[0001] Die Erfindung betrifft ein Schutznetz zum Auffangen von abstürzenden Personen und/oder
Gegenständen bei Bau- und/oder Montagearbeiten, - mit Netztuch aus Maschenseil mit
im wesentlichen rechteckigen Maschen und im wesentlichen geradem Maschenverlauf und
Randseil, das von Masche zu Masche durch die Randmaschen des Schutznetzes gezogen
ist, welches Randseil zur seitlichen Befestigung des Schutznetzes an tragfähigen Konstruktionen
vorgesehen ist. - Derartige Schutznetze werden als Auffangnetze zur Verhinderung des
Absturzes von Personen und/oder Gegenständen beispielsweise beim Hallen- und Brückenbau
sowie auch im Rahmen von Dacharbeiten oder im Tunnelbau eingesetzt. Diese Schutznetze
bzw. Auffangnetze werden in der Regel unterhalb der zu sichernden Arbeitsplätze an
tragfähigen Konstruktionen montiert bzw. befestigt. Tragfähige Konstruktionen meint
beispielsweise Gerüste, Balken und/oder Träger. Regelmäßig müssen die Schutznetze
bestimmten Anforderungen, die durch Normen vorgegeben sind, genügen. Die Schutznetze
müssen einerseits funktionssicher befestigt bzw. aufgehängt werden. Andererseits müssen
die Schutznetze auch verhältnismäßig hohen statischen und dynamischen mechanischen
Beanspruchungen standhalten können. Insbesondere darf ein solches Schutznetz durch
einen in das Schutznetz fallenden Körper vorgegebener Masse nicht beschädigt werden
bzw. darf das Schutznetz nicht reißen. Hierzu werden durch einschlägige Normen (beispielsweise
DIN 32767) die Anforderungen vorgegeben, denen ein derartiges Schutznetz genügen sollte.
[0002] Das obengenannte Schutznetz weist ein Randseil auf, das zur seitlichen Befestigung
des Schutznetzes an tragfähigen Konstruktionen dient. In der Regel wird das Netztuch
mit Hilfe von an den Eckpunkten des Schutznetzes vorgesehenen Seilschlaufen bzw. Seilkauschen
an einer Tragkonstruktion befestigt. Mit dem an dem Netzrand entlanglaufenden Randseil
wird das Schutznetz zusätzlich seitlich an Tragkonstruktionen befestigt bzw. eingehängt.
Beispielsweise kann das Randseil in einen entsprechenden Haken eingehängt werden.
Derartige Randseile zur seitlichen Befestigung des Schutznetzes sind bei Auffangnetzen,
die zum Auffangen von abstürzenden Personen eingesetzt werden und eine dementsprechende
Größe aufweisen, vorgeschrieben. Das Randseil muß entsprechend den von ihm ggf. aufzunehmenden
mechanischen Beanspruchungen ausgelegt sein.
[0003] Das aus der Praxis bekannte Schutznetz der eingangs genannten Art, von dem die Erfindung
ausgeht, weist ein Randseil auf, das gleichsam lose und ohne weitere Befestigung an
das Maschenseil durch die Randmaschen des Schutznetzes gezogen ist. Das Randseil umschlingt
an den Ecken des Schutznetzes angeordnete Seilkauschen. Zur Stabilisierung des bekannten
Schutznetzes ist fernerhin ein Einfaßseil vorgesehen, das aber einen gegenüber dem
Randseil reduzierten Nenndurchmesser sowie eine geringere Seil-Höchstzugkraft bzw.
Mindest-Seilbruchkraft aufweist. Dieses Einfaßseil ist mit dem Netzrand bzw. mit dem
den Netzrand bildenden Maschenseil über im wesentlichen den gesamten Netzrand mit
Takelgarn umtakelt. Wird dieses bekannte Schutznetz vorschriftsmäßig aufgehängt bzw.
befestigt, genügt es den durch die Normen vorgegebenen Anforderungen.
[0004] Dadurch, daß das Schutznetz am Netzrand jedoch zwei Seile, nämlich das Randseil einerseits
und das Einfaßseil andererseits, aufweist, kommt es häufig vor, daß dieses bekannte
Schutznetz vom Montagepersonal fehlerhaft aufgehängt wird. Solche Fehler beim Aufhängen
bzw. Befestigen des Schutznetzes treten insbesondere auf, wenn das Montagepersonal
versehentlich das Einfaßseil statt des Randseiles an einer Tragkonstruktion befestigt.
Das Einfaßseil ist für die mechanischen Beanspruchungen, die das Randseil aufzunehmen
hat, nicht ausgelegt. Insoweit kann es zum Versagen der Auffangeinrichtung kommen,
wenn Körper höheren Gewichts auf das Schutznetz treffen und dieses durch die fehlerhafte
Aufhängung beschädigt wird oder sogar abreißt. Im übrigen ist das bekannte Schutznetz
in fertigungstechnischer Hinsicht nur verhältnismäßig aufwendig herstellbar und zeichnet
sich das bekannte Schutznetz durch relativ hohen Materialaufwand aus.
[0005] Demgegenüber liegt der Erfindung das technische Problem zugrunde, ein Schutznetz
der eingangs beschriebenen Art anzugeben, das funktionssicher und unter Ausschluß
vom Montagefehlern befestigt werden kann, das sich durch eine relativ wenig aufwendige
Herstellungsweise auszeichnet und nichtsdestoweniger allen mechanischen Anforderungen
genügt.
[0006] Zur Lösung dieses technischen Problems lehrt die Erfindung ein Schutznetz zum Auffangen
von abstürzenden Personen und/oder Gegenständen bei Bau- und/oder Montagearbeiten,
- mit Netztuch aus Maschenseil mit im wesentlichen rechteckigen Maschen und im wesentlichen
geradem Maschenverlauf und einem Randseil, das von Masche zu Masche durch die Randmaschen
des Schutznetzes gezogen ist, welches Randseil zur seitlichen Befestigung des Schutznetzes
an tragfähigen Konstruktionen vorgesehen ist, wobei das den Netzrand bildende Maschenseil
jeweils mit dem Randseil über im wesentlichen den gesamten Netzrand mit Takelgarn
umtakelt ist, wobei das Randseil an den Schutznetzecken durchstichfrei mit den Eckmaschen
verbunden ist und wobei an den Schutznetzecken Randseilschlaufen ausgebildet sind,
welche Randseilschlaufen jeweils eine Seilkausche umfassen und wobei das Maschenseil
der Eckmaschen des Netztuches zusammen mit dem Randseil an der Seilkausche befestigt
ist. - Das Randseil ist bezüglich seines Nenndurchmessers und bezüglich der Mindest-Seilbruchkraft
so ausgelegt, daß es den geforderten mechanischen Belastbarkeitsparametern genügt.
Vorzugsweise beträgt die Mindest-Seilbruchkraft des Randseiles 30 kN.
[0007] Im Rahmen der Erfindung bestehen verschiedene Möglichkeiten zur weiteren Ausbildung
und Gestaltung des Schutznetzes. Vorzugsweise beträgt die Maschenweite der quadratischen
Maschen des Netztuches 45 bis 200 mm, bevorzugt 50 bis 100 mm. Zweckmäßigerweise wird
für das Netztuch geflochtenes Maschenseil aus Polyamid eingesetzt. Vorzugsweise besteht
das Netztuch aus Maschenseil mit einem Nenndurchmesser von 2,5 bis 6 mm, vorzugsweise
3,5 mm. Es liegt im Rahmen der Erfindung, daß das Netztuch geknotet oder gewebt ausgeführt
ist.
[0008] Bei dem Randseil handelt es sich vorzugsweise um ein gedrehtes Seil, das bevorzugt
aus Polyamid besteht. Nach bevorzugter Ausführungsform der Erfindung weist das Randseil
einen Randseilnenndurchmesser von 10 bis 16 mm, vorzugsweise 12 mm, auf. Erfindungsgemäß
ist der Netzrand mit dem Randseil bevorzugt über den gesamten Netzumfang mit Takelgarn
umtakelt. Das Maschenseil einer Randmasche des Netztuches und das Randseil sind dabei
mindestens 15 bis 35-mal mit Takelgarn umschlungen.
[0009] Wie oben bei der Beschreibung der bekannten Maßnahmen bereits erwähnt wurde, ist
es bislang aus dem Stand der Technik für Auffangnetze, insbesondere zum Auffangen
abstürzender Personen, lediglich bekannt, das Randseil lose durch die Randmaschen
des Schutznetzes zu ziehen, ohne daß an den Netzrändern irgendwelche weiteren Befestigungen
oder Verknotungen vorgesehen sind. Bei diesen bekannten Auffangnetzen muß das Netztuch
an den Netzrändern zusätzlich stabilisiert werden, insbesondere mit einem zusätzlichen
Einfaßseil, das wie oben beschrieben mit dem Maschenseil des Netzrandes umtakelt ist.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß das Randseil gleichsam beide Aufgaben
erfüllen kann. Einerseits kann das Schutznetz bzw. Auffangnetz mit seinem Netzrand
bzw. mit dem im Netzrand eingearbeiteten Randseil an tragfähigen Konstruktionen funktionssicher
befestigt werden. Montagefehler, die bei den eingangs erläuterten bekannten Auffangnetzen
häufig sind, sind bei dem erfindungsgemäßen Auffangnetz so gut wie ausgeschlossen.
Außerdem übernimmt das Randseil andererseits die Aufgabe der randseitigen Stabilisierung
des Netztuches und seiner Maschen bzw. des am Netzrand angeordneten Maschenseils.
Durch die Umtakelung bzw. innige und feste Verbindung des netzrandseitigen Maschenseils
mit dem Randseil wird im übrigen die mechanische Beanspruchbarkeit des Randseiles
beachtlich erhöht. Bei bekannten Schutznetzen bzw. Auffangnetzen werden üblicherweise
außer an den Schutznetzecken auch an den Netzrändern Seilschlaufen bzw. Seilkauschen
in bestimmten Abständen vorgesehen. Diese zusätzlichen Seilschlaufen bzw. Seilkauschen
sind bei dem erfindungsgemäßen Schutznetz nicht erforderlich und es reicht aus, dieses
Schutznetz mit dem Randseil an tragfähigen Konstruktionen zu befestigen. Nichtsdestoweniger
genügt das erfindungsgemäße Schutznetz allen mechanischen Anforderungen, wozu auf
die Ausführungen weiter unten verwiesen wird. Dadurch, daß lediglich ein Seil, nämlich
das Randseil in den Schutznetzrand eingearbeitet wird, ist das erfindungsgemäße Schutznetz
im Ergebnis mit geringem Aufwand herstellbar. Hierzu trägt aber auch das Merkmal bei,
wonach das Randseil an den Schutznetzecken durchstichfrei mit den Eckmaschen verbunden
ist. Dieses Merkmal meint, daß keine Durchstiche zwischen dem Maschenseil der Eckmaschen
einerseits und dem Randseil andererseits zur Verbindung der beiden Seile miteinander
verwirklicht sind. Es versteht sich, daß derartige Durchstiche und ein damit verbundenes
Durchziehen der Seile regelmäßig eine aufwendige Fertigung bedingen. Bei bekannten
Auffangnetzen ist an den Schutznetzecken das Randseil durch einen Durchstich mit der
Eckmasche verbunden. Solche aufwendigen Durchstiche sind erfindungsgemäß nicht erforderlich
und das Randseil ist daher an den Schutznetzecken durchstichfrei bezüglich der Eckmaschen
des Netztuches ausgeführt. Vorzugsweise ist auch das Randseil für sich im Bereich
der Schutznetzecken ohne Durchstich ausgeführt und ist demnach das Randseil nicht
gleichsam durch seinen eigenen Seilkörper hindurchgezogen. Zweckmäßigerweise ist also
das Randseil im Bereich der Schutznetzecken völlig durchstichfrei geführt. Nichtsdestoweniger
genügt das erfindungsgemäße Schutznetz den durch Normen vorgegebenen mechanischen
Beanspruchungen, wozu auf das Ausführungsbeispiel weiter unten verwiesen wird. Erfindungsgemäß
sind an den Schutznetzecken Randseilschlaufen ausgebildet, welche Randseilschlaufen
jeweils in eine Seilkausche einfassen. Vorzugsweise sind die Seilkauschen an den Schutznetzecken
als Metallkauschen ausgeführt. Nach bevorzugter Ausführungsform der Erfindung sind
die in den Seilkauschen angeordneten Randseilschlaufen mit Takelgarn umtakelt. Hierdurch
werden die Randseilschlaufen und die Seilkauschen besonders fest und funktionssicher
in ihrer einander zugeordneten Lage gehalten. Dazu trägt weiterhin erfindungsgemäß
bei, daß nach bevorzugter Ausführungsform das Maschenseil der Eckmaschen des Netztuches
zusammen mit dem Randseil und der Seilkausche mit einer Eckschnur kreuzweise umtakelt
sind, welche Eckschnur vorzugsweise als Hohlgeflechtsschnur ausgeführt ist.
[0010] Im Rahmen der Erfindung liegt die Größe des Schutznetzes vorzugsweise im Bereich
von 4 m x 4 m bis 20 m x 35 m, bevorzugt 5 bis 10 m x 5 bis 20 m. Dabei sind jeweils
vier Randseilschlaufen an den vier Schutznetzecken mit zugeordneten Seilkauschen,
bevorzugt Metallkauschen, vorgesehen.
[0011] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen in schematischer Darstellung
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf das erfindungsgemäße Schutznetz,
- Fig. 2
- den Ausschnitt A aus der Fig. 1 in wesentlich vergrößertem Maßstab,
- Fig. 3
- den Ausschnitt B aus der Fig. 1 in wesentlich vergrößertem Maßstab.
[0012] Fig. 1 zeigt ein Schutznetz 1 zum Auffangen von abstürzenden Personen und/oder Gegenständen
bei Bau- und/oder Montagearbeiten. Das Schutznetz 1 weist ein Netztuch 2 aus Maschenseil
3 mit im wesentlichen quadratischen Maschen und im wesentlichen geradem Maschenverlauf
auf. Es ist weiterhin ein Randseil 4 vorgesehen, das von Masche zu Masche durch die
Randmaschen 5 des Schutznetzes 1 gezogen ist, welches Randseil 4 zur seitlichen Befestigung
des Netzrandes 6 an tragfähigen Konstruktionen vorgesehen ist. Von Masche zu Masche
durch die Randmaschen 5 gezogen meint, daß das Randseil 4 abwechselnd die Randmaschenschenkel
8 überfaßt bzw. unterfaßt. Im Ausführungsbeispiel weist das Randseil 4 einen Randseilnenndurchmesser
von 12 mm auf. Das Randseil 4 kann zur seitlichen Befestigung des Netzrandes 6 beispielsweise
in entsprechende Haken eingehängt werden.
[0013] Insbesondere in den Fig. 1 und 2 ist erkennbar, daß das den Netzrand 6 bildende Maschenseil
3 jeweils mit dem Randseil 4 über im wesentlichen den gesamten Netzrand 6 mit Takelgarn
7 umtakelt ist. Dabei ist das Maschenseil 3 einer Randmasche 5 und das Randseil 4
zwischen zwei Randmaschenschenkeln 8 mindestens 15 bis 35-mal mit dem Takelgarn 7
umschlungen. In dem aufgebrochenen Ausschnitt in Fig. 2 ist angedeutet, daß das den
Netzrand 6 bildende Maschenseil 3 das Randseil 4 über die Länge des Netzrandes 6 vorzugsweise
umschlingt.
[0014] Das Randseil 4 ist an den Schutznetzecken 9 durchstichfrei, insbesondere bezüglich
der Eckmaschen 10 des Netztuches 2, ausgeführt. Dabei sind an den Schutznetzecken
9 Randseilschlaufen 11 ausgebildet, welche Randseilschlaufen 11 jeweils eine Seilkausche
12 umfassen. Im Ausführungsbeispiel sind die Seilkauschen 12 als Metallkauschen ausgeführt.
Insbesondere der Fig. 3 ist entnehmbar, daß die Eckmasche 10 des Netztuches 2 zusammen
mit dem Randseil 4 und der Seilkausche 12 mit einer als Hohlgeflechtsschnur ausgeführten
Eckschnur 13 kreuzweise umtakelt sind. Hierdurch wird eine besonders effektive und
funktionssichere Stabilisierung des Schutznetzes und insbesondere der Schutznetzecken
9 erzielt. Der Fig. 3 entnimmt man fernerhin, daß die in den Seilkauschen 12 angeordneten
Randseilschlaufen 11 mit Takelgarn 7 umtakelt sind. Dadurch wird die Randseilschlaufe
11 sowie die zugeordnete Seilkausche 12 sicher in ihrer Lage gehalten.
[0015] Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert:
Ausführungsbeispiel:
[0016] Es wurde ein Schutznetz mit einer Nenngröße von 7 m x 5 m eingesetzt, das quadratische
Maschen mit einer Maschenweite von 100 mm und im wesentlichen geraden Maschenverlauf
aufwies. Randseilschlaufen und zugeordnete Metallkauschen waren lediglich in den vier
Eckpunkten des Schutznetzes vorgesehen. Das Maschenseil des Netztuches bestand aus
Polyamid und war geflochten ausgeführt und hatte einen Nenndurchmesser von 3,5 mm.
Die lineare Bruchkraft des Maschenseiles betrug 4,9 kN, die Bruchkraft Überhandknoten
betrug 2,7 kN. Als Randseil wurde ein gedrehtes Seil eingesetzt, das als 3-schäftiges
Seil mit acht Seilgarnen je Litze ausgeführt war. Das Randseil aus Polyamid wies einen
Nenndurchmesser von 12 mm auf. Die Mindest-Seilbruchkraft des Randseiles lag oberhalb
30 kN. Es wurde ein Takelgarn aus Polypropylen eingesetzt. Die an den Schutznetzecken
vorgesehene Eckschnur war als Hohlgeflechtsschnur ausgeführt. Die Länge der doppelt
gelegten Hohlgeflechtsschnur betrug ca. 2,8 m.
[0017] Das Schutznetz wurde entsprechend den Anforderungen nach DIN 32767 (1984), Punkt
4, geprüft.
[0018] Zunächst wurde die statische Belastbarkeit nach DIN 32767 (1984), Punkt 5.4 gemessen.
Das Schutznetz wurde mit den an den Schutznetzecken angeordneten Seilkauschen aufgehängt.
Es wurde eine Vorspannkraft von 0,5 kN in den Eckpunkten aufgebracht. Die Seitenlängen
des vorgespannten Netzes betrugen 4,85 m und 4,95 m sowie 7,05 m und 7,06 m. Der Durchhang
an der tiefsten Netzstelle betrug 53 cm. Zur Prüfung der statischen Belastbarkeit
wurde eine Prüfkugel mit einer Masse von 150 kg in das Schutznetz gelegt. Bei einer
Netzbelastung von 1,5 kN zeigte sich ein Durchhang des Schutznetzes von 1,83 m. Die
vom Schutznetz aufgenommene Energie betrug 1,37 kNm. Eine an der Kugel senkrecht nach
unten wirkende Kraft wurde stufenlos mit einer Belastungsgeschwindigkeit von 100 mm/min
aufgebracht und die vom Netz aufgenommene Energie wurde laufend elektronisch ermittelt.
Bei einer Netzbelastung von 14,1 kN betrug der Durchhang des Schutznetzes 3,17 m.
Die vom Schutznetz dabei aufgenommene Energie hatte einen Wert von 8,83 kNm. Die Summe
der insgesamt vom Schutznetz aufgenommenen Energie betrug folglich 10,20 kNm. Es wurden
keine Beschädigungen an dem Schutznetz festgestellt.
[0019] Anschließend wurde die Prüfung der dynamischen Beanspruchbarkeit nach DIN 32767 (1984),
Punkt 5.1 durchgeführt. Die obengenannte Prüfkugel mit einem Gewicht von 150 kg wurde
aus einer Fallhöhe von 6,8 m mittig in das Schutznetz fallengelassen. Der Fallversuch
wurde dreimal ausgeführt. In allen drei Fallversuchen wurde die Kugel gehalten und
Beschädigungen des Schutznetzes waren nicht feststellbar. Insbesondere waren keine
sichtbaren Beschädigungen des Takelgarns, des Maschenseils und des Randseils im Bereich
der Eckmaschen zu beobachten. Der maximale Durchhang des Schutznetzes war bei allen
drei Fallversuchen kleiner als 3,75 m.
[0020] Die oben aufgezeigten Prüfungsergebnisse zeigen, daß das erfindungsgemäße Schutznetz
den durch die Normen geforderten mechanischen Beanspruchbarkeiten überraschenderweise
entspricht.
1. Schutznetz (1) zum Auffangen von abstürzenden Personen und/oder Gegenständen bei Bau-
und/oder Montagearbeiten, - mit
Netztuch (2) aus Maschenseil (3) mit im wesentlichen rechteckigen Maschen und im wesentlichen
geradem Maschenverlauf und
einem Randseil (4), das von Masche zu Masche durch die Randmaschen (5) des Schutznetzes
(1) gezogen ist, welches Randseil (4) zur seitlichen Befestigung des Schutznetzes
an tragfähigen Konstruktionen vorgesehen ist,
wobei das den Netzrand (6) bildende Maschenseil (3) jeweils mit dem Randseil (4) über
im wesentlichen den gesamten Netzrand (6) mit Takelgarn (7) umtakelt ist,
wobei das Randseil (4) an den Schutznetzecken (9) durchstichfrei mit den Eckmaschen
(10) verbunden ist und wobei an den Schutznetzecken (9) Randseilschlaufen (11) ausgebildet
sind, welche Randseilschlaufen (11) jeweils eine Seilkausche (12) umfassen
und wobei das Maschenseil (3) der Eckmaschen (10) des Netztuches (2) zusammen mit
dem Randseil (4) an der Seilkausche (12) befestigt ist.
2. Schutznetz nach Anspruch 1, wobei die Maschenweite des Netztuches (2) 45 bis 200 mm,
vorzugsweise 50 bis 100 mm beträgt.
3. Schutznetz nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei das Netztuch (2) aus Maschenseil
(3) mit einem Nenndurchmesser von 2,5 bis 6 mm, vorzugsweise 3,5 mm, besteht.
4. Schutznetz nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das Randseil (4) einen Randseilnenndurchmesser
von 10 bis 16 mm, vorzugsweise 12 mm, aufweist.
5. Schutznetz nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei das Maschenseil (3) einer Randmasche
(5) und das Randseil (4) mindestens 15 bis 35-mal mit Takelgarn (7) umschlungen sind.
6. Schutznetz nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Seilkauschen (12) als Metallkauschen
ausgeführt sind.
7. Schutznetz nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die in den Seilkauschen (12) angeordneten
Randseilschlaufen (11) mit Takelgarn (7) umtakelt sind.
8. Schutznetz nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei das Maschenseil (3) der Eckmaschen
(10) zusammen mit dem Randseil (4) und der Seilkausche (12) mit einer Eckschnur (13)
kreuzweise umtakelt sind.
9. Schutznetz nach Anspruch 8, wobei die Eckschnur (13) als Hohlgeflechtsschnur ausgeführt
ist.