[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Schloß-Beschlag-System mit einem Einsteckschloß,
das eine Falle, einen Riegel, einen ersten, einem Stulp benachbarten Profilzylinder
sowie einen zweiten Profilzylinder aufweist, der auf der dem Stulp entgegengesetzten
Seite des ersten Profilzylinders angeordnet ist.
[0002] Wie allgemein bekannt, dienen Schloß-Beschlag-Systeme dazu, lediglich berechtigten
Personen Zutritt zu den mit diesen Schloß-Beschlag-Systemen verschlossenen Räumen
zu verschaffen. Daher werden nur berechtigte Personen mit den entsprechenden, Zutritt
verschaffenden Schlüsseln versehen.
[0003] In den meisten Fällen weisen die Schloß-Beschlag-Systeme lediglich einen Profilzylinder
auf, der dann von den berechtigten Personen mit den entsprechenden Schlüsseln betätigt
werden kann. Ein Beispiel von vielen sind dabei öffentliche Behindertentoiletten.
[0004] Es gibt aber auch Fälle, in denen Schloß-Beschlag-Systeme benötigt werden, die in
zwei voneinander getrennte Schließanlagen einbezogen werden müssen. Ein Beispiel dafür
sind z.B. spezielle Türen, die von Mitarbeitern der Stadtwerke und der Energieversorgung
getrennt voneinander betätigt werden müssen. Ein weiteres Beispiel dafür besteht aus
Räumen, die sowohl von berechtigten Personen als auch, insbesondere in Notfällen,
von Angehörigen der Rettungsdienste unabhängig von dem Schließzustand der Schloß-Beschlag-Systeme
betätigt werden müssen. Denkbare Anwendungen sind dabei die Schloß-Beschlag-Systeme
für Türen, sanitäre Anlagen in Krankenhäusern, von Hoteltüren, evtl. Dunkelkammern
von Umkehranstalten, von Sicherheitstrakten oder auch von öffentlichen Behinderten-Toiletten.
[0005] Diese Probleme konnten von Spezial-Einsteckschlössern gelöst werden, die für die
Betätigung des Riegels zwei nebeneinander angeordente Profilzylinder aufweisen. Damit
können jeweils unabhängig voneinander die mit diesem Spezial-Einsteckschloß versehenen
Türen von zwei unterschiedlichen Berechtigungspersonenkreisen betätigt werden. Ein
derartiges Spezial-Einsteckschloß bildet auch das Schloß-Beschlag-System der eingangs
genannten Art.
[0006] Diese Schloß-Beschlag-Systeme haben allerdings den Nachteil, daß sie jederzeit von
den beiden unterschiedlichen Berechtigungspersonenkreisen betätigt werden können.
Dies ist insbesondere dann von Nachteil, wenn kein Notfall vorliegt und die mit dem
oben genannten Schloß-Beschlag-System verschlossene Tür zwar von einem berechtigten
Personenkreis geöffnet wird, der damit verschlossener Raum, allerdings auch schon
von einer berechtigten Person besetzt ist. So kann z.B. der sanitäre Raum eines Krankenhauses
bereits von einem Patienten besetzt sein, der dann von einer anderen berechtigten
Person gestört wird. Auch ist es dabei denkbar, daß in einem verschlossenen Hotelzimmer
unliebsame Begegnungen auftreten, oder in einer verschlossenen Dunkelkammer der zu
entwickelnde Film zerstört wird. Des weiteren kann eine unvermutete Öffnung eines
Hochsicherheitstraktes zu ungewollten Verwicklungen führen. Außerdem ist es möglich,
daß eine bereits besetzte öffentliche Behndertetoilette von einer anderen berechtigten
Person geöffnet wird, obwohl diese öffentliche Behindertentoilette bereits besetzt
ist.
[0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Schloß-Beschlag-System der eingangs
genannten Art anzugeben, das es ermöglicht, daR von einer Seite, beispielsweise vom
Inneren eines mit einer mit dem Schloß-Beschlag-System ausgestatteten Tür eines Raumes
aus, derart verriegelt werden kann und gleichzeitig eine normalerweise berechtigte
Person keinen Zutritt mehr zu diesem Raum hat, dieser Raum allerdings in Notfällen,
beispielsweise von Rettungsdiensten, geöffnet werden kann.
[0008] Diese Aufgabe wird bei einem Schloß-Beschlag-System der eingangs genannten Art erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß der erste Profilzylinder ein Profil-Halbzylinder ist, der bei
einem Schließweg von 360° einen Schließbartweg von 180° aufweist.
[0009] Dadurch ist es möglich, daß das Schloß-Beschlag-System von einer berechtigten Person
von einer ersten Seite aus geöffnet und von einer zweiten Seite aus über den zweiten
Profilzylinder derart verschlossen werden kann, daß von der ersten Seite aus die entsprechend
damit ausgestattete Tür beispielsweise von Rettungsdiensten lediglich über den zweiten
Profilzylinder geöffnet werden kann. Wenn also ein mit einer Tür, die das erfindungsgemäße
Schloß-Beschlag-System aufweist, bereits besetzter Raum von innen verschlossen ist,
kann dieser lediglich von Rettungsdiensten oder dergleichen geöffnet werden.
[0010] Um einen unberechtigten Zugang zu erschweren, ist es von Vorteil, wenn der erste
Profilzylinder mittels eines Zylinderschlüssels bzw. Sicherheitsschlüssels betätigbar
ist.
[0011] Da in Notfällen eine entsprechend verschlossene Tür rasch geöffnet werden muß, ist
es von Vorteil, wenn der zweite Profilzylinder mittels eines Spezial-Steckschlüssels
betätigbar ist, der rasch und einfach einsteckbar ist.
[0012] Um die Handhabung zu erleichtern, ist es möglich, daß sowohl der erste Profilzylinder
als auch der zweite Profilzylinder mit den entsprechenden Schlüsseln nur von einer
ersten Seite des Schloßsystems aus betätigbar sind. Obwohl verschiedene Betätigungsarten
denkbar sind, ist es bevorzugt, daß zur Betätigung der Falle mindestens eine Türklinke
angeordnet ist.
[0013] Aus Erleichterungsgründen ist es von Vorteil, daß zur Betätigung des zweiten Profilzylinders
von der der ersten Seite entgegengesetzten Seite aus ein Handhebel angeordnet ist.
[0014] Die Betätigung des Handhebels kann dadurch in vorteilhafter Weise angepaßt werden,
daß ein Verbindungsstück des Handhebels zum zweiten Profilzylinder um einen Winkel
zwischen 1° bis 89° verdreht ist, wobei ein Winkel von 21° bevorzugt ist.
[0015] Obwohl eine Vielzahl von Formen für das Verbindungsstück denkbar sind, ist es bevorzugt,
daß das Verbindungsstück ein Verbindungsvierkant ist, der in eine entsprechende Vierkantöffnung
des zweiten Profilzylinders eingreift.
[0016] Insbesondere für behinderte Personen ist es von Vorteil, wenn der Handhebel behindertengerecht
geformt ist.
[0017] Um zu vermeiden, daß eine berechtigte Person vergeblich versucht, einen bereits besetzten
Raum zu öffnen, ist es vorteilhaft, wenn auf der ersten Seite des Schloßsystems bzw.
in einem auf dieser Seite angebrachten Beschlag eine Anzeige für den Schließzustand
des Schloßsystems angeordnet ist.
[0018] Obwohl es durchaus denkbar ist, zur Einbringung, insbesondere bei einer Auswechslung,
des ersten Profilzylinders diesen in einem nicht eingebauten bzw. aus der entsprechenden
Tür entfernten Einsteckschloß einzusetzen, ist es vorteilhaft, daß in einer Schloßdecke
bzw. in einem Schloßboden eine Aussparung zur Aufnahme einer Schließnase des ersten
Profilzylinders ausgeformt ist, da dadurch der erste Profilzylinder auch dann eingesetzt
werden kann, wenn das Einsteckschloß bereits in der entsprechenden Tür montiert ist.
[0019] Die Montage des zweiten Profilzylinders in das Einsteckschloß kann dadurch erleichtert
werden, daß in einer Schloßdecke bzw. in einem Schloßboden zwei Anschläge angeordnet
sind, die den Schließbartweg des zweiten Profilzylinders begrenzen.
[0020] Dabei ist es aus ergonomischen Gründen von Vorteil, daß die Anschläge derart angeordnet
sind, daß sie den Schließbartweg des zweiten Profilzylinders auf einen Winkelvon 111°
begrenzen.
[0021] Ein besonders kostengünstiges Schloß-Beschlag-System ist dadurch erzielbar, wenn
sowohl das Schloßsystem als auch der erste Profilzylinder handelsübliche Bauteile
sind.
[0022] Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der folgenden
Beschreibung einer Ausführungsform, sowie aus den Zeichnungen, auf die Bezug genommen
wird. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Schloß-System, das mittels des ersten Profilzylinders verschlossen ist;
- Fig. 2
- das Schloß-System gern. Fig. 1, das mittels des ersten Profilzylinders geöffnet ist;
- Fig. 3
- das Schloß-System gem. Fig.1 bzw. Fig.2, das mittels des zweiten Profilzylinders verschlossen
ist;
- Fig. 4
- eine Schloßdecke bzw. einen Schloßboden des Schloßsystems gem. der Fig.1 bis 3.
[0023] Die Fig.1 bis 3 zeigen skizzenhaft verschiedene Schließzustände des erfindungsgemäßen
Schloß-Beschlag-Systems.
[0024] In der Fig.1 ist das Schloß-Beschlag-System in dem Zustand dargestellt, in dem es
mittels eines ersten Profilzylinders 18 verschlossen ist. Dieser Zustand ist beispielsweise
dann gegeben, wenn die mit dem erfindungsgemäßen Schloß-Beschlag-System versehene
Tür einen unbesetzten Raum verschließt.
[0025] Ein in der Fig.1 skizzenhaft dargestelltes Einsteckschloß 10 weist dabei eine Falle
12 sowie einen Riegel 14 auf, die aus Verriegelungsgründen einen Stulp 16 durchdringen
und von diesem nach außen herausragen können.
[0026] Des weiteren ist ein, dem Stulp 16 benachbarter erster Profilzylinder 18 gezeigt,
der ein Halb-Profilzylinder ist, der bei einem Schließweg von 360° einen Schließbartweg
von 180° aufweist. Es ist selbstverständlich, daß dieser Schließbartweg derart angeordnet
ist, daß eine an dem ersten Profilzylinder 18 angebrachte Schließnase 26 in eine in
dem Riegel 14 ausgeformte erste Aussparung 26a eingreifen kann, um den Riegel 14 zu
betätigen.
[0027] Da die Fig.1 den Zustand zeigt, in dem das Schloß-Beschlag-System mittels des ersten
Profilzylinders 18 verschlossen ist, weist selbstverständlich die Schließnase 26 des
ersten Profilzylinders 18 zu dem Stulp 16 hin.
[0028] Ferner ist aus der Fig.1 erkennbar, daß eine Schließnase 30 eines zweiten Profilzylinders
20, der auf der dem Stulp 16 entgegengesetzten Seite des ersten Profilzylinders 18
angeordnet ist, nicht in eine, in dem Riegel 14 für die Schließnase 30 des zweiten
Profilzylinders 20 ausgeformte Aussparung 30a eingreifen kann.
[0029] Selbstverständlich ist es auch möglich, das Einsteckschloß 10 derart auszugestalten,
daß die Schließnase 30 des zweiten Profilzylinders 20 auch in diesem in Fig.1 gezeigten
Zustand den Riegel 14 betätigen kann.
[0030] Dies ist allerdings bei der gezeigten Ausführungsform nicht notwendig, da dieser
Zustand lediglich bei einem unbesetzten Raum auftreten kann, so daß ein Zugriff auf
diesen Raum durch Rettungspersonal oder ähnlichem nicht notwendig ist, und das Einsteckschloß
10 über den ersten Profilzylinder 18 ganz normal betätigt werden kann.
[0031] In der Fig.2 ist ein Zustand des Einsteckschlosses 10 gezeigt, in dem das Einsteckschloß
10 mittels des ersten Profilzylinders 18 geöffnet, aber noch nicht mittels des zweiten
Profilzylinders 20 verschlossen wurde.
[0032] Dieser Zustand ist dann gegeben, wenn eine berechtigte Person einen entsprechenden
Schüssel in den ersten Profilzylinder 18 eingesteckt und diesen betätigt hat, um Zugang
zu einem entsprechenden damit verschlossenen Raum zu erlangen.
[0033] In der Fig.2 ist deutlich zu erkennen, daß die Schließnase 26 des ersten Profilzylinders
18 in eine gegenüber derjenigen in Fig. 1 gezeigten Position um 180° verschwenkt ist.
Wie deutlich erkennbar, ist es lediglich in dieser Position möglich, daß die Schließnase
30 des zweiten Profilzylinders 20 in die entsprechende Aussparung 30a des Riegels
14 eingreifen kann, um den Riegel 14 in seine Schließposition zu verfahren.
[0034] Wie des weiteren aus der Fig.2 entnehmbar, ist die Schließnase 30 des zweiten Profilzylinders
20 bezüglich der Position der Schließnase 26 des ersten Profilzylinders, also bezüglich
der Horizontalen, um einen bestimmten Winkel in Richtung auf den Riegel 14 verschwenkt,
der in dieser Ausführungsform 21° beträgt.
[0035] Wie in der Fig.3 gezeigt, hat die Schließnase 30 über die Aussparung 30a für den
zweiten Profilzylinder 20 den Riegel 14 in eine Schließstellung verfahren. Dabei beträgt
der Schließbartweg für den zweiten Profilzylinder 20 in dieser Ausführungsform 90°.
Um diese Schließstellung mittels einer 90°-Schwenkbewegung über beispielsweise einen
Handhebel (nicht in den Figuren gezeigt) zu erzielen, kann vorteilhafterweise ein
beispielsweise Verbindungsvierkant eines Handhebels um 21° zur entsprechenden, ebenfalls
nicht dargestellten, Vierkantöffnung des zweiten Profilzylinders 20 versetzt sein,
um mit einer 90°-Schwenkbewegung des Handhebels den Riegel 14 in seine Schließposition
zu verfahren.
[0036] Wie sich aus der Fig.3 ergibt, ist es in diesem Fall nicht möglich, den Riegel 14
mittels der Schließnase 26 des ersten Profilzylinders 18 zu betätigen. Damit ist sichergestellt,
daß eine andere berechtigte Person von der, dem Handhebel gegenüberliegenden Seite
des Schloß-Beschlag-Systems über den ersten Profilzylinder 18 keinen Zugang erlangen
bzw. den Riegel 14 nicht entriegeln kann.
[0037] Des weiteren ist aus dieser Fig.3 entnehmbar, daß der Riegel 14 mittels des zweiten
Profilzylinders 20 über die Schließnase 30 von beiden Seiten das Einsteckschloß 10
betätigt werden kann.
[0038] In der Fig.4 ist skizzenhaft eine Schloßdecke bzw. ein Schloßboden 22 des Einsteckschlosses
10 dargestellt. Aus dieser Fig.4 sind Maßnahmen erkennbar, die den Einbau beider Profilzylinder
18 und 20 erleichtern.
[0039] So ist z.B. für den Einbau, aber auch für die Auswechslung des ersten Profilzylinders
18 in einer Schloßdecke bzw. in einem Schloßboden 22 eine zusätzliche Aussparung 24
vorgesehen, durch die die Schließnase 26 des ersten Profilzylinders 18 hindurchgeführt
werden kann. Da der erste Profilzylinder 18 ein Halb-Profilzylinder ist, kann seine
entsprechende Schließnase 26 nicht in eine, in den Figuren senkrecht nach unten weisende
Position verfahren werden, so daß seine Schließnase 26 immer aus der normalen Kontur
des Profilzylinders 18 herausragt.
[0040] Wenn diese Aussparung 24 nicht ausgearbeitet ist, muß das Einsteckschloß 10 evtl.
aus einer Tür ausgebaut und auseinandergenommen werden, um den entsprechenden Profilzylinder
18 einzusetzen. Durch die Ausformung der Aussparung 24 ist dies nicht mehr notwendig,
da die entsprechende Schließnase 26 des ersten Profilzylinders 18 unabhängig von dem
Einbauzustand des Einsteckschlosses 10 eingesetzt werden kann.
[0041] Des weiteren ist aus der Figur 4 entnehmbar, daß die Schloßdecke bzw. der Schloßboden
22 in der Nähe des kreisförmigen Bereiches zwei Anschläge 28 aufweist, die einen Einbau
des zweiten Profilzylinders 20 erleichtern, da diese einen Schwenkbereich der Schließnase
30 des zweiten Profilzylinders 20 festlegen.
[0042] Vorteilhafterweise beschreibt der Schließbartweg der Schließnase 30 des zweiten Profilzylinders
20 einen bestimmten Winkel, damit die obengenannten Verschwenkbedingungen des Handhebels
eingehalten werden können.
[0043] Bevorzugt beträgt dieser Winkel 111°.
[0044] Von besonderem Vorteil ist bei dem erfindungsgemäßen Schloß-Beschlag-System, daß
sowohl für das Einsteckschloß 10 als auch für den ersten Profilzylinder 18 handelsübliche
Bauteile verwandt werden können. Dabei kann für den ersten Profilzylinder ein Schließsystem
mit einem sogenannten Sicherheitsschlüssel verwandt werden, während für das System
des zweiten Profilzylinders ein Spezialsteckschlüssel verwandt werden kann.
[0045] Erfindungsgemäß ist daher sichergestellt, daß mit dem beschriebenen Schloß-Beschlag-System
eine Betätigung durch eine berechtigte Person ermöglicht ist, allerdings nach dieser
zulässigen Betätigung eine weitere berechtigte Person keinen Zugriff auf dieses System
hat. Trotzdem kann während einer Benutzung durch eine berechtigte Person dieses System
durch Rettungsdienste oder ähnlichem entriegelt werden.
1. Schloß-Beschlag-System mit einem Einsteckschloß (10), das eine Falle (12), einen Riegel
(14), einen ersten, einem Stulp (16) benachbarten Profilzylinder (18) sowie einen
zweiten Profilzylinder (22) aufweist, der auf der dem Stulp (16) entgegengesetzten
Seite des ersten Profilzylinders (18) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Profilzylinder ein Profil-Halbzylinder ist, der bei einem Schließweg
von 360° einen Schließbartweg von 180° aufweist.
2. Schloß-Beschlag-System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Profilzylinder (18) mittels eines Zylinderschlüssels bzw. Sicherheitsschlüssels
betätigbar ist.
3. Schloß-Beschlag-System nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Profilzylinder (20) mittels eines Spezialsteckschlüssels betätigbar
ist.
4. Schloß-Beschlag-System nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl der erste Profilzylinder (18) als auch der zweite Profilzylinder (20)
mit den entsprechenden Schlüsseln nur von einer ersten Seite des Schloßsystems aus
betätigbar sind.
5. Schloß-Beschlag-System nach mindestens einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zur Betätigung der Falle (12) mindestens eine Türklinke angeordnet ist.
6. Schloß-Beschlag-System nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Betätigung des zweiten Profilzylinders (20) von der der ersten Seite entgegengesetzten
Seite aus ein Handhebel angeordnet ist.
7. Schloß-Beschlag-System nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein Verbindungsstück des Handhebels zum zweiten Profilzylinder (20) um einen
Winkel zwischen 1° bis 89° verdreht ist.
8. Schloß-Beschlag-System nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel 21° beträgt.
9. Schloß-Beschlag-System nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungsstück ein Verbindungsvierkant ist, der in eine entsprechende Vierkantöffnung
des zweiten Profilzylinders (20) eingreift.
10. Schloß-Beschlag-System nach mindestens einem der vorstehenden Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Handhebel ein behindertengerecht geformt ist.
11. Schloß-Beschlag-System nach mindestens einem der vorstehenden Ansprüche 4 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß auf der ersten Seite des Schloßsystems bzw. in einem auf dieser Seite angebrachten
Beschlag eine Anzeige für den Schließzustand des Schloßsystems angeordnet ist.
12. Schloß-Beschlag-System nach mindestens einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß in einer Schloßdecke bzw. in einem Schloßboden (22) eine Aussparung (24) zur
Aufnahme einer Schließnase (26) des ersten Profilzylinders (18) ausgeformt ist.
13. Schloß-Beschlag-System nach mindestens einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß in einer Schloßdecke bzw. in einem Schloßboden (22) zwei Anschläge (28) angeordnet
sind, die den Schließbartweg für die Schließnase (28) des zweiten Profilzylinders
(20) begrenzen.
14. Schloß-Beschlag-System nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß sie den Schließbartweg des zweiten Profilzylinders (20) auf einen Winkel von
111° begrenzen.
15. Schloß-Beschlag-System nach mindestens einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, daß sowohl das Schloßsystem als auch der erste Profilzylinder (18) handelsübliche
Bauteile sind.