem Beschriftungsfeld (12) mit einer Information (18') versehen werden, dadurch
gekennzeichnet, dass auf die bedruckte Oberfläche (10'') der Druckereiprodukte (10)
ein das Beschriftungsfeld (12) bildendes Kontrastfeld (14) gegenüber der aufzubringenden
Information (18') aufgebracht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein teiltransparentes Kontrastfeld
(14) aufgebracht wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Kontrastfeld (14),
an einer Druckstation (28), auf das Druckereiprodukt (10) gedruckt wird, und dann
die Information (18') auf das Kontrastfeld (14), vorzugsweise an einer weiteren Druckstation
(30), gedruckt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass beim Erzeugen des Kontrastfeldes
(14) auf dem Druckereiprodukt (10) die die Information (18') bildenden Zeichen (20)
freigelassen werden.
5. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine teiltransparente Etikette
(70') auf das Druckereiprodukte (10) zur Bildung des Kontrastfeldes (14) aufgeklebt
wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass von einem teiltransparenten
Band (46) ein Abschnitt (70) abgetrennt wird, der die Etikette (70') bildend auf das
Druckereiprodukt (10) aufgeklebt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Information (18')
auf die Etikette (70'), das Band (46) oder den Abschnitt (70), an einer Druckstation
(72) aufgedruckt wird, bevor der Abschnitt (70) oder die Etikette (70') auf das Druckereiprodukt
(10) aufgeklebt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Etikette (70')
bzw. der Abschnitt (70) nach dem Aufkleben auf das Druckereiprodukt (10) mit der Information
(18') versehen wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckereiprodukte
(10) von in einer Förderrichtung (F) hintereinander angeordneten Klammern (36) gehalten,
einander schuppenartig überlappend kontinuierlich gefördert werden, und das Kontrastfeld
(14) in einem durch die schuppenartige Ueberlappung freiliegenden Randbereich (38)
der Druckereiprodukte (10) aufgebracht wird.
10. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 3, mit einer kontinuierlich
in Förderrichtung (F) angetriebenen Fördereinrichtung (24) für den Transport der Druckereiprodukte
(10), einer ersten Druckstation (28), die dazu bestimmt ist, auf an ihr vorbeitransportierte
Druckereiprodukte (10) das Kontrastfeld (14) aufzudrucken, und einer in Förderrichtung
(F) der ersten Druckstation (28) nachgeschalteten zweiten Druckstation (30), die dazu
bestimmt ist, auf das Kontrastfeld (14) die Information (18') aufzudrucken.
11. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 7 oder 8, mit einer kontinuierlich
in Förderrichtung (F) angetriebenen Fördereinrichtung (24) für den Transport der Druckereiprodukte
(10), einer Etikettiereinrichtung (40), die eine Lageranordnung (42) zur Aufnahme
einer Vorratsrolle (44) eines teiltransparenten Bandes (46), ein Schneidelement (64)
zum Abtrennen jeweils eines eine Etikette (70') bildenden Abschnitts (70) ab dem Band
(46) und eine Aufbringeinrichtung (54) zum Aufbringen jeweils eines Abschnitts (70)
auf das an ihr vorbeitransportierte Druckereiprodukt (10) aufweist, und einer Druckstation
(72;72'), die dazu bestimmt ist, auf das Band (46) bzw. den Abschnitt (70) die Information
(18') aufzudrucken.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördereinrichtung
(24) in Förderrichtung (F) im Abstand hintereinander angeordnete Klammern (36) für
die Druckereiprodukte (10) aufweist.