[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Preßmantels
aus flexiblem Material für eine Preßvorrichtung zur Entwässerung einer Materialbahn
in einem Preßspalt, insbesondere für Schuhpressen zur Papierherstellung, mit im wesentlichen
in Umfangsrichtung verlaufenden Rillen in mindestens einer Oberfläche des Preßmantels
und in das Mantelmaterial eingebetteten Verstärkungsfäden, von denen sich mindestens
ein Teil im wesentlichen in Umfangsrichtung des Preßmantels erstreckt. Außerdem betrifft
die Erfindung einen nach diesem Verfahren hergestellten Preßmantel.
[0002] Preßmäntel mit Umfangsrillen in der Außenseite des Preßmantels sind bereits bekannt.
Die Umfangsrillen dienen der Aufnahme von Wasser und verbessern die Trocknungseigenschaften
des Preßmantels in einer Trockenpresse. Durch die Umfangsrillen wird jedoch die Gefahr
von Rißbildungen im Preßmantel vergrößert, da das Mantelmaterial im Bereich der Rillen
geschwächt ist. Erschwerend kommt hinzu, daß sich entstehende Risse längs der Rillen
ausbreiten und vergrößern können.
[0003] Die Verwendung von Verstärkungsfäden im Mantelmaterial ist ebenfalls bekannt. Die
Verstärkungsfäden dienen dazu, die Zugfestigkeit des Preßmantels zu erhöhen, da dieser
insbesondere bei Schuhpressen sehr hohen Zugkräften ausgesetzt ist, die zu einem Bruch
des Preßmantels führen können. Neben in Umfangsrichtung verlaufenden Verstärkungsfäden
können auch in Achsrichtung des Preßmantels verlaufende Verstärkungsfäden vorgesehen
werden.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung eines Preßmantels
der eingangs genannten Art und einen nach diesem Verfahren hergestellten Preßmantel
anzugeben, der sich durch große Haltbarkeit und Festigkeit auszeichnet. Insbesondere
soll die Gefahr der Rißbildung verringert werden.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Verteilung der Rillen
über die Oberfläche des Preßmantels in Abhängigkeit von der Verteilung der in Umfangsrichtung
verlaufenden Verstärkungsfäden derart gewählt wird, daß die Rillen und die Verstärkungsfäden
auch nicht abschnittsweise radial übereinander und in der gleichen Richtung verlaufen.
[0006] Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird die Gefahr der Rißbildung im Bereich der
Umfangsrillen deutlich reduziert. Es wurde nämlich festgestellt, daß die Gefahr der
Rißbildung dort am größten ist, wo Umfangsrillen im wesentlichen in der gleichen Richtung
verlaufen wie die im Mantelmaterial angeordneten Verstärkungsfäden Die Verstärkungsfäden
stellen nämlich ebenfalls eine Schwächung des Mantelmaterials dar, da sie ähnlich
wie die Umfangsrillen als Kerbe wirken und die Rißbildungsgefahr vergrößern. Diese
Rißbildungsgefahr ist deshalb besonders bedenklich, weil sich entstehende Risse sehr
schnell am Rillengrund entlang um den gesamten Umfang des Preßmantels herum ausbreiten
und dadurch die Gefahr des Berstens des Preßmantels sehr groß wird.
[0007] Durch das erfindungsgemäße Verfahren und den erfindungsgemäßen Preßmantel wird nun
verhindert, daß die durch die Umfangsrillen und durch die Verstärkungsfäden gebildeten
Schwachstellen des Preßmantels zusammenfallen und dadurch eine besonders große Rißbildungsgefahr
entsteht. Durch die erfindungsgemäße Verteilung der Umfangsrillen einerseits und der
Verstärkungsfäden andererseits wird verhindert, daß diese auch nicht abschnittsweise
radial übereinander in derselben Richtung verlaufen und dadurch besonders geschwächte
Abschnitte des Preßmantels entstehen. Die Verteilung der Umfangsrillen und der Verstärkungsfäden
wird vielmehr gezielt so gewählt, daß die Verteilung voneinander abweicht und keine
Abschnitte mit gleichem Verlauf der Umfangsrillen und der Verstärkungsfäden gegeben
sind.
[0008] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung werden die Rillen einerseits und die Verstärkungsfäden
andererseits mit voneinander verschiedenen Neigungswinkeln zur Umfangsrichtung in
den Preßmantel eingebracht. Durch die verschiedenen Neigungswinkel der Umfangsrillen
und der Verstärkungsfäden wird sicher gewährleistet, daß auch nicht abschnittsweise
im Preßmantel Umfangsrillen und Verstärkungsfäden radial übereinander und in der gleichen
Richtung verlaufen, also eine doppelte Schwächung des Preßmantelmaterials auftritt.
Grundsätzlich können Umfangsrillen und Verstärkungsfaden auch mit gleicher Neigung
in den Preßmantel eingebracht werden, wenn darauf geachtet wird, daß die Umfangsrillen
und die Verstärkungsfäden axial zueinander versetzt verlaufen. Durch unterschiedliche
Neigungswinkel wird jedoch die Rißbildungsgefahr weiter verringert, da die Zuordnung
zwischen den Umfangsrillen und den Verstärkungsfäden in Richtung der Preßmantelachse
variiert.
[0009] Bevorzugt werden die Rillen mit einem größeren Neigungswinkel in den Preßmantel eingebracht
als die Verstärkungsfäden. Insbesondere werden die Rillen mit einem Neigungswinkel
eingebracht, der mindestens dreimal so groß ist wie der Neigungswinkel der Verstärkungsfäden.
Diese Ausgestaltung hat sich sowohl für die Vermeidung der Rißbildung als auch für
die Festigkeit des Preßmantels als besonders vorteilhaft herausgestellt.
[0010] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung werden die Rillen mit einem Neigungswinkel
in den Preßmantel eingebracht, der ein zum Neigungswinkel der Verstärkungsfäden umgekehrtes
Vorzeichen aufweist. Auch durch diese Ausgestaltung wird sicher gewährleistet, daß
im Preßmantel auch nicht abschnittsweise Umfangsrillen und Verstärkungsfäden radial
übereinander und in gleicher Richtung verlaufen und dadurch besonders geschwächte
Bereiche des Preßmantels gebildet werden.
[0011] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung werden die Rillen mit einem axialen
Abstand voneinander in den Preßmantel eingebracht, der von dem axialen Abstand abweicht,
mit dem die Verstärkungsfäden in den Preßmantel eingebracht werden. Grundsätzlich
können die Umfangsrillen und die Verstärkungsfäden auch mit jeweils gleichem axialen
Abstand voneinander in den Preßmantel eingebracht werden, wenn hierbei wiederum darauf
geachtet wird, daß die Umfangsrillen und die Verstärkungsfäden axial zueinander versetzt
angeordnet sind. Auch durch unterschiedliche axiale Abstände zwischen den Umfangsrillen
einerseits und den Verstärkungsfäden andererseits wird jedoch die Rißbildungsgefahr
weiter vermindert, da auch in diesem Fall die Zuordnung zwischen den Umfangsrillen
und den Verstärkungsfäden in Richtung der Preßmantelachse variiert.
[0012] Bevorzugt werden die Abstände der Rillen einerseits und die Abstände der Verstärkungsfäden
andererseits so gewählt, daß sie kein gemeinsames, ganzzahliges Vielfaches haben.
Hierdurch wird gewährleistet, daß der Verlauf der Umfangsrillen und der Verlauf der
Verstärkungsfäden über die gesamte Preßmantellänge nicht zusammenfällt.
[0013] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung werden die Rillen mit einem größeren
Abstand voneinander in den Preßmantel eingebracht als der Abstand der Verstärkungsfäden
voneinander. Insbesondere werden die Rillen mit einem Abstand voneinander in den Preßmantel
eingebracht, der mindestens circa 1,15 mal so groß ist wie der Abstand der Verstärkungsfäden
voneinander. Diese Ausgestaltung hat sich als besonders vorteilhaft herausgestellt.
[0014] Die Umfangsrillen können als ringförmig geschlossenen Rillen in den Preßmantel eingebracht
werden. Nach einer anderen Ausgestaltung der Erfindung können die Umfangsrillen aber
auch in Form einer um die Längsachse des Preßmantels verlaufenden Schraubenlinie in
den Preßmantel eingebracht werden.
[0015] Ebenso können die Verstärkungsfäden als ringförmig geschlossene Verstärkungsfäden
und als um die Längsachse des Preßmantels verlaufende Schraubenlinie in den Preßmantel
eingebracht werden. Nach einer Ausgestaltung der Erfindung kann ein einziger Verstärkungsfaden
schraubenlinienförmig eingebracht werden.
[0016] Nach einer anderen Ausgestaltung der Erfindung können zwei oder mehr Verstärkungsfäden
schraubenlinienförmig in den Preßmantel eingebracht werden. Insbesondere werden die
Verstärkungsfäden dabei in Form einer Mehrfachschraubenlinie eingebracht.
[0017] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung werden mehrere Verstärkungsfäden
in radial übereinanderliegenden Schichten in den Preßmantel eingebracht. Hierdurch
kann die Zugfestigkeit des Preßmantels erhöht oder bei gleichbleibender Zugfestigkeit
der Querschnitt der Verstärkungsfäden verringert werden.
[0018] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird die Verteilung der Verstärkungsfäden
in den übereinander liegenden radialen Schichten des Preßmantels so gewählt, daß auch
nicht abschnittsweise im Preßmantel Verstärkungsfäden radial übereinander und in der
gleichen Richtung verlaufen. Durch diese Ausgestaltung wird wiederum gewährleistet,
daß der Preßmantel keine mehrfach geschwächten Abschnitte aufweist, in welchen die
Rißbildungsgefahr besonders groß ist.
[0019] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung werden zusätzlich zu den in Umfangsrichtung
verlaufenden Verstärkungsfäden auch in Achsrichtung des Preßmantels verlaufende Verstärkungsfäden
in das Preßmantelmaterial eingebracht. Die Gesamtfestigkeit des Preßmantels wird hierdurch
weiter verbessert. Bevorzugt verlaufen die Achsfäden in einer radial weiter innen
liegenden Schicht des Preßmantels als die Umfangsfäden. Grundsätzlich können die Umfangsfäden
aber auch radial weiter innen liegend eingebracht werden.
[0020] Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Preßmäntel, die ebenfalls
in der geschilderten Weise weitergebildet sein können, weisen entsprechend die hierzu
genannten Vorteile auf.
[0021] Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden
nachfolgend beschrieben. Es zeigen, jeweils in schematischer Darstellung,
- Fig. 1
- einen Querschnitt durch einen Teil einer ersten Variante des erfindungsgemäßen Preßmantels,
- Fig. 2
- eine Darstellung gemäß Fig. 1 einer Variante des erfindungsgemäßen Preßmantels und
- Fig. 3
- einen Abschnitt eines Preßmantels nach dem Stand der Technik.
[0022] Wie man Fig. 3 entnimmt, sind bei einem üblichen Preßmantel eine Vielzahl von Umfangsrillen
1 über den Preßmantel 2 verteilt angeordnet. Insbesondere folgt eine Vielzahl von
Umfangsrillen 1 in Achsrichtung 3 des Preßmantels 2 aufeinander. Die Umfangsrillen
1 können dabei als ringförmige Endlosrillen oder als schraubenlinienförmig um die
Längsachse des Preßmantels 2 angeordnete Rillen ausgebildet sein.
[0023] Radial innerhalb der Umfangsrillen 1 sind in dem Preßmantelmaterial 2 Verstärkungsfäden
4 und 5 angeordnet, wobei die Verstärkungsfäden 5 in Axialrichtung 3 und die Verstärkungsfäden
4 im wesentlichen in Umfangsrichtung des Preßmantels 2 verlaufen. Wie man sieht, liegen
die in Umfangsrichtung verlaufenden Verstärkungsfäden 4 jeweils radial unterhalb der
Umfangsrillen 1. Zwischen den Umfangsrillen 1 und den Verstärkungsfäden 4 entstehen
dadurch zweifach geschwächte Abschnitte des Preßmantels 2, woraus sich eine besonders
große Rißbildungsgefahr in diesen Abschnitten ergibt. Dieses Problem wird noch dadurch
vergrößert, daß sich entstehende Risse längs des Grundes der Rillen 1 über den gesamten
Umfang des Preßmantels 2 ausbreiten können, so daß der Preßmantel 2 aufplatzen kann.
[0024] Bei der in Fig. 1 dargestellten ersten Variante eines erfindungsgemäßen Preßmantels
2 liegen die in Umfangsrichtung verlaufenden Verstärkungsfäden dagegen nicht radial
unterhalb der Umfangsrillen 1. Dies wird, wie in Fig. 1b) dargestellt, dadurch gewährleistet,
daß die Umfangsrillen 1 und die Verstärkungsfäden 4 zur Umfangsrichtung 6 des Preßmantels
2 gegensinnig geneigt verlaufen. Das heißt, die Umfangsrillen 1 schließen mit der
Umfangsrichtung 6 einen Winkel α
R, welcher zu dem Winkel α
UF, den die Verstärkungsfäden 4 mit der Umfangsrichtung 6 einschließen, umgekehrtes
Vorzeichen aufweist. Wie man sieht, ist der Betrag des Winkels α
R außerdem größer als der Betrag des Winkels α
UF. Die Umfangsrillen 1 verlaufen also unter einem größeren Neigungswinkel zur Umfangsrichtung
6 als die Verstärkungsfäden 4. Durch das umgekehrte Vorzeichen der jeweiligen Neigungswinkel
α
R und α
UF ist sichergestellt, daß der Preßmantel 2 keine Querschnittsebenen aufweist, in welchen
die Umfangsrillen 1 und die Verstärkungsfäden 4 auch nur abschnittsweise in derselben
Orientierung radial übereinander verlaufen. Eine zweifache Schwächung des Preßmantels
2 wird hierdurch vermieden.
[0025] Bei der in Fig. 2 dargestellten Variante des erfindungsgemäßen Preßmantels 2 verlaufen
die Umfangsrillen 1 und die Verstärkungsfäden 4 unter gleichsinniger Neigung zur Umfangsrichtung
6. Der Betrag der Neigungswinkel α
R und α
UF ist aber unterschiedlich. Der Neigungswinkel α
R der Umfangsrillen 1 ist nämlich größer, insbesondere mindestens dreimal so groß gewählt
wie der Neigungswinkel α
UF der Verstärkungsfäden 4. Auch hierdurch ist gewährleistet, daß der Preßmantel 2 keine
Querschnittsebenen aufweist, in welchen die Umfangsrillen 1 und die Verstärkungsfäden
4 auch nur abschnittsweise in derselben Richtung verlaufen. Auch bei dieser Variante
sind daher keine doppelt geschwächten Abschnitte des Preßmantels 2 vorhanden.
[0026] Neben dem dargestellten gekreuzten Verlauf der Umfangsrillen 1 und der Verstärkungsfäden
4 können diese auch so axial zueinander versetzt über den Umfang des Preßmantels 2
verteilt angeordnet sein, daß ebenfalls keine Querschnittsebenen des Preßmantels vorhanden
sind, in welchen Umfangsrillen 1 und Verstärkungsfäden 4 auch nur abschnittsweise
in derselben Richtung verlaufen. Vielmehr sind in den Querschnittsebenen entweder
nur Umfangsrillen 1 oder nur Verstärkungsfäden 4 vorhanden.
[0027] In allen Fällen ergibt sich ein Preßmantel mit besonders geringer Rißbildungsgefahr
trotz hoher Zugfestigkeit und guter Wasseraufnahmefähigkeit. Die Stabilität des Preßmantels
2 ist zusätzlich durch die dargestellten Axialfäden 5 verstärkt.
Bezugszeichenliste
[0028]
- 1
- Umfangsrille
- 2
- Preßmantel
- 3
- Axialrichtung
- 4
- Verstärkungsfaden
- 5
- Verstärkungsfaden
- 6
- Umfangsrichtung
- αR
- Neigungswinkel von 1
- αUF
- Neigungswinkel von 4
- dR
- Abstand von 1
- dUF
- Abstand von 4
1. Verfahren zur Herstellung eines Preßmantels aus flexiblem Material für eine Preßvorrichtung
zur Entwässerung einer Materialbahn in einem Preßspalt, insbesondere für Schuhpressen
zur Papierherstellung, mit im wesentlichen in Umfangsrichtung (6) verlaufenden Rillen
(1) in mindestens einer Oberfläche des Preßmantels (2) und in das Mantelmaterial eingebetteten
Verstärkungsfäden (4, 5), von denen sich mindestens ein Teil (4) im wesentlichen in
Umfangsrichtung (6) des Preßmantels (2) erstreckt,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verteilung der Rillen (1) über die Oberfläche des Preßmantels (2) in Abhängigkeit
von der Verteilung der in Umfangsrichtung (6) verlaufenden Verstärkungsfäden (4) derart
gewählt wird, daß die Rillen (1) und die Verstärkungsfäden (4) auch nicht abschnittsweise
radial übereinander und in der gleichen Richtung verlaufen.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rillen (1) einerseits und die Verstärkungsfäden (4) andererseits mit voneinander
verschiedenen Neigungswinkels (αR, αUF) zur Umfangsrichtung (6) in den Preßmantel (2) eingebracht werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rillen (1) mit einem größeren Neigungswinkel (αR) in den Preßmantel (2) eingebracht werden, als der Neigungswinkel (αUF) der Verstärkungsfäden (4).
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rillen (1) mit einem Neigungswinkel (αR) in den Preßmantel (2) eingebracht werden, der mindestens dreimal so groß ist wie
der Neigungswinkel (αUF) der Verstärkungsfäden (4).
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rillen mit einem Neigungswinkel (αR) in den Preßmantel (2) eingebracht werden, der zum Neigungswinkel (αUF) der Verstärkungsfäden (4) umgekehrtes Vorzeichen aufweist.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rillen (1) mit einem axialen Abstand (dR) in den Preßmantel (2) eingebracht werden, der von dem axialen Abstand (dUF) abweicht, mit dem die Verstärkungsfäden (4) in den Preßmantel (2) eingebracht werden.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abstände (dR) der Rillen (1) einerseits und die Abstände (dUF) der Verstärkungsfäden (4) andererseits so gewählt werden, daß sie kein gemeinsames,
ganzzahliges Vielfaches haben.
8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rillen (1) mit einem größeren Abstand (dR) voneinander eingebracht werden als der Abstand (dUF) der Verstärkungsfäden (4) voneinander.
9. Verfahren nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rillen (1) mit einem Abstand (dR) voneinander eingebracht werden, der mindestens circa 1,15 mal so groß ist wie der
Abstand (dUF) der Verstärkungsfäden (4) voneinander.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rillen (1) als ringförmig geschlossene Rillen (1) eingebracht werden.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rillen (1) in Form einer um die Längsachse des Preßmantels (2) verlaufenden
Schraubenlinie in den Preßmantel (2) eingebracht werden.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verstärkungsfäden (4) als ringförmig geschlossene Verstärkungsfäden eingebracht
werden.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verstärkungsfäden (4) in um die Längsachse des Preßmantels (2) verlaufenden
Schraubenlinien in das Preßmantelmaterial (2) eingebracht werden.
14. Verfahren nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein einziger Verstärkungsfaden (4) schraubenlinienförmig eingebracht wird.
15. Verfahren nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwei oder mehrere Verstärkungsfäden (4) schraubenlinienförmig eingebracht werden.
16. Verfahren nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verstärkungsfäden (4) in Form einer Mehrfachschraubenlinie eingebracht werden.
17. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß mehrere Verstärkungsfäden (4) in radial übereinanderliegenden Schichten in den
Preßmantel (2) eingebracht werden.
18. Verfahren nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verteilung der Verstärkungsfäden (4) in den übereinanderliegenden radialen
Schichten des Preßmantels (2) so gewählt wird, daß im Preßmantel (2) auch nicht abschnittsweise
Verstärkungsfäden (4) radial übereinander und in derselben Richtung verlaufen.
19. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß zusätzlich zu den in Umfangsrichtung (6) verlaufenden Verstärkungsfäden (4) auch
in Achsrichtung (3) des Preßmantels (2) verlaufende Verstärkungsfäden (5) in das Preßmantelmaterial
(2) eingebracht werden.
20. Verfahren nach Anspruch 19,
dadurch gekennzeichnet,
daß die in Achsrichtung (3) verlaufenden Verstärkungsfäden (5) in eine radial weiter
innen liegende Schicht des Preßmantels (2) eingebracht werden, als die in Umfangsrichtung
(6) verlaufenden Verstärkungsfäden (4).
21. Verfahren nach Anspruch 19,
dadurch gekennzeichnet,
daß die in Achsrichtung (3) verlaufenden Verstärkungsfäden (5) in eine radial weiter
außen liegende Schicht des Preßmantels (2) eingebracht werden, als die in Umfangsrichtung
(6) verlaufenden Verstärkungsfäden (4).
22. Preßmantel aus flexiblem Material für eine Preßvorrichtung zur Entwässerung einer
Materialbahn in einem Preßspalt, insbesondere für Schuhpressen zur Papierherstellung,
mit im wesentlichen in Umfangsrichtung (6) verlaufenden Rillen (1) in mindestens einer
Oberfläche des Preßmantels (2) und in das Mantelmaterial eingebetteten Verstärkungsfäden
(4, 5), von denen sich mindestens ein Teil (4) im wesentlichen in Umfangsrichtung
(6) des Preßmantels (2) erstreckt,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verteilung der Rillen (1) über die Oberfläche des Preßmantels (2) in Abhängigkeit
von der Verteilung der in Umfangsrichtung (6) verlaufenden Verstärkungsfäden (4) derart
gewählt ist, daß die Rillen (1) und die Verstärkungsfäden (4) auch nicht abschnittsweise
radial übereinander und in der gleichen Richtung verlaufen.
23. Preßmantel nach Anspruch 22,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rillen (1) einerseits und die Verstärkungsfäden (4) andererseits voneinander
verschiedene Neigungswinkel (αR, αUF) zur Umfangsrichtung (6) des Preßmantels (2) aufweisen.
24. Preßmantel nach Anspruch 23,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rillen (1) einen größeren Neigungswinkel (αR) aufweisen als der Neigungswinkel (αUF) der Verstärkungsfäden (4).
25. Preßmantel nach Anspruch 24,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rillen (1) einen Neigungswinkel (αR) aufweisen, der mindestens dreimal so groß ist wie der Neigungswinkel (αUF) der Verstärkungsfäden (4).
26. Preßmantel nach einem der Ansprüche 23 bis 25,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Neigungswinkel (αR) der Rillen (1) umgekehrtes Vorzeichen aufweist wie der Neigungswinkel (αUF) der Verstärkungsfäden (4).
27. Preßmantel nach einem der Ansprüche 22 bis 26,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rillen (1) einen axialen Abstand (dR) voneinander aufweisen, der von dem axialen Abstand (dUF) abweicht, den die Verstärkungsfäden (4) voneinander aufweisen.
28. Preßmantel nach Anspruch 27,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abstände (dR, dUF) der Rillen (1) einerseits und der Verstärkungsfäden (4) andererseits kein gemeinsames
ganzzahliges Vielfaches aufweisen.
29. Preßmantel nach Anspruch 27 oder 28,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Abstand (dR) der Rillen (1) voneinander größer ist als der Abstand (dUF) der Verstärkungsfäden (4) voneinander.
30. Preßmantel nach Anspruch 29,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Abstand (dR) der Rillen (1) mindestens 1,15 mal so groß ist wie der Abstand (dUF) der Verstärkungsfäden (4).
31. Preßmantel nach einem der Ansprüche 22 bis 30,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rillen (1) ringförmig um den Umfang des Preßmantels (2) geschlossen sind.
32. Preßmantel nach einem der Ansprüche 22 bis 30,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rillen (1) eine um die Längsachse des Preßmantels (2) verlaufende Schraubenlinie
bilden.
33. Preßmantel nach einem der Ansprüche 22 bis 32,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verstärkungsfäden (4) ringförmig geschlossen sind.
34. Preßmantel nach einem der Ansprüche 22 bis 32,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verstärkungsfäden (4) eine Schraubenlinie um die Längsachse des Preßmantels
(2) bilden.
35. Preßmantel nach Anspruch 34,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein einziger schraubenlinienförmiger Verstärkungsfaden (4) vorhanden ist.
36. Preßmantel nach Anspruch 34,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwei oder mehr schraubenlinienförmige Verstärkungsfäden (4) vorhanden sind.
37. Preßmantel nach Anspruch 36,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verstärkungsfäden (4) eine Mehrfachschraubenlinie bilden.
38. Preßmantel nach einem der Ansprüche 22 bis 37,
dadurch gekennzeichnet,
daß mehrere Verstärkungsfäden (4) in radial übereinander liegenden Schichten des Preßmantels
(2) vorhanden sind.
39. Preßmantel nach Anspruch 38,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verteilung der Verstärkungsfäden (4) in den übereinanderliegenden radialen
Schichten des Preßmantels (2) so gewählt ist, daß im Preßmantel (2) auch nicht abschnittsweise
Verstärkungsfäden (4) radial übereinander und in der gleichen Richtung verlaufen.
40. Preßmantel nach einem der Ansprüche 22 bis 39,
dadurch gekennzeichnet,
daß zusätzlich zu den in Umfangsrichtung (6) verlaufenden Verstärkungsfäden (4) auch
in Achsrichtung (3) des Preßmantels (2) verlaufende Verstärkungsfäden (5) vorhanden
sind.
41. Preßmantel nach Anspruch 40,
dadurch gekennzeichnet,
daß die in Achsrichtung (3) verlaufenden Verstärkungsfäden (5) radial weiter innen
angeordnet sind als die in Umfangsrichtung (6) verlaufenden Verstärkungsfäden (4).
42. Preßmantel nach Anspruch 40,
dadurch gekennzeichnet,
daß die in Achsrichtung (3) verlaufenden Verstärkungsfäden (5) radial weiter außen
angeordnet sind als die in Umfangsrichtung (6) verlaufenden Verstärkungsfäden (4).