[0001] Die Erfindung betrifft einen Stromzuführungsleiter, der für eine einen Glassockel
aufweisende Leuchtmittellampe vorgesehen ist und der aus einer Ni enthaltenden Legierung
besteht.
[0002] Die Leuchtmittellampe ist z.B. eine Glühlampe, Gasentladungslampe oder Blitzlampe.
Die Leuchtmittellampe umfaßt einen hohlen Glaskörper und an diesen anschließend einen
im wesentlichen massiven bzw. vollen Glassockel. Der Stromzuführungsleiter ist teilweise
in den Glassockel eingeschmolzen und ragt teilweise von dem Glassockel nach außen
weg. Der Stromzuführungsleiter ist ein massives bzw. volles Gebilde aus der Legierung.
Die Erfindung betrifft nicht nur den Stromzuführungsleiter für sich allein, sondern
auch die Leuchtmittellampe, die mit dem Stromzuführungsleiter versehen ist.
[0003] Bei einem durch die Praxis bekannten Stromzuführungsleiter der eingangs genannten
Art ist die Legierung zu 98 Gew.% Ni und zu 2 Gew.% Mn. Nickel ist ein teures Metall
und es ist daher erwünscht, den Stromzuführungsleiter aus einem billigeren Material
zu fertigen. Jedoch werden an den Stromzuführungsleiter verschiedene Anforderungen
gestellt, die das gesuchte billigere Ersatzmetall erfüllen muß. Diese Anforderungen
sind:
[0004] Die Fertigung des Stromzuführungsleiters darf durch die Anwendung des Ersatzmetalls
nicht erschwert werden.
Das Ersatzmetall muß die beim Einschmelzen des Stromzuführungsleiters in den Glassockel
auftretenden Schmelztemperaturen von ca. 1.200°C aushalten.
Das Ersatzmetall muß eine gute elektrische Leitfähigkeit haben, um die Stromzufuhr
in das Innere der Leuchtmittellampe zu gewährleisten.
[0005] Das Ersatzmetall muß eine gute Wärmeleitfähigkeit haben, um Wärme aus dem Inneren
der Leuchtmittellampe nach außen abzuleiten.
Das Ersatzmetall muß Betriebstemperaturen von 150 - 200°C aushalten, die an dem nach
außen wegragenden Teil des Stromzuführungsleiters auftreten.
Das Ersatzmetall muß eine gute Korrosionsbeständigkeit bei Anwesenheit von Sauerstoff
und Hitze haben.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Stromzuführungsleiter der eingangs genannten
Art zu schaffen, dessen Legierung einerseits wesentlich billiger als Nickel ist und
andererseits doch die Anforderungen gut erfüllt, die an einen Stromzuführungsleiter
für eine Leuchtmittellampe gestellt sind. Der erfindungsgemäße Stromzuführungsleiter
ist, diese Aufgabe lösend, dadurch gekennzeichnet, daß die Legierung eine CuNi-Legierung
ist, die 10 - 30 Gew.% Ni und 70 - 90 Gew.% Cu enthält.
[0007] Wegen des hohen Gehalts an Kupfer ist die Legierung des erfindungsgemäßen Stromzuführungsleiters
sehr viel billiger, z.B. 20 % billiger, als eine zu 98 % aus Nickel bestehende Legierung
oder reines Nickel. Umfangreiche Versuche haben gezeigt, daß der erfindungsgemäße
Stromzuführungsleiter trotz des hohen Kopfergehalts die Anforderungen hinsichtlich
Fertigung, Glasschmelztemperatur, elektrische Leitfähigkeit, Wärmeleitfähigkeit, Betriebstemperatur
und Korrosionsbeständigkeit gut erfüllt. Der erfindungsgemäße Stromzuführungsleiter
weist aufgrund seiner Legierung bzgl. elektrischer Leitfähigkeit und Wärmeleitfähigkeit
etwas schlechtere Werte auf als der bekannte Stromzuführungsleiter mit der NiMn-Legierung;
diese Werteverschlechterung wird in Kauf genommen, da der erfindungsgemäße Stromzuführungsleiter
die gestellten Anforderungen trotzdem noch gut erfüllt. Die Erfindung besteht, mit
anderen Worten, in der Anwendung der CuNi-Legierung, die 10 - 30 Gew.% Ni und 70 -
90 Gew.% Cu enthält, für den Stromzuführungsleiter.
[0008] Diese CuNi-Legierung ist an sich bekannt und auf dem Markt zu kaufen. Die Legierung
des erfindungsgemäßen Stromzuführungsleiters enthält z.B. bis zu 10 Gew.% weitere
Metalle, z.B. Fe und/oder Mn. Bevorzugt ist es, wenn der Anteil an Ni maximal 20 Gew.%
ist.
[0009] In der Regel ist der erfindungsgemäße Stromzuführungsleiter so ausgelegt, daß er
ein als gezogener Draht gefertigtes Drahtstück mit einem Durchmesser bis zu 4 mm und
einer Länge bis zu 400 mm ist. Diese Gestaltung ist für Stromzuführungsleiter der
eingangs genannten Art üblich.
[0010] In der Regel ist der erfindungsgemäße Stromzuführungsleiter auch so ausgelegt, daß
er einerends an einen metallenen Dichtungsstift angeschweißt ist. Diese Gestaltung
ist für Stromzuführungsleiter der eingangs genannten Art üblich.
[0011] Der Stromzuführungsleiter und der Dichtungsstift bilden zusammen die Stromzuführung,
die ein für sich gefertigtes Produkt ist und als solches gehandelt wird. Der Dichtungsstift
besteht z.B. aus Molybdän, Wolfram oder einem kupferummantelten FeNi-Draht (Dumet).
[0012] Trotz der Legierung des erfindungsgemäßen Stromzuführungsleiters läßt sich dieser
mit dem Dichtungsstift verschweißen. Der Dichtungsstift ist bei der Leuchtmittellampe
teilweise in den Glassockel eingeschmolzen und ragt teilweise in den Glaskörper hinein.
[0013] In der Zeichnung ist eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung dargestellt und
zwar schematisch eine Seitenansicht mit Aufbruch einer Leuchtmittellampe mit Stromzuführungsleitern.
[0014] Die Leuchtmittellampe gemäß Zeichnung weist einen hohlen Glaskörper 1 auf, der einstückig
in einen massiven Glassockel 2 übergeht. In den Glassockel 2 sind zwei Stromzuführungen
3 eingegossen, die jeweils aus einem Stromzuführungsleiter 4 und einem demgegenüber
im Querschnitt kleineren Dichtungsstift 5 bestehen. Der Stromzuführungsleiter 4 und
der Dichtungsstift 5 sind mit den Enden gegeneinandergestoßen und durch eine Schweißung
6 miteinander verbunden. Die beiden Dichtungsstifte 5 ragen teilweise in den Glaskörper
1 und tragen in diesem eine Wendel 7 aus Wolfram.
1. Stromzuführungsleiter,
der für eine einen Glassockel aufweisende Leuchtmittellampe vorgesehen ist und der
aus einer Ni enthaltenden Legierung besteht,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Legierung eine CuNi-Legierung ist, die 10 - 30 Gew.% Ni und 70 - 90 Gew.%
Cu enthält.
2. Stromzuführungsleiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er Bestandteil
der Leuchtmittellampe ist und mit einem Teil in dem Glassockel (2) eingeschmolzen
ist.
3. Stromzuführungsleiter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß er ein als
gezogener Draht gefertigtes Drahtstück mit einem Durchmesser bis zu 4 mm und einer
Länge bis zu 400 mm ist.
4. Stromzuführungsleiter nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß er einerends
an einen metallenen Dichtungsstift (5) angeschweißt (6) ist.