[0001] Die Erfindung betrifft eine Umreifungsmaschine zum Umreifen von Objekten, wie Produktstapeln
aus Zeitschriften, Magazinen oder jeder anderen beliebigen Stapelware, wie Paketen,
z. B. Versandkartons u. dgl. mit den im Oberbegriff des Anspruches 1 angegeben Merkmalen.
[0002] Eine derartige Umreifungsmaschine ist z. B. aus der älteren deutschen Patentanmeldung
DE 196 02 579 A1 bekannt. Diese Umreifungsmaschine weist neben den notorischerweise
bei solchen Gerätschaften vorhandenen Bauteilen, wie Maschinengestell, Arbeitstisch,
Bandführungsrahmen zum Herumführen des Umreifungsbandes um das zu umreifende Objekt
als lose Schlinge, Einschießeirrichtung zum Einschießen des Umreifungsbandes in den
Bandführungsrahmen und Rückholeinrichtung zum Zurückholen des Umreifungsbandes aus
dem Bandführungsrahmen und zum Anlegen des Umreifungsbandes um das zu umreifende Objekt
auch eine stapelhöhenabhängige Rückspanneinrichtung zum Straffziehen des Umreifungsbandes
um das Objekt auf. Eine stapelhöhenabhängige Rückspannung ist in diesem Zusammenhang
von Vorteil, da das Umreifungsband den Produktstapel zwar fest zusammenhalten, das
Rückspannen jedoch um so ausgeprägter sein muß, je weicher, d. h. kompressibler das
den Stapel bildende Gut ist. In der Regel wächst mit der Stapelhöhe und der Anzahl
z. B. von Zeitschriften in einem Stapel dessen Kompressibilität. Dies bedeutet, daß
für einen hohen Stapel eine hohe Rückspannung gewährleistet sein muß, wogegen bei
sehr niedrigen Stapeln oder gar beim Umreifen von Einzelexemplaren praktisch keine
Rückspannung mehr auftreten darf, da diese zu einem Zusammenrollen der Zeitschrift
führen würde.
[0003] Bei der Rückspanneinrichtung gemaß der vorgenannten älteren Patentanmeldung ist eine
aufwendige mechanische Konstruktion zur stapelhöhenabhängigen Einstellung der Rückspannung
vorgesehen. Demnach ist ein schwenkbarer Kulissenhebel mit einer Steuerkulisse vorhanden,
der über eine mechanische Abtastung der Stapelhöhe des Produktstapels einstellbar
ist. Bei der mechanischen Abtastvorrichtung handelt es sich z. B. um einen Hebelübertragungsmechanismus
zwischen dem Preßbalken, der den zu umreifenden Stapel vor dem Anlegen des Umreifungsbandes
komprimiert, und dem schwenkbaren Kulissenhebel mit einer Steuerkulisse. Letztere
betätigt einen Steuerhebel für einen Klemmhebel, der am die Rückspannung erzeugenden
Spannhebel der Rückspanneinrichtung schwenkbar angelenkt ist. Der Steuerhebel steuert
den Klemmhebel so, daß mit abnehmender Stapelhöhe die Blockierung der Klemmeinrichtung
zur Festlegung des Umreifungsbandes zunehmend verzögert und der Rückspannweg des Umreifungsbandes
verkleinert wird.
[0004] Neben dem hohen mechanischen Aufwand bringt die bekannte Rückspanneinrichtung weitere
Nachteile mit sich. So wird nur über die Einstellung des Rückspannweges zur Variation
der Rückspannung gearbeitet. Ferner ist nur eine proportionale Abhängigkeit zwischen
Produkthöhe und Rückspannweg erreichbar, so daß komplexere Abhängigkeiten nicht realisierbar
sind.
[0005] Ausgehend von der geschilderten Problematik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
eine Umreifungsmaschine mit objekthöhenabhängiger Rückspannung zu schaffen, die bei
verringertem mechanischen Aufwand eine höhere Flexibilität in der objektabhängigen
Einstellung der Rückspannung mit sich bringt.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die im Kennzeichnungsteil des Anspruches 1 angegebenen Merkmale
gelöst. Demnach ist bei einer erfindungsgemäßen Umreifungsmaschine eine Höhenerfassungseinrichtung
für das zu umreifende Objekt vorgesehen. Diese weist einen berührungslos arbeitenden
Sensor zur Abtastung der Objekthöhe auf. Mit dem Sensor ist eine Steuereinrichtung
gekoppelt, mittels der an der Rückspanneinrichtung die Rückspannung einstellbar ist.
Bei dieser Steuereinrichtung kann es sich beispielsweise um eine Zeitsteuerung handeln,
die ein Antriebsrollenpaar für das Umreifungsband für eine bestimmte Zeit aktiviert
und das Umreifungsband damit um einen bestimmten Rückspannweg zusammenzieht. Auch
kann die Steuereinrichtung eine Motorsteuerung für einen drehmomenteintstellbaren
Gleichstrom-Motor sein, der mit Hilfe der Steuerung das Umreifungsband mit einer bestimmten
Rückspannkraft straff zieht. Eine kraftabhängige Rückspannung kann auch mit Hilfe
einer elektronisch einstellbaren Drehmoment-Kupplung realisiert werden, die bei Erreichen
einer bestimmten, elektronisch einstellbaren Rückspannkraft auslösbar ist.
[0007] Die in der Erfindungsaufgabe geforderte Flexibilität wird durch eine erfindungsgemäß
weiterhin vorgesehene Speichereinrichtung erreicht, die zur Speicherung einer Kennfunktion
der Rückspannung in Abhängigkeit der Objekthöhe dient. Die Steuereinrichtung greift
zur Einstellung der Rückspannung auf diese Kennfunktion in der Speichereinrichtung
zu.
[0008] Über eine entsprechende Auslegung der Kennfunktion ist also die Rückspannung praktisch
beliebig einstellbar und an die jeweiligen Gegebenheiten der zu umreifenden Objekte
anpaßbar. Damit kann also eine erfindungsgemäße Umreifungsmaschine durch eine entsprechende
Auswahl der Kennfunktion an unterschiedliche Kundenspezifikationen angepaßt werden.
[0009] Wie bereits angedeutet, kann gemaß bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung der
Rückspannweg des Umreifungsbandes, aber auch die Rückspannkraft als Parameter in der
Kennfunktion festgelegt sein. Dies richtet sich in erster Linie nach der Art der Steuereinrichtung
für die Rückspanneinrichtung und letzterer selbst.
[0010] Ferner kann die Kennfunktion eine stetige Funktion sein. Damit ist eine stufenlose
Verstellung der Rückspannung abhängig von der Objekthöhe möglich. Zu beachten ist
hierbei, daß damit eine relativ genaue Auflösung des Sensors und Einstellbarkeit der
Rückspannung an der Rückspanneinrichtung möglich sein muß, um die Kennfunktion in
Form einer stufenlos durchgehenden Kennlinie überhaupt ausnützen und deren Genauigkeit
umsetzen zu können.
[0011] Aus praktischen Gesichtspunkten wird die Kennfunktion daher bevorzugt eine Stufenfunktion
sein. Dies bedeutet, daß Objekte für bestimmte Objekthöhenbereiche mit einem festen
Wert des Rückspannweges oder der Rückspannkraft umreift werden. Die Stufenabfolge
muß dabei nicht unbedingt laufend ansteigend oder abfallend sein, falls dies praktische
Gesichtspunkte erfordern.
[0012] Bei dem Sensor handelt es sich vorteilhafterweise um einen Ultraschallsensor, der
in der oberen Horizontalstrebe des Bandführungsrahmens angeordnet und von dort die
Höhe des darunter vorbeilaufenden Objektes abtastet.
[0013] Eine vorteilhafte Weiterbildung der erfindungsgemäßen Umreifungsmaschine bezieht
sich auf eine Schnittstelle zur Übermittlung eines für die Objekthöhe repräsentativen
Signals, das mit Hilfe der Höhenerfassungseinrichtung gewonnen wurde, an externe Geräte.
Damit kann bei einer Einbindung der Umreifungsmaschine in eine Verpackungsstraße die
in die Umreifungsmaschine integrierte Höhenerfassungseinrichtung auch für andere Handhabungen
des Objektes genutzt werden, wie z. B. die Steuerung eines berührungslos arbeitenden
Druckkopfes zur anschließenden Beschriftung der Objektoberseite.
[0014] Durch die weiterhin vorgesehene Kopplung der Höhenerfassungseinrichtung mit der Rückholeinrichtung
kann die Rückholsteuerung des Umreifungsbandes an die Objekthöhe angepaßt werden.
Damit ist ein erheblicher Zeitvorteil beim Rückholvorgang gegenüber dem Stand der
Technik zu erreichen. Letzterer sieht nämlich vor, unabhängig von der Objekthöhe das
Umreifungsband zum Rückholen aus dem Bandführungsrahmen immer für eine konstante Zeit
mit Hilfe des Förderrollenpaares zu transportieren. Bei sehr hohen Objekten legt sich
das Band schon sehr früh während des Rückholzyklusses um das Objekt, so daß die verbleibende
Förderzeit der Rückholeinrichtung quasi

verschenkt" wird. Bei einer Höhenerfassung für das Objekt und einer entsprechenden
Anpassung der Rückholzeit kann sofort danach der eigentliche Spannvorgang erfolgen,
so daß die Taktzeit für eine Umreifung optimal an die Objekthöhe angepaßt ist.
[0015] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist mittels der Höhenerfassungseinrichtung
eine Objekterkennung vornehmbar. Bei der praktischen Umsetzung erkennt der Sensor
beispielsweise den Verlauf der ihm zugewandten Oberfläche des Objektes und kann die
entsprechenden Koordinaten mit abgespeicherten Koordinaten eines bestimmten Objektes
vergleichen und dieses somit erkennen. Auf dieser Basis kann dann eine diesem Objekt
zugeordnete Kennfunktion ausgewählt und eine entsprechende Rückspannung vorgenommen
werden.
[0016] Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung sind der nachfolgenden
Beschreibung entnehmbar, in der ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert wird. Es zeigen:
- Fig. 1 und 2
- schematische Seitenansichten einer Umreifungsmaschine mit unterschiedlich hohen Objekten
auf dem Arbeitstisch,
- Fig. 3
- ein schematisches Blockschaltbild der Höhenerfassungseinrichtung der Umreifungsmaschine
gemäß Fig. 1 und 2,
- Fig. 4
- ein Kurvenschaubild mit unterschiedlichen Kennfunktionen für die Rückspannung.
[0017] Wie aus Fig. 1 und 2 hervorgeht, weist die Umreifungsmaschine ein auf Rollen 1 gelagertes
Maschinengestell 2 auf, auf dem ein Arbeitstisch 3 angebracht ist. Der Arbeitstisch
3 weist (nicht dargestellte) Förderbänder auf, mittels denen die zu umreifenden Objekte
- z. B. ein Zeitschriftenstapel 4 in Fig. 1 bzw. ein Versandkarton 5 in Fig. 2 - in
die Umreifungsposition auf dem Arbeitstisch 3 transportiert werden. Für sogenannte
Kreuzumreifungen kann in den Arbeitstisch 3 zusätzlich noch ein Drehteller integriert
sein, wie er der EP 0 445 429 B1 entnehmbar ist.
[0018] Auf dem Arbeitstisch 3 ist ein vertikal stehender Bandführungsrahmen 6 angeordnet,
mit dessen Hilfe das Umreifungsband 7 um das Objekt 4, 5 auf dem Arbeitstisch 3 als
lose Schlinge herumgeführt werden kann. Dazu wird das auf einer seitlich am Maschinengestell
2 auf einer Vorratsspule 8 bevorratete Umreifungsband durch in Fig. 1 bis 3 nur schematisch
dargestellte Führungen 9 über eine Rückspanneinrichtung 10 und ein Antriebsrollenpaar
11 durch den Schweißkopf 12 der Umreifungsmaschine zum Bandführungsrahmen 6 geführt.
Zum Einschießen des Umreifungsbandes 7 wird das Antriebsrollenpaar 11 in der entsprechenden
Richtung in Umlauf gesetzt und das Umreifungsband 7 im Bandführungsrahmen 6 herumgeführt,
bis sein freies Ende im Bereich des Schweißkopfes 12 zu liegen kommt und dort fixiert
wird. Anschließend wird das Antriebsrollenpaar 11 in entgegengesetzter Richtung aktiviert.
Dadurch wird das Umreifungsband 7 aus dem Bandführungsrahmen 6 zurückgeholt, tritt
also aus dem Bandführungsrahmen 6 aus und legt sich als Schlinge um das zu umreifende
Objekt 4, 5. Das Antriebsrollenpaar 11 mit seinem Antriebsmotor 13 und der Motor 14
dient also als gemeinsame Einschieß- und Rückholeinrichtung für das Umreifungsband
7 (Fig. 3).
[0019] Die in Fig. 1 bis 3 schematisch dargestellte Rückspanneinrichtung 10 weist eine gummierte
Spannrolle 15 auf, die mit einer gekrümmte Andruckschiene 16 zusammenwirkt. Letztere
stellt einen Umschlingungswinkel des Umreifungsbandes 7 von zirka 90 ° um die Spannrolle
15 und einen engen Reibungskontakt zwischen Spannrolle 15 und Umreifungsband 7 sicher.
Dadurch kann durch eine Rotation der Spannrolle 15 mit Hilfe ihres Antriebsmotors
17 eine hohe Zugkraft zur Rückspannung des Umreifungsbandes 7 um das zu umreifende
Objekt 4, 5 aufgebracht werden.
[0020] Um eine objekthöhenabhängige Rückspannung für das zu umreifende Objekt 4, 5 zu ermöglichen,
ist an der Umreifungsmaschine ferner eine Höhenerfassungseinrichtung 18 vorgesehen,
deren Aufbau schematisch in Fig. 3 dargestellt ist. Diese umfaßt einen berührungslos
arbeitenden Ultraschallsensor 19, der zentral an der oberen Horizontalstrebe 20 des
Bandführungsrahmens 6 angeordnet ist. Sein keulenartiges Meßfeld 21 ist vertikal nach
unten in Richtung zum Arbeitstisch 3 gerichtet und erfaßt somit die Oberseite 22 der
zu umreifenden Objekte 4, 5. Über den höhenabhängigen Abstand der Oberseite 22 zum
Ultraschallsensor 19 kann dieser ein für die Höhe des zu umreifenden Objektes 4, 5
repräsentatives Signal abgeben, das von der Steuereinrichtung 23 für die Rückspanneinrichtung
10 verarbeitbar ist. Dazu greift die Steuereinrichtung 23 auf eine Speichereinrichtung
24 zu, in der eine oder mehrere Kennfunktionen für die Rückspannung des Umreifungsbandes
7 in Abhängigkeit der Objekthöhe H abgelegt sind. Steuereinrichtung 23 und Speichereinrichtung
24 können zusammen mit der Motorsteuetung 14 - und natürlich weiteren Maschinensteuergruppen
- auf der Basis einer speicherprogrammierbaren Steuerung oder Mikroprozessor-Steuerung
realisiert werden.
[0021] Anhand von Fig. 4 sind die großen Variationsmöglichkeiten darstellbar und zu erläutern,
inwieweit mit Hilfe des Erfindungsgegenstandes eine objekthöhenabhängige Rückspannung
erfolgt.
[0022] Basis von Fig. 4 ist die Tatsache, daß für die Rückspannung der Rückspannweg x des
Umreifungsbandes 7 als ein Parameter in der Kennfunktion festgelegt ist.

Rückspannweg x" bedeutet die Wegstrecke, über die nach dem Rückholen des Umreifungsbandes
7 mit Hilfe des Antriebsrollenpaares 11 anschließend die Spannrolle 15 das Umreifungsband
7 weiter in Pfeilrichtung 25 gemäß Fig. 3 zieht.
[0023] Über den Ultraschallsensor 19 wird der Steuereinrichtung 23 die Höhe H des zu umreifenden
Objektes 4, 5 mitgeteilt. Arbeitet die Rückspanneinrichtung 10 beispielsweise mit
der Kennfunktion K1, so steigt mit zunehmender Objekthöhe H der Rückspannweg x bis
zu einem Maximum von 200 mm bei einer Objekthöhe von 500 mm an. Eine solche stetige
Linearfunktion ist beispielsweise für Zeitschriftenstapel 4 (Fig. 1) passend, da solche
Zeitschriftenstapel mit größerer Höhe immer kompressibler werden und damit für ein
straffes Spannen des Umreifungsbandes 7 ein hoher Rückspannweg benötigt wird.
[0024] Bei der ebenfalls linear stetig ansteigenden Kennfunktion K2 wird mit einer sanfteren
Rückspannung gearbeitet, da der maximale Rückspannweg x bei einer Objekthöhe von 500
mm nur 50 mm beträgt.
[0025] Die Kennfunktionen K3 und K4 geben stetige, jedoch nicht lineare Kennfunktionen wieder,
die aufgrund von Versuchen für ein produktabhängiges optimales Umreifen gefunden und
in die Speichereinrichtung eingegeben werden können. So liegt beispielsweise bei der
Kennfunktion K4 eine Besonderheit dahingehend vor, daß bei einer Objekthöhe unter
100 mm der Rückspannweg x minimal ist.
[0026] Die Kennfunktion K5 ist eine stetige Funktion, deren Steigung jedoch den Kennfunktionen
K1 bis K4 entgegengesetzt ist. Dies kann wiederum Folge einer speziell notwendigen
Behandlung des zu umreifenden Gutes sein, das bei großen Stapelhöhen H nur einen sehr
geringen Rückspannweg benötigt, während bei sehr niedrigen Objekten ein sehr großer
Rückspannweg x gewählt wird. Werden z. B. in ein und derselben Umreifungsmaschine
in einem

Mischbetrieb" hohe Stapel von sehr wenig kompressiblen Produkten und niedrige Stapel
mit sehr weichen Produkten gehandhabt, so kann die Kennfunktion K5 eingesetzt werden.
[0027] Um die Datenmenge, die von der Steuer- und Speichereinrichtung 23, 24 zu beherrschen
ist, zu begrenzen und entsprechend einfachere Auslegungen dieser Einrichtungen 23,
24 zuzulassen, kann auch mit Stufenfunktionen für die Kennfunktion gearbeitet werden,
wie dies durch die Kennfunktion K6 in Fig. 4 angedeutet ist. So wird bei dieser Kennfunktion
für eine Objekthöhe zwischen 0 und 100 mm mit einem Rückspannweg x von 10 mm, bei
einer Objekthöhe zwischen 100 und 200 mm mit einem Rückspannweg x von 50 mm, bei einer
Objekthöhe zwischen 200 und 300 mm mit einem Rückspannweg x von 100 mm usw. gearbeitet.
Wie aus den vorstehenden Erläuterungen ferner herleitbar ist, kann mit Hilfe der erfindungsgemäßen
Umreifungsmaschine und ihrer Höhenerfassungseiririchtung auch eine Art Objekterkennung
vorgenommen werden. Falls auf einer Umreifungsmaschine z. B. fünf verschiedene Objekte,
wie z. B. Verkaufskartons mit unterschiedlich schweren Inhalten, gehandhabt werden,
die sich durch ihre Höhe unterscheiden, so kann der Ultraschallsensor über die Höhenerfassungseinrichtung
eine Objekterkennung vornehmen. Jedem Objekt kann nun ein bestimmter Wert für einen
Rückspannweg zugeordnet sein, der für dieses Objekt eine optimale Rückspannung ermöglicht.
Als Beispiel seien Umreifungsbänder von Verkaufskartons genannt, die zur Sicherung
des Kartonverschlusses dienen. Falls ein kleiner, aber schwerer Gegenstand verpackt
wird, ist trotz der niedrigen Kartonhöhe mit einem hohen Rückspannweg zu arbeiten.
Werden leichtere Gegenstände in voluminöseren Kartons untergebracht, so genügt trotz
der größeren Kartonhöhe ein geringere Rückspannweg usw.
[0028] Ferner ist - wie aus Fig. 3 deutlich wird - die Steuereinrichtung 23 mit der Motorsteuerung
14 für das Antriebsrollenpaar 11 gekoppelt, so daß die Betätigungszeit für das Antriebsrollenpaar
an die Produkthöhe angepaßt und damit die Umreifungszeit für jedes Objekt zu optimieren
ist. Wird ein hohes Objekt erkannt, wird das Antriebsrollenpaar 11 von der Motorsteuerung
14 nur kurzzeitig in Betrieb gesetzt, wonach das eigentliche Rückspannen erfolgen
kann. Bei einem niedrigen Objekt wird demgegenüber ein längerer Lauf des Antriebsrollenpaares
11 notwendig sein, um das Umreifungsband vor dem eigentlichen Rückspannen um das Objekt
zu legen.
[0029] Schließlich ist in Fig. 3 noch eine Schnittstelleneinrichtung 26 gezeigt, mit deren
Hilfe die von der Höhenerfassungseinrichtung 18 gewonnenen Werte über die Objekthöhe
an andere externe Geräte weitergegeben werden.
1. Umreifungsmaschine zum Umreifen von Objekten, wie Produktstapeln, Paketen und dgl.
mit
― einem Maschinengestell (2),
― einem Arbeitstisch (3),
― einem auf dem Arbeitstisch (3) angeordneten Bandführungsrahmen (6) zum Herumführen
eines Umreifungsbandes (7) um das auf dem Arbeitstisch (3) im Bandführungsrahmen (6)
angeordnete Umreifungsobjekt (4, 5) als lose Schlinge,
― einer Einschießeinrichtung (11) zum Einschießen des Umreifungsbandes in den Bandführungsrahmen
(6),
― einer Rückholeinrichtung (11) zum Zurückholen des Umreifungsbandes (7) aus dem Bandführungsrahmen
(6) und zum Anlegen des Bandes (7) um das zu umreifende Objekt (4, 5), und
― einer Rückspanneirrichtung (10) zum Straffziehen des Umreifungsbandes (7) um das
Objekt (4, 5),
gekennzeichnet durch
― eine Höhenerfassungseinrichtung (18) für das zu umreifende Objekt (4, 5), die aufweist:
-- einen berührungslos arbeitenden Sensor (19) zur Abtastung der Objekthöhe (H) und,
-- eine damit gekoppelte Steuereinrichtung (23) für die Rückspanneinrichtung (10)
zur objekthöhenabhängigen Einstellung der Rückspannung, und
-- eine Speichereinrichtung (24) zur Speicherung mindestens einer Kennfunktion (K1
bis K6) der Rückspannung in Abhängigkeit der Objekthöhe (H), wobei die Steuereinrichtung
(23) zur Einstellung der Rückspannung auf die Kennfunktion (K1 bis K6) in der Speichereinrichtung
(24) zugreift.
2. Umreifungsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Rückspannung der Rückspannweg (x) des Umreifungsbandes (7) als Parameter in der
Kennfunktion (K1 bis K6) festgelegt ist.
3. Umreifungsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Rückspannung eine auf das Umreifungsband (7) wirkende Rückspannkraft als Parameter
in der Kennfunktion festgelegt ist.
4. Umreifungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kennfunktion (K1 bis K5) eine stetige Funktion ist.
5. Umreifungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kennfunktion (K6) eine Stufenfunktion ist.
6. Umreifungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor (19) ein Ultraschallsensor ist.
7. Umreifungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor (19) in der oberen Horizontalstrebe (20) des Bandführungsrahmens (6) angeordnet
ist.
8. Umreifungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch eine Schnittstelle (26) zur Übermittlung eines für die Objekthöhe (H) repräsentativen
Signals an externe Geräte.
9. Umreifungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhenerfassungseinrichtung (18) mit der Rückholeinrichtung (11, 14, 18) derart
gekoppelt ist, daß die Rückholsteuerung des Umreifungsbandes (7) an die Objekthöhe
(H) angepasst ist.
10. Umreifungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß mittels der Höhenerfassungseinrichtung (18) eine Objekterkennung vornehmbar ist.