[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Platte einer Unterstützungskonstruktion für eine
Deckenschalung zur Herstellung von Betondecken, insbesondere auf eine Auflageplatte
eines Stützenkopfes, mit auf der Platte angeordneten Haltemitteln für ein Deckenschalelement
und für Restmaßausgleichsmittel.
[0002] Bekannte Platten dieser Art, wie sie beispielsweise in dem Peri-Prospekt "Peri Skydeck"
Seite 20 abgebildet sind, dienen als Kopfplatte einer Stütze zur Auflage von Deckenschalelementen.
Sie weisen im Bereich ihrer vier Ecken jeweils zwei zueinander parallele, aus der
Platte hochgebogene, plattenförmige Lappen auf. Die Ebenen sämtlicher Lappen verlaufen
parallel zueinander. Die Ebenen von Lappen zweier benachbarter Plattenecken verlaufen
in einer Ebene.
[0003] Die vier im Bereich der Ecken angeordneten, als Haltemittel oder Anschläge dienende
Lappen ermöglichen es, auf die Platte zwei einander benachbarte Deckenschalelemente
aufzulegen und dort zu fixieren, wobei auf der von Deckenschalelementen nicht beanspruchten
Fläche Restmaßausgleichsmittel, wie beispielsweise Randträger oder Zwischen- oder
Paßhölzer aufgelegt werden können, beispielsweise zwei in einem Abstand verlaufende
Hölzer, auf die dann ein Abschnitt einer Schalhaut aufgenagelt wird, deren Flächenmaß
dem Restmaß entspricht. An einer Ecke der Deckenschalung sind aber oft Restmaße auf
zwei Seiten der Platte vorhanden, die mit den hierfür vorgesehenen Restmaßausgleichsmitteln
überbrückt werden müssen. Selbstverständlich wird angestrebt, daß bei Systemschalungen
alle auftretenden Probleme wie beispielsweise auch der Restmaßausgleich mit vorgefertigten
Mitteln, Randträgern oder Paßhölzern oder dergleichen gelöst werden können. An einer
Ecke der Deckenschalung kann beispielsweise auf die als Randplatte bezeichnete Platte
lediglich ein Deckenschalelement aufgelegt werden. Am einen Rand des Deckenschalelementes
können, wie zuvor an einem geraden Abschnitt der Wand Restmaßausgleichsmittel aufgelegt
werden. Dagegen hindern die am anderen Rand der Platte als Haltemittel für ein Deckenschalelement
ausgebildeten Lappen, die an einem geraden Abschnitt der Wand das dem einen Deckenschalelement
benachbarte zweite Deckenschalelement aufnehmen und sichern müssen, das Anbringen
von Restmaßausgleichsmitteln. Man kann daher die benötigten Restmaßausgleichsmittel
nicht immer mit einer ausreichenden Auflage an dem Randabschnitt einer Ecke einsetzen.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine als Randplatte verwendbare Platte
zu entwickeln, die Restmaßausgleichsmitteln eine verbesserte Auflage auf der Randplatte
neben einem Deckenschalelement ermöglicht.
[0005] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß als Haltemittel für das
Deckenschalelement in nur einem Eckbereich einer im wesentlichen rechteckförmigen
Platte ein erster großer und ein zweiter großer Vorsprung vorgesehen sind, die breiter
und höher als mehrere andere auf der Plattenoberfläche angeordnete kleinere Vorsprünge
sind.
[0006] Ein Vorteil der erfindungsgemäßen Platte besteht darin, daß die großen Vorsprünge
ein Deckenschalelement auch dann sicher halten, wenn die Ecke des Deckenschalelementes
freiliegt, also nicht an ein zweites Deckenschalelement angrenzt und sich die beiden
aneinander anliegenden Deckenschalelemente gegenseitig einen Halt geben. Die anderen,
kleineren Vorsprünge auf der Platte sind so ausgebildet, daß sie die Restmaßausgleichsmittel
wie zum Beispiel Randleisten und Paßhölzer halten und sichern, wozu diese Haltemittel
jedoch nicht so kräftig und nicht so breit und so hoch sein müssen wie Haltemittel
für das Deckenschalelement, das nur mit einer Ecke auf der Platte aufliegt. Dadurch,
daß die Haltemittel für eine Ecke des Deckenschalelementes nur im Bereich einer Ecke
der Platte vorgesehen sind, können anschließend die Restmaßausgleichsmittel an die
beiden Ränder der Ecke des Deckenschalelementes ohne Schwierigkeiten angeordnet werden,
da in diesen Bereichen ja keine großen und kräftigen Haltemittel für ein benachbartes
zweites Deckenschalelement vorgesehen werden müssen. Mit der erfindungsgemäßen Platte
ist es daher möglich, ein Deckenschalelement an der Ecke einer Deckenschalung so auf
die Platte aufzulegen, daß eine in die Wandecke hineinzeigende Ecke der Schalhaut
etwa in der Plattenmitte endet, wobei dann aber auch die Rahmenschenkel des Deckenschalelementes
eine für eine sichere Abstützung des Deckenschalelementes ausreichende Auflagefläche
auf der Plattenoberfläche vorfinden. Bei einer solchen Anordnung, bei der die Ecke
des Deckenschalelementes ungefähr in der Mitte der Platte endet, ist auf beiden Seiten
der die Ecke bildenden Ränder des Deckenschalelementes viel Platz, der zur Abstützung
der Restmaßausgleichsmittel zur Verfügung steht. Die erfindungsgemäße Auflageplatte
weist bei Außenabmessungen herkömmlicher Randplatten eine vergrößerte Auflagefläche
für Restmaßausgleichsmittel auf, weil die auf der Auflageplatte ausgebildeten großen
Vorsprünge nur in einem Eckbereich der Auflageplatte ausgebildet sind.
[0007] Erfindungsgemäß ist deshalb die Platte mit Vorsprüngen, die Auskragungen bilden,
versehen, die bezüglich ihrer unterschiedlichen Abmessungen (Breite, Höhe) asymmetrisch
auf der Platte angeordnet sind. In einem Teilbereich (Flächenabschnitt) der Platte
sind große Auskragungen ausgebildet, um eine sichere Verbindung (dreh- und kippfest)
mit einem Deckenschalelement auch bei unterschiedlichen Belastungen zu gewährleisten.
In anderen Teilbereichen der Plattenoberfläche sind kleine Auskragungen ausgebildet,
die beidseits einer Ecke eines Deckenschalelements noch Restmaßausgleichsmittel auf
der Platte fixiert halten können. Damit ist die erfindungsgemäße Platte gegenüber
Platten aus dem Stand der Technik mit vergleichbaren Plattengrößen, mit zusätzlichen
Restmaßausgleichsmitteln bestückbar. Die großen Auskragungen, vorzugsweise zwei Auskragungen,
sind ausschließlich nur in einem Teilbereich der Platte, vorzugsweise in einem Eckbereich
der Platte, ausgebildet.
[0008] Bei einer Ausführungsform der Erfindung sind die großen Vorsprünge in der Weise angeordnet,
daß sie an der senkrecht zur Ebene einer Schalhaut des Deckenschalelements verlaufenden
Innenfläche von an jedem der an einer Ecke des Deckenschalelementes rechtwinklig zueinander
angeordneten Rahmenschenkel des Deckenschalelementes angreifen, wenn das Deckenschalelement
mit seiner Ecke auf die die großen Vorsprünge tragende Ecke der Platte aufgelegt ist.
Die Vorsprünge können beliebig ausgebildet sein, beispielsweise aus Stiften bestehen
oder dergleichen. Bei einer Ausführungsform der Erfindung sind die Vorsprünge jedoch
plattenartig ausgebildet, sie können als Zungen aus dem Plattenmaterial hochgebogen
sein.
[0009] Dabei ist es zweckmäßig, wenn sich bei einer Ausführungsform der Erfindung die Ebenen
der großen plattenartigen Vorsprünge rechtwinklig schneiden, so daß die Vorsprünge
an beiden die Ecke des Deckenschalelementes bildenden Rahmenschenkel mit einer relativ
großen Fläche anliegen und dadurch ein unbeabsichtigtes Abheben des Deckenschalelementes
von der Platte auch dann verhindern, wenn das Deckenschalelement beim Aufbau der Deckenschalung
vorübergehend nicht parallel zur Plattenebene auf dieser aufliegt, sondern in einem
Winkel schräg nach oben oder schräg nach unten verläuft.
[0010] Die Maße und insbesondere das Maßverhältnis zwischen den großen Vorsprüngen und den
kleinen, im wesentlichen nur die Restmaßausgleichsmittel festhaltenden Vorsprüngen
können unter Berücksichtigung der jeweiligen Anwendungsgebiete dieser Platten beliebig
gewählt werden. Bei einer Ausführungsform der Erfindung weisen jedoch die großen Vorsprünge
etwa die dreifache Breite der anderen kleinen Vorsprünge auf, und sie können auch
etwa die eineinhalbfache Höhe der kleinen Vorsprünge erreichen. Wie erwähnt, dienen
die kleineren Vorsprünge als Haltemittel für auf die Platte aufgelegte Restmaßausgleichsmittel.
[0011] Diese kleinen Vorsprünge, die, wie auch die großen Vorsprünge aus aus der Platte
hochgebogenen Lappen bestehen können, sind bei einer Ausführungsform in Reihen hintereinander
angeordnet, wobei diese Ausführungsformen dahingehend weiter ausgebildet sein können,
daß die Ebenen aller kleiner plattenartigen Vorsprünge einer Reihe in einer Ebene
liegen. Dies ist für die Fixierung von Randträgern sehr vorteilhaft, die an ihrer
Unterseite eine Nut aufweisen, in die die kleinen Vorsprünge eingreifen können. Aber
auch dann, wenn die kleinen Vorsprünge lediglich an Seitenflächen der Restmaßausgleichsmittel
angreifen, ist diese Orientierung der plattenartigen Vorsprünge günstig.
[0012] Der Abstand zweier einander benachbarter Reihen von kleinen Vorsprüngen kann wiederum
beliebig sein, es können auf der Platte jedoch auch Doppelreihen mit unterschiedlichen
Abständen der beiden Reihen vorgesehen sein, beispielsweise, daß der Abstand zwischen
den Reihen einer Doppelreihe das Zweifache oder das Dreifache des Abstandes einer
anderen auf der Platte vorgesehenen Doppelreihe beträgt. Dabei kann die Anordnung
so getroffen werden, daß der Abstand einer Reihe von einer auf der einen Seite benachbarten
Reihe ein anderer ist als der Abstand zu einer auf der anderen Seite benachbarten
Reihe.
[0013] Schließlich soll die Erfindung nicht darauf beschränkt sein, daß die Haltemittel
nur als Vorsprünge ausgebildet sind. Bei entsprechender Ausbildung der Restmaßausgleichsmittel
können Vorsprünge an den Restmaßausgleichsmitteln in Aussparungen in der Auflageplatte
eingreifen und die kleinen Vorsprünge ersetzen. Zusätzlich sind in der Auflageplatte
noch Durchbrüche vorgesehen, in die Bolzen der Restmaßausgleichsmittel zusätzlich
eingreifen können. Dadurch werden die Restmaßausgleichsmittel noch sicherer auf die
Auflageplatte fixiert.
[0014] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung einer
Ausführungsform der Erfindung in Verbindung mit den Ansprüchen und der Zeichnung.
Die einzelnen Merkmale können je für sich oder zu mehreren bei Ausführungsformen der
Erfindung verwendet sein.
[0015] Es zeigt:
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf eine Oberfläche einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Platte
in einer dreidimensionalen Darstellung;
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf die in Fig. 1 dargestellte Platte mit aufgelegtem Deckenschalelement
und Restmaßausgleichsmitteln.
[0016] Bei der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform der Erfindung ist an der Unterseite
einer Platte 1 eine in ein Längsteil auslaufende Unterkonstruktion vorgesehen (in
der Figur nicht gezeigt), mit dem sie in dem oberen Ende einer hohlen Stütze befestigt
werden kann. Die Platte 1 weist zur Gewichtseinsparung kreisförmige Aussparungen 2,
Randausschnitte 3 und zwei zentrale Ausschnitte 4 auf. Von dem in Fig. 1 linken Rand
5 der Platte 1 sind Lappen 6 und 7 hochgebogen, die senkrecht von der Plattenoberfläche
nach oben stehen. Auch von dem in Fig. 1 rechten Rand 8 ist ein Lappen 9 in gleicher
Weise wie die Lappen 6 und 7 hochgebogen. Der Lappen 9 verläuft parallel zum Lappen
6. In der durch die Lappen 6 und 9 definierten Reihe sind von den Rändern der einen
Ausschnitts 4 die Lappen 10 und 11 hochgebogen, die ebenfalls Parallel zu den Lappen
6 und 9 stehen. An den Rändern des zentralen anderen Ausschnittes 14 sind parallel
zu dem Lappen 7 Lappen 13 und 14 hochgebogen, die parallel zu dem Lappen 7 stehen.
Am in Fig. 1 unteren Rand der Platte 1 sind vom Rand des Randausschnittes 3 Lappen
15 und 23 hochgebogen, die parallel zueinander stehen und im übrigen die gleiche Größe
haben wie die bisher genannten Lappen 6, 7, 9 bis 11, 13 und 14. In der durch die
Lappen 6, 10, 11 und 9 gebildeten Reihe sind parallel zu diesen Lappen plattenartige
Vorsprünge 17 und 18 auf der Platte angeordnet, die entweder auf die Plattenoberfläche
aufgeschweißt sind oder von hochstehenden, durch einen Schlitz der Platte 1 hindurchgeführten
Teilen der Unterkonstruktion gebildet sind. Diese Vorsprünge 17 und 18 weisen die
gleiche Größe wie die anderen Lappen dieser Reihe auf. In der durch die Lappen 7,
13 und 14 gebildeten Reihe ist ein plattenartiger Vorsprung 44 und in der durch die
Lappen 23 und 15 definierten Reihe ein plattenartiger Vorsprung 19 auf der Platte
1 angeordnet. An dem in Fig. 1 oberen Rand sind plattenartige Vorsprünge 20 und 21
vorgesehen. Die bis jetzt erwähnten Lappen und Vorsprünge bilden alle Haltemittel
zum Halten und Befestigen von Restmaßausgleichsmitteln. Die Lappen 6 und 7 bilden
eine in Fig. 1 senkrechte Reihe 45, wobei die Ebenen der Lappen 6 und 7 in einer Ebene
liegen. Die Vorsprünge 20, 17, 44 und 19 bilden eine senkrechte Reihe 22, wobei wiederum
die Ebenen dieser Vorsprünge in einer gemeinsamen Ebene liegen. Die hochgebogenen
Lappen 10, 13 und 23 bilden eine senkrechte Reihe 24, die Lappen 11, 14 und 15 eine
Reihe 25 und die Vorsprünge 21 und 18 eine Reihe 26. Die vorgenannten Lappen und Vorsprünge
ragen alle etwa mit dem gleichen Flächenmaß von der Oberfläche der Platte 1 nach oben.
[0017] Im Bereich eines Randausschnittes 27 ist ein erster großer Vorsprung 28 nach oben
gebogen, der höher und breiter ist als die bisher genannten Lappen und Vorsprünge.
Ein zweiter großer Vorsprung 29 ist in Fig. 1 vom unteren Rand ausgehend nach oben
gerichtet. Dieser Vorsprung 29 steht etwa eineinhalb bis zweimal so weit wie die kleinen
Lappen über die Plattenoberfläche nach oben und ist etwa drei- bis fünfmal so breit
wie die vorerwähnten Lappen und Vorsprünge. Der hochgebogene erste große Vorsprung
28 ragt ebenfalls etwa um das Eineinhalb- bis Zweifache der kleinen Lappen und Vorsprünge
über die Plattenoberfläche nach oben hinaus; er ist etwa drei- bis viermal so breit
wie die bereits erwähnten Lappen. Die Ebenen des Vorsprungs 29 und des Vorsprungs
28 verlaufen im rechten Winkel zueinander, der Vorsprung 29 verläuft nicht ganz bis
zum Schnittpunkt mit der Ebene des Vorsprungs 28. Der Vorsprung 29 kann bei Ausführungsformen
der Erfindung auch der obere Abschnitt einer Leiste der Unterkonstruktion sein, der
durch einen Schlitz in der Platte 1 hindurch nach oben geführt ist und über die Plattenoberfläche
hinausragt.
[0018] Ein Deckenschalelement 37, einer Deckenschalung weist einen aus vier Rahmenschenkeln,
von denen zwei Rahmenschenkel 30 und 31 in Fig. 2 dargestellt sind, bestehenden Rahmen
auf, auf dem eine Schalhaut 32 befestigt ist, deren Ränder 33 und 34 bei der in Fig.
2 dargestellten Ausführungsform über den Rahmen des Deckenschalelementes 37 seitlich
hinausragen. Das Deckenschalelement 37 ist so auf die Platte 1 aufgelegt, daß die
zur Schalhaut 32 rechtwinklig verlaufende Innenfläche 35 des Rahmenschenkels 31 an
der Innenfläche des Vorsprungs 29 zur Anlage kommt. Die Außenfläche 36 des Rahmenschenkels
31, die ebenfalls rechtwinklig zu der Ebene der Schalhaut 32 verläuft, liegt dann
an den Lappen 14 und 15 an, so daß der Rahmenschenkel 31 zwischen den als Vorsprüngen
dienenden Lappen 14 und 15 und dem Vorsprung 29 gehalten ist. Die zur Ebene der Schalhaut
32 rechtwinklig verlaufende Innenfläche 38 des Rahmenschenkels 30 liegt an der Innenfläche
des großen Vorsprungs 28 an. Die Vorsprünge 14, 15 und 29 verhindern eine Verschiebung
des Deckenschalelementes 37 rechtwinklig zu dem Rahmenschenkel 31 und der große Vorsprung
28 eine Verschiebung des Deckenschalelementes 37 in Fig. 2 nach unten. Eine Verschiebung
des Deckenschalelementes 37 in Fig. 2 nach oben ist dadurch verhindert, daß ein Paßholz
39 zwischen die seitlichen Stirnseiten der Lappen und Vorsprünge 11, 18 und 9 und
entweder dem Rand 33 der Schalhaut 32 oder der äußeren Fläche 40 des Rahmenschenkels
30 eingelegt wird. Dieses Paßholz 39 und ein weiteres, auf die Platte 1 anschließend
an den Lappen 21 eingelegtes Paßholz 41 stützen einen Abschnitt eines Plattenabschnittes
aus Holz oder dem Material der Schalhaut ab, der anschließend an den Rand 33 auf die
Hölzer 39 und 41 aufgelegt wird und bis zu dem Rand reicht, den die fertige Betondecke
erreichen soll. Dieser Abschnitt der Schalhaut überbrückt daher das von einer Systemschalung
nicht ohne weiteres abzudichtende Restmaß.
[0019] Auch auf dem in Fig. 2 links vom Rahmenschenkel 31 des Deckenschalelementes 37 befindlichen
Raum können auf die Platte 1 die Enden von zwei Paßhölzern 42 und 43 aufgelegt werden,
die einen Schalhautabschnitt abstützen, der den Zwischenraum zwischen dem Rand 34
der Schalhaut 32 und dem Rand der fertigen Betondecke überbrückt.
[0020] Mit der erfindungsgemäßen Platte können daher größere Zwischenräume zwischen den
senkrecht zueinander verlaufenden Rändern eines Deckenschalelementes und dem Ende
bzw. Rand oder der Stirnseitenschalung für die Betondecke mit Hilfe der üblichen Restmaßausgleichsmittel
überbrückt werden. Dabei ist die Ecke eines Schalelementes 37 fest auf der Ecke der
Platte 1 gesichert, und es ist auf der Platte 1 noch Platz genug, um an beiden Rändern
des Deckenschalelementes 37 noch jeweils zwei Paßhölzer in Abstand voneinander anzuordnen,
auf denen dann eine Platte, vorzugsweise aus dem gleichen Material wie die Schalhaut
32, absolut sicher so befestigt werden kann, daß sie den Zwischenraum zwischen dem
Rand einer Systemschalung und dem Rand einer Betondecke überbrückt.
[0021] Die Abstände zwischen den Reihen 45, 22, 24, 25, 26 sowie der Abstand zwischen der
Reihe 26 und dem Rand 8 können den jeweiligen Bedürfnissen entsprechend gewählt werden.
Beispielsweise kann der Abstand zwischen den Reihen 22 und 24 gleich groß sein wie
der Abstand zwischen den Reihen 25 und 26. Der Abstand zwischen den Reihen 45 und
22 kann zwei- bis dreimal so groß sein wie der Abstand zwischen den Reihen 25 und
26 und der Abstand zwischen den Reihen 24 und 25 drei- bis viermal so groß wie der
Abstand zwischen den Reihen 25 und 26 sein. Die Lappen und die Vorsprünge sind alle
gleich dick, die großen Vorsprünge 28 und 29 sind jedoch höher und breiter wie die
kleinen Vorsprünge und Lappen.
[0022] Die Erfindung bezieht sich auf eine Platte 1 einer Unterstützungskonstruktion für
eine Deckenschalung zur Herstellung von Betondecken, insbesondere Auflageplatte eines
Stützenkopfes, mit auf der Platte 1 angeordneten Haltemitteln für ein Deckenschalelement
und für Restmaßausgleichsmittel. Die Erfindung besteht darin, daß als Haltemittel
für das Deckenschalelement 37 in nur einem Eckbereich einer im wesentlichen rechteckförmigen
Platte 1 ein erster großer 28 und ein zweiter großer 29 Vorsprung vorgesehen sind,
die breiter und höher sind als mehrere andere auf der Plattenoberfläche angeordnete
kleinere Vorsprünge 6, 7 u. a..
1. Platte einer Unterstützungskonstruktion für eine Deckenschalung zur Herstellung von
Betondecken, insbesondere Auflageplatte eines Stützenkopfes, mit auf der Platte angeordneten
Haltemitteln für ein Deckenschalelement und für Restmaßausgleichsmittel,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Haltemittel für das Deckenschalelement (37) in nur einem Eckbereich einer
im wesentlichen rechteckförmigen Platte ein erster großer (28) und ein zweiter großer
(29) Vorsprung vorgesehen sind, die breiter und höher als mehrere andere auf der Plattenoberfläche
angeordnete kleinere Vorsprünge (6, 7 u. a.) sind.
2. Platte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die großen Vorsprünge (28, 29)
in der Weise angeordnet sind, daß sie an der senkrecht zur Ebene einer Schalhaut des
Deckenschalelements verlaufenden Innenfläche (35, 38) von an jedem der an einer Ecke
des Deckenschalelementes (37) rechtwinklig zueinander angeordneten Rahmenschenkel
(30, 31) des Deckenschalelementes (37) angreifen, wenn das Deckenschalelement (37)
mit seiner Ecke auf die die großen Vorsprünge (28, 29) tragende Ecke der Platte (1)
aufgelegt ist.
3. Platte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die als
Haltemittel dienenden Vorsprünge (6, 7 u. a.) plattenartig ausgebildet sind.
4. Platte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die als
Haltemittel dienenden Vorsprünge (6, 7 u. a.) als Zungen aus dem Plattenmaterial hochgebogen
sind.
5. Platte nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Ebenen der großen plattenartigen
Vorsprünge (28, 29) rechtwinklig schneiden.
6. Platte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der erste (28) und der
zweite (29) große Vorsprung mindestens die dreifache Breite der anderen Vorsprünge
(6, 7 u. a.) aufweisen.
7. Platte nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der erste (28) und zweite
(29) Vorsprung jeweils etwa das Eineinhalb- bis Zweifache der Höhe der anderen Vorsprünge
(6, 7 u. a.) aufweisen.
8. Platte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die kleineren
Vorsprünge (6, 7 u.a.) als Haltemittel für auf die Platte (1) aufgelegte Restmaßausgleichsmittel
(39, 41, 42, 43) dienen.
9. Platte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die kleineren
Vorsprünge (6, 7 u. a.) in Reihen (45, 22, 24, 25, 26) angeordnet sind.
10. Platte nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Ebenen aller
kleinen plattenartigen Vorsprünge (6, 7 u. a.) einer Reihe in einer Ebene liegen.
11. Platte nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand von zwei einander
benachbarten Reihen (45, 22) der Breite von als Restmaßausgleichsmittel (42, 43) dienenden
Paßleisten oder Randträgern entspricht.
12. Platte nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand von mindestens
zwei einander benachbarten Reihen (45, 22) mindestens das Zweifache des Abstandes
von zwei anderen einander benachbarten Reihen (22, 24) beträgt.
13. Platte nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand von zwei einander
benachbarten Reihen (24, 25) etwa das Dreifache des Abstandes von anderen einander
benachbarten Reihen beträgt.
14. Platte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Vorsprünge
(17, 18, 19, 20, 21, 29, 44) dadurch gebildet sind, daß hochstehende plattenförmige
Teile einer Unterkonstruktion der Platte (1) durch Schlitze in der Platte (1) hindurch
nach oben geführt sind.
15. Platte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich
zu den kleineren Vorsprüngen (6, 7 u.a.) andere Haltemittel, z.B. Löcher, Aussparungen
zum Fixieren der Restmaßausgleichsmittel, vorgesehen sind.