[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine Anlage zur Übergabe eines Drahtbundes
von der Bundbildekammer einer Bundbildestation eines Kühltransportes auf einen C-Haken
einer mit Laufschienen ausgestatteten Hakenbahn.
[0002] Transportsysteme, beispielsweise mit Hängebahnen sowie mit der Möglichkeit, Transfervorgänge
durchführen zu können, sind bekannt. Dabei ergibt sich die Möglichkeit zum Transfer
von Transporteinheiten an andere Transportkreise, Nebenstrecken oder Hubstationen.
Dazu gehört auch das kontrollierte Durchfahren von Weichen. Solche fördersysteme haben
beim aktuellen Stand der Technik weitreichende Aufgaben zu erfüllen, beispielsweise
Verteilen, Sortieren oder Puffern, und dies bei vergleichsweise hohen förderleistungen.
Andererseits sind im Anschluss an Drahtstraßen auch vollautomatische Drahtbundbildestationen
bekannt.
[0003] Die DE 35 25 089 C2 beschreibt beispielsweise eine Drahtbund-Bildestation im Anschluss
an einen Windungsleger mit Kühllinie, die mehrere Aufnahmedorne aufweist, welche an
einer Welle in gleichen Winkelabständen voneinander und im gleichen Winkel gegen deren
Achse geneigt angeordnet und durch Drehen der Welle nacheinander in eine annähernd
vertikale Bundbildestellung bzw. eine annähernd horizontale Bundübergabestellung schwenkbar
sind, wobei Segmente der Aufnahmedorne derart bewegbar sind, dass sich der Umfang
der Aufnahmedorne ändert. Zu diesem Zweck sind die Segmente über eine mechanische
Zwangssteuerung mit der Welle gekoppelt, sodass die Segmente während der Drehbewegung
der Welle und bewirkt durch diese, mit veränderlichem Umfang der Aufnahmedorne bewegt
werden.
[0004] Ausgehend vom vorgenannten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
eine derartige bisher erforderliche Bundkipp- oder übergabeeinrichtung überflüssig
zu machen, um dadurch die Bundbildestation durch Verlagerung der vergleichsweise aufwendigen
Mittel zum Kippen des Bundes zu entlasten und dadurch zu vereinfachen.
[0005] Die Lösung der Aufgabe gelingt mit der Erfindung bei einem Verfahren der im Oberbegriff
von Anspruch 1 genannten Art mit der Erfindung dadurch, dass der Drahtbund unmittelbar
auf die vertikal geschwenkten Haken übergeben wird. Somit wird die Bundbildestation
von vergleichsweise wartungsträchtigen und fallweise auch störanfälligen Elementen
der Bundkipp- oder übergabeeinrichtungen entlastet, wodurch ein störungsfreier Betrieb
mit hohem Durchsatz sicher gewährleistet wird.
[0006] Eine Ausgestaltung des Verfahrens nach der Erfindung sieht vor, dass ein zu beladender
Haken nach Öffnung eines der Bundbildestation zugeordneten Laufschienenbereiches unter
Verwendung einer Greifereinrichtung von dieser übernommen und dabei der beim Transport
horizontale Aufnahmedorn des Hakens in die vertikale Position geschwenkt, angehoben
und sodann die einzelnen Drahtwindungen oder der Drahtbund auf den Aufnahmedorn fallen
gelassen werden, worauf der beladene Haken abgesenkt, mit dem Aufnahmedorn in die
horizontale Position zurückgeschwenkt, in die Laufschiene der Hakenbahn eingeschoben,
der Laufschienenbere ich geschlossen, der Haken in der Hakenbahn abtransportiert und
ein nächster zu beladener Haken herangeführt und das Beladungsverfahren wiederholt
wird.
[0007] Weiter sieht eine Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens vor, dass der Hub
von Mitteln zum Heben/Senken des Hakens in der Greifereinrichtung so bemessen ist,
dass die Spitze des Aufnahmedorns in angehobener Position dicht unterhalb des Einlaufniveaus
des Kühltransportes steht, wobei beim Beladen eines Hakens Drahtwindungen für einen
nachfolgenden Haken durch Trennfinger zurückgehalten werden.
[0008] Eine Betrachtung der einzelnen Verfahrensschritte des erfindungsgemäßen Verfahrens
macht deutlich, dass es zum Unterschied vom Stand der Technik in den einzelnen Verfahrensschritten
sehr viel flexibler und demzufolge an die Betriebsparameter einer Drahtstraße sowie
an die Eigenschaften des Walzgutes individuell besser anpassbar ist. Hierdurch ergibt
sich eine problemlose Möglichkeit zur Maximierung der Umschlagleistung bei Übergabe
eines Drahtbundes von der Bundbildekammer einer Bundbildestation auf einen C-Haken
einer Hakenbahn unter Verwirklichung eines störungsfreien Betriebes.
[0009] Eine Ausgestaltung des Verfahrens sieht weiter vor, dass der Beladevorgang bei langsam
laufenden Drahtstraßen mit vergleichsweise geringer Produktionsleistung an einer Bundbildestation
ohne Bundplatte und ohne Hut durchgeführt wird. Hierdurch wird das Verfahren bzw.
die Anlage erheblich vereinfacht.
[0010] Weiterhin ist vorgesehen, dass die Greifereinrichtung heb- und senkbar sowie längsverfahrbar
in einem Rahmen aufgenommen ist. Damit ergibt sich sehr vorteilhaft die Möglichkeit,
die einzelnen Verfahrensschritte und Bewegungsabläufe unabhängig voneinander zu verwirklichen
und dadurch in sehr übersichtlicher und funktionell unkomplizierter Weise ablaufen
zu lassen.
[0011] Eine weitere Ausgestaltung ergibt sich für das Verfahren dadurch, dass einzeln auf
den Aufnahmedorn fallende Drahtwindungen, bzw. ein vollständiger Drahtbund, am Hakenrücken
von seitlichen Auflageleisten aufgefangen werden. Damit wird erreicht, dass nach Öffnen
der Trennfinger die Drahtwindungen, wie bei einfachen Systemen üblich, direkt bis
auf den verbreiterten Hakenrücken fallen und dort von der verbreiterten Auflage aufgefangen
werden. Danach wird der beladene Haken, nachdem er abgesenkt und zurückgeschwenkt
ist, wieder in die Hakenbahnlaufschiene eingeschoben. Nachdem der Haken verfahren
ist, wird ein neuer leerer Haken zur Beladung übernommen.
[0012] Dabei kann mit Vorteil von der Maßnahme Gebrauch gemacht sein, dass zur Herstellung
eines akkuraten Drahtbundes in der Bundbildekammer ein Hut sowie eine heb- und senkbare
Bundplatte verwendet wird und die Spitze des Aufnahmedorns bei angehobenem Haken den
Hut trägt, während auf der Bundplatte Drahtwindungen unter Bildung eines Bundes gesammelt
und dieser von der Bundplatte schonend auf dem vorbereiteten Hakenrücken abgesetzt
und anschließend die Bundplatte abgesenkt und der beladene Haken zur Hakenbahn zurückgebracht
und ein neuer Haken geholt wird. Nachdem der zweite Haken beladen ist, und der Wagen
entgegen der Hakenbahnlaufrichtung verfahren wurde, wird nach dem Einfügen von diesem
Haken in die Hakenbahn, ein Leerhaken in die Speicherposition gefahren.
[0013] Für Drahtstraßen mit höherer Walzleistung mit Hut, Bundplatte und seitlichem Leerhaken
werden zum Drehen, Heben und Verfahren von Haken zwei Greifereinrichtungen auf einen
in Laufrichtung der Hakenbahn verfahrbaren Wagen eingesetzt, wobei in Achsmitte der
Bundbildekammer jeweils ein Leerhaken in Beladebereitschaft gehalten und links oder
rechts der Bundbildekammer Haken bedarfsweise aus der Hakenbahn entnommen bzw. wieder
eingeführt werden, wobei ein auf Mitte der Bundbildekammer stehender Haken nach dessen
Beladung abgesenkt und der Wagen mit den Greifereinrichtungen einen Leerhaken in Aufnahmestellung
der Bundbildekammer verfährt, der darin angehoben und beladen und danach abgesenkt
und mit der Greifereinrichtung zur Hakenbahn zurückverfahren wird, wonach der leere,
seitlich in Bereitschaft stehende Haken zum Anheben in die Bundbildekammer herangebracht
wird.
[0014] Durch diese Tandemanordnung ist der Zyklus verkürzt, denn sobald der auf Mitte Bundstation
stehende Haken beladen und aus der Bundbildekammer abgesenkt ist, wird der Wagen mit
den zwei Hakenmanipuliereinrichtungen verfahren. Dadurch ist der leere, seitlich in
Bereitschaft stehende Haken zum Anheben in die Bundbildekammer bereit. Wurde der Wagen
in Laufrichtung Hakenbahn verfahren, kann nach dem Einfügen des beladenen Hakens in
die Hakenbahn der bereitstehende Leerhaken aufgenommen werden.
[0015] Nachdem der zweite Haken beladen ist und der Wagen entgegen der Hakenbahnlaufrichtung
verfahren wurde, wird nach dem Einfügen von diesem Haken in die Hakenbahn ein Leerhaken
in die Speicherposition gefahren. Zugleich wird auch ein leerer Haken vom freien Hakenmanipuliersystem
aufgenommen.
[0016] Weiter kann mit dem Verfahren nach der Erfindung vorgesehen sein, dass bei einer
Drahtbundübergabe unter Verwendung von Hut und Bundplatte in der Bundbildekammer entweder
die Bundplatte nach übergbe des Bundes an den Haken soweit abgesenkt wird, dass ein
bereitstehender leerer, vertikal stehender Haken seitlich auf Mitte Bundbildekammer
gefahren werden kann, oder dass wahlweise die Bundplatte nach hinten verschoben wird
und hierfür der Absenkhub nicht erhöht werden muss.
[0017] Eine Anlage zur Übergabe eines Drahtbundes von einer Bundbildekammer der Bundbildestation
eines Kühltransportes auf einen C-Haken einer mit Laufschienen ausgestatteten Hakenbahn
ist im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass die Hakenbahn Mittel zum Öffnen und
Schliessen eines Laufschienenbereiches und im Zusammenwirken damit eine Greifereinrichtung
mit einem diese aufnehmenden Rahmen mit einem Antrieb zum Schwenken des Hakens von
einer Horizontalstellung in eine Vertikalstellung und umgekehrt, sowie mit einem Antrieb
zum Heben und Senken, und schließlich mit einem Antrieb zum Längsverfahren eines Hakens
aufweist.
[0018] Weitere Ausgestaltungen der Anlage sind entsprechend den Unteransprüchen vorgesehen.
Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden
Erläuterung einiger in den Zeichnungen schematisch dargestellter Ausführungsbeispiele.
[0019] Es zeigen:
- Fig. 1
- in Seitenansicht eine Anlage zur Übergabe eines Drahtbundes von einer Bundbildekammer
der Bundbildestation eines Kühltransportes auf einen C-Haken einer mit Laufschienen
ausgestatteten Hakenbahn,
- Fig. 2
- eine Anlage gemäß Fig. 1 jedoch mit Hut und Bundplatte,
- Fig. 3
- eine andere Ausgestaltung der Bundbildekammer mit schwenkbaren Kammerhälften, ebenfalls
in Seitenansicht,
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf die Anlage mit Bundbildekammer und Quertransporten sowie Abstellpositionen
für Leerhaken und beladene Haken,
- Fig. 5
- eine Anlage mit Bundbildekammer unter Verwendung einer senk- und hebbaren sowie zur
Seite herausfahrbaren Bundplatte, ebenso in Seitenansicht,
- Fig. 6
- in Draufsicht eine Anlage für höhere Walzleistung mit Hut und Bundplatte, wobei diese
bei kleinerem Vertikalhub vor- und zurückfahrbar ist.
[0020] Figur 1 zeigt eine Anlage zur Übergabe eines Drahtbundes (30) von einer Bundbildekammer
(3) der Bundbildestation (2) eines Kühltransportes (1) auf einen C-Haken (16, 16a,
16b) einer mit Laufschienen ausgestatteten Hakenbahn (6), insbesondere für langsam
laufende Drahtstraßen mit vergleichsweise geringer Produktion ohne Bundplatte und
ohne Hut. Im oberen Bereich der Bundbildekammer (3) sind Trennfinger (11) angeordnet,
welche nach Bildung eines Bundes von den Seiten eingeschoben werden, um Windungen
(5) eines nachfolgenden Bundes in an sich bekannter Art zurückzuhalten. Die Figur
zeigt, dass der Drahtbund unmittelbar auf dem vertikal gestellten Aufnahmedorn (17)
durch Sammeln der Windungen (5) aufgebaut wird. Der zu beladende zunächst noch leere
Haken (16b) wird aus der Hakenbahnstrecke (6) nach Öffnen des unteren Laufschienenbereiches
(7) vom Greifersystem (15) übernommen. Dieses Greifersystem (15) ist mit Mitteln ausgestattet,
um den Haken (16b) in die Vertikalstellung zu drehen, wie dies im Bereich der Bundbildestation
(2) gezeigt ist.
[0021] Die Bundbildekammer (3) kann mit Schwenkachsen (13) für Kammerhälften (4, Fig. 3)
ausgebildet sein, die zum Ausfahren des beladenen Hakens (16a) geöffnet werden können.
Unmittelbar am Rückenbereich eines jeden Hakens (16) befinden sich Auflageleisten
oder eine Auflageplatte (19), auf welcher der zu bildende Bund (30), Fig. 2, aufliegt.
Für Haken (16) sind Mittel (9) in Form eines Antriebes zum Heben und Senken des Hakens
vorgesehen. Insgesamt können Haken (16) durch die einzelnen Vorrichtungselemente gehoben,
gesenkt und längsverfahren werden. Bevorzugt sind die Mittel (9) mit Elementen zum
Heben, Senken und Längsverfahren in einem separaten Rahmen aufgenommen, der jedoch
aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht gezeigt ist.
[0022] Der Hub der Heb- und Senkvorrichtung (9) ist so bemessen, dass die Spitze des Aufnahmedorns
(17) in angehobener Stellung dicht unter dem Einlaufniveau des Kühltransportes (1)
steht. Zum Querverfahren ist ein separater Antrieb (10) vorgesehen. Nachdem der Haken
(16a) mit einem Bund beladen ist, wird er mit der Vorrichtung (9) abgesenkt, mit der
Vorrichtung (10) zur Seite verfahren, angehoben und in den Laufschienenbereich (7)
eingefügt und mit der Hakenbahn nach Schließen des Laufschienenbereichs (7) in Transportrichtung
verfahren.
[0023] Für die weiteren Ausführungsbeispiele der Figuren 2 bis 6 ist zu bemerken, dass jeweils
gleiche Funktionselemente mit den gleichen Bezugsziffern bezeichnet sind.
[0024] Figur 2 zeigt eine Anlage für langsam laufende Drahtstraßen mit geringer Produktion,
jedoch mit Bundplatte (21) und Hut (20) in der verkürzten Bundbildekammer (3) der
Bundbildestation (2). Bei dieser Ausführung sorgt der Hut (20) für die Erzeugung eines
besonders guten, akkuraten Bundbildes in der Bundbildekammer (3). Dabei wird während
der Bundbildung eine horizontale Bundsammellinie (12) durch eine optische Überwachung
(26) kontrolliert und durch schrittweises Absenken der Bundplatte (21) beim Auffangen
von Drahtwindungen (5) auf stets konstanter Höhe gehalten. Auch bei dieser Ausführung
der Anlage wird der ankommende Leerhaken (16) nach Übernahme durch die Greifereinrichtung
(15) nach Öffnen des Laufschienenbereiches (7) aus diesem durch den Fahrantrieb (10)
zur Seite verfahren, sodann mit dem Aufnahmedorn (17) vertikal gestellt, unter die
Bundbildestation (2) derart verfahren, dass der Aufnahmedorn (17) mit der Vertikalachse
der Bundbildestation (2) übereinstimmt, nachdem vorher die Bundplatte (21) in die
gezeigte angehobene Stellung derart verfahren wurde, dass der Haken (16) Platz zum
seitlichen Einfahren hat. Nach Aufnahme eines kompletten Bundes (30) wird die Bundplatte
(21) soweit abgesenkt, dass der Haken (16) aus der Bundbildekammer (3) in die gezeigte
untere Stellung abgesenkt, danach in Richtung der Hakenbahn (6) verfahren und in den
Laufschienenbereich (7) eingeführt werden kann. Danach wird der mit einem Bund (30)
beladene Haken in Transportrichtung der Hakenbahn (6) in bekannter Weise verfahren.
[0025] Figur 3 zeigt eine Anlage für Drahtstraßen mit höherer Walzleistung, jedoch ohne
Hut und Bundplatte. Die Bundbildekammer (3) zeigt linksseitig eine geöffnete Kammerhälfte
(4), die an einer der Schwenkachsen (13) beweglich angelenkt ist. Durch die Anordnung
der Kammerhälften (4) kann die Bundbildekammer (3) weit geöffnet werden, sodass ein
Haken (16), wie mit den Großbuchstaben A und B rein schematisch angedeutet, von der
Seite des Betrachters, also von vorn, mit oder ohne Bund, ein- bzw. ausgefahren werden
kann.
[0026] Speziell für Drahtstraßen mit höherer Walzleistung ohne Hut und Bundplatte ist die
Anlage gemäß Figur 4 konzipiert. Sie zeichnet sich insbesondere für die Vorratshaltung
eines seitlichen Leerhakens (16b). Die Einrichtungen (10, 15, 23, 24) zum Drehen,
Heben und Verfahren eines Hakens (16a - 16e) sind doppelt vorhanden und auf einem
in Laufrichtung der Hakenbahn (6) verfahrbaren Wagen angeordnet. In der Achsmitte
der Bundstationen (3) kann die Hakenbahn (6) einen Leerhaken (16c) speichern. Links
und rechts davon können Haken (16b, 16e) aus der Hakenbahn (6) entnommen und wieder
eingefügt werden. Hierfür sind die Hakenübergaben (14a, 14b) vorgesehen. Diese Übergaben
(14a, 14b) sind mit zur Hakenbahn (6) querverfahrbaren Hakenbahnst recken (18a, 18b)
ausgestattet. Mit (23) und (24) sind Antriebe für den Zwischentransport von leeren
oder beladenen Haken (16b, 16d bzw. 16e) quer zur Hakenbahn (6) entlang der Quertransporte
(27 - 29) gekennzeichnet. Der Antrieb (10), der ebenfalls doppelt vorhanden sein kann,
dient einer Art Fährverkehr zwischen den Quertransporten (27 - 29) von rechts nach
links und umgekehrt. Mit der Greifereinrichtung (15) kann jeweils einer der Haken
(16a - 16e) aus der horizontalen Position in die vertikale Position gedreht werden.
Bei dieser Anlage senkt jeweils die Bundplatte, in der Draufsicht nicht gezeigt, nach
Übergabe des Bundes an den Haken soweit ab, dass der leere vertikal stehende zweite
Haken seitlich auf Mitte Bundstation (3) gefahren werden kann. Sofern dann entsprechend
Fig. 6 die Bundplatte nach hinten verschoben werden kann, muss der Absenkhub für den
Haken (16a bzw. 16b) nicht erhöht werden.
[0027] Ansonsten stimmt die grundsätzliche Anordnung der Anlage gemäß Figur 6 mit derjenigen
nach Figur 4 überein. Ebenso stimmt die Anlage nach Figur 5 weitgehend mit derjenigen
nach Figur 2 überein. Im Unterschied zu dieser weist die Bundplatte (21) außer dem
Antrieb (22) zum Heben und Senken einen zusätzlichen Antrieb (23) zum weiten seitlichen
Verfahren auf, wodurch der Leerhaken zunächst in horizontale Stellung unter die Bundbildekammer
(3) der Bundbildestation (2) verfahren werden kann und erst in der damit erreichten
Position in die vertikale Position aufgeschwenkt wird.
[0028] Die Anlage ist außerordentlich zweckmäßig, unkompliziert, funktionell sicher und
störungsfrei verfügbar und löst in optimaler Weise die eingangs gestellte Aufgabe.
1. Verfahren zur Übergabe eines Drahtbundes (30) von der Bundbildekammer (3) einer Bundbildestation
(2) eines Kühltransportes (1) auf einen C-Haken (16, 16a, 16b) einer mit Laufschienen
ausgestatteten Hakenbahn (6), dadurch gekennzeichnet, dass der Drahtbund (30) unmittelbar auf die vertikal geschwenkten Haken (16a) übergeben
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein zu beladender Haken (16, 16a - 16e) nach Öffnen eines der Bundbildestation
(2) zugeordneten Laufschienenbereiches (7) unter Verwendung einer Greifereinrichtung
(15) von dieser übernommen und dabei der beim Transport horizontale Aufnahmedorn (17)
des Hakens (16) in die vertikale Position geschwenkt, angehoben und sodann die einzelnen
Drahtwindungen (5) oder der Drahtbund (30) auf den Aufnahmedorn (17) fallen gelassen
werden, worauf der beladene Haken (16) abgesenkt, mit dem Aufnahmedorn (17) in die
horizontale Position zurückgeschwenkt, in die Laufschiene der Hakenbahn (6) eingeschoben,
der Laufschienenbereich (7) geschlossen, der Haken (16a) in der Hakenbahn (6) abtransportiert
und ein nächster zu beladender Haken (16b) herangeführt und mit diesem das Beladungsverfahren
wiederholt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Hub von Mitteln (9) zum Heben/Senken des Hakens (16) in der Greifereinrichtung
(15) so bemessen ist, dass die Spitze des Aufnahmedorns (17) in angehobener Position
dicht unterhalb des Einlaufniveaus des Kühltransportes (1) steht, wobei während des
Beladens von einem Haken (16a) Drahtwindungen (5) für einen nachfolgenden Haken (16b)
durch Trennfinger (11) zurückgehalten werden.
4. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Beladungsvorgang bei langsam laufenden Drahtstraßen mit vergleichsweise
geringer Produktionsleistung an einer Bundbildestation (2) ohne Bundplatte (21) und
ohne Hut (20) durchgeführt wird.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Greifereinrichtung (15) heb- und senkbar sowie längsverfahrbar in einem
Rahmen aufgenommen wird.
6. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass einzeln auf den Aufnahmedorn (17) fallende Drahtwindungen (5) bzw. ein vollständiger
Drahtbund (30) am Hakenrücken von seitlichen Auflageleisten (19) aufgefangen werden.
7. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zur Herstellung eines akkuraten Drahtbundes (30) in der Bundbildekammer (3)
ein Hut (20) sowie eine heb- und senkbare Bundplatte (21) verwendet wird und die Spitze
des Aufnahmedorns (17) bei angehobenem Haken (16a) den Hut (20) trägt, während auf
der Bundplatte (21) Drahtwindungen (5) unter Bildung eines Bundes (30) gesammelt und
dieser von der Bundplatte (21) schonend auf dem verbreiterten Hakenrücken abgesetzt
und anschließend die Bundplatte (21) abgesenkt und der beladene Haken (16a) zur Hakenbahn
(6) zurückgebracht und ein neuer Haken (16b) geholt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für eine vergleichsweise höhere Bundübergabeleistung zwei Greifereinrichtungen
(15) zum Drehen, Heben und Verfahren von Haken (16) auf einem in Laufrichtung der
Hakenbahn (6) verfahrbaren Wagen verwendet werden, wobei in Achsmitte der Bundbildekammer
(3) jeweils ein Leerhaken (16b) in Beladebereitschaft gehalten und links oder rechts
der Bundbildekammer (3) Haken (16) bedarfsweise aus der Hakenbahn (6) entnommen bzw.
wieder eingeführt werden, wobei ein auf Mitte der Bundbildekammer (3) stehender Haken
(16a) nach dessen Beladung abgesenkt und der Wagen mit den Greifereinrichtungen (15)
einen Leerhaken (16c) in Aufnahmestellung der Bundbildekammer (3) verfährt, der darin
angehoben und beladen und danach abgesenkt und mit der Greifereinrichtung (15) zur
Hakenbahn (6) zurückverfahren wird, wodurch der leere, seitlich in Bereitschaft stehende
Haken (16b) zum Anheben in die Bundbildekammer (3) herangebracht wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass nach Verfahren des Wagens in Laufrichtung der Hakenbahn (6) und Einfügen in
die Hakenbahn (6) der bereitstehende Leerhaken (16b) aufgenommen und nach Beladen
des zweiten Hakens (16d) der Wagen entgegen der Hakenbahnlaufrichtung verfahren, in
die Hakenbahn (6) eingefügt und ein Leerhaken (16c) in die Speicherposition gefahren
sowie ein weiterer Leerhaken (16) von der freien Greifereinrichtung (15) aufgenommen
wird.
10. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
dass bei einer Drahtbundübergabe unter Verwendung von Hut (20) und Bundplatte (21)
in der Bundbildekammer (3) entweder die Bundplatte (21) nach Übergabe des Bundes (30a)
an den Haken (16) soweit abgesenkt wird, dass ein bereitstehender leerer, vertikalstehender
Haken (16b) seitlich auf Mitte Bundbildekammer (3) gefahren werden kann, oder, dass
wahlweise die Bundpaltte (21) nach hinten verschoben wird und hierfür der Absenkhub
nicht erhöht werden muss.
11. Anlage zur Übergabe eines Drahtbundes (30) von einer Bundbildekammer (3) der Bundbildestation
(2) eines Kühltransportes (1) auf einen C-Haken (16) einer mit Laufschienen ausgestatteten
Hakenbahn (6), insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach den vorhergehenden
Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass die Hakenbahn (6) Mittel (8) zum Öffnen und Schliessen eines Laufschienenbereiches
(7) und im Zusammenwirken damit eine Greifereinrichtung (15) mit einem diese aufnehmenden
Rahmen mit einem Antrieb zum Schwenken eines Hakens (16) von einer Horizontalstellung
in eine Vertikalstellung und umgekehrt, sowie mit einem Antrieb (9) zum Heben und
Senken, und schließlich mit einem Antrieb zum Längsverfahren eines Hakens (16) aufweist.
12. Anlage nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Haken (16) am Hakenrücken seitlich vorstehende Auflagen (19) haben, und
dass zum Zurückhalten von Windungen (5) des Drahtes für den nachfolgenden Bund (30)
Trennfinger (11) vorgesehen sind.
13. Anlage nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass in der Bundbildekammer (3) ein Hut (20) und eine heb- und senkbare Bundplatte
(21) sowie im Zusammenwirken mit dieser eine optische Überwachung (26) für eine Bundsammellinie
(12) vorgesehen sind.
14. Anlage nach einem oder mehreren der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Bundbildekammer (3) in Schwenkachsen (13) anlenkbare Kammerhälften (4)
besitzt, die zum Einfahren eines Hakens (16c) und Ausfahren eines Bundes (30a) öffenbar
und während der Ausbildung eines Bundes (30) schließbar sind.
15. Anlage nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtungen (14a, 14b; 15; 18a, 18b; 23, 24) zum Drehen, Heben/Senken,
Verfahren des Wagens sowie zur Übergabe an die Hakenbahn (6) zweimal vorhanden sind,
und dass Quertransporte (27 - 29) vorgesehen sind, von welchen der mittlere (28) zum
Ein- und Ausfahren von Haken (16b, 16c) bzw. von Bund (30a) in und aus der Bundbildekammer
(3) bei geöffneten Kammerhälften (4), und der linksseitige (27) zur Bereitstellung
eines Leerhakens (16a), und der rechtsseitige (29) als Warteposition für einen fertigen
Bund (30b) bzw. als Übergabe (14b) von einem Bund (30c) an die Hakenbahn (6) ausgebildet
sind.