[0001] Die Erfindung betrifft ein Bauelement nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Derartige Bauelemente sind aus der FR 2 508 956 als Betonfertigteile bekannt oder
aus der US 5 024 035 als Fertigteile aus Polyurethanschaum. Ihr Hohlraum kann mit
Beton, Zement oder ähnlichen mineralischen Werkstoffen befüllt werden und führt dann
zu der gewünschten Stabilität der hergestellten Wand. Die gattungsgemäßen Bauelemente
sollen die schnelle Erstellung großflächiger Wandabschnitte auch bei geringen handwerklichen
Vorkenntnissen ermöglichen. Die Verwendung aus Beton- oder Kunststoffelementen wird
aus bauphysiologischen Gründen häufig nicht gewünscht.
[0003] Aus der US 2 880 470 sind ähnliche Bauelemente bekannt, die aus Holz oder aus Holzwerkstoffen
bestehen können. Sie weisen parallel zu den Seitenwänden innere Versteifungsstreben
auf. Die Seitenwände sind im Vergleich zu diesen Versteifungsstreben nur halb so dick,
so daß erst beim Zusammenfügen zweier benachbarter Bauelemente zwei aneinanderliegende
Seitenwände eine Vertikalstrebe von derselben Dicke wie eine Versteifungsstrebe bilden.
Zur Verzahnung weisen die Seitenwände vertikal verlaufende V-förmige Nuten auf, in
die entsprechende Vorsprünge einer benachbarten Seitenwand greifen können. Derartige
Bauelemente können großflächig ausgebildet sein und weisen dann entsprechend viele
Versteifungsstreben auf. Der vergleichsweise große Materialbedarf eines derartigen
Bauelementes bedingt dessen vergleichsweise hohes Gewicht und erschwert dessen Handhabbarkeit.
[0004] In der Praxis werden die bekannten Bauelemente nur selten von Heimwerkern verwendet,
denn sie sind - abgesehen von der bauphysiologischen Akzeptanz - entweder relativ
kleinformatig und bringen nicht den gewünschten schnellen Baufortschritt, oder sie
sind so schwer, daß sie die Verwendung eines Krans erfordern.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemäßes Bauelement dahingehend
zu verbessern, daß eine gute Stabilität der Wand auch ohne eine Verfüllung der Hohlräume
der Bauelemente eines Wandabschnittes erzielt wird, und daß auch bei großformatiger
Ausgestaltung werkzeuglos handhabbar ist.
[0006] Diese der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird durch ein Bauelement mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst.
[0007] Die Erfindung schlägt mit anderen Worten vor, einen Verbund zwischen den Seitenwänden
zu erstellen, wie von aus Beton oder aus Kunststoff bestehenden Bauelementen bekannt
ist. Aus bauphysiologischen Gründen besteht das Bauelement jedoch aus Holz oder Holzwerkstoffen.
Auf diese Weise wird ein regelrechter Pfosten aufgebaut, wenn mehrere Bauelemente
miteinander verbunden werden, da die Seitenwandabschnitte zweier horizontal benachbarter
Bauelemente und durch den Verbund die Seitenwände von jeweils zwei übereinander angeordneten
Bauelementen insgesamt einen stabilen Tragpfosten ergeben können, ohne daß ein gleichwertiger
Pfosten großer Länge an der Baustelle gehandhabt werden müßte. Die Handhabung wird
weiterhin dadurch vereinfacht, daß regelrechte Griffe an den Seitenwänden vorgesehen
sind, z. B. in Form von eingefrästen Rillen, Querbohrungen oder an den Seitenwänden
vorgesehenen Leisten oder ähnlichen Vorsprüngen. Die jeweils ggeignete und zulässige
Griffgestaltung hängt auch von der gewünschten statischen Belastbarkeit der Seitenwand
ab.
[0008] Die erfindungsgemäßen Bauelemente können auch zur Herstellung von Geschoßdecken oder
Dachflächen Verwendung finden, wobei in der vorliegenden Anmeldung rein beispielhaft
und zur klaren Bezeichnung der Einzelteile der Bauelemente Angaben wie

oben, unten, vorn, hinten" od. dgl. von aufrecht, z. B. vertikal, angeordneten Bauelementen
ausgehen und demzufolge die Bauelemente zur Verwendung für die Herstellung einer Gebäudewand
angegeben werden.
[0009] Mit den erfindungsgemäßen Bauelementen kann auch ohne Einsatz von Kränen oder ähnlichen
mechanischen Hilfsmitteln eine Gebäudewand erstellt werden, die eine hohe mechanische
Stabilität aufweist und deren Hohlraum nicht zur Aussteifung zusätzliches Material
aufnehmen muß, sondern beispielsweise zur besseren Wärmeisolierung mit Dämm-Material
verfüllt werden kann.
[0010] Durch die Verwendung von Holz, sei es in Form von Holzbrettern und Holzbohlen oder
in Form von Platten aus Holzwerkstoffen, ergeben sich nicht nur die baubiologischen
Vorteile einer guten Wasserdampfdurchlässigkeit und einer sehr geringen Temperaturdifferenz
zwischen der Innenraumluft und der inneren Wandoberfläche, sondern die erfindungsgemäßen
Bauelemente können bei Abmessungen mit einer Höhe von beispielsweise 50 cm und einer
Breite von beispielsweise 1 m problemlos von einer einzigen Person gehandhabt werden
und durch dieses große Format einen schnellen Baufortschritt auch für einen Laien
ermöglichen.
[0011] Ein guter Verbund und ein dementsprechend stabiler Pfosten wird durch die Seitenwände
ausgebildet, indem diese beidseitig, also nach oben und nach unten, den Überstand
zur Verbundausbildung aufweisen.
[0012] Eine einfache und für Holz materialgerechte Ausgestaltung der Seitenwände ergibt
sich, wenn diese aus zwei Bohlen gebildet sind, die sich im mittleren Bereich überlappen
und dort den Maximalquerschnitt der Seitenwand darstellen, während die nach weiter
oben und nach unten ragenden Abschnitte die Überstände bilden.
[0013] Zwei benachbarte Seitenwände gleichartiger Bauelemente können durch Verklemmung,
Verschraubung o. dgl. ebenfalls miteinander verbunden werden. Eine von beiden Seitenwänden
gebildete durchgehende Bohrung ermöglicht dazu das Einsetzen von Verbindungselementen
wie z.B. Exzenterspannhebel oder Schrauben. Zudem können sowohl diese Bohrungen als
auch miteinander fluchtende Bohrungen, die die Handgriffe bilden, als Rohrleitungs-
oder Kabelführung genutzt werden.
[0014] Kanäle zur Aufnahme von Leitungen können vorteilhaft bereits werkseitig in den Bauelementen
vorgesehen sein. Dadurch kann die Abdichtung des inneren Hohlraums sichergestellt
werden, so daß ein zur Wärmedämmung vorgesehenes Material feuchtigkeitsgeschützt ist
und - je nach dessen Konsistenz - nicht herausrieseln kann. Zudem läßt es der Werkstoff
Holz problemlos zu, individuell nach Kundenwunsch und architektonischen Vorgaben die
Kanäle werkseitig anzuordnen, so daß für den Selbstbauer Schwierigkeiten und Zeitaufwand
vermieden werden können.
[0015] Die Bauelemente können einen großen architektonischen Freiraum bei der Gebäudeplanung
ermöglichen, indem durch schräg nach vorn verlaufende hintere Kanten der Seitenwände
Kuppeln oder Gewölbe erstellt werden können.
[0016] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand der Zeichnungen im folgenden näher
erläutert. Dabei zeigt
- Fig. 1
- in auseinandergezogener Darstellung vier Bauelemente, die zu einem größeren Gebäudewandabschnitt
zusammengefügt werden können,
- Fig. 2
- eine Ausgestaltung eines Bauelementes zur Erzielung abgewinkelter Gebäudeflächen,
- Fig. 3
- eine Ansicht zweier übereinander angeordneter Bauelemente gemäß Fig. 2,
- Fig. 4
- ein Fassadenelement, welches zusammen mit den Bauelementen der Fig. 1 zur Herstellung
einer Gebäudewand Verwendung finden kann, und
- Fig. 5
- eine Draufsicht auf ein gebogenes Bauelement.
[0017] In Fig. 1 sind mehrere Bauelemente 1 dargestellt, die zur Herstellung einer Gebäudewand
dienen. Die Bauelemente 1 weisen jeweils eine Vorderwand 2, eine Rückwand 3 sowie
zwei Seitenwände 4 auf. Die Vorderwand 2 und die Rückwand 3 jedes Bauelementes 1 ist
jeweils durch eine Mehrzahl von Holzbrettern 5 gebildet, die durch eine Nut- und Federausgestaltung
möglichst dicht miteinander verbunden sind.
[0018] Die Seitenwände 4 sind jeweils durch zwei flache Holzbohlen 6 gebildet, die versetzt
miteinander verbunden sind, so daß sich insgesamt in der Seitenwand 4 ein mittlerer
Bereich 7 ergibt, in welchem die Seitenwand 4 ihren vollen Querschnitt aufweist sowie
zwei Endbereiche 8, in denen die Seitenwand 4 einen reduzierten Querschnitt aufweist
und gegenüber ihrem vollen Querschnitt des mittleren Bereiches 7 eine Ausnehmung 9
aufweist, in welche der Endbereich 8 der Seitenwand 4 des jeweils darüber oder darunter
befindlichen Bauelementes 1 angeordnet werden kann.
[0019] Zwei übereinander angeordnete Bauelemente 1 bewirken daher einen Verbund, der eine
kippsichere Verbindung dieser beiden-Bauelemente schon aufgrund des Formschlusses
der Seitenwände 4 bewirkt.
[0020] Zwei horizontal nebeneinander benachbarte Bauelemente 1 bewirken, daß zwei Seitenwände
4 unmittelbar aneinandergrenzen. Horizontale Bohrungen 10 in den benachbarten Seitenwänden
4 fluchten miteinander. Hier können Verbindungsmittel, beispielsweise Spannstangen,
Klemmen oder Schrauben eingesetzt werden, so daß zwei horizontal benachbarte Seitenwände
4 miteinander verbunden sind und insgesamt vier Holzbohlen 6 von zwei benachbarten
Seitenwänden 4 im gegenseitigen Verbund einen vertikalen Tragpfosten für das Gebäude
ausbilden.
[0021] Vorteilhaft für Selbstbauer ist dabei, daß die Pfosten die gesamte Höhe der zu errichtenden
Gebäudewandung aufweisen, daß jedoch kein entsprechend großer Pfosten als Einzelteil
gehandhabt werden muß. Vielmehr ist jedes einzelne Bauelement 1 problemlos von einer
einzigen Person handhabbar. Zu diesem Zweck weisen die Seitenwände 4 in ihren oberen
Endbereichen 8 eine Öffnung 11 auf, so daß das gesamte Bauelement 1 mit Hilfe dieser
Öffnungen 11 wie an Handgriffen gehandhabt werden kann. In der Praxis kann das Bauelement
1 eine den Baufortschritt bestimmende Höhe der Vorder- und Rückwand 2 bzw. 3 von etwa
50 cm sowie eine Breite von etwa 1 m.
[0022] Ein Kabelkanal zur Aufnahme von elektrischen Stromleitungen, Signalleitungen, Wasser-
bzw. Gasrohren u. dgl. ist mit 12 in Fig. 1 angedeutet. Dieser Kabelkanal 12 ist auf
einfache Weise dadurch erzeugt, daß eines der Holzbretter 5 fehlt, wobei gleichzeitig
je nach benötigter Tiefe des Kabelkanales 12 die Seitenwand 4 in diesem Bereich eine
Ausnehmung aufweist. Der Kabelkanal 12 ist zur Außenseite des Bauelementes 1 hin offen,
zum inneren Hohlraum des Bauelementes 1 hin jedoch abgeschlossen, z. B. mit Hilfe
von dünnen Platten 14 aus einem Holzwerkstoff, z. B. Hartfaserplatten.
[0023] Ein aus mehreren Bauelementen 1 erstellter Wandabschnitt einer Gebäudewandung kann
thermisch isoliert und gedämmt werden, indem die miteinander in Verbindung stehenden
Hohlräume dieses Gebäudewandabschnittes mit entsprechenden Isolierstoffen befüllt
werden. Dieses Dämmmaterial kann aufgrund der zum Hohlraum hin abgeschlossenen Ausgestaltung
des Kabelkanales 12 nicht austreten und wird sicher innerhalb der Gebäudewand gehalten.
Daher ist es problemlos möglich, später in den Kabelkanal zusätzliche Leitungen einzubringen,
da dieser Zugang zum Kabelkanal 12 möglich ist, ohne daß der Austritt schütt- oder
fließfähigem Dämmaterial befürchtet werden muß.
[0024] Abweichend von dem dargestellten Ausführungsbeispiel kann die gewünschte Handhabbarkeit
der Bauelemente 1 ohne die Verwendung von Öffnungen 11 erzielt werden, indem beispielsweise
in die oberen Endbereiche 8 der Seitenwände 4 eine Mulde eingefräst ist, die ebenfalls
die Seitenwände 4 in deren Endbereichen handgriffartig ausgestaltet, oder indem dort
eine Griffleiste befestigt ist, welche den Querschnitt und damit die Belastbarkeit
der Seitenwand nicht beeinträchtigt. Durch die vorgesehenen Griffmöglichkeiten lassen
sich die Bauelemente 1 leicht an Baustelle ergreifen, heben und auf ein bereits vorhandenes
weiteres Bauelement 1 aufsetzen, so daß ein rascher Baufortschritt auch ohne einen
Kran oder ähnliches Hebewerkzeug möglich ist.
[0025] In Fig. 2 ist ein Bauelement 1 dargestellt, bei dem schematisch die Vorderwand 2
und die Rückwand 3 als Platten angedeutet sind und nicht aus einzelnen Holzbrettern
bestehen. Die Rückwand 3 weist eine größere Höhenabmessung auf als die Vorderwand
2 und erstreckt sich sowohl nach unten als auch nach oben über die Maße der Vorderwand
2 hinaus. Die Holzbohlen 6 der Seitenwand 4 weisen an den zur Rückwand 3 gerichteten
Ecken in den Endbereichen 8 eine Abschrägung 15 auf, so daß zwei gleichartige, derart
ausgestaltete Bauelemente 1 - wie aus Fig. 3 ersichtlich ist - winklig übereinandergesetzt
werden können. Auf diese Weise sind beispielsweise kuppelartige Dächer erstellbar
oder der Übergang von der Gebäudewand zum Gebäudedach.
[0026] Von den dargestellten Ausführungsbeispielen der Bauelemente 1 abweichend können Bauelemente
vorgesehen sein, die Ausschnitte aufweisen oder die eine geringere Breite bzw. geringere
Höhe als die dargestellten Bauelemente 1 aufweisen, so daß diese Sonderelemente dort
eingesetzt werden können, wo Fenster- oder Türausschnitte in der Gebäudewand oder
im Gebäudedach vorgesehen sind. Insbesondere bei der Verwendung von Holzwerkstoffen
sind derartige Sonderelemente auf einfache Weise herstellbar.
[0027] Die dargestellten Bauelemente können nicht nur für die Gebäudewand oder für das Dach
des Gebäudes verwendet werden, sondern auch zur Herstellung von Geschoßdecken. Hierbei
bilden die miteinander verbindbaren Seitenwände 4 stabile Horizontalpfosten, wobei
zusätzliche Verstärkungsbalken, die als Stahlträger, Holzbalken od. dgl. ausgestaltet
sein können, in die Hohlräume der horizontal liegend angeordneten Bauelemente eingeschoben
werden können, um je nach örtlichen Erfordernissen die gewünschte Traglast der Geschoßdecke
zu ermöglichen. Ein vergleichsweise größerer Überstand der Seitenwände 4 kann die
Belastbarkeit derartiger Bauelemente und deren stabilen Verbund unterstützen.
[0028] Ein mit den dargestellten Bauelementen 1 hergestelltes Gebäude kann einen Witterungsschutz
in Form einer aus Fig. 4 ersichtlichen Fassadenplatte 16 erhalten: Die Fassadenplatte
16 ist zweischalig aufgebaut und weist eine Außenschale 17 auf, die bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel aus mehreren Nut- und Federbrettern 18 besteht. Diese können aus
Holzwerkstoff oder aus anderen Materialien bestehen und sind witterungsbeständig.
Die Außenschale 17 ist dadurch hinterlüftet, daß sie mittels Horizontalleisten 19
und Vertikalleisten 20 von einer Innenschale 21 beabstandet ist, wobei auch die Innenschale
21 aus einem Holzwerkstoff bestehen kann, beispielsweise aus einer imprägnierten Faserplatte,
die eine Weichfaserplatte sein kann. Diese Faserplatte der Innenschale 21 ist mit
Nut- und Federkanten versehen, so daß sie einen möglichs luftdichten Anschluß an benachbarte
Fassadenplatten 16 ermöglicht.
[0029] Im Gegensatz zu dem dargestellten Ausführungsbeispiel, bei dem die Außenschale 17
die Holzoptik des Gebäudes bestimmt, können andere Außenschalen Verwendung finden,
die beispielsweise das spätere Verputzen des Gebäudes ermöglichen, wobei in Anpassung
an die Kundenwünsche das Gebäude verklinkert oder mit einer optisch anderen Außenschale
versehen werden kann.
[0030] In Fig. 5 ist ein Bauelement 1 dargestellt, bei dem die Vorder- und Rückwände 2 und
3 nicht geradlinig, sondern gebogen verlaufen. Diese gebogenen Wände können dabei
entweder aus biegsamen Platten, beispielseiwe Sperrholz- oder Holzfaserplatten gebildet
sein oder aus einzelnen Leisten, wie dies rein beispielhaft anhand der Rückwand 3
dargestellt ist.
[0031] Die Seitenwände 4 bestehen in bekannter Weise jeweils aus zwei Holzbohlen 6. Die
Formbeständigkeit des gebogenen Bauelementes 1 wird durch ein Konturstück 22 gewährleistet,
welches einteilig aus einer Holzplatte oder einem ähnlichen Holzwerkstoff ausgesägt
ist und zwei Ausnehmungen 23 aufweist, so daß der innere Hohlraum des Bauelementes
1 in an sich bekannter Weise verfüllt werden kann, beispielsweise mit einem Wärmedämmstoff.
[0032] Mit Hilfe der dargestellten oder ähnlich ausgestalteter gebogener Bauelemente 1 können
sowohl die Haus"ecken" abgerundet werden, als auch Erker oder Türme erstellt werden,
wobei zu deren Herstellung mehrere derartig gebogene Bauelemente 1 verwendet werden
können, wobei vorteilhaft eine Vielzahl gleichartiger und damit dementsprechend preisgünstig
herstellbarer Bauelemente verwendet werden kann.
[0033] In Abwandlung der dargestellten Ausführungsbeispiele kann es vorgesehen sein, bei
besonders lang ausgebildeten Bauelementen eine Versteifung in Form eines mittleren
Steges vorzusehen, der ähnlich wie bei dem Konturstück 22 lediglich einen Bruchteil
der Höhe eines Bauelementes ausmacht oder der sich auch ähnlich wie ein in das Bauelement
eingesetztes vertikales Brett über die gesamte Höhe des Bauelementes erstrecken kann.
1. Kastenartiges Bauelement (1) zur Erstellung von Gebäudewänden,
mit einem mittleren Hohlraum,
der durch eine Vorder- (2) und eine Rückwand (3) sowie durch zwei Seitenwände (4)
begrenzt ist,
wobei die Seitenwände (4) über und/oder unter die Vorder(2) bzw. Rückwand (3) ragende
Überstände mit einem dort reduzierten Seitenwandquerschnitt aufweisen,
wobei sie an ihrem jeweils anderen Ende einen komplementär reduzierten Querschnittsbereich
aufweisen, der eine Ausnehmung (9) zur Aufnahme des Überstandes eines gleichartigen
Bauelementes (1) bei zwei übereinander angeordneten Bauelementen (1) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Bauelement (1) aus Holz oder Holzwerkstoffen besteht und daß in den Seitenwänden
(4) oben jeweils ein Handgriff vorgesehen ist.
2. Bauelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Handgriffe jeweils durch eine die Seitenwand (4) durchsetzende Öffnung (11)
gebildet sind.
3. Bauelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwand (4) aus zwei höhenversetzt miteinander verbundenen Bohlen (6)
gebildet ist.
4. Bauelement nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß in den Seitenwänden (4) auch unten eine als Öffnung (11) ausgebildete Griffmöglichkeit
vorgesehen ist, wobei die beiden Öffnungen (11) zweier übeinander angeordneter Bauelemente
(1) miteinander fluchten.
5. Bauelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch Bohrungen (10) in den beiden Seitenwänden (4), die bei zwei nebeneinander angeordneten
gleichartigen Bauelementen (1) mit der Bohrung (10) der jeweils benachbarten Seitenwand
(4) fluchten.
6. Bauelement nach Anspruch 5, dadurch qekennzeichnet, daß die Bohrungen (10) auf gleicher Höhe und horizontal verlaufend angeordnet sind.
7. Bauelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Wände des Bauelementes (1) aus Holz bestehen.
8. Bauelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, qekennzeichnet durch eine in der Vorder- (2) oder in der Rückwand (3) über deren gesamte Länge oder Höhe
verlaufende Ausnehmung, die nach außen offen und gegenüber dem Hohlraum des Bauelementes
(1) abgeschlossen ist.
9. Bauelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, qekennzeichnet durch von der Rückwand (3) aus zu den Enden der Seitenwände (4) schräg nach vorn verlaufende
hintere Kanten der Seitenwände (4).