Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung geht aus von einer Sinterelektrode gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1. Es handelt sich dabei um eine Sinterelektrode für Hochdruckentladungslampen wie
beispielsweise Metallhalogenidlampen oder Natriumhochdruckentladungslampen.
Stand der Technik
[0002] Aus der DE-OS 42 06 909 ist ein thermionisch emittierendes Kathodenelement für Vakuumelektronenröhren
bekannt, das aus sphärischen Partikeln mit einer mittleren Korngröße unter 1 µm hergestellt
ist 5 bis 90 % des Gesamtvolumens der Sinterelektrode bestehen aus ungefüllten, zur
Umgebung hin offenen Poren. Die Abstände zwischen benachbarten Partikeln (Körnern)
sind kleiner als 1 µm.
[0003] Aus IEE Proceedings-1/Solid-state and Electron Devices, Bd. 128, Nr. 1, Februar 1981,
Seiten 19-32, XP002062073 ist eine thermionisch emittierende Kathode bekannt, die
einen Sinterkörper mit Porosität von etwa 20 % umfasst Der Sinterkörper besteht aus
Wolframpulver mit einer Korngrößenverteilung von 2 bis 14 µm. Die Verwendung einer
sehrenger Korngrößen verteilung wird als eine Möglichkeit zur Erztelung einer kontrollierten
Porosität vorgeschlagen.
[0004] Aus US-A 2 721 372 ist eine Dispenserkathode bekannt, die einen Sinterkörper aus
porösem Wolfram umfaßt, der 83% der theoretischen Dichte erreicht Er ist aus Wolframpulver
hergestellt, dessen Körner einen Radius im Bereich 1,5 bis 6,1 µm besitzen können.
[0005] Aus der US-A 3 244 929 ist eine Sinterelektrode bekannt, die neben Wolfram Anteile
an Emittermaterial wie Oxide des Aluminium, Barium, Calcium oder Thorium enthält Der
Sinterkörper sitzt auf einem festen Kernstift aus massivem Material.
[0006] Aus der US-A 5 418 070 ist eine Kathode bekannt, die aus einer porösen Wolfram-Matrix
besteht, in deren Poren Emittermaterial eingebaut ist Die Poren der gesinterten Matrix
werden mit flüssigem Kupfer gefüllt das später wieder herausgelöst wird. Der Nachteil
dieser Methode ist, daß die Poren unregelmäßig geformt sind und ihre Eigenschaften
undefiniert sind. Die Herstellung ist kompliziert und zeitaufwendig.
[0007] Aus der DD-PS 292 764 ist ein Cermet-Sinterkörper bestehend aus einer Mischung aus
Wolfram und Thoriumoxid bzw. Erdalkalioxid bekannt, bei dem die Porosität des Sinterkörpers
durch die definierte Verwendung eines Bindemittels bei der Herstellung gesteuert wird.
Die Teilchengröße des Cermetpulvers liegt bei 80 bis 550 µm.
[0008] Ein großes Problem bei bekannten Sinterelektroden ist, daß deren Porosität nicht
über die Lebensdauer konstant bleibt, da der Sinterprozeß aufgrund der hohen Temperaturbelastung
während des Betriebs der Elektrode weiter voranschreitet. Deshalb haben derartige
Lampen eine schlechte Maintenance während der Lebensdauer.
[0009] Wegen dieses gravierenden Nachteils haben sich für Hochdrucklampen Sinterelektroden
bisher nicht auf breiter Front durchsetzen können. Vielmehr war man bisher darauf
angewiesen, Wendelelektroden mit einem Kernstift aus thoriertem Wolfram oder Stiftelektroden
aus thoriertem Wolfram einzusetzen. Die Herstellung erfolgte bisher jeweils aus kompaktem
massivem Material.
Darstellung der Erfindung
[0010] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Sinterelektrode gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 bereitzustellen, die auf Thorium verzichtet und die eine längere Lebensdauer
erreicht sowie eine geringere Bogenunruhe zeigt
[0011] Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst Besonders
vorteilhafte Ausgestaltungen finden sich in den abhängigen Ansprüchen.
[0012] Die erfindungsgemäße Sinterelektrode für Hochdruckentladungslampen besteht aus einem
Sinterkörper aus einem der hochschmelzenden Metalle Wolfram, Tantal, Osmium, Iridium,
Molybdän oder Rhenium oder einer Legierung dieser Metalle. Zusätzlich kann dem Metall
bzw. der Legierung eine an sich bekannte oxidische Dotierung (bis zu 5 Gew.-%) zugesetzt
werden, zum Beispiel ein Oxid des Lanthan oder Yttrium.
[0013] Der Sinterkörper ist aus einem ein Kurstallinen, im wesentlichen sphärischen, Pulver
des Metalls bzw. der Legierung hergestellt, deren mittlere Korngröße zwischen 2 und
100 µm beträgt, wobei die Korngrößenverteilung um maximal 20 % um den Mittelwert schwankt
und wobei zwischen 10 und 40 Vol.-% des Gesamtvolumens der Sinterelektrode aus zur
Umgebung offenen Poren besteht
[0014] Die Poren können ungefüllt sein oder Emitterzusätze enthalten. Typische Emitterzusätze
sind Oxide der Erdalkalien, beispielsweise des Barium, Calcium, Strontium und Mischungen
davon. Geeignet sind auch Aluminate sowie Oxide des Hafnium oder Zirkon oder der Seltenerd-Metalle
(insbesondere Sc, Y, La, Ce, Nd, Gd, Dy und Yb).
[0015] Die mittlere Komgröße des sphärischen Pulvers beträgt bevorzugt zwischen 5 und 70
µm.
[0016] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform schwankt die Korngrößenverteilung
maximal um 10 % um den Mittelwert.
[0017] Insbesondere ist der Sinterkörper in an sich bekannter Weise auf einem Kernstift
aus massivem Metall befestigt Ein besonderer Vorteil dabei ist, daß auf Verbindungstechniken
wie z.B. Löten oder Schweißen verzichtet werden kann. Die mechanische Verbindung wird
lediglich durch Aufschrumpfen bzw. Aufsintern hergestellt
[0018] Bevorzugt ist das Material des Sinterkörpers und des Kernstifts im wesentlichen das
gleiche, beispielsweise reines Wolfram. Der Sinterkörper kann dabei ungefüllt sein
oder Emitterzusätze (beispielsweise Lanthanoxid) enthalten. Für den Kernstift eignet
sich auch reines, mit Kalium dotiertes Wolfram oder eine Rhenium-Wolfram-Legierung.
[0019] Die Elektrode kann insbesondere auf Thorium verzichten und ist dann radioaktivitätsfrei.
Die erfindungsgemäße Elektrode hat eine Reihe von Vorteilen:
[0020] Die Lebensdauer der damit bestückten Hochdruckentladungslampen wird verlängert, der
Anstieg der Lampenbrennspannung wird verringert und die Maintenance des Lichtstroms
deutlich verbessert Außerdem ist die Schwärzung der Wand des Entladungsgefäßes verringert
Des weiteren zeigt sich im Betrieb der Lampen eine Verringerung der Bogenunruhe und
des Flickerns. Zudem wird die Herstellung der Elektrode wesentlich vereinfacht Gegenüber
konventionellen Elektroden kann die Elektrodenwendel eingespart werden.
[0021] Ein besonders vorteilhaftes Verfahren zur Herstellung eines Sinterkörpers gemäß Anspruch
1 besteht aus folgenden Verfahrensschritten:
a) Bereitstellen eines im wesentlichen sphärischen Metallpulvers aus einem der hochschmelzenden
Metalle Wolfram, Tantal, Molybdän, Iridium, Osmium oder Rhenium oder einer Legierung
dieser Metalle, wobei das Pulver folgende Eigenschaften besitzt
die mittlere Korngröße des Metallpulvers beträgt zwischen 2 und 100 µm;
die Korngrößenverteilung schwankt um maximal 20 % (typisch 10 %) um den Mittelwert;
die dafür verwendeten sphärischen Partikel des Metallpulvers sind einkristallin;
b) Pressen des Pulvers; ein typischer Wert des dabei angewendeten Drucks ist 100 bis
400 MPa;
. c) Sintern des Preßlings bei einer Temperatur von etwa dem 0,6 bis 0,8-fachen der
Schmelztemperatur des verwendeten Metalls (angegeben in Kelvin).
[0022] Das Pulver ist einkristallin. Beim Verfahrensschritt b) kann das Pulver insbesondere
um einen Kernstift gepreßt werden.
[0023] Der Verfahrensschritt c) kann beispielsweise im Falle des Wolfram bevorzugt bei Temperaturen
von 2500 bis 2800 K durchgeführt werden. Im Falle einer Legierung ist mit Schmelztemperatur
diejenige der am niedrigsten schmelzenden Komponente gemeint.
[0024] Aufgrund der Kugelform des Metallpulvers ergeben sich beim Füllen der Preßform (Matrize)
günstige Fließeigenschaften. Dadurch kann das Pressen vorteilhaft ohne Zugabe eines
Binders erfolgen. Dies erspart einen zusätzlichen Verarbeitungsschritt und beugt möglichen
Verunreinigungen vor.
[0025] Ein anderes vorteilhaftes Verfahren ist das Metallspritzgußverfahren. Diese Technik
ist in der Parallelanmeldung DE-OS 197 49 908 näher beschrieben. Sie kann in abgewandelter
Form auch für die vorliegende Erfindung verwendet werden. Der Ablauf des Verfahrens
läßt sich in Kürze so zusammenfassen: Ein geeignetes Metallpulver wird mit soviel
Kunststoff (dem sog. Binder) vermischt, daß dieses Ausgangsmaterial, das als Granulat
vorliegt, die Fließeigenschaften des Kunststoffs annimmt und analog zum Kunststoffspritzguß
weiter bearbeitet werden kann, indem es in eine Spritzgußform mit der Kontur des gewünschten
zukünftigen Bauteils eingebracht wird. Um dann ein metallisches Bauteil zu erhalten,
wird der Grünkörper aus der Spritzgußform entnommen; der Binder wird anschließend
durch Wärme oder durch Lösungsmittel aus dem sog. Grünkörper entfernt. Dieser Vorgang
wird als Entwachsen (dewaxing) bezeichnet. Danach wird das Bauteil entsprechend der
klassischen Pulvermetallurgie zu einem Bauteil sehr hoher Dichte gesintert.
[0026] Die Herstellung des im wesentlichen sphärischen Metallpulvers erfolgt in an sich
bekannter Weise, wobei verrundete oder nahezu exakt kugelförmige Partikel entstehen
können. Ein Beispiel ist der Carbonyl-Prozeß (New Types of Metal Powders, Ed. H. Hausner,
Gordon and Breach Science Publishers, New York 1963, erschienen in der Reihe Metallurgical
Society Conferences als Volume 23). Besonders gute Ergebnisse werden mit einkristallinem
Metallpulver erzielt.
[0027] Die kugelähnlichen Pulverkörner homogener Größe entwickeln beim Sintern Gleichgewichtsflächen
in Gestalt von Polyedern. Beispielsweise handelt es sich um [110] - oder [111]-Flächen.
Überraschenderweise hat sich herausgestellt, daß diese Polyederflächen nicht weiter
versintern, so daß die Porosität dieses neuartigen Sinterkörpers über die Lebensdauer
praktisch konstant bleibt. Es handelt sich dabei um einen sog. Schwammkörper mit offener
Porosität.
[0028] Die Wirkungsweise des Sinterkörpers wird im folgenden anhand eines Beispiels näher
erläutert, bei dem der Sinterkörper aus reinem (also ThO
2freiem) Wolfram hergestellt wird.
[0029] Ausgangsmaterial ist sphärisches W-Pulver mit möglichst einheitlichem Durchmesser,
also mit geringer Verteilungsbreite der Korngröße. Diese Homogenität des Pulvers hat
letztlich eine große Stabilität des Sinterkörpers bei hohen Temperaturen zur Folge
und führt zu entsprechend stabilen Verhältnissen während der Lebensdauer der Lampe.
Das Pulver kann insbesondere direkt um einen ThO
2-freien Kernstift gepreßt werden. Anschließend wird bei der relativ niedrigen Temperatur
von etwa 2350 (± 100) °C gesintert. Diese niedrige Temperatur, die in etwa dem 0,7-fachen
der Schmelztemperatur des Wolfram entspricht, bedeutet eine erhebliche Energieersparnis
gegenüber den üblichen Sintertemperaturen von 2800-3000 °C für kompaktes Wolfram-Material.
[0030] Weitere Emitter-Zusätze sind in vielen Anwendungen nicht notwendig, können aber bei
Bedarf in die Hohlräume oder Poren eingebracht werden.
[0031] Die Restporosität der fertig gesinterten Schwamm-Elektrode kann gezielt über die
Kugelgröße des Ausgangsmaterials eingestellt werden. Vorzugsweise werden bei der Schwamm-Elektrode
Kugelgrößen von 5 bis 70 µm verwendet. Damit läßt sich eine Restporosität von etwa
15 bis 30 Vol.-% erzielen.
[0032] Die besonderen Vorteile der Schwamm-Elektrode in der Lampe werden im folgenden aufgeführt:
[0033] Die Entladung setzt bei einer erfindungsgemäßen Elektrode an einer großen Fläche
an. Der von herkömmlichen Elektroden bekannte punktförmige Ansatz, der dort häufig
zu lokal sehr hohen Temperaturen und zum Wandern des Brennflecks führt, wird vermieden.
Die Temperaturverteilung auf dem ganzen Schwammkörper ist weitgehend gleichmäßig.
Dagegen weist eine herkömmliche Elektrode einen hohen Temperaturgradienten auf. Sie
hat insbesondere an der Spitze eine um typisch 500 K höhere Temperatur als im hinteren
Teil der Elektrode.
[0034] Nach der Zündung der Lampe erfolgt der Übergang von der Glimm- zur Bogenentladung
bei Verwendung der Sinterelektrode schneller als bei der herkömmlichen massiven Elektrode,
da die Wärmeableitung von der Spitze der Elektrode in Richtung Quetschung infolge
der geringen Kontaktfläche zwischen den versinterten Körnern des Sinterkörpers stark
herabgesetzt ist.
[0035] Bei der Schwamm-Elektrode wird zudem, insbesondere bei senkrechter Betriebslage,
ein besseres Aufheizen des quetschungsnahen Bereichs des Entladungsgefäßes erreicht.
Die Ursache ist die größere Oberfläche der Elektrode, die mehr Licht abstrahlt. Daher
kann eine etwaige Reflexionsbeschichtung an den Kolbenenden kleiner dimensioniert
oder ganz weggelassen werden, wodurch ein höherer Lichtstrom erzielt wird.
Figuren
[0036] Im folgenden soll die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert
werden. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Sinterelektrode, im Schnitt
- Figur 2
- eine Metallhalogenidlampe mit Sinterelektrode
Beschreibung der Zeichnungen
[0037] Die in Fig. 1 gezeigte Sinterelektrode 1 für eine 150 W-Lampe besteht aus einem zylindrischen
Sinterkörper 2, in dessen entladungsabgewandter Hälfte ein massiver Kernstift 5 aus
Wolfram axial eingepreßt ist. Der Sinterkörper 2 besteht aus Wolfram, das aus sphärischem
Metallpulver mit einer mittleren Korngröße von 10 µm hergestellt ist. Die Korngrößenverteilung
schwankt um 10 % um den Mittelwert. Die Restporosität ist etwa 15 Vol.-%.
[0038] Der Durchmesser des Kernstifts beträgt etwa 0,5 mm, der Außendurchmesser des Sinterkörpers
ist ca. 1,5 mm.
[0039] Fig. 2 zeigt als Anwendungsbeispiel eine Metallhalogenidlampe 9 mit einer Leistung
von 150 W. Sie besteht aus einem Quarzglasgefäß 10, das eine Metallhalogenidfüllung
enthält. An ihren beiden Enden sind äußere Stromzuführungen 11 und Molybdänfolien
12 in Quetschungen 13 eingebettet. An den Molybdänfolien 12 sind die Kernstifte 5
der Elektroden 1 befestigt. Letztere ragen in das Entladungsgefäß 10 hineim. Die beiden
Enden des Entläß dungsgefäßes sind jeweils mit einer wärmereflektierenden Beschichtung
14 aus Zirkonoxid versehen.
[0040] In einem anderen Ausführungsbeispiel besteht die Elektrode aus einem Sinterkörper,
der entladungsseitig abgerundet ist oder spitz zuläuft Der Sinterkörper besteht aus
Wolfram, während der eingepreßte Kernstift aus Rhenium, rheniumplattiertem Wolfram
oder Molybdän besteht.
[0041] Ein besonders vorteilhaftes Verfahren zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Sinterelektrode
beruht auf dem an sich bekannten Metallspritzgußverfahren. Das Prinzip ist in der
Parallelanmeldung DE-OS 197 49 908 ausführlich erläutert. Einen Überblick findet man
in dem Artikel "Overview of Powder Injection Molding" von P.J. Vervoort et al., in:
Advanced Performance Materials
3, S. 121-151 (1996).
[0042] Für die erfindungsgemäße Sinterelektrode werden im einzelnen die folgenden Verfahrensschritte
verwendet:
[0043] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform wird die Mischung in der Spritzgußform
um einen Kernstift gespritzt und mit diesem beim Sintern verbunden.
[0044] Derartige Elektroden zeigen ein wesentlich besserer Lebensdauerverhalten. Untersuchungen
an Metallhalogenidlampen mit 150 W Leistung zeigen, daß sich die Maintenance des Lichtstroms
nach 1000 Stunden bei Verwendung von Metallpulvem mit einer Korngröße von 5 bzw. 20
µm auf jeweils 95% des anfänglichen Lichtstroms beläuft. Im Vergleich dazu ist beim
Stand der Technik (konventionelle Stabelektrode aus dotiertem Wolframmaterial) ein
Abfall des Lichtstroms nach 1000 Stunden auf Werte zwischen 83 und 90% zu beobachten.
1. Sinterelektrode (1) für Hochdruckentladungslampen, die einen Sinterkörper (2) umfasst,
wobei der Sinterkörper (2) eine zylindrische Außenkontur besitzt und aus einem im
wesentlichen sphärischen Pulver eines der hochschmelzenden Metalle Wolfram, Tantal,
Osmium, Iridium, Molybdän oder Rhenium oder einer Legierung dieser Metalle hergestellt
ist, wobei die mittlere Korngröße des Pulvers zwischen 2 und 100 µm beträgt, wobei
zwischen 10 und 40 Vol.-% des Gesamtvolumens der Sinterelektrode aus zur Umgebung
hin offenen Poren besteht, dadurch gekennzeichnet, dass der Sinterkörper (2) homogen aus einkristallinem Pulver aufgebaut ist, wobei die
Korngrößenverteilung des Pulvers um maximal 20 % um den Mittelwert schwankt.
2. Sinterelektrode nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Poren ungefüllt sind oder Emitterzusätze enthalten.
3. Sinterelektrode nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mittlere Korngröße zwischen 5 und 70 µm beträgt
4. Sinterelektrode nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Korngrößenverteilung um maximal 10 % um den Mittelwert schwankt
5. Sinterelektrode nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sinterkörper (2) auf einem Kernstift (5) aus massivem Metall befestigt ist.
6. Sinterelektrode nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Material des Sinterkörpers (2) und des Kernstifts (5) das gleiche ist
7. Sinterelektrode nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Metall bis zu 5 Gew.-% Dotierstoffe enthält
8. Verfahren zur Herstellung einer Sinterelektrode gemäß Anspruch 1, bestehend aus folgenden
Verfahrensschritten:
- Bereitstellen eines im wesentlichen sphärischen, einkristallinen, Metallpulvers
aus einem der hochschmelzenden Metalle Wolfram, Tantal, Molybdän, Osmium, Iridium
oder Rhenium oder einer Legierung dieser Metalle, wobei das Pulver folgende Eigenschaften
besitzt
die mittlere Korngröße des Metallpulvers beträgt zwischen 2 und 100 µm;
die Korngrößenverteilung schwankt um maximal 20 % um den Mittelwert;
- Pressen des Pulvers;
- Sintern bei einer Temperatur von dem 0,6 bis 0,8-fachen der Schmelztemperatur des
verwendeten Metalls.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Pulver um einen Kernstift (5) gepreßt wird und mit diesem beim Sintern verbunden
wird.
10. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Pressen ohne Zugabe eines Binders erfolgt.
11. Verfahren zur Herstellung einer Sinterelektrode gemäß Anspruch 1, bestehend aus folgenden
Verfahrensschritten:
- Bereitstellen eines im wesentlichen sphärischen, einkristallinen Metallpulvers aus
einem der hochschmelzenden Metalle Wolfram, Tantal, Molybdän, Osmium, Iridium oder
Rhenium oder einer Legierung dieser Metalle, wobei das Pulver folgende Eigenschaften
besitzt
die mittlere Korngröße des Metallpulvers beträgt zwischen 2 und 100 µm;
die Korngrößenverteilung schwankt um maximal 20 % um den Mittelwert;
- Herstellen einer Mischung, im Englischen oft als feedstock bezeichnet, aus Pulver
und Binder, oft auch als Wachs bezeichnet;
- Spritzen der Mischung in eine Spritzgußform;
- chemisches und thermisches Entfernen des Binders;
- Sintern bei einer Temperatur von dem 0,6 bis 0,8-fachen der Schmelztemperatur des
verwendeten Metalls.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischung in der Spritzgußform um einen Kernstift gespritzt wird und mit diesem
beim Sintern verbunden wird.
1. Sintered electrode (1) for high-pressure discharge lamps, which comprises a sintered
body (2), where the sintered body (2) has a cylindrical external contour and has been
produced from an essentially spherical powder of one of the high-melting metals tungsten,
tantalum, osmium, iridium, molybdenum or rhenium or an alloy of these metals, where
the mean particle size of the powder is from 2 to 100 µm, and from 10 to 40% by volume
of the total volume of the sintered electrode consists of pores which are open to
the surroundings, characterized in that the sintered body (2) is made up homogeneously of single-crystalline powder and the
particle size distribution of the powder covers a range from at most 20% below to
at most 20% above the mean.
2. Sintered electrode according to Claim 1, characterized in that the pores are unfilled or contain emitter additives.
3. Sintered electrode according to Claim 1, characterized in that the mean particle size is from 5 to 70 µm.
4. Sintered electrode according to any of the preceding claims, characterized in that the particle size distribution covers a range from at most 10% below to at most 10%
above the mean.
5. Sintered electrode according to Claim 1, characterized in that the sintered body (2) is fixed on a core pin (5) of solid metal.
6. Sintered electrode according to Claim 5, characterized in that the material of the sintered body (2) and the core pin (5) is the same.
7. Sintered electrode according to Claim 1, characterized in that the metal contains up to 5% by weight of dopants.
8. Process for producing a sintered electrode according to Claim 1, comprising the following
process steps:
- provision of an essentially spherical, monocrystalline, metal powder of one of the
high-melting metals tungsten, tantalum, molybdenum, osmium, iridium or rhenium or
an alloy of these metals, where the powder has the following properties:
the mean particle size of the metal powder is from 2 to 100 µm;
the particle size distribution covers a range from at most 20% below to at most 20%
above the mean;
- pressing the powder;
- sintering at a temperature of 0.6 to 0.8 times the melting point of the metal used.
9. Process according to Claim 8, characterized in that the powder is pressed around a core pin (5) and is joined to the latter during sintering.
10. Process according to Claim 8, characterized in that pressing is carried out without addition of a binder.
11. Process for producing a sintered electrode according to Claim 1, comprising the following
process steps:
- provision of an essentially spherical, monocrystalline, metal powder of one of the
high-melting metals tungsten, tantalum, molybdenum, osmium, iridium or rhenium or
an alloy of these metals, where the powder has the following properties:
the mean particle size of the metal powder is from 2 to 100 µm;
the particle size distribution covers a range from at most 20% below to at most 20%
above the mean;
- preparation of a mixture, often referred to as feedstock, of powder and binder,
often also referred to as wax;
- injection of the feedstock into an injection moulding tool;
- chemical and thermal removal of the binder;
- sintering at a temperature of from 0.6 to 0.8 times the melting point of the metal
used.
12. Process according to Claim 11, characterized in that the mixture is injected around a core pin in the injection moulding tool and is joined
to this core pin during sintering.
1. Electrode (1) frittée pour des lampes à décharge à haute pression, qui comprend un
corps (2) fritté, le corps (2) fritté ayant un contour extérieur cylindrique et étant
en une poudre sensiblement sphérique de l'un des métaux à haut point de fusion, tungstène,
tantale, osmium, iridium, molybdène ou rhénium ou en un alliage de ces métaux, la
granulométrie moyenne de la poudre étant comprise entre 2 et 100 µm, entre 10 et 40
% du volume totale de l'électrode frittée étant constitué de pores ouverts sur l'extérieur,
caractérisé en ce que le corps (2) fritté est formé de manière homogène d'une poudre monocristalline, la
répartition de granulométrie de la poudre fluctuant au maximum de 20 % autour de la
valeur moyenne.
2. Electrode frittée suivant la revendication 1 caractérisée en ce que les pores ne sont pas remplis ou contiennent des additifs formant émetteur.
3. Electrode frittée suivant la revendication 1, caractérisée en ce que la granulométrie moyenne est comprise entre 5 et 70 µm.
4. Electrode frittée suivant l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la répartition de granulométrie fluctue au plus de 10% autour de la valeur moyenne.
5. Electrode frittée suivant la revendication 1, caractérisée en ce que le corps (2) fritté est fixé sur une tige (5) d'âme en métal plein.
6. Electrode frittée suivant la revendication 5, caractérisée en ce que la matière du corps (2) fritté et de la tige (5) d'âme est la même.
7. Electrode frittée suivant la revendication 1, caractérisée en ce que le métal contient jusqu'à 5 % en poids de substance de dopage.
8. Procédé de fabrication d'une électrode frittée suivant la revendication 1 comprenant
les stades suivants de procédé :
mise à disposition d'une poudre métallique monocristalline, sensiblement sphérique,
en l'un des métaux à haut point de fusion, tungstène, tantale, molybdène, osmium,
iridium ou rhénium ou en un alliage de ces métaux, la poudre ayant les propriétés
suivantes :
la granulométrie moyenne de la poudre métallique est comprise entre 2 et 100 µm ;
la répartition de granulométrie fluctue au maximum de 20 % autour de la valeur moyenne
:
- compression de la poudre ;
- frittage à une température représentant de 0,6 à 0,8 fois le point de fusion du
métal utilisé.
9. Procédé suivant la revendication 8, caractérisé en ce que l'on comprime la poudre autour d'une tige (5) d'âme et on la lie à celle-ci lors
du frittage.
10. Procédé suivant la revendication 8, caractérisé en ce que l'on effectue la compression sans addition d'un liant.
11. Procédé de production d'une électrode frittée suivant la revendication 1. comprenant
les stades suivants de procédé :
mise à disposition d'une poudre métallique monocristalline, sensiblement sphérique,
en l'un des métaux à haut point de fusion, tungstène, tantale, molybdène osmium, iridium
ou rhénium ou en un alliage de ces métaux, la poudre ayant les propriétés suivantes
:
la granulométrie moyenne de la poudre métallique est comprise entre 2 et 100 µm ;
la répartition de granulométrie fluctue au maximum de 20 % autour de la valeur moyenne,
- préparation d'un mélange, dénommé souvent en anglais feedstock, de poudre et de
liant, souvent dénommé aussi wachs
- injection du mélange dans un moule d'injection ;
- élimination chimique et thermique du liant ;
- frittage à une température représentant 0,6 à 0,8 fois le point de fusion du métal
utilisé.
12. Procédé suivant la revendication 11, caractérisé en ce que le mélange est injecté dans le moule d'injection autours d'une tige d'âme et est
lié à celle-ci lors du frittage.