[0001] Die Erfindung betrifft einen Barhocker mit einem Sitzteil, einem Zwischenteil und
einem Fußteil.
[0002] Derartige Barhocker sind allgemein bekannt. Sie haben jedoch den Nachteil, daß man
auf ihnen sehr statisch sitzt. An langen Abenden erschlafft die Rückenmuskulatur der
Benutzer wodurch diese eine ungünstige Sitzhaltung einnehmen. Ein Großteil der Bevölkerung
übt untertags im Büro eine sitzende Tätigkeit aus, welche ebenfalls zur Degeneration
der Rückenmuskulatur beiträgt. Sitzen insbesondere solche Personen mit bereits geschwächter
Rückenmuskulatur auch abends auf statischen Barhockern, so führt dies meist zu einer
ungünstigen Sitzhaltung und daraus resultierenden Rückenschmerzen. Durch eine anhaltende,
gleichmäßige Fehlbelastung der Bandscheiben werden diese äußerst schlecht durchblutet,
was bleibende Rückenschäden zur Folge haben kann. Beim Sitzen auf Barhockern kommt
nachteilig hinzu, daß die Beine schräg nach unten hängen und somit die meisten Benutzer
dazu neigen, ein Hohlkreuz auszubilden. Wird diese Sitzhaltung als unbequem empfunden,
so stützt sich der Barbesucher auf der Bar selbst ab, was wiederum zu einer sehr einseitigen
Belastung der Bandscheibe führt.
[0003] Die Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Barhocker dahingehend zu verbessern,
daß dieser ein gesundes Sitzen ermöglicht.
[0004] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Zwischenteil mit Federn
ausgebildet und am Fußteil kipp- und rückstellbar gehalten ist.
[0005] Durch das federnde Zwischenteil schwingt der Barhocker auch bei der kleinsten Bewegung
in seine Längsachse, so daß die Rückenmuskulatur ständig in Bewegung bleibt und darüber
hinaus auch die Bandscheibe keine statische Belastung erfährt.
[0006] Dadurch, daß das Zwischenteil am Fußteil kippbar und rückstellbar gehaltert ist,
pendelt der Benutzer stets leicht hin und her. Hierdurch bleibt die Rückenmuskulatur
ebenfalls stets leicht in Bewegung und die Bandscheibe wird gut durchblutet.
[0007] Sehr günstig ist es weiterhin, daß das Fußteil einen feststehenden Schaft aufweist.
Der Gelenkpunkt zwischen Fußteil und Zwischenteil liegt am oberen Ende des Schafts.
[0008] Durch den feststehenden Schaft wird gewährleistet, daß der Gelenkpunkt nicht zu weit
von der Sitzfläche entfernt und somit die Pendelbewegung auf ein günstiges Ausmaß
begrenzt ist. Würde der Pendelpunkt hingegen am Boden liegen, wäre bei einem Barhocker
der Pendelweg zu groß und eine sichere Benutzung durch ungewohnte Personen nicht mehr
möglich.
[0009] Des weiteren ist es günstig, an dem Schaft einen Fußring in einem vorbestimmten Abstand
vom Boden anzuordnen. Der Fußring ist am Schaft fest arretiert und somit nahezu feststehend.
Der Benutzer kann somit seine Füße auf dem Fußring abstellen und hat trotz pendelnden
Gesäßes und Oberkörper einen sicheren ruhigen Halt durch das Aufsetzen seiner Füße
auf den Ring.
[0010] Vorteilhafterweise ist der Fußring am Schaft in der Höhe verstellbar, wodurch eine
optimale Abstimmung auf den Benutzer vorgenommen werden kann.
[0011] Eine bevorzugte Ausführungsvariante sieht vor, daß das federnde Zwischenteil aus
einer zentralen Säule und einer Federkonstruktion besteht, wobei im Kraftfluß des
Sitzgewichts die zentrale Säule und die Federkonstruktion in Reihe geschaltet sind.
[0012] Durch die Reihenschaltung der beiden Teile kann die zentrale Säule höhenverstellbar
ausgebildet werden, ohne daß die Federung um die Längsachse beeinträchtigt wird.
[0013] Bei dieser vorteilhaften Ausführungsvariante ist es weiter vorteilhaft, daß die zentrale
Säule und die Federkonstruktion konzentrisch angeordnet sind und zwischen der zentralen
Säule und der Federkonstruktion eine Lagerführung ausgebildet ist. Durch die konzentrische
Anordnung von zentraler Säule und Federkonstruktion ist es möglich, in einer relativ
kompakten Anordnung die Reihenschaltung von zentraler Säule und Federkonstruktion
zu realisieren. Dies ist deshalb von großer Bedeutung, da - wie oben bereits erwähnt
- der Kippunkt nicht zu weit von der Sitzfläche entfernt liegen darf und somit eine
bloße Aneinanderreihung von zentraler Säule und Federkonstruktion den Kipppunkt zu
weit in Richtung Fußteil verlegen würde.
[0014] Die Federkonstruktion weist vorteilhafterweise eine dynamische und statische Federaufnahme
auf, zwischen denen eine Feder eingespannt ist. Durch diesen relativ simplen Aufbau
ist es möglich, eine günstige Normteilfeder zu verwenden.
[0015] Vorteilhafterweise ist die zentrale Säule als eine in ihrer Länge verstellbare Federsäule
ausgebildet, wie z.B. einer Gasfeder und weist mindestens eine vertikale Führungsbahn
auf, welche mit der Lagerführung zusammenwirkt.
[0016] Die Lagerführung umfaßt günstigerweise eine im Höhenabstand angeordnete zweiteilige
Lagerung, wobei als Lagerelemente vorzugsweise Kugeln oder Rollen Verwendung finden.
[0017] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform sind die Lagerelemente federbelastet
gegen die Führungsbahn gedrückt. Bei der Verwendung von nicht federbeaufschlagten
Lagerelementen sind bei der Pendel- und Schwingbewegung Fertigungsungenauigkeiten
stark spürbar und wirken sich beim aktiv-dynamischen Sitzen sehr störend aus.
[0018] Günstig ist es, pro Lagerung mindestens zwei Lagerelemente an der Führungsbahn anzuordnen.
[0019] Die Lagerelemente sind hierbei vorteilhafterweise in Lagerelementaufnahmen gehaltert,
wobei die Lagerelementaufnahmen entweder über Druckfedern, oder über einen elastisch
verformbaren Bereich, oder über einen elastisch verformbaren Vorsprung die Lagerelemente
auf die Führungsbahn drücken. Die Druckfedern bzw. der elastisch verformbare Bereich
bzw. die Vorsprünge drücken die Lagerelemente radial nach innen.
[0020] Die Führungsbahn ist günstigerweise als Rohr ausgebildet, dessen erstes Ende mit
dem unteren Ende der Federsäule und dessen zweites Ende mit dem dynamischen Ende der
Federaufnahme verbunden ist.
[0021] Des weiteren ist es günstig, zwischen dem Führungsbahnrohr und der Federsäule, welche
vorzugsweise als Gasfeder ausgebildet ist, eine Gleitlagerbuchse anzuordnen. Bei einer
aktiv-dynamischen kontinuierlichen Pendel-Schwingbewegung um die Längsachse des Zwischenteils
federt in erster Linie die Federkonstruktion und nur minimal die Gasfeder, so daß
die Gleitlagerbuchse in erster Linie bei der Höhenverstellung zum Einsatz gelangt.
[0022] Die Lagerführung ist vorzugsweise an einem Standbeingrundkörper angeordnet in welchem
die Lageraufnahmen federbeaufschlagt und radial verschieblich gehalten sind. Durch
die federbeaufschlagten Lagerelemente werden Maßungenaugigkeiten ausgeglichen und
es erfolgt somit ein gleichmäßiges störungsfreies und nahezu lautloses Schwingen um
die Längsachse des Zwischenteils.
[0023] Der Standbeingrundkörper ist vorzugsweise über eine Keilverbindung auf den Schaft
am Fußteil aufsteckbar.
[0024] Günstig ist es, daß der Abstand zwischen der dynamischen und der statischen Federaufnahme
eingestellt werden kann. Hierzu ist am Standbeingrundkörper eine verdrehbare Überwurfmutter
als Federauflage ausgebildet, über welche sich die Feder vorspannen läßt. Durch das
Vorspannen der Feder läßt sich der Pendelhocker auf das Gewicht der Personen einstellen,
so daß die Sitzfläche beim Aufsetzen nicht unangenehm weit oder gering absinkt. Dieser
Vorspannmechanismus ist vorteilhafterweise über eine verdrehbare Überwurfmutter am
Standbeingrundkörper ausgebildet, über welche durch Drehen der Überwurfmutter die
Feder vorgespannt bzw. entspannt werden kann.
[0025] Die Rückstellvorrichtung ist günstigerweise als Schwingmetall zwischen dem Zwischenteil
und dem Fußteil ausgebildet und kann über ein Handrad in der Rückstellkraft eingestellt
werden.
[0026] Die Erfindung wird nachfolgend anhand in der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele
näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- den Pendelhocker in einer Seitenansicht sowie in einem Halbschnitt,
- Fig. 2
- den unteren Abschnitt des Zwischenteils aus Fig. 1 in einer größeren Ansicht,
- Fig. 3
- den Bereich des Zwischenteils mit der Lagerführung,
- Fig. 4a
- den Querschnitt durch das Zwischenteil im Bereich der Lagerführung,
- Fig. 4b
- einen vergrößerten Ausschnitt aus der Fig. 4a ,
- Fig. 4c
- eine Ausführungsvariante zu Fig. 4b,.
- Fig. 5
- eine Schrägansicht von Schaft und Fußring, und
- Fig. 6
- einen Querschnitt einer Variante des Schaftes.
[0027] Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht sowie einen Halbschnitt eines Pendelhockers, bestehend
aus einem Sitzteil 1, einem Zwischenteil 3 und einem Fußteil 2. Das Zwischenteil 3
weist eine zentralen Säule 4 sowie eine Federkonstruktion 5 auf und ist an seinem
unteren Ende im Fußteil 2 kippbar und rückstellbar gehaltert. Die zentrale Säule 4
ist als höhenverstellbare Federsäule 10, in der Regel als Gasfeder ausgebildet. Das
Sitzteil 1 ist mit der Federsäule 10 über eine Steckverbindung 22 fest verbunden und
kann sich durch ein Lager 23 am unteren Ende der Federsäule 10 um die Längsachse dieser
Federsäule drehen. Zur Höhenverstellung der Sitzfläche 1 ist an der Unterseite ein
Hebel 24 angeordnet, welcher bei Betätigung so auf die Federsäule einwirkt, daß diese
in bekannter Weise in der Höhe eingestellt werden kann. Die zentrale Säule 4 umfaßt
des weiteren eine vertikale Führungsbahn 11, welche als die Federsäule 10 umgebendes
Rohr ausgebildet und am unteren Ende mit der Federsäule 10 über das Lager 23 drehbar
verbunden ist.
[0028] Zur Erzielung des gewünschten aktiv-dynamischen Sitzverhaltens ist der zentralen
Säule 4 im Kraftfluß die Federkonstruktion 5 in Reihe nachgeschaltet.
[0029] Eine umgekehrte Anordnung, bei der der Kraftfluß erst über die Federkonstruktion
und dann über die zentrale Säule erfolgt, ist ebenso möglich.
[0030] Die Federkonstruktion 5 besteht aus einer statischen Federaufnahme 8, einer Feder
9 sowie einer dynamischen Federaufnahme 7. Die dynamische Federaufnahme 7 ist fest
mit dem oberen Ende der Führungsbahn 11 verbunden. Für die Relativbewegung zwischen
der zentralen Säule 4 und der Federkonstruktion 5 ist zwischen der Federkonstruktion
5 und der Führungsbahn 11 eine Lagerführung 6 ausgebildet. Die Lagerführung 6 besteht
im dargestellten Ausführungsbeispiel aus zwei Lagerungen 12, welche in dem oberen
Halterungsteil eines Standbeingrundkörpers 15 gehalten sind. Der Standbeingrundkörper
15 bildet das untere Ende der zentralen Säule 4 und wird über eine Keilverbindung
16 auf die Konstruktion des Fußteils 2 aufgesteckt. Der Standbeingrundkörper 15 weist
in seinem unteren Bereich ein Außengewinde auf, auf welches eine Überwurfmutter 17
aufgeschraubt ist, welche gleichzeitig als Auflage für die Feder 9 dient. Durch die
Überwurfmutter 17 kann die Feder 9 vorgespannt werden und somit die Länge, um welche
die Sitzfläche 1 bei Belastung absinkt, auf das Gewicht der benützenden Person abgestimmt
werden.
[0031] Das Zwischenteil 3 wird über die Keilverbindung 16 auf eine Rückstellvorrichtung
21 am Fußteil 2 aufgesteckt. Die Rückstellvorrichtung 21 ist als Schwingmetall ausgebildet
und besteht aus einem im wesentlichen rohrförmigen Oberteil 25, dessen oberes Ende
zur Keilverbindung 16 dient und einem Unterteil 27, welches fest an einem Arm 31 des
Fußteils 2 befestigt ist. Auf das Unterteil 27 ist ein Schaft 40 aufgesteckt. Der
Schaft 40 ist an der Unterseite innerhalb des Unterteils 27 aufgenommen und umgreift
an der Oberseite tassenförmig das Oberteil 25. Zwischen der Oberseite des Schaftes
40 und dem Oberteil 25 ist ein elastisches Material 26 vorgesehen. Dieses ist sowohl
zwischen den Stirnflächen als auch zwischen den Seitenwänden angeordnet. Das Oberteil
25, der Schaft 40 sowie das Unterteil 27 sind über eine Schraube 29 miteinander verbunden,
wobei über eine mit der Schraube 29 zusammenwirkenden Einstellmutter 28 die Rückstellvorrichtung
21 vorgespannt und somit die Rückstellkraft eingestellt werden kann. In einer in Fig.
1 dargestellten Ausführungsvariante ist zwischen dem Kopf der Schraube 29 und dem
Oberteil 25 ein weiteres elastischen Element 30 angeordnet, welches das Verhalten
der Rückstellvorrichtung 21 weicher und komfortabler gestaltet.
[0032] An der zylinderischen Außenseite des Schaftes 40 ist über eine Manschette 52 ein
Fußring 50 befestigt. Die Manschette 52 weist eine Gewindebohrung mit einer Stellschraube
53 auf, über welche der Fußring 50 an dein Schaft 40 arretiert wird. Durch Lösen der
Stellschraube 53 kann der Fußring 50 im Bereich des Schaftes 40 in der Höhe eingestellt
werden.
[0033] Das Fußteil 2 ist in der Regel als nahezu geschlossener Ring ausgebildet, an welchem
zentral über den Arm 31 die Rückstellvorrichtung 21 und somit das Zwischenteil und
das Sitzteil gehaltert sind. Bei Belastung verformt sich der Arm 31 elastisch, so
daß der Pendelhocker über eine reibungsfördernde Kontakteinrichtung 33 am unteren
Abschluß der Rückstelleinrichtung 21 auf den Boden gepreßt wird.
[0034] Im ringförmigen Fußteil 2 des Pendelhockers sind Rollen oder Kugeln 34 angeordnet,
welche bei Belastung in das Fußteil 2 einfedern. Es könnten auch sogen. Rollen oder
Kugeln nach DIN-Norm verwendet werden, welche im ausgefederten Zustand arretiert sind,
bei leichter Belastung ein Verschieben des Pendelhockers zulassen und bei vollkommener
Belastung in das Fußteil 2 einfedern.
[0035] Fig. 2 zeigt den unteren Teil des Zwischenteils 3 sowie die Rückstellvorrichtung
21 des Pendelhockers aus Fig. 1 in vergrößerter Darstellung. Der Fußring 50 ist in
dieser Ansicht nicht dargestellt. Beim aktiv-dynamischen Schwingen um die Längsachse
des Zwischenteils 3 entsteht eine Relativbewegung zwischen der Führungsbahn 11 und
der Federkonstruktion 5. Diese Relativbewegung wird durch die bereits oben erwähnte
Lagerführung 6 zwischen der Federkonstruktion 5 und der Führungsbahn 11 ermöglicht.
Diese Lagerführung 6 wird in den nachfolgenden Figuren näher erläutert. Im ausgefederten
Zustand wird der Weg der Feder 9 durch einen Anschlag 35 am unteren Ende der vertikalen
Führungsbahn 11 begrenzt. Dieser Anschlag 35 wirkt mit einem Absatz am Standbeingrundkörper
15 zusammen. Um die Wegbegrenzung nach oben lautlos zu gestalten ist zwischen dem
Standbeingrundkörper 15 und dem Anschlag 35 ein Gummiring 36 zwischengeschaltet. Für
die Wegbegrenzung nach unten ist oberhalb des Kopfes der Schraube 29 ein elastischer
Anschlag 32 vorgesehen.
[0036] Fig. 3 zeigt den Abschnitt des Zwischenteils, in welchem die Lagerführung 6 angeordnet
ist. Die Lagerführung 6 besteht im dargestellten Ausführungsbeispiel aus zwei Lagerungen
12, die im Standbeingrundkörper 15 gehalten sind und mit der Führungsbahn 11 zusammenwirken.
Die Lagerungen 12 weisen pro Ebene jeweils vier am Umfang der Führungsbahn 11 verteilte
Lagerelemente 13 auf, wobei diese Lagerelemente 13 entweder als Rollen oder als Kugeln
ausgebildet sein können. (Siehe hierzu auch Fig. 4a). Im dargestellten Ausführungsbeispiel
sind die Lagerelemente 13 als Rollen ausgebildet, deren Rollenachsen beidseitig in
Lagerelementaufnahmen 18 aufgenommen sind. Diese Lagerelementaufnahmen 18 sind im
Standbeingrundkörper 15 zu einem gewissen Maß radial verschieblich gehalten und in
Richtung der Führungsbahn 11 federbeaufschlagt. Zur Federbeaufschlagung sind zwei
Ausführungsvarianten dargestellt. In der ersten Ausführungsvariante stützen sich die
Lagerelementaufnahmen 18 über Druckfedern 19 an einem den Standbeingrundkörper 15
umgebenden Rohr 37 ab und drücken somit die Lagerelemente 13 in Richtung der Führungsbahn
11. Das Rohr 37 ist von oben über den oberen rohrförmigen Bereich des Standbeingrundkörpers
15 gesteckt und wirkt mit dem Standbeingrundkörper 15 zur Fixierung Lagerungen 12
zusammen.
[0037] Beim zweiten Ausführungsbeispiel weisen die Lagerelementaufnahmen 18 jeweils einen
elastischen Vorsprung 20 auf, welcher durch seine elastische Verformung ebenfalls
die Lagerelementaufnahmen 18 und somit die Lagerelemente 13 gegen die Führungsbahn
11 drückt.
[0038] Fig. 4a zeigt einen Schnitt durch die bereits unter Fig. 3 beschriebene Lagerung
12, Fig. 4b einen vergrößerten Ausschnitt aus Fig. 4a, wobei diese Ausführungsvariante
die Federbeaufschlagung der Lagerelemente 13 über Druckfedern 19 darstellt, welche
sich an dem Rohr 37 abstützen.
[0039] Fig. 4c gibt denselben Ausschnitt wie in Fig. 4b wieder, jedoch in einer anderen
Ausführungsvariante. In Fig. 4c weisen die Lageraufnahmen 18 den elastischen Vorsprung
20 auf, welcher sich ebenso an dem Rohr 37 abstützt und somit die Lagerelemente 13
gegen die Führungsbahn 11 drückt.
[0040] Fig. 5 zeigt eine Schrägansicht des Schaftes 40 mit aufgestecktem Fußring 50. Der
Schaft 40 ist im wesentlichen zylindrisch ausgebildet und weist an seinem unteren
Ende einen Absatz 41 auf. Mit seinem unteren Ende kann der Schaft 40 paßgenau in das
Unterteil 27 eingesteckt werden, so daß sich insgesamt eine glatte zylindrische Außenfläche
ergibt. Am oberen Ende (in der Figur nicht zu sehen) ist der Schaft 40 tassenförmig
zur Aufnahme des elastischen Materials 26 sowie des Oberteils 25 ausgebildet.
[0041] In der Mitte weist der Schaft 40 einen Kanal 42 zur Aufnahme der Schraube 29 auf,
welche zur Vorspannung und Einstellung der Stellvorrichtung 21 dient.
[0042] Der Schaft 40 ist in der Regel als Aluminium-Druckgußteil ausgebildet, wobei zwischen
der Außenwand und dem Kanal 40 zusätzlich Versteifungsrippen 43 vorgesehen sein können.
[0043] Am Außenumfang des Schaftes 40 ist der Fußring 50 über die Manschette 52 aufgesteckt,
wobei diese über die Stellschraube 53 am Schaft 40 arretiert werden kann. Der Fußring
50 ist über Streben 51 mit der Manschette 52 verbunden und weist in der Regel einen
Durchmesser von ca. 500 mm auf.
[0044] Fig. 6 zeigt eine weitere Ausführungsvariante des Schaftes 40, wobei hier der Schaft
als Aluminium-Drehteil aus Vollmaterial hergestellt ist. Der Schaft weist ebenso den
Kanal 42 für die Schraube 29 sowie den Absatz 41 auf. Der Schaft kann in unterschiedlichen
Längen ausgebildet sein. Dadurch, daß er ohne weiteres in das Unterteil 27 eingesteckt
werden kann, ist über die Länge des Schaftes eine Anpassung der Barhockerhöhe an die
Wünsche des Benutzers leicht möglich. Lediglich die Schraube 29 muß an die Länge des
Schaftes angepaßt werden.
[0045] Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern
umfaßt sämtliche Barhocker, welche ein aktivdynamisches Sitzen im Sinne des Anspruchs
1 erlauben.
1. Barhocker mit einem Sitzteil (1) einem Zwischenteil (3) und einem Fußteil (2), dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenteil (3) federnd ausgebildet und am Fußteil (2) kippbar und rückstellbar
gehaltert ist.
2. Barhocker nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Fußteil (2) einen feststehenden Schaft (40) aufweist.
3. Barhocker nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Schaft (40) ein Fußring (50) in einem vorbestimmten Abstand vom Boden
angeordnet ist.
4. Barhocker nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Fußring (50) am Schaft (40) in der Höhe verstellbar ist.
5. Barhocker nach einem der Ansprüche 1 bis 4 , dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenteil (3) aus einer zentralen Säule (4) und einer Federkonstruktion (5)
besteht und im Kraftfluß des Sitzgewichts zwischen dem Sitzteil (1) und dem Fußteil
(2) die zentrale Säule (4) und die Federkonstuktion (5) in Reihe geschaltet sind
6. Barhocker nach Ansprüche 5, dadurch gekennzeichnet, daß die zentrale Säule (4) und die Federkonstruktion (5) konzentrisch angeordnet sind
und zwischen der zentralen Säule (4) und der Federkonstruktion (5) eine Lagerführung
(6) ausgebildet ist.
7. Barhocker nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die zentrale Säule (4) und die Federkonstruktion (5) konzentrisch angeordnet
sind und die Federkonstruktion (5) eine dynamische (7) und eine statische (8) Federaufnahme
aufweist, zwischen denen eine Feder (9) eingespannt ist.
8. Barhocker nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerführung (6) zwischen der zentralen Säule (4) und der statischen Federaufnahme
(8) angeordnet ist.
9. Barhocker nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die zentrale Säule (4) eine Federsäule (10) ist, mit mindestens einer vertikalen
Führungsbahn (11), die mit der Lagerführung (6) zusammenwirkt.
10. Barhocker nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Federsäule (10) in ihrer Länge verstellbar ist.
11. Barhocker nach mindestens einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerführung (6) eine im Höhenabstand angeordnete zweiteilige Lagerung (12)
umfaßt.
12. Barhocker nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerung (12) als Lagerelemente (13) Kugeln oder Rollen aufweist.
13. Barhocker nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerelemente (13) federbelastet gegen die Führungsbahn (11) gedrückt sind.
14. Barhocker nach Anspruch 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß pro Lagerung (12) mindestens vier Lagerelemente (13) am Umfang der Führungsbahn
(11) angeordnet sind.
15. Barhocker nach Anspruch 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerelemente (13) in Lagerelementaufnahmen (18) gehaltert sind.
16. Barhocker nach Anspruch 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerelementaufnahmen (18) über Druckfedern (19) die Lagerelemente (13) auf
die Führungsbahn (11) drücken.
17. Barhocker nach Anspruch 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerelementaufnahmen (18) einen elastisch verformbaren Bereich aufweisen
und durch die elastische Verformung die Lagerelemente (13) auf die Führungsbahn (11)
drücken.
18. Barhocker nach Anspruch 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerelementaufnahmen (18) einen elastisch verformbaren Vorsprung (20) aufweisen
der die Lagerelemente (13) auf die Führungsbahn (11) drückt.
19. Barhocker nach Anspruch 12 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Lagerelementaufnahmen (18) in einem vorbestimmten Maß zwischen dem Rohr
der statischen Federaufnahme (8) und der Führungsbahn (11) bewegen können.
20. Barhocker nach mindestens einem der Ansprüche 9 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsbahn (11) ein Rohr ist, dessen erstes Ende mit dem unteren Ende der
Federsäule (10) und dessen zweites Ende mit der dynamischen Federaufnahme (7) verbunden
ist.
21. Barhocker nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Führungsbahnrohr (11) und der Federsäule (10) eine Gleitlagerbuchse
(14) angeordnet ist.
22. Barhocker nach mindestens einem der Ansprüche 7 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen der dynamischen (7) und der statischen (8) Federaufnahme
einstellbar ist.
23. Barhocker nach mindestens einem der Ansprüche 6 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerführung (6) an einem Standbein-Grundkörper (15) angeordnet ist.
24. Barhocker nach einem der Ansprüche 22 oder 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Lageraufnahmen (18) im Standbein-Grundkörper (15) radial verschieblich gehaltert
sind.
25. Barhocker nach einem der Ansprüche 23 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß der Standbein-Grundkörper (15) über eine Keilverbindung (16) in den Schaftarm
(2) aufsteckbar ist.
26. Barhocker nach einem der Ansprüche 22 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß am Standbein-Grundkörper (15) eine verdrehbare Überwurf-Mutter (17) als Federauflage
ausgebildet ist, über die die Feder (9) vorspannbar ist.
27. Barhocker nach einem der Ansprüche 1 bis 27, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Zwischenteil (3) und Fußteil (2) eine als Schwingmetall ausgebildete
Rückstellvorrichtung (20) vorgesehen ist.
28. Barhocker nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückstellkraft der Rückstellvorrichtung (20) einstellbar ist.