[0001] Die Erfindung betrifft eine Flaschenbatterie für eine Feuerlöschanlage mit in Gasflaschen
gefülltes Hochdruck-Löschgas,das von den Ventilen der Gasflaschen über Sammelrohre
zu Löschventilen geführt ist, wobei die Gasflaschen mittels Wiegeeinrichtungen steuerungsmäßig
mit einer Brandmeldezentrale verbunden sind.
[0002] Bei derartigen Flaschenbatterien sind die Gasflaschen entweder auf dem Boden abgestellt,
oder über Befestigungsvorrichtungen an einer Wand befestigt. Das Sammelrohr ist an
einer gesonderten Halterung befestigt. Somit sind getrennte, mehrteilige Vorrichtungen
für die Halterung der Gasflaschen und des Sammelrohres erforderlich. Die bekannten
Einrichtungen sind in der Herstellung und Montage sehr aufwendig und kompliziert.
[0003] Der Löschmittelvorrat in den Gasflaschen einer Hochdruck-Gaslöschanlage muß ständig
kontrolliert werden, damit die Feuerlöschanlage immer betzriebsbereit ist. Eine Wiegeeinrichtung
meldet den Verlust an Löschmittel an eine Brandmeldezentrale, wenn der Verlust einen
vorgegebenen Grenzwert überschreitet.
[0004] Die bekannten Wiegeeinrichtungen sind mechanisch mit einer optischen Schwundmeldeanzeige,
die nicht das tatsächliche Gewicht, sondern nur den durch die Mechanik vorgegebenen
Gewichtsverlust anzeigt. Mit einer zusätzlichen elektrischen Einrichtung kann dieser
Grenzfall (Verlustmeldung) an die Brandmeldezentrale weiter gemeldet werden.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Nachteil der bekannten Anlagen zu vermeiden
und dabei die Kontrolle des Löschmittelvorrates zu verbessern sowie gleichzeitig die
Sicherheit der Anlage zu erhöhen.
[0006] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Gasflaschen im Bereich des Flaschenhalses
mit einer Befestigungsvorrichtung versehen sind, die mittels einer elektronischen
Wiegeeinrichtung mit direktem Anschluß an die Brandmeldezentrale an dem auf Stützen
abgestützten Sammelrohr aufgehängt sind, und daß die Flaschenventile über Schläuche
mit dem Sammelrohr verbunden sind.
[0007] Mit dieser Maßnahme wird das tatsächliche Gewicht der Gasflaschen kontrolliert gewogen
und an eine Auswerteinheit weiter gegeben. Mit dieser Auswerteeinheit, angeschlossen
an die Brandmeldezentrale, können die tatsächlichen Gewichte oder die tatsächlichen
Verluste der Füllungen der einzelnen Gasflaschen ausgegeben bzw. abgefragt werden.
Mit der Auswerteeinheit ist es möglich, ohne wie bisher in die Mechanik einzugreifen,
den Grenzfall des Gewichtsverlustes zu variieren.
[0008] Als Wiegeeinrichtungen können elektronische Wägezellen, bzw. elektronische Wägezellen
mit Dehnungsmeßstreifen eingesetzt werden.Eine Messtoleranz bei Temperaturschwankungen
durch die Dehnungsmeßstreifen, wird in der Auswerteeinheit kompensiert.
[0009] Weitere Einzelheiten der Erfindung sind nachfolgend anhand der schematischen Zeichnung
näher beschrieben. Es zeigt.
Fig. 1 eine einzeln aufgehängte Gasflasche;
Fig. 2 eine Seitenansicht zu Figur 1;
Fig. 3 eine Befestigungseinrichtung;
Fig. 4 ein aufgehängtes Gasflaschen-Paar;
Fig. 5 eine Draufsicht auf mehrere Gasflaschen-Paare;
Fig. 6 einen Trägerkopf;
Fig. 7 eine Ansicht in Richtung

A" der Fig.6;
Fig. 8 einen Befestigungskopf;
Fig. 9 eine Ansicht in Richtung

B" der Fig. 8;
Fig. 10 einen Schnitt gemäß Linie A-B in Figur 8.
[0010] Figuren 1 bis 3 zeigen eine Flaschenbatterie 1 mit einzeln aufgehängten Gasflaschen
6. Auf einem Boden 46 sind Stützen 4 und 5 aufgestellt, die mit einer Querstütze 3
verbunden sind. Sammelrohre 2 liegen auf der Querstütze 3 auf und sind mit dieser
(nicht dargestellt) verbunden. An den Sammelrohren 2 sind die Gasflaschen 6 aufgehängt.
Zu diesem Zweck ist eine Befestigungeinrichtung 8 vorgesehen. Diese besteht aus einem,
auf einen Flaschenhals 19 der Gasflasche 6 aufgeschraubten unteren Ringteller 9 mit
zentraler Gewindebohrung und einem oberenTeller 10. Die Teile 9 und 10 sind mit Abstand
mittels mehrerer Schraubbolzen 11 verbunden, die mit dem Tellerring 9 fest verbunden
sind. Das obere Ende der Schraubbolzen 11 ist mit Gewinde versehen, die durch Bohrungen
des oberen Tellers 10 geführt und mittels Muttern 12 arretiert sind. Mit dem oberen
Teller 10 ist ein Verbindungsbolzen 17 mit Mutter befestigt, an den eine Wiegeeinrichtung
13 mit ihrem unteren Teil angebracht ist. An der Oberseite der Wiegeeinrichtung 13
ist ein Haltebolzen 18 mit Mutter befestigt, an den ein den unteren Teil des Sammelrohres
2 umfassendes Klemmringteil 14 befestigt ist. Ein zweites Klemmringteil 15 umfaßt
das Sammelrohr 2 von oben. Die beiden Klemmringe 14,15 werden mittels Schrauben mit
Muttern 16 zusammengepreßt. Damit hängt die Gasflasche 6 an dem Sammelrohr 2.
[0011] Figur 4 zeigt zwei, paarweise aufgehängte Gasflaschen 6. Dazu ist eine auf den Boden
46 aufgestellte Stütze 5 vorgesehen, die am Kopfende mit einem Befestigungskopf 31
versehen ist, der mit dem Sammelrohr 2 verbunden ist. In diesem Ausführungsbeispiel
sind zwei Wiegeeinrichtungen 20 und 21 mit dem Befestigungskopf 31 verbunden. An jeder
dieser Wiegeeinrichtungen 20,21 hängt über eine Befestigungsvorrichtung 8 eine Gasflasche
6.
[0012] In Figur 5 sind drei Flaschenpaare 6/1, 6/2, 6/3 dargestellt, die alle an ein Sammelrohr
2 aufgehängt sind. Dazu sind zwei Stützen 5 vorgesehen, die an ihren Enden 2a und
2b jeweils mit einem Tragekopf 22 verbunden sind. Die Gasflaschen 6a und 6b eines
Flaschenpaares 6/1 sind jeweils mittels eines Befestigungskopfes 31 an dem Sammelrohr
2 aufgehängt. Für eine Verbindung von den Ventilen 7 der Gasflaschen 6 zum Sammelrohr
2 sind Verbindungsschläuche 44 und 45 vorgesehen.
[0013] Zur Vergrößerung einer Flaschenbatterie 1 können mehr als drei Gasflaschen-Paare
6/1 an dem Sammelrohr 2 aufgehängt werden. Entsprechend sind mehrere Stützen 5 mit
Trageköpfen 22 vorzusehen. Außerdem können mehrere Reihen an Gasflaschen-Paare nebeneinander
aufgestellt werden, wobei jede Gasflaschen-Paarreihe ein Sammelrohr 2 aufweist.
[0014] Der Tragekopf 22 gemäß Fig. 6 und 7 besteht aus einem Unterteil 23 mit einem Oberteil
24, die über einen Gelenkbolzen 25 gelenkig miteinander verbunden sind. Mit einer
zentralen Ausnehmung umfassen die Teile 23 und 24 das Sammelrohr 2 und werden mittels
einer Klemmschraube 26 und Klemmbolzen 26a und 26b zusammengepreßt und so mit dem
Sammelrohr 2 verbunden. Das Unterteil 23 weist ein Stützelement 27 auf, mit der der
Trägerkopf 22 mit der Stütze 5 verbunden ist. An einer Halteplatte 30 des Oberteils
24 ist mittels Schrauben 29 mit Muttern eine Quertraverse 28 angebracht, mit der mehrere
Gasflaschen-Paarreihen miteinander verbunden werden können. Auch kann die Quertraverse
28 für eine Wandbefestigung verwendet werden.
[0015] Der Befestigungskopf 31 gemäß Fig. 8 bis 10 besteht aus einem Unterteil 32 mit einem
Oberteil 33, die über einen Gelenkbolzen 34 gelenkig miteinander verbunden sind. Mit
einer zentralen Ausnehmung umfassen die Teile 32 und 33 das Sammelrohr 2 und werden
mittels einer Klemmschraube 35 und Klemmbolzen 35a und 35b zusammengepreßt und so
mit dem Sammelrohr 2 verbunden. Das Unterteil 32 weist ein mit einem Kanal 39 versehenes
Verbindungsteil 38 auf. Dieses ist mit einem Zapfen 41 in die Bohrung 40 des Sammelrohres
2 eingeführt und so mit dem Sammelrohr 2 verbunden. Ein Kragen 47 mit einem Dichtungsring
48 sorgen für eine einwandfreie Abdichtung. Das Verbindungsteil 38 ist fernerhin mit
zwei Anschlußstutzen 42 und 43 versehen, an die die Verbindungsschläuche 44 und 45
anschließbar sind. An einer Trageplatte 36 des Oberteils 33 sind mittels Schrauben
37 die Wiegeeinrichtungen 20 und 21 befestigt.
[0016] Werden die Gasflaschen 6 einzeln aufgehängt, so wie in Figur 1 dargestellt, dann
kann ein Befestigungskopf verwendet werden, dessen Verbindungsteil 38 nur einen Anschlußstutzen
42 aufweist.
1. Flaschenbatterie für eine Feuerlöschanlage mit in Gasflaschen (6) gefülltes Hochdruck-Löschgas,
das von den Ventilen (7) der Gasflaschen über Sammelrohre (2) zu Löschventilen geführt
ist, wobei die Gasflaschen mittels Wiegeeinrichtungen (13;20,21) steuerungsmäßig mit
einer Brandmeldezentrale verbunden sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Gasflaschen (6) im Bereich des Flaschenhalses (19) mit einer Befestigungseinrichtung
(8) versehen sind, die mittels einer elektronischen Wiegeeinrichtung (13;20,21) mit
direktem Anschluß an die Brandmeldezentrale an mindestens einem auf Stützen (4,5)
abgestützten Sammelrohr (2) aufgehängt sind, und daß die Flaschenventile (7) über
Schläuche (44,45) mit dem Sammelrohr (2) verbunden sind.
2. Flaschenbatterie nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungseinrichtung
(8) aus einem auf den Flaschenhals (19) der Gasflasche (6) aufgeschraubten unteren
Ringteller (9) und einem oberen Teller (10) besteht, die mittels zwei oder mehreren
Schraubbolzen (11) mit Abstand miteinander verbunden sind, wobei die Wiegeeinrichtung
(13;20,21) einerseits mit dem Teller (10) und andererseits mit dem Sammelrohr (2)
verbunden ist.
3. Flaschenbatterie nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß jede einzelne
Gasflasche (6) oder zwei nebeneinander angeordnete Gasflaschen (6a,6b) über die Wiegeeinrichtung
(13;20,21) mittels eines zweiteiligen Klemmringes (14,15) oder eines zweiteiligen
Befestigungskopfes (31) an dem mindestens einen Sammelrohr (2) aufgehängt ist.
4. Flaschenbatterie nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Sammelrohr
(2) an seinen Enden (2a,2b) jeweils mit einem Trägerkopf (22) versehen ist, der auf
einer der Stützen (5) abgestützt ist.
5. Flaschenbatterie nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Trägerkopf (22)
aus gelenkig verbindbaren Unter- (23) und Oberteilen (24) besteht, die das Sammelrohr
(2) umfassen und gegeneinander verklemmt sind und daß das Unterteil (23) über ein
Stützelement (27) mit der Stütze (5) verbunden ist.
6. Flaschenbatterie nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Sammelrohr
(2) mit mindestens einem Befestigungskopf (31) versehen ist, der aus gelenkig miteinander
verbindbaren Unter- (32) und Oberteilen (33) besteht, die das Sammelrohr (2) umfassen
und gegeneinander verklemmt sind, und daß an eine Bohrung (40) des Sammelrohres (2)
ein mit mindestens einem Anschlußstutzen (42,43) versehenes Verbindungsteil (38) angeschlossen
ist, von dem ein Verbindungsschlauch (44,45) zum Flaschenventil (7) geführt ist.
7. Flaschenbatterie nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Wiegeeinrichtungen
(20,21) mit dem Befestigungskopf (22) verbunden sind.