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EP 0 882 667 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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09.12.1998 Patentblatt 1998/50 |
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Anmeldetag: 20.05.1998 |
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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AL LT LV MK RO SI |
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Priorität: |
02.06.1997 DE 19723076
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Anmelder: PELIKAN PRODUKTIONS AG |
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8132 Egg (CH) |
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Erfinder: |
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- Bürgin, Markus
8610 Uster (CH)
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Vertreter: Münch, Otto et al |
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Isler & Pedrazzini AG,
Patentanwälte,
Postfach 6940 8023 Zürich 8023 Zürich (CH) |
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Verbindung eines Endteils mit einem Karton-Rohrkern |
(57) Ein rohrförmiger Ansatz (5) des Endteils (2) ist in den Kern (1) eingeschoben. Der
Ansatz (5) hat benachbart dem freien Ende hakenartige Vorsprünge (11). Damit wird
eine sichere Verankerung des Endteils (2) im Kern (1) auch bei wechselnden Klimabedingungen
erreicht.
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[0001] Breite Farbbänder, zum Beispiel für Telexapparate, werden üblicherweise auf Karton-Rohrkernen
aufgewickelt. Um diese Kerne in einem Drucker zu lagern und anzutreiben bzw. zu bremsen,
sind an beiden Enden Endteile mit einem rohrförmigen Ansatz eingesteckt. Diese bestehen
aus Kunststoff. Es hat sich gezeigt, dass insbesondere unter wechselnden klimatischen
Bedingungen die Endteile nicht hinreichend sicher mit dem Kern verbunden sind.
[0002] Eine Verbindung gemäss Oberbegriff des Anspruchs 1 ist aus der US-A-2 928 619 bekannt.
In einen Karton-Rohrkern ist ein rohrförmiger Ansatz eines Endteils eingeschoben.
Zur achsialen Verankerung hat der Ansatz benachbart seinem freien Ende hakenartige
Vorsprünge, die im Querschnitt V-förmig sind. Diese Verbindung erlaubt nur eine beschränkte
Drehmomentübertragung.
[0003] Eine ähnliche Verbindung ist im DE-U-1 900 451 beschrieben, nur ist der Querschnitt
der Vorsprünge in diesem Fall annähernd kreissegmentförmig.
[0004] Im DE-U-6 908 826 ist eine Verbindung von Karton-Rohrkern mit Endteil beschrieben,
bei dem der rohrförmige Ansatz geschlitzt ist und in sein freies Ende eine geschlitzte,
hülsenförmige Ringfeder eingeschoben ist. Auch diese Verbindung ist nur für eine begrenzte
Drehmomentübertragung geeignet.
[0005] Aus der US-A-5 628 475 ist eine Verbindung bekannt, bei welcher drei Winkelhebel
in Längsschlitzen des Ansatzes des Endteils um Achsen benachbart einem Flansch des
Endteils schwenkbar sind.
[0006] Der etwa parallel verlaufende Arm der Hebel hat aussen Längsrippen. Der zweite, radial
gerichtete Arm wird bei achsialem Druck auf das Endteil gegen das Rohrende gepresst,
so dass die Längsrippen gegen die Innenwand des Rohres angepresst werden. Diese Verbindung
funktioniert nur solange der achsiale Druck aufrechterhalten bleibt.
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verbindung eines Endteils
mit einem Karton-Rohrkern anzugeben, welche die obigen Nachteile nicht aufweist. Diese
Aufgabe wird durch die Merkmalskombination der Ansprüche gelöst. Nachfolgend werden
Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnungen erläutert. Darin zeigt:
- Figur 1
- Einen Achsialschnitt durch eine erste Ausführungsform,
- Figur 2
- eine Stirnansicht des Lagerteils,
- Figur 3
- eine Seitenansicht eines Teils des Lagerteils, und
- Figuren 4 und 5
- zwei weitere Ausführungsformen.
[0008] Die Ausführungsform nach Figuren 1 bis 3 besteht aus einem kreiszylindrischen Karton-Rohrkern
1 und beidseits darin eingesteckten Lagerteilen 2. Das Lagerteil 2 hat einen Flansch
3, der an einer Stirnfläche 4 des Kerns 1 anliegt und einen rohrförmigen Ansatz 5,
welcher in den Kern 1 eingeschoben ist. Eines der beiden Lagerteile 2 der Aufwickelspule
hat ausserdem ein koaxiales Zahnrad 6 angeformt. Über den Umfang gleichmässig verteilt
erstrecken sich über etwa die Hälfte der Länge ausgehend vom Flansch 3 im Querschnitt
schwalbenschwanzförmige Längsrippen 7, die am freien Ende keilförmig in die Aussenfläche
8 des Ansatzes 5 verlaufen. Die Aussenflanken 9 der Längsrippen 7 sind annähernd radial
gerichtet und gehen scharfkantig in die V-förmige Nut 10 über. Damit sind Lagerteil
2 und Kern 1 drehfest miteinander verbunden. In Verlängerung dieser Rippen 7 sind
an der Aussenfläche 8 hakenartige oder sägezahnförmige Vorsprünge 11 angeformt. Die
steile Flanke des Zahns 12 ist gegen den Flansch 3 gerichtet. Nach der Montage verkeilen
sich die Vorsprünge 11 im Kern 1. Damit wird ein dauerhafter Halt des Lagerteils 2
im Kern 1 erreicht.
[0009] Bei der Ausführungsform nach Figur 4 sind die Rippen 7 durchgehend. Der Ansatz 5
hat über den Umfang verteilt mehrere Längsschlitze 16. In das freie Ende des Ansatzes
5 ist ein Spreizelement 17 in Form einer Hülse 18 mit einem Deckel 19 eingeschoben.
Damit wird das freie Ende des Ansatzes 5 etwas gespreizt. Versuche haben ergeben,
dass insbesondere nach einigen Wochen Lagerzeit damit eine hinreichend starre Verbindung
zwischen Lagerelement 2 und Kern 1 in Achsrichtung erreicht wird, weil sich die etwas
gespreizten freien Enden 20 der Rippen 7 im Karton des Kerns 1 setzen.
[0010] Bei der Ausführungsform nach Figur 5 hat der Ansatz 5 einen Längsschlitz 25. In den
Ansatz 5 ist ein doppelarmiger Hebel 26 eingeschoben, der um eine Achse 27 schwenkbar
ist. Der eine, längere Hebelarm 28, ragt im nicht montierten Zustand benachbart dem
Flansch 3 über die Aussenfläche 10 mit einer zur Achse des Ansatzes geneigten Fläche
29 vor. Der kürzere Hebelarm 30 ist hakenförmig. Unmittelbar bevor der Flansch 3 zur
Anlage an die Stirnfläche 4 gelangt, wird der Arm 28 eingedrückt und der Hebel 26
in Pfeilrichtung verschwenkt, so dass der Haken 31 des Arms 30 in den Kern 1 eindringt.
Damit ist wiederum eine sichere Verbindung erreicht. An einer Stelle des Umfangs hat
der Kern 1 ausgehend von der Stirnfläche 4 einen Längsschlitz 37. In diesen greift
eine am Ansatz 5 angeformte Mitnehmerleiste 36 ein, die an ihrem inneren Ende leicht
keilförmig ausgebildet ist. Damit wird eine sichere drehfeste Verbindung erreicht.
Der Schlitz 37 und die Leiste 36 können jedoch auch weggelassen und dafür Längsrippen
7 wie bei der Ausführungsform nach Figuren 1 bis 3 vorgesehen werden.
1. Verbindung eines Endteils (2) mit einem Karton-Rohrkern (1), wobei ein rohrförmiger
Ansatz (5) des Endteils (2) in den Kern (1) eingesteckt ist, dadurch gekennzeichnet,
dass der Ansatz (5) ausgehend von seinem äusseren Ende mehrere über den Umfang verteilte
Längsrippen (7) mit schwalbenschwanzförmigem Querschnitt aufweist.
2. Verbindung nach Anspruch 1, wobei die Aussenflanken (9) der Längsrippen (7) annähernd
radial gerichtet sind und vorzugsweise scharfkantig in eine V-förmige Nut (10) übergehen,
wobei die Längsrippen (7) am inneren, freien Ende keilförmig in die Aussenfläche (8)
des Ansatzes (5) verlaufen.
3. Verbindung nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Ansatz (5) ungeschlitzt ist und über
den Umfang verteilt mehrere hakenartige Vorsprünge (11) aufweist, die in Verlängerung
der Längsrippen (7) angeordnet sind, und die unmittelbar benachbart ihrer vorzugsweise
radial gerichteten, dem Kernende zugewandten Flanke vorzugsweise den gleichen Querschnitt
haben wie die Längsrippen (7).
4. Verbindung nach Anspruch 1, wobei der Ansatz (5) geschlitzt ist und in sein freies
Ende ein Spreizelement (17) eingeschoben ist, und wobei vom Aussenumfang des Ansatzes
(5) Verankerungselemente (7, 20) abstehen.
5. Verbindung nach Anspruch 4, wobei die Verankerungselemente Teile der Längsrippen (7)
sind.
6. Verbindung nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Ansatz (5) einen Längsschlitz (25) aufweist,
in welchen ein doppelarmiger, schwenkbarer Hebel (26) eingreift, dessen erster Arm
(28) in der Grundstellung benachbart dem Flansch (3) über den Aussenumfang (10) des
Ansatzes (5) mit einer zur Achse des Ansatzes (5) geneigten Fläche (29) vorsteht und
dessen zweiter Arm (30) einen Haken (31) aufweist, der beim Eindrücken des ersten
Arms (28) über den Aussenumfang des Ansatzes (5) vorsteht.

