[0001] Die Erfindung betrifft eine Abgabevorrichtung für die Abgabe eines flüssigen Wirkstoffes
in ein Toilettenbecken mit einem für die Aufnahme des Wirkstoffes vorgesehenen Behälter,
der über ein Befestigungsteil lösbar mit dem Toilettenbecken verbindbar ist und der
mindestens eine Abgabeöffnung für den Wirkstoff aufweist sowie mindestens eine Belüftungsöffnung.
[0002] Es sind sogenannte WC-Duftreiniger-Sticks bekannt, die aus extrudierbaren Einzelblöcken
bestehen, die ein Reinigungsmittel sowie einen Duft- oder Riechstoff aufweisen und
in einem käfigartigen Plastikbehälter teilweise nachfüllbar bevorratet sind. Der angesprochene
Plastikbehälter wird unter den Innenrand des Toilettenbeckens plaziert und derart
vom Spülwasser bei einem Spülvorgang überströmt. Die Lebensdauer dahingehender Sticks
wird durch die Anzahl der Spülungen bestimmt, wobei die durchschnittliche Gebrauchsdauer
sich an einer drei- bis vierköpfigen Familie orientiert und nicht auf eine wachsende
Anzahl von Single-Haushalten ausgerichtet ist. Der im Stick befindliche Duftstoff
wird zusammen mit dem Reinigungsmittel, an dem er anhaftet, mit diesem durch den Spülstrom
in die Kanalisation gespült, so daß die Duftstoffwirkung für den Verbraucher gering
ist und völlig entfällt, sofern über eine längere Zeit keine Spülungen erfolgen. Zwar
läßt sich der Riech- oder Duftstoffanteil für den Erhalt einer intensiveren Raumbeduftung
im WC-Reinigungsstick entsprechend erhöhen, was aber bereits aus ökonomischen Überlegungen
und aufgrund technischer Gegebenheiten nicht zweckmäßig ist.
[0003] Durch die EP 0 538 957 B1 ist eine vergleichbare Abgabevorrichtung für Toilettenbecken
bekannt, deren Behälter eine Reinigungs- und Lufterfrischungsmittel enthaltende Wirkstofflüssigkeit
aufweist, die über eine Abgabeöffnung des Behälters aus diesem abgebbar ist. Die angesprochene
Abgabeöffnung ist dabei mit einem flüssigkeitsdurchlässigen Verschluß in der Art eines
Schwammes versehen, der in dauernder Verbindung mit einer porösen, ebenfalls schwammartigen
Masse steht, die bei im Toilettenbecken aufgehängten Vorrichtungen in der Bahn des
Spülwasser angeordnet ist. Über die poröse Masse findet eine Verdampfung des jeweiligen
Duftstoffes des Wirkstoffes statt, so daß eine konstante Raumbeduftung erreicht ist.
Darüber hinaus läßt sich über die poröse schwammartige Masse bei einem Spülvorgang
das Reinigungsmittel abgeben. Eine Belüftung des Behälters findet indirekt über die
einzige Abgabeöffnung des bekannten Behälters statt.
[0004] Das angesprochene poröse Material kann bei regelmäßigem Kontakt mit dem Spülwasser
biologisch bewachsen, sofern kein entsprechendes Desinfektionsmittel eingesetzt ist,
was jedoch entsprechend umweltproblematisch ist und kostenintensiv. Des weiteren ist
nach wenigen Nachfüllungen mit dem Wirkstoff damit zu rechnen, daß die Poren des porösen
Materials verstopfen und das bekannte Reinigungs- und Erfrischungssystem als Abgabevorrichtung
somit funktionsunfähig wird.
[0005] Zwar ist es durch die DE 37 38 554 C2 bekannt, einen Spülwasserbehälter zusammen
mit einem den Wirkstoff bevorratenden Behälter entgegen der Wirkung einer Feder längs
eines Abgabestabes zu verfahren, wobei in einer abgesenkten Position der Wirkstoff
in kerbenartige Ausnehmungen eintritt, von wo aus er später tropfartig in das Toilettenbecken
abgegeben wird, sobald der Spülwasserbehälter durch permanente Abgabe von Spülwasser
leichter geworden ist; allerdings ist die dahingehende bekannte Anordnung bereits
aufgrund der Vielzahl der bewegbaren Bauteile kompliziert im Aufbau und mithin teuer
in der Herstellung. Daran ändert sich auch nichts, wenn in kinematischer Umkehr des
vorbezeichneten Gedankens bei einer Abgabevorrichtung nach der DE 39 06 224 A1 der
Behälter mit dem Wirkstoff und der hiervon separierte Spülwasserbehälter stationär
angeordnet sind und der Abgabestab über einen Schwimmer in Abhängigkeit von der in
den Spülwasserbehälter eintretenden Spülwassermenge angesteuert wird. Auch bei dieser
bekannten Lösung läuft der Wirkstoff in eine Rundkerbe des Stabes ein, von wo aus
später die tropfenweise Abgabe des Wirkstoffes in das Toilettenbecken erfolgt. Durch
die Relativbewegung der angesprochenen Komponenten zueinander ist darüber hinaus bei
diesen bekannten Lösungen nicht ausgeschlossen, daß es im Betrieb zu Hemmnissen kommt,
die die bekannten Vorrichtungen unbrauchbar werden lassen.
[0006] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
eine Abgabevorrichtung für Toilettenbecken zu schaffen, mit der kostengünstig eine
starke und permanente Raumbeduftung erreicht ist, auch wenn lange Zeit keine Spülung
erfolgt und die auch über einen längeren Zeitraum funktionssicher im Betrieb ist.
Eine dahingehende Aufgabe löst eine Abgabevorrichtung mit den Merkmalen des Anspruches
1.
[0007] Dadurch, daß gemäß dem kennzeichnenden Teil des Anspruches 1 die jeweilige Abgabeöffnung
aus einem Abgaberöhrchen gebildet ist, das auf der Unterseite des Behälters angeordnet
zur Umgebung hin vorsteht und im Durchmesser derart gewählt ist, daß eine tropfenweise
Abgabe des Wirkstoffes erfolgt, und daß die jeweilige Belüftungsöffnung aus einem
Belüftungsröhrchen gebildet ist, das ins Freie mündet und in das Innere des Behälters
hineinragt sowie im Durchmesser derart gewählt ist, daß der Wirkstoff ausschließlich
über das Abgaberöhrchen austritt, ist eine Art Flüssigkeits-Tropfersystem realisiert,
das dosiert den flüssigen Wirkstoff, vorzugsweise bestehend aus dem jeweiligen Riech-
oder Duftstoff und dem Reinigungsmittel, an die Umgebung bzw. in das Toilettenbecken
abgibt.
[0008] Da der angesprochene Wirkstoff flüssig ist, läßt sich ohne größeren technischen Aufwand
so viel Duft- oder Riechstoff im Wirkstoff unterbringen, wie gewünscht und benötigt
wird. Über die Tropfereinheit erfolgt dabei eine permanente Raumbeduftung, auch wenn
über einen längeren Zeitraum die Spülung nicht betätigt wird.
[0009] Da kein poröses Material eingesetzt ist, tritt am Tropfersystem praktisch kein Bewuchs
auf und es kann auch nicht zu einem Verstopfen eines porösen Materials kommen, so
daß die erfindungsgemäße Abgabevorrichtung auch über längere Zeiträume funktionssicher
im Betrieb ist. Für einen funktionssicheren Betrieb trägt auch mit bei, daß keine
relativ zueinander bewegbaren Baukomponenten für die Wirkstoffabgabe vorgesehen sind.
Durch das jeweilige Belüftungsröhrchen des Behälters ist gewährleistet, daß kontinuierlich
pro Zeiteinheit dosiert der Wirkstoff aus dem Behälter ausschließlich über das Abgaberöhrchen
abgegeben werden kann, wobei eine Zeitsteuerung über die Wahl der Viskosität der zu
dosierenden und abzugebenden Wirkstofflüssigkeit erreicht ist.
[0010] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Abgabevorrichtung ist
der Behälter mit der Wirkstofflüssigkeit von der sonstigen Aufnahme- und Haltevorrichtung
am Toilettenbecken trennbar, so daß nach Verbrauch des Wirkstoffes der Behälter durch
einen neuen kostengünstig und einfach ersetzt werden kann. Eine besonders dosierte
Abgabe des Wirkstoffes ist möglich, sofern als Röhrchen sogenannte Kapillarrohre insbesondere
für das Belüftungsröhrchen Verwendung finden.
[0011] Weitere vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der Unteransprüche. Im folgenden
wird die erfindungsgemäße Abgabevorrichtung anhand zweier Ausführungsformen nach den
Figuren näher beschrieben. Es zeigen in prinzipieller und nicht maßstäblicher Darstellung
die
- Fig.1
- einen Längsschnitt durch eine erste Ausführungsform der Vorrichtung;
- Fig.2
- einen vergrößert wiedergegebenen Kreisausschnitt des strichliniert umrandeten Zeichnungsausschnittes
nach der Fig.1;
- Fig.3
- einen Längsschnitt einer geänderten Ausführungsform nach der Fig.1 und
- Fig.4
- einen Längsschnitt durch die an einem Toilettenrand angebrachte Reinigungs- und Erfrischungsvorrichtung
nach der Fig.3.
[0012] Die Abgabevorrichtung, insbesondere in Form einer Reinigungs- und Erfrischungsvorrichtung
für Toilettenbecken 10, von denen ein Toilettenbeckenrand 12 beispielhaft in der Fig.4
dargestellt ist, dient der gezielten Abgabe eines Wirkstoffes 14, der mindestens einen
Riechstoff aufweist, vorzugsweise jedoch aus mehreren Duft- oder Riechstoffen besteht,
sowie mindestens ein Reinigungsmittel aufweist, das auch über eine Desinfektionsmittelkomponente
verfügen kann oder zusätzlich ein dahingehendes Desinfektionsmittel aufweist. Weitere
Additive sind möglich, wie Sequestiermittel, Biocide etc.. Das Reinigungsmittel wird
jedenfalls bei jedem Spülvorgang abgegeben, wobei gleichzeitig und darüber hinaus
kontinuierlich eine Duftstoffabgabe erfolgt.
[0013] Der Wirkstoff 14 ist in einem Behälter 16 bevorratet, der über ein Befestigungsteil
18 lösbar mit dem Toilettenbecken 10, insbesondere mit dem Toilettenbeckenrand 12,
lösbar verbunden ist. Der Behälter 16 weist auf seiner Unterseite eine Abgabeöffnung
20 in Form eines Abgaberöhrchens 21 für den Wirkstoff auf, wobei das dahingehende
Röhrchen eine Art Tropföffnung bildet, die eine tropfenförmige Abgabe des Wirkstoffes
14 erlaubt. Für die Abgabe des Wirkstoffes 14 aus dem Behälter 16 ist dieser darüber
hinaus mit einer Belüftungsöffnung 22 in Form eines Belüftungsröhrchens 23 versehen.
Das Abgaberöhrchen 21 und das Belüftungsröhrchen 23 sind mit parallel zueinander verlaufenden
Öffnungsrichtungen an der Unterseite des Behälters 16, vorzugsweise an seiner tiefsten
Stelle, für die gezielte Abgabe des Wirkstoffes 14 angeordnet. Das Abgaberöhrchen
21 und das Belüftungsröhrchen 23 sind als Kapillarrohre ausgebildet, wobei auf der
Behälterunterseite das Abgaberöhrchen 21 nach unten vorsteht und das Belüftungsröhrchen
23 ragt in den Behälter 16 stutzenartig hinein. Die bereits angesprochenen Öffnungen
20,22 schließen dabei jedoch im wesentlichen plan mit der Unterseite des Behälters
16 ab, wie sich dies insbesondere aus der vergrößerten Detaildarstellung nach der
Fig.2 ergibt.
[0014] Die Außenkontur des Behälters 16 kann in der Art einer Tropferflasche ausgebildet
sein; es sind jedoch aber auch andere phantasievolle Behälterausgestaltungen in der
Art einer Dose oder eines quadratischen Blockes od.dgl. möglich. Bei der Ausführungsform
nach den Fig.1 und 2 gibt das Abgaberöhrchen 21 den Wirkstoff 14 unmittelbar in das
Toilettenbecken 10 ab, was jedoch unter Umständen den Nachteil mit sich bringt, daß
das Toilettenbecken 10 an der Austrittsstelle des Wirkstoffes 14 für den Verbraucher
verschmutzt aussieht. Als Abhilfe kann demgegenüber unterhalb der Abgabeöffnung 20,
also unterhalb des Abgaberöhrchens 21, ein Zwischenträger 24 innerhalb der Fallbahn
des Wirkstoffes 14 vorgesehen sein, der zunächst den abgegebenen Wirkstoff 14 auf
seiner Oberseite aufnimmt.
[0015] Der Zwischenträger 24 ist dabei, wie dies insbesondere die Fig.3 und 4 zeigen, bei
der geänderten Ausführungsform in der Art einer Halbschale ausgebildet, um zunächst
vor einem eigentlichen Spülvorgang den Wirkstoff 14 weiter zu bevorraten und um im
Wirkstoff 14 befindliche Riech- oder Duftstoffe kontinuierlich an die Raumluft abzugeben,
auch wenn ein Spülvorgang ausbleibt. Der Zwischenträger 24 ist zwischen Behälter 16
und Toilettenbecken 10 angeordnet und einstückig mit dem Befestigungsteil 18 verbunden.
Der Zwischenträger 24 bildet also zusammen mit dem Befestigungsteil 18 eine Aufnahmeeinrichtung
26 mit Aufnahme 28, in die der Behälter 16 mit seinen beiden Röhrchen 21,23 einsetzbar
ist. Für den Eingriff in die dahingehende Aufnahmeöffnung 28 weist der Behälter 16
auf seiner Unterseite ein stutzenartiges Rastteil 32 auf, das, wie dies insbesondere
die Fig.4 zeigt, den Behälterquerschnitt in Richtung des Abgaberöhrchens 21 hin verjüngt.
Die Höhe des Belüftungsröhrchens 23 entspricht dabei vorzugsweise der Höhe des stutzenartigen
Rastteils 32.
[0016] Die jeweilige Aufnahmeöffnung 28 der Aufnahmeeinrichtung 26 ist mit einem Rastteil
30 versehen, in das das bereits angesprochene zuordenbare Rastteil 32 des Behälters
16 zum Herstellen einer lösbaren Klippverbindung 34 einrastbar ist. Andere Klippverbindungen
als die in den Fig.1 bis 4 dargestellten Anordnungen sind denkbar und möglich. Das
zugeordnete Rastteil 32, das entlang seines Innenumfanges zylindrisch ausgebildet
sein kann, ist an einem vorspringenden Halsteil 36 des Behälters 16 angeordnet, wobei
zum Inneren des Behälters 16 hin sich das Halsteil 36 nach allen Seiten absatzartig
erweitert und wobei, wie dies die Figuren zeigen, vorgesehen ist, daß das frei ins
Innere des Behälters 16 mündende Ende des Belüftungsröhrchens 23 in Höhe dieser absatzartigen
Erweiterung endet. Das nach unten weisende und vorstehende freie Ende des Abgaberöhrchens
21 ist jedenfalls auf Abstand zur Oberseite des plattenartigen Zwischenträgers 24
derart gehalten, daß die abgegebenen Wirkstofftropfen sich auf der Oberseite des Zwischenträgers
24 auf einer großen Oberfläche für die Duftstoff- und Reinigungsmittelabgabe verteilen
können. Der Zwischenträger 24 ist über einen Zwischensteg 36 an der Unterseite des
Rastteils 30 des Befestigungsteils 18 feststehend angeordnet.
[0017] Das Befestigungsteil 18 weist zum Einhängen am Toilettenbeckenrand 12 einen aufwickelbaren
Haltebügel 40 auf, der, wie dies die Fig.2 zeigt, zweiteilig von oben und unten den
Toilettenbeckenrand 12 umfaßt bzw. untergreift, wobei ein Gegenhalterarm 42 federnd
nachgiebig in Anlage ist mit dem freien unteren Ende des nach innen weisenden Toilettenbeckenrandes
12. Insbesondere, wie die Figuren zeigen, verläuft derjenige Teil des Haltebügels
40, der vom Gegenhalterarm 42 ausgeht, geradlinig entlang der inneren Toilettenbeckenrandfläche
und bildet somit eine geradlinige oder geradflächige Anlage für die dem Toilettenbeckenrand
12 zugewandte Seite des Behälters 16.
[0018] Die Höhe des Behälters 16 ist dabei derart gewählt, daß es nicht zu einem Überstand
mit dem Toilettenbeckenrand 12 in der Höhe kommen kann und derart das beim Herablassen
der Toilettenbrille es nicht zu Behinderungen bei der Auflage kommt. Alle baulichen
stationär angeordneten Komponenten der Reinigungs- und Erfrischungsvorrichtung sind
aus Kunststoffmaterialien hergestellt und formstabil.
[0019] Nach Verbrauch des Wirkstoffes 14 im Behälter 16 kann dieser über die Klippverbindung
34 entfernt und gegen einen neuen Behälter, der mit einer entsprechenden Menge an
Wirkstoff 14 befüllt ist, ausgetauscht werden. Mit der erfindungsgemäßen Abgabevorrichtung
ist ein Flüssig-Dosiersystem gegeben, das kostengünstig und funktionssicher eine permanente
Raumbeduftung sicherstellt sowie die Abgabe eines Reinigungsmittels im Falle eines
Spülvorganges. Als Reinigungsmittel sind auch Lösungsmittel, Alkohole, Glykole etc.
im Sinne der Erfindung anzusehen, die überwiegend dazu vorgesehen sind, das Riech-
oder Duftstoffmittel für den Behälter 16 bevorratbar aufzubereiten. Dabei kann dann
die Duftstoffabgabe durch die Vorrichtung im Vordergrund stehen und die Abgabe des
Reinigungsmittels tritt demgemäß zurück.
1. Abgabevorrichtung für die Abgabe eines flüssigen Wirkstoffes (14) in ein Toilettenbecken
(10) mit einem für die Aufnahme des Wirkstoffes (14) vorgesehenen Behälter (16), der
über ein Befestigungsteil (18) lösbar mit dem Toilettenbecken (10) verbindbar ist
und der mindestens eine Abgabeöffnung (20) für den Wirkstoff (14) aufweist, sowie
mindestens eine Belüftungsöffnung (22), dadurch gekennzeichnet, daß die jeweilige
Abgabeöffnung (20) aus einem Abgaberöhrchen (21) gebildet ist, das auf der Unterseite
des Behälters (16) angeordnet zur Umgebung hin vorsteht und im Durchmesser derart
gewählt ist, daß eine tropfenweise Abgabe des Wirkstoffes erfolgt und daß die jeweilige
Belüftungsöffnung (22) aus einem Belüftungsröhrchen (23) gebildet ist, das ins Freie
mündet und in das Innere des Behälters (16) hineinragt sowie im Durchmesser derart
gewählt ist, daß der Wirkstoff (14) nur über das Abgaberöhrchen (21) austritt.
2. Abgabevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest das Belüftungsröhrchen
(23) aus einem Kapillarrohr besteht, vorzugsweise jedoch auch das Abgaberöhrchen (21),
und daß diese mit parallel zueinander verlaufenden Öffnungsrichtungen beide an der
Unterseite des Behälters (16) angeordnet sind.
3. Abgabevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der flüssige
Wirkstoff (14) mindestens einen Riechstoff und ein Reinigungsmittel aufweist, das
bei jedem Spülvorgang abgebbar ist.
4. Abgabevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das
Abgaberöhrchen (21) den Wirkstoff (14) unmittelbar in das Toilettenbecken (10) abgibt.
5. Abgabevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das
Abgaberöhrchen (21) den Wirkstoff (14) an einen Zwischenträger (24) abgibt, der unterhalb
des Abgaberöhrchens (21) zwischen Behälter (16) und Toilettenbecken (10) angeordnet
ist.
6. Abgabevorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Zwischenträger
(24) in der Art einer Halbschale ausgebildet einstückig mit dem Befestigungsteil (18)
verbunden ist und zusammen mit diesem eine Aufnahmeeinrichtung (26) mit Aufnahmeöffnung
(28) bildet, in die der Behälter (16) mit seinen Öffnungen (20,22) einsetzbar ist.
7. Abgabevorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmeöffnung
(28) der Aufnahmeeinrichtung (26) mit einem Rastteil (30) versehen ist, in die ein
zugeordnetes Rastteil (32) des Behälters (16) zum Herstellen einer lösbaren Klippverbindung
(34) einrastbar ist.
8. Abgabevorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das zugeordnete Rastteil
(32) des Behälters (16) an einem vorspringenden Halsteil (36) angeordnet ist und daß
der Behälter (16) mit seinen Öffnungen (20,22) in der Art einer Tropferflascheneinheit
ausgebildet ist.
9. Abgabevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das
Befestigungsteil (18) zum Einhängen an den Toilettenbeckenrand (12) einen aufwickelbaren
Haltebügel (40) aufweist, der zweiteilig von oben und unten den Toilettenbeckenrand
(12) umfaßt bzw. untergreift.
10. Abgabevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß alle
ihre baulichen Komponenten aus Kunststoffmaterial hergestellt sind.