[0001] Die Erfindung betrifft eine Druckflüssigkeits-Strahldüse und Strahlkopf insbesondere
für Hochdruckreinigung, Feuerlöschtechniken etc. In solchen Fällen werden größtmögliche
Strahlweiten verbunden mit zentrierter Schlagkraft des Flüssigkeitsstrahles gefordert.
Gleichzeitig soll die im Strahl gespeicherte Druckenergie im Strahl selber erhalten
bleiben, um höchstmögliche Schlagkraft auf die zu reinigende Fläche bzw. auf die zu
löschenden Flammen zwecks deren Auspeitschen zu gewährleisten. Daher ist eine optimierte
Kombination von Strahlweite und Schlagkraft eines konzentrierten Strahles entscheidend,
weil dadurch die Wirkung maximiert wird.
[0002] Hochdruckreiniger sind bekannt, die zB eine Wasserströmung von 10-17 l/min durch
Strahldüsen drücken, die an ihrem Strahlaustritt eine verringerte Durchströmfläche
haben, um die Strömung druckerhöhend zusammenzuziehen und einen Spritzdruck von z.B.
80-200 bar aufzubauen. Entsprechend den hohen Strahlgeschwindigkeiten von 125-200
m/sec entwickeln sich in der Düse große Turbulenzen, welche die ursprünglich gleichmäßige
Strömung sofort nach Verlassen der eigentlichen Düse zerlegen und in einzelne Wassertröpfchen
zerstäuben, insbesondere da das ursprünglich komprimierte Wasser beim Strahlaustritt
geradezu explodiert und die vorgenannte Wirkung verstärkt. Die ursprünglich in der
Strömung enthaltene Druckenergie wird also explosionsartig in Tröpfchenbildung und
Zerstäubung zerlegt, d.h. in energiezehrende Bildung von Flüssigkeitsoberfläche in
Verbindung mit teilweisem Entzug der Ursprungsenergie. Insgesamt gestatten die vorbeschriebenen
Wirkungen keinesfalls die Ausbildung des gewünschten, zentrierten Weitwurf-Punktstrahles,
sondern praktisch wird ein zerstäubter Kegelstrahl -abgebremst auf kurze Strahlentfernung-
erzeugt, wie man an allen Punktstrahlen normaler Hochdruckreiniger -wie z.B. an Tankstellen
eingesetzt- selber leicht beobachten kann. Diese Wirkungen können in maßgeblicher
Weise weder durch Feuerlösch- oder Bewässerungs-Mundstücke verbessert werden, da diese
eine gleichmäßige Strömung voraussetzen, noch können Diffusoren oder Stabilisatoren
am Düseneintritt diese Wirkungen beseitigen -allenfalls mindern-, die prinzipiell
dann voll am Düsenaustritt sichtbar werden.
[0003] Es wurden Sandstrahlgeräte bekannt, in denen ein Punktstrahl in ein größeres Rohr
mit z.B. Venturi-Einlaß hineinstrahlt, so daß ein Unterdruck zum Ansaugen des Sandes
und anschließende Beschleunigung durch den Fluidstrahl bewirkt wird, um einen abrasiven
Oberflächenabtrag durch das Fluid-Festkörper-Gemisch infolge der erzeugten Schlagwirkung
sicherzustellen. Solche Sandstrahler gestatten zwar wohl eine gewisse Nach-Konzentration
des Punktstrahles, jedoch führen sie grundsätzlich den bereits durch angesaugte Umgebungsluft
abgebremsten, weiter entfernten Kegelmantelteil zurück in den Zentralstrahl zwecks
erneuter Beschleunigung, so daß die Wirkungen begrenzt sind. Auch andere Systeme wurden
bekannt, wo ein Punktstrahl in ein anderes Rohr strahlt, zB um Luft oder Chemikalien
anzusaugen; aber die Ergebnisse waren wiederum -wie vorbeschrieben- nur mäßig, insbesondere
weil solche Systeme Düsenbohrungen von zB 1,2-1,5 mm beinhalten, während die anschließend
konzentrierenden Bohrungen oder Rohre zu große Durchmesser von zB 4-8 mm hatten, so
daß die Strahlweite nicht grundsätzlich verbessert wurde, sondern -eigentlich wie
zuvor- hauptsächlich ein nur kurze Entfernungen abdeckender Kegelstrahl übrig blieb,
zumal die großen Folgedurchmesser das Eindringen von Abbremsluft gegen die Strahlrichtung
geradezu ermöglichen.
[0004] Die Erfindung zielt auf
(A) Schaffung einer Punktstrahldüse, welche die Prallkraft des erzeugten Punktstrahles
gegenüber dem Vorbekannten wesentlich verbessert. Dieses Ziel wird dadurch erreicht,
daß im Düsenkörper 59 (Fig. 1b) ein Düsenkanal 50 angeordnet ist, dem in Durchflußrichtung
ein (größerer) Gleichrichterkanal 58 folgt, wobei Düsenkanal 50 und Gleichrichterkanal
58 normalerweise Bohrungen oder Schlitze sind, so daß die Strömung der Fluid-Partikel
im Gleichrichterkanal 58 zusammengehalten und gleichmäßig ausgerichtet wird, weil
das Verhältnis der freien Gleichrichterfläche A zur freien Strömungsfläche des Düsenkanals
50 geringer ist als A:a ≤ 16, oder in Falle von Bohrungen ergibt die große Fläche

geteilt durch die kleine Fläche

dann das Verhältnis

.
[0005] Als Erfolg dessen entstehen folgende Vorteile:
(1) Die vernebelten Wasserpartikel können nicht mehr konisch expandieren, um anschließend
durch Umgebungsluft abgebremst zu werden, wodurch sie ihre kinetische Energie verlieren
würden, sondern sie werden im Strahl innerhalb des Gleichrichterkanals 58 zurückbehalten,
wo wegen des dortigen Teil-Vakuums nur wenig Energie verlorengehen kann, ein beträchtlicher
Teil der Vernebelungsenergie wird zurückgewonnen, kleine Tropfen vereinen sich zu
größeren Tropfen mit höherer Schlagkraft, so daß längere Flugwege und größere Schlagkraft
vereint werden.
(2) Die starken Turbulenzen am Ende des Düsenkanals 50 werden stark reduziert durch sich
wiedervereinigende Wassertropfen mit größerer Masse und weniger Seitenbewegung, so
daß eine Ausrichtung der Flugwege stattfindet, was wiederum die Flugweite und Prallkraft
vergrößert.
(3) Die vereinten, größeren Tropfen saugen bei Verlassen des Gleichrichterkanals 58 wegen
ihrer relativ kleineren Oberfläche weniger Luft in den Strahl, so daß Flugweiten und
Schlagkraft nochmals vergrößert werden.
(4) Das durch den Strahl im Gleichrichterkanal 58 verursachte Teilvakuum bewirkt, daß
der Strahl bei Verlassen des Gleichrichterkanals durch Umgebungsluft zusammengeschnürt
wird, so daß abermals Flugweite und Schlagkraft verstärkt werden, weil der nachzentrierte
und gleichgerichtete Strahl nicht so sehr durch Umgebungsluft abgebremst wird; während
also ein konventioneller Strahl die Tendenz hat, beim Verlassen des Düsenkanals 50
kegelartig zu explodieren, wird der erfindungsgemäße Strahl auf seiner Flugbahn zusammengehalten,
was zusätzlich zu verstärkter Punktstrahlwirkung, höherer Schlagkraft und größeren
Flugweiten führt. An der Stelle, an der ein konventioneller Punktstrahl seine Prallwirkung
schon vollständig verloren hat, hat der erfindungsgemäße Punktstrahl noch eine beachtliche
Schlagwirkung.
[0006] Darauf aufbauend ist es
(B) Ziel der Erfindung, eine möglichst stufenlose Einstellung von Prallkraft und Flugweiten
des zuvor beschriebenen Strahles zu gestatten. Dieses Ziel wird dadurch erreicht,
daß ein Teil des (Einlaß-) Stromes direkt hinter Düsenkanal 50 in den schon teilweise
entwickelten, erfindungsgemäßen Strahl innerhalb Gleichrichterkanal 58 geleitet wird,
so daß die aus dem Düsenkanal 50 expandierende Flüssigkeit sich mit frischer Hochdruckflüssigkeit
vermischt, wodurch der Mischstrom den Ausgang von Gleichrichterkanal 59 mit geringerer
Geschwindigkeit und Schlagkraft verläßt, so daß die Prallkraft heruntergeregelt ist.
[0007] Wiederum darauf aufbauend ist es
(C) Ziel der Erfindung, den (stufenlos verstellbaren) Punktstrahl in jeder Einstellung
stufenlos zu einem Breitstrahl zu verstellen. Dieses Ziel wird dadurch erreicht, daß
eine den Strahl seitlich einquetschende Vorrichtung direkt hinter dem Gleichrichterkanal
58 angeordnet ist, so daß der ursprünglich runde Strahl (beiderseits) zu einem Flachstrahl
zusammengequetscht wird.
[0008] Abermals darauf aufbauend ist es
(D) Ziel der Erfindung, eine vergrößerte Flächendeckung zu gestatten. Dieses Ziel wird
erreicht, indem eine Mehrzahl von Stufenbohrungen entsprechend Fig.en 1b und 1c seitlich
nebeneinander auf einem Zylinder- oder Kegelmantel angeordnet wird oder indem konzentrische
Ringkanäle mit ähnlichem Querschnitt wie dem der Stufenbohrungen angeordnet werden,
wobei es möglich ist, den inneren oder äußeren Teil des Spritzkopfes axial oder durch
Drehung so zu verändern, daß sich unterschiedliche Spritzquerschnitte ergeben und
der bekannte Einstellungseffekt von Duschköpfen entsteht.
[0009] Aufbauend auf einer der obigen Grundlagen ist es
(E) Ziel der Erfindung, eine Einzeldüse schnell auf einer Kegel-, Hypoid- oder Winkelfläche
in an sich bekannter Weise so zu bewegen, daß die bekannte Bewegung von Turbodüsen
erreicht wird, indem die schnelle Bewegung eines Punktstrahles eine Aufprallfläche
schnell überstreicht. Dieses Ziel wird dadurch erreicht, daß eine erfindungsgemäße
Stufendüse durch eine prinzipiell bekannte Antriebskinematik angetrieben wird.
[0010] Schließlich aufbauend auf obigem ist es
(F) Ziel der Erfindung, wenigstens zwei vorbeschriebene Funktionen zu kombinieren. Dieses
Ziel wird erreicht, indem ein -prinzipiell bekanntes- Umschaltventil am Spritzkopf
zunächst zur Abdeckung der einen Funktion und nach Umschaltung dann der anderen Funktion
eingesetzt wird, wobei die Weg-Umschaltung zB wie vorbekannt durch ein Schwerkraftventil
mit die jeweils nicht benötigte Bohrung verschließender Kugel erfolgen kann.
[0011] Die Erfindung ist im folgenden beschrieben und anhand der beigefügten Figuren erläutert
worden wie folgt:
- Fig. 1a
- zeigt eine konventionelle Punktstrahldüse mit Zulauföffnung 55 und Düsenkanal 50;
- Fig. 1b
- zeigt eine erfindungsgemäße Punktstrahldüse mit Düsenkanal 50 und Gleichrichterkanal
58;
- Fig. 1c
- zeigt eine erfindungsgemäße Punktstrahldüse entsprechend Fig. 1b, jedoch mit auswechselbarem
Düsenseinsatz 63;
- Fig. 2
- zeigt eine an sich bekannte Strahlpreßvorrichtung, die einen Punktstrahl beiderseitig
pressend in einen Flachstrahl verändern kann;
- Fig. 3
- zeigt einen an sich bekannten Sandstrahlinjektor, der jedoch einen, von einer erfindungsgemäßen
Punktstrahldüse aufgelösten Gleichrichterstrahl aufnimmt;
- Fig. 4
- zeigt einen erfindungsgemäßen Punktstrahlkopf mit doppelter, stufenloser Verstellmöglichkeit,
wobei zunächst der Kegelspalt 72 und dann die Steuerbohrung(en) 76'' sowie anschließend
die Steuerbohrung(en) 76' aufgesteuert werden;
- Fig. 5a
- zeigt einen erfindungsgemäßen Punktstrahlkopf mit vier, durch Kugeln gesteuerten Schaltpositionen;
- Fig. 5b
- zeigt einen Querschnitt dazu entsprechend Fig. 5a;
- Fig. 6
- zeigt die stufenlose Verstellung von großer Punktstrahl-Schlagkraft mittels eines
Drehknopf-Drosselventiles;
- Fig. 7
- zeigt wie die By-Pass-Flüssigkeit entsprechend Fig. 4 durch radiale oder tangentiale
Kanäle Richtung Gleichrichterkanal 58 geleitet werden kann;
- Fig. 8a,b
- zeigen die Mehrfachanordnung erfindungsgemäßer Stufenbohrungen nebeneinander;
- Fig. 9a,b
- zeigen die Mehrfachanordnung erfindungsgemäßer Stufenbohrungen in Umfangsrichtung,
und zwar auf einem Zylindermantel (oben) oder Kegelmantel (unten);
- Fig. 10a
- zeigt die Anordnung erfindungsgemäßer Stufenschlitze (oben) und Stufensegmente (unten);
- Fig. 10b
- zeigt eine Verstellmöglichkeit des Spritzkopfes gemäß Fig. 10a mittels beispielhaftem
Drehknopf 115 u.a. zur Einstellung des Radialspaltes 116 und Veränderung der Strahlform.
[0012] Die Einlaßflüssigkeit 56 entsprechend
Fig. 1a fließt in die Düsenkammer 55 und dann in den Düsenkanal 50, wo der statische Druck
in hohe Geschwindigkeit (= dynamischer Druck) umgewandelt wird. Sobald die Strömung
den Düsenkanal 50 verläßt, expandiert sie sofort fast explosionsartig, so daß sich
zusammen mit der überlagerten, hohen Axialgeschwindigkeit im ersten Strahlbereich
ein ungefähr kegeliger Strahl ergibt, wie er von häufig an Tankstellen eingesetzten
Hochdruckreinigern bekannt ist.
[0013] Die erfindungsgemäße Düse entsprechend
Fig. 1b zeigt demgegenüber, daß im Explosionsmoment die entstandenen Wassertropfen seitlich
begrenzt und anschließend gleichgerichtet werden, so daß auch kein Abbremsen durch
Umgebungsluft erfolgen kann, so daß ferner eine größtmögliche Tropfengröße sichergestellt
ist, zumal durch geeignete konstruktive Ausführung eine Wiedervereinigung von Kleinsttropfen
gewährleistet und Turbulenz gegenüber dem Stand der Technik geringstmöglich gehalten
werden kann. Entsprechend
Fig. 1c kann der anfängliche Punktstrahl auch durch einen Düseneinsatz 63 bewirkt werden.
[0014] Sobald eine den Strahl seitlich quetschende Vorrichtung gemäß
Fig. 2 in bekannter Weise auf das Düsenende 64,65 z.B. mittels eines Sprengringes montiert
wird, kann der die erfindungsgemäße Düse verlassende Punktstrahl seitlich durch Ablenkplatten
22 flach eingequetscht werden, so daß der ursprüngliche Punktstrahl zu einem winkligen,
flächendeckenden Flachstrahl verformt wird und umgekehrt.
[0015] Der Sandstrahlkopf gemäß
Fig. 3 wird ebenfalls auf das Düsenende 64,65 z.B. mittels Sprengring montiert bzw aufgesteckt.
Der bereits etwas aufgelöste Strahl, der den Gleichrichterkanal 58 verläßt (mit seinen
relativ großen Tropfen höchstmöglicher Geschwindigkeit, bei Vermeidung von seitlichen
Vernebelungsverlusten und weitgehend gleichmäßig über den Strahlquerschnitt verteilten
Wasserpartikeln), hat es leichter als bisher bekannt, die Sandpartikel nunmehr gleichmäßig
auf höchste Geschwindigkeit zu beschleunigen.
[0016] Der erfindungsgemäße Strahlkopf gemäß
Fig. 4 gestattet einen Wasser-By-Pass parallel zur zentralen Düsenströmung. Während die
zentrale Strahlmenge den Düsenkanal 50 von Düseneinsatz 63 entsprechend Fig. 1c passiert
und dann in den Gleichrichterkanal 58 eintritt, kann die By-Pass-Hülse 77 so aufgedreht
werden, daß -parallel zur Zentralströmung- Wasser durch die Radialbohrungen 70, den
Außenraum 71, Kegelspalt 72, Axialschlitze 74 entsprechend Fig. 7 und Radialbohrungen
73 strömt, um sich wieder mit dem Zentralwasser zu vermischen. Beide Strömungen verlassen
dann den Gleichrichterkanal 58 bei erwünscht reduziertem Druck und Schlagkraft, welche
nur von dem Anteil von By-Pass-Wasser abhängt.
[0017] Wird die By-Pass-Hülse 77 weiter aufgedreht, so öffnet in weiterem By-Pass auch noch
die Radialbohrung 76'' zur Parallelbohrung 58'' und anschließend die Radialbohrung
76' zur weiteren Parallelbohrung 58', so daß Druck und Schlagkraft abermals vermindert
werden. Infolge der Parallelanordnung der Bohrungen 58, 58' und 58'' geht infolge
geringeren Einquetschens der Flachstrahl-Quetschvorrichtung gemäß. Fig.2 auch nicht
soviel Energie verloren.
[0018] Fig. 5a zeigt ein 4-fach-Umschaltsystem, enthaltend den erfindungsgemäßen Zentralstrahl und
eine zweite By-Pass-Strömung durch die Bohrungen 80, 83 und 84, wenn zB das Kugel-Rückschlagventil
82 offen ist, indem beim Einschalten des Zulaufwassers der Spritzkopf gemaß
Fig. 5b etwa 120° gegen den Uhrzeiger gedreht wird. Dadurch fällt die Kugel 90 nach unten
auf ihre Bohrung 92 und verschließt diese, während die Kugel 82 auf den Stopfen 81
fällt und damit die Bohrung 84 öffnet, so daß das Fluid sowohl durch die Zentralbohrung
und parallel durch die Bohrung 84 fließt. Dreht man hingegen den Spritzkopf 120° im
Uhrzeigersinn, so verschließt die Kugel 82 ihre Bohrung 84, während die Kugel 90 auf
ihren Stopfen 89 fällt und somit ihre Bohrung 92 öffnet. Dreht man beim Einschalten
dann den Spritzkopf 180° nach unten, so fallen beide Kugeln nach unten, so daß beide
By-Pass-Bohrungen geöffnet sind. Die größte Strahlkraft wird hingegen in der gezeichneten
Position bewirkt, wenn beide Kugeln schließen und somit nur der Zentralstrahl arbeitet.
Durch geeignete Wahl der By-Pass-Bohrungen sind also vier verschiedene Punktstrahlwirkungen
möglich, die jeweils durch einen Flachstrahl-Quetschkopf gemäß Fig. 2 weiter stufenlos
verformt werden können.
[0019] Statt zu- oder abschaltenden Kugeln kann auch ein stufenlos verstellbares Ventil
gemäß
Fig. 6 integriert werden, welches durch Drehen des Drehknopfes 96 stufenlos den Regelkolben
104 öffnet, so daß By-Pass-Wasser stufenlos regelbar durch Bohrung 80, Kammer 103,
Bohrung 195 zur Kammer 94 und schließlich in den Gleichrichterkanal 58 strömt. Dadurch
kann die Punktstrahl-Schlagkraft stufenlos geregelt werden, und nach Montage eines
Flachstrahl-Quetschkopfes gemäß Fig. 2 kann jeder stufenlos eingestellte Punktstrahl
stufenlos zum Flachstrahl verstellt werden. Daher kann erstmals ein einziger Spritzkopf
mehr oder weniger alle Anwendungen abdecken.
[0020] Die zum Ringkanal 85 führenden Radialbohrungen können genau zur Achsmitte führen
-siehe oben/rechts in
Fig. 7- oder sie können leicht tangential -siehe unten/links in
Fig. 7- angeordnet sein, damit bei By-Pass-Zuschaltung das Fluid im Strahl rotiert und beim
Austritt radial fortwirbelt, um eine relativ große Aufprallfläche zu erzeugen, wie
z.B. für Auftrag von Chemikalien, Einschäumen oder Feuerlöschen auf kurze Entfernung
erforderlich.
[0021] Ganz offensichtlich können die erfinderischen Stufenbohrungen gemäß Fig. 1b und 1c
mehrfach -wie z.B. in
Fig.en 8a und 8b gezeigt- nebeneinander angeordnet werden, um einen kräftigeren Flachstrahl zu erzeugen.
[0022] Diese Bohrungen können gemäß
Fig.en 9a und 9b auch auf einem Kreis oder einem Kegel liegen, um auch auf größere Entfernung eine
gewisse Flächenwirkung zu erzielen.
[0023] Zusätzlich können diese Wirkungen erweitert werden durch Ausbildung von Ringkanälen
oder Ringkanal-Abschnitten gemäß
Fig.en 10a, 10b, um die bekannten Wirkungen von Duschköpfen zu erzielen.
[0024] Selbstverständlich unterliegt die Erfindung verschiedensten Modifikationen, die jedoch
als innerhalb des Erfindungsgedankens liegend zu betrachten sind. Dieses mag z.B.
den Einsatz konventioneller Stabilisatoren oder Diffusoren am Düseneinlaß betreffen
u.a.
1. Druckfluiddüse mit einem Düsenkörper 52 und einem darin befindlichen Düsenkanal 50,
zur Beschleunigung eines Druckfluids vorzugsweise zum Zwecke von Hochdruckreinigung,
Hochdruckspül- und -feuerlöschzwecke, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckfluidstrahl
den Düsenkanal 50 verläßt und in einen demgegenüber größeren Gleichrichterkanal 58
in direkter axialer Verlängerung des Düsenkanals 50 eintritt, so daß die Fluid-Teile
zur Bildung eines konzentrierten Strahles zusammengebündelt werden.
2. Druckfluiddüse nach Anspruch 1, d.g., daß das Verhältnis der Durchströmflächen von
Gleichrichterkanal 58 und Düsenkanal 50 unter 16 liegt.
3. Druckfluiddüse nach Anspruch 1 oder 2, d.g., daß wenigstens eine By-Pass-Strömungsvorrichtung
mindestens einen By-Pass-Strom parallel zum Zentralstrom durch Düsenkanal 50 gestattet,
wobei der Fluideinlaß und der Anfang des Gleichrichterkanals verbunden sind.
4. Druckfluiddüse nach einem der vorstehenden Ansprüche, d.g., daß der Fluid-By-Pass
durch ein Fluid-Ventil zu- oder abgeschaltet wird.
5. Druckfluiddüse nach einem der vorstehenden Ansprüche, d.g., daß der By-Pass-Strom
mittels eines stufenlos einstellbaren Ventils stufenlos einstellbar ist.
6. Druckfluiddüse nach einem der vorstehenden Ansprüche, d.g., daß wenigstens ein By-Pass
den Fluid-Einlaß 56 und das Ende von Gleichrichterkanal 58 verbindet.
7. Druckfluiddüse nach einem der vorstehenden Ansprüche, d.g., daß ein Sandstrahlkopf
30,32,33 auf den Düsenausgang 58 montiert ist.
8. Druckfluiddüse nach einem der vorstehenden Ansprüche, d.g., daß eine Quetschvorrichtung
auf dem Düsenausgang 58 montiert ist, der den Rundstrahl beidseitig zu einem Flachstrahl
zusammenquetscht.
9. Druckfluiddüse nach einem der vorstehenden Ansprüche, d.g., daß ein Fluidventil im
Ventilkörper 52 selber angeordnet ist.
10. Druckfluiddüse nach einem der vorstehenden Ansprüche, d.g., daß ein Fluidventil um
den Ventilkörper herum angeordnet ist.
11. Druckfluiddüse nach einem der vorstehenden Ansprüche, d.g., daß ein Umschaltventil
vorsieht, entweder den Fluidstrom in die erfindungsgemäße Druckflüssigkeitsdüse oder
in eine andere, parallel geschaltete Spritzvorrichtung zu leiten.
12. Druckfluiddüse nach Anspruch 11, d.g., daß das Umschaltventil ein integriertes Bauteil
des Düsenkörpers 52 ist.
13. Druckfluiddüse nach einem der vorstehenden Ansprüche, d.g., daß der Gleichrichterkanal
58 axial längs des Düsenkanals 50 bewegt werden kann.
14. Druckfluiddüse nach einem der vorstehenden Ansprüche, d.g., daß sie auf einer kinematisch
bewegten Vorrichtung angebracht ist, die eine Hin- und Herbewegung so gestattet, daß
der Strahl schnell hin- und herbewegt wird, so daß sich in der Langzeitbetrachtung
ein Flachstrahl ergibt.
15. Druckfluiddüse nach einem der Ansprüche 1 bis 13, d.g., daß sie auf einer kinematisch
bewegten Vorrichtung angebracht ist, die eine rotierende Bewegung auf einem Zylinder
oder Kegelmantel so gestattet, daß auch der jeweilige Fluidstrahl auf einem solchen
Mantel bewegt wird, so daß letztendlich in der Langzeitaufnahme ein zylindrischer
oder kegeliger Hohlstrahl erzeugt wird.
16. Druckfluiddüse nach einem der vorstehenden Ansprüche, d.g., daß eine Mehrzahl von
Düsenkanälen 50 mit Gleichrichterkanälen 58 nebeneinander angeordnet ist.
17. Druckfluiddüse nach einem der vorstehenden Ansprüche, d.g., daß eine Mehrzahl von
Düsenkanälen 50 mit Gleichrichterkanälen 58 auf einem Zylindermantel angeordnet sind.
18. Druckfluiddüse nach einem der vorstehenden Ansprüche, d.g., daß eine Mehrzahl von
Düsenkanälen 50 mit Gleichrichterkanälen 58 auf einem Kegelmantel angeordnet sind.
19. Druckfluiddüse nach einem der Ansprüche 16, 17 oder 18, d.g., daß die Düsenkanäle
50 und/oder die Gleichrichterkanäle 58 jeweils untereinander verbunden sind.
20. Druckfluiddüse nach Anspruch 19, d.g., daß die genannte Verbindung wenigstens teilweise
eine flache Oberfläche hat.