(19)
(11) EP 0 882 654 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
09.12.1998  Patentblatt  1998/50

(21) Anmeldenummer: 98109836.1

(22) Anmeldetag:  29.05.1998
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6B65D 5/28, B65D 5/00, B65D 5/52
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK RO SI

(30) Priorität: 07.06.1997 DE 19724048

(71) Anmelder: Henkel Kommanditgesellschaft auf Aktien
40589 Düsseldorf-Holthausen (DE)

(72) Erfinder:
  • Barthel, Wolfgang, Dr.-Ing.
    40589 Düsseldorf (DE)
  • Huchler, Stefan Dr. Dipl. Physiker
    50375 Leverkusen (DE)
  • Künzel, Werner, Dipl.-Ing.
    40764 Langenfeld (DE)
  • Schmitt, Monika, Dipl.-Ing.
    40231 Düsseldorf (DE)

   


(54) Transport- und Verkaufsverpackung


(57) Eine Transport- und Verkaufsverpackung in Kastenform aus einem Faltzuschnitt aus Karton oder dergl., wobei der Faltzuschnitt eine Bodenwand aufweist, an der umlaufend Längs- und Querseitenwandteile angelenkt sind, wobei beidendseitig an den Längs- oder Querseitenwandteilen über Anlenkfaltlinien Klebelaschen angelenkt sind, soll so weiterentwickelt werden, daß bei Beibehaltung ihrer Transportsicherungsfunktion die Präsentationsmöglichkeit für die darin befindlichen Produktverpackungen wesentlich verbessert wird, wobei eine einfache Herstellbarkeit dieser Verpackungen aus einem Faltzuschnitt in üblichen Verpackungsmaschinen erhalten bleiben soll.
Dies wird dadurch erreicht, daß die zwei gegenüberliegend angeordneten rückseitigen Klebelaschen (11,12) jeweils durch zwei zusätzliche Faltlinien (13,14;15,16) in drei Laschenbereiche (11a,11b,11c;12a,12b,12c) unterteilt sind, welche in Transportstellung aufeinandergefaltet und in Verkaufsstellung entfaltbar sind, wobei der erste und der zweite Laschenbereich (11a,11b;12a,12b) in Transportstellung lösbar aneinander befestigt sind.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Transport- und Verkaufsverpackung in Kastenform aus einem Faltzuschnitt aus Karton oder dergl., wobei der Faltzuschnitt eine Bodenwand aufweist, an der umlaufend Längs- und Querseitenwandteile angelenkt sind, wobei beidendseitig an den Längs- oder Querseitenwandteilen über Anlenkfaltlinien Klebelaschen angelenkt sind sowie ein Verfahren zur Herstellung einer solchen Verpackung. Derartige Transport- und Verkaufsverpackungen, sogenannte Trays, sind bekannt. Diese Trays werden aus einem Faltzuschnitt hergestellt, bei welchem von einem Verpackungsautomaten die Längs- und Querseitenwandteile rechtwinklig zur Bodenwand aufgerichtet und mittels der Klebelaschen miteinander verklebt werden, so daß sich die kastenförmige Tray-Form ergibt. In ein solches Tray werden dann eine Mehrzahl von Produktverpackungen eingestellt und anschließend wird üblicherweise von oben ein Verpackungsdeckel übergestülpt und mit dem Tray mittels eines Klebestreifens oder dergl. verbunden. Das so bestückte und verschlossene Tray wird anschließend ggf. nach Zwischenlagerung zum Verkaufsgeschäft transportiert und dort im Verkaufsregal plaziert, wobei der Verpackungsdeckel entfernt wird und das Tray, d.h. die Transport- und Verkaufsverpackung, dann als Verkaufsverpackung für die darin befindlichen Produktverpackungen dient. Die einzelnen Produktverpackungen sind dabei hintereinander und ggf. nebeneinander im Tray angeordnet und stehen zwangsläufig senkrecht. Diese vertikale Anordnung der Verkaufsverpackungen beeinträchtigt jedoch die Präsentationsmöglichkeit, da nur eine eingeschränkte Sichtmöglichkeit auf die hinter- und ggf. nebeneinander stehenden Produktverpackungen möglich ist.

[0002] Aufgabe der Erfindung ist es, derartige Transport- und Verkaufsverpackungen so weiterzuentwickeln, daß bei Beibehaltung ihrer Transportsicherungsfunktion die Präsentationsmöglichkeit für die darin befindlichen Produktverpackungen wesentlich verbessert wird, wobei eine einfache Herstellbarkeit dieser Verpackungen aus einem Faltzuschnitt in üblichen Verpackungsmaschinen erhalten bleiben soll.

[0003] Diese Aufgabe wird mit einer Transport- und Verkaufsverpackung der eingangs bezeichneten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die zwei gegenüberliegend angeordneten rückseitigen Klebelaschen jeweils durch zwei zusätzliche Faltlinien in drei Laschenbereiche unterteilt sind, welche in Transportstellung aufeinandergefaltet und in Verkaufsstellung entfaltbar sind, wobei der erste und der zweite Laschenbereich in Transportstellung lösbar aneinander befestigt sind.

[0004] Mit der Erfindung wird eine Transport- und Verkaufsverpackung zur Verfügung gestellt, welche bei Beibehaltung ihrer vollen Transportsicherungsfunktion eine wesentlich bessere Produktpräsentation als Verkaufsverpackung ermöglicht, da die Produktverpackungen schräg in der Verkaufsverpackung angeordnet werden können. Dabei werden bei der Herstellung der Verpackung in einem Vorfertigungsschritt oder im Verpackungsautomaten selbst die drei Laschenbereiche der jeweiligen Klebelasche zunächst aufeinandergefaltet und der erste und zweite Laschenbereich vorzugsweise durch Verkleben miteinander verbunden, worauf anschließend dann die Verpackung auf übliche Weise mit der entsprechend modifizierten Klebelasche erstellt werden kann, und zwar ohne jede Veränderung von einem herkömmlichen Verpackungsautomaten. Es steht dann eine übliche kastenförmige Transportverpackung zur Verfügung, so daß eine volle Transport- und Lagersicherheit gewährleistet ist. Beim Einstellen einer solchen Verpackung in ein Verkaufsregal wird dann durch entsprechende Druckausübung auf die Klebelaschenbereiche die Klebeverbindung zwischen dem ersten und zweiten Laschenbereich gelöst, so daß sich die Klebelasche entfaltet und verlängert, wodurch das rückwärtige Seitenwandteil nach außen verschoben wird, d.h. der Grundriß der Tray-Verpackung wird größer, was die Möglichkeit bietet, die Produktverpackungen schräg in der Tray-Verpackung anzuordnen, wodurch die Display-Wirkung wesentlich verbessert wird.

[0005] Nach einer ersten Ausführungsform ist dabei vorteilhaft vorgesehen, daß die zusätzlichen Faltlinien parallel zu den Anlenkfaltlinien angeordnet sind und die dritten Laschenbereiche so lang ausgebildet sind, daß sie sich in eingefalteter Lage gegenseitig bereichsweise überlappen und endseitig aneinander befestigbar sind. Durch diese entsprechend verlängerten Klebelaschen bilden beide Klebelaschen dann sozusagen eine doppelte Rückwand, die zunächst in Transportstellung mit dem rückwärtigen Seitenwandteil verbunden ist. Bei der Plazierung der Verkaufsverpackung in einem Regal oder dergl. wird dann das rückwärtige Seitenwandteil nach hinten weggedrückt, so daß sich die Klebeverbindung zwischen den Klebelaschen und dem rückwärtigen Seitenwandteil löst. Die verlängerten Klebelaschen können dann durch entsprechendes Lösen ihrer Klebeverbindungen zwischen dem ersten und zweiten Laschenbereich nach hinten geschoben bzw. gezogen werden, so daß sich der Grundriß der Tray-Verpackung vergrößert und anschließend die Produktverpackungen nach hinten umgelegt werden können.

[0006] Eine alternative Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, daß die drei Laschenbereiche jeweils etwa dreieckig sind und die zusätzlichen Faltlinien und die jeweilige Anlenkfaltlinie von einem gemeinsamen an die Bodenwand angrenzenden Endpunkt ausgehen. Bei dieser Ausführungsform ist die Handhabung bei der "Umrüstung" der Verpackung von ihrer Transport- in die Verkaufslage noch einfacher, da lediglich die Produktverpackungen kräftig nach hinten gedrückt werden müssen oder das rückwärtige Seitenwandteil nach hinten gezogen werden muß, worauf sich zwangsläufig die Klebeverbindungen zwischen dem jeweils ersten und zweiten Laschenbereich der jeweiligen Klebelasche löst und aufgrund der Form der Laschenbereiche dann das rückwärtige Seitenwandteil nicht mehr senkrecht, sondern schräg angeordnet steht und eine schräge Anlagefläche für die hinterste Produktverpackung bietet, so daß sämtliche Produktverpackungen entsprechend schräggestellt werden können.

[0007] Die Erfindung sieht auch ein Verfahren zur Herstellung einer Transport- und Verkaufsverpackung aus einem Faltzuschnitt aus Karton der vorbeschriebenen Art vor, bei welchem die Längs- und Querseitenwandteile gegenüber der Bodenwand aufgerichtet und mittels der Klebelaschen miteinander verklebt werden, wobei sich das Verfahren dadurch auszeichnet, daß zunächst die jeweiligen ersten und zweiten Laschenbereiche der rückseitigen Klebelaschen aufeinandergefaltet und aneinander befestigt werden und daß anschließend die Längs- und Querseitenwandteile mittels der so vorgefertigten Klebelaschen aneinander befestigt werden.

[0008] Dabei ist vorteilhaft vorgesehen, daß die Vorfertigung der Klebelaschen und die weiteren Herstellschritte in einer einzigen Verpackungsmaschine durchgeführt werden. Alternativ ist es auch möglich, daß die Vorfertigung in einer von der eigentlichen Verpackungsmaschine getrennten Vorfertigungsstufe erfolgt.

[0009] Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung bei- spielsweise näher erläutert. Diese zeigt in:
Fig. 1
einen Faltzuschnitt einer Verpackung nach einer ersten Ausführungsform,
Fig. 2
einen Teilbereich des Faltzuschnittes nach Figur 1 mit teilweise eingefalteter Klebelasche,
Fig. 3
in perspektivischer Darstellung den Vorgang des Umrüstens der Verpackung von ihrer Transport- in die Verkaufslage,
Fig. 4
die Verpackung nach Figur 1 in ihrer Verkaufslage,
Fig. 5
die Verpackung nach Figur 4 mit darin eingestellten Produktverpackungen,
Fig. 6
einen Faltzuschnitt einer zweiten Ausführungsform,
Fig. 7
einen Teilbereich des Faltzuschnittes nach Figur 6 mit teilweise zusammengefalteter Klebelasche und
Fig. 8
in perspektivischer Darstellung eine aus dem Faltzuschnitt nach Figur 6 gebildete Verpackung in ihrer Verkaufslage.


[0010] Ein allgemein mit 1 bezeichneter Faltzuschnitt für eine Transport- und Verkaufsverpackung nach einer ersten Ausführungsform weist zunächst eine mit 2 bezeichnete Bodenwand auf. Umlaufend sind an dieser Bodenwand über Falt- bzw. Rillinien 3 Längsseitenwandteile 4, 5 und Querseitenwandteile 6, 7 angelenkt. Dabei bildet das Querseitenwandteil 6 die vordere Seitenwand der daraus gebildeten Verpackung.

[0011] Endseitig sind benachbart zum vorderen Querseitenwandteil 6 über Anlenkfaltlinien 8 jeweils eine vordere Klebelasche 9 bzw. 10 an das Längsseitenwandteil 4 bzw. 5 angelenkt. Benachbart zum rückwärtigen Querseitenwandteil 7 sind über Anlenkfaltlinien 10 rückseitige Klebelaschen 11 bzw. 12 angelenkt.

[0012] Erfindungsgemäß ist nun vorgesehen, daß diese rückseitigen Klebelaschen 11 bzw. 12 jeweils durch zwei zusätzliche Faltlinien 13, 14 bzw. 15, 16 in drei Laschenbereiche unterteilt sind, nämlich in einen ersten Laschenbereich 11a bzw. 12a, einen daran über die Faltlinie 13 bzw. 15 angelenkten zweiten Laschenbereich 11b bzw. 12b und einen daran über die Faltlinie 14 bzw. 16 angelenkten dritten Laschenbereich 11c bzw. 12c. Dabei sind die jeweiligen zusätzlichen Faltlinien 13, 14 bzw. 15, 16 jeweils parallel zu den zugeordneten Anlenkfaltlinien 10 angeordnet und sämtliche Laschenbereiche 11a bis 11c bzw. 12a bis 12c, die die jeweilige Klebelasche 11 bzw. 12 bilden, sind rechteckig ausgebildet. Die jeweils dritten Laschenbereiche 11c bzw. 12c sind so lang ausgebildet, daß sie sich nach der Herstellung der Verpackung endseitig bereichsweise überlappen und endseitig aneinander befestigbar sind.

[0013] Zur Herstellung einer allgemein mit 17 bezeichneten Verpackung aus dem Faltzuschitt 1 werden zunächst, wie dies Figur 2 zeigt, die jeweiligen zweiten Laschenbereiche 11b bzw. 12b auf die ersten Laschenbereiche 11a bzw. 12a zurückgefaltet und an diesen mittels eines Klebepunktes oder dergl. befestigt. Anschließend wird der dritte Laschenbereich 11c bzw. 12c um die Faltlinie 14 bzw. 16 auf den zweiten Laschenbereich 11b bzw. 12b gefaltet, so daß sich die in Figur 2 dargestellte Position ergibt.

[0014] Diese Vorfertigung des Faltzuschnittes kann im eigentlichen Tray-Automaten in einer Zusatzeinrichtung desselben geschehen oder außerhalb dieses Tray-Automaten. Der so vorgefertigte Faltzuschnitt 1 wird anschließend im Tray-Automaten in üblicher Weise in ein Verpackungs-Tray umgefaltet und verklebt, wozu entsprechend die Längsseitenwandteile 4, 5 und Querseitenwandteile 6, 7 rechtwinklig aufgerichtet und mittels der Klebelaschen 9, 10 bzw. 11, 12 in ihrer vorgefertigten Lage verklebt werden, so daß sich eine übliche Tray-Verpackung ergibt, bei welcher sich allerdings die endseitigen Bereiche der jeweiligen dritten Laschenbereiche 11c bzw. 12c der Klebelaschen 11, 12 überlappen und aneinander befestigt sind. In den entsprechenden Eckbereichen sind dabei die jeweiligen ersten und zweiten Laschenbereiche 11a, 11b bzw. 12a, 12b aufeinandergefaltet aneinander befestigt.

[0015] In diese so geschaffene Transportverpackung werden dann in üblicher Weise Verkaufsverpackungen 18 eingestellt und die Tray-Verpackung wird mit einem geeigneten Deckel verschlossen und kann transportiert werden. Nach dem Transport zum Geschäft wird der Deckel wieder entfernt und zur Umwandlung der Transportverpackung in eine Verkaufsverpackung wird das rückwärtige Querseitenwandteil 7, wie in Figur 3 dargestellt, nach hinten weggebrochen und von den Klebelaschen 11 bzw. 12 bzw. deren Bereichen 11c bzw. 12c abgelöst, so daß die Rückwand nun von den untereinander verbundenen Klebelaschenbereichen 11c und 12c gebildet wird. Anschließend werden die jeweiligen dritten Klebelaschenbereiche 11c bzw. 12c nach hinten gegen die Kraft der Klebeverbindung zwischen den jeweils ersten und zweiten Klebelaschenbereichen 11a, 12a, 11b, 12b gedrückt. Dadurch entfalten sich die ersten und zweiten Klebelaschenbereiche 11a, 11b bzw. 12a, 12b, so daß sich die Verpackung insgesamt nach hinten verlängert, wie aus Figur 4 ersichtlich ist. Die darin befindlichen Produktverpackungen können dann schräg nach hinten geklappt werden und befinden sich in einer guten Präsentationslage, wie dies in Figur 5 dargestellt ist.

[0016] In den Figuren 6 bis 8 ist eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Verpackung dargestellt, wobei dieselben Bezugszeichen wie in den Figuren 1 bis 5 verwandt sind, sofern gleiche Teile betroffen sind. Allerdings ist dem Bezugszeichen jeweils der Index ''''' nachgestellt.

[0017] Im Unterschied zur Ausführungsform nach den Figuren 1 bis 5 ist die Ausbildung der rückwärtigen Klebelaschen 11' bzw. 12' anders gewählt. Die drei Laschenbereiche 11a', 11b', 11c' bzw. 12a', 12b', 12c' sind nämlich jeweils etwa dreieckig und die zusätzlichen Faltlinien 13', 14' bzw. 15', 16' und die jeweilige Anlenkfaltlinie 10' gehen von einem gemeinsamen, an die Bodenwand angrenzenden Endpunkt E aus.

[0018] Zur Herstellung einer Verpackung 17' aus diesem Faltzuschnitt 1' werden zunächst in einer Vorfertigungsstufe die jeweils ersten Laschenhereiche 11a' bzw. 12a' um die Anlenkfaltlinie 10' auf das zugeordnete Längsseitenwandteil 4' bzw. 5' zurückgefaltet, anschließend wird der jeweilige zweite Laschenbereich 11b' bzw. 12b' um die jeweilige Faltlinie 13' bzw. 15' auf den jeweiligen ersten Laschenbereich 11a' bzw. 12a' gefaltet und an diesem mittels eines Klebepunktes oder dergl. befestigt. Anschließend wird der jeweilige dritte Laschenbereich 11c' bzw. 12c' um die Faltlinie 14' bzw. 16' auf den jeweiligen zweiten Laschenbereich 11b' bzw. 12b' gefaltet. Der so vorgefertigte Faltzuschnitt kann anschließend in einem normalen Tray-Automaten zu einer Verpackung aufgerichtet und verklebt werden, wobei dann entsprechend die Verbindung des rückwärtigen Querseitenwandteiles 7' mit den so vorbereiteten Klebelaschen 11' bzw. 12' erfolgt. Es steht dann wiederum eine kastenförmige Transportverpackung zur Verfügung, in welche die Produktverpackungen eingestellt werden können. Zur Umrüstung einer solchen Transportverpackung in eine Verkaufsverpackung ist es lediglich erforderlich, die Produktverpackungen nach hinten zu drücken bzw. am hinteren rückwärtigen Querseitenwandteil 7' zu ziehen, so daß sich die Klebeverbindung zwischen den ersten und zweiten Laschenbereichen 11a', 11b' bzw. 12a', 12b' löst, so daß sich das rückwärtige Querseitenwandteil 7' schrägstellt, wie dies in Figur 8 dargestellt ist. Diese schräge Rückwand bildet dann eine schräge Haltewand für die dadurch bedingt schrägstehend angeordneten Produktverpackungen.
Natürlich ist die Erfindung nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt. Weitere Ausgestaltungen sind möglich, ohne den Grundgedanken zu verlassen. So können insbesondere beim Ausführungsbeispiel nach den Figuren 6 bis 8 die zusätzlichen Faltlinien 13', 14', 15', 16' der Klebelaschen 11' bzw. 12' in einem anderen Winkel angeordnet werden, um einen anderen Neigungswinkel der fertigen Verkaufsverpackung 17' zu erreichen und dergl. mehr


Ansprüche

1. Transport- und Verkaufsverpackung in Kastenform aus einem Faltzuschnitt aus Karton oder dergl., wobei der Faltzuschnitt eine Bodenwand aufweist, an der umlaufend Längs- und Querseitenwandteile angelenkt sind, wobei beidendseitig an den Längs- oder Querseitenwandteilen über Anlenkfaltlinien Klebelaschen angelenkt sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die zwei gegenüberliegend angeordneten rückseitigen Klebelaschen (11,12) jeweils durch zwei zusätzliche Faltlinien (13,14;15,16) in drei Laschenbereiche (11a,11b,11c;12a,12b,
12c) unterteilt sind, welche in Transportstellung aufeinandergefaltet und in Verkaufsstellung entfaltbar sind, wobei der erste und der zweite Laschenbereich (11a,11b;12a,12b) in Transportstellung lösbar aneinander befestigt sind.
 
2. Verpackung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die zusätzlichen Faltlinien (13,14;15,16) parallel zu den Anlenkfaltlinien (10) angeordnet sind und die dritten Laschenbereiche (11c,12c) so lang ausgebildet sind, daß sie sich in eingefalteter Lage gegenseitig bereichsweise überlappen und endseitig aneinander befestigbar sind.
 
3. Verpackung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die drei Laschenbereiche (11a',11b',11c';12a',12b',12c') jeweils etwa dreieckig sind und die zusätzlichen Faltlinien (13',14';15',16') und die jeweilige Anlenkfaltlinie (10') von einem gemeinsamen an die Bodenwand (2') angrenzenden Endpunkt (E) ausgehen.
 
4. Verfahren zur Herstellung einer Transport- und Verkaufsverpackung aus einem Faltzuschnitt aus Karton nach einem oder mehreren der Ansprüche 1, 2 oder 3, bei welchem die Längs- und Querseitenwandteile gegenüber der Bodenwand aufgerichtet und mittels der Klebelaschen miteinander verklebt werden,
dadurch gekennzeichnet,
daß zunächst die jeweiligen ersten und zweiten Laschenbereiche der rückseitigen Klebelaschen aufeinandergefaltet und aneinander befestigt werden und daß anschließend die Längs- und Querseitenwandteile mittels der so vorgefertigten Klebelaschen aneinander befestigt werden.
 
5. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorfertigung der Klebelaschen und die weiteren Herstellschritte in einer einzigen Verpackungsmaschine durchgeführt werden.
 




Zeichnung













Recherchenbericht