[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schmutzfangmatte gemäss Oberbegriff von Anspruch
1.
[0002] Schmutzfangmatten werden herkömmlicherweise zum Beispiel aus stangenförmigen Trägerprofilen,
welche parallel zueinander ausgerichtet und unter Verwendung von Distanzelementen
miteinander beweglich verbunden sind, hergestellt. Die Trägerprofile sind langgestreckte
Profilleisten, welche Nuten für die Aufnahme von Scheuerflors oder Borsten aufweisen.
Diese werden in der Regel in die Nuten eingebracht dort fixiert, beispielsweise mittels
eines Klebemittels oder durch eine Klemmvorrichtung. Der Zwischenraum zwischen benachbarten
Trägerprofilen wird als Schmutzkammer bezeichnet, in welcher sich der durch den Scheuerflor
resp. Borsten entfernte Schmutz unterhalb der Ebene des Scheuerflors resp. Borsten
ablagern kann. Für das Entfernen dieses Schmutzes kann die Schmutzfangmatte lediglich
angehoben werden, und dieser Schmutz vom Untergrund weggewischt oder abgesaugt werden.
[0003] Beispielsweise werden zwischen den einzelnen Trägerelementen mehrere, mit einer Bohrung
für einen Verbindungsdraht versehene elastische Elemente angeordnet. Damit lässt sich
die Schmutzfangmatte vorteilhafterweise einfach aufrollen.
[0004] Aus EP 0 059 886 sind Rostelemente zur Bildung von Schmutzfangmatten bekannt, welche
einen oder mehrere Streifen aus verformbarem Werkstoff, beispielsweise Borstenstreifen,
aufweisen.
[0005] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung bestand nun darin, eine Schmutzfangmatte der
eingangs genannten Art derart zu verbessern, dass sie einfacher herstellbar ist, ohne
die Aufrollbarkeit der Matte zu beeinträchtigen.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss gemäss dem Kennzeichen von Anspruch 1 gelöst.
[0007] Weitere bevorzugte Ausführungsformen ergeben sich aus den Ansprüchen 2 bis 8.
[0008] Durch die erfindungsgemässe Ausbildung der Profilform der Trägerelemente muss das
Verbindungsseil nicht mehr durch den Borstenstreifen hindurchgeführt werden, was zu
einer wesentlich einfacheren und leichten Herstellung der Verbindung führt. Weiter
vorteilhaft wird der Raum der Schmutzkammer gegenüber der herkömmlichen Lösung vergrössert,
d.h. das Fassungsvermögen für den Schmutz vergrössert. Damit kann das Intervall zwischen
zwei Reinigungsvorgängen der Schmutzkammer vergrössert werden, ohne dass die Gefahr
besteht, dass die Schmutzkammer überfüllt wird und damit die Reinigungswirkung der
Schmutzfangmatte beeinträchtigt wird.
[0009] Ein besonderer Vorteil betreffend der Herstellung der Schmutzfangmatte ergibt sich
durch die bevorzugte Ausführungsform, bei welcher die Abstandhalter in seitliche Nuten
der Trägerelemente eingreifen. Damit können vor dem Einziehen resp. Durchziehen des
Verbindungsseiles die Abstandhalter leicht am entsprechenden Ort durch Klemmwirkung
fixiert werden. Anschliessend lassen sich die Verbindungsseile einfach durch den durch
die Ausnehmungen der Trägerelemente und Abstandhalter gebildeten Kanal hindurchziehen
und festmachen.
[0010] Durch die erfindungsgemäss bevorzugte Formgebung der Abstandhalter bleibt die Schmutzfangmatte
beweglich, insbesondere aufrollbar. Selbst wenn ein Abstandhalter durch sehr starkes
Verbiegen der Schmutzfangmatte aus der Nut des Trägerelementes herausspringen sollte,
klinkt er sich beim Zurückbiegen automatisch wieder in die Nut ein.
[0011] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand der Figuren der Zeichnung
noch näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 den schematischen Querschnitt durch eine herkömmliche Schmutzfangmatte;
Fig. 2 den schematischen Querschnitt durch eine erfindungsgemäss ausgestaltete Schmutzfangmatte;
Fig. 3 den Querschnitt eines erfindungsgemäss ausgestalteten Trägerelementes; und
Fig. 4 die Ansicht eines erfindungsgemäss ausgestalteten Abstandhalters.
[0012] In Figur 1 ist der Querschnitt durch eine herkömmliche Schmutzfangmatte 1 dargestellt,
wie in der Beschreibungseinleitung bereits erwähnt worden ist. Die Schmutzfangmatte
1 ist durch Trägerelemente 2 und dazwischen angeordneten elastischen Abstandhaltern
3 aufgebaut. Verbunden werden die Trägerelemente 2 und Abstandhalter 3 untereinander
mittels einem Verbindungsseil 4, welches durch diese Elemente hindurch geführt wird
und in den Endprofilen 5 befestigt ist.
[0013] Die Trägerelemente 2 weisen eine nach oben offene Nut auf, in welcher ein Borstenstreifen
6 eingebettet ist. Die Befestigung des Borstenstreifens 6 erfolgt dabei im Bodenbereich
des Trägerelementes 2, beispielsweise durch Verkleben oder durch eine Klemmpassung.
Der obere Teil des Borstenstreifens 6 ragt über die beiden Wangen des Trägerelementes
2 hinaus, und dient dazu, beim Auftreten auf die Matte Schmutz von den Schuhen zu
entfernen. Der Schmutz fällt dann in den durch benachbarte Trägerelemente 2 gebildeten
Zwischenraum 7, welcher als Schmutzfangkammer bezeichnet wird.
[0014] Der Vorteil dieser Konstruktion liegt darin, dass sich die Matte dank der elastischen
Abstandhalter 3 leicht aufrollen lässt, womit sich der in den Schmutzfangkammern abgelagerte
Schmutz einfach nach dem Aufrollen der Matte 1 beispielsweise wegwischen lässt. Dagegen
erweist sich bei dieser Konstruktion die Herstellung der Schmutzfangmatte 1 als aufwendig,
da die Trägerelemente 2 und die Abstandhalter 3 genau aufeinander abgestimmt angeordnet
werden müssen, damit das Verbindungsseil 4 durch die hierfür vorgesehenen Öffnungen
hindurchgezogen werden kann. Als weiteres Problem muss dabei das Verbindungsseil 4
auch noch durch den Borstenstreifen 6 durchgestossen werden.
[0015] Bei der in Figur 2 dargestellten erfindungsgemässen Ausführungsform einer Schmutzfangmatte
1 ist nun diese Problem durch die erfindungsgemässe Profilform gelöst.
[0016] Die Trägerelemente 7 weisen einen im wesentlichen H-förmigen Querschnitt auf. Im
oberen Nutbereich des Trägerelementes 7 ist der Borstenstreifen 6 eingefügt. Das Verbindungsseil
4 verläuft durch Ausnehmungen im unteren Nutbereich des Trägerelementes 7, d.h. unterhalb
der Quertraverse 8 des Tragerelementes 7. Dies hat den Vorteil, dass das Verbindungsseil
4 bei der Herstellung der Schmutzfangmatte 1 nicht durch die Borsten des Borstenstreifens
6 hindurchgestossen werden muss. Dies bedeutet bereits eine wesentliche Erleichterung
und kürzeren Zeiten bei der Herstellung der Schmutzfangmatte 1. Weiter können damit
im Gegensatz zur herkömmlichen Lösung kürzere Borsten beim Borstenstreifen 6 eingesetzt
werden, was zu einer Einsparung beim Borstenmaterial führt.
[0017] Im in der Figur 3 dargestellten Querschnitt durch ein erfindungsgemässes Trägerelement
7 ist nun die Ausnehmung 9 für das Verbindungsseil 4 ersichtlich. Der obere Nutbereich
7' des Trägerelements 7 kann mit zusätzlichen Nuten 10 versehen sein, um die Borstenleiste
6 (nicht dargestellt) zuverlässig zu befestigen. Weiter ist aus dieser Figur die durch
seitlich vom Grundkörper des Trägerelements 7 abstehenden, l-förmigen Flansche 11
gebildete seitliche Nut 12 klar erkennbar. Diese Nut dient einerseits der Aufnahme
des Abstandhalters und bewirkt andererseits eine Vergrösserung der zwischen benachbarten
Trägerelementen 2 gebildeten Schmutzkammer. Damit kann vorteilhafterweise das Reinigungsintervall
der Schmutzfangmatte gegenüber herkömmlichen Lösungen vergrössert werden, was beispielsweise
zu einer Einsparung beim Unterhalt der Schmutzfangmatte führt. Durch die gewählte
Profilform können weiter Einsparungen am Material gegenüber der herkömmlichen Lösung
mit dem nur oben offenen Profil erzielt werden, was zu einer Verringerung des Gesamtgewichtes
der Schmutzfangmatte führt.
[0018] In die seitlichen Nuten 12 können nun die erfindungsgemäss ausgestalteten Abstandhalter
13, wie in Fig. 4 dargestellt, eingeführt werden. Diese Abstandhalter 13 weisen eine
im wesentlichen rechteckige mittlere Querschnittsfläche 14 auf und davon seitlich
abstehende, eine etwa trapezförmige Querschnittsfläche aufweisende Flanschen 15, 16
auf. Die Kantenflächen 15', 16' dieser Flanschen 15, 16 sind dabei vorzugsweise gerundet,
wobei der Rundungsradius R vorzugsweise maximal der Breite B des Profilgrundes entspricht.
Diese Formgebung erlaubt es vorteilhafterweise, den Abstandhalter 13 in die Nut 12
des Trägerelementes 2 derart einzusetzen, dass die Ausnehmung 9 des Trägerelementes
2 und die Ausnehmung 17 des Abstandhalters 13 fluchten, ohne dass sich bis zum Einsetzen
des Verbindungsseiles 4 diese Lage verschiebt. Hierfür sind im Gegensatz zu bekannten
Profilen keine zusätzlichen Montagefixiemittel notwendig, wodurch die Herstellung
der Schmutzfangmatte 1 vereinfacht und beschleunigt wird. Vorteilhafterweise wird
dabei die Breite B des Profilgrundes leicht grösser als die Breite der Nut 12 des
Trägerelementes ausgeführt, damit eine Klemmverbindung realisiert wird. Damit wird
die Beweglichkeit der Verbindung nicht eingeschränkt, die Formgebung erlaubt sogar,
dass sich bei Aufrollen der Schmutzfangmatte 1 um einen kleinen Radius die Abstandhalter
13 neben dem elastischen Ausbiegen auch mit einem Teil der Flanschen 15, 16 aus der
Nut 12 herausschieben können und beim erneuten Auslegen der Schmutzfangmatte 1 wieder
selbstständig in die ursprüngliche Position zurückklinken können. Hierfür dient insbesondere
die gerundete Ausbildung der Kantenflächen 15', 16' in Verbindung mit den vorzugsweise
eine Fasung aufweisenden Kanten der die Nut 12 bildenden Flanschen 11.
1. Schmutzfangmatte (1), welche Trägerelemente (2) mit darin angeordneten Borstenstreifen
(6), Abstandhalter (3) und Verbindungsseile (4) aufweist, wobei die Trägerelemente
(2) mittels der Abstandhalter (3) zueinander parallel angeordnet sind und mittels
der Verbindungsseile (4), welche quer durch entsprechende Ausnehmungen der Trägerelemente
(2) und Abstandhalter (3) hindurchgeführt sind, zu einer flächigen Matte verbunden
sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerelemente (7) einen im wesentlichen H-förmigen
Querschnitt aufweisen, wobei die Ausnehmungen (9) für die Verbindungsseile (4) unterhalb
der Quertraverse (8) und die Borstenstreifen (6) in der Nut (7') oberhalb der Quertraverse
(8) angeordnet sind.
2. Schmutzfangmatte (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerelemente
(7) an ihren Seitenteilen eine längsverlaufende Nut (12) aufweisen.
3. Schmutzfangmatte (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut (12) durch
zwei l-förmige Flanschen (11) gebildet werden, welche vorzugsweise bündig mit der
oberen resp. unteren Profilfläche der Trägerlemente (7) angeordnet sind.
4. Schmutzfangmatte (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die die Nut (12)
bildenden Kanten der Flanschen (11) eine Fasung aufweisen.
5. Schmutzfangmatte (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass
die Abstandhalter eine im wesentlichen rechteckige mittlere Querschnittsfläche aufweisen
und zwei seitliche, nach Aussen verjüngend ausgebildete Profile aufweisen.
6. Schmutzfangmatte (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Profile nach
Aussen eine gerundete Kantenfläche aufweisen, deren Radius höchstens der halben Profilbreite
am Profilgrund entspricht.
7. Schmutzfangmatte (1) nach einem der Ansprüche 5 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass
die Profilbreite grösser ist als die Nutbreite der Trägerelemente.
8. Schmutzfangmatte (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass
die Trägerelemente (2) aus Aluminium bestehen.
9. Schmutzfangmatte (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass
die Abstandhalter aus elastischem Material, vorzugsweise aus Kunststoff, bestehen.