[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Decken für Aktenordner,
unter Verwendung einer Deckenherstellungsvorrichtung mit einer Anzahl von Kalandern,
wobei die Decken aus einem Träger in Form eines Deckenzuschnittes aus einem Vollmaterial,
wie Pappe oder Karton, insbesondere auch mit unebenen Oberflächen oder materialbedingten
Oberflächenstrukturen, besteht, wobei der Träger auf seiner Außenwandfläche mit einem
Bezugspapier, insbesondere einem Wolkenmarmorpapier oder aus einem anderen geeigneten
Material, unter Verwendung eines Klebemittels kaschiert ist und auf seiner Innenwandfläche
unter Verwendung eines Klebemittels mit einem aufkaschierten Papier- oder Folienzuschnitt
als Spiegel versehen ist, wobei vor dem Aufprägen des Papier- oder Folienzuschnittes
auf den Träger die über den Deckenzuschnitt hinausragenden Randabschnitte des Bezugspapieres
an die Innenwandfläche des Deckenzuschnittes gefaltet werden, woraufhin dann der Papier-
oder Folienzuschitt aufgebracht wird. Des weiteren betrifft die Erfindung einen Aktenordner
aus einem Deckenzuschnitt aus Pappe oder Karton, der auf seiner Außenwandfläche mit
einem Bezugspapier, wie Wolkenmarmorpapier oder mit einem anderen geeigneten Bezugsmaterial
und auf seiner Innenwandfläche mit Papier oder Kunststoffolie kaschiert ist, wobei
zur Ausbildung des Ordnerrückens zwischen den beiden ausgebildeten Deckelteilen zwei
parallel und im Abstand voneinander quer zur Deckelzuschnittslängsrichtung verlaufende
Gelenk- bzw. Falzrillen ausgebildet sind, die seitlich das Rückenteil des Ordners
begrenzen.
[0002] Herkömmliche Aktenordner bestehen aus einem Deckenzuschnitt aus Pappe oder Karton,
der auf seiner Außenseite mit einem Bezugspapier, wie Wolkenmarmorpapier, und auf
seiner Innenseite mit Papier oder Kunststofffolie kaschiert ist. Durch zwei quer zur
Deckelzuschnittslängsrichtung verlaufende Gelenk- bzw. Falzrillen werden die Deckelteile
des Ordners ausgebildet, zwischen denen der Ordnerrücken liegt. An der Innenwandfläche
eines der beiden Deckelteile des Ordners ist eine Aufreihmechanik angeordnet.
[0003] Die Bezugsmaterialien werden unter Verwendung eines Klebemittels auf den Deckenzuschnitt
aufkaschiert, wobei zunächst das äußere Bezugspapier aufgebracht wird. Seine Randabschnitte
werden auf die Innenwandfläche des Deckenzuschnittes umgelegt, woraufhin dann das
innere Bezugspapier so aufkaschiert wird, daß die umgelegten Randabschnitte des äußeren
Bezugspapieres mit abgedeckt werden. Das Aufkaschieren der Bezugsmaterialien auf den
Deckenzuschitt erfolgt mittels Ordnerdecken- bzw. Buchdeckenmaschinen, die mit Aufpreßwalzen
ausgestattet sind.
[0004] Nach dem Aufkaschieren der Bezugsmaterialien auf den Deckenzuschnitt aus Pappe oder
Karton zeigt sich oftmals abschnittsweise eine Blasenbildung beim Bezugsmaterial,
die auf unzureichende Haftung der Bezugspapiere zurückzuführen ist, dies ist darauf
zurückzuführen, daß das Trägermaterial oftmals materialbedingt eine Oberflächenstruktur,
z.B. in Form von Rillen o.dgl. aufweist, die zur Folge hat, daß die aufgestrichene
Klebstoffmasse vor dem Kaschierungsprozeß nur auf den erhabenen Abschnitten des Trägermaterials
zu liegen kommt, so daß keine ausreichende Verklebung und Haftung der Bezugsmaterialien
auf dem Träger erreicht wird. Die nicht verklebten Abschnitte der Bezugspapiere heben
sich dann abschnittsweise ab, was zu dieser Blasenbildung führt. Der Einsatz von größeren
Mengen an Klebstoffen führt hingegen zu einer Kostensteigerung und außerdem wird der
Klebstoff während des Aufpreßvorganges der Bezugspapiere auf den Deckenzuschnitt im
Seitenbereich herausgedrückt. Hinzu kommt, daß insbesondere die Randverklebungen oftmals
schwierig sind und zu unzulänglichen Ergebnissen führen. Auch die Verwendung von Beschichtungsmassen,
um glatte Trägeroberflächen für das Aufbringen der Bezugspapiere zu schaffen, führt
zu einer Erhöhung der Herstellungskosten für die Aktenordner. Auch die Herstellung
von Ordnern mit Bezugsmaterialien, die aus Kunststoffolie bestehen, ist oftmals mit
Schwierigkeiten verbunden, da auch hier oftmals keine ausreichende Verklebung des
Bezugsmaterials mit dem Material, wie Pappe oder Karton, des Deckenzuschnitts erreicht
wird, so daß auch hier abschnittsweise eine Blasenbildung und Wellenbildung bei den
Bezugsmaterialien auftreten können. Diese abschnittsweisen Ablösungen des Bezugsmaterials
vom Träger führt zu unbrauchbaren Aktenordnern. Derartige Blasenbildungen aufgrund
nicht einwandfreier Verklebungen haben schwerwiegende Auswirkungen, insbesondere bei
der Verklebung von Kunststoffolien mit Pappzuschnitten.
[0005] Insbesondere bei der Einwirkung von höheren Temperaturen besteht nämlich die Gefahr,
daß sich die Kunststoffolie, falls nicht einwandfrei verklebt, dehnt und Blasen entstehen,
die sich auch nicht mehr zurückbilden. Hinzu kommt, daß fehlerhafte Decken zusätzliche
Entsorgungskosten mit sich bringen, was insbesondere bei den Decken der Fall ist,
die sich aus zwei verschiedenen Komponenten, also beispielsweise Kunststoff und Pappe,
zusammensetzen; diese Materialien sind nicht mehr trennbar und müssen somit als Sondermüll
entsorgt werden.
[0006] Speziell im Hinblick auf die Kosteneinspareffekte handelt es sich bei den bekannten
Aktenordnern um Massen-Konsumartikel, die aufgrund ihrer Bedeutung einem extremem
Preisdruck unterliegen, so daß letztendlich jeder Möglichkeit, die Herstellungskosten
zu reduzieren, hohe Bedeutung beizumessen ist.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es, eine kostengünstiges, weitestgehend ausschußfreies
Verfahren zur Herstellung von Aktenordnern gemäß der eingangs beschriebenen Art zu
schaffen, mit dem neben der Verklebung der Bezugspapiere oder -folien auf einen Träger
aus einem Vollmaterial, wie Pappe oder Karton, eine mechanische Verankerung der Bezugsmaterialien
mit dem Trägermaterial vorgenommen wird, wobei durch die Verringerung des Ausschusses
bei der Herstellung der Decken des Aktenordners insbesondere bei Decken, die sich
aus zwei verschiedenen Komponenten zusammensetzen, z.B. Kunststoff und Pappe, sich
ökologische Aspekte insbesondere insofern ergeben, als daß die sonst nicht trennbaren
Materialien einer Sondermüllentsorgung zugeführt werden müssen.
[0008] Diese Aufgabe wird mit einem Verfahren mit dem in Anspruch 1 angegebenen Merkmalen
gelöst.
[0009] Hiernach besteht die Erfindung darin, daß der den Deckenzuschnitt für den Ordner
bildende Träger mit dem außenseitig aufkaschierten Bezugspapier und dem innenseitig
aufkaschierten Papier- oder Folienzuschnitt zur mechanischen Befestigung der Bezugsmaterialien
an dem Träger durch einen Kalander mit zwei Walzen geführt wird, von denen mindestens
eine Walze als Prägewalze ausgebildet ist. Danach ist dem Herstellungsverfahren für
Decken für Aktenordner ein Prägekalander nachgeschaltet.
[0010] Danach besteht die Erfindung in einer Bezugsmaterialverankerung mit dem Trägermaterial
durch Prägung zur Herstellung von Aktenordnern.
[0011] Durch die Nachschaltung eines zusätzlichen Prägekalanders im Anschluß an die Herstellung
der Decken für Aktenordner wird eine Verfestigung und Verankerung der Bezugsmaterialien
mit dem Material, wie Pappe oder Karton, des Deckenzuschnittes erreicht, aus dem der
Ordner gefertigt wird. Das äußere Bezugsmaterial, welches auf dem Deckenzuschnitt
aufkaschiert wird, besteht aus Papier, insbesondere Wolkenmarmorpapier, oder einem
anderen geeignetem Material, wobei geprägtes oder ungeprägtes Bezugsmaterial verwendet
werden kann, wohingegen das innere Bezugsmaterial, daß den sog. "Spiegel" bildet,
aus Papier, Kunststoffolie, einem kunststoffbeschichteten Papier oder auch aus anderen
geeigneten Materialien bestehen kann. Auch in diesem Falle kann das Bezugsmaterial
glatt ausgebildet oder mit einer Prägung versehen sein.
[0012] Wesentlich dabei ist das Einsparpotential, denn was den Wolkenmarmor-Ordner anbelangt,
so wird für gewohnlich ein Wolkenmarmorpapier eingesetzt, das bereits seitens der
Papierhersteller in einem seperaten Arbeitsgang geprägt wird und somit auch von der
Beschaffungsseite her deutlich teurer ist als ein ungeprägtes Bezugsmaterial. Da bei
der Aktenordner- bzw. Deckenherstellung auf später nachgeschalteten Prägekalandern
die komplette Decke geprägt wird, kann auch eingeprägtes Material nach der Erfindung
eingesetzt werden. Durch das Prägen der kompletten Decke wird letztlich nicht nur
das Bezugsmaterial geprägt, sondern auch bedingt durch den entsprechenden Prägedruck
der Deckenzuschnitte, also der Pappkern, mit einer Struktur versehen (Sickenbildung).
Diese Sickenbildung innerhalb des Pappkerns führt dazu, daß Pappen mit geringer Stärke
eingesetzt werden können, ohne daß die Planlage der Decke bzw. die Formstabilität
des fertigen Aktenordners beeinträchtigt wird.
[0013] Durch die Aufbringung einer Prägung auf den mit dem Bezugsmaterialien beschichteten
Träger aus Pappe oder Karton erfolgt eine hohe und zustätzliche Verfestigung, insbesondere
in den, den hohen Beanspruchungen ausgesetzten Randbereichen des Deckelzuschnittes,
nämlich insofern, als die auf die Innenwandfläche des Deckenzuschnittes gefalteten
Randabschnitte des äußeren Bezugsmaterials, zusammen mit den diese abdeckende Randabschnitte
des inneren Zuschnittes mit dem Material des Deckenzuschnittes durch die aufgebrachte
Prägung verfestigt und verankert wird, wobei die Prägung bis in das Material des Trägers
aus Karton oder Pappe erfolgt. Dadurch wird eine erhöhte Verfestigung der Randbereiche
der Bezugsmaterialien an dem Material des Deckenzuschnittes erreicht. Es erfolgt somit
eine Bezugsmaterial-Verankerung mit dem Trägermaterial durch Prägung bei der Herstellung
von Aktenordnern.
[0014] Es ist somit der Einsatz von ungeprägten Bezugsmaterialien möglich, die beim Durchlaufen
des Deckenzuschnittes durch den Prägekalander gleichzeitig mit der Verankerung mit
dem Material des Deckenzuschnittes eine Prägung erhält. Bei dem eingesetzten Prägekalander
kann nur die obere Walze als Prägewalze ausgebildet sein; auch besteht die Möglichkeit,
nur die untere Walze als Prägewalze auszubilden. Daneben können auch beide Walzen
des Prägekalanders als Prägewalzen ausgebildet sein.
[0015] Das zur Herstellung der Aktenordnerdecke eingesetzte äußere Bezugsmaterial kann bereits
mit einer Prägung versehen sein. Auch das Bezugsmaterial für den Spiegel kann geprägt
oder ungeprägt ausgebildet sein. In den Fällen, in denen von ungeprägten, d.h. eine
glatte Oberfläche aufweisenden Bezugsmaterialien ausgegangen wird, erhalten diese
beim Durchlaufen des Deckenzuschittes durch den Prägekalander die Prägungen. In denjenigen
Fällen, in denen von bereits geprägten Bezugsmaterialien ausgegangen wird, erhalten
diese nach dem Durchlauf des Deckenzuschnittes durch den Prägekalander eine zusätzliche
Prägung, wobei gleichzeitig die mechanische Verankerung der Bezugsmaterialien mit
dem Material des Trägers aus Karton oder Pappe erreicht wird.
[0016] Besonders vorteilhaft hat sich die Verwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens bei
Trägern aus Pappe und Karton und auch bei Papieren von schlechter Qualität und mit
materialbedingter Oberflächenstruktur gezeigt. Fehlende Haftabschnitte der Bezugsmaterialien
auf dem Träger werden durch die Prägeverankerung ersetzt. Dieser somit erreichte verstärkte
Hafteffekt spielt eine ganz bedeutende Rolle bei den deutlich schwieriger verklebbaren
Kunststoffolien, die nach der Erfindung ebenfalls als Bezugsmaterial der Pappzuschnitte
eingesetzt werden können, und zwar insbesondere in den Partien und Bereichen, in denen
das Außenbezugsmaterial nach innen eingeschlagen wird, da hier die Rückstellkräfte
der Folie besonders wirksam werden. Dadurch wird eine vollflächige Befestigung und
Anlage der Bezugsmaterialien auf dem Material des Deckenzuschnittes erreicht.
[0017] Der eingesetzte Prägekalander und die somit erzielte Prägung ist derart, daß sie
auch in das Material des Trägers für den Deckenzuschnitt hineinreicht und eingreift,
so daß eine mechanische Verankerung erreicht wird. Dazu kommt noch eine zusätzliche
Versteifung des gesamten Deckenzuschnittes, so daß eine verbesserte Formstabilität
erhalten wird.
[0018] Hinzu kommt, daß durch das erfindungsgemäße Verfahren Klebemittel für den Kaschierungsvorgang
eingespart wird, wodurch die Herstellungskosten für Ordner gesenkt werden können.
[0019] Die Erfindung betrifft ferner einen Aktenordner, der nach dem Verfahren gemäß Anspruch
1 herstellt ist, und aus einem Deckenzuschnitt aus Pappe oder Karton, der auf seiner
Außenwandfläche mit einem Bezugspapier, wie Wolkenmarmorpapier, oder einem anderen
geeigneten Bezugsmaterial, und auf seiner Innenwandfäche mit Papier oder Kunststoffolie
kaschiert ist, wobei zur Ausbildung des Ordnerrückens zwischen zwei Deckelteilen zwei
parallel und im Abstand voneinander quer zur Deckelzuschnittslängsrichtung verlaufende
Gelek- bzw. Falzrillen ausgebildet sind, die seitlich das Rückenteil des Ordners begrenzen,
besteht. Dieser Aktenordner weist eine Decke aus einem Zuschnitt aus Pappe oder Karton
auf, dessen mittels eines Klebemittels aufkaschierten Bezugspapier und/oder der mittels
eines Klebemittels aufkaschierte Papier- oder Kunststoffolienzuschnitt zur mechanischen
Verfestigung und Verankerung mit dem Material des Deckenzuschnittes mit einer Prägung
bzw. mit einer zusätzlichen Prägung, bei Verwendung von oberflächenstrukturierten
Bezugspapieren oder oberflächenstrukturierten Papier oder Kunststoffolie für die Innenwandfläche
des Deckenzuschnittes, vermittels eines Kalanders mit mindestens einer Prägewalze
versehen ist, wobei auch für das Außenbezugsmaterial eine Kunststoffolie eingesetzt
werden kann.
[0020] Des weiteren betrifft die Erfindung eine Verwendung eines Deckenzuschnittes aus Pappe
oder Karton mit beidseitig aufkaschierten und vermittels eines Prägekalanders verfestigten
und mit dem Material des Deckenzuschnittes mechanisch verbundenen bzw. verankerten
Bezugspapieren oder Kunststoffolien zur Herstellung von Aktenordnern mit zwei Deckelteilen,
einem zwischen den Deckelteilen ausgebildeten Rückenteil, zwei zwischen diesen und
den Deckelteilen ausgebildeten Gelenk- bzw. Falzrillen und eine innenseitig an einem
der beiden Deckelteilen angeordneten Hebelmechanik.
[0021] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. So
sieht das erfindungsgemäße Verfahren die Verwendung eines Prägekalanders vor, dessen
eine Walze oder dessen beide Walzen mit einer sich über die gesamte Walzenoberfläche
erstreckenden Prägestruktur versehen sind. Zur Ausbildung einer Ordnerdecke mit zwei
Ordnerdeckelteilen und mit einem zwischen den beiden Ordnerdeckelteilen liegenden
Rückenteil mit unterschiedlich fein abgestimmten Oberflächenstrukturen, wird ein Prägekalander
verwendet, dessen eine Walze oder dessen beide Walzen einen umlaufenden, glattflächigen
Abschnitt von der Breite des auszubildenden Ordnerrückenteils mit fehlender Prägungsstruktur
und zwei, zu beiden Seiten dieses Abschnittes mit der fehlenden Prägestruktur liegende
Abschnitte mit einer Prägestruktur aufweisen, so daß ein Deckenzuschnitt für einen
Aktenordner erhalten wird, bei dem die Bezugsmaterialien mit dem Träger aus Pappe
oder Karton im Bereich der auszubildenden Deckelteile des Ordners mit einer zusätzlichen
Prägung zur Herstellung der mechanischen Verbindung zwischen dem Bezugsmaterialien
und dem Träger versehen ist. Es werden somit Aktenordner von hoher Qualität erhalten.
Deren Herstellung ist mit einer erheblichen Kosteneinsparung verbunden.
[0022] Zur Ausbildung einer Ordnerdecke mit zwei Ordnerdeckelteilen und mit einem zwischen
den beiden Ordnerdeckelteilen liegenden Rückenteil mit unterschiedlich aufeinander
abgestimmten Oberflächenstrukturen, wird nach einer weiteren Ausführungsform ein Prägekalander
verwendet, dessen eine Walze oder dessen beide Walzen drei nebeneinander liegende
umlaufende Abschnitte aufweisen, von denen der mittlere Abschnitt eine der Breite
des Ordnerrückenteils entsprechende Breite aufweist, und die zu beiden Seiten des
mittleren Abschnittes liegenden Abschnitte den Breiten der Ordnerdeckelteile entsprechen,
wobei die den Ordnerdeckelteilen entsprechenden Walzenabschnitte mit einer groben
Prägestruktur und der mittlere Walzenabschnitt mit einer feinen Prägestruktur versehen
sind.
[0023] Die Erfindung ist anhand von Ausführungsbeispielen in der Zeichnung dargestellt.
Und zwar zeigen
- Fig. 1
- in einer schaubildlichen Rückansicht den Aktenordner in zum Teil aufgeklappten Zustand,
- Fig. 2
- eine schaubildliche Innenansicht auf den aufgeklappten Aktenordner mit einer als Hebelmechanik
ausgebildeten Aufreihvorrichtung,
- Fig. 3
- eine schaubildliche Ansicht des auseinander geklappten Aktenordners,
- Fig. 4
- schematisch den Verfahrensablauf für die Herstellung eines Aktenordners und mit dem
Trägermaterial verankerten Bezugsmaterialien,
- Fig. 5
- eine Ansicht von oben auf den Deckenzuschnitt eines Aktenordners mit einer sich über
die gesamte Deckenzuschnittsfläche erstreckenden Prägung,
- Fig. 6
- eine Ansicht von oben auf den entfalteten Deckenzuschnitt des Aktenordners mit im
Bereich seiner auszubildenden Deckelteile ausgebildeten Prägung,
- Fig. 7
- eine Ansicht von oben auf den entfalteten Deckenzuschnitt eines Ordners mit unterschiedlich
ausgebildeten Prägungen bzw. Oberflächenstrukturen im Bereich der auszubildenden Ordnerdeckelteile
und des Ordnerrückenteils, und
- Fig. 8
- einen vergrößerten und senkrechten Teilschnitt gemäß der Linie VIII-VIII in Fig. 1.
[0024] In den Fig. 1 bis 3 ist mit 100 ein Aktenordner bezeichnet, der aus einem vorderen
Deckelteil 10, einem hinteren Deckelteil 11 und einem die beiden Deckelteile miteinander
verbindenden Rückenteil 12 besteht. Rücken- und Deckelteile sind einstückig über Gelenk-
bzw. Falzrillen 30, 30' miteinander verbunden. In dem Rückenteil 12 ist ein verstärktes
Griffloch 13 ausgebildet. An der Innenwandfläche 11a des hinteren Deckelteils 11 ist
eine Aufreihvorrichtung 20 angeordnet, die an dem hinteren Deckelteil 11 befestigt
ist.
[0025] Diese Aufreihvorrichtung 20 ist als Hebelmechanik mit feststellbaren, das Abzuheftende,
mit Lochungen versehene Schriftgut aufnehmenden Bügeln 21, 21 ausgebildet, von denen
jeder Bügel 21, 22 eine zweigeteilte Form mit feststehenden Bügelschenkeln 21a, 22a
und vermittels der Kippmechanik verschwenkbaren Bügelschenkeln 21b, 22b besteht, wobei
die feststehenden Bügelschenkel 21a, 22a und die verschwenkbaren Bügelschenkel 21b,
22b zusammen mit der Kippmechanik auf einer Grundplatte 25 angeordnet sind, die wiederum
an dem hinteren Deckelteil 11 befestigt ist.
[0026] Die Aufreihvorrichtung 20 ist als Zwei- oder Mehrring-Kipphebelmechanik oder als
Zwei- oder MehrringReißmechanik ausgebildet, wobei auch Vielring-Mechaniken, die z.B.
aus achtzehn oder dreiundzwanzig Ringen bestehen, eingesetzt werden können. Je nach
Ausgestaltung des Ordners 100 ist die Aufreihvorrichtung 20 an der Innenwandfläche
11a des hinteren Deckelteils 11 oder an der Innenwandfläche des Rückenteils 12 befestigt.
Rücken- und Deckelteile 10,11,12 des Ordners 100 bestehen aus einem Deckenzuschnitt
40 aus Pappe oder Karton (Fig. 8). Dieser Deckenzuschnitt 40 aus Pappe oder Karton
ist auf seiner Außenseite mit einem Bezugspapier 50, z.B. einem Wolkenmarmorpapier,
und auf der Innenseite mit Papier oder einer Kunststoffolie 55 kaschiert.
[0027] Im vorderen Deckelteil 10 des Ordners 100 sind zwei Schlitze 15a, 15b zur Erweiterung
des Fassungsvermögens vorgesehen, in die die Bügel 21, 22 der Hebelmechanik der Aufreihvorrichtung
20 eingreifen (Fig. 1 bis 3). Über den Unterkanten der beiden Schlitze 15a, 15b steht
je ein Rasternocken 15a', 15b' über, dessen auf den Schlitz zugerichtete Fläche als
ansteigende Aufgleitfläche ausgebildet ist, um eine lösbare Verbindung zwischen der
Hebelmechanik und dem vorderen Deckelteil 10 zu erreichen, wodurch verhindert wird,
daß die beiden Deckelteile 10, 11 sich selbsttätig seitlich aufstellen.
[0028] Die beiden Gelenk- bzw. Falzrillen 30, 30', die zwischen dem Rückenteil 12 und den
beiden Rückenteilen 10, 11 verlaufen, sind durch Materialverformung, z.B. mittels
Preßdruck ausgebildet. Durch diese Materialverformung bei der Ausbildung der Gelenk-
bzw. Falzrillen 30, 30' entstehen auf der Innenseite des Ordners wulstartige Verstärkungen,
wohingegen auf der Außenseite nutenförmige Rillen ausgebildet sind.
[0029] Der die Decke des Aktenordners 100 bildende Deckenzuschnitt aus Pappe, Karton oder
einem anderen geeignetem Material ist auf seiner Außenwandfläche 46 mit dem Bezugspapier
50 versehen. Anstelle von Bezugspapier 50 können auch andere Bezugsmaterialien verwendet
werden und zwar auch solche mit oder ohne Prägung. Bevorzugterweise wird Wolkenmarmorpapier
eingesetzt. Diese Bezugspapier 50 ist in an sich bekannter Weise auf den Deckenzuschnitt
40 und zwar auf dessen Außenwandfläche 46 aufkaschiert. Gegenüber den Abmessungen
des Deckenzuschnittes 40 ist das Bezugspapier 50 größer bemessen, so daß die über
den Deckenzuschnitt 40 herausragenden Randabschnitte 51 des Bezugspapieres 50 auf
die Innenwandfläche 45 des Deckenzuschnittes gefaltet und mit dem Deckenzuschnitt
40 verbunden werden. Auf diese Innenwandflächen 45 des Deckenzuschnittes 40 wird ein
Papierzuschnitt oder Folienzuschnitt 55 aufkaschiert, der die eingefalteten Randabschnitte
51 des Bezugspapieres 50 mit abdeckt (Fig. 4 und 8).
[0030] Fig. 4 zeigt schematisch den Verlauf für die Herstellung einer Decke eines Aktenordners
100 mit den einzelnen Verfahrensstufen A bis G. Ausgegangen wird in Stufe A von einem
Deckenzuschnitt 40 aus Pappe oder Karton, wobei es unerheblich ist, ob der Deckenzuschnitt
40 in Längs- oder Querrichtung liegend durch die einzelnen Herstellungs- und Bearbeitungsstufen
hindurchgeführt wird. Dieser Deckenzuschnitt 40 weist die erforderlichen Abmessungen
für die Herstellung des Aktenordners 100 auf. In Stufe B wird auf den Deckenzuschnitt
40 das Bezugspapier 50 aufkaschiert und zwar mittels einer Ordnerdecken- bzw. Buchdeckenmaschine
60 mit den beiden Aufpreßwalzen 61, 62, nach dem vor dem Auflegen des Bezugspapieres
50 auf den Deckenzuschnitt 40 ein Klebmittelauftrag erfolgt ist. Die Abmessungen des
Bezugspapieres 50 sind größer als die Abmessungen des Deckenzuschnittes 40, so daß
überstehende Randabschnitte 51 erhalten werden (Stufe C). Nach dem Aufkaschieren des
Bezugspapieres 50 auf die Außenwandfläche des Deckenzuschnittes 40 werden die überstehenden
Randabschnitte 51 des Bezugspapieres in Pfeilrichtung X an die Innenwandfläche des
Deckenzuschnittes 40 gefaltet (Stufe C). Der so vorbereitete Deckenzuschnitt 40 ist
in Stufe D gezeigt. In der Stufe E wird dann auf die Innenwandfläche des Deckenzuschnittes
ein Zuschnitt 55 aus Papier oder Folie oder einem anderen geeigneten Material aufkaschiert,
nach dem ein Leimauftrag erfolgt ist. Um den Zuschnitt 55 aufzubringen, wird der vorbereitete
Deckenzuschnitt 40 gemäß Stufe D gewendet, was durch den Pfeil X1 angedeutet ist.
[0031] Eine Wendung des Deckenzuschnittes 40 ist jedoch nicht erforderlich, wenn andere
Zuführungseinrichtungen für den Zuschnitt 55 zu einem Deckenzuschitt 40 eingesetzt
werden. Das Aufkaschieren des Zuschnittes 55 aus Papier oder Folie erfolgt mittels
eines Kalanders 70 mit den Walzen 71 und 72. Die Walzen 61, 62 und 71, 72 der beiden
Kalander 60, 70 sind als glatte Walzen ausgebildet.
[0032] Nach dem Austritt aus dem Kalander 70 ist der Deckenzuschnitt 40 beidseitig mit Bezugsmaterial
50, 55 versehen (Stufe F). Der so vorbereitete Deckenzuschnitt 50 durchläuft dann
einen weiteren Kalander 80, der als Prägekalander ausgebildet ist und dessen Walzen
mit 81 und 82 bezeichnet sind. Soll der Deckenzuschnitt mit den aufkaschierten Bezugsmaterialien
beidseitig einer Prägung unterworfen werden, dann sind die beiden Walzen 81, 82 des
Kalanders 80 als Prägewalzen ausgebildet, wobei die Oberflächenstruktur der beiden
Walzen dann so ausgebildet ist, daß die Prägung bis in das Material des Deckenzuschnittes
40 erfolgt. Soll jedoch nur einseitig eine Prägung vorgenommen werden, dann ist die
entsprechende Walze 81 bzw. 82 des Kalanders 80 als Prägewalze ausgebildet. Das Endprodukt
wird dann in Stufe G erhalten. Hier ist der Deckenzuschnitt mit seinen beiden aufkaschierten
Bezugsmaterialien beidseitig mit einer Prägung versehen. Die Bezugspapiere und/oder
Bezugsfolien sind mittels der Prägung mit dem Material des Deckenzuschnittes fest
verbunden und verankert, wobei durch die Prägung beide Bezugsmaterialien mit einer
Oberflächenstruktur versehen sind. Bei dem eingesetzten Prägekalander 80 ist eine
Walze aus Prägewalze ausgebildet und beheizbar, während die Gegenwalze als glatte
Walze ausgebildet ist, so daß eine Prägung mit erhabenen Mustern erreicht wird, wobei
diese Prägung bis in das Grundmaterial des Deckenzuschnittes 40 sich erstreckt. Auch
beide Walzen 81, 82 können als beheizbare Prägewalzen ausgebildet sein.
[0033] Die in Stufe G erhaltene Decke für den Aktenordner wird dann mit den Gelenk- bzw.
Falzrillen 30, 30' versehen. Auf die Innenwandfläche des hinteren ausgebildeten Deckelteils
wird dann die Aufreihvorrichtung 20 aufgebracht. Es erfolgt dann die Ausbildung des
Griffloches 13 und der Schlitze 15a, 15b.
[0034] Fig. 8 zeigt einen vergrößerten senkrecht geschnittenen Abschnitt einer für die Herstellung
des Ordners nach dem vorangehenden Verfahren beschriebenen Decke, die vermittels des
Prägekalanders erhaltenen Prägungen sind bei 90 angedeutet. Diese Prägungen 90 erstrecken
sich von dem Bezugsmaterialien in das Material, aus dem der Träger bzw. der Deckenzuschnitt
besteht.
[0035] Soll der Deckenzuschnitt 40 mit den aufkaschierten Bezugsmaterialien 50, 55 ein-
oder beidseitig vollflächig geprägt werden, dann ist eine der beiden Walzen 81, 82
oder beide Walzen 81, 82 des Kalanders 80 mit einer sich über die gesamte Walzenoberfläche
erstreckenden Prägestruktur versehen. Diese Prägung erstreckt sich dann auch über
den später auszubildenden Rückenteil des Ordners. Die Zulaufrichtung des Deckenteils
zum Kalander 80 erfolgt in Pfeilrichtung Y (Fig. 5).
[0036] Sollen dagegen die auf dem Träger des Deckenzuschnittes 40 aufkaschierten Bezugsmaterialien
50, 55 nur im Bereich der auszubildenden Deckelteile 10, 11 des Ordners mit einer
Prägung versehen sein, dann ist eine der Walzen oder es sind beide Walzen 81, 82 des
Kalanders 80 so ausgebildet, daß diese Walzen zum Prägen eine Oberflächenstruktur
nur in denjenigen Bereichen aufweisen, die die Bereiche erfassen, die später einmal
die Deckelteile 10, 11 des Ordners 100 bilden. Der mittlere Abschnitt 80b, der der
Breite des zukünftigen Rückenteils 12 bildet, ist dann mit einer glatten Oberfläche
versehen, während die beiden seitlich sich anschließenden Abschnitte 80a der Walzen
des Kalanders 80 zur Ausbildung einer Prägung mit entsprechenden Oberflächenstrukturen
versehen sind (Fig. 6).
[0037] Soll dagegen das Rückenteil 12 des Aktenordners 100 mit einer Feinprägung versehen
werden, dann sind die Walzen 81 und/oder 82 des Prägekalanders 80 mit einem mittleren
Abschnitt 40b versehen, der die zur Ausbildung einer Prägung ausgebildete Oberfächenstruktur
aufweist, wohingegen die beiden seitlichen Abschnitte 80a ebenfalls zur Ausbildung,
z.B. einer größeren Prägung mit den entsprechenden Oberfächenstrukturen versehen sind,
die sich über den Walzenumfang erstrecken, so daß dann beim Durchleiten des beidseitig
oder auch nur einseitig mit Bezugsmaterialien 50 und/oder 55 beschichtete Träger des
Deckenzuschnittes 40 mit Prägungen derart versehen sind, daß z.B. die Prägungen für
die Bereich der Deckelteile 10, 11 eine gröbere Struktur besitzen, als die Oberflächenstruktur
im Bereich des Rückenteiles 13.
[0038] Die Erfindung ist nicht beschränkt auf die in der Zeichnung und voranstehend beschriebenen
Ausführungsform. Das Herstellungsverfahren für die Decke des Aktenordners kann auch
von den vorgeschriebenen Verfahren abweichen und durchgeführt werden, doch ist wesentlich,
daß ein Prägekalander nachgeschaltet ist, mit dem die auf den Träger des Deckenzuschnitts
aufkaschierten Bezugsmaterialien vermittels aufgebrachter Prägung mit dem Material
des Trägers nicht nur verklebt sondern auch noch zusätzlich verankert sind. Das eingesetzte
Material für den Deckensuschnitt für den Aktenordner und seine Stärke ist dabei so
gewählt, daß nach der Prägung das Material sich nicht verformt.
1. Verfahren zur Herstellung von Decken für Aktenordner (100) unter Verwendung einer
Deckenherstellungsvorrichtung mit einer Anzahl von Kalandern, wobei die Decken aus
einem Träger in Form eines Deckenzuschnittes (40) aus einem Vollmaterial, wie Pappe
oder Karton, insbesondere auch mit unebenen Oberfächen oder materialbedingten Oberflächenstrukturen
besteht, wobei der Träger auf seiner Außenwandfläche (46) mit einem Bezugspapier,
insbesondere einem Wolkenmarmorpapier, einer Kunststoffolie oder aus einem anderen
geeigneten Material (50), unter Verwendung eines Klebemittels kaschiert ist und auf
seiner Innenwandfläche (45) unter Verwendung eines Klebemittels mit einem aufkaschierten
Papier- oder Folienzuschnitt (55) als Spiegel versehen ist, wobei vor dem Aufbringen
des Papier- oder Folienzuschnittes (55) auf den Träger die über den Deckenzuschnitt
(40) hinausragenden Randabschnitte (51) des Bezugspapieres (50) an die Innenwandfläche
(45) des Deckenzuschnittes (40) gefaltet werden, woraufhin dann der Papier- oder Folienzuschnitt
(55) aufgebracht wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Träger des Deckenzuschnitts (40) mit dem außenseitig aufkaschierten Bezugspapier
(50) und dem innenseitig aufkaschierten Papier- oder Folienzuschnitt (55) zur mechanischen
Verfestigung (90) des Bezugspapiers (50) und des Papier- oder Folienzuschnittes (55)
an dem Material des Trägers des Deckenzuschnitts (40) durch einen Prägekalander (80)
mit zwei Walzen (81, 82) geführt wird, von denen mindestens eine Walze als Prägewalze
ausgebildet ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Prägekalander (80) verwendet wird, dessen eine Walze oder dessen beide Walzen
mit einer sich über die gesamte Walzenoberfläche erstreckenden Prägestruktur versehen
sind.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Ausbildung einer Ordnerdecke mit zwei Ordnerdeckelteilen (10, 11) und mit
einem zwischen den beiden Ordnerdeckelteilen (10, 11) liegenden Rückenteil (12) mit
unterschiedlich fein abgestimmten Oberflächenstrukturen ein Prägekalander (80) verwendet
wird, dessen eine Walze oder dessen beide Walzen einen umlaufenden glattflächigen
Abschnitt (80b) von der Breite des auszubildenden Ordnerrückenteils (12) mit fehlender
Prägestruktur und zwei, zu beiden Seiten dieses Abschnittes (80b) mit der fehlenden
Prägestruktur liegende Abschnitte (80a) mit einer Prägestruktur aufweisen.
4. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Ausbildung eines Ordnerdecke mit zwei Ordnerdeckenteilen (10, 11) und mit
einem zwischen den beiden Ordnerdeckelteilen liegende Rückenteil (12) mit unterschiedlich
aufeinander abgestimmten Oberflächenstrukturen ein Prägekalander (80) verwendet wird,
dessen eine Walze oder dessen beide Walzen drei nebeneinander liegende umlaufende
Abschnitte (80a, 80b) aufweisen, von denen der mittlere Abschnitt (80b) eine der Breite
des Ordnerrückenteils (12) entsprechenden Breite aufweist und die zu beiden Seiten
des mittleren Abschnittes (80b) liegenden Abschnitt (80a) den Breiten der Ordnerdeckelteile
(10, 11) entsprechen, wobei die den Ordnerdeckelteilen (10, 11) entsprechenden Walzenabschnitt
(80a) mit einer groben Prägestruktur und der mittlere Walzenabschnitt (80b) mit einer
feinen Prägestruktur versehen ist.
5. Aktenordner, hergestellt nach einem der Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, aus einem
Deckenzuschnitt (40) aus Pappe oder Karton, der auf seiner Außenwandfläche (46) mit
einem Bezugspapier, wie Wolkenmarmorpapier (50), einer Kunststoffolie oder einem anderen
geeigneten Bezugsmaterial und auf seiner Innenwandfläche (45) einer mit Papier oder
Kunststoffolie (55) kaschiert ist, wobei zur Ausbildung des Ordnerrückens (12) zwischen
zwei Deckelteilen (10, 11) zwei parallel und im Abstand voneinander quer zur Deckelzuschnittslängsrichtung
verlaufende Gelenk- bzw. Falzrillen (30, 30') ausgebildet sind, die seitlich das Rückenteil
(12) des Ordners begrenzen,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Aktenordner (100) eine Decke aus einem Zuschnitt (40) aus einem Vollmaterial,
wie Pappe oder Karton, aufweist, dessen mittels eines Klebemittels aufkaschierten
Bezugspapier (50) und/oder der mittels eines Klebemittels aufkaschierte Papier- oder
Kunststoffolienzuschnitt (55) zur mechanischen Verfestigung und Verankerung (90) mit
dem Material des Deckenzuschnitts (40) mit einer Prägung bzw. zusätzlichen Prägung
bei der Verwendung von oberflächenstrukturiertem Bezugspapier (50) oder oberflächenstrukturiertem
Papier oder Kunststoffolie (55) für die Innenwandfläche (45) des Deckenzuschnittes
(40) vermittels eines Kalanders (80) mit mindestens einer Prägewalze versehen ist.
6. Aktenordner nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die gesamte Außen- und/oder Inenwandfläche (45, 46) des mit dem Bezugspapier (50)
und dem Papier- oder Kunststoffolienzuschnitt (55) kaschierten Deckenzuschnittes (40)
des Ordners (100) mit einer Prägung versehen sit.
7. Aktenordner nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Außen- und/oder Innenwandfläche (45, 46) des mit dem Bezugspapier (50) und
dem Papier- oder Kunststoffolienzuschnitt (55) kaschierten Deckenzuschnittes (40)
im Bereich der die Ordnerdeckelteile (10, 11) bildenden Abschnitte mit einer Prägung
versehen ist.
8. Aktenordner nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Außen- und/oder Innenwandfläche (45, 46) des mit dem Bezugspapier (50) und
dem Papier- oder Kunststoffzuschnitt (55) kaschierten Deckenzuschnitt (40) im Bereich
der die Ordnerdeckelteile (10, 11) bildenden Abschitt mit einer Grobprägung und im
Bereich der den Ordnerrückenteil (12) bildende Abschnitt mit einer Feinprägung versehen
ist.
9. Verwendung eines Deckenzuschnittes (40) aus Vollmaterial, wie Pappe oder Karton mit
beidseitig aufkaschierten und vermittels eines Prägekalanders (80) verfestigten und
mit dem Material des Trägers des Deckenzuschnittes (40) mechanisch verbundenen bzw.
verankerten Bezugspapieren und/oder -kunststoffolien (50, 55) zur Herstellung von
Aktenordnern (100) mit zwei Deckelteilen (10, 11), einem zwischen den Deckelteilen
ausgebildeten Rückenteil (12), zwei zwischen diesen und den Deckelteilen ausgebildeten
Gelenk- bzw. Falzrillen (30, 30') und einer innenseitig an einem der beiden Deckelteilen
angeordneten Hebelmechanik (20).