[0001] Die Erfindung betrifft eine Hochdruckpresse mit einer Matrize zur Aufnahme eines
zu verpressenden Gegenstandes, einem aus einer Bereitschaftsposition in die Matrize
in eine Pressposition einfahrbaren Stempel sowie einem den Stempel kraftbeaufschlagenden
Kolben einer Kolben-Zylinder-Einheit, wobei die Zylinderbohrung der Kolben-Zylinder-Einheit
in einem Zylinderteil ausgebildet ist, der zwischen einer Arbeitsposition und einer
Transportposition verfahrbar ist, wobei der Zylinderteil in der Arbeitsposition bezüglich
Führungsstützen fixiert ist und in der Transportposition mitsamt dem in der Zylinderbohrung
aufgenommenen Kolben am in die Matrize eingefahrenen Stempel anliegt.
[0002] Für die Lagerung bestimmtes radioaktives Material aus Kernkraftwerken wird zunächst
in faßartigen Behältnissen gesammelt und zwischengelagert. Zur Minimierung des für
die Lagerung benötigten Lagerraumes werden die mit radioaktivem Material gefüllten
Behältnisse zusammengepreßt und nach dem Zusammenpressen wiederum in ein weiteres
Lagergefäß eingelegt, welches anschließend geschlossen und letztendlich endgelagert
wird. Bei dieser Vorgehensweise ist es wichtig, daß das Verpressen der Behältnisse
und anschließende Verladen der verpreßten Behältnisse sehr schnell vor sich geht,
um die Abgabe radioaktiver Strahlung zu minimieren. Da ein derartiges Verdichten und
Umlagern des radioaktiven Materials in einem Kernkraftwerk nicht täglich anfällt,
sondern nur zu bestimmten Zeitpunkten und da die hierfür erforderlichen Vorrichtungen,
insbesondere die Preßvorrichtung, sehr teuer sind, ist es anzustreben, eine derartige
Verdichtungsvorrichtung zumindest teilweise transportfähig auszubilden. Aufgrund der
zum Verpressen der Behältnisse erforderlichen hohen Pressenkraft von etwa 4000 Tonnen,
nehmen herkömmliche Pressen, die überlicherweise mit vier Führungsstützen ausgebildet
sind, eine große Bauhöhe ein, die einen Transport nur dann gestattet, wenn die Presse
zerlegt worden ist. Dies ist zeitlich sehr aufwendig und teuer.
[0003] Eine gattungsgemäße Hochdruckpresse ist aus der US 5,323,698 bekannt. Der Zylinderteil
ist von einem ringförmigen Rahmen umgeben, der seinerseits am oberen Ende der Führungsstützen
befestigt ist. In der Arbeitsposition der Hochdruckpresse ist der Zylinderteil mit
dem ringförmigen Rahmen verschraubt. Zum Transport wird diese Schraubverbindung gelöst
und der Zylinderteil abgesenkt, wobei jedoch der ringförmige Rahmen am oberen Ende
der Führungsstützen befestigt verbleibt. Zum Absenken und Anheben ist der Zylinderteil
mit seiner Außenseite an der Innenseite des ringförmigen Rahmens axial geführt. Die
Matrize ist zur axialen Verschiebung mit ihrer Außenseite auf der Innenseite des Zylinderteils
axial verschiebbar geführt und weist zusätzlich in ihrem unteren Bereich Führungsblöcke
auf, die die Matrize entlang der Führungsstützen axial führen. Die Führungsblöcke
gleiten dabei jeweils mit ihrer Außenseite auf einem zur Innenseite der Hochdruckpresse
gewandten Umfangsabschnitt der ihr zugeordneten Führungsstütze, umfassen diese jedoch
nicht. Der Stempel der bekannten Hochdruckpresse wird zum einen mit seiner Außenumfangsfläche
entlang der Innenumfangsfläche der Matrize axial geführt und zum anderen über den
Kolben mit dessen äußeren Umfang entlang dem Innenumfang des Zylinderteils geführt.
[0004] Querkräfte, die beim Pressen aufgrund beispielsweise ungleicher Masseverteilung des
zu pressenden Gegenstandes oder einer nicht zentrischen Ausrichtung des Gegenstandes
auftreten, werden vom Stempel über eine Mehrzahl von Führungsflächen zunächst auf
die Matrize und von dieser auf die Führungsstützen oder über die Matrize beziehungsweise
über den Kolben auf den Zylinderteil und von diesem über den ringförmigen Rahmen auf
die Führungsstützen übertragen. Diese indirekte Übertragung von Querkräften sorgt
für einen erhöhten Verschleiß im Bereich der einzelnen Führungsflächen, da über die
auftretenden Biegemomente die Führungsflächen entlang des jeweiligen Umfangs ungleich
belastet werden.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es somit, eine gattungsgemäße Hochdruckpresse
anzugeben, die eine aus im Langzeitbetrieb hohe Zuverlässigkeit und Funktionssicherheit
gewährleistet.
[0006] Diese Aufgabe wird gemäß dem kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 dadurch gelöst,
daß der Zylinderteil von einem Joch gebildet ist und daß das Joch, der Stempel und
die Matrize jeweils unabhängig auf den Führungsstützen verfahrbar gelagert sind.
[0007] Durch diese unabhängige Lagerung werden die beim Pressvorgang auf das Joch, den Stempel
und die Matrize ausgeübten Querkräfte jeweils von diesen Elementen unmittelbar auf
die Führungsstützen übertragen, so daß die gegenseitige Belastung beispielsweise durch
Biegemomente auf ein Minimum reduziert ist. Diese Hochdruckpresse ist ohne größere
Montagearbeiten zusammenlegbar, da lediglich die Fixierung des Jochs an den Führungsstützen
gelöst werden muß, um die Hochdruckpresse in ihre Transportposition bringen zu können,
in der sich alle bewegbaren Elemente der Hochdruckpresse auf ihrer Bodenplatte abstützen.
[0008] Sind bei dieser Hochdruckpresse Hilfseinrichtungen vorgesehen, die zum Verfahren
der Matrize aus einer Betriebsposition zurück in eine Beschickungsposition ausgebildet
sind, können die Hilfseinrichtungen auch Antriebseinheiten für das Joch bilden, um
dieses zwischen der Transportposition und der Arbeitsposition zu verfahren. Auf diese
Weise werden die Hilfseinrichtungen zum Verfahren der Matrize während des Preßbetriebs
einer Zweitnutzung zugeführt, die beim Zusammenlegen der Hochdruckpresse genutzt wird.
Dies erspart Bauraum und beschränkt die Kosten einer derartigen Hochdruckpresse.
[0009] In einer vorteilhaften Ausführungsform der Hochdruckpresse ist innerhalb der Kolben-Zylinder-Einheit
zumindest eine weitere Kolben-Zylinder-Einheit vorgesehen, deren Zylinder innerhalb
des Kolbens der ersten Kolben-Zylinder-Einheit ausgebildet ist und deren Kolben sich
im Joch abstützt, wobei die Längsachse der weiteren Kolben-Zylinder-Einheit parallel
zur Längsachse der ersten Kolben-Zylinder-Einheit verläuft oder mit dieser zusammenfällt.
Diese weitere Kolben-Zylinder-Einheit, die zwangsläufig einen kleineren Durchmesser
aufweist, als die den Hauptdruck erzeugende erste Kolben-Zylinder-Einheit, dient dazu,
einen Schnellauf bzw. Vorlauf der Hochdruckpresse einzuleiten. Aufgrund ihres geringeren
Durchmessers und damit auch des geringeren Zylindervolumens sorgt diese weitere Kolben-Zylinder-Einheit
nach dem Einleiten von Hydraulikfluid für eine schnelle Erstbewegung des größeren
Kolbens der ersten Kolben-Zylinder-Einheit bis zu dem Punkt, an dem die von der weiteren
Kolben-Zylinder-Einheit aufbringbare Kraft die erforderliche Preßkraft nicht mehr
erzeugen kann. Zu diesem Zeitpunkt ist jedoch bereits der sich beim Bewegen des Kolbens
der ersten Kolben-Zylinder-Einheit vergrößernde Zylinderraum der ersten Kolben-Zylinder-Einheit
durch Saugwirkung mit Hydraulikfluid gefüllt worden, so daß dieses Hydraulikfluid
nun lediglich über Hydraulikpumpen unter Druck versetzt werden muß, um den eigentlichen
Preßvorgang mittels des größeren Kolbens der ersten Kolben-Zylinder-Einheit einzuleiten.
Durch diese funktionale Kaskadierung der beiden Kolben-Zylinder-Einheiten wird der
Preßvorgang erheblich beschleunigt, was für die Verarbeitung von radioaktivem Material
von Vorteil ist.
[0010] Ist für die Hochdruckpresse ein entlang von Führungseinrichtungen verfahrbarer Gehäusemantel
vorgesehen, der in seiner eingefahrenen Position die Hochdruckpresse unter Mitwirkung
einer Bodenplatte im wesentlichen strahlungsdicht verschließt, und der in seiner ausgefahrenen
Position die Beschickung und den Betrieb der Hochdruckpresse gestattet, so wird die
mobile Einsetzbarkeit der Hochdruckpresse weiter erhöht.
[0011] Vorteilhaft ist dabei weiterhin, wenn innerhalb des Gehäusemantels Vorrats- und Versorgungseinrichtungen,
insbesondere für die Kolben-Zylinder-Einheiten druckbeaufschlagendes Arbeitsfluid
vorgesehen sind. Dieser Aufbau gestattet es, die Hochdruckpresse nach dem Transport
an ihren Arbeitsort sehr schnell einsatzfähig zu machen, da lediglich der Gehäusemantel
in seine ausgefahrene Position gebracht werden muß und da die gesamte Einheit lediglich
an eine Energieversorgung angeschlossen werden muß. Interne hydraulische Verbindungen
sind bereits funktionsfähig vorhanden. Zudem wird durch die Anordnung der Vorratseinrichtungen
für das Arbeitsfluid im nach oben gefahrenen Gehäusemantel die Schwerkraft des Arbeitsfluids
zum Befüllen des Zylinderraums der ersten Kolben-Zylinder-Einheit beim Verschieben
von dessen Kolben mittels der weiteren Kolben-Zylinder-Einheit ausgenutzt, wodurch
der Preßvorgang weiterhin beschleunigt werden kann.
[0012] Vorteilhaft ist außerdem, wenn eine Greifervorrichtung zum Zuführen und Abführen
von zu verpressenden Gegenständen in die bzw. aus der Hochdruckpresse vorgesehen ist.
Die Integration der Greifervorrichtung in die Einheit der Hochdruckpresse erhöht zusätzlich
die Kompaktheit des Gesamtaufbaus, beschleunigt und vereinfacht das Umsetzen der Gegenstände.
[0013] Ist eine vorzugsweise faltenbalgartig ausgebildete Abschirmung zwischen der Matrize
und dem Stempel vorgesehen, so wird ein zusätzlicher Strahlenschutz erzielt, indem
beim Verpressen des Behältnisses freiwerdende Radioaktivität, beispielsweise beim
Zerplatzen des Behältnisses, nicht nach außen dringen kann, sondern innerhalb des
Faltenbalgs verbleibt. Dieser kann dabei vorzugsweise mit einer Absaugeinrichtung
für radioaktiv belastete Luft verbunden sein, die dann durch die Absaugeinrichtung
einer Filteranordnung zugeführt wird.
[0014] Die vorstehend beschriebene Hochdruckpresse ist nicht ausschließlich für die Verwendung
in einer Verdichtungsvorrichtung für radioaktives Material enthaltende Behältnisse
einsetzbar, sondern grundsätzlich auch für alle anderen Einsatzzwecke, bei denen es
darauf ankommt, eine Hochdruckpresse an unterschiedlichsten Orten einzusetzen. Die
Hochdruckpresse kann aber auch lediglich stationär eingesetzt werden.
[0015] In einer solchen Verdichtungsvorrichtung ist ein Vorratscontainer vorgesehen mit
einem vorzugsweise gegen radioaktive Strahlung abgeschirmten Gehäuse, innerhalb dessen
Transporteinrichtungen für radioaktives Material enthaltende Behältnisse vorgesehen
sind, welche zum Transport dieser Behältnisse von einer verschließbaren Eingangsöffnung
zu einer verschließbaren Ausgangsöffnung ausgebildet sind. Dieser Vorratscontainer,
der ebenfalls mobil ausgebildet sein kann, kann neben der Hochdruckpresse aufgestellt
werden und eine Mehrzahl von Zugangs- bzw. Austrittsöffnungen aufweisen. Die zu verpressenden,
radioaktives Material enthaltenden Behältnisse, die in einem speziellen Raum eines
Kernkraftwerks zwischengelagert sind, können dann auf kürzestem Wege in den Vorratscontainer
transportiert werden und sind dort strahlengeschützt bereitgestellt für die weitere
Verarbeitung mit der Hochdruckpresse. Innerhalb des Vorratscontainers werden die Behältnisse
dann zu einer bevorzugterweise der Greifervorrichtung der Hochdruckpresse nächstgelegenen
Ausgangsöffnung verfahren, um von dort in den Greifbereich der Greifervorrichtung
zu gelangen. Diese Zwischenspeicherung der zu verpressenden Behältnisse im Vorratscontainer
trägt ebenfalls dazu bei, daß der gesamte Arbeitsvorgang des Verpressens beschleunigt
wird, da lange Transportwege zwischen dem im Kraftwerk vorhandenen Zwischenlager und
der Hochdruckpresse entfallen, weil die zu verpressenden Behältnisse unmittelbar aus
dem zuvor befüllten Vorratscontainer der Hochdruckpresse zugeführt werden können.
[0016] Eine Verladeeinheit für die Verdichtungsvorrichtung weist eine Hebe- und Transporteinrichtung
auf, die zumindest ein Greiferelement aufweist, welches in einem im wesentlichen rohrförmigen
Abschirmmantel vertikal geführt ist, der im wesentlichen nichtpendelbar mit der Hebe-
und Transporteinrichtung verbunden ist, und wobei das Greiferelement zum Absetzen
des verpreßten Behältnisses in ein Lagergefäß einführbar ist. Diese Hebe- und Transporteinrichtung,
die beispielsweise von einem Laufkatzenkran gebildet sein kann, besitzt aufgrund ihres
geführten Greiferelements den Vorteil, daß dieses Greiferelement verhältnismäßig starr
herabhängt und beim Verfahren nicht pendelt. Daher kann ein aus der Hochdruckpresse
austretender Preßling unmittelbar vom vorzugsweise ringförmig gestalteten Greiferelement
erfaßt werden, ohne daß ein Auspendeln des Greiferelements abgewartet werden müßte.
Hierdurch wird der gesamte Arbeitsvorgang weiter beschleunigt und die Zeit, in der
radioaktives Material unabgeschirmt ist, wird weiter reduziert. Auch dieser Abschirmmantel
kann bei Bedarf mit einer Absauganlage verbunden sein.
[0017] Vorteilhaft ist dabei, wenn das Greiferelement ringförmig gestaltet ist und ausgebildet
ist, um zumindest ein verpreßtes Behältnis mantelartig zu umgreifen, wobei der ringförmige
Abschirmmantel oberhalb vom und koaxial zum ringförmigen Greiferelement vorgesehen
ist. Diese Ausbildung reduziert zudem die Abgabe radioaktiver Strahlung während des
Transports des Preßlings von der Hochdruckpresse zum endgültigen Lagergefäß.
[0018] Ist die Verdichtungsvorrichtung mit einer Vorpresse versehen, so kommt vorzugsweise
eine Vorpresse zum Einsatz mit zwei einander gegen übergelegener, Zylindern mit gegeneinander
verfahrbaren Vorpreßformkolben, die an ihrer Preßfläche jeweils mit einer nutartigen
Formkavität von parabelartigem Querschnitt versehen sind, deren Längserstreckung im
wesentlichen rechtwinklig zur Verfahrrichtung der beiden Vorpreßformkolben verläuft,
wobei im zusammengefahrenen Zustand der Vorpreßformkolben die lichte Weite zwischen
den Formkavitäten, in Verfahrrichtung gemessen, geringer ist als die Breite einer
jeder Formkavität im Bereich ihrer Öffnung bei auseinandergefahrenen Vorpreßformkolben.
Durch diese Vorpresse, die vorzugsweise zwischen dem Vorratscontainer und der Hochdruckpresse
angeordnet ist, können die zu verpressenden Behältnisse, beispielsweise Fässer, zunächst
in einer ersten radialen Richtung komprimiert werden, wobei sich ihr Querschnitt verringert.
Um eine Längenänderung der Fässer zu vermeiden, sind diese beim Vorpreßvorgang deckel-
und bodenseitig abgestützt. Diese Querschnittsverringerung gestattet es, den unter
Beibehaltung dieses verringerten Querschnitts in der Hochdruckpresse verpreßten Preßling
in ein Lagergefäß einzusetzen, das von derselben Art ist wie das ursprüngliche, das
radioaktive Material enthaltende Behältnis. Hierdurch wird nicht nur die Lagerhaltung
vereinfacht, sondern zusätzlich eine Vereinheitlichung der Behältnisse für radioaktiven
Abfall erreicht, die es u.a. ermöglicht, für den Transport von unverdichtetem radioaktivem
Material und dem Transport von bereits verdichtetem radioaktivem Material die gleichen
Transportmittel einzusetzen.
[0019] Sind bei dieser Vorpresse die Zylinder so weit voneinander beabstandet, daß vorzuverpressende
Gegenstände die Vorpresse im Transferbetrieb quer zur Verfahrrichtung der Vorpreßformkolben
durchlaufen können, so wird ebenfalls eine Beschleunigung des gesamten Preßvorgangs
erzielt, da die Vorpresse problemlos in den Transportweg zwischen dem Vorratscontainer
und der Hochdruckpresse eingesetzt werden kann.
[0020] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Beispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung
näher erläutert. In dieser zeigt
- Fig. 1
- einen Grundriß der Gesamtheit einer Verdichtungsvorrichtung mit einer erfindungsgemäßen
Hochdruckpresse;
- Fig. 2
- einen Vertikalschnitt durch eine Hochdruckpresse;
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf eine Hochdruckpresse mit Greiferelement;
- Fig. 4
- eine Seitenansicht einer Hochdruckpresse bei angehobenem Gehäusemantel;
- Fig. 5A
- einen Vertikalschnitt durch eine Hochdruckpresse in einer Befüllposition;
- Fig. 5B
- einen Vertikalschnitt durch eine Hochdruckpresse mit abgesenkter Matrize vor dem Preßvorgang;
- Fig. 5C
- einen Vertikalschnitt durch eine Hochdruckpresse während des Preßvorgangs;
- Fig. 5D
- einen Vertikalschnitt durch eine Hochdruckpresse in der Transportposition;
- Fig. 6
- einen Grundriß eines Vorratscontainers;
- Fig. 7
- eine Seitenansicht einer Verladeeinrichtung;
- Fig. 8A
- eine Vorpresse bei auseinandergefahrenen Vorpreßformkolben und
- Fig. 8B
- eine Vorpresse mit zusammengefahrenen Vorpreßformkolben.
[0021] Figur 1 zeigt den modulartigen Aufbau einer Verdichtungsvorrichtung für radioaktives
Material enthaltende Behältnisse. In einem modulartig ausgebildeten Vorratscontainer
2 sind eine Vielzahl von radioaktives Material enthaltende Behältnisse 5 bevorratet.
Der Vorratscontainer 2 kann über mehrere Eingangsöffnungen 20 mit den Behältnissen
5 beladen und durch mehrere Ausgangsöffnungen 21 entladen werden.
[0022] An einer der Ausgangsöffnungen 21 ist eine modulartig ausgestaltete Vorpresse 4 angeordnet,
in welche die Behältnisse 5 aus dem Vorratscontainer über eine Rollenbahn 22 ausgestoßen
werden können. Von der der Rollenbahn 22 gegenübergelegenen Seite der Vorpresse 4
kann eine Greifervorrichtung 10 der Hochdruckpresse 1 in die Vorpresse 4 hineingreifen,
ein vorverdichtetes Behältnis 5 entnehmen und der Hochdruckpresse 1 zuführen. Das
von der Hochdruckpresse verpreßte Behältnis 5' wird anschließend von der Greifervorrichtung
10 aus der Hochdruckpresse entnommen und auf eine Rollenbahn 30 der Verladeeinheit
3 abgesetzt. Eine Hebe- und Transporteinrichtung 31 entnimmt anschließend das verpreßte
Behältnis und lädt es in ein Lagergefäß ein.
[0023] Die in Figur 1 dargestellte modulartige Struktur der Verdichtungsvorrichtung mit
den nebeneinander aufgestellten Modulen gestattet einen möglichst linearen und kurzen
Weg für die zu verpressenden Behältnisse vom Vorratscontainer 2 bis in das im Bereich
der Verladeeinheit 3 positionierte Lagergefäß.
[0024] In Figur 2 ist die modulartig aufgebaute Hochdruckpresse im Vertikalschnitt dargestellt.
In einer Bodenplatte 11 sind zwei vertikale Führungsstützen 14, 14' befestigt, die
zur Abstützung der Preßkraft dienen. Am oberen Ende der Führungsstützen 14, 14' ist
ein Joch 15 befestigt, welches eine erste Kolben-Zylinder-Einheit 16 und eine zweite
Kolben-Zylinder-Einheit 17 aufnimmt. Zwischen dem Joch 15 und der Bodenplatte 11 sind
eine der Bodenplatte 11 benachbarte Matrize 12 sowie ein dem Joch 15 benachbarter
Stempel 13 auf den Führungsstützen 14, 14' unabhängig voneinander vertikal verfahrbar
gelagert. Zwischen der Matrize 12 und dem Stempel 13 ist eine vorzugsweise faltenbalgartige,
im wesentlichen zylindrische Abschirmung 18 angeordnet.
[0025] Die Matrize 12 ist in der Darstellung in Figur 2 in eine untere Position abgesenkt,
in der ihr Mittelabschnitt auf der Bodenplatte 11 zur Anlage kommt. Der Mittelabschnitt
120 der Matrize 12 ist in Form eines vertikalen Zylinders ausgebildet, der zur Aufnahme
des zu verpressenden Behältnisses 5 dient und in den ein Druckstempelabschnitt 130
des Stempels 13 kolbenartig einfahrbar ist.
[0026] Das am oberen Ende der Führungsstützen 14, 14' befestigte Joch 15 umgreift die Führungsstützen
14, 14' jeweils mit einem flanschartigen Armabschnitt 151, 152. Zwischen den flanschartigen
Armabschnitten 151, 152 erstreckt sich der domartig ausgebildete Mittelabschnitt 150
des Jochs 15, dessen oberes Ende über die Höhe der Führungsstützen 14, 14' hinausragt.
[0027] Innerhalb des domartigen Mittelabschnittes 150 des Jochs 15 ist eine zum Stempel
13 hin offene sacklochartige Zylinderbohrung 153 vorgesehen. In dieser sacklochartigen
Zylinderbohrung 153 ist ein Kolben 160 einer ersten Kolben-Zylinder-Einheit 16 vertikal
verfahrbar aufgenommen. Der Kolben 160 liegt mit seiner unteren, dem Stempel 13 zugewandten
Stirnfläche 161 an der oberen Stirnfläche des Stempels 13 an und ist mit diesem verbunden,
vorzugsweise verschraubt. Diese getrennte Ausbildung des Kolbens 160 und des Stempels
13 besitzt den Vorteil, daß eine durch Austreten von radioaktivem Material aus dem
zu verpressenden Behältnis 5 auftretende Kontaminierung lediglich den Stempel 13 erfaßt
und daß der Kolben 160 gegenüber einer derartigen Kontaminierung geschützt ist.
[0028] Der Kolben 160 weist eine zentral nach oben, also vom Stempel 13 weggewandt, offene
sacklochartige Zylinderbohrung 163 auf. Ein Kolben 170 ist in der Zylinderbohrung
163 relativ zum Kolben 160 in Axialrichtung der ersten Kolben-Zylinder-Einheit 16
verfahrbar, wobei die erste Kolben-Zylinder-Einheit 16 und die zweite Kolben-Zylinder-Einheit
17 koaxial angeordnet sind. Der Kolben 170 ist über eine Kolbenstange 171 mit dem
Mittelabschnitt 1 50 des Jochs 15 starr verbunden und stützt sich in Vertikalrichtung
in diesem Mittelabschnitt 150 ab.
[0029] In den Raum zwischen der unteren, vom Mittelabschnitt 150 abgewandten Stirnfläche
172 des Kolbens 170 und dem Kolben 160 ist, beispielsweise durch eine in der Kolbenstange
171 verlaufende Fluidleitung, Arbeitsfluid einbringbar. Ebenso kann Arbeitsfluid in
den Raum zwischen der oberen, dem Mittelabschnitt 150 des Jochs 15 zugewandten Stirnfläche
162 des Kolbens 60 und dem Joch 15 eingeleitet werden. Die Funktionsweise der beiden
Kolben-Zylinder-Einheiten 16, 17 wird später beschrieben.
[0030] Im Bereich der flanschartigen Armabschnitte 151, 152 ist das Joch 15 an den Führungsstützen
14, 14' in der nachfolgenden Weise befestigt, wobei lediglich die Befestigung im Bereich
des Armabschnittes 151 beschrieben wird, da die Befestigung im Bereich des Armabschnitts
152 analog ausgebildet ist.
[0031] Der flanschartige Armabschnitt 1 51 ist von einer vertikalen Bohrung 154 durchdrungen,
deren Bohrungsdurchmesser im wesentlichen dem Außendurchmesser der Führungsstütze
14 entspricht, so daß das Joch 15 auf der Führungsstütze 14 auf und ab bewegbar ist.
Die Bohrung 1 54 bildet in ihrem oberen Bereich, also von der Bodenplatte 11 weggewandt,
einen Abschnitt 154' mit erweitertem Durchmesser aus, wobei der Übergang zwischen
der Bohrung 154 und ihrem erweiterten Abschnitt 154' einen ringförmigen Anschlag 154"
bildet.
[0032] Die Führungsstütze 14 ist im Bereich ihres oberen Endes mit einer Umfangsnut 140
versehen, in die ein vorzugsweise aus zwei Halbschalen bestehender Stützring 141 einlegbar
ist. Der Außendurchmesser des Stützrings 141 ist dabei größer als der Außendurchmesser
der Führungsstütze 14 und entspricht im wesentlichen dem Innendurchmesser des erweiterten
Abschnitts 154' der Bohrung 154. Ein Deckel 142 ist auf das obere freie Ende der Führungsstütze
14 aufgesetzt und dringt mit einem unteren axialen Ringflansch 142' in den Zwischenraum
zwischen dem flanschartigen Armabschnitt 151 des Jochs 15 und dem Außenumfang der
Führungsstütze 14, also in den erweiterten Abschnitt 154' der Bohrung 154, ein und
zentriert sich auf diese Weise. Ein radial über den axialen Ringflansch 142' hervorstehender
Ringflansch 142" ist mittels Schrauben 143 mit dem flanschartigen Armabschnitt 151
fest verbunden.
[0033] Auf diese Weise wird das Joch zwischen dem Stützring 141, an welchem es mit dem Anschlag
154" der Bohrung 154 anliegt, und dem Deckel 142, der sich auf der oberen freien Stirnfläche
144 der Führungsstütze 14 abstützt, an der Führungsstütze 14 befestigt. Der Deckel
142 stützt dabei die Eigengewichtskraft des Jochs 15 ab, während der Stützring 141
die vom Joch 15 aufgenommenen Preßkräfte auf die Führungsstütze abstützt.
[0034] In Fig. 3 ist die Draufsicht auf die Hochdruckpresse 1 dargestellt, wobei zu erkennen
ist, daß die Hochdruckpresse mit ihrer Verbindungslinie zwischen den Mittelpunkten
der beiden Führungsstützen 14, 14' in einem Winkel a von vorzugsweise ca. 45° zur
an ihr vorbeilaufenden Transportrichtung Z für die zu verarbeitenden Behältnisse 5
angeordnet ist. Hierdurch wird erreicht, daß die Breite des Moduls für die Hochdruckpresse
1 minimiert wird, so daß auch der Transportweg für die zu verpressenden Behältnisse
5 und damit deren Transportzeit minimiert wird. Dies ist insbesondere unter dem Gesichtspunkt
der Reduzierung der Strahlenexposition bei der Verarbeitung von radioaktivem Material
vorteilhaft. Gleichzeitig gestattet diese Winkelnnordnung ein problemloses Einfahren
einer unten beschriebenen Greifervorrichtung 10 in den Preßraum der Hochdruckpresse
1.
[0035] In Fig. 3 ist ebenfalls eine der Hochdruckpresse 1 zugeordnete und in dem Hochdruckpressenmodul
angebrachte Greifvorrichtung 10 zu sehen, die um eine Hochachse parallel zur Achse
X der Hochdruckpresse schwenkbar ist. Die Greifervorrichtung 10 ist in bekannter Weise
mit Greiffingern 100, 101 ausgestattet und so ausgebildet, daß sie zu verpressende
Behältnisse 5 von der Eingangsseite A des Hochdruckpressenmoduls aufnehmen und in
den Preßraum unterhalb des Stempels 13 der Hochdruckpresse einlegen kann und nach
dem Preßvorgang wieder von dort entnehmen und an der Ausgangsseite B des Hochdruckpressenmoduls
auf der Rollenbahn 30 absetzen kann.
[0036] In Fig. 3 sind auch zwei Hilfeinrichtungen 19, 19' zu erkennen, die vertikal angeordnet
sind, sich mit einem unteren Ende vorzugsweise am Joch 15 oder auf der Bodenplatte
11 abstützen und mit einem oberen Ende an der Matrize 12 angebracht sind. Die Hilfseinrichtungen
19, 19' sind in einer Weise antreibbar, daß sie sich in Vertikalrichtung, also in
Preßrichtung, ausdehnen können, um die Matrize 12 aus ihrere untersten Position in
ihre in Fig. 5A dargestellte obere Position verfahren zu können. Gleichzeitig werden
die Hilfseinrichtungen 19, 19' dazu verwendet, das in einer Transportstellung nicht
an den Führungsstützen 14, 14' befestigte Joch 15 abzustützen und zwischen seiner
in Fig. 2 dargestellten Arbeitsposition und einer nach unten gefahrenen Transportposition
auf und ab zu bewegen, wie nachfolgend noch dargelegt wird.
[0037] Fig. 4 zeigt das Modul der Hochdruckpresse 1 in einer Seitenansicht, wobei auf der
Bodenplatte ein vertikal verfahrbarer, deckelartiger Gehäusemantel 110 in seiner nach
oben gefahrenen Position dargestellt ist. Innerhalb des Gehäusemantels ist ein Vorratstank
111 für Arbeitsfluid vorgesehen, der über nicht gezeigte Verbindungsschläuche mit
der Hochdruckpresse 1 verbunden ist. An den Innenseiten des Gehäusemantel 110 können
als Abschirmung gegen radioaktive Strahlung modulartige Elemente vorgesehen sein,
die variabel nach Wegbewegen des Gehäusemantels 110 als bereichsweiser Strahlenschutz
verbleiben können.
[0038] Die Fig. 5A, 5B, 5C und 5D zeigen die Hochdruckpresse 1 in vier unterschiedlichen
Betriebszuständen. Fig. 5A zeigt eine Beschickungsposition der Hochdruckpresse 1,
Fig. 5B zeigt die Position der Hochdruckpresse 1 kurz vor Beginn des Preßvorgangs,
Fig. 5C zeigt die Hochdruckpresse 1 während des Preßvorgangs bei im wesentlichen maximaler
Komprimierung und Fig. 5D zeigt die Transportposition bei zusammengelegter Hochdruckpresse.
Anhand der Fig. 5A bis 5D wird nachfolgend der Betrieb der Hochdruckpresse beschrieben.
[0039] In Fig. 5A ist die Hochdruckpresse 1 in ihrer Beschickungsposition gezeigt, in welcher
sowohl die erste Kolben-Zylinder-Einheit 16 als auch die zweite Kolben-Zylinder-Einheit
17 vollständig zusammengezogen sind, d.h. die jeweiligen Kolben befinden sich vollständig
im zugehörigen Zylinder. Der Stempel 13 wird durch das Arbeitsfluid im oberen Zylinderraum
173 der weiteren Kolben-Zylinder-Einheit 17, der oberhalb des Kolbens 170 gelegen
ist, in seiner oberen Stellung gehalten. Die Matrize 12 ist mittels ihr zugeordneter
Hilfs einrichtungen 19, 19' in eine obere Position gefahren, in welcher sie am Stempel
13 anliegt, wobei der Druckstempelabschnitt 130 in die Zylinderbohrung 121 im Mittelabschnitt
120 der Matrize 12 eindringt. Auf diese Weise ist der Raum zwischen der Matrize 12
und der Bodenplatte 11 frei zugänglich, so daß die Greifvorrichtung 10 ein zu verpressendes
Behältnis 5 auf der Bodenplatte unterhalb des Druckstempelabschnitts 130 absetzen
kann.
[0040] In Fig. 5B ist die Matrize 12 mittels der Hilfseinrichtungen 19, 19' abgesenkt worden
und liegt mit ihrem unteren Ende auf der Bodenplatte 11 auf, wobei sie das zu verpressende
Behältnis 5 umgibt. Der Stempel 13 befindet sich allerdings noch in seiner oberen
Position. In dieser Konstellation ist die faltenbalgartige Abschirmung 18 zwischen
der Matrize 12 und dem Stempel 13 auseinandergezogen.
[0041] Es wird nun zunächst Arbeitsfluid in den unteren Zylinderraum 174 unterhalb des Kolbens
170 der zweiten Kolben-Zylinder-Einheit 17 eingeleitet, wobei sich der Kolben 160
der ersten Kolben-Zylinder-Einheit 16 verhältnismäßig schnell nach unten bewegt, weil
der Arbeitsquerschnitt der zweiten Kolben-Zylinder-Einheit 17 verhältnismäßig klein
im Vergleich zu ersten Kolben-Zylinder-Einheit 16 ist.
[0042] Durch diese Verschiebung des Kolbens 160 der ersten Kolben-Zylinder-Einheit 16 wird
gleichzeitig der Stempel 13 nach unten verfahren, wobei der Druckstempelabschnitt
130 in die Zylinderbohrung 121 im Mittelabschnitt 120, der Matrize 12 eindringt. Die
Abwärtsbewegung des Kolbens 160 führt dazu, daß oberhalb der oberen Stirnfläche 162
des Kolbens 160 und dem Mittelabschnitt 150 des Jochs 15 ein stetig größer werdender
Zylinderraum entsteht, der einen Unterdruck in einer an ihn angeschlossenen Arbeitsfluidversorgung
erzeugt, wodurch Arbeitsfluid aus dem Vorratstank 111 in diesen Zylinderraum gesaugt
wird. Unterstützt wird dieser Arbeitsfluidtransport durch die Schwerkraft des Arbeitsfluids,
da der Vorratstank 111 höher gelegen ist als der obere Mittelabschnitt 150 des Jochs
15.
[0043] Sobald der Druckstempelabschnitt 130 mit dem zu verpressenden Behältnis 5 in Kontakt
gerät, erhöht sich der Gegendruck und die von der zweiten Kolben-Zylinder-Einheit
17 aufgebrachte Druckkraft reicht nicht mehr aus, um das Behältnis 5 weiter zu verdichten.
In diesem Augenblick wird das bis dahin in den Zylinderraum der ersten Kolben-Zylinder-Einheit
16 zwischen den Kolben 160 und den Mittelabschnitt 150 des Jochs 15 eingesaugte Arbeitsfluid
unter Druck gesetzt und weiteres Arbeitsfluid unter Druck eingeleitet, wodurch die
gegen über der Wirkfläche der zweiten Kolben-Zylinder-Einheit 17 wesentlich größere
Wirkfläche der ersten Kolben-Zylinder-Einheit 16 wirksam wird und den Preßvorgang
bei wesentlich höherer Kraft fortsetzt, bis der in Fig. 5C dargestellte Zustand der
maximalen Komprimierung des Behältnisses 5 erreicht ist.
[0044] Angehoben wird der Stempel 13 anschließend durch die Hydraulikkraft des in den oberen
Zylinderraum 173 eingeleiteten Arbeitsfluids.
[0045] In Fig. 5D ist die zusammengelegte Position der Hochdruckpresse 1 dargestellt. Um
diesen Zustand zu erreichen, wird zunächst in einer Position, die der in der Fig.
5B gezeigten entspricht, falls die Matrize 12 über ihre Hilfseinrichtungen 19, 19'
auf der Bodenplatte 11 abgestützt ist, oder in einer Position, die der in der Fig.
5A dargestellten entspricht, falls die Matrize 12 über ihre Hilfseinrichtungen 19,
19' am Joch 15 abgestützt ist, der jeweilige Deckel 142 der Führungsstützen 14, 14'
gelöst, indem die Schrauben 143 entfernt werden. Danach werden die Deckel 142 von
der zugehörigen Führungsstütze entfernt und das Joch 15 wird zusammen mit dem Stempel
13 und ggf. der Matrize 12 abgesenkt, indem sie mittels der Hilfseinrichtungen 19,
19' nach unten verfahren werden. Das Joch 15 folgt dabei aufgrund seines Eigengewichtes
der Abwärtsbewegung des Stempels 13 oder kann über die Hilfseinrichtungen 19, 19'
nach unten und somit auch nach oben verfahren werden.. Die jeweiligen Stützringe 141
können dann noch entfernt werden, wenn sie mehrteilig ausgebildet sind. Zudem kann
die Hochdruckpresse in ihrer in Fig. 5D gezeigten Transportposition für den Transport
arretiert werden. Anschließend wird der Gehäusemantel 110 abgesenkt und die Hochdruckpresse
1 verschlossen. Auf diese Weise wird die Hochdruckpresse für den Transport zu einer
kompakten Einheit zusammengelegt, die aufgrund der durch das Zusammenlegen reduzierten
Bauhöhe verhältnismäßig einfach transportierbar ist.
[0046] In Fig. 6 ist der Vorratscontainer 2 dargestellt. Wie eingehend bereits beschrieben
worden ist, besitzt der Vorratscontainer 2 ein gegen radioaktive Strahlung abschirmendes
Gehäuse, das zumindest eine verschließbare Eingangsöffnung 20 und zumindest eine verschließbare
Ausgangsöffnung 21 aufweist. In der Ausführungsform nach Fig. 6 sind vier verschließbar
Eingangsöffnungen 20 und zwei verschließbare Ausgangsöffnungen 21 vorgesehen. Auch
die Eingangsöffnungen und Ausgangsöffnungen sind strahlungsabschirmend verschließbar.
Rollenbahnen 22 führen jeweils zu den Öffnungen hin bzw. von den Öffnungen weg. Im
Inneren des Vorratscontainers sind Fördereinrichtungen wie beispielsweise Kettenförderer
oder Rollenbahnen in Längsrichtung parallel nebeneinander vorgesehen. Weiterhin ist
zumindest eine quer zu den Längsförderern 23, 23' 23" arbeitende Querfördereinrichtung
24 vorgesehen. Auf diese Weise kann de Vorratscontainer 2 durch eine beliebige Öffnung
mit Behältnissen 5 beschickt werden, und es lassen sich durch Hin- und Herrangieren
innerhalb des Vorratscontainers mittels der Fördereinrichtungen sämtliche denkbaren
Stellpositionen mit einem Behältnis 5 belegen. Ebenso kann aufgrund der Längs- und
Querförderer innerhalb des Vorratscontainers 2 ein schnelles und unterbrechungsfreies
Entladen der Behältnisse 5 und damit ein kontinuierliches Zuführen dieser Behältnisse
zur Hochdruckpresse durchgeführt werden.
[0047] In Fig. 7 ist eine Verladeeinheit 3 in einer Frontansicht dargestellt. Eine als Kragbalken
ausgebildete Laufschiene 33 ist schwenkbar an einem Seitenteil des Moduls der Hochdruckpresse
angebracht und kann zum Transport an das Modul heran oder in dieses hinein geschwenkt
werden. Eine Hebe- und Transporteinrichtung 31 ist entlang der Laufschiene verfahrbar
angeordnet und hängt von dieser herab. Die Hebe- und Transporteinrichtung 31 weist
ein im wesentlichen ringförmig gestaltetes Greiferelement 34 auf, welches aus zwei
halbzylinderförmigen Halbschalen bestehen kann, die mittels eines Antriebselements
35 in Radialrichtung zusammen bzw. auseinander fahrbar sind. Auf diese Weise können
die beiden Halbschalen ein zusammengepreßtes Behältnis 5' greifen und wieder loslassen,
wobei es im gegriffenen Zustand seitlich von den Halbschalen umschlossen ist, so daß
die Halbschalen als eine Art Strahlungsschutz dienen können.
[0048] Das ringförmig und im wesentlichen zylindrisch ausgestaltete Greiferelement 34 ist
innerhalb eines oberen ringförmigen und zylindrisch ausgebildeten Abschirmmantels
36 angeordnet und darin geführt vertikal verfahrbar. Der Abschirmmantel 36 ist im
wesentlichen unverschwenkbar - d.h. pendelt im Betrieb nicht - mit einer auf der Laufschiene
33 ablaufenden Laufkatze 37 verbunden. Hierdurch werden Pendelbewegungen des Greiferelements
34 beim Verfahren der Hebe- und Transporteinrichtung 31 und auch beim Anheben und
Absetzen des Greiferelements 34 unterdrückt, so daß zusammengepreßte Behältnisse 5'
sehr schnell vom Greiferelement aufgenommen werden können, ohne daß ein Auspendeln
der Hebe- und Transporteinrichtung abgewartet werden müßte, wie dies bei herkömmlichen
Kränen der Fall ist. Auch hierdurch wird die Gesamtbetriebszeit wesentlich verkürzt,
so daß die Exposition radioaktiven Materials außerhalb geschützter Bereiche minimiert
ist. Mittels der auf diese Weise ausgebildeten Hebe- und Transporteinrichtung können
die zusammengepreßten Behältnisse 5' in ein Lagergefäß abgesetzt werden, wobei mehrere
gepreßte Behältnisse 5' in ein Lagergefäß eingesetzt werden können, welches die gleiche
Größe besitzt wie ein unverpreßtes Behältnis 5.
[0049] In Fig. 8 A und 8 B ist eine Vorpresse 4 dargestellt, die zwei einander gegenübergelegene
Führungskörper 40, 42 aufweist. Innerhalb der Führungskörper 40, 42 sind gegeneinander
verfahrbare Vorpreßformkolben 41, 43 in Horizontalrichtung verschiebbar angeordnet.Die
Vorpreßformkolben 41, 43 werden von Kolben-Zylinder-Einheiten 46, 47 angetrieben.
Die Vorpreßkolben 41, 43 sind an ihren jeweiligen einander zugewandten Preßflächen
jeweils mit einer nutartigen Formkavität 44, 45 versehen. Die jeweilige nutartige
Formkavität 44, 45 weist einen parabelartigen Querschnitt auf, wobei die Längserstreckung
der Formkavitäten 44, 45 im wesentlichen rechtwinklig zur Verfahrrichtung der beiden
Vorpreßformkolben und bevorzugterweise in Preßrichtung der Hochdruckpresse 1, also
im vorliegenden Fall vertikal, verläuft. Der parabelartige Querschnitt der Formkavitäten
44, 45 ist so bemessen, daß die lichte Weite zwischen den Formkavitäten im Bereich
der Preßachse Y der Vorpresse, also in Verfahrrichtung gemessen, geringer ist als
die Breite einer jeden Formkavität 44, 45 im Bereich ihrer Öffnung bei auseinandergefahrenen
Vorpreßformkolben. Diese Breite ist mit b in Fig. 8 A bezeichnet, während die besagte
lichte Weite in Fig. 8 B mit a bezeichnet ist. Durch diese Gestalt der parabelartigen
Formkavitäten wird erreicht, daß ein Behältnis 5, dessen Durchmesser im Ausgangszustand
etwa b beträgt auf einen kleineren Durchmesser a zusammengepreßt wird, so daß das
später auch noch in Vertikalrichtung verpreßte Behältnis als Preßling 5' in ein leeres
Behältnis 5 eingelegt werden kann. Um dies zu erreichen greifen die jeweiligen Vorpreßformkolben
41, 43 in ihrer maximal aufeinanderzugefahrenen Stellung, die in Fig. 8 B gezeigt
ist, an ihren einander gegenübergelegenen Enden ineinander ein, um zwischen sich einen
zylindrischen Raum zu bilden, der ungefähr den Durchmesser a besitzt, wie in Fig.
8 B zu erkennen ist. Um eine Längenänderung der vorgepreßten Behältnisse zu vermeiden,
sind diese beim Vorpressen im Deckel- und Bodenbereich abgestützt.
[0050] Zwischen den Führungskörpern 40 und 42 der Vorpresse 4 ist ein Zwischenraum gebildet,
an den von der einen Seite die Rollenbahn 22 führt, die von dem Vorratscontainer kommt
und in den von der anderen Seite die Greifvorrichtung 10 eingreifen kann, um ein vorgepreßtes
Behältnis 5 zu entnehmen.
[0051] Obwohl in der vorstehenden Beschreibung eine Verdichtungsvorrichtung beschrieben
worden ist, deren Hochdruckpresse in Vertikalrichtung wirkt, ist es auch denkbar,
daß die Gesamtvorrichtung so aufgebaut ist, daß die Hochdruckpresse in Horizontalrichtung
verfahrbar ist, wobei dann deren Achse X horizontal verläuft. In einer derartigen
Ausführungsform kann die Matrize 12 mit einer radialen Öffnung in ihrem Mittelabschnitt
120 versehen sein, durch welche auch einzelne zu verpressende Gegenstände in die Presse
eingefüllt werden können. Für den Preßvorgang ist diese Öffnung dann verschließbar.
Dazu ist die Verbindungslinie der Mittelachsen der beiden Führungsstützen bevorzugt
in einem Winkel von vorzugsweise 45° zur Horizontalen gelegen.
[0052] Vorzugsweise sind die Module 1, 2, 3, und 4 der Verdichtungsvorrichtung mit Rädern
versehen, die auf Schienen abrollbar sind.
Bezugszeichenliste
[0053]
- 1
- Hochdruckpresse
- 2
- Vorratscontainer
- 3
- Verladeeinheit
- 4
- Vorpresse
- 5
- Behältnisse
- 5'
- verpreßtes Behältnis
- 10
- Greifervorrichtung
- 11
- Bodenplatte
- 12
- Matrize
- 13
- Stempel
- 14
- Führungsstütze
- 14'
- Führungsstütze
- 15
- Joch
- 16
- erste Kolben-Zylinder-Einheit
- 17
- zweite Kolben-Zylinder-Einheit
- 18
- Abschirmung
- 19
- Hilfseinrichtung
- 19'
- Hilfseinrichtung
- 20
- Eingangsöffnung
- 21
- Ausgangsöffnung
- 22
- Rollenbahn
- 23, 23', 23"
- Längsförderer
- 24
- Querförderer
- 30
- Rollenbahn
- 31
- Hebe- und Transporteinrichtung
- 32
- weitere Rollenbahn
- 33
- Laufschiene
- 34
- Greiferelement
- 35
- Antriebselement
- 36
- Abschirmmantel
- 37
- Laufkatze
- 40
- Zylinder
- 41
- Vorpreßformkolben
- 42
- Zylinder
- 43
- Vorpreßformkolben
- 44
- Formkavität
- 45
- Formkavität
- 46
- Kolben-Zylinder-Einheit
- 47
- Kolben-Zylinder-Einheit
- 110
- Gehäusemantel
- 111
- Vorratstank
- 120
- Mittelabschnitt
- 121
- Zylinderbohrung
- 130
- Druckstempelabschnitt
- 140
- Umfangsnut
- 141
- Stützring
- 142
- Deckel
- 142'
- axialer unterer Ringflansch
- 142"
- radialer Ringflansch
- 143
- Schrauben
- 144
- obere Stirnfläche
- 150
- Mittelabschnitt
- 151
- flanschartiger Armabschnitt
- 152
- flanschartiger Armabschnitt
- 153
- Zylinderbohrung
- 154
- Bohrung
- 154'
- erweiterter Abschnitt
- 154"
- Anschlag
- 160
- Kolben
- 161
- untere Stirnfläche
- 162
- obere Stirnfläche
- 163
- Zylinderbohrung
- 170
- Kolben
- 171
- Kolbenstange
- 172
- untere Stirnfläche
- 173
- oberer Zylinderraum
- 174
- unterer Zylinderraum
1. Hochdruckpresse (1) mit
- einer Matritze (12) zur Aufnahme eines zu verpressenden Gegenstands (5),
- einem aus einer Bereitschaftsposition in die Matrize (12) in eine Preßposition einfahrbaren
Stempel (13) sowie
- einem den Stempel (13) kraftbeaufschlagenden Kolben (160) einer Kolben-Zylinder-Einheit
(16),
- wobei die Zylinderbohrung (153) der Kolben-Zylinder-Einheit (16) in einem Zylinderteil
(15) ausgebildet ist, der zwischen einer Arbeitsposition und einer Transportposition
verfahrbar ist, wobei der Zylinderteil in der Arbeitsposition bezüglich Führungsstützen
(14, 14') fixiert ist und in der Transportposition mitsamt dem in der Zylinderbohrung
(153) aufgenommenen Kolben (160) am in die Matrize (12) eingefahrenen Stempel (13)
anliegt;
dadurch gekennzeichnet,
- daß der Zylinderteil von einem Joch (15) gebildet ist und
- daß das Joch (15), der Stempel (13) und die Matrize (12) jeweils unabhängig auf
den Führungsstützen (14, 14') verfahrbar gelagert sind.
2. Hochdruckpresse (1) nach Anspruch 1, wobei Hilfseinrichtungen (19, 19') vorgesehen
sind, die zum Verfahren der Matrize (12) aus einer Betriebsposition zurück in eine
Beschickungsposition ausgebildet sind und wobei die Hilfseinrichtungen (19, 19') Antriebseinheiten
für das Joch (15) bilden, um dieses zwischen der Transportposition und der Arbeitsposition
zu verfahren.
3. Hochdruckpresse (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei innerhalb der Kolben-Zylinder-Einheit
(16) zumindest eine weitere Kolben-Zylinder-Einheit (17) vorgesehen ist, deren Zylinder
(163) innerhalb des Kolbens (160) der ersten Kolben-Zylinder-Einheit (16) ausgebildet
ist und deren Kolben (170) sich im Joch (15) abstützt, wobei die Längsachse der weiteren
Kolben-Zylinder-Einheit (17) parallel zur Längsachse (X) der ersten Kolben-Zylinder-Einheit
(16) verläuft oder mit dieser zusammenfällt.
4. Hochdruckpresse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei ein entlang von Führungseinrichtungen
verfahrbarer Gehäusemantel (110) vorgesehen ist, der in seiner eingefahrenen Position
die Hochdruckpresse (1) unter Mitwirkung einer Bodenplatte (11) im wesentlichen strahlungsdicht
verschließt und der in seiner ausgefahrenen Position die Beschickung und den Betrieb
der Hochdruckpresse (1) gestattet.
5. Hochdruckpresse nach Anspruch 4, wobei innerhalb des Gehäusemantels (110) Vorrats-
und Versorgungseinrichtungen (111), insbesondere für die Kolben-Zylinder-Einheit(en)
druckbeaufschlagendes Arbeitsfluid, vorgesehen sind.
6. Hochdruckpresse nach Anspruch 4 oder 5, wobei eine Greifervorrichtung (10) zum Zuführen
und zum Abführen von zu verpressenden Gegenständen (5) in die bzw. aus der Hochdruckpresse
(1) vorgesehen ist.
7. Hochdruckpresse nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei eine vorzugsweise faltenbalgartig
ausgebildete Abschirmung (18) zwischen der Matritze (12) und dem Stempel (13) vorgesehen
ist.
8. Verdichtungsvorrichtung für radioaktives Material enthaltende Behältnisse (5) mit
einer Hochdruckpresse gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei zusätzlich ein abgeschirmter
Vorratscontainer (2) für die Behältnisse (5) sowie eine Verladeeinheit (3) zum Verladen
von verpreßten Behältnissen (5) in Lagergefäße vorgesehen sind.
9. Verdichtungsvorrichtung für radioaktives Material enthaltende Behältnisse (5) mit
einer Hochdruckpresse nach Anspruch 8, wobei zwischen dem Vorratscontainer (2) und
der Hochdruckpresse (1) eine Vorpresse (4) vorgesehen ist, die die Behältnisse (5)
in quer zur Preßrichtung der Hochdruckpresse (1) verlaufenden Preßrichtungen vorverdichtet.
10. Verdichtungsvorrichtung für radioaktives Material enthaltende Behältnisse (5) mit
einer Hochdruckpresse nach Anspruch 8 oder 9, wobei der Vorratscontainer (2) mit einem
gegen radioaktive Strahlung abgeschirmten Gehäuse versehen ist, in deren Innerem Transporteinrichtungen
(23, 23', 23", 24) für radioaktives Material enthaltende Behältnisse (5) vorgesehen
sind, welche zum Transport dieser Behältnisse von zumindest einer verschließbaren
Eingangsöffnung (20) zu zumindest einer verschließbaren Ausgangsöffnung (21) ausgebildet
sind.
11. Verdichtungsvorrichtung für radioaktives Material enthaltende Behältnisse (5) mit
einer Hochdruckpresse nach einem der Ansprüche 8 bis 10, wobei die Verladeeinheit
(3) mit einer Hebe- und Transporteinrichtung (31) versehen ist, die zumindest ein
Greiferelement (34) aufweist, welches in einem im wesentlichen rohrförmigen Abschirmmantel
(36) vertikal geführt ist, der im wesentlichen nichtpendelbar mit der Hebe- und Transporteinrichtung
(31) verbunden ist, und wobei das Greiferelement (34) zum Absetzen des verpreßten
Behältnisses (5') in ein Lagergefäß einführbar ist.
12. Verdichtungsvorrichtung für radioaktives Material enthaltende Behältnisse (5) mit
einer Hochdruckpresse nach Anspruch 11, wobei das Greiferelement (34) ringförmig gestaltet
ist und ausgebildet ist, um zumindest ein verpreßtes Behältnis (5') mantelartig zu
umgreifen, wobei der ringförmige Abschirmmantel (36) oberhalb vom und koaxial zum
ringförmigen Greiferelement (34) vorgesehen ist.
13. Verdichtungsvorrichtung für radioaktives Material enthaltende Behältnisse (5) mit
einer Hochdruckpresse nach Anspruch 9, wobei die Vorpresse (4) zwei einander gegenübergelegene
Führungskörper (40, 42) für gegeneinander verfahrbare Vorpreßformkolben (41, 43) aufweist,
die an ihrer Preßfläche jeweils mit einer nutartigen Formkavität (44, 45) von parabelartigem
Querschnitt versehen sind, deren Längserstreckung im wesentlichen rechtwinklig zur
Verfahrrichtung der beiden Vorpreßformkolben (41, 43) verläuft, wobei im zusammengefahrenen
Zustand der Vorpreßformkolben (41, 43) die lichte Weite zwischen den Formkavitäten
(44, 45), in Verfahrrichtung gemessen, geringer ist als die Breite einer jeden Formkavität
(44, 45) im Bereich ihrer Öffnung bei auseinandergefahrenen Vorpreßformkolben (41,
43).
14. Verdichtungvorrichtung für radioaktives Material enthaltende Behältnisse (5) mit einer
Hochdruckpresse nach Anspruch 13, wobei die Führungskörper (40, 42) voneinander so
weit beabstandet sind, daß vorzupressende Gegenstände die Vorpresse (4) im Transferbetrieb
quer zur Verfahrrichtung der Vorpreßformkolben (41, 43) durchlaufen können.
1. A high pressure press (1) having
- a die (12) for accommodating an article (5) to be compressed,
- a plunger (13) which may be introduced from a ready position into a pressing position
in the die (12), together with
- a piston (160), applying force to the plunger (13), of a piston/cylinder unit (16),
- wherein the cylinder bore (153) of the piston/cylinder unit (16) is formed in a
cylinder part (15) which may be displaced between a working position and a transportation
position, wherein the cylinder part is fixed in the working position relative to guiding
supports (14, 14') and, in the transportation position, adjoins, together with the
piston (160) accommodated in the cylinder bore (153), the plunger (13) introduced
into the die (12);
characterised in that
- the cylinder part takes the form of a yoke (15) and
- the yoke (15), the plunger (13) and the die (12) are each mounted independently
of one another and displaceably on the guiding supports (14, 14').
2. A high pressure press (1) according to claim 1, wherein auxiliary means (19, 19')
are provided, which are constructed to displace the die (12) from an operating position
back into a charging position and wherein the auxiliary means (19, 19') form drive
units for the yoke (15), to displace the latter between the transportation position
and the working position.
3. A high pressure press (1) according to claim 1 or claim 2, wherein at least one further
piston/cylinder unit (17) is provided inside the piston/cylinder unit (16), the cylinder
(163) of which further unit (17) is constructed inside the piston (160) of the first
piston/cylinder unit (16) and the piston (170) of which is supported in the yoke (15),
wherein the longitudinal axis of the further piston/cylinder unit (17) extends in
parallel with the longitudinal axis (X) of the first piston/cylinder unit (16) or
coincides therewith.
4. A high pressure press according to one of claims 1 to 3, wherein a housing jacket
(110) is provided which may be moved along by guide means, which, in its retracted
position, closes the high pressure press (1) in a substantially radiation-tight manner
in cooperation with a base plate (11) and which, in its extended position, permits
charging and operation of the high pressure press (1).
5. A high pressure press according to claim 4, wherein feed and supply means (111), in
particular for the: piston/cylinder unit-pressurising working fluid, are provided
inside the housing jacket (110).
6. A high pressure press according to claim 4 or claim 5, wherein a gripper device (10)
is provided for feeding articles (5) to be compressed into the high pressure press
(1) or removing them therefrom.
7. A high pressure press according to one of claims 1 to 6, wherein a preferably bellows-type
shield (18) is provided between the die (12) and the plunger (13).
8. A compaction device for containers (5) containing radioactive material having a high
pressure press according to one of claims 1 to 7, wherein, in addition, a shielded
feed container (2) is provided for the containers (5) together with a loading unit
(3) for loading compressed containers (5) into storage vessels.
9. A compaction device for containers (5) Containing radioactive material having a high
pressure press according to claim 8, wherein a prepress (4) is provided between the
feed container (2) and the high pressure press (1), which prepress (4) precompacts
the containers (5) in pressing directions extending perpendicularly to the pressing
direction of the high pressure press (1).
10. A compaction device for containers (5) containing radioactive material having a high
pressure press according to claim 8 or claim 9, wherein the feed container (2) is
provided with a housing which is shielded against radiation, inside which housing
transport means (23, 23', 23'', 24) are provided for containers (5) containing radioactive
material, which transport means (23, 23', 23'', 24) are constructed so as to transport
these containers from at least one closable inlet opening (20) to at least one closable
outlet opening (21).
11. A compaction device for containers (5) containing radioactive material having a high
pressure press according to one of claims 8 to 10, wherein the loading unit (3) is
provided with a lifting and transporting means (31) which comprises at least one gripper
element (34), which is vertically guided in a substantially tubular shielding jacket
(36), which is connected in a substantially non-oscillatory manner with the lifting
and transporting means (31), and wherein the gripper element (34) may be introduced
into a storage vessel for deposition of the compressed container (5').
12. A compaction device for containers (5) containing radioactive material having a high
pressure press according to claim 11, wherein the gripper element (34) is annular
in form and is so constructed as to surround at least one compressed container (5')
in the manner of a jacket, wherein the annular shielding jacket (36) is provided above
and coaxially to the annular gripper element (34).
13. A compaction device for containers (5) containing radioactive material having a high
pressure press according to claim 9, wherein the prepress (4) comprises two mutually
opposing guide members (40, 42) for prepress shaping pistons (41, 43) displaceable
towards each other, which are each provided on their pressing surfaces with a groove
type shaping cavity (44, 45) of parabolic cross section, which extends lengthwise
substantially at right angles to the direction of displacement of the two prepress
shaping pistons (41, 43), wherein the internal width between the shaping cavities
(44, 45), when the prepress shaping pistons (41, 43) meet and measured in the direction
of displacement, is smaller than the width of each shaping cavity (44, 45) in the
area of its opening when the prepress shaping pistons (41, 43) are apart from one
another.
14. A compaction device for containers (5) containing radioactive material having a high
pressure press according to claim 13, wherein the guide members (40, 42) are spaced
so far apart that articles to be prepressed may be transferred through the prepress
(4) perpendicularly to the direction of displacement of the prepress shaping pistons
(41, 43).
1. Presse (1) à haute pression, comportant
- une matrice (12) pour recevoir un objet (5) à comprimer,
- un poinçon (13) pouvant entrer d'une position de disponibilité dans la matrice (12)
à une position de compression, et
- un piston (160) d'un ensemble (16) cylindre-piston, qui sollicite en force le poinçon
(13),
- l'alésage (153) cylindrique de l'ensemble (16) cylindre-piston étant réalisé dans
une pièce (15) cylindrique qui peut être déplacée entre une position de travail et
une position de transport, la pièce cylindrique étant, dans la position de travail,
immobilisée par rapport à des colonnes (14, 14') de guidage et s'appliquant dans la
position de transport, conjointement avec le piston (160) reçu dans l'alésage (153)
cylindrique, contre le poinçon (13) entré dans la matrice (12) ;
caractérisée en ce que
- la pièce cylindrique est formée par une culasse (15), et
- en ce que la culasse (15), le poinçon (13) et la matrice (12) sont respectivement
montés à déplacement indépendamment les uns des autres sur les colonnes (14, 14')
de guidage.
2. Presse (1) à haute pression suivant la revendication 1, dans laquelle il est prévu
des organes (19, 19') auxiliaires qui sont conçus pour ramener la matrice (12) d'une
position de service à une position de chargement, les organes (19, 19') auxiliaires
constituant des unités d'entraînement pour la culasse (15), afin de la déplacer entre
la position de transport et la position de travail.
3. Presse (1) à haute pression suivant la revendication 1 ou 2, dans laquelle il est
prévu à l'intérieur de l'ensemble (16) cylindre-piston au moins un ensemble (17) cylindre-piston
supplémentaire, dont le cylindre (163) est formé à l'intérieur du piston (160) du
premier ensemble (16) cylindre-piston et dont le piston (170) s'appuie dans la culasse
(15), l'axe longitudinal de l'ensemble (17) cylindre-piston supplémentaire s'étendant
parallèlement à l'axe (X) longitudinal du premier ensemble (16) cylindre-piston ou
coïncidant avec cet axe.
4. Presse (1) à haute pression suivant l'une des revendications 1 à 3, dans laquelle
il est prévu une enveloppe (110) formant carter pouvant être déplacée le long d'organes
de guidage, qui dans sa position rentrée ferme essentiellement en étanchéité au rayonnement
la presse (1) à haute pression en coopérant avec une plaque (11) de base et qui, dans
sa position déployée, permet le chargement et l'exploitation de la presse (1) à haute
pression.
5. Presse (1) à haute pression suivant la revendication 4, dans laquelle des équipements
(111) de stockage et d'alimentation, notamment pour le fluide de travail sollicitant
en pression le ou les ensembles cylindre-piston, sont prévus à l'intérieur de l'enveloppe
(110) formant carter.
6. Presse (1) à haute pression suivant la revendication 4 ou 5, dans laquelle il est
prévu un équipement (10) preneur pour apporter les objets (5) à comprimer dans la
presse (1) à haute pression et les évacuer de la presse.
7. Presse (1) à haute pression suivant l'une des revendications 1 à 6, dans laquelle
il est prévu un blindage (18), de préférence du genre soufflet, entre la matrice (12)
et le poinçon (13).
8. Dispositif de compression pour des récipients (5) contenant un matériau radioactif
comportant une presse à haute pression suivant l'une des revendications 1 à 7, dans
lequel il est prévu en outre un conteneur (2) blindé d'alimentation pour les récipients
(5), ainsi qu'une unité (3) de transbordement pour transborder les récipients (5)
comprimés dans des réceptacles de stockage.
9. Dispositif de compression pour des récipients (5) contenant un matériau radioactif
comportant une presse à haute pression, suivant la revendication 8, dans lequel il
est prévu entre le conteneur (2) d'alimentation et la presse (1) à haute pression
une presse (4) d'ébauchage, qui précomprime les récipients (5) dans des directions
de compression s'étendant transversalement à la direction de compression de la presse
(1) à haute pression.
10. Dispositif de compression pour des récipients (5) contenant un matériau radioactif
comportant une presse à haute pression, suivant la revendication 8 ou 9, dans lequel
le conteneur (2) d'alimentation est pourvu d'une enveloppe blindée à l'épreuve du
rayonnement radioactif, à l'intérieur de laquelle sont prévus des convoyeurs (23,
23', 23", 24) pour les récipients (5) contenant du matériau radioactif, convoyeurs
qui sont conçus pour transporter ces récipients depuis au moins une ouverture (20)
d'entrée pouvant être fermée jusqu'à au moins une ouverture (21) de sortie pouvant
être fermée.
11. Dispositif de compression pour des récipients (5) contenant un matériau radioactif
comportant une presse à haute pression, suivant l'une des revendications 8 à 10, dans
lequel l'unité (3) de transbordement est dotée d'un appareil (31) de levage et de
transport, qui comporte au moins un preneur (34) guidé verticalement dans une enveloppe
(36) de blindage essentiellement tubulaire qui est reliée essentiellement sans possibilité
de balancement à l'appareil (31) de levage et de transport, le preneur (34) pouvant
être introduit dans un réceptacle de stockage pour y déposer le récipient (5') comprimé.
12. Dispositif de compression pour des récipients (5) contenant un matériau radioactif
comportant une presse à haute pression, suivant la revendication 11, dans lequel le
preneur (34) est réalisé de forme annulaire et est conçu pour venir à la manière d'une
enveloppe autour d'au moins un récipient (5') comprimé, l'enveloppe (36) de blindage
annulaire étant prévue au-dessus du preneur (34) annulaire et coaxialement à ce dernier.
13. Dispositif de compression pour des récipients (5) contenant un matériau radioactif
comportant une presse à haute pression, suivant la revendication 9, dans lequel la
presse (4) d'ébauchage comporte deux corps (40, 42) de guidage en vis-à-vis, pour
des pistons (41, 43) façonnés d'ébauchage mobiles l'un par rapport à l'autre qui sont
chacun pourvus, sur leur face de compression, d'une cavité (44, 45) façonnée du genre
rainure, de section parabolique, dont le développement longitudinal est essentiellement
perpendiculaire à la direction de déplacement des deux pistons (41, 43) façonnés d'ébauchage,
l'écartement, mesuré dans la direction de déplacement, entre les cavités (44, 45)
façonnées étant, lorsque les pistons (41, 43) façonnés d'ébauchage sont rapprochés,
inférieur à la largeur de chaque cavité (44, 45) façonnée dans la région de son ouverture
lorsque les pistons (41, 43) façonnés d'ébauchage sont écartés.
14. Dispositif de compression pour des récipients (5) contenant un matériau radioactif
comportant une presse à haute pression, suivant la revendication 13, dans lequel les
corps (40, 42) de guidage sont mutuellement éloignés d'une distance telle que des
objets à précomprimer peuvent passer par la presse (4) d'ébauchage en cours de transfert,
transversalement à la direction de déplacement des pistons (41, 43) façonnés d'ébauchage.