[0001] Bei allen bisher bekannten Einrichtungen zur Verbrennung von Holzpellets in Einzelfeuerstätten,
sogenannten Raumheizern, werden diese Brennstoffe in einem in einem Brennraum angeordneten
Brennertopf oder ähnlichem verfeuert. Die notwendige Verbrennungsluft wird von unten
und/oder seitlich zugeführt. Der Ausbrand der Entgasungsprodukte erfolgt dabei stets
nach oben. Hierdurch können sich jedoch Verbrennungsrückstände unten im Brennertopf
ablagern und die Verbrennungsluftzuführung in den Brennertopf verstopfen, wodurch
es bei einer unvollständigen Verbrennung zu einer Änderung der Flammrichtung sowie
zu einer erhöhten Verschmutzung einer in der Regel am Brennraum angeordneten Sichtscheibe
kommen kann. Außerdem kann durch eine Überhitzung des Glutbettes durch den starken
Primärluftanteil eine Versinterung der Asche zu kompakten Klumpen, die von Hand entfernt
werden müssen, auftreten. Wird die Einrichtung nicht regelmäßig gereinigt, so kann
auch eine elektrische Zündung der Brennstoffe behindert werden, da die hierzu notwendige
Heißluft nicht mehr einströmen kann. Da diese Einrichtungen mit einer automatischen
Brennstoffzuführung versehen sind, kann durch die nach oben abgezogenen heißen Gase
eine zu starke thermische Belastung der Brennstoffzuführung mit den bekannten Nachteilen
entstehen.
[0002] Zur Vermeidung dieser Probleme schlägt die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur
Verbrennung von Holzpellets oder anderer riesel- und/oder schüttfähiger fester Brennstoffe
in einem Brennraum vor, das erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet ist, daß die Brennstoffe
mittels einer Fördervorrichtung in eine Auffangvorrichtung gegeben werden, die den
Brennraum in einen Vorbrennraum und einen Nachbrennraum unterteilt, wobei die Auffangvorrichtung
mit mindestens einer Öffnung oder einem Schlitz versehen ist und die Abgase unterhalb
der Auffangvorrichtung und/oder oberhalb der Auffangvorrichtung zur Seite hin abgezogen
werden. Beim erfindungsgemäßen Verfahren bildet sich nach der Zündung der Brennstoffe
ein Glutbett unmittelbar oberhalb der Öffnungen der Auffangvorrichtung aus, und die
Entgasungsprodukte werden nach unten beziehungsweise seitlich abgesaugt. Bei einer
Verbrennung nach dem erfindungsgemäßen Verfahren bilden sich unterhalb der Öffnungen
der Auffangvorrichtung im Nachbrennraum eine oder mehrere Flammen mit exakt definierbaren
Abmessungen und einer stabilen Kinematik aus. Das Flammenbild ist nicht mehr, wie
bei Vorrichtungen mit oberen Abbränden, von Rückständen im Brennertopf abhängig. Aufgrund
der unterhalb der Auffangvorrichtung entstehenden Flammen kann auch die Verbrennungsluft
zweckmäßigerweise unterhalb der Auffangvorrichtung zugeführt werden. Zusätzlich kann
natürlich auch eine Verbrennungsluftzuführung in die Auffangvorrichtung erfolgen.
Als Brennstoffe werden Holzpellets oder andere riesel- und/oder schüttfähige Brennstoffe
verwendet, da diese exakt dosierbar sind und genau definierte Brenneigenschaften aufweisen,
durch die ein schnelles und leichtes Zünden im Gegensatz zu Stückholz oder anderen
Brennstoffen mit stark variierenden geometrischen Abmessungen möglich ist. Weitere
Vorteile ergeben sich, wenn mit den Abgasen und/oder der Strahlungswärme Wasser aufgeheizt
wird, das in ein Zentralheizungssystem einspeisbar ist. Das Verfahren eignet sich
somit auch zum Betreiben von Zentralheizungskesseln.
[0003] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Verbrennung von Holzpellets oder anderer riesel-
und/oder schüttfähiger fester Brennstoffe mit einem durch feuerfeste Wandungen begrenzten
Brennraum und einer im Brennraum angeordneten Auffangvorrichtung für die Brennstoffe,
die den Brennraum in einen Vorbrennraum und einen Nachbrennraum unterteilt und in
die die Brennstoffe mittels einer Fördervorrichtung eintragbar sind, ist erfindungsgemäß
dadurch gekennzeichnet, daß die Auffangvorrichtung mit einem oder mehreren Schlitzen
oder Öffnungen versehen ist und ein mit einem Gebläse versehener Abgaskanal vorgesehen
ist, der durch den Nachbrennraum unterhalb der Auffangvorrichtung und/oder seitlich
am Nachbrennraum vorbeigeführt ist. Durch das Gebläse ist die Absaugung bereits beim
Start des Verbrennungsvorganges sichergestellt. Bei konventionellen Stückholzfeuerungen
ergeben sich hier häufig Probleme, da der Schornsteinunterdruck bei kaltem Gerät und
Schornstein nicht ausreicht, den Verbrennungsvorgang ausreichend schnell in Gang zu
bringen. Als Fördervorrichtung für die Brennstoffe kann beispielsweise eine Förderschnecke
mit oder ohne anschließender Brennstoffrutsche eingesetzt werden. Vorteilhafterweise
kann die Fördervorrichtung dabei in vertikaler Richtung beabstandet oberhalb der Auffangvorrichtung
enden, damit kein direkter Kontakt zwischen den in der Auffangvorrichtung liegenden
und den nachgeförderten Pellets entstehen kann und ein Rückbrand ausgeschlossen ist.
Durch die nach unten gerichtete Flammenausbildung ist außerdem die bei bisher bekannten
Verbrennungsanlagen aufgetretene thermische Belastung der Brennstoffzuführung ausgeschlossen.
Die Auffangvorrichtung besteht aus einem feuerfesten Material, beispielsweise aus
Schamotte, Stahlblech oder Guß. Die Brennstoffe stauen sich oberhalb der Schlitze
oder Öffnungen und können dort beispielsweise durch eine Zündpatrone elektrisch gezündet
werden. Verbrennungsrückstände können durch die Schlitze oder Öffnungen hindurchfallen
und beispielsweise in einem unterhalb der Auffangvorrichtung angeordneten Sammelbehälter
aufgefangen werden. Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung kann in oder unterhalb des
mindestens einen Schlitzes oder der Öffnung der Auffangvorrichtung mindestens eine
Zuführung für Verbrennungsluft angeordnet sein. Diese Verbrennungsluftzuführung kann
beispielsweise von einem Rohr mit seitlich und nach unten gerichteten Luftaustrittsöffnungen
gebildet sein. Vorteilhafterweise lassen sich die Luftaustrittsöffnungen schlitzförmig
ausbilden. Bei einer bevorzugten Ausführungsform kann in der Auffangvorrichtung ein
Schlitz vorgesehen sein, wobei ein Verbrennungsluftzuführrohr derart in dem Schlitz
angeordnet ist, daß sich zwischen ihm und den Schlitzrändern jeweils zwei schmale
Durchtrittsschlitze ergeben. Die Größe dieser Durchtrittsschlitze kann den geometrischen
Abmessungen der Brennstoffe angepaßt werden. Die Brennstoffe rutschen von oben automatisch
zu den Durchgangsschlitzen nach und werden so direkt dem Glutbett zugeführt. Die Querschnittserweiterung
unterhalb der Schlitze sorgt für einen automatischen Durchfall von Verbrennungsrückständen
nach unten, wobei die auf die Verbrennungsrückstände wirkende Schwerkraft durch den
Verbrennungsluftstrom in die gleiche Richtung unterstützt wird. Somit ist ein Verschmutzen
der Verbrennungsluftzuführung ausgeschlossen. Die herunterfallenden Verbrennungsrückstände
können anschließend auch durch eine automatische Ascheaustragung aus dem Brennraum
entfernt werden. Die mindestens eine Verbrennungsluftzuführung kann mit einem Luftmengensensor
versehen sein, so daß sich die Verbrennung optimal einstellen läßt. Weitere Vorteile
ergeben sich, wenn die mindestens eine Verbrennungsluftzuführung bis in den Bereich
einer am Brennraum angeordneten Sichtscheibe geführt ist, so daß die Verbrennungsluft
die Innenseite der Sichtscheibe überstreicht. Hierdurch findet eine automatische Reinigung
der Sichtscheibe statt, ohne daß hierzu weitere Frischluft durch Öffnungen oberhalb
oder unterhalb der Sichtscheibe zugeführt werden muß. Durch diese zusätzlichen Scheiben-/Frischluftöffnungen,
wie sie bei bekannten Öfen vorgesehen sind, kann sich eine undefinierte Luftmenge
im System ergeben, was zu Drehzahlüberhöhungen der Absauggebläse führen kann. Außerdem
kann es zu einer störenden Geräuschentwicklung an den kleinen Lufteintrittsöffnungen
der Sichtscheibe kommen. Die mindestens eine Luftzuführung kann auch rotierend angeordnet
und auf ihrer Oberfläche mit Vorsprüngen versehen sein, wodurch ein noch besserer
Austrag von Verbrennungsrückständen erreicht wird. Über nachgeschaltete oder direkt
im Abgaskanal befindliche Warmwassertauscher kann die erfindungsgemäße Vorrichtung
auch als Heizkessel eingesetzt werden. Außerdem können auch die Brennraumwandungen
wasserführend oder von einem Wassermantel umgeben sein. Die Vorrichtung kann dann
als Zentralheizungsgerät für dezentrale Aufstellung im Wohnraum mit Sichtfeuer als
Alternative zu öl- oder Gasgeräten oder Stückholz- und Hackschnitzelanlagen eingesetzt
werden. Durch die Verwendung von Holzpellets oder vergleichbarer Brennstoffe können
aufgrund der exakten Regelbarkeit des Verbrennungsprozesses die beim Stückholz bekannten
Nachteile wie Schwelbrand, Teer- und Glanzrußbildung sowie Überhitzung ausgeschlossen
werden. Hierdurch kann auf eine thermische Ablaufsicherung, wie sie bei Stückholzkesseln
notwendig ist, verzichtet werden, wodurch eine deutliche Preisreduzierung ermöglicht
wird. Oberhalb der Auffangvorrichtung kann außerdem ein Rührwerk zur Glutbettverteilung
angeordnet sein. Dieses Rührwerk verhindert eine Schlackenbildung und optimiert die
Verbrennung durch die bessere Glutbettverteilung. Im Schaft des Rührwerks kann außerdem
Verbrennungsluft zugeführt werden, wodurch eine weitere Optimierung der Verbrennung
bei gleichzeitiger Kühlung des Rührwerks erreicht wird. Darüber hinaus kann das Rührwerk
auch mit der Fördervorrichtung für die Brennstoffe verbunden sein. Die Fördervorrichtung
kann dabei vorzugsweise als eine mit dem Rührwerk gekoppelte Zellenradschleuse oder
auch als ein anderer Verdrängungsförderer oder dergleichen ausgebildet sein. Es ist
dann nur ein Antriebsmotor für das Rührwerk und die Fördervorrichtung notwendig. Die
Vorrichtung kann auch als wandhängendes Gerät ausgebildet sein.
[0004] Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann auch als Kachelofenheizeinsatz, Kaminofen oder
Kaminheizeinsatz ausgebildet sein.
[0005] Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsbeispiele einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
anhand der Zeichnung näher erläutert.
[0006] Es zeigen:
- Fig. 1
- einen zentralen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Verbrennungsvorrichtung;
- Fig. 2
- einen gegenüber Fig. 1 um 90° gedrehten zentralen Längsschnitt entlang der Linie II-II
durch die Verbrennungsvorrichtung nach Fig. 1;
- Fig. 3
- einen zentralen Längsschnitt durch eine zweite erfindungsgemäße Verbrennungsvorrichtung;
- Fig. 4
- einen zentralen Längsschnitt durch eine wandhängende Verbrennungsvorrichtung mit Brennstoffvorratsbehälter.
[0007] Gemäß Fig. 1 weist die Verbrennungsvorrichtung 10 einen Brennraum 11 auf, in dem
eine Auffangvorrichtung 12 für Brennstoffe 13, hier Holzpellets, angeordnet ist. Die
Auffangvorrichtung 12 unterteilt den Brennraum 11 in einen Vorbrennraum 11.1 und einen
Nachbrennraum 11.2. Die Holzpellets 13 gelangen über eine in Fig. 2 gezeigte Förderschnecke
14 und eine anschließende Brennstoffrutsche 15 in die Auffangvorrichtung 12. Dabei
endet die Brennstoffrutsche 15 oberhalb der Auffangkammer 12, so daß kein direkter
Kontakt der nachrutschenden Brennstoffe 13 mit den bereits in der Auffangvorrichtung
12 befindlichen Brennstoffen entstehen kann. Hierdurch ist die Gefahr eines Rückbrandes
sicher vermieden. Die Auffangvorrichtung 12 weist einen zentralen Längsschlitz 16
auf (Fig. 1), in dem ein Verbrennungsluftzuführrohr 17 angeordnet ist. Wie aus Fig.
2 ersichtlich ist, weist das Verbrennungsluftzuführrohr 17 mehrere seitlich und nach
unten gerichtete Luftdurchtrittsöffnungen 18 auf. Das Rohr 17 ist im Schlitz 16 derart
angeordnet, daß sich zwischen ihm und den Rändern des Schlitzes 16 zwei schmale Durchgangsschlitze
18 und 19 ergeben. Durch diese Schlitze 18 und 19 können Verbrennungsrückstände in
einen Auffangbehälter 20 am Boden der Vorrichtung 10 hindurchfallen. Anschließend
rutschen frische Brennstoffe zu den Schlitzen 18 und 19 nach. Im unteren Bereich der
Vorrichtung 10, also unterhalb der Auffangvorrichtung 12, ist ein Abgaszug 21 mit
einem Wärmetauscher angeordnet, der dafür sorgt, daß sich die Flammen in der erfindungsgemäßen
Vorrichtung 10 nach unten ausbilden. Hierdurch unterstützt die Luftströmung das Hindurchfallen
von Verbrennungsrückständen durch die Schlitze 18 und 19, so daß diese weder das Luftzuführrohr
17 noch die Auffangvorrichtung 12 verschmutzen können. Oberhalb des Verbrennungsluftzuführrohres
17 ist eine elektrische Zündeinrichtung 22 angeordnet, die in direktem Kontakt mit
dem Brennstoff 13 steht und diesen daher ungehindert entzünden kann.
[0008] Wie Fig. 2 zeigt, ist das Verbrennungsluftzuführrohr 17 mit einem Luftmengensensor
23 versehen und im Bereich einer Sichtscheibe 24 geführt, die an einer Tür 25 des
Brennraums 11 angeordnet ist. Im Bereich der Sichtscheibe 24 ist das Rohr 17 mit Öffnungen
26 versehen, durch die Luft ausströmen und, geführt durch ein Leitblech 27, entlang
der Innenseite der Scheibe 24 streichen kann. Hierdurch entsteht eine automatische
Reinigung der Sichtscheibe 24 von innen, ohne daß im Bereich der Scheibe 24 zusätzlich
Scheibenluft von außen eingeführt werden müßte.
[0009] Fig. 3 zeigt eine Verbrennungsvorrichtung 30 mit einem Brennraum 31, einer Auffangvorrichtung
32 und einem Aschesammelraum 33 mit einem Aschesammelbehälter 33.1. Die Abgase werden
hier nicht durch die Auffangvorrichtung 32 hindurch sondern oberhalb der Auffangvorrichtung
32 zur Seite hin abgezogen. Der sich dadurch bildende Nachbrennraum 31.2 ist gleichzeitig
ein Abzugskanal 34 für die Heizgase und um den Aschesammelraum 33 seitlich herumgeführt.
Dies hat den Vorteil, daß das Abziehen der Heizgase nicht durch Asche oder Schlacke
auf der Auffangvorrichtung 32 behindert wird. Oberhalb der Auffangvorrichtung 32 ist
außerdem ein Rührwerk 35 angeordnet, dessen Rührflügel 42 für eine gleichmäßige Glutbettverteilung
in der Auffangvorrichtung 32 sorgen und eine Schlackenbildung verhindern. Durch den
Schaft 36 der Rührvorrichtung 35 kann außerdem Luft zur Auffangvorrichtung 32 transportiert
werden. Das obere Ende des Rührwerks 35 ist mit einer Zellenradschleuse 37 gekoppelt,
die Brennstoff 38 aus einem Vorratsbehälter 39 zu einer Brennstoffrutsche 40 befördert,
die die Brennstoffe 38 zur Auffangvorrichtung 32 weiterleitet. An ein Abgasabzugsrohr
41 kann ein nicht näher dargestellter Warmwassertauscher angeschlossen werden, so
daß die Vorrichtung 30 auch als Zentralheizungseinheit für die dezentrale Aufstellung
in Wohnräumen eingesetzt werden kann. Auch die Wandungen des Brennraums 31 oder hier
nicht näher dargestellte weitere bzw. zusätzliche Bauteile wie Rohre oder dergleichen
können wasserführend ausgestaltet oder von einem Wassermantel umgeben sein.
[0010] Fig. 4 zeigt eine Verbrennungsvorrichtung 50, die an einer Wohnraumwand 51 aufgehängt
ist. Durch einen Wanddurchbruch 52 wird der Vorrichtung 50 Verbrennungsluft zugeführt.
Die Abgase werden seitlich über einen Abzug 53 beispielsweise über einen Schornstein
oder eine Abgasleitung abgeführt. Die Vorrichtung 50 weist wieder ein Rührwerk 54
auf, das mit einer Zellenradschleuse 55 gekoppelt ist. Hierdurch ist eine kostengünstige
automatische Beschickung des Brennraums 56 mit Brennstoff möglich. Die Brennstoffe,
vorzugsweise Holzpellets, werden dabei aus einem im Nachbarraum aufgestellten Vorratsbehälter
57 über ein starres oder flexibles Rohr 58, in dem eine Transportspirale 59 angeordnet
ist, der Vorrichtung 50 zugeführt. Alternativ kann auch ein hier nicht näher beschriebenes
pneumatisches Fördersystem verwendet werden. Das Aufstellen des Vorratsbehälters inklusive
Antriebsaggregat 59 im Nachbarraum hat den Vorteil, daß im Raum der Vorrichtung 50
nur geringe Fördergeräusche des Brennstoffs aus dem Vorratsbehälter 57 zu hören sind.
Die Vorrichtung 50 kann ebenfalls mit einem Wärmetauscher versehen sein.
1. Verfahren zur Verbrennung von Holzpellets oder anderer riesel- und/oder schüttfähiger
fester Brennstoffe in einem Brennraum, dadurch gekennzeichnet, daß die Brennstoffe
(13, 38) mittels einer Fördervorrichtung (14, 15; 37, 40; 58, 59) in eine Auffangvorrichtung
(12, 32) gegeben werden, die den Brennraum (11, 31, 56) in einen Vorbrennraum (11.1,
31.1) und einen Nachbrennraum (11.2, 31.2) unterteilt, wobei die Auffangvorrichtung
(12, 32) mit mindestens einer Öffnung oder einem Schlitz (16) versehen ist und die
Abgase unterhalb der Auffangvorrichtung (12, 32) und/oder oberhalb der Auffangvorrichtung
(12, 32) zur Seite hin abgezogen werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb der Auffangvorrichtung
(12, 32) Verbrennungsluft zugeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mit den Abgasen und/oder
der Strahlungswärme in ein Zentralheizungssystem einspeisbares Wasser aufgeheizt wird.
4. Vorrichtung zur Verbrennung von Holzpellets oder anderer riesel- und/oder schüttfähiger
fester Brennstoffe mit einem durch feuerfeste Wandungen begrenzten Brennraum (11,
31, 56) und einer im Brennraum angeordneten Auffangvorrichtung (12, 32) für die Brennstoffe
(13, 38), die den Brennraum (11, 31) in einen Vorbrennraum (11.1, 31.1) und einen
Nachbrennraum (11.2, 31.2) unterteilt und in die die Brennstoffe mittels einer Fördervorrichtung
(14, 15; 37, 40; 58, 59) eintragbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Auffangvorrichtung
(12, 32) mit einem oder mehreren Schlitzen (16) oder Öffnungen versehen ist und ein
mit einem Gebläse versehener Abgaskanal (21, 34) vorgesehen ist, der durch den Nachbrennraum
(11.2, 31.2) unterhalb der Auffangvorrichtung (12, 32) und/oder seitlich am Nachbrennraum
(11.2, 31.2) vorbei geführt ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Fördervorrichtung (14,
15; 37, 40) in vertikaler Richtung beabstandet oberhalb der Auffangvorrichtung (12,
32) endet.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb der Auffangvorrichtung
(12, 32) ein Aschesammelbehälter (20, 33.1) und/oder ein Aschesammelraum (33) angeordnet
ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß im oder
unterhalb des mindestens einen Schlitzes (16) oder der Öffnung der Auffangvorrichtung
(12, 32) mindestens eine Verbrennungsluftzuführung (17) angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens eine Verbrennungsluftzuführung
(17) von einem Rohr mit seitlich und nach unten gerichteten Luftaustrittsöffnungen
(18) gebildet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftaustrittsöffnungen
(18) schlitzförmig ausgebildet sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß ein Schlitz
(16) in der Auffangvorrichtung (12) vorgesehen ist, wobei ein Verbrennungsluftzuführrohr
(17) derart in dem Schlitz (16) angeordnet ist, daß sich zwischen ihm und den Schlitzrändern
jeweils zwei schmale Durchtrittsschlitze (19, 29) ergeben.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens
eine Verbrennungsluftzuführung (17) mit einem Luftmengensensor (23) versehen ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens
eine Verbrennungsluftzuführung (17) bis in den Bereich einer am Brennraum (11) angeordneten
Sichtscheibe (24) geführt ist, so daß die Verbrennungsluft die Innenseite der Sichtscheibe
(24) überstreicht.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens
eine Verbrennungsluftzuführung (17) um ihre Längsachse drehbar angeordnet und auf
ihrer Oberfläche mit Vorsprüngen versehen ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb
der Auffangvorrichtung (12, 32) ein Rührwerk (35, 54) zur Glutbettverteilung angeordnet
ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß durch den Schaft (36) des
Rührwerks (35, 54) Verbrennungsluft zugeführt wird, die das Rührwerk (35) gleichzeitig
kühlt.
16. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Rührwerk (35, 54) mit
der Fördervorrichtung (37, 40) für die Brennstoffe (38) verbunden ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Fördervorrichtung eine
mit dem Rührwerk (35, 54) gekoppelte Zellenradschleuse (37, 55) oder einen anderen
Verdrängungsförderer aufweist.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß im Abgaskanal
(21, 34) und/oder im Brennraum (31) mindestens ein Warmwassertauscher angeordnet und/oder
der Abgaskanal (21, 34) an einen externen Warmwassertauscher anschließbar ist.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Brennraumwandungen
wasserführend oder von einem Wassermantel umgeben sind.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß sie als
ein an einer Wand (51) aufhängbares Gerät (50) ausgebildet ist.