[0001] Die Erfindung betrifft eine Krawatte mit Schmuckeinlagen.
[0002] Die Darstellung von Bildern und bildhaften Motiven auf Kleidungsstücken, wie Shirts,
Sport- und Freizeitbekleidung usw. ist seit längerer Zeit bekannt. Auch Accessoires,
wie Tücher, und Krawatten werden mit bildhaften Motiven bedruckt.
[0003] Die so gestalteten Krawatten sind häufig Massenartikel und hinsichtlich ihrer Eigenschaften
auf eine Gelegenheit oder auf eine bestimmte Kleiderordnung beschränkt. Außerdem heben
sich diese Krawatten nicht aus der üblichen der Mode unterworfenen Gestaltung heraus
und sind für konservative Träger einer Krawatte wenig attraktiv.
[0004] In dem DE-43 37 650 wird eine Krawatte beschrieben, in die von unten her verschiedene
Stoffeinsätze in Durchbrüche der Krawatte eingeschoben und mit Druckknöpfen befestigt
werden, so daßneue Effekte entstehen. Bei dieser Krawatte ist ein Durchbruch festgelegt,
der auch nach dem Einschieben des Stoffeinsatzes als solcher erkennbar ist und dadurch
keinen größeren Ansprüchen in der Gestaltung gerecht wird.
[0005] Eine Krawatte, die mit unterschiedlichen Dekors ausgerüstet werden kann, wird in
dem deutschen Gebrauchsmuster DE- 94 20 114.5 beschrieben. Mittels Druckköpfen oder
Flächenreißverschluß wird ein unterschiedlich gestalteter Dekorstreifen auf der Krawattenoberfläche
befestigt. Bei dieser Ausführung einer Krawatte können die Dekorstreifen nicht in
eine Krawatte integriert werden. Sie werden sich stets von der Krawatte abheben und
als Fremdkörper erscheinen.
[0006] Eine andere Gestaltung einer Krawatte wird in dem Gebrauchsmuster DE-295 18 191 vorgeschlagen.
In die Krawatte werden entsprechend dieser Beschreibung ornamentartige Auslochungen
hergestellt, die mit andersfarbigem Stoff unterlegt werden könnten. Bei dieser Lösung
müssen, falls die Rücknähte der Krawatte durchstanzt werden, zusätzliche Befestigungen
der Naht vorgesehen werden.
[0007] Weiterhin sind Krawatten bekannt geworden, die beidseitig getragen werden können,
aber mit ihnen können keine höheren Ansprüche in der Gestaltung erfüllt werden, da
ihr Zuschnitt nicht in der üblichen Weise ausgeführt werden kann, und ihr Sitz deshalb
nicht immer den Anforderungen genügt.
[0008] Es ist deshalb die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Krawatte bereitzustellen,
die solche Variationsmöglichkeiten bietet, daß sie gehobenen Ansprüchen genügt.
[0009] Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Krawatte mit Schmuckelementen gemäß dem
kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 ausgerüstet wird. Die Schmuckelemente bestehen
aus einem beliebigen Material und sind in Art, Größe, Form und Farbe beliebig wählbar
lösbar oder unlösbar auf eine Schmuckflächeauf die Krawattenoberlage oder den Knoten
aufgelegt oder in die Krawattenoberlage eingelegt. Die Schmuckelemente können aus
Motiven aus Folien oder Flächengebilden eines geeigneten Metalls, einer Metallegierung,
eines Kunststoffes, Edelholz, Leder, Schmucksteinen, Perlmutt, Kristallen, Glas, Porzellan
und dergleichen bestehen. Die Schmuckelemente können auch aus einem Geflecht aus Streifen
oder Fäden aus Stoff, Leder, Metall oder einer Metallegierung, Edelholz, Porzellan
oder Kunststoff bestehen, das auf die Krawattenoberlage auf- oder eingebracht wird.
[0010] Das Element kann aus einem Geflecht mit einer speziell gestalteten Form bestehen.
Es können auch unterschiedliche Formen von Geflechten in einem Element vereinigt werden
oder das Element kann aus Geflechten aus verschiedenen Materialien bestehen.
[0011] Ein besonderer Effekt entsteht, wenn das Element aus dreidimensionalen Geflechten
gestaltet ist. Bei einer so ausgestalteten Krawatte kann eine sehr effektvolle Ausführung
erreicht werden, wenn das Element zusätzlich mit Schmuckelementen aus Edelsteinen,
Perlen aus Glas oder Steinen, Edelmetallplättchen oder dergleichen durchsetzt wird.
Diese Ergänzung ist in jedem Fall auch bei Elementen aus zweidimensionalen Geflechten
möglich.
[0012] Bei der Verwendung von Streifen oder Fäden aus einem sehr flexiblen Material, das
zu einem Element gestaltet wird, werden diese über ein steifes Material gespannt,
aufgenäht oder aufgeklebt. Das steife Material kann dann aus einem textilen Stoff,
Kunststoff oder aus Metallfolie bestehen. Es ist aber auch möglich, daß eine Versteifung
aus einem beliebigen Draht in das Geflecht eingebracht wird. Eine andere Möglichkeit
der Versteifung ergibt sich, wenn das Geflecht auf eine steife Unterlage aufgespannt
wird oder wenn das Geflecht diese steife Unterlage vollständig als Schlauch umgibt.
Eine weitere Möglichkeit zur Versteifung eines flexiblen Geflechtes besteht darin,
daß das Geflecht durch Ein- oder Aufsprühen eines elastischen Materials versteift
wird.
[0013] In einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung wird das Element oder eine
Mehrzahl von Elementen auf die Krawattenoberlage aufgenäht oder aufgeklebt. Ein besonderer
Effekt entsteht dann, wenn das Element in einen Ausschnitt der Krawattenoberlage eingenäht
oder eingeklebt ist. Es wird dann entweder das speziell farbig gestaltete Krawattenende
oder das Hemd im Geflecht des Elementes sichtbar.
[0014] Um die erforderliche Festigkeit zu erreichen, können einige der Materialien für ein
Schmuckelement vorher auf eine Trägermaterial aufgebracht werden.
[0015] Ein besonderer Effekt wird erzielt, wenn das Schmuckelement, das vorzugsweise aus
einem edlen Material besteht, das Firmenlogo oder eine Marke des Herstellers darstellt.
Dieses Logo oder diese Marke kann dann bereits bei der Gestaltung der Krawatte an
einer bestimmte Stelle auf der Krawattenoberlage eingearbeitet werden.
[0016] Die Schmuckelemente können bei diesen Krawatten auf eine Schmuckfläche aufgebracht
werden, die die Größe des einzulegenden oder aufzulegenden Schmuckelementes besitzt.
Die Schmuckfläche kann aber auch größer oder kleiner als das einzulegende oder aufzulegende
Schmuckelement sein. Die Schmuckfläche kann dabei eine Klettfläche, eine magnetische
Fläche oder in einem besonderen Fall auch eine mit Druckknöpfen oder Schraubstiften
ausgerüstete Fläche darstellen.
[0017] Um auch ohne Schmuckelement eine tragbare Krawatte zu erhalten, kann die Schmuckfläche
entsprechend der vorliegenden Erfindung vorteilhafterweise so ausgestaltet sein, daß
sie selbst ein Schmuckelement darstellt.
[0018] Die Schmuckelemente können in einer einfachen Ausführungsform farbige Paletten aus
Kunststoff sein, die als Ergänzung oder im Kontrast zum Hemd auf die Schmuckfläche
aufgelegt oder eingelegt werden. Es kann sich dabei um ein oder mehrere gleiche oder
unterschiedlich gestaltete Schmuckelemente handeln.
[0019] Die Schmuckfläche ist vorteilhafterweise in das Muster der Krawatte integriert. Es
kann z.B. eine bestimmte, durch das Muster der Krawatte vorgegebene Fläche präpariert
werden, die später mit dem gewünschten Schmuckelement ergänzt wird. Der individuellen
Gestaltung der Krawatte ist dadurch ein weiter Spielraum gegeben.
[0020] Das Schmuckelement kann auch unlösbar mit der Schmuckfläche verbunden werden. So
kann z.B. eine feste Naht, mit der das Schmuckelement befestigt wird, oder eine Klebefläche
vorgesehen werden.
[0021] Die oberste Stofflage der Krawatte kann auch im Bereich der Schmuckfläche ausgespart
sein und die Schmuckelemente können in diese Aussparung direkt oder mit einer genähten
Naht, einer Klebefläche oder umgebogenen Stiften in die Krawattenoberfläche eingelegt
werden. Die Schmuckelemente können auch mit Hilfe von umgebogenen Stiften befestigt
werden.
[0022] Durch diese Arten des Anbringens von Schmuckelementen auf oder in eine Krawatte ist
es möglich, daß die Schmuckelemente entweder mit der Oberfläche der Krawatte bündig
abschließen oder über diese herausragen.
[0023] Soll die Schmuckfläche mit anderen Schmuckelementen variiert werden, ist die Schmuckfläche
vorteilhafterweise mit einer Klettfläche oder einer magnetischen Schicht versehen.
Es ist aber auch denkbar, daß das Schmuckelement mit einer Anstecknadel ausgerüstet
ist, die in bestimmten Fällen auf den Knoten oder die Krawattenoberlage angesteckt
wird.
[0024] Mit Hilfe der lösbar oder unlösbar auf die Krawatte aufzubringenden oder in die Krawatte
einzubringenden Schmuckelemente kann ein gediegenes Design geschmackvoll ergänzt werden.
Schmuckelemente aus edlen Materialien machen die Krawatte des Trägers zu einer effektvollen
Vervollkommnung der Kleidung, die dem anspruchsvollen Träger eine individuelle Note
verleiht.
[0025] Die Variation der Krawatte mit Hilfe von bestimmten Schmuckelementen hat außerdem
den Vorteil, daß eine Krawatte einfach an bestimmte Gelegenheiten und bestimmte Bekleidungen
(Hemd, Anzug, Jacke usw.) angepaßt werden kann. Das bedeutet z.B. für einen Geschäftsreisenden,
daß mit Hilfe von Schmuckelementen, die in unterschiedlicher Anzahl, Form und Größe
angebracht werden, eine Vielzahl von Krawatten ersetzt werden kann.
[0026] Die Erfindung soll nachfolgend an einigen Ausführungsbeispielen erläutert werden.
[0027] Es zeigen:
Fign. 1 bis 4 Krawatten mit Schmuckelementen, die lösbar oder unlösbar angebracht
sind;
Fign. 5 bis 8 sind Ausführungsbeispiel für angebrachte Schmuckelemente, die aus einem
Geflecht bestehen
[0028] Die Fign. 1 bis 4 zeigen Krawatten, die mit einem oder mehreren unterschiedlichen
Schmuckelementen versehen sind. Die Schmuckelemente bestehen aus einem beliebigen
Material und sind lösbar oder unlösbar auf die Krawattenoberlage oder den Knoten aufgelegt
oder in die Krawattenoberlage oder den Knoten eingelegt. Die Materialien, aus denen
diese Schmuckelemente bestehen, können Folien oder Flächengebilden aus Metall, einer
Metallegierung, oder aus Kunststoffen, Edelholz, Leder, Schmuckstein, Perlmutt, Kristallen,
Glas, Porzellan und dergleichen sein. Die Schmuckelemente werden auf die Krawatte
aufgelegt oder in die Krawatte eingelegt.
[0029] Bei den Ausführungsbeispiel der Krawatte gemäß den Fign. 5 bis 8 sind Ausführungsbeispiele
dargestellt, bei denen Geflechte aus verschiedenen Materialien als Schmuckelemente
auf die Krawatte aufgebracht oder in die Krawatte eingebracht sind.
[0030] Um beliebige Schmuckelemente in die Krawattenoberfläche auf- oder einzubringem, kann
sie zu diesem Zweck mit einer Aussparung versehen werden. Das Schmuckelement befindet
sich dann in dieser Aussparung. Es muß angemerkt werden, daß in diese Aussparung selbstverständlich
auch andere Schmuckelemente, die nicht aus einem Geflecht bestehen, eingelegt werden
können.
[0031] Die Erfindung kann in einem weiten Umfang variiert werden, ohne daß der Umfang der
beiliegenden Ansprüche verlassen wird. Es kann z.B. das Firmenlogo fest eingelegt
sein und es können weitere Schmuckelemente lösbar angebracht werden. Das Schmuckelement
kann zum Beispiel auch aus einem andersartigen Stoff bestehen, auf den zusätzlich
das Monogramm des Trägers oder das Firmenlogo aufgebracht wurde. Es kann auch ein
spezielles lösbares Schmuckelement vorgesehen werden, das grundsätzlich auf dem Knoten
angebracht wird. Es ist auch möglich, diese Schmuckelemente in gleicher Weise auf
andere Bekleidungsstücke aus textilen Geweben oder Leder, wie Blusen, Hemden (z.B.
aufHemdkragen), Hosen, Kleidern, Anzügen (auf Revers) usw. anzubringen.
1. Krawatte mit Schmuckelementen aus einem beliebigen Material, die in Art, Größe, Form
und Farbe beliebig wählbar lösbar oder unlösbar auf eine Schmuckfläche auf der Krawattenoberlage
oder den Knoten aufgelegt oder eingelegt sind.
2. Krawatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schmuckelemente aus Motiven
aus Folien oder Flächengebilden eines geeigneten Metalls, einer Metallegierung, oder
eines Kunststoffes, Edelholz, Leder, Schmucksteinen, Perlmutt, Kristallen, Glas, Porzellan
und dergleichen bestehen
3. Krawatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schmuckelemente aus einem
Geflecht aus Streifen oder Fäden aus Stoff, Leder, Metall oder einer Metallegierung,
Edelholz, Porzellan oder Kunststoff besteht, das auf die Krawattenoberfläche auf-
oder eingebracht ist.
4. Krawatte nach einem der Ansprüche 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Schmuckelement
aus dreidimensionalen Gebilden gestaltet ist.
5. Krawatte nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß einige dieser
Materialien auf ein Trägermaterial aufgebracht sind.
6. Krawatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schmuckfläche eine Klettfläche,
eine magnetische Fläche, oder eine mit Druckknöpfen oder Schraubstiften ausgerüstete
Fläche darstellt.
7. Krawatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die oberste Stofflage im Bereich
der Schmuckfläche ausgespart ist und die Schmuckelemente mit einer genähten Naht,
einer Klebefläche oder umgebogenen Stiften in der Krawattenoberfläche eingelegt sind.
8. Krawatte nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Schmuckfläche selbst
ein Schmuckelement darstellt.