[0001] Die Erfindung betrifft einen aktivchlorabspaltenden Toilettenreinigungsblock, insbesondere
einen Toilettenreinigungsblock, der am Rand der Schüssel zu befestigen ist sowie ein
Verfahren zur Herstellung des Toilettenreinigungsblocks.
[0002] Natürlich müssen solche Blöcke die gewünschte Reinigungs- und Desinfektionswirkung
entfalten. Weiterhin ist es erforderlich, daß der Toilettenbereich frisch und desinfiziert
riecht, denn die Verbraucher betrachten den Geruch als Maß für die Reinigungs- und
Desinfektionskraft des Blocks.
[0003] Bei aktivchlorabspaltenden Reinigungsblöcken wird der gewünschte "Desinfektionsgeruch"
durch das freigesetzte Chlor erzielt. Da jedoch der reine Chlorgeruch nicht genügend
frisch und angenehm riecht, enthalten die bekannten Toilettenreinigungsblocks zusätzlich
Parfümöle.
[0004] Bei den Parfümölen handelt es sich um Lösungen verschiedener etherischer Öle. Um
den Vorstellungen der Verbraucher zu entsprechen, werden in den bekannten aktivchlorabspaltenden
Reinigungsblöcken Parfümöle in Konzentrationen von etwa 10 % eingesetzt.
[0005] In der EP 0462 643 B1 wird beispielsweise eine Rezeptur mit 8 Gew% eines hydrophoben,
flüssigen Parfümöls in einem aktivchlorabspaltenden Toilettenreinigungsblock vorgeschlagen.
[0006] Parfümöle sind relativ teuer. Bei der gemeinsamen Verwendung von aktivchlorabspaltenden
Substanzen und Parfümölen kommt es auch häufig zur Oxidation und/oder Chlorierung
einzelner oder aller Bestandteile der Parfümöle, was natürlich unerwünscht ist.
[0007] Die Aufgabe der Erfindung ist, einen neuen aktivchlorabspaltenden Reinigungsblock
bereitzustellen, der angenehm riecht und kostengünstig herzustellen ist sowie ein
Verfahren zur Herstellung des Reinigungs- und Desinfektionsblocks anzugeben.
[0008] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der Ansprüche 1 und 14 gelöst.
[0009] Erstaunlicherweise wurde gefunden, daß durch die gemeinsame Verwendung fester, Sauerstoff
und/oder Stickstoff enthaltender Riechstoffe mit aktivchlorabspaltenden Verbindungen
eine Verstärkung des gewünschten, an Desinfektion erinnernden Geruchs eintritt, d.
h. daß der Geruch nach Chlor und/oder Riechstoff bei gleicher Konzentration wie in
den bekannten Toilettenreinigungsblocks mit Parfümöl viel intensiver ist.
[0010] Die festen Riechstoffe sind zudem wesentlich billiger als die Parfümöle und infolge
des synergetischen Geruchseffekts kann die Konzentration an Riechstoff und/oder aktivchlorabspaltenden
Mitteln gegenüber den bekannten Rezepturen bei gleicher Geruchsintensität gesenkt
werden. Natürlich hängt die jeweilige Konzentration des Riechstoffs von dem gewünschten
Geruch und der gewünschten Geruchsintensität ab.
[0011] Unter festen Riechstoffen werden alle Stoffe verstanden, die einen mehr oder weniger
starken Geruch und einen über 20°C liegenden Schmelzpunkt aufweisen.
[0012] Als Sauerstoff enthaltende Riechstoffe sind insbesondere die Stoffe geeignet, die
wenigstens einen Aromaten zusammen mit einer Ester- und/oder Ether- und/oder Carbonsäure-
und/oder Carbonylgruppe enthalten, wie 4'-Methoxyacetophenon (Acetanisol), Benzophenon,
Cinnamylcinnamat (Zimtalkoholzimtsäureester), 4-Acetyl-6-tert.Butyl-1,1-dimethylindan,
Cumarin, para-Kresylphenylacetat, Methyl-Naphtylketon, Phenylessigsäure, α-Trichlormethylbenzylacetat,
Acetylisoeugenol, Benzylisoeugenol, Piperonylaceton, Ethylvanillin, p-Hydroxyphenyl-butan-2-on,
Hydrochinondimethylether, β-Naphtylmethylether, Phenylethylsalicylat, 5-Propenyl-2-ethoxyphenol
und Vanillin.
[0013] Als Sauerstoff enthaltende Riechstoffe mit einer cyclischen aliphatischen Gruppe
oder einem aliphatischen Heterocyclus können beispielsweise Maltol, Ethylmaltol, 4-tert.-Butyl-Cyclohexanol
oder 4-tert.-Butylcyclohexan-2-on verwendet werden. Selbstverständlich sind auch andere,
eine cyclische aliphatische Gruppe oder einen aliphatischen Heterocyclus enthaltende
feste Riechstoffe möglich.
[0014] Aus der Gruppe der monocyclischen oder polycyclischen festen Terpene oder Sesquiterpene
finden vorzugsweise Borneol, Campher, Cedrol, Isoborneol, Menthol und Thymol Anwendung.
Natürlich können auch andere feste Terpene oder Sesquiterpene, insbesondere auch nichtcyclische,
eingesetzt werden. Geeignete Stickstoff enthaltende Riechstoffe sind vorzugsweise
Indol und Indolderivate wie Indoflor®.
[0015] Viele der Sauerstoff oder Stickstoff enthaltenden festen Riechstoffe sind auch biologisch
abbaubar. Ein weiterer Vorteil der Sauerstoff oder Stickstoff enthaltenden festen
Riechstoffe ist auch, daß sie häufig nicht reizend und nicht gesundheitsschädlich
sind.
[0016] Infolge ihrer Stabilität gegen aktivchlorabspaltende Substanzen, insbesondere Na-Dichlorisocyanurat,
sind die Riechstoffe 4'-Methoxyacetophenon (Acetanisol), Borneol, Campher, Cedrol,
Isoborneol und 4-tert. Butyl-Cyclohexanol bevorzugt.
[0017] Unter diesen besonders stabilen Riechstoffen zeichnen sich Borneol, Cedrol, Isobomeol
und 4-ter. Butyl-Cyclohexanol auch als nicht reizende und nicht gesundheitsschädliche
Riechstoffe aus.
[0018] Es können jedoch auch weniger gegen Na-Dichlorisocyanurat stabile Riechstoffe verwendet
werden, wenn sie mit einem Oxidationsinhibitor geschützt werden. Unter Oxidationsinhibitoren
werden generell all die Substanzen verstanden, die eine Oxidation oder Chlorierung
des festen Riechstoffs verringern oder gar verhindern. Vorteilhafterweise werden als
Oxidationsinhibitoren solche Substanzen ausgewählt, die in dem Toilettenreinigungsblock
sowieso Verwendung finden. So können als Extrusionshilfsmittel solche Substanzen ausgewählt
werden, die gleichzeitig als Oxidationsinhibitoren wirken. Beispielsweise kann das
auch als Oxidationsinhibitor wirkende Rhizinusethoxylat, insbesondere Rhizinusethoxylat
mit weniger als 80 EO, als Extrusionshilfsmittel eingesetzt werden.
[0019] Bei Verwendung der weniger gegen die aktivchlorabspaltende Substanz stabilen festen
Riechstoffe ist es auch möglich, den Riechstoff durch Coaten oder Mikroverkapseln
zu schützen. Hierfür können beispielsweise Mono-, Oligo- oder Polysaccharide, insbesondere
Zucker, oder wasserlösliche Kunststoffe wie z. B. Polyvinylalkohol verwendet werden.
[0020] Als wesentliche Bestandteile enthalten die erfindungsgemäßen Toilettenreinigungsblöcke
wenigstens 10 Gew.% Tenside, wenigstens 20 Gew.% anorganische Salze, zwischen 1 und
30 Gew.%, vorzugsweise zwischen 5 und 25 Gew%, besonders bevorzugt zwischen 10 und
20 Gew% aktivchlorabspaltende Substanzen und den festen, Sauerstoff oder Stickstoff
enthaltenden Riechstoff.
[0021] Als aktivchlorabspaltende Substanz haben sich insbesondere Mono-, Di- oder Trichlor-isocyanursäure
oder deren Salze oder eine chlorierte Hydantoinverbindung bewährt, besonders bevorzugt
ist Natriumdichlorisocyanurat.
[0022] Der synergetische Geruchseffekt tritt besonders stark auf, wenn das Konzentrationsverhältnis
zwischen dem aktivchlorabspaltenden Mittel und dem festen Riechstoff zwischen 5 :
1 und 3 : 1, vorzugsweise zwischen 4,5 : 1 und 3,3 : 1 und insbesondere zwischen 3,5
: 1 und 4 : 1, beträgt.
[0023] Geeignete, bevorzugte und besonders bevorzugte Bereiche [Gew.%] der einzelnen Substanzklassen
sind in der nachfolgenden Tabelle aufgelistet:
| |
Bereich [Gew.%] |
Bevorzugter Bereich [Gew.%] |
Besonders bevorzugter Bereich [Gew.%] |
Substanzklasse |
| a.) |
10-60 |
10-50 |
10-50 |
anionisches Tensid |
| b.) |
0-20 |
0-20 |
0-20 |
nichtionisches Tensid |
| c.) |
0-10 |
0-5 |
0-5 |
amphoteres Tensid |
| d.) |
0-5 |
0-5 |
0-5 |
Lactobionsäure oder Lactobionsäurederivat |
| e.) |
20-80 |
40-75 |
40-75 |
anorganisches Salz |
| f.) |
0,5-10 |
1-7 |
3-6 |
fester Riechstoff |
| g.) |
0-5 |
0-5 |
0,5-5 |
Farbe |
| h.) |
1-30 |
5-25 |
10-20 |
aktivchlorabspaltende Substanz |
| i.) |
0-5 |
0-5 |
0-5 |
Komplexierungsmittel |
| j.) |
0-20 |
0-20 |
0-20 |
Abspülregulator |
| k.) |
0-40 |
0-40 |
0-40 |
Kalk- und Urinsteinlösende Säure |
| l.) |
0-20 |
0-20 |
0-20 |
Extrusionshilfsmittel |
| m.) |
0-5 |
0-5 |
0-5 |
weitere Zusätze |
[0024] In einer bevorzugten Ausführungsform besteht der erfindungsgemäße Block aus in etwa
10 bis 60 Gew%, vorzugsweise 10 bis 50 Gew% anionischem Tensid (a). Dabei finden insbesondere
solche, ausgewählt aus den Gruppen bestehend aus Alkylsulfat, Fettalkoholsulfat, Fettalkoholethersulfat
und Alkylbenzolsulfonat oder deren Mischungen, Verwendung. Dabei sind Alkylkettenlängen
der Alkylreste der Fettsäurebestandteile von C
8-C
18 bevorzugt.
[0025] Nichtionische Tenside (b) können wahlweise eingesetzt werden. Hier eignen sich besonders
die Anlagerungsprodukte von 3 bis 80 Mol Ethylenoxid an 1 Mol einer aliphatischen
Verbindung mit im wesentlichen 8 bis 20 Kohlenstoffatomen, die ausgewählt sind aus
der Gruppe der Alkohole und Fettsäuren. Aber auch alkylaromatische Verbindungen wie
Alkylphenole sind hier geeignet. Der Anteil der nichtionischen Tenside in dem erfindungsgemäßen
Mittel kann bis zu 20 Gew% betragen.
[0026] Bei den amphoteren Tensiden (c) werden 0 bis 10 Gew% eingesetzt, vorzugsweise werden
0 bis 5 Gew% eines Fettsäure-amidopropyl-Betains mit einem C
5-C
21-Fettsäureanteil verwendet. Vorzugsweise wird als Fettsäure das Betain Kokosfettsäure
verwendet. Dabei ist es vorteilhaft, daß dieses amphotere Tensid beliebig mit dem
jeweils verwendeten anionischen und gegebenenfalls nichtionischen Tensid oder den
anionischen und gegebenenfalls nichtionischen Tensiden kombinierbar ist.
[0027] Der Reinigungsblock kann 0 bis 5 Gew% Lactobionsäure oder zumindest ein Lactobionsäurederivat
(d) enthalten. Dabei beträgt der Gesamtanteil der Komponenten (c) und (d) 0,5 bis
10 Gew%. Die Komponenten (c) und/oder (d) dienen im wesentlichen als Schaumbildner.
Bei Verwendung von Lactobionsäure oder Lactobionsäurederivat als Schaumbildner kann
man bei gleicher Schaumwirkung die zugesetzte Menge an Schaumbildner gegenüber herkömmlichen
Formulierungen um etwa die Hälfte oder mehr reduzieren.
[0028] Das Mittel gemäß dieser bevorzugten Ausführungsform kann 20 bis 80 Gew% anorganisches
Salz (e), vorzugsweise 40 bis 75 Gew% eines anorganischen Salzes, das ausgewählt ist
aus der Gruppe bestehend aus den Alkali- und/oder Erdalkalisalzen der Schwefelsäure,
Phosphorsäuren, Stickstoffsäuren, Kohlensäure oder Salzsäure oder deren Mischungen
enthalten. Dadurch läßt sich die Konsistenz und das Abspülverhalten des Reinigungsblocks
günstig beeinflussen.
[0029] Als weiteren wahlweisen Bestandteil kann das erfindungsgemäße Mittel Farbe (g) enthalten.
Als Farbbestandteil eignen sich grundsätzlich Pigmente und Farbstoffe. Wenn man erreichen
will, daß der Reinigungsblock als solches farbig sein soll, wird bevorzugt Farbe in
Form von Pigmenten zugesetzt. Andererseits kann es aber auch erwünscht sein, daß die
von dem Reinigungsblock während eines Spülvorgangs abgelösten Bestandteile in Form
einer farbigen Lösung für den Verbraucher sichtbar werden. Um eine solche farbige
Lösung zu erzielen, wird man bevorzugt Farbstoffe als Bestandteil des Mittels wählen.
Auch eine Kombination von Pigment(en) und Farbstoff(en) ist möglich.
[0030] Das erfindungsgemäße Mittel kann 0 bis 5 Gew% Komplexierungsmittel (i) enthalten,
die gegen die Wasserhärte und zur Komplexbildung mit Schwermetallionen eingesetzt
werden. Die jeweiligen Mengen des Komplexierungsmittels werden entsprechend dem Komplexierungsvermögen
des Mittels und entsprechend der gewünschten Abspülgeschwindigkeit gewählt.
[0031] Um zu gewährleisten, daß der erfindungsgemäße Block eine definierte Standzeit aufweist
und daß pro Spülvorgang jeweils die gleichen Mengen von dem Block abgespült werden,
können Abspülregulatoren (j) eingesetzt werden. Hierfür eignen sich insbesondere die
Salze aromatischer Sulfonsäuren, beispielsweise Natriumcumolsulfonat oder Natriumtoluolsulfonat.
Zu dem gleichen Zweck kann auch Dipropylenglycol eingesetzt werden. Wird die zuletzt
genannte Verbindung eingesetzt, kann ihr Anteil an dem Reinigungsblock sogar äußerst
gering gehalten werden. In aller Regel ist dann ein Anteil von bis zu 5 Gew% ausreichend.
Im Bereich der Salze der aromatischen Sulfonsäuren beträgt der Anteil bis zu 20 Gew%
bezogen auf das fertige Mittel.
[0032] Kalk und Urinstein lösende Säuren (k) können dem Block zugesetzt werden, um zu verhindern,
daß sich Kalksteinablagerungen in Toilettenschüsseln bilden oder um bereits vorhandene
Ablagerungen wieder zu lösen. Hierfür eignen sich Säuren, wie Amidosulfonsäure und
Zitronensäure sowie andere organische Säuren. Sie können bis zu einem Anteil von 40
Gew% in dem fertigen Mittel enthalten sein.
[0033] Des weiteren kann der erfindungsgemäße Block Extrusionshilfsmittel (l) enthalten.
Diese dienen dazu, die Rohmasse des Mittels in der entsprechenden Zusammensetzung
formen zu können. Geeignete Extrusionshilfsmittel sind beispielsweise Polyethylenglykol.
In der Regel ist es ausreichend, bis zu 20 Gew% Extrusionshilfsmittel einzusetzen.
Da aber auch weitere Bestandteile des Reinigungsblockes eine bessere Formbarkeit der
Reinigungsmasse ermöglichen, kann der Anteil an zugesetztem Extrusionshilfsmittel
sehr viel geringer als 20 Gew% sein oder es kann ganz auf den Zusatz eines solchen
Mittels verzichtet werden. Zu den weiteren Bestandteilen der Reinigungsblockmasse,
die auch die Formbarkeit erleichtern, gehört u.a. das als Abspülregulator fakultativ
verwendbare Dipropylenglykol. Auch fakultativ einsetzbare flüssige Säuren dienen diesem
Zweck. Ferner haben sich als Extrusionshilfsmittel C
13/
15 Oxoalkoholethoxylate und Rhizinusethoxylate, jeweils mit weniger als 80 Ethoxygruppen,
bewährt.
[0034] Das erfindungsgemäße Mittel kann neben den bisher genannten Bestandteilen wertere
an sich übliche Zusätze (m) bis zu einem Anteil von 5 Gew% enthalten. Zu solchen weiteren
Zusätzen gehören beispielsweise Enzyme, wie Savinase, Cellulase, Protease und Lipase
sowie Konservierungsmittel.
[0035] Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung eines erfindungsgemäßen
Reinigungsblocks, bei dem eine Masse entsprechender geeigneter Zusammensetzung mittels
des Strangpreßverfahrens hergestellt wird. Dabei wird die vorgemischte Masse mittels
eines Extruders zu einem endlosen Strang geformt und dieser dann in Stücke oder Blöcke
geeigneter Größe geschnitten. Die Größe der Stücke ist variabel und kann entsprechend
dem Einsatzzweck gewählt werden. In der Regel werden die Stücke so geschnitten, daß
sie nach dem Schneiden Blöcke mit einem Gewicht von in etwa 20 bis 100 g, vorzugsweise
20 bis 50 g ergeben.
[0036] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen näher
erläutert:
1. Zusammensetzung eines Toilettenreinigungsblocks unter Verwendung eines gegenüber
Natriumdichlorisocyanurat weitgehend stabilen Riechstoffs
a) Der mittels Extrusion hergestellte Toilettenreinigungsblock mit der nachfolgend
aufgeführten Zusammensetzung zeigt gute Reinigungseigenschaffen, zersetzt sich nicht
und zeigt einen angenehmen, intensiven, erfrischenden Geruch. Er wird als sogenannter
"Rim-Block" verwendet.
| Gesamtgehalt |
Gew.% |
| Alkylbenzolsulfonat Natriumsalz |
40 |
| Toluolsulfonat |
3 |
| Natriumchlorid |
20 |
| Diisocyanurat Natriumsalz |
15 |
| Talkfettalkoholethoxylat mit 25 EO |
4 |
| Farbe |
0,1 |
| C13/15Oxoalkoholethoxylat mit 7 EO |
3 |
| Campher |
4 |
| Natriumsulfat |
ad 100 |
b) Andere Geruchsnoten können erzielt werden, wenn 4'-Methoxyacetophenon (Acetanisol),
Borneol, Campher, Cedrol, Isoborneol oder 4-tert. Butyl-Cyclohexanol, ebenfalls in
einer Konzentration von etwa 4 Gew.% anstelle von 4 Gew.% Campher in der Zusammensetzung
von 1a) verwendet werden. Auch diese Toilettenreinigungsblöcke zeichnen sich durch
einen intensiven, erfrischenden und angenehmen Geruch aus und sind beständig.
c) Auch mit einer Mischung aus 2 Gew.% Borneol und 2 Gew.% Isoborneol wurden intensiv
erfrischend riechende Toilettenreinigungsblöcke hergestellt.
2. Zusammensetzung eines Toilettenreinigungsblocks unter Verwendung eines weniger
gegen Natriumdichlorisocyanurat stabilen Riechstoffs Anstelle von C
13/15 Oxoalkoholethoxylat mit 7 EO wird Rhizinusethoxylat mit 40 EO als Extrusionshilfsmittel
und Oxidationsinhibitor und anstelle von 4 Gew% Campher wird 4,0 Gew% Menthol in der
Rezeptur gemäß 1a) verwendet.
3. Vergleich der Geruchsintensität
Es wurde bei gleicher Konzentration an Dichlorisocyanurat die Intensität des Chlorgeruchs
verglichen und Toilettenreinigungsblocks mit folgender Zusammensetzung hergestellt:
| |
Beispiel 1 |
Beispiel 2 |
Beispiel 3 |
| Alkylbenzolsulfonat Natriumsalz |
40 |
40 |
40 |
| Toluolsulfonat |
3 |
3 |
3 |
| Natriumchlorid |
20 |
20 |
20 |
| Talkfettalkoholethoxylat mit 25 EO |
4 |
4 |
4 |
| Farbe |
0,1 |
0,1 |
0,1 |
| C13/15Oxoalkoholethoxylat mit 7 EO |
3 |
3 |
3 |
| |
|
|
|
| Dichlorisocyanurat Natriumsalz |
15 |
15 |
15 |
| Campher |
0 |
4 |
0 |
| Parfümöl |
0 |
0 |
4 |
| Natriumsulfat |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
| |
|
|
|
| Chlor-Geruchsintensität |
Normal |
Intensiv |
Normal |
| Sonstiger Geruch |
--- |
Camphergeruch |
Parfümölgeruch |
[0037] Bei gleicher Konzentration an Dichlorisocyanurat-Natriumsalz zeigten die Toilettenreinigungsblocks
in Beispiel 1 (ohne zugesetzter Parfümierungskomponente) und 3 (Zusatz von Parfümöl
als Parfümierungskomponente) Chlorgeruch vergleichbarer Intensität, wohingegen der
Toilettenreinigungsblock gemäß Beispiel 2 gleicher Konzentration an Dichlorisocyanurat-Natriumsalz
mit einem Zusatz des festen Riechstoffs Campher einen deutlich intensiveren Chlorgeruch
entfaltete.
1. Toilettenreinigungsblock, der wenigstens 10 Gew.% Tenside, wenigstens 20 Gew.% anorganische
Salze, zwischen 1 und 30 Gew.% aktivchlorabspaltende Substanzen und einen bei Raumtemperatur
festen, Sauerstoff oder Stickstoff enthaltenden, in fester Form zugesetzten Riechstoff
enthält.
2. Block nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sauerstoff enthaltende, feste
Riechstoff aus der Gruppe der eine Ester- und/oder Ether- und/oder Carbonsäure- und/oder
Carbonylgruppe enthaltenden aromatischen Verbindungen ausgewählt wird.
3. Block nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sauerstoff enthaltende Riechstoff
aus der Gruppe der cyclischen Aliphaten oder aliphatischen Heterocyclen ausgewählt
wird.
4. Block nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sauerstoff enthaltende Riechstoff
aus der Gruppe der monocyclischen oder polycyclischen festen Terpene oder Sesquiterpene
ausgewählt ist.
5. Block nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Riechstoff Borneol, Campher,
Cedrol, Isoborneol, Menthol oder Thymol ist.
6. Block nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stickstoff enthaltende Riechstoff
Indol
7. oder eine Indolverbindung ist.
7. Block nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Block
einen Oxidationsinhibitor umfaßt.
8. Block nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Konzentration
des Riechstoffs zwischen 0,5 und 10 Gew.%, insbesondere zwischen 3 und 6 Gew.%, beträgt.
9. Block nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Block mehrere
Riechstoffe enthält.
10. Block nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Konzentration
der aktivchlorabspaltenden Substanz zwischen 5 und 25 Gew.%, insbesondere 10 und 20
Gew%, beträgt.
11. Block nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das aktivchlorabspaltende
Mittel Mono-, Di- oder Trichlorisocyanursäure oder deren Salz oder eine chlorierte
Hydantoinverbindung ist.
12. Block nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Konzentrationsverhältnis
zwischen aktivchlorabspaltendem Mittel und dem festen Riechstoff zwischen 5 : 1 und
3 : 1, vorzugsweise zwischen 4 : 1 und 3,3 : 1 und insbesondere zwischen 3,5 : 1 und
4 : 1, beträgt.
13. Block nach einem der Ansprüche 1 bis 12 bestehend aus
a) 10 - 60 Gew% anionischem Tensid
b) 0 - 20 Gew% nichtionischem Tensid
c) 0 - 10 Gew% amphoterem Tensid
d) 0 - 5 Gew% Lactobionsäure oder zumindest einem Lactobionsäurederivat
e) 20 - 80 Gew% anorganischem Salz
f) 0,5 - 10 Gew% festem, Sauerstoff oder Stickstoff enthaltendem Riechstoff
g) 0 - 5 Gew% Farbe
h) 1 - 30 Gew% aktivchlorabspaltende Substanz
i) 0 - 5 Gew% Komplexierungsmittel
j) 0 - 20 Gew% Abspülregulator
k) 0 - 40 Gew% Kalk- und Urinstein lösender Säure
l) 0 - 20 Gew% Extrusionshilfsmittel
m) 0 - 5 Gew% weiteren Zusätzen.
14. Verfahren zur Herstellung eines Toilettenreinigungsblocks, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Zusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 13 mittels eines Extruders
zu einem Strang geformt und dieser in Blöcke geeigneter Größe geschnitten wird.