Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht von einer Verteilereinspritzpumpe gemäß der Gattung des Patentanspruchs
1 aus. Eine solche, durch die DE-A-36 44 257 bekannte Verteilereinspritzpumpe hat
einen hin- und hergehend angetriebenen und zugleich rotierenden Pumpenkolben, der
bei seiner Drehbewegung und seinem Pumphub jeweils eine von mehreren Einspritzleitungen,
die zu je einem Kraftstoffeinspritzventil führen, mit auf Einspritzdruck gebrachtem
Kraftstoff versorgt. Zur Unterteilung der Einspritzung in eine Voreinspritzung und
eine Haupteinspritzung wird das elektrisch gesteuerte Ventil, das ein Magnetventil
ist, kurzzeitig geöffnet, um so den Pumpenarbeitsraum zu entlasten und den erzielten
Kraftstoffdruck kurzzeitig abzubauen. Dies bedeutet, daß ein sehr schnell schaltendes
Magnetventil erforderlich ist, das einen erheblichen Aufwand an die elektrische Steuerung
und an die Konstruktion des Ventils erfordert. Insbesondere ist auch ein spezielles
Druckventil in der Verbindung zwischen Pumpenarbeitsraum und Einspritzventil vorgesehen,
das bei Kraftstoffhochdruckförderung zur Kraftstoffeinspritzdüse in Förderrichtung
öffnet und bei Beendigung der Einspritzung schließt und das geeignet ist, Druckwellen
zwischen dem Druckventil und dem Kraftstoffeinspritzventil abzubauen und in diesem
Bereich einen angestrebten konstanten Standdruck während der Einspritzpausen zu halten.
Vorteilhaft ist es bei einer unterteilten Kraftstoffeinspritzung mit einer Voreinspritzung
und einer Haupteinspritzung pro Arbeitstakt des jeweiligen zu versorgenden Zylinders
der Brennkraftmaschine für einen konstanten Standdruck in den Einspritzpausen zu sorgen.
Vorteile der Erfindung
[0002] Durch die erfindungsgemäße Lösung wird die Steuerung einer in eine Vor- und Haupteinspritzung
unterteilten Einspritzung wesentlich einfacher. Durch die konstruktiv über die Nockenform
vorgegebe Unterbrechung entfällt eine elektrische Steuerung mit zwischenzeitlichen
Öffnen und Wiederschließen des elektrisch gesteuerten Ventils zur Unterbrechung der
Einspritzung zwischen Vor- und Haupteinspritzung und der damit verbundene Aufwand.
Das elektrisch gesteuerte Ventil braucht ferner auch nicht die große Schaltgeschwindigkeit
aufweisen, die für eine exakte Steuerung der Einspritzpause zwische Vor- und Haupteinspritzung
erforderlich ist und kann erheblich einfacher und kleiner sein als ein speziell sehr
schnell schaltendes Ventil. Ferner erlaubt die Verwendung von Einspritzventilen mit
unterteilter Einspriterate eine exakter steuerbare Einspritzpause.
[0003] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird in
der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen Figur 1 eine Prinzipdarstellung
einer Kraftstoffeinspritzpumpe, die von einem Magnetventil gesteuert wird und Figur
2 einen Verlauf der erfindungsgemäßen Nockenbahn in Form einer Nockenerhebungskurve
über den Drehwinkel 1
Beschreibung
[0004] Die erfindungsgemäße Lösung ist beim nachfolgend beschriebenen Ausführungsbeispiel
anhand einer Verteilereinspritzpumpe realisiert, wie sie schematisch in der Figur
1 dargestellt ist. Es handelt sich dort um eine Verteilereinspritzpumpe der Axialkolbenbauart,
wenn auch der Gegenstand der Erfindung auch bei anderen Kraftstoffeinspritzpumpen
verwendbar ist, wie z. B. Verteilereinspritzpumpen der Radialkolbenpumpenbauart oder
Einzelpumpen mit nur einem Pumpenkolben zur Versorgung eines einzelnen Zylinders einer
Brennkraftmaschine oder Reihenpumpen. Besonders vorteilhaft ist die Erfindung aber
bei einer Verteilereinspritzpumpe verwirklichbar, weil hier für die Versorgung der
Einspritzventile nur ein einziges elektrisch gesteuertes Ventil erforderlich ist und
die Verteilung auf die einzelnen Einspritzventile mit Hilfe des Verteilers vorgenommen
wird. Bei der Verteilereinspritzpumpe der in der Figur 1 gezeigten Art ist ein Pumpenkolben
1 vorgesehen, der in einer Zylinderbohrung 2 verschieb- und verdrehbar angeordnet
ist und dort stirnseitig einen Pumpenarbeitsraum 10 einschließt. Der Pumpenkolben
ist dabei mit einer Nockenscheibe 6, die axial nach unten weisende Nocken 5 der erfindungsgemäßen
Ausgestaltung aufweist, z. B. über eine nicht weiter gezeigte Feder, gekoppelt. Die
Nockenscheibe wird rotierend, insbesondere synchron zur Drehzahl der von der Einspritzpumpe
versorgten Brennkraftmaschine von einer nicht weiter gezeigten Antriebswelle in bekannter
Weise angetrieben, wobei die Nockenscheibe unter Einfluß der Feder auf einem bekannten
axial feststehenden Rollenring abläuft und in der Folge den rotierenden Pumpen- und
Verteilerkolben in eine hin- und hergehende fördernden und ansaugende Bewegung versetzt.
Bei seiner Drehbewegung in Zuordnung zu einem Pumpenförderhub, bei dem aus dem Pumpenarbeitsraum
10 Kraftstoff unter Hochdruck verdrängt wird, kommt der Pumpenkolben mit einer von
mehreren Einspritzleitungen 7 über eine Verteilernut 8 in der Mantelfläche des Pump-
und Verteilerkolbens in Verbindung. Die Verteilernut ist dabei über einen Längskanal
9 ständig mit dem Pumpenarbeitsraum verbunden. Die Einspritzleitung führt über ein
Druckventil 12 zu einem Kraftstoffeinspritzventil 13, das dem jeweiligen Zylinder
einer Brennkraftmaschine zugeordnet ist.
[0005] Die Versorgung des Pumpenarbeitsraumes 10 mit Kraftstoff erfolgt über eine Saugleitung
15, die von einem Saugraum 17, der im wesentlichen nur noch gestrichelt dargestellt
ist und innerhalb des Gehäuses der Kraftstoffeinspritzpumpe eingeschlossen ist, versorgt.
Der Saugraum erhält Kraftstoff von einer Kraftstofförderpumpe 18, die synchron zur
Kraftstoffeinspritzpumpe, z. B. von der Antriebswelle her, angetrieben wird und somit
Kraftstoff in drehzahlabhängigen Mengen in den Saugraum fördert. Mit Hilfe eines zusätzlichen
Drucksteuerventils 19 wird der Druck im Saugraum üblicherweise drehzahlabhängig gesteuert,
wenn mit Hilfe dieses Drucks Zusatzfunktionen der Kraftstoffeinspritzpumpe gesteuert
werden sollen. Über eine Überlaufdrossel 22 fließt beständig Kraftstoff zum Vorratsbehälter
23 zurück, so daß dadurch für Kühlung der Einspritzpumpe bzw. Entgasung des Saugraumes
gesorgt ist. Die Saugleitung 15 führt über ein Rückschlagventil 16 in den Pumpenarbeitsraum,
wobei das Rückschlagventil in Richtung Pumpenarbeitsraum öffnet. Parallel zu diesem
Rückschlagventil ist ein elektrisch gesteuertes Ventil 24 vorgesehen, das eine Bypassleitung
21 zum Druckventil 16 steuert und mit dessen Hilfe beim Öffnen des Ventils eine Verbindung
zwischen Pumpenarbeitsraum 10 und Saugraum 17 hergestellt ist und beim Schließen des
Ventils der Pumpenarbeitsraum 10 verschlossen ist. Das als Magnetventil symbolisierte
elektrisch gesteuerte Ventil 24 wird von einer Steuereinrichtung 25 entsprechend Betriebsparametern
in an sich bekannter Weise gesteuert. Bei genügend großem Durchflußquerschnitt des
Ventils 24 kann jedoch das Rückschlagventil 16 auch entfallen. In diesem Falle wird
der Pumpenarbeitsraum beim Saughub ausschließlich über das elektrischgesteuerte Ventil
gefüllt.
[0006] Mit Hilfe dieses elektrisch gesteuerten Ventils, wird der Beginn der Hochdruckförderung
des Pumpenkolbens derart gesteuert, daß mit Hilfe dieses Ventils letztendlich auch
der Spritzbeginn gesteuert wird. Beim Verschließen baut sich im Pumpenarbeitsraum
10 Einspritzdruck auf, der über den Längskanal 9 und die Verteilernut 8 einer der
Einspritzleitungen 7 zugeführt wird. Mit dem Wiederöffnen des elektrisch gesteuerten
Ventils wird die Hochdruckförderung unterbrochen, so daß die Schließzeit des Ventils
den Einspritzzeitpunkt und die Einspritzmenge bestimmt. Durch dieses Ventil kann ohne
besondere Ansteuerung nun auch eine Voreinspritzung realisiert werden.
[0007] Erfindungsgemäß sind die Förderseiten der Nockenflanken der Nocken 5, so ausgebildet,
daß sie wie in der Figur 2 dargestellt über die Zeit einen Hubverlauf des Pumpenkolbens
erzeugen, der unterteilt ist in einen ersten Bereich V der beginnend mit den Förderhub
des Kolbens nach einem kleinen Förderhub endet, in einen zweiten Bereich P in dem
der Kolben dann in eine rückläufige Bewegung versetzt wird, sodaß eine Hochdruckförderung
somit wirksam beendet wird und eine Einspritzpause entsteht und schließlich in einen
dritten Bereich H, in dem die Nockenflanke wieder ansteigt und den Pumpenkolben zwecks
weiterer Förderung der Haupteinspritzmenge verschiebt.
[0008] Dem Diagramm in Figur 2 ist ebenfalls entnehmbar wie das elektrisch gesteuerte Ventil,
z.B. ein Magnetventil oder auch ein von einem Piezo betätigtes Ventil zur Steuerung
des Beginns der Voreinspritzmengenförderung und damit zugleich des Spritzbeginns im
Punkt FB geschlossen wird und erst zur Beendigung der Haupteinspritzung wieder im
Punkt FE geöffenet wird. Die Unterbrechung der Einspritzung erfolgt allein dadurch,
daß durch den Nockenbereich P keine wirksame Hochdruckförderung möglich ist. Mit dieser
konstruktiv vorgegebenen Spritzpause kann die Dauer der Unterbrechung der Hochdruckeinspritzung
grundsätzlich mit konstant gehalten Nockenwinkeln erfolgen, insbesondere unabhängig
von der Schaltgeschwindigkeit des elektrisch gesteuerten Ventils und der Drehzahl.
In Einzelfällen ist es auch möglich, die Nockenform zu modifizieren, im Sinne der
gewollten unterteilten Einspritzung. Statt eine rückläufigen Hubbewegung des Kolben
zu erzeugen, kann dieser auch lediglich in seiner Stellung verharren oder nur so geringfügig
weiterbewegt werden, daß seine Bewegung nicht ausreicht, eine Einspritzung nennenswerter
Art zu ermöglichen, derart, daß eine wirksame Spritzpause auftritt, die die Kraftstoffzufuhr
in den Brennraum der Brennkraftmaschine insgesamt so reduziert, daß der Druckanstieg
im Brennraum kleiner wird und so eine geräuscharme Verbrennung erzielt werden kann.
[0009] Die Kraftstoffeinspritzpumpe der erfindungsgemäßen Art versorgt Einspritzventile,
die geeignet sind, mit einer unterteilten Einspritzrate einzuspritzen und dabei für
die Voreinspritzung eine kleineren Einspritzquerschnitt bereitstellen als für die
Haupteinspritzung. Solche Einspritzventile sind bekannt und brauchen hier nicht näher
beschrieben werden. Es wird hierzu z.B. auf die DE -C2-36 06 246 verwiesen. Mit Hilfe
von solchermaßen ausgebildeten Einspritzventilen kann noch wesentlich exakter die
erforderliche Einspritzpause zwischen Vor- und Haupteinspritzung eingehalten werden.
1. Verteilereinspritzpumpe mit einem von einem mit wenigstens einem Nocken versehenen
Nockenantrieb angetriebene Pumpenkolben begrenzten Pumpenarbeitsraum (10) der zur
Versorgung wenigstens eines Kraftstoffeinspritzventiles (13) mit auf Einspritzdruck
gebrachtem Kraftstoffeinspritzmengen dient, sowie mit einem elektrisch gesteuerten
Ventil (24), über das der Pumpenarbeitsraum (10) der Kraftstoffeinspritzpumpe zur
Steuerung der Einspritzmenge und des Einspritzzeitpunktes mit einem Entlastungraum
(17), verbunden oder geschlossen wird, und mit Unterbrechung der Einspritzung zwischen
einer Vor- und einer Haupteinspritzung pro Einspritzvorgang dadurch gekennzeichnet, daß der wenigstens eine Nocken so ausgebildet ist, daß er auf seiner den Pumpenkolben
zu seinem Förderhub bewegenden Nockenflanke einen Teilbereich (P) aufweist, in dem
der Kolben (1) nach einem ersten Förderhub für die Voreinspritzung zur Unterbrechung
seines Hochdruckförderhubes wenigstens in seiner dort erreichten Stellung verharrt
oder den Hub zurücknimmt und anschließend zur Durchführung des Förderhubes für die
Haupteinspritzung weiterbewegt wird, wobei das elektrisch gesteuerte Ventil (24) so
angesteuert wird, daß es zu Beginn des Förderhubes für die Voreinspritzung geschlossen
ist und erst wieder zur Beendigung des Haupteinspritzung geöffnet wird, wobei als
Einspritzventil ein einer Unterteilung der Einspritzung in verschiedene Einspritzraten
dienendes Einspritzventil ist, mit einem Ventilglied auf das wenigstens zwei Schließfedern
wirken und das durch den zugeführten Kraftstoffhochdruck gegen die Schließkraft einer
ersten der Federn einen ersten Öffnungshub für der Voreinspritzung ausführt und danach
entgegen der Kraft der ersten und/oder einer weiteren Feder zur Durchführung der Haupteinspritzung
einen weiteren Öffnungshub ausführt.
1. Distributor type injection pump having a pump working chamber (10) which is bounded
by a pump piston driven by a cam drive provided with at least one cam and which is
used to supply at least one fuel injection valve (13) with fuel injection quantities
brought up to injection pressure, and also having an electrically controlled valve
(24), via which the pump working chamber (10) of the fuel injection pump is connected
to a relief chamber (17) or closed in order to control the injection quantity and
injection time, and with interruption to the injection between a pilot and a main
injection per injection operation, characterized in that the at least one cam is designed in such a way that, on its cam flank that moves
the pump piston for its delivery stroke, it has a subregion (P) in which the piston
(1), after a first delivery stroke for the pilot injection, remains at least in its
position reached there or retracts the stroke in order to interrupt its high-pressure
delivery stroke and then, in order to carry out the delivery stroke for the main injection,
is moved onwards, the electrically controlled valve (24) being driven in such a way
that at the beginning of the delivery stroke for the pilot injection it is closed
and is only opened again in order to complete the main injection, the injection valve
used being an injection valve serving to subdivide the injection into different injection
rates, having a valve element on which at least two closing springs act and which,
as a result of the high fuel pressure supplied, executes a first opening stroke for
the pilot injection counter to the closing force of a first of the springs and then
executes a further opening stroke counter to the force of the first and/or a second
spring in order to carry out the main injection.
1. Pompe d'injection de type distributrice comportant un piston de pompe entraîné par
un entraînement à came muni d'au moins une came, délimitant une chambre de travail
de pompe (10) pour alimenter au moins un injecteur de carburant (13) avec des doses
de carburant mises à la pression d'injection,
ainsi qu'au moins une soupape à commande électrique (24) qui ferme ou relie la chambre
de travail (10) de la pompe d'injection de carburant à la chambre de décharge (17)
pour commander la dose d'injection et l'instant de l'injection, ainsi qu'une coupure
de l'injection entre la conduite amont et la conduite principale d'injection pour
chaque opération d'injection,
caractérisée en ce qu'
au moins la came est réalisée de façon que son flanc de came qui déplace le piston
de pompe pour sa course de transfert, comporte une zone partielle (P) dans laquelle
le piston (1) séjourne dans au moins la position qu'il atteint à ce moment après la
première course de transfert pour la préinjection, pour couper la course de transfert
à haute pression, ou effectue une course en retour et ensuite continue à être déplacé
pour exécuter la course de transfert correspondant à l'injection principale,
la vanne à commande électrique (24) étant commandée pour qu'au début de la course
de transfert elle soit fermée pour la préinjection et qu'elle ne soit de nouveau seulement
ouverte que pour terminer l'injection principale,
l'injecteur étant un injecteur servant à subdiviser l'injection en différents débits
d'injection, avec un organe de soupape soumis à l'action d'au moins deux ressorts
de fermeture et qui exécute une première course d'ouverture pour la préinjection,
sous l'effet de la haute pression de carburant qui est fourni contre la force de fermeture
exercée par un premier des ressorts, et ensuite une seconde course d'ouverture pour
effectuer l'injection principale contre la force du premier et/ou d'un autre ressort.