[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Trennvorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Derartige Trennvorrichtungen werden in der Regel auch als Hydrozyklone bezeichnet.
Sie werden gewöhnlich verwendet, um Schmutzstoffe aus Flüssig-Fest-Suspensionen, z.B.
Faser-Wasser-Suspensionen, zu entfernen. Die Suspension tritt durch einen Einlauf
in den Hydrozyklon ein, welcher tangential zu der Innenwand einer länglich sich erstreckenden
Abscheidekammer führt. Der Einlaufdruck bewirkt eine hohe Einlaufgeschwindigkeit,
welche in einen freien Flüssigkeitswirbel mit einem zentralen Luftkern innerhalb der
Kammer umgesetzt wird. Zentrifugalkräfte wirken auf die Flüssigkeit und die Feststoffe
ein und führen zu einer Trennung infolge ihrer unterschiedlichen Dichten. Größe und
Form der Feststoffpartikel, Geometrie des Hydrozyklons und die Eigenschatten der Flüssigkeit
beeinflussen ebenfalls signifikant den Effekt der Trennung. Der Hydrozyklon hat in
der Regel mindestens zwei Auslässe aus der Trennkammer, wobei ein Auslaß so positoniert
ist, daß er eine Ausflußströmung der Leichtfraktion und der andere eine Ausflußströmung
der Schwerfraktion gestattet. Viele Hydrozyklone sind so konstruiert, daß sie aus
der Suspension eine Schwerfraktion abscheiden. Andere Hydrozyklone wiederum sind so
gestaltet, daß sie eine Leichtfraktion aus der Suspension ausscheiden.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Hydrozyklon mit verbesserter Wirkung
zu schaffen im Vergleich zu den konventionellen Hydrozyklonen, die zur Zeit im Gebrauch
sind.
[0004] Diese Aufgabe wird durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1 genannten Merkmale bereits
gelöst.
[0005] Ein weiteres Ziel der Erfindung ist bei der Verarbeitung von Faserstoff-Wasser-Suspensionen
eine Verringerung der Faserverluste im Rejekt. Ein weiteres Ziel der vorliegenden
Erfindung liegt darin, einen höheren Durchsatz bei gegebenem Druckverlust zwischen
Einlauf und Auslaß des Hydrozyklons zu erreichen.
[0006] Der erfindungsgemäße Hydrozyklon ist so konstruiert, daß er Schmutzstoffe abscheidet,
die spezifisch leichter sind als die Faser-Wasser-Suspension für die Papiererzeugung.
Solche Verunreinigungen umfassen in der Regel viele Plastikteile, Wachse und Kleber,
welche in den Faserstoffstrom durch den Einsatz von Altpapier gelangen.
[0007] Der Hydrozyklon hat ein röhrenförmiges Gehäuse, das sich länglich vom Einlaufende
zum Auslaufende erstreckt. Ein Einlauf am Einlaufende führt einen Strom der Faser-Wasser-Suspension
tangential in das Gehäuse ein, so daß eine Wirbelströmung entsteht, die sich über
die Länge der Suspensionskammer hin zum Auslaufende erstreckt. Die Wirbelströmung
bewirkt die Abscheidung der relativ leichten Fraktion von der relativ schweren Fraktion.
Die Schwerfraktion tritt aus der Trennkammer durch den "Gutstoff"-Auslaß aus und die
Leichtfraktion durch den "Rejekt"-Auslaß. Gutstoff -und Rejektauslaß sind an dem Ende
der Trennkammer angebracht, die dem tangentialen Einlauf der Faser-Wasser-Suspension
gegenüber liegt.
[0008] Um die Erklärung zu erleichtern, kann man die Trennkammer unterteilen in einen Einlaufteil,
der sich vom tangentialen Einlauf bis zu einem Mittelbereich erstreckt, und zwar entlang
der Längsachse der Trennkammer sowie einen Auslaufteil, der an dem Mittelbereich beginnt
und sich bis zum Auslaufende erstreck. Der Durchmesser des Einlaufteiles nimmt allmählich
vom Einlauf bis zum Mittelbereich zu, während der Durchmesser des Auslaufteiles allmählich
vom Mittelbereich bis zum Auslaufende abnimmt.
[0009] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das röhrenförmige Gehäuse
durch zwei Kegelstumpfe definiert, die an ihren Enden mit dem größten Durchmesser
verbunden sind, wobei die Durchmesseränderung in der Trennkammer linear verläuft.
[0010] In einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist das röhrenförmige Gehäuse in zusammenhängende
Abschnitte unterteilt, bei denen die Durchmesserveränderung der Trennkammer nicht
linear ist.
[0011] Diese und andere Ausführungsformen und Vorteile der vorliegenden Erfindungen werden
erläutert anhand der folgenden Zeichnungen, welche zeigen:
- Fig. 1
- einen schematischen Längsschnitt durch einen erfindungsgemäßen Hydrozyklon;
- Fig. 2 und 3
- jeweils ähnliche Ansichten von Variationen der Erfindung.
[0012] Zunächst zeigt die Fig. 1 eine Vorrichtung als bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung mit Bezugszeichen 10. Die Vorrichtung umfaßt ein röhrenförmiges Gehäuse
12 mit kreisförmigem Querschnitt, das die Trennkammer 14 definiert. Die Trennkammer
erstreckt sich in Längsrichtung vom Einlaufende 14a zum Auslaufende 14 b. Ein Einlauf
16 ist tangential am Einlaufende 14a der Trennkammer angebracht und mit diesem verbunden.
Ein Rejektauslaß 18 und ein Gutstoffauslaß 20 sind konzentrisch am Auslaufende 14b
der Trennkammer angeordnet. Der Gutstoffauslaß 20 führt zu einer Gutstoffdüse 22,
deren Achse entweder parallel oder rechtwinkelig zur Längsachse A der Trennkammer
14 sein kann. In ähnlicher Weise führt der Rejektauslaß 18 zu einer Rejektdüse 24,
welche zur Längsachse A ähnlich angeordnet sein kann.
[0013] Das Gehäuse 12 hat ein Einlaufteil 12a, welches vom Einlaufende 14a der Trennkammer
zum Mittelbereich 26 reicht und ein Auslaufteil 12b, welches vom Mittelbereich zum
Auslaufende 14b der Trennkammer führt. Der Durchmesser der Trennkammer 14 im Einlaufteil
12a nimmt allmählich vom Einlaufende 14a zum Mittelbereich 26 zu. Der Durchmesser
der Trennkammer im Auslaufteil 12b nimmt allmählich vom Mittelbereich 26 zum Auslaufende
14 b ab.
[0014] Einlauf- und Auslaufteil 12a und 12b werden durch Kegelstümpfe gebildet, welche mit
ihrem größeren Durchmesser im Mittelbereich miteinander verbunden sind und bei denen
sich der Durchmesser linear ändert.
[0015] Die Faserstoffsuspension tritt am Einlaufende 14a in die Trennkammer tangential durch
den Einlauf 16 ein, wobei sich eine freie Wirbelströmung in der Trennkammer bildet.
Die Faserstoffsuspension bewegt sich in Längsrichtung zum Auslaufende 14b, wobei sie
zuerst das Einlaufteil 12a und dann das Auslaufteil 12b passiert. Die Schwerfraktion
der Faserstoffsuspension wird die Trennkammer 14 durch den Gutstoffauslaß 20 und die
damit verbundene Gutstoffdüse 22 verlassen. Die Leichtfraktion der Faserstoffsuspension
wird die Trennkammer durch den Rejektauslaß 18 und die damit verbundene Rejektdüse
24 verlassen.
[0016] Die oben beschriebene Ausführung des Gehäuses und der Trennkammer hat zu einer Verbesserung
der Wirksamkeit im Vergleich zu konventionellen Hydrozyklonen geführt, bei denen die
Trennkammer entweder zylindrische Einlaufteile oder Trennkammern mit Durchmessern
aufweist, die zum Auslaufende konstant kleiner werden.
[0017] Eine spezielle Eigenschaft der vorliegenden Erfindung ist die Möglichkeit, den Verlust
an nützlichen Papierfasern im Rejektauslaß zu reduzieren. Außerdem kann ein höherer
Durchsatz bei vorgegebener Druckdifferenz zwischen Einlauf und Gutstoffauslaß ermöglicht
werden. Diese Vorteile sind erklärbar aus einer Strömung durch die Vorrichtung mit
einem stabileren Wirbel und einem gerade ausgerichteten Kern.
[0018] Fig. 2 ist ein Schnitt, ähnlich gelegt wie in Fig. 1, welcher eine andere Ausführungsform
des Erfindungsgegenstandes zeigt, bei dem Einlaufteil 112 a und Auslaufteil 112 b
des Gehäuses 112 kurvenförmig sind, um eine allmähliche nicht lineare Änderung der
Durchmesser der Trennkammer 14 zu erzeugen.
[0019] Fig. 3 stellt eine andere Ausführungsform der Erfindung dar, bei der Einlauf- und
Auslaufteil 212 a und 212 b verschiedene Kurvenformen haben, wobei wiederum nicht
lineare Änderungen der Durchmesser der Trennkammer 14 vorliegen.
[0020] Auch wenn die in den Fig. 1 bis 3 gezeigten Ausführungsformen unterschiedliche Gestaltung
haben, haben sie doch ein gemeinsames Merkmal, nämlich daß der Durchmesser der Trennkammer
im Mittelbereich größer ist im Vergleich zu den Durchmessern jeweils am Einlauf- oder
Auslaufende.
[0021] Sowohl diese gezeigten, als auch Variationen davon werden durch die Erfindung erfaßt,
die durch die Ansprüche beschrieben sind.
1. Vorrichtung zum Abtrennen einer Leichtfraktion einer Faserstoffsuspension von einer
Schwerfraktion der Faserstoffsuspension, welche Vorrichtung ein röhrenförmiges Gehäuse
(12) mit kreisförmigem Querschnitt aufweist, welches eine Trennkammer (14) bildet,
die sich in Längsrichtung vom Einlaufende (14a) zum Auslaufende (14b) erstreckt, wobei
das Gehäuse (12) einen Einlauf (16) am besagten Einlaufende (14a) zur tangentialen
Einführung des Faserstoffsuspensionsstromes in das besagte Gehäuse (12) aufweist,
um eine Wirbelströmung entlang der Länge der Trennkammer (14) in Richtung zum Auslaufende
(14b) zu erzeugen, wobei die Wirbelströmung einen Trenneffekt hervorruft, der die
relativ leichtere Fraktion von einer relativ schwereren Fraktion trennt, wobei das
Gehäuse (12) mindestens zwei Auslässe am Auslaufende (14b) hat, von denen ein Auslaß
so angeordnet ist, daß durch ihn die relativ leichtere Fraktion austreten kann und
der andere Auslaß so, daß durch ihn die relativ schwerere Fraktion austreten kann,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Trennkammer (14) in einem Mittelbereich (26) einen größeren Durchmesser aufweist
im Vergleich zum Einlaufende (14a) und zum Auslaufende (14b).
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Durchmesser der Trennkammer (14) allmählich vom Einlaufende (14a) zum Mittelbereich
(26) ansteigt und allmählich vom Mittelbereich (26) zum Auslaufende (14b) abnimmt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Durchmesseränderungen linear verlaufen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Durchmesseränderungen der Trennkammer (14) nicht- linear verlaufen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Gehäuse durch zwei hohle Kegelstümpfe definiert ist, welche miteinander im
Mittelbereich (26) verbunden sind.
6. Hydrozyklon zum Abtrennen einer Leichtfraktion einer Faserstoffsuspension von einer
Schwerfraktion dieser Suspension, welche folgende Teile umfaßt: eine Trennkammer (14),
einen Einlauf (16) am Einlaufende (14a) der Trennkammer (14), um die besagte Faserstoffsuspension
in die Trennkammer (14) einzuleiten und mindestens zwei Ausläufe, welche am dem Einlaufende
(14a) entgegengesetzten Auslaufende (14b) der Trennkammer (14) angeordnet sind, um
die aufgeteilten Fraktionen der Faserstoffsuspension herauszuleiten,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Durchmesser der Trennkammer (14) allmählich vom Einlaufende (14a) zu einem
Mittelbereich (26) der Trennkammer (14) ansteigt und dann allmählich vom Mittelbereich
(26) der Trennkammer (14) zum Auslaufende (14b) hin abnimmt.