[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Aufweiten von Hohlräumen in einer
Strecke oder einem Tunnel mit an einem schwenkbaren Auslegerarm rotierbar gelagerten
Schrämköpfen mit Schneidwerkzeugen bzw. Meißeln, wobei der Auslegerarm an einem um
eine sich in Strecken- bzw. Tunnelachse erstreckende Rotationsachse drehbaren Träger
um eine die Rotationsachse des Trägers rechtwinkelig schneidende oder kreuzende Achse
schwenkbar angelenkt und mit einem am Träger abgestützten Schwenkantrieb verbunden
ist, und wobei der drehbare Träger an zumindest einem Lagerbock in der Strecke bzw.
dem Tunnel abstützbar ist und mit wenigstens einem Drehantrieb verbunden ist.
[0002] Im Tunnelbau ist es üblich, insbesondere bei längeren Tunneln, in bestimmten Abständen
Hohlräume mit vergrößertem Querschnitt herzustellen, welche in der Folge entsprechend
abgedichtet werden müssen. Weiters ist es bekannt, aufgelassene Bergwerke, insbesondere
aufgelassene Salzbergwerke als Lagerstätten zu verwenden, wobei eine entsprechende
Abdichtung des Lagerraumes sichergestellt werden muß. Für das Abdichten derartiger
Lagerräume von als Lagerstätten umgewidmeten Bergwerken können beispielsweise Bentonitsteine
verwendet werden, mit welchen die vergrößerten Hohlräume ausgekleidet werden. Nach
dem Bewässern derartiger Steine quellen diese Steine und dichten den gebildeten Hohlraum
ab. Voraussetzung für den Erfolg derartiger Dichtungsmaßnahmen ist allerdings eine
hohe Präzision und Genauigkeit des zuvor hergestellten Dichtprofiles, wobei beim Herstellen
von kugelförmigen Hohlräumen Durchmessertoleranz von etwa 5 mm gefordert werden, um
eine vollständige Abdichtung sicherzustellen. Aus der DE 43 35 330 Al ist bereits
eine Einrichtung bekannt, bei der ein Auslegerarm an einem um eine sich in Strecken-
bzw. Tunnelachse erstreckende Rotationsachse drehbaren Träger um eine die Rotationsachse
des Trägers schneidende Achse angelenkt ist.
[0003] Die Erfindung zielt nun darauf ab, eine einfache Einrichtung der eingangs genannten
Art zu schaffen, mit welcher in einer bestehenden Strecke oder in einem Tunnel ein
entsprechender Hohlraum mit äußerst geringer Durchmessertoleranz herstellbar ist,
welcher sich in der Folge für eine vollständige Abdichtung eignet. Die erfindungsgemäße
Einrichtung soll hiebei kleinbauend und leicht transportabel sein, da sie durch die
Strecke bzw. den Tunnel zum Einsatzort verbracht werden muß und soll an der gewünschten
Stelle eine Vergrößerung des lichten Querschnittes auf mehr als das doppelte des ursprünglichen
Durchmessers ermöglichen. Weiters soll die erfindungsgemäße Einrichtung einen einfachen
und präzisen Antrieb für das Herstellen kugelförmiger Hohlräume mit hoher Maßtoleranz
bieten. Zur Lösung dieser Aufgabe ist die erfindungsgemäße Einrichtung im wesentlichen
dadurch gekennzeichnet, daß der Träger an beiden Enden in in der Strecke bzw. dem
Tunnel abgestützten, höhenverstellbaren Lagerböcken gelagert ist und daß der die Schrämköpfe
tragende Auslegerarm zwischen den Lagerböcken am Träger angelenkt ist. Dadurch, daß
der drehbare Träger an beiden Seiten in in der Strecke bzw. im Tunnel abgestützten,
höhenverstellbaren Lagerböcken gelagert ist, kann dieser Träger exakt in der Strecke
orientiert werden. Dadurch, daß die Schwenkachse des Auslegerarmes in einer die Rotationsachse
des Trägers schneidenden oder kreuzenden Lage angeordnet ist, gelingt es durch Verschwenken
des Auslegerarmes und Verdrehen des Trägers um die Rotationsachse Hohlräume zu schrämen,
welche eine hohe Maßtoleranz aufweisen, wobei dann, wenn die Schwenkachse des Auslegerarmes
in einer die Rotationsachse des Trägers schneidenden Lage angeordnet ist, exakt kugelförmige
Hohlräume geschrämt werden können. Insgesamt zeichnet sich die Einrichtung durch geringe
Baumaße aus und kann daher leicht auch durch Strecken bzw. Tunnel mit geringem lichten
Querschnitt in die gewünschte Position verbracht werden.
[0004] Für eine exakte Justierung und Positionierung der Rotationsachse des Trägers ist
die Ausbildung mit Vorteil so getroffen, daß die Lagerböcke zwei seitlich an die Strecken-
bzw. Tunnelwand ausfahrbare Stützen und wenigstens eine an der Sohle abstützbare und
in Höhenrichtung verstellbare Stütze aufweisen. Die an der Sohle abstützbare und in
Höhenrichtung verstellbare Stütze dient hiebei der Ausrichtung der Rotationsachse
in der Streckenachse und die seitlich an die Strecken- bzw. Tunnelwand ausfahrbaren
Stützen führen zu einer stabilen Abstützung dieser Rotationsachse und zu einer sicheren
Aufnahme der Reaktionskräfte beim Ausschrämen bzw. Auffahren des kugelförmigen Hohlraumes.
[0005] In besonders einfacher Weise kann der bzw. die Drehantrieb(e) für den Träger an wenigstens
einem Lagerbock festgelegt sein, wobei es prinzipiell ausreicht einen derartigen Drehantrieb
an einen der beiden Lagerböcke vorzusehen. Um auch hier die Reaktionskräfte bei entsprechend
kleinbauenden Motoren sicher aufnehmen zu können, ist mit Vorteil die Ausbildung so
getroffen, daß der Drehantrieb von zwei diametral zur Rotationsachse des Trägers am
Lagerbock angeordneten Motoren gebildet ist.
[0006] Der Schwenkantrieb des Auslegerarmes kann in besonders einfacher Weise von wenigstens
einem am rotierbaren Träger gelenkig angeschlossenen Zylinderkolbenaggregat gebildet
sein, wodurch auch hier ein kleinbauendes Antriebsaggregat Verwendung finden kann,
welches den Transport der Einrichtung vereinfacht.
[0007] Eine weitere Maßnahme zur Verringerung des benötigten lichten Querschnittes für den
Transport der Einrichtung besteht gemäß einer bevorzugten Weiterbildung darin, daß
der rotierbare Träger gekröpft ausgebildet ist und in seinem mittleren Bereich parallel
zur Rotationsachse versetzt verläuft, daß die Schwenkachse des Auslegerarmes an der
Innenseite die Rotationsachse schneidend und die Anlenkachse des Schwenkantriebes
am Träger an der Außenseite des Trägers angeordnet ist. Auf diese Weise kann mit einem
relativ kompakten drehbaren Träger das Auslangen gefunden werden und trotzdem der
für den Schwenkantrieb erforderliche Hebelarm zur Verschwenkung des Auslegerarmes
zur besseren Krafteinleitung zur Verfügung gestellt werden.
[0008] Beim Auffahren des Hohlraumes wird der Durchmesser durch mehrfaches Überstreichen
der abzubauenden Front vergrößert. Die bei einem derartigen Schritt erzielbare Durchmesservergrößerung
hängt von der Art des verwendeten Schrämkopfes und der entsprechenden Schrämkopfgeometrie
ab. Der Einbruch kann hiebei jeweils am Rand der Strecke bzw. des Tunnels erfolgen,
wobei die Durchmesservergrößerung durch Verschwenken des Auslegerarmes mit dem Schrämkopf
erfolgt. Um eine entsprechende Vergrößerung auf den doppelten oder noch größeren Durchmesser
zu gewährleisten, ist mit Vorteil die Ausbildung so getroffen, daß der Auslegerarm,
insbesondere durch Einsetzen von Zwischenstücken oder einer Teleskopiervorrichtung,
verlängerbar ausgebildet ist. Die Verwendung von Zwischenstücken stellt hiebei die
erforderliche Stabilität und Präzision beim Schrämvorgang sicher.
[0009] Mit Vorteil ist die Ausbildung so getroffen, daß der Schwenkantrieb für den Auslegerarm
einen Schwenkwinkel von 120 bis 180° überstreicht. Prinzipiell ist der erforderliche
Schwenkwinkel des Schwenkantriebes für den Auslegerarm davon abhängig, in welcher
Winkelstellung ausgehend von der Tunnel- oder Streckenlängsachse ein Einbruch in die
Wand des zu schrämenden Hohlraumes erfolgt. Der volle Winkel von 180° ist in aller
Regel nicht erforderlich, da ja die Einrichtung insgesamt einen wesentlich geringeren
lichten Querschnitt in Anspruch nimmt, als dies dem lichten Querschnitt der Strecke
bzw. des Tunnels entspricht. Zum Schrämen muß daher der Auslegerarm gegen die Wand
des Tunnels bzw. der Strecke angestellt werden, wobei die volle Schwenklage in Richtung
180° in erster Linie im Zusammenhang mit der Verringerung der Transportmaße von Bedeutung
ist.
[0010] Mit Vorteil ist die erfindungsgemäße Ausbildung so getroffen, daß der Schrämkopf
des Auslegerarmes um eine mit der Achse des Auslegerarmes fluchtende Rotationsachse
rotierbar angetrieben ist und daß der Schrämantrieb im Auslegerarm angeordnet ist,
wodurch besonders kompakte Baumaße für den Transport und eine hohe Effizienz beim
Schrämen sichergestellt ist.
[0011] Um eine sichere Abstützung der beiden Lager für den drehbaren Träger zu gewährleisten,
muß sichergestellt werden, daß diese Lager im lichten Querschnitt der Strecke bzw.
des Tunnels festgelegt werden können und während des Ausbruches des Hohlraumes nicht
versetzt werden müssen. Die Ausbildung ist daher mit Vorteil so getroffen, daß die
Länge des drehbaren Trägers zwischen den Drehlagern größer ist als der Durchmesser
des aufzufahrenden kugelförmigen Hohlraumes.
[0012] Mit besonderem Vorteil ist die erfindungsgemäße Ausbildung so getroffen, daß der
Auslegerarm an einem relativ zum Träger verschiebbaren und in seiner Verschiebelage
festlegbaren Support oder Schlitten in Längsrichtung des Trägers verschieblich um
die die Rotationsachse schneidende oder kreuzende Achse schwenkbar angelenkt ist.
Durch die Verfahrbarkeit des Auslegerarmes an einem relativ zum Träger verschiebbaren
Schlitten in Längsrichtung des Trägers gelingt es ohne zusätzliche Schrämwerkzeuge
in einfacher Weise, an den kugelförmigen Hohlraum anschließende Anschlußröhren exakt
aufzufahren.
[0013] Mit besonderem Vorteil ist der Schlitten auf einer quer zur Längsachse des Trägers
schwenkbaren Führung verfahrbar, womit exakt kegelförmige an den kugelförmigen Hohlraum
anschließende Röhren geschrämt werden können. Dabei kann mit dem Neigungswinkel der
schwenkbaren Führung zur Längsachse des Trägers die Kegelneigung der Anschlußröhren
exakt voreingestellt werden. Insgesamt ist es mit der erfindungsgemäßen Einrichtung
möglich, sowohl kugelförmige Hohlräume, sowie daran anschließende kegelförmige Anschlußröhren
exakt zu schrämen.
[0014] Um eine Justierung des kugelförmigen Hohlraumes auch nach erfolgter Verspannung der
gesamten Vortriebsmaschine zu ermöglichen, ist die erfindungsgemäße Ausbildung mit
Vorteil so getroffen, daß der Träger in Längsrichtung der Strecke verschiebbar abgestützt
ist.
[0015] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten
Ausführungsbeispieles näher erläutert. In dieser zeigen Fig. 1 eine Seitenansicht
auf die erfindungsgemäße Einrichtung in ihrer Position in der Strecke bzw. im Tunnel,
Fig. 2 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles A der Fig. 1 auf einen Lagerbock mit der
entsprechenden Abspannung bzw. Abstützung, Fig. 3 eine schematisch vereinfachte Schnittdarstellung
entsprechend der Linie B-B der Fig. 1 bei etwa normal zur Streckenlängsachse verschwenktem
Auslegerarm und Fig. 4 eine Seitenansicht auf eine erfindungsgemäße Einrichtung in
einer von der Fig. 1 abgewandelten Ausführungsform.
[0016] In Fig. 1 ist mit 1 ein rotierbarer Träger bezeichnet, welcher in Lagerböcken 2 rotierbar
gelagert ist. Die Lagerböcke 2 sind über Abstützungen 3 an der Sohle abgestützt, wobei
diese Abstützungen 3 über hydraulische Zylinderkolbenaggregate 4 höhenverstellbar
sind, um die Rotationsachse 5 des drehbaren Trägers 1 in eine mit der Streckenlängsachse
bzw. Tunnellängsachse fluchtende Lage justieren zu können.
[0017] Am drehbaren Träger 1 ist um eine Schwenkachse 6 ein Auslegerarm 7 schwenkbar angelenkt,
wobei diese Schwenkachse 6 die Rotationsachse 5 des drehbaren Trägers 1 schneidet.
Durch diese Positionierung der Schwenkachse 6 in der die Rotationsachse 5 schneidenden
Lage wird eine exakt kugelförmige Gestalt des zu schrämenden Hohlraumes sichergestellt,
wobei hier die Wand des ausgeschrämten Hohlraumes mit 8 bezeichnet ist. Am Ende des
schwenkbaren Auslegerarmes ist ein Schrämkopf 9 rotierbar gelagert, wobei der Schrämantrieb
der Einfachheit halber nicht eingezeichnet ist und im vorderen Ende des Schneidarmes
bzw. Auslegerarmes, welches mit 10 bezeichnet ist, untergebracht ist.
[0018] Der Schwenkantrieb für den Auslegerarm 7, welcher durch entsprechende Zwischenstücke
11 oder einer Teleskopiervorrichtung in seiner Längsrichtung verlängerbar ist, ist
durch ein hydraulisches Zylinderkolbenaggregat 12 gebildet, welches außerhalb der
Längsachse 5 des Trägers um eine Achse 13 schwenkbar am Träger 1 angelenkt ist. Das
zweite Ende dieses hydraulischen Zylinderkolbenaggregates greift am Auslegerarm 7
an einer Anlenkstelle 14 an. Zwischen der Anlenkstelle 14 und der Schwenkachse 6 des
Auslegerarmes 7 wird ein entsprechender Hebelarm ausgebildet, welcher die Verschwenkung
des Auslegerarmes 7 über nahezu 180° sicherstellt, wobei der Auslegerarm 7 für die
Transportstellung in eine zur Rotationsachse 5 des Trägers 1 im wesentlichen parallele
Lage eingeschwenkt werden kann.
[0019] In Fig. 2 ist die Abstützung der Lagerböcke 2 näher dargestellt. Die Abstützung auf
der Sohle erfolgt wiederum durch einen Abstützschuh 15, wobei der Lagerbock 2 durch
die hydraulischen Zylinderkolbenaggregate 4 in Höhenrichtung justiert werden kann,
um die Rotationsachse des Trägers 5 in die korrekte Position zu justieren. Die Abstützung
erfolgt zusätzlich durch seitlich ausfahrbare Abstützungen 16, welche über hydraulische
Zylinderkolbenaggregate 17 gegen die Wand der Strecke bzw. des Tunnels verspreizbar
sind. Am Lagerbock sind zwei diametral zur Rotationsachse einander gegenüberliegende
Antriebsmotoren 18 vorgesehen, durch welche eine symmetrische Krafteinleitung bei
kleinbauenden Antriebsmotoren für den Drehantrieb des Trägers 1 gewährleistet ist.
[0020] Bei der Darstellung nach Fig. 3 ist der Auslegerarm 7 in eine im wesentlichen normal
zur Rotationsachse 5 des Trägers stehende Position verschwenkt, wobei die Schwenkachse
des Auslegerarmes wiederum mit 6 bezeichnet ist. Durch Rotation des Trägers um die
Rotationsachse 5 wird somit ein Kreisbogen ausgeschrämt und durch Verschwenken des
Auslegerarmes 7 um die Schwenkachse 6 wird das gewünschte Hohlkugelprofil geschrämt.
Die Wand des Hohlraumes ist wiederum mit 8 angedeutet, wobei der Einbruch zur Vergrößerung
des Hohlraumes immer von der Seite des lichten Querschnittes der Strecke bzw. des
Tunnels erfolgt. Das Hohlkugelprofil wird durch Verschwenken des Auslegerarmes 7 um
die Schwenkachse 6 und Verdrehen des Trägers um die Rotationsachse 5 ausgeschrämt.
[0021] In der Ausführungsform nach Fig. 4 wurden für gleiche Teile die Bezugszeichen beibehalten.
Der Auslegerarm 7 ist dabei an einem Schlitten 19, welcher auf einer Führung 20 verfahrbar
ist, um die Schwenkachse 6 schwenkbar angelenkt. Die Führung 20 ist wiederum am Träger
1 um eine Schwenkachse 21 schwenkbar angelenkt und kann mit einem nicht näher dargestellten
Schwenkantrieb in Richtung des Doppelpfeiles 22 verschwenkt werden. Durch Verfahren
des Schlittens 19 auf der Führung 20 in Richtung des Pfeiles 23 kann bei gleichzeitiger
Rotation des Trägers 1 um die Rotationsachse 5 ein röhrenförmiges Profil geschrämt
werden, wobei durch eine voreingestellte Neigung der Führung 20 zur Rotationsachse
5 ein exakt kegelförmiger Hohlraum 24 aufgefahren werden kann. Mit 25 bzw. 26 sind
dabei entsprechende Positionen des Schrämkopfes beim Auffahren des kegelförmigen Hohlraumes
24, welcher an den strichliert eingezeichneten kugelförmigen Hohlraum 27 anschließend
geschrämt wird, bezeichnet.
[0022] Die erfindungsgemäße Einrichtung kann über Schienen 28 in die Strecke bzw. den Tunnel
verbracht werden und in der Strecke über seitliche Abstützungen der Lagerböcke 2,
welche in Fig. 2 näher dargestellt sind, verspannt werden. Der Träger 1 ist dabei
an seinen Enden in den Lagerböcken 2 in Längsrichtung der Strecke verschiebbar gelagert
und kann über Verschiebeeinrichtungen 29 nach erfolgter Verspannung der gesamten Einrichtung
in Richtung des Doppelpfeiles 30 nachjustiert werden.
1. Einrichtung zum Aufweiten von Hohlräumen (8) in einer Strecke oder einem Tunnel mit
an einem schwenkbaren Auslegerarm (7) rotierbar gelagerten Schrämköpfen (9) mit Schneidwerkzeugen
bzw. Meißeln, wobei der Auslegerarm (7) an einem um eine sich in Strecken- bzw. Tunnelachse
erstreckende Rotationsachse (5) drehbaren Träger (1) um eine die Rotationsachse (5)
des Trägers (1) rechtwinkelig schneidende oder kreuzende Achse (6) schwenkbar angelenkt
und mit einem am Träger (1) abgestützten Schwenkantrieb verbunden ist, und wobei der
drehbare Träger (1) an zumindest einem Lagerbock (2) in der Strecke bzw. dem Tunnel
abstützbar ist und mit wenigstens einem Drehantrieb verbunden ist, dadurch gekennzeichnet,
daß der Träger (1) an beiden Enden in in der Strecke bzw. dem Tunnel abgestützten,
höhenverstellbaren Lagerböcken (2) gelagert ist und daß der die Schrämköpfe tragende
Auslegerarm (7) zwischen den Lagerböcken (2) am Träger (1) angelenkt ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerböcke (2) zwei seitlich
an die Strecken- bzw. Tunnelwand ausfahrbare Stützen (16) und wenigstens eine an der
Sohle abstützbare und in Höhenrichtung verstellbare Stütze (3) aufweisen.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der bzw. die Drehantrieb(e)
für den Träger (1) an wenigstens einem Lagerbock (2) festgelegt ist (sind).
4. Einrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkantrieb
des Auslegerarmes (7) von wenigstens einem am rotierbaren Träger (1) gelenkig angeschlossenen
Zylinderkolbenaggregat (12) gebildet ist.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehantrieb
von zwei diametral zur Rotationsachse (5) des Trägers (1) am Lagerbock (2) angeordneten
Motoren (18) gebildet ist.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der rotierbare
Träger (1) gekröpft ausgebildet ist und in seinem mittleren Bereich parallel zur Rotationsachse
(5) versetzt verläuft, daß die Schwenkachse (6) des Auslegerarmes (7) an der Innenseite
die Rotationsachse (5) schneidend und die Anlenkachse (14) des Schwenkantriebes am
Träger (1) an der Außenseite des Trägers (1) angeordnet ist.
7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslegerarm
(7), insbesondere durch Einsetzen von Zwischenstücken (11) oder einer Teleskopiervorrichtung,
verlängerbar ausgebildet ist.
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkantrieb
für den Auslegerarm (7) einen Schwenkwinkel von 120 bis 180° überstreicht.
9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Schrämkopf
(9) des Auslegerarmes (7) um eine mit der Achse des Auslegerarmes (7) fluchtende Rotationsachse
rotierbar angetrieben ist und daß der Schrämantrieb im Auslegerarm angeordnet ist.
10. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge
des drehbaren Trägers (1) zwischen den Drehlagern größer ist als der Durchmesser des
aufzufahrenden kugelförmigen Hohlraumes (8).
11. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslegerarm
(7) an einem relativ zum Träger (1) verschiebbaren und in seiner Verschiebelage festlegbaren
Support oder Schlitten (19) in Längsrichtung des Trägers (1) verschieblich um die
die Rotationsachse (5) schneidende oder kreuzende Achse (6) schwenkbar angelenkt ist.
12. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitten
(19) auf einer quer zur Längsachse des Trägers (1) schwenkbaren Führung (20) verfahrbar
ist.
13. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger
in Längsrichtung der Strecke verschiebbar über ein Schwenkwerk abgestützt ist.