[0001] Die Erfindung betrifft einen hochschäftigen Schuh, wie beispielsweise einen Bergschuh,
einen Wanderschuh, einen Golfschuh oder einen Sportschuh, umfassend einen Schaft und
eine mit dem Schaft vebundene Zunge mit einem fußinnenseitigen Rand, einem fußaußenseitigen
Rand und einem den fußinnenseitigen Rand und den fußaußenseitigen Rand verbindenden,
schienbeinnahen Rand, wobei die Zunge von einem Vorderfuß-Rist-Bereich des Schuhs
bis zumindest in einen Ristbeuge-Bereich des Schuhs reicht und in Anpassung an die
Rist-Ristbeuge-Kontur eines Fußes annähernd sattelförmig ausgebildet ist.
[0002] Ein Schuh dieser Art ist aus der DE-U-87 14 500 bekannt.
[0003] Bei einem solchen Schuh tritt häufig das Problem auf, daß die Zunge nach einiger
Tragzeit seitlich verrutscht, und zwar regelmäßig zur Fußaußenseite hin. Besonders
bei Schuhen für sportive Freizeitaktivitäten, etwa Wanderschuhen, Trekkingschuhen
oder Sportschuhen, bei denen der Fuß häufig und stark bewegt wird und entsprechend
stark an dem Schuh reibt, können schmerzhafte Druckstellen oder Abschürfungen die
Folge sein, wenn sich die Zunge nicht in ihrer korrekten Stellung relativ zu dem Fuß
befindet. Eine Ursache für das Verrutschen ist, daß Zungen üblicherweise eine Vorformung
besitzen, die sogenannte "Sprengung". Sie werden dabei entlang der Fuß- und gegebenenfalls
der Unterschenkelkontur vorgebogen. Je nach Material und Aufbau der Zunge kann diese
Sprengung auf verschiedene Weise erreicht werden. So können beispielsweise mehrlagige
Zungen aus Textil- oder/und Ledermaterialien ihre Vorformung dadurch erhalten, daß
die einzelnen, nicht vorgeformten Materiallagen der Zunge in der gewünschten Form
übereinander gelegt werden und durch geeignete Vernähung oder Verklebung der Materiallagen
miteinander eine bleibende Vorformung erzielt wird. Werden Kunststoffteile aus flexiblem
Kunststoffmaterial für die Zunge verwendet, so können diese Kunststoffteile bereits
in der gewünschten Form hergestellt, etwa gespritzt, werden. Denkbar ist es auch,
eine Zunge in ihre gewünschte Form zu pressen. Wird nun beim Gehen der Vorderfuß zum
Schienbein hin angewinkelt, wird die Zunge im Ristbeuge-Bereich entsprechend stark
abgebogen. Dabei versucht die Zunge, dem nach vorn drückenden Unterschenkel auszuweichen
und ihre vorgeformte Stellung beizubehalten. Die Folge ist, daß sie zur Seite hin
ausweicht. Daß dies meist die Außenseite des Fußes ist, hängt mit den anatomischen
Unterschieden zwischen der Fußaußenseite und der Fußinnenseite zusammen, wobei diese
anatomischen Unterschiede bei der Vorformung der Zunge im Regelfall nicht berücksichtigt
werden und ihr stattdessen im Querschnitt quer über den Rist hinweg betrachtet eine
symmetrische Form verliehen wird.
[0004] Besonders schmerzhaft kann das Verrutschen der Zunge bei knöchelhohen oder schienbeinhohen
Schuhen oder Stiefeln mit einer Zunge sein, die über den Ristbeuge-Bereich des Schuhs
hinwegreicht, da die Zunge dann leicht über einen Knöchel, insbesondere den Außenknöchel,
rutschen kann, wo sich Abschürfungen oder Druckstellen besonders schmerzhaft bemerkbar
machen und den Tragekomfort des Schuhs erheblich beeinträchtigen.
[0005] Der Erfindung liegt demnach das technische Problem zugrunde, bei einem Schuh der
eingangs bezeichneten Art den Tragekomfort zu erhöhen.
[0006] Zur Lösung dieser Problemstellung wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß die Zunge
in dem Ristbeuge-Bereich des Schuhs mindestens eine, verglichen mitangrenzenden Zungenbereichen
biegeweichere, insbesondere flächige Flexibilisierungszone aufweist.
[0007] Es hat sich gezeigt, daß bei einem solchen Schuh die Tendenz der Zunge, seitlich
zu verrutschen, erheblich reduziert ist, und zwar selbst dann, wenn der Schuh für
besonders bewegungsintensive Aktivitäten wie Wandern oder Laufen benutzt wird. Dies
erhöht den Tragekomfort des Schuhs und vermeidet schmerzhafte Abschürfungen oder Druckstellen
am Fuß. Die verbesserte Lagestabilität der Zunge wird dabei auch bei sehr schlanken
Füßen erreicht, bei denen die Verrutschungsgefahr der Zunge allgemein eher groß ist.
Durch die Flexibilisierungszone setzt die Zunge bei einer Gehbewegung dem nach vorn
drückenden Unterschenkel einen geringeren Biegewiderstand entgegen. So kann sie dem
Unterschenkel nach vorn folgen, ohne zur Seite auszuweichen. Dabei bleibt ihre Anschmiegung
an den Fuß und gegebenenfalls an den Unterschenkel - sofern die Zunge so weit reicht
- während des gesamten Bewegungsablaufs erhalten. Von besonderem Vorteil ist, daß
diese Anschmiegung auch bei solchen Bewegungsabläufen erhalten bleiben kann, bei denen
sich der Unterschenkel gegenüber dem Fuß nach hinten neigt, wie dies beispielsweise
beim Bergabgehen der Fall ist. Während sich bei herkömmlichen Schuhen der Kontakt
zwischen Unterschenkel und Zunge dabei erheblich lockert, so daß die Zunge ohne größeres
Hindernis auf eine Seite verrutschen kann, ermöglicht die Flexibilisierungszone bei
der erfindungsgemäßen Lösung, daß die Zunge in ständigem Kontakt mit dem Unterschenkel
bleibt und so den Fuß in dem Schuh stabilisiert. Die Zunge kann so alle Deformationen
ohne größeren Widerstand mitmachen, die bei Vor- und Rücklagebewegungen des Unterschenkels
gegenüber dem Fuß auftreten.
[0008] Insbesondere bei knöchelhohen Schuhen ist es zur Stabilisierung des Fußes im Oberrandbereich
des Schuhs zweckmäßig, wenn die Flexibilisierungszone im Abstand von dem schienbeinnahen
Rand der Zunge angeordnet ist und die Zunge zu ihrem schienbeinnahen Rand hin durch
eine, verglichen mit der Flexibilisierungszone biegesteifere, schienbeinnahe Randzone
abgeschlossen ist.
[0009] Bei einer bevorzugten Weiterbildung erstreckt sich die Flexibilisierungszone nur
über einen Teil der Breite der Zunge zwischen dem fußinnenseitigen und dem fußaußenseitigen
Zungenrand. Es ist dann sichergestellt, daß ein über der Flexibilisierungszone zum
Schienbein hin liegender Zungenbereich und ein unterhalb der Flexibilisierungszone
zum Vorderfuß hin liegender Zungenbereich über einen von der Flexibilisierungszone
frei gelassenen, biegesteiferen Verbindungssteg miteinander verbunden sind, so daß
die Form der Zunge insgesamt erhalten bleibt und die beiden genannten Zungenbereiche
nicht relativ zueinander wackeln.
[0010] Die bei bekannten Zungenkonstruktionen festzustellende Tendenz, speziell zur Fußaußenseite
zu verrutschen, beruht wesentlich auf der asymmetrischen Anatomie des menschlichen
Fußes. Um dieser Tendenz entgegenzuwirken, empfiehlt es sich, auch die Zunge asymmetrisch
auszugestalten. Es wird daher weiter vorgeschlagen, daß die Flexibilisierungszone
asymmetrisch bezüglich einer mittig zwischen dem fußinnenseitigen und dem fußaußenseitigen
Rand der Zunge verlaufenden Zungenmittellinie ausgebildet ist. Bei einer Zunge, die
sich nur über einen Teil der Zungenbreite erstreckt, kann diese Asymmetrie insbesondere
darin bestehen, daß die Flexibilisierungszone bezüglich der Zungenmittellinie zu dem
fußinnenseitigen Rand der Zunge hin versetzt ist. Es hat sich nämlich gezeigt, daß
die lagestabilisierende Wirkung der Flexibilisierungszone auf die Zunge besonders
dann eintritt, wenn die Biegesteifheit im fußinnenseitigen Bereich der Zunge herabgesetzt
wird. Anatomisch bedingt, treten nämlich in der Ristbeuge bei einer Gehbewegung auf
der Fußinnenseite stärkere Deformationen der Zunge auf als auf der Fußaußenseite.
Die Flexibilisierungszone kann daher auch zu dem fußaußenseitigen Rand der Zunge hin
zunehmend schmäler werden.
[0011] Aus den zuvor genannten Gründen reicht die Flexibilisierungszone bevorzugt bis zu
dem fußinnenseitigen Rand der Zunge. Gleichfalls wird die Flexibilisierungszone zweckmäßigerweise
im Abstand von dem fußaußenseitigen Rand der Zunge enden, wobei es sich jedoch als
günstig erwiesen hat, wenn sie zumindest über den Ristscheitel hinweg reicht. Eine
zusätzliche Stabilisierung der Zunge kann dann dadurch erreicht werden, daß die Zunge
an ihrem fußaußenseitigen Rand zumindest in einem der Flexibilisierungszone gegenüberliegenden
Bereich eine Randversteifung aufweist. Eine solche Randversteifung erweist sich insbesondere
als zweckmäßig, wenn die Flexibilisierungszone bis nahe an den fußaußenseitigen Zungenrand
heranreicht.
[0012] Es ist denkbar, daß die Zunge im Abstand von der Flexibilisierungszone mindestens
eine weitere Flexibilisierzungszone aufweist. Durch mehrere Flexibilisierungszonen
kann eine optimale Anpassung der Zunge an die beim Gehen auftretenden Deformationen
erreicht werden. Besonders gute Ergebnisse stellen sich ein, wenn die weitere Flexibilisierungszone
bezüglich der erstgenannten Flexibilisierungszone zu dem fußaußenseitigen Rand der
Zunge hin versetzt ist. Wenn die weitere Flexibilisierungszone bis zu dem fußaußenseitigen
Rand der Zunge reicht, empfiehlt es sich darüber hinaus, diese weitere Flexibilisierungszone
bezüglich der erstgenannten Flexibilisierungszone von dem schienbeinnahen Zungenrand
weg versetzt anzuordnen. Hierdurch kann eine Anpassung an die bezüglich des Innenknöchels
tiefere Lage des Außenknöchels bei einem menschlichen Fuß erreicht werden.
[0013] Die Flexibilisierungszone kann einstückig mit zumindest einem Teil des Zungenmaterials
hergestellt sein. Sie kann durch Materialschwächung mindestens eines Teils des Zungenmaterials
hergestellt sein, beispielsweise dadurch, daß bei einer Lederzunge durch nachträgliches
Abschaben lokale Materialschwächungen herbeigeführt werden, oder bei spritzgußtechnisch
hergestellten Kunststoffzungen solche materialgeschwächten Bereiche beim Spritzen
eingeformt werden. Häufig besitzt die Zunge einen mehrschichtigen Aufbau, beispielsweise
mit einer dampfdurchlässigen Innenschicht, einer Polsterungsschicht und einer feuchtigkeitsabweisenden
Außenschicht. Bei einer solchen mehrschichtig aufgebauten Zunge kann zur Bildung der
Flexibilisierungszone mindestens eine der Schichten der Zunge im Bereich der Flexibilisierungszone
ausgespart sein, wobei dies zweckmäßigerweise die Polsterungsschicht sein wird.
[0014] Alternativ ist es denkbar, daß zur Bildung der Flexibilisierungszone ein gesondert
hergestellter Flexibilisierungseinsatz in eine Aussparung der Zunge eingesetzt und
dort mit der Zunge verbunden ist. Ein solcher gesonderter Flexibilisierungseinsatz
kann optimal im Hinblick auf eine gewünschte Biegeweichheit ausgestaltet werden und
z.B. durch Vernähen oder Verkleben mit der Zunge verbunden werden. Der Flexibilisierungseinsatz
kann seinerseits einen einschichtigen oder mehrschichtigen Aufbau besitzen, wobei
es denkbar ist, daß der Flexibilisierungseinsatz auf der Innenseite oder/und der Außenseite
der Zunge durch eine Deckmaterialschicht überdeckt ist, um zum einen den optischen
Eindruck zu verbessern und zum anderen Nähte oder Klebstellen abzudecken.
[0015] Eine weitere Anpassung an die asymmetrische Anatomie des menschlichen Fußes kann
dadurch erreicht werden, daß die Zunge zumindest in einem Vorderfuß-Rist-Bereich bei
Betrachtung in einem vom fußinnenseitigen zum fußaußenseitigen Zungenrand verlaufenden
Querschnitt Bereiche unterschiedlicher Zungendicke aufweist. Auch hierdurch kann die
Tendenz der Zunge zum seitlichen Verrutschen verringert oder sogar beseitigt werden.
Wenn man bedenkt, daß bei einem menschlichen Fuß der Rist vom Ristscheitel zur Fußaußenseite
hin flacher als zur Fußinnenseite hin abfällt, empfiehlt es sich insbesondere, daß
die mittlere Zungendicke bezüglich des Ristscheitels des Fußes zum fußaußenseitigen
Zungenrand hin größer ist als zum fußinnenseitigen Zungenrand hin. Zweckmäßigerweise
kann die unterschiedliche Zungendicke dabei im wesentlichen auf einer unterschiedlichen
Stärke einer Zungenpolsterung beruhen.
[0016] Bei mindestens knöchelhohen Schuhen, bei denen sich die Zunge mit ihrem schienbeinnahen
Rand über einen Knöchelbereich des Schuhs erhebt, kann die Gefahr von Druckstellen
oder Hautabschürfungen weiter dadurch reduziert werden, daß die Zunge an ihrem fußinnenseitigen
oder/und ihrem fußaußenseitigen Rand eine Knöchelaussparung aufweist, deren Kontur
zumindest teilweise um den Innen- bzw. Außenknöchel eines in den Schuh eingesetzten
Fußes verläuft. Durch solche Knöchelaussparungen wird einerseits eine zusätzliche
Lagefixierung der Zunge relativ zu dem Fußknöcheln erreicht, andererseits sichergestellt,
daß auch bei leichtem Verrutschen der Zunge diese sich nicht über einen der Fußknöchel
schiebt und schmerzhafte Wundstellen am Fuß verursacht.
[0017] Die Erfindung wird im folgenden anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert.
Es stellen dar:
- Fig. 1
- eine Perspektivansicht eines erfindungsgemäßen Schuhs;
- Fig. 2
- bei einem ersten Ausführungsbeispiel einen Schnitt längs der Linie A - A der Fig.
1;
- Fig. 3
- bei einem zweiten Ausführungsbeispiel einen Schnitt längs der Linie A - A der Fig.
1;
- Fig. 4
- bei einem dritten Ausführungsbeispiel einen Schnitt längs der Linie A - A der Fig.
1;
- Fig. 5
- eine geschnittene Perspektivansicht eines vierten Ausführungsbeispiels der Erfindung,
- Fig. 6
- eine Schuhzunge bei einem fünften Ausführungsbeispiel der Erfindung; und
- Fig. 7
- eine Schuhzunge bei einem sechsten Ausführungsbeispiel der Erfindung.
[0018] In Fig. 1 ist ein Schuh mit 1 bezeichnet. Dieser Schuh umfaßt einen mit einer Sohle
3 verbundenen Schaft 5, der mit einer Zunge 7 verbunden ist. Die Zunge 7 kann einstückig
von dem Material des Schafts 5 freigeschnitten sein, aber auch als gesondertes Teil
hergestellt und mit dem Schaft vernäht oder in sonstiger Weise verbunden sein. Die
Zunge 7 kann auch als sogenannte Beutelzunge ausgebildet sein, bei der sie an ihren
seitlichen Rändern durch einen Zungenbeutel an den Schaft 5 angeschlossen ist. Durch
Ösen 9 ist eine Verschnürung angedeutet.
[0019] Der Schuh 1 ist in Fig. 1 als knöchelhoher Schuh dargestellt. Die Zunge 7 erstreckt
sich von einem Vorderfuß-Rist-Bereich 11 des Schuhs 1 über einen Ristbeuge-Bereich
13 des Schuhs 1 hinaus bis in einen schienbeinnahen Schuhbereich 15. Sie besitzt einen
fußinnenseitigen Rand 17, einen fußaußenseitigen Rand 19 sowie einen schienbeinnahen
Rand 21, der den fußinnenseitigen Rand 17 und den fußaußenseitigen Rand 19 miteinander
verbindet. In Fig. 1 ist gut zu erkennen, daß die Zunge 7 der Rist- und Unterschenkelkontur
eines in den Schuh 1 eingesetzten Fußes entsprechend annähernd sattelförmig gekrümmt
ist.
[0020] Im Ristbeuge-Bereich 13, also dort, wo beim Gehen die stärkste Deformation des Schuhmaterials
auftritt, schließt an den fußinnenseitigen Rand 17 der Zunge 7 eine Flexibilisierungszone
23 an, deren Biegesteifigkeit gegenüber den übrigen Zungenbereichen herabgesetzt ist.
Die Flexibilisierungszone 23 erstreckt sich bevorzugt zumindest über den Ristscheitel
hinweg, wobei sie vom fußinnenseitigen Zungenrand 17 zum fußaußenseitigen Zungenrand
19 hin zunehmend schmäler wird. Sie endet jedoch vor dem fußaußenseitigen Zungenrand
19, so daß zwischen dem fußaußenseitigen Rand 19 und der Flexibilisierungszone 23
ein Steg des biegesteiferen Zungenmaterials bleibt, der die Zunge 7 in sich stabilisiert.
Dies hat den Vorteil, daß ein oberhalb der Flexibilisierungszone 23 bis zu einer Einstiegsöffnung
25 des Schuhs 1 verlaufender, schienbeinnaher Zungenrandbereich 27 nicht gegenüber
einem unterhalb der Flexibilisierungszone 23 an diese anschließenden, vorderfußnahen
Zungenbereich 29 wackelt.
[0021] In Fig. 2 erkennt man einen Schnitt durch die Zunge 7, die einen mehrschichtigen
Aufbau mit einer Außenschicht 31, einer Innenschicht 33 und einer zwischen der Außen-
und der Innenschicht 31, 33 liegenden Polsterungsschicht 35 besitzt. Die Polsterungsschicht
35 kann von einem weichen Textilmaterial mit Polsterungseigenschaften gebildet sein.
Die Zunge 7 kann im Bereich der Polsterungsschicht 35 aber auch ausgeschäumt sein.
Die innenseitige Schicht 33 kann aus hautfreundlichem, dampfdurchlässigen Material
bestehen. Für die Außenschicht 31 bieten sich alle in der Schuhindustrie als Obermaterial
verwendeten Materialien an, also Leder, Kunstleder, Textilmaterialien, Kunststoff
und unter Umständen auch Metall. Eine Schicht der Zunge 7 kann auch von einer dampfdurchlässigen,
feuchtigkeitsdichten Membran gebildet sein, etwa einer unter dem Handelsnamen "Goretex"
bekannten Membran.
[0022] Im Bereich der Flexibilisierungszone 23 ist die Polsterungsschicht 35 ausgespart.
Dies hat neben einer reduzierten Zungendicke eine verringerte Biegesteifigkeit der
Zunge 7 im Bereich der Flexibilisierungszone 23 zur Folge. Man erkennt, daß die Flexibilisierungszone
23 keinen scharfen Übergang zu den angrenzenden Zungenbereichen bildet, sondern durch
eine stetige Dickenreduzierung der Polsterungsschicht 35 einen fließenden Übergang
zu den angrenzenden Zungenbereichen bilden kann. Dies ist auch der Grund, weshalb
die Flexibilisierungszone 23 in Fig. 1 nur gestrichelt angedeutet ist.
[0023] In den Fig. 3 bis 7 sind gleiche oder gleichwirkende Komponenten mit gleichen Bezugszeichen
versehen wie in den Fig. 1 und 2, jedoch ergänzt durch einen Kleinbuchstaben als Index.
[0024] In Fig. 3 ist eine Zunge 7
a gezeigt, deren einzige Materialschicht 37
a in einer Flexibilisierungszone 23
a geschwächt ist. Für das Beispiel einer Lederzunge 7
a kann diese Materialschwächung durch nachträgliches Abschaben des Ledermaterials im
Bereich der Flexibilisierungszone 23
a hergestellt werden.
[0025] Kunststoffzungen können bereits in der in Fig. 3 dargestellten Form gespritzt werden.
Es ist zu beachten, daß eine Materialschwächung, wie sie in Fig. 3 dargestellt ist,
und die Aussparung einer Zungenschicht, wie sie in Fig. 2 dargestellt ist, ohne weiteres
miteinander kombiniert werden können.
[0026] Fig. 4 zeigt eine Zunge 7
b, die im Bereich einer Flexibilisierungszone 23
b eine der Größe dieser Flexibilisierungszone 23
b entsprechende Aussparung 39
b aufweist. Diese Aussparung 39
b ist durch einen mit der Zunge 7
b verbundenen Flexibilisierungseinsatz 41
b verbunden. Für Textil- oder Ledermaterialien der Zunge 7
b und des Flexibilisierungseinsatzes 41
b kann die Verbindung durch Vernähen erfolgen, wie dies in Fig. 4 dargestellt ist.
Denkbare andere Verbindungsmöglichkeiten sind Verkleben oder auch Vernieten. Der Flexibilisierungseinsatz
41
b ist aus einem gegenüber dem Material der Zunge 7
b biegeweicheren Material hergestellt, so daß sich auch bei diesem Ausführungsbeispiel
die gewünschte erhöhte Flexibilität der Zunge 7
b im Ristbeuge-Bereich einstellt.
[0027] Fig. 5 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer mehrschichtig aufgebauten Zunge 7
c, die eine Polsterungsschicht 35
c besitzt, deren Schichtdicke zumindest in einem vorderfußnahen oder ristnahen Zungenbereich,
gewünschtenfalls auch in einem ristbeugenahen Zungenbereich zwischen dem fußinnenseitigen
Zungenrand 17
c und dem fußaußenseitigen Zungenrand 19
c nicht konstant ist. Man erkennt, daß die Dicke der Polsterungsschicht 35
c vom fußinnenseitigen Zungenrand 17
c zunächst kontinuierlich zunimmt, bis sie jenseits des Ristscheitels 43
c eines Fußes 45
c einen Maximalwert erreicht. Der Ort dieses Maximalwerts liegt relativ nahe bei dem
fußaußenseitigen Rand 19
c der Zunge 7
c, so daß sich in dem vom Ristscheitel 43
c zur Außenseite des Fußes 45
c abfallenden Zungenbereich eine deutlich dickere Polsterung befindet als in dem vom
Ristscheitel 43
c zur Innenseite des Fußes 45
c abfallenden Bereich. Auf diese Weise wird die in Fig. 5 gut erkennbare, anatomische
Asymmetrie des Fußes 45
c zwischen dessen Innenseite und dessen Außenseite ausgeglichen. Die asymmetrische
Polsterung der Zunge 7
c wirkt der Tendenz der Zunge 7
c entgegen, zur Außenseite des Fußes 45
c zu verrutschen.
[0028] Des weiteren erkennt man in Fig. 5 Knöchelaussparungen 47
c am fußinnenseitigen Zungenrand 17
c und am fußaußenseitigen Zungenrand 19
c der über die Fußknöchel 49
c des Fußes 45
c sich erhebenden Zunge 7
c. Die Knöchelaussparungen 47
c legen die Fußknöchel 49
c frei, so daß hier die Gefahr von Wundstellen vermieden ist, die durch Reiben der
Zunge 7
c an den Fußknöcheln 49
c entstehen können.
[0029] Fig. 6 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Zunge 7
d, die in ihrem Ristbeuge-Bereich zwei Flexibilisierungszonen 23
d und 23'
d aufweist. Die Flexibilisierungszone 23
d reicht wie bei den Ausführungsbeispielen der Fig. 1 bis 5 bis zum fußinnenseitigen
Rand 17
d der Zunge 7
d und endet im Abstand von dem fußaußenseitigen Zungenrand 19
d. Dagegen schließt die Flexibilisierungszone 23'
d an den fußaußenseitigen Zungenrand 19
d an. Auch sie erstreckt sich nur über einen Teil der Breite der Zunge 7
d und endet im Abstand von dem fußinnenseitigen Zungenrand 17
d. Analog zur Flexibilisierungszone 23
d wird die Flexibilisierungszone 23'
d zum fußinnenseitigen Zungenrand 17
d hin schmäler. In Querrichtung der Zunge 7
d, also vom fußinnenseitigen Zungenrand 17
d zum fußaußenseitigen Zungenrand 19
d, überlappen die beiden Flexibilisierungszonen 23
d, 23'
d bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 6 nicht. Es ist aber auch denkbar, daß sie in
Zungenquerrichtung einander überlappen. Deutlich zu erkennen ist, daß die Flexibilisierungszone
23'
d weiter vom schienbeinnahen Zungenrand 21
d entfernt ist als die Flexibilisierungszone 23
d. Dies hängt mit den anatomischen Gegebenheiten des menschlichen Fußes zusammen, bei
dem der Innenknöchel und der Außenknöchel auf unterschiedlicher Höhe liegen. Man erkennt
ferner, daß die Flexibilisierungszonen 23
d, 23'
d im Bereich von Knöchelaussparungen 47
d liegen, die - wie bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 5 - der Zunge 7
d an ihrem fußinnenseitigen Rand 17
d und ihrem fußaußenseitigen Rand 19
d einen den Fußknöcheln angepaßten Konturverlauf verleihen.
[0030] Fig. 7 schließlich zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Zunge 7
e, die eine sich vom fußinnenseitigen Zungenrand 17
e bis nahe an den fußaußenseitigen Zungenrand 19
e erstreckende Flexibilisierungszone 23
e aufweist. Um hier eine ausreichend steife Verbindung des schienbeinnahen Zungenrandbereichs
27
e mit dem vorderfußnahen Zungenbereich 29
e zu gewährleisten, ist am fußaußenseitigen Zungenrand 19
e ein Randversteifung 51
e vorgesehen, die beispielsweise von einem aufgenähten Randstreifen gebildet sein kann.
Denkbar ist auch, in die Zunge 7
e eine versteifende Randleiste aus Kunststoff oder Metall einzuarbeiten. Die Randverstärkung
51
e verläuft zumindest in einem der Flexibilisierungszone 23
e gegenüberliegenden Teilbereich des fußaußenseitigen Zungenrands 19
e. Ihre Biegesteifigkeit sollte so bemessen sein, daß sich die Biegesteifigkeit der
Zunge 7
e im Ristbeuge-Bereich nicht wesentlich erhöht, sondern lediglich ein stabilisierender
Effekt zwischen dem schienbeinnahen Zungenrandbereich 27
e und dem vorderfußnahen Zungenbereich 29
e erzielt wird.
[0031] Die erfindungsgemäße Zungenkonstruktion ist auch bei Schuhen mit einem Außenschuh
und einem in den Außenschuh einsetzbaren Innenschuh oder einem in den Außenschuh einsetzbaren
Futter anwendbar, und zwar sowohl bei dem Außenschuh als auch bei dem Innenschuh und
dem Futter.
1. Hochschäftiger Schuh wie Bergschuh, Wanderschuh, Golfschuh, Sportschuh o. dgl., umfassend
einen Schaft (5) und eine mit dem Schaft (5) verbundene Zunge (7) mit einem fußinnenseitigen
Rand (17), einem fußaußenseitigen Rand (19) und einem den fußinnenseitigen (17) und
den fußaußenseitigen Rand (19) verbindenden, schienbeinnahen Rand (21), wobei die
Zunge (7) von einem Vorderfuß-Rist-Bereich (11) des Schuhs bis zumindest in einen
Ristbeuge-Bereich (13) des Schuhs reicht und in Anpassung an die Rist-Ristbeuge-Kontur
eines Fußes annähernd sattelförmig ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Zunge (7) in dem Ristbeuge-Bereich (13) des Schuhs mindestens eine, verglichen
mit angrenzenden Zungenbereichen biegeweichere, insbesondere flächige Flexibilisierungszone
(23) aufweist.
2. Schuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Flexibilisierungszone (23) im Abstand von dem schienbeinnahen Rand (21) der Zunge
(7) angeordnet ist und die Zunge (7) zu ihrem schienbeinnahen Rand (21) hin durch
eine, verglichen mit der Flexibilisierungszone (23) biegesteifere, schienbeinnahe
Randzone (27) abgeschlossen ist.
3. Schuh nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Flexibilisierungszone (23) nur über einen Teil der Breite der Zunge (7)
zwischen dem fußinnenseitigen (17) und dem fußaußenseitigen Zungenrand (19) erstreckt.
4. Schuh nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Flexibilisierungszone (23) asymmetrisch bezüglich einer mittig zwischen dem fußinnenseitigen
(17) und dem fußaußenseitigen Rand (19) der Zunge (7) verlaufenden Zungenmittellinie
ausgebildet ist.
5. Schuh nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Flexibilisierungszone (23) bezüglich der Zungenmittellinie zu dem fußinnenseitigen
Rand (17) der Zunge (7) hin versetzt ist.
6. Schuh nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Flexibilisierungszone (23) zu dem fußaußenseitigen Rand (19) der Zunge (7) hin
zunehmend schmäler wird.
7. Schuh nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Flexibilisierungszone (23) bis zu dem fußinnenseitigen Rand (17) der Zunge (7)
reicht.
8. Schuch nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Flexibilisierungszone (23) im Abstand von dem fußaußenseitigen Rand (19) der
Zunge (7) endet.
9. Schuh nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Zunge (7e) an ihrem fußaußenseitigen Rand (19e) zumindest in einem der Flexibilisierungszone (23e) gegenüberliegenden Bereich eine Randversteifung (51e) aufweist.
10. Schuh nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Zunge (7d) im Abstand von der Flexibilisierungszone (23d) mindestens eine weitere Flexibilisierungszone (23'd) aufweist, die bezüglich der erstgenannten Flexibilisierungszone (23d) zu dem fußaußenseitigen Rand (19d) der Zunge (7d) hin versetzt ist.
11. Schuh nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die weitere Flexibilisierungszone (23'd) bis zu dem fußaußenseitigen Rand (19d) der Zunge (7d) reicht und bezüglich der erstgenannten Flexibilisierungszone (23d) von dem schienbeinnahen Zungenrand (21d) weg versetzt ist.
12. Schuh nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Flexibilisierungszone (23) einstückig mit zumindest einem Teil (31, 33) des Zungenmaterials
hergestellt ist.
13. Schuh nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Flexibilisierungszone (23a) durch Materialschwächung mindestens eines Teils (37a) des Zungenmaterials hergestellt ist.
14. Schuh nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Zunge (7) einen mehrschichtigen Aufbau besitzt und mindestens eine (35) der Schichten
der Zunge (31, 33, 35), insbesondere eine Polsterungsschicht (35), im Bereich der
Flexibilisierungszone (23) ausgespart ist.
15. Schuh nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bildung der Flexibilisierungszone (23b) ein gesondert hergestellter Flexibilisierungseinsatz (41b) in eine Aussparung (39b) der Zunge (7b) eingesetzt und dort mit der Zunge (7b) verbunden ist.
16. Schuh nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Zunge (7c) zumindest in einem Vorderfuß-Rist-Bereich (11c) bei Betrachtung in einem vom fußinnenseitigen (17c) zum fußaußenseitigen Zungenrand (19c) verlaufenden Querschnitt Bereiche unterschiedlicher Zungendicke aufweist.
17. Schuh nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die mittlere Zungendicke bezüglich des Ristscheitels (43c) eines Fußes (45c) zum fußaußenseitigen Zungenrand (19c) hin größer ist als zum fußinnenseitigen Zungenrand (17c) hin.
18. Schuh nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß die unterschiedliche Zungendicke im wesentlichen auf einer unterschiedlichen Stärke
einer Zungenpolsterung (35c) beruht.
19. Schuh nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Zunge (7c) mit ihrem schienbeinnahen Rand (21c) über einen Knöchelbereich des Schuhs erhebt und an ihrem fußinnenseitigen (17c) oder/und ihrem fußaußenseitigen (19c) Rand eine Knöchelaussparung (47c) aufweist, deren Kontur zumindest teilweise um den Innen- bzw. Außenknöchel (49c) eines in den Schuh eingesetzten Fußes (45c) herum verläuft.
1. A shoe having a high upper such as a mountaineering boot, walking boot, golf shoe,
sports shoe or the like, comprising an upper (5) and a tongue (7) connected to the
upper (5) and having a foot-inside edge (17), a foot-outside edge (19) and an edge
(21) close to the shin and connecting the foot-inside edge (17) and the foot-outside
edge (19), the tongue (7) extending from a forefoot-instep region (11) of the shoe
to at least an ankle-flexure region (13) of the shoe and being formed substantially
in a saddle shape for adaptation to the instep-ankle-flexure contour of a foot, characterised in that the tongue (7) comprises, in the ankle-flexure region (13) of the shoe, at least
one, in particular flat, flexing zone (23) which is flexurally softer than adjacent
tongue portions.
2. A shoe according to claim 1, characterised in that the flexing zone (23) is spaced from the edge (21) close to the shin of the tongue
(7), and the tongue (7), at its edge (21) close to the shin, is terminated by an edge
zone (27) which is flexurally stronger than the flexing zone (23).
3. A shoe according to claim 1 or 2, characterised in that the flexing zone (23) extends only over a part of the width of the tongue (7) between
the foot-inside edge (17) and the foot-outside edge (19).
4. A shoe according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the flexing zone (23) is formed asymmetrically with respect to a centre line of the
tongue extending midway between the foot-inside edge (17) and the foot-outside edge
(19) of the tongue (7).
5. A shoe according to claims 3 and 4, characterised in that the flexing zone (23) is offset with respect to the centre line of the tongue toward
the foot-inside edge (17) of the tongue (7).
6. A shoe according to claim 4 or 5, characterised in that the flexing zone (23) narrows toward the foot-outside edge (19) of the tongue (7).
7. A shoe according to any one of claims 1 to 6, characterised in that the flexing zone (23) extends to the foot-inside edge (17) of the tongue (7).
8. A shoe according to any one of claims 1 to 7, characterised in that the flexing zone (23) terminates at a distance from the foot-outside edge (19) of
the tongue (7).
9. A shoe according to claim 8, characterised in that the tongue (7e) comprises, at its foot-outside edge (19e), an edge reinforcing structure (51e) extending at least over a region opposing the flexing zone (23e) .
10. A shoe according to claim 8 or 9, characterised in that the tongue (7d) comprises at least one further flexing zone (23'd) spaced from the flexing zone (23d) , the further flexing zone (23d) being offset toward the foot-outside edge (19d) of the tongue (7d) with respect to the first mentioned flexing zone (23d).
11. A shoe according to claim 10, characterised in that the further flexing zone (23'd) extends to the foot-outside edge (19d) of the tongue (7d) and is offset away from the edge (21d) of the tongue close to the shin with respect to the first mentioned flexing zone
(23d) .
12. A shoe according to claims 1 to 11, characterised in that the flexing zone (23) is made integral with at least a part (31, 33) of the material
of the tongue.
13. A shoe according to claim 12, characterised in that the flexing zone (23a) is made by material attenuation of at least a part (37a) of the material of the tongue.
14. A shoe according to claim 12 or 13, characterised in that the tongue (7) has a multi-layer structure and in that at least one (35) of the layers of the tongue (31, 33, 35), in particular a padded
layer (35), is recessed in the region of the flexing zone (23).
15. A shoe according to any one of claims 1 to 11, characterised in that the flexing zone (23b) is formed of an flexing insert member (41b) which is made separately, the flexing insert member being inserted in a recess (39b) of the tongue (7b) and connected thereto.
16. A shoe according to any one of claims 1 to 15, characterised in that the tongue (7c) - when viewed along a cross-section extending from the foot-inside edge (17c) to the foot-outside edge (19c) - comprises regions of different tongue thickness at least in a forefoot-instep
region (11c).
17. A shoe according to claim 16, characterised in that the mean thickness of the tongue with respect to the instep apex (43C) of a foot (45c) is greater toward the foot-outside tongue edge (19c) than toward the foot-inside tongue edge (17c).
18. A shoe according to claim 16 or 17, characterised in that the varying thickness of the tongue is substantially based on a varying thickness
of a tongue padding (35c).
19. A shoe according to any one of claims 1 to 18, characterised in that the tongue (7c), with its edge (21c) close to the shin, is elevated above an ankle region of the shoe and on the foot-inside
(17c) and/or the foot-outside (19c) edge of the tongue has an ankle recess (47c), the contour of which extends at least partially around the inner or outer ankle
(49c) of a foot (45c) inserted into the shoe.
1. Chaussure haute, comme une chaussure de montagne, une chaussure de randonnée, une
chaussure de golf, une chaussure de sport ou analogue, comprenant une tige (5) et
une languette (7) reliée à la tige (5) avec un bord (17) du côté intérieur du pied,
un bord (19) du côté extérieur de pied et un bord (21) du côté du tibia reliant le
bord (17) côté intérieur de pied et le bord (19) côté extérieur de pied, la languette
(7) allant d'une zone de coup de pied antérieure (21) de la chaussure à une zone de
pli du coup de pied (13) de la chaussure, et ladite chaussure est conformée de manière
adaptée au contour du coup de pied d'un pied, approximativement en forme de selle,
caractérisée en ce que la languette (7) présente dans la zone de pli de coup de pied (13) de la chaussure
au moins une zone de flexibilisation (23) plus souple que les parties voisines de
la languette, en particulier plate.
2. Chaussure selon la revendication 1, caractérisée en ce que la zone de flexibilisation (23) est placée à distance du bord côté tibia (21) de
la languette (7) et la languette (7) se termine, en direction de son bord (21) côté
tibia, par une zone de bord (27) côté tibia plus rigide que la zone de flexibilisation
(23).
3. Chaussure selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la zone de flexibilisation (23) ne s'étend que sur une partie de la largeur de la
languette (7), entre les bords de languette côté intérieur de pied (17) et côté extérieur
de pied (19).
4. Chaussure selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que la zone de flexibilisation (23) est asymétrique par rapport à une ligne médiane de
languette passant au milieu entre le bord (17) côté intérieur de pied et le bord (19)
côté extérieur de pied de la languette (7).
5. Chaussure selon les revendications 3 et 4, caractérisée en ce que la zone de flexibilisation (23) est décalée vers le bord (17) côté intérieur de pied
de la languette (7) par rapport à la ligne médiane de la languette.
6. Chaussure selon la revendication 4 ou 5, caractérisée en ce que la zone de flexibilisation (23) devient de plus en plus étroite en direction du bord
(19) côté extérieur de pied de la languette (7).
7. Chaussure selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que la zone de flexibilisation (23) va jusqu'au bord (17) côté intérieur de pied de la
languette (7).
8. Chaussure selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que la zone de flexibilisation (23) se termine à distance du bord (19) côté extérieur
de pied de la languette (7).
9. Chaussure selon la revendication 8, caractérisée en ce que la languette (7e) présente au niveau de son bord (19e) côté intérieur de pied, au
moins dans une zone opposée à la zone de flexibilisation (23e), un renfort de bord
(51e).
10. Chaussure selon la revendication 8 ou 9, caractérisée en ce que la languette (7d) présente à distance de la zone de flexibilisation (23d) au moins
une autre zone de flexibilisation (23'd) qui, par rapport à la première zone de flexibilisation
(23d) citée, est décalée en direction du bord (19d) côté extérieur de pied de la languette
(7d).
11. Chaussure selon la revendication 10, caractérisée en ce que l'autre zone de flexibilisation (23'd) va jusqu'au bord (19d) côté extérieur de pied
de la languette (7d) et est écartée du bord (21d) de languette côté tibia par rapport
à la première zone de flexibilisation (23d) citée.
12. Chaussure selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisée en ce que la zone de flexibilisation (23) est fabriquée d'un seul tenant avec au moins une
partie (31, 33) du matériau de la languette.
13. Chaussure selon la revendication 12, caractérisée en ce que la zone de flexibilisation (23a) est fabriquée par affaiblissement du matériau d'au
moins une partie (37a) du matériau de la languette.
14. Chaussure selon la revendication 12 ou 13, caractérisée en ce que la languette (7) possède une constitution multicouches et au moins l'une (35) des
couches (31, 33, 35) de la languette, en particulier une couche de rembourrage (35),
est évidée au niveau de la zone de flexibilisation (23).
15. Chaussure selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisée en ce que, pour former la zone de flexibilisation (23b), un insert de flexibilisation (41b)
fabriqué à part est inséré dans un évidemment (39b) de la languette (7b) et est relié
à la languette (7b).
16. Chaussure selon l'une des revendications 1 à 15, caractérisée en ce que la languette (7c) présente au moins dan la zone de coup de pied avant (11c), quand
on regarde une coupe allant du bord (17c) côté intérieur de pied au bord (19c) côté
extérieur de pied, des zones d'épaisseurs de languette différentes.
17. Chaussure selon la revendication 16, caractérisée en ce que l'épaisseur moyenne de la languette par rapport au sommet (43c) du coup de pied d'un
pied (45c) est plus grande en direction du bord (19c) côté extérieur de pied qu'en
direction du bord (17c) côté intérieur de pied.
18. Chaussure selon la revendication 16 ou 17, caractérisée en ce que les différentes épaisseurs de languette reposent pour l'essentiel sur différentes
épaisseurs d'un rembourrage de languette (35c).
19. Chaussure selon l'une des revendications 1 à 18, caractérisée en ce que la languette (7c) s'élève avec son bord (21c) côté tibia au-dessus d'une zone de
malléole de la chaussure et présente au niveau de son bord (17c) côté intérieur de
pied et/ou de son bord (19c) côté extérieur de pied un évidemment de malléole (47c)
dont le contour s'étend au moins partiellement autour de la malléole intérieure ou
extérieure (49c) d'un pied (45c) logé dans la chaussure.