[0001] Die Erfindung betrifft einen Schließzylinder gemäß Gattungsbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Ein derartiger Schließzylinder ist aus der Offenlegungsschrift 41 26 160 bekannt.
Der bekannte Schließzylinder weist mit der Profilierung des Schlüssels zusammenwirkende,
aus Kernstift und Gehäusestift bestehende Stiftzuhaltungen auf. Die zum Gehäuse hin
abgefederten Zuhaltungsstifte werden durch die Kerben im Schlüssel eingeordnet, so
daß bei dem richtigen Schlüssel die Trennfugen zwischen Kernstift und Gehäusestift
mit der Kernfuge des Zylinderkerns fluchten. Zusätzlich zu dieser rein mechanischen
Codierung des Schlüssels ist eine elektronische Codierung vorgesehen. Hierzu wirken
elektronisch aktivierbare Elemente des Schlüssels zusammen mit einer Sende/Empfangsvorrichtung,
welche bei richtiger elektronischer Schlüsselcodierung einen zusätzlichen Sperrstift,
welcher in den Zylinderkern ragt, freigibt.
[0003] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
einen gattungsgemäßen Schließzylinder herstellungstechnisch zu verbessern.
[0004] Gelöst wird die Aufgabe durch die im Anspruch 1 angegebene Erfindung.
[0005] Unteransprüche stellen vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung dar.
[0006] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß der Elektromagnet, ein dem Elektromagnet zugeordneter
Tauchanker und die Zuleitung in einer Baugruppe integriert sind. Diese Baugruppe soll
erfindungemäß in einer Aussparung des Flanschbereiches eines Profilschließzylinders
einsteckbar sein. Bevorzugt soll die Baugruppe in radialer Richtung einsteckbar sind,
so daß ein Herausreißen dieser Baugruppe in axialer Richtung durch entsprechend hintergriffene
Vorsprünge gehindert ist. Die Baugruppe kann mittels Schrauben und/oder Befestigungsstiften
am Zylindergehäuse befestigt sein. Die Außenwandung der Baugruppe soll die Aussparung
zur Profilform des Schließzylinders ergänzen. Insbesondere soll die Längsschmalkante
des Flanschabschnittes beispielsweise von der Baugruppe ausgebildet werden. Die Baugruppe
soll ebenfalls einen Sensor tragen, welcher mit einem magnetischen Gehäusestift zusammenwirkt.
Der Sensor kann dabei als magnetisch aktivierbarer Schalter ausgebildet sein und beim
Einstecken der Baugruppe in den Profilschließzylinder in eine Öffnung gesteckt werden.
Die Öffnung kann als Bohrung ausgestaltet sein, welche parallel zur Gehäusestiftbohrung
verläuft. Bevorzugt wird die Baugruppe von einem Träger gebildet, auf welchem eine
Antenne und der Elektromagnet nebst Tauchanker angeordnet sind. Der Tauchanker kann
einen Führungsschlitz aufweisen, in welchen ein Vorsprung eines in die Längsseitenöffnung
des Trägers einsteckbarer Zapfen ragt. Hierdurch ist der Tauchanker undrehbar gelagert.
Durch entsprechende Abstufungen kann dadurch der Hub des Sperrstiftes maximiert werden.
In einer besonderen Weiterbildung der Erfindung, die auch eigenständigen Charakter
aufweist, ist die Längsschmalseite des Profilzylinders insbesondere der Träger mit
einem radial ausragenden Vorsprung versehen. Dieser Vorsprung dient als sogenannter
Ziehschutz und wirkt mit einem Türschild zusammen, das eine profilangepaßte Öffnung
aufweist, und mit der Öffnung über den Schließzylinder geschoben wird. Die Öffnung,
welche von dem Stopfen verschlossen wird, liegt bevorzugt fluchtend zur Gehäusebohrung
für den magnetisch verlagerbaren Stift. Zufolge der Integration des Sperrstiftes in
die Stiftzuhaltung kann die gesamte Länge des Einschubbereiches des Schlüssels zur
mechanischen Codierung benutzt werde. Bevorzugt ist der Sperrstift in einer Höhlung
des Gehäusestiftes der Stiftzuhaltung angeordnet. Es ist dabei von Vorteil, wenn der
Sperrstift in dem der Schlüsseleinstecköffnung am weitest entfernt liegenden Zuhaltung
angeordnet ist. Die Manipulationsmöglichkeit ist somit minimiert. Dabei ist es von
Vorteil, wenn der koaxial im Gehäusestift geführte Sperrstift einendig in der Sperrstellung
in eine axiale Sackbohrung des Kernstiftes ragt. Der zusätzliche Sperrstift kann abgefedert
sein. Die Feder des Sperrstiftes kann gleichzeitig die Abfederung des Gehäusestiftes
der zugeordneten Stiftzuhaltung sein. Der Sperrstift weist bevorzugt einen verbreiterten
Fuß auf, auf welchem sich die besagte Feder abstützt. Der Fuß des Sperrstiftes wirkt
bevorzugt mit einem parallel zur Achsrichtung des Zylinderkerns lagerbaren Anker eines
Elektromagneten zusammen. Der Anker kann dabei durch Strombeaufschlagung des Elektromagneten
oder eines gleichwirkenden Betätigungsorgans in Achsrichtung verlagert werden. Der
Anker ist bevorzugt zylindersymmetrisch und weist einen durchmessergroßen und einen
durchmessergeringen Bereich auf. Der Anker kann im Querschnitt auch ein von der zylindrischen
abweichende Form aufweisen. Hierdurch ist eine Hubvergrößerung des Sperrstiftes möglich.
Die beiden durchmesserunterschiedlichen Bereiche können durch einen kegelstumpfförmigen
Bereich voneinander getrennt sein. Durch Axialverlagerung des Ankers kann dann der
Sperrstift in Querrichtung zur Zylinderachse verlagert werden, damit sein Stirnende
in den Zylinderkern hineinverlagert wird, zur Erzielung der Sperrwirkung, oder aus
dem Zylinderkern herausverlagert wird, zur Erzielung der Freigabestellung. Der Elektromagnet
ist bevorzugt in einer Hülse angeordnet, welche im Flanschbereich des Profilzylinders
angeordnet ist. Dabei bildet die Hülse gleichzeitig den Boden der Gehäusebohrungen
aus, in welchen die Stiftzuhaltungen einliegen. Dieser neuartige Verschluß der Stiftbohrung
hat eigenständige Bedeutung. Anstelle der axial einsteckbaren Hülse ist auch ein Bolzen
oder dergleichen aus Vollmaterial denkbar. Der Gehäuseabschnitt, mit welchem die Bohrungen
verschlossen sind, bildet dann gleichzeitig eine Abstützfläche für die Stiftfedern
aus. Flanschstirnseitig ist bevorzugt eine Antenne eines Senders vorgesehen, welcher
mit einem in der Reide des Schlüssels angeordneten Transponders zusammenwirkt. Im
Bereich des Senders kann ebenfalls eine Vorrichtung, beispielsweise ein Kontakt oder
dergleichen vorgesehen sein, der durch beispielsweise codierte Betätigung eine Notöffnung
des Schlosses erlaubt. Die Notöffnung kann auch mechanisch erfolgen. Der Sender, welcher
mit dem in der Reide des Schlüssels angeordneten Transponder zusammenwirken soll,
wird bevorzugt durch Verlagerung des vom Schlüssel bei der Einsteckbewegung zuerst
verlagerten Zuhaltungsstift eingeschaltet. Der der Stirnfläche des Schließzylinders
nächstgelegene Gehäusestift übernimmt die Aktivierung durch einen Schaltvorgang. Er
kann hierzu einen Magneten aufweisen, welcher mit einem Magnetschalter zusammenwirkt,
welcher in der Hülse angeordnet ist. Beim Einschieben des Schlüssels wird diese Stiftzuhaltung
zuerst nach unten verlagert. Die Annäherung des Magneten an den Magnetschalter bewirkt
dann, daß der Sender sich in Betrieb setzt und Signale an den Transponder übertragt.
Die Signale können dabei auf eine Trägerfrequenz aufmoduliert sein. Die Trägerfrequenz
kann dabei auch gleichzeitig die Energieversorgung für den Transponder darstellen.
Das vom Transponder empfangene Signal, welches auch lediglich aus einem elektromagnetischen
Träger zur Energieübertragung bestehen kann, bewirkt im Transponder die Aussendung
eines Antwortsignales an den Schließzylinder. Dieses Signal trägt dann die Codierung.
Die im Flanschbereich des Schließzylinders angeordnete Antenne empfängt das vom Tranponder
auzgesandte Signal und leitet es an eine elektronische Schaltung weiter, welche bevorzugt
außerhalb des Profilzylinders angeordnet ist. Dort wird das vom Transponder empfangene
Signal auf die richtige Codierung überprüft. Bei richtiger Codierung wird der Elektromagnet
aktiviert, so daß der Sperrstift freigegeben wird. Letzterer kann sich in die Öffnungsstellung
verlagern. Bei Herausziehen des Schlüssels wird der Sperrstift wieder in die Verriegelungsstellung
verlagert. Die Stromversorgung für die elektronische Zusatzsicherung kann durch Batterien
oder Akkumulatoren gebildet sein. Die Batterien und die Akkumulatoren können ebenso
wie die elektronische Steuerungsschaltung in eine stulpseitige Tasche der Tür eingesteckt
werden. Steuerungselektronik und Batteriehalter liegen dann hinter der Stulpe. Um
einen Zugriff zur Steuerungselektronik oder zum Batteriefach zu erhalten, kann die
Stulpe mit einer Klappe versehen sein. Diese Lösung ist insbesondere deshalb von Vorteil,
da auf die Steuerungselektronik nur bei geöffneter Tür zugegriffen werden kann. Bei
geschlossener Tür sind auch stulpseitig angeordnete Verstellorgane, wie Schalter,
zum Einstellen der Schließkombination nicht zugänglich. Die außerhalb des Schließzylinders
angeordnete Steuerungselektronik ist mit dem Profilschließzylinder über ein Kabel
verbunden. Es kann in einem einen Stahl-Schutzrohr geführt sein. Das Kabel tritt bevorzugt
aus einem Bereich, weleher zwischen den beiden Kernen eines Doppelschließzylinders
gelegen ist, aus dem Zylinder heraus. Damit das Kabel beim Einschieben des Profilschließzylinders
in ein Einsteckschloß nicht abgeschert wird, weist die Unterseite des Schließzylinders
eine Nut auf, in welche das Kabel eingelegt werden kann, wenn der Schließzylinder
in das Einsteckschloß eingeschoben wird. Das Kabel läuft dann über die äußere Schloßdecke
zu dem stulpseitigen Fach. Der Zugriff auf die elektronische schaltung kann vorzugsweise
nur bei einem in den Schließzylinder eingesteckten Programmmier-Schlüssel möglich
sein. Ohne eine derartige Aktivierung ist keine Berechtigung gegeben, die Codierung
oder dergleichen in der Schaltung zu ändern.
[0007] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand beigefügter Zeichnungen
erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- ein erfindungsgemäßes Schloß, teilweise aufgebrochen, im Querschnitt,
- Fig. 2
- eine schnittgemäße Linie II-II in Fig. 1,
- Fig. 3
- einen zum Schloß gemäß Fig. 1 passenden Schlüssel,
- Fig. 4
- eine Darstellung gemäß Fig. 1 bei teilweise eingeschobenem Schlüssel,
- Fig. 5
- einen Schnitt gemäß der Linie V-V in Fig. 4,
- Fig. 6
- einen Profilzylinder bei vollständig eingeschobenem Schlüssel und richtiger elektronisch
lesbarer Codierung,
- Fig. 7
- einen Schnitt gemäß der Linie VII-VII,
- Fig. 8
- einen Schnitt gemäß der Linie VIII-VIII,
- Fig. 9
- eine Darstellung gemäß Fig. 6 bei vollständig eingeschobenem Schlüssel aber falscher
elektronisch lesbarer Codierung,
- Fig. 10
- ein Einsteckschloß mit eingesetztem Profilzylinder in Ansicht,
- Fig. 11
- ein stulpseitiges Einsteckfach zur Aufnahme der elektronischen Schaltung und der Batterien,
- Fig. 12
- eine Seitenansicht von Profilzylinder und Einsteckfach,
- Fig. 13
- ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung, teils geschnitten,
- Fig. 14
- einen Schnitt gemäß der Linie XIV-XIV in Fig. 13,
- Fig. 15
- einen Schnitt gemäß der Linie XV-XV in Fig. 14,
- Fig. 16
- eine Darstellung gemäß Fig. 13 bei eingestecktem passenden Schlüssel,
- Fig. 17
- einen Schnitt gemäß der Linie XVII-XVII in Fig. 16, und
- Fig. 18
- eine Darstellung gemäß Fig. 16 bei nicht eingeschobenem Bausatz.
[0008] Der erfindungsgemäße Profilzylinder weist ein Gehäuse 1 auf, in welchem ein Schließglied
2 angeordnet ist. Beim Ausführungsbeispiel handelt es sich um einen Doppelschließzylinder
mit zwei gegenüberliegenden Zylinderkernen 20. Einer der Kerne 20 ist mit einem elektromagnetisch
betätigbaren Sperrstift 14 ausgestattet. Im Zylinderkern 20 liegen in Querbohrungen
Kernstifte 9, welche von Profilierungen 6 eines Schlüssels 4 eingeordnet werden. Die
Profilierungen 6 bestehen aus Kerben des Schließbartes 5.
[0009] Die im Gehäuse angeordneten, zu den Kernstiften 9 fluchtenden Gehäusestifte 10 liegen
in Bohrungen 25 ein. Die Bohrungen werden verschlossen durch die Anßenwand einer Hülse
24, welche parallel zur Achse des Kerns 20 in eine entsprechende Öffnung des Profilabschnittes
des Profilzylinders eingesteckt ist. Die Federn 26 stützen sich demzufolge auf der
Hülsenwandung ab.
[0010] Im Ausführungsbeispiel sind insgesamt sechs Stiftzuhaltungen vorgesehen, welche in
einer Reihe liegen. Die in Einsteckrichtung gesehen erste Stiftzuhaltung 9, 10 betätigt
einen Einschalter für einen Sender. Hierzu weist der Gehäusestift 10 an seiner dem
Boden der Bohrung 25 zugewandten Stirnseite einen Magneten 27 auf, welcher mit einem
in der Hülse angeordneten Magnetschalter (nicht dargestellt) zusammenwirkt. Die Hülse
weist hierzu eine Öffnung 23 auf, durch welche die magnetische Erregung des Magnetschalter
erreichen kann.
[0011] Die in Einsteckrichtung des Schlüssels 1 letzte Stiftzuhaltung 11, 12 ist mit einem
zusätzlichen Sperrstift 14 versehen. Der Kernstift weist dazu eine Sackbohrung auf,
welche mit einer durchgehenden Bohrung des Gehäusestiftes 12 fluchtet.
[0012] In der koaxial zum Gehäusestift 12 eingebrachten Bohrung steckt der Zusatzstift 14.
Der Zusatzstift 14 weist einen durchmesservergrößerten Fuß 15 auf. Der Durchmesser
des Fußes 15 entspricht dem Durchmesser des Gehäusestiftes 10. Der Durchmesser des
Zusatzstiftes 14 ist geringer als der Durchmesser der Stiftbohrung. Der Gehäusefuß
15 ist mittels einer den Stift 14 umgebenden Feder 13 gegenüber dem Gehäusestift 10
abgefedert, so daß die Stiftzuhaltung 10, 11 in Kernrichtung gedrückt wird. Der nach
unten abgerundete Fuß 15 des Stiftes 14 ruht auf einem Anker 17 eines Elektromagneten
18. Der Anker 17 weist einen durchmessergroßen Bereich 17' und einen durchmesserkleinen
Bereich 17'' auf. Die Bereiche 17', 17'' sind durch eine kegelstumpfförmige Auflaufschräge
voneinander getrennt. Der Anker 17 ist durch Betätigung des Elektromagneten 18 in
Achsrichtung verlagerbar.
[0013] Der Elektromagnet 18 ist in besagter Hülse 24 angeordnet. Am Ende der Hülse, zur
Stirnseite des Profils des Profilschließzylinders ragend, ist eine Antenne 19 angeordnet,
welche mit einem in der Reide 7 des Schlüssels 8 angeordneten Transponders zusammenwirkt.
Zusätzlich ist eine Notöffnung 22 vorgesehen, welche manuell oder gesondert elektrisch
betreibbar ist, um den Elektromagneten bzw. den Anker zu betätigen, wenn eine Störung
der elektrischen Steuerung vorliegt oder die Batterien leer sind.
[0014] Eine etwa mittig aus dem Profilbereich des Zylinders herausragendes Anschlußkabel
29 verbindet die Antenne 19 und den Elektromagneten 18 mit einer Steuerungselektronik
39 und einem Sendeteil 38. Hierzu weist das Kabel 29 am Ende einen Stecker 20 auf.
Das Sendeteil 38, die Steuerungselektronik 39 und ein Betteriefach 40 sind einem gesonderten
Gehäuse 33 zugeordnet, welches unterhalb oder oberhalb des Einsteckschlosses 37 hinter
der Stulpe in einem Einschubfach der Tür angeordnet ist. Die Stulpe 31 kann mit einer
Klappe 32 verdeckt werden. Durch Öffnen der Klappe 32 kann das Batteriefach 40 herausgenommen
werden.
[0015] Damit das Kabel beim Einstecken des Profilschließzylinders in ein Einsteckschloß
37 nicht abschert, ist im äußeren Mantelbereich des Schließzylindergehäuses 1 eine
Nut 30 vorgesehen, in welche das Kabel 29 bereichsweise eingelegt werden kann.
[0016] Es ergibt sich folgende Funktionsweise:
Bei dem in Fig. 1 dargestellten Zustand sind die Zuhaltungsstifte 9, 10, 11, 12 nicht
eingeordnet. Der Schließzylinderkern ist nicht drehbar. Beim Einstecken des Schlüssels
4 mit seinem Schließbart 5 in die Einstecköffnung 3 des Schließzylinders wird zunächst
die erste Stiftzuhaltung 9, 10 nach unten verlagert. Einhergehend mit dieser Abwärtsverlagerung
wird der Magnet 27 der Hülse 24 bzw. dem Boden der Bohrung angenähert. Ein dort angeordneter
Magnetschalter signalisiert der Steuerungselektronik 39, daß ein Schlüssel eingesteckt
werden soll. Die Steuerungselektronik 39 veranlaßt den Sender 38 über die Antenne
19 ein elektromagnetisches Signal auszustrahlen. Dieses elektromagnetische Signal
wird vom Transponder 8 des Schlüssels 4 aufgenommen. Der Transponder 8 nimmt durch
dem Emfang der elektromagnetischen Welle Energie auf. Die Energie wird dazu benötigt,
daß der Transponder 8 ein elektromagnetisch codiertes Signal an die Antenne zurücksendet.
Dieses von der Antenne 19 aufgefangene Signal wird in der Steuerungselektronik 39
ausgewertet. Handelt es sich bei diesem Signal um einen richtigen Code, so wird der
Elektromagnet 18 betätigt. Der Anker 17 wird zurückgezogen.
[0017] In der in Fig. 4 dargestellten Stellung ist der Anker 17 noch in der vorgeschobenen
Stellung. Der Fuß 15 des Sperrstiftes 14 ruht auf dem durchmessergroßen Abschnitt
17' des Ankers 17, so daß die Stirnfläche 16' des Sperrende 16 des Sperrstiftes 14
oberhalb der Trennfuge 21 des Zylinderkerns 20 liegt.
[0018] Bei der in Fig. 6 dargestellten vollständigen Einschubstellung des Schlüssels fluchten
die Trennfugen zwischen den Gehäusestiften 10, 12 und Kernstiften 9, 11 mit der Trennfuge
21. In dieser Stellung ist, wie erwähnt, der Anker 17 zurückgezogen, so daß der Fuß
15 des Sperrstiftes 14 auf dem durchmessergeringen Bereich 17'' des Ankers 17 ruht.
Der Sperrstift 14 hat sich somit abwärts verlagert, so daß die Stirnkante 16' des
Sperrendes 16 unterhalb der Trennfuge 21 liegt. In dieser Stellung läßt sich der Schlüssel
drehen und der Profilzylinder betätigen.
[0019] Bei der in Fig. 9 dargestellten Schließstellung handelt es sich um einen Schlüssel
mit korrekter mechanischer Codierung, aber mit falscher elektronischer Codierung.
Das vom Transponder 8 ausgesandte Signal ist nicht das richtige. In diesem Falle unterbleibt
eine Rückverlagerung des Ankers 17, so daß der Fuß 15 des Sperrstiftes 14 auf dem
durchmessergrößeren Bereich 17' des Ankers 17 ruht. Das Sperrende 16 ragt mit der
Stirnkante 16' über die Trennfuge 21 in den Bereich des Kernes 20 hinein. Der Sperrstift
verhindert in dieser Stellung eine Drehung des Schließzylinders. Der Schließzylinder
läßt sich trotz richtiger mechanischer Codierung nicht drehen.
[0020] Das im Bereich der Stulpe in eine parallel zur Einsteckschloßöffnung in eine gesonderte
Öffnung der Schmalseite der Tür einsteckbare Fach 33 ist mit einer Abdeckung 32 versehen.
Die Abdeckung 32 läuft parallel zur Stulpe 31 und ist an der Stulpe anschaniert. In
Fig. 11 sind Einstecköffnungen 36 für Batterien vorgesehen. Es ist zudem eine Anzeigevorrichtung
34 vorgesehen, mit welcher die Codierung oder andere Schloßparameter darstellbar sind.
Mittels Einstellknöpfen 35 lassen sich die elektronischen Schließparameter einstellen.
Mit den Knöpfen 35 läßt sich insbesondere auch die Codierung des Schlosses ändern.
Die der Stulpe zugeordnete Anzeige 34 zeigt den aktuellen oder geänderten Schließcode
an.
[0021] Die in den Fig. 13 bis 18 dargestellte Ausgestaltung eines Profilschließzylinders
funktioniert im wesentlichen genauso wie das vorbezeichnete Ausführungsbeispiel. Deshalb
sind die hier ähnlich oder gleich funktionierenden Teile mit gleichen Bezugsziffern
versehen.
[0022] Bei diesem Ausführungsbeispiel ist ein Träger 50 vorgesehen, auf welchem die Magnetspule
18, die Antenne 19, der Tauchanker 17 und die Zuleitung 47 angeordnet sind. Das Ganze
bildet eine Baugruppe 41.
[0023] Die Antenne 19 ist in einer Kunststoffkappe 56 angeordnet und liegt auf der Stirnseite
des Profilschließzylinders, bzw. des Trägers 50. Die Baugruppe 41 ist in eine radiale
Aussparung 55 des Profilschließzylindergehäuses 1 einschiebbar. Dabei bildet der Träger,
bzw. der Elektromagnet 18 den Boden der Gehäusebohrungen, in welchen die Gehäusestifte
10 beweglich sind und an welchem sich die Federn abstützen. In der Fuge zwischen Aussparung
55 und angrenzender Wand der Baugruppe 41 ist die Zuleitung 47 geführt. Die Zuleitung
ist als flexible Streifenleitung ausgebildet und reicht bis zur Antenne 19. Der Träger
50, welcher aus Metall gestaltet ist, bildet Stiftfortsätze 49 aus, welche in entsprechende
Bohrungen des Gehäuses in radialer Richtung einsteckbar sind. Das Gehäuse 1 bildet
eine parallel zu den Gehäusestiftbohrungen laufende Bohrung aus, in welcher ein Innengewinde
eingeschnitten ist, in welcher eine Befestigungsschraube für die Baugruppe 41 einschraubbar
ist. In paralleler Erstreckung, seitlich versetzt zum ersten Gehäusestift weist das
Schließzylindergehäuse 1 eine Bohrung 57 auf, in welche ein Sensor 51 ragt. Der Sensor
51 ist über Kontakte 53 mit einer Fahne der Zuleitung verbunden. Der Sensor liegt
unterhalb des Gehäusestiftes, so daß bei nicht eingeschobenem Schlüssel der Gehäusestift
außerhalb des Sensorbereiches liegt. Bei dem Sensor 51 handelt es sich um einen magnetisch
aktivierbaren Sensor, der mit dem magnetischen ersten Gehäusestift 52 zusammenwirkt,
sobald ein Schlüssel eingeschoben wird und der Stift 52 nach unten in den Sensorbereich
verlagert wird.
[0024] Der aus dem Elektromagneten 18 axial austretende Tauchanker 17 weist an seiner unteren
Seite eine Längsnut 44 auf. In diese Längsnut greift ein Vorsprung eines Stopfens
45. Hierdurch ist der Tauchanker 17 undrehbar gelagert. Die Abflachung 42 des Tauchankers
17 kann deshalb eine genügend grob Beabstandung haben zur Abflachung 43, welche über
eine schräge Stufe in die Abflachung 42 übergeht. Durch axiale Verlagerung des Tauchankers
17 wird der Sperrstift 14 in die Sperrstellung verlagert, in dieser Stellung wird
der Sperrstift 14 von der Abflachung 43 beaufschlagt.
[0025] Der Stopfen 45 ist in eine Öffnung des Träger 50 eingesteckt und beläßt zwischen
sich und einem benachbart angeordneten Vorsprung 46 einen Spalt 48, durch welchen
die Zuleitung heraustritt. Der Vorsprung 46 liegt im zusammengebauten Zustand an der
Längsschmälseite des Profilschließzylinders und bildet so einen Ziehschutz. Der Vorsprung
46 stützt sich zur Entfaltung seiner Schutzwirkung gegen ein von außen angeschraubtes
Beschlagschild. Die Baugruppe 41 ergänzt die Aussparung 55 zur Profilzylinderform,
insbesondere wird die Längsschmalseite des Flanschabschnittes vom Träger 50 ausgebildet.
Dadurch, daß der Träger 50 in radialer Richtung in den Flanschbereich des Schließzylinders
einsteckbar ist, ist eine Entfernung vom Schließzylindergehäuse 1 nur bei ausgebautem
Schließzylinder möglich. Die Zusammenfassung sämtlicher die elektromagnetische Zusatzzuhaltung
betreffenden Bauteile in einer Baugruppe vereinfacht die Montage. Vorteilhaft ist
insbesondere, wenn der Stopfen 45 eine Öffnung verschließt, welche fluchtend zu dem
elektromagnetisch betätigbarem Sperrstift 14 angeordnet ist.
[0026] Die in der vorstehenden Beschreibung, der Zeichnung und den Ansprüchen offenbarten
Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für
die Verwirklichung der Erfindung von Bedeutung sein. Alle offenbarten Merkmale sind
erfindungswesentlich. In die Offenbarung der Anmeldung wird hiermit auch der Offenbarungsinhalt
der zugehörigen/beigefügten Prioritätsunterlagen (Abschrift der Voranmeldung) vollinhaltlich
mit einbezogen.
1. Schließzylinder mit einem von mindestens einer schlüsselprofilgesteuerten Stiftzuhaltung
(10, 11), welche einen Kernstift (11) und einen im Gehäuse abgefederten Gehäusestift
(12) aufweist und einen elektromagnetisch betätigbaren Sperrstift (14), drehgesperrten
Zylinderkern, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektromagnet (18), ein dem Elektromagneten
zugeordneter Tauchanker (17) und eine Zuleitung (47) einer quer zur Schlüsseleinsteckrichtung
in einer Aussparung (55) des Flanschbereiches des Profilschließzylinders einsteckbaren
Baugruppe (41) zugeordnet sind.
2. Schließzylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Baugruppe einen mit
dem Flanschabschnitt durch Radialstifte (49) verbindbaren Träger (50) umfaßt, dessen
Auswandung die Aussparung (55) zur Profilform ergänzt.
3. Schließzylinder nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger eine Sende-/Empfangsantenne
(19) aufweist.
4. Schließzylinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen
in einer parallelen Bohrung (57) zu den Gehäusestiftbohrungen angeordneten Sensor
(51), welcher mit einem magnetischen Gehäusestift (52) zusammenwirkt.
5. Schließzylinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der eine Stufe ausbildende Tauchanker (17) einen Führungsschlitz (44) aufweist, in
welchen ein Vorsprung eines in eine Längsschmalseitenöffnung des Trägers (50) einsteckbarer
Stopfen (45) ragt.
6. Schließzylinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die als flexibler Streifenleiter ausgebildete Zuleitung (47) in dem von der Stirnseite
des Profilschließzylinders abgewandten Bereich des Trägers (50) durch einen Spalt
(48) austritt.
7. Schließzylinder nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Spalt benachbart
liegt zu einem an der Längsschmalseite des Trägers angebrachten Vorsprung (46) und
von diesem türschildseitig abgedeckt wird.
8. Schließzylinder nach einem der Ansprüche 5 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der
Stopfen eine fluchtend zu der den elektromagnetisch verlagerbaren Stift (14) aufnehmenden
Gehäusebohrung angeordnete Öffnung, welche insbesondere dem Träger (50) zugeordnet
ist, verschließt.