[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zur Signalübertragung zwischen einer
Geberstelle und einer Empfangsstelle, die miteinander durch eine Zweidrahtleitung
verbunden sind, über die ein zwischen zwei Grenzwerten veränderlicher analoger Signalstrom
übertragen wird, der einen in der Geberstelle von einem Sensor erfaßten Meßwert repräsentiert
und den für den Betrieb der Geberstelle erforderlichen Versorgungsstrom bildet, wobei
die Geberstelle eine Schaltung aufweist, die eine konstante Betriebsspannung für die
Geberstelle erzeugt, und wobei in der Geberstelle eine steuerbare Stromquelle vorgesehen
ist, die den über die Zweidrahtleitung fließenden Strom in Abhängigkeit von dem Meßwert
bestimmt.
[0002] Eine Anordnung dieser Art ist aus der EP-A-0 744 724 bekannt. Bei dieser bekannten
Anordnung sind keine Maßnahmen getroffen, die es ermöglichen könnten, die in der Geberstelle
dem Sensor und dessen Meßwandlerschaltung zur Verfügung gestellte Leistung zu optimieren.
Die Betriebsspannung der Geberstelle wird vielmehr stets auf einem konstanten Wert
gehalten, so daß abhängig von dem gerade fließenden Signalstrom mehr oder weniger
Leistung für die interne Versorgung in der Geberstelle zur Verfügung steht.
[0003] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung der eingangs angegebenen
Art so auszugestalten, daß die in der Geberstelle verfügbare Leistung optimiert wird.
[0004] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die die Betriebsspannung
für die Geberstelle erzeugende Schaltung ein Schaltregler ist, und daß in der Geberstelle
eine Spannungsquelle vorgesehen ist, deren Ausgangsspannung sich entgegengesetzt zum
Signalstrom ändert und die die Eingangsspannung des Abwärts-Schaltreglers bildet.
[0005] Der in der erfindungsgemäßen Anordnung verwendete Schaltregler hat die Eigenschaft,
daß er die an ihn angelegte Eingangsspannung in eine konstante Ausgangsspannung umsetzt,
wobei, abgesehen von internen Verlusten, seine Ausgangsleistung gleich seiner eingangsseitig
vorhandenen Leistung ist. Die verfügbare Eingangsleistung kann dadurch erhöht werden,
daß seine Eingangsspannung durch Verändern der Ausgangsspannung der Spannungsquelle
entgegengesetzt zum Meßwert verändert wird. Bei Vorhandensein eines niedrigen Meßwerts,
der demgemäß auch einen niedrigen Signalstrom ergibt, wird daher die Eingangsspannung
des Schaltreglers erhöht, während sie bei einem großen Meßwert, der demgemäß auch
einen großen Signalstrom ergibt, verringert wird.
[0006] Aus der DE-C-39 34 007 ist zwar die Verwendung eines Schaltreglers zur Erzeugung
der Versorgungsspannung für eine Meßwandlerschaltung und einen Sensor bekannt, jedoch
ist es bei dieser bekannten Anordnung nicht möglich, die Eingangsspannung des Schaltreglers
zur Beeinflussung der verfügbaren Leistung zu beeinflussen.
[0007] Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
gekennzeichnet.
[0008] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung von
Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung. In der Zeichnung zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Darstellung einer Anordnung zur Signalübertragung zwischen einer
Geberstelle und einer Empfangsstelle gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel,
- Figur 2
- ein Diagramm zur Erläuterung des Zusammenhangs zwischen dem Meßwert, dem Signalstrom
und der Eingangsspannung des Schaltreglers und
- Figur 3
- eine schematische Darstellung einer Anordnung zur Signalübertragung zwischen einer
Geberstelle und einer Empfangsstelle gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel.
[0009] In der Zeichnung zeigt Figur 1 schematisch eine Geberstelle 10, die mit einer Empfangsstelle
12 über eine Zweidrahtleitung 14 verbunden ist. Die Geberstelle 10 ist bei dem dargestellten
Beispiel eine Meßstelle, in der mit Hilfe eines Sensors 16 ein Meßwert (beispielsweise
Temperatur, Druck, Feuchtigkeit, Füllstand, Durchfluß) erfaßt wird. Die Geberstelle
10 enthält keine eigene Energiequelle, sondern bezieht den für ihren Betrieb erforderlichen
Versorgungsstrom über die Zweidrahtleitung 14 von einer in der Empfangsstelle 12 enthaltenen
Spannungsquelle 18. Über die gleiche Zweidrahtleitung 14 wird ein jeweils den gerade
gemessenen Meßwert darstellendes Meßwertsignal von der Geberstelle 10 zur Empfangsstelle
14 übertragen. Einer üblichen Technik entsprechend ist das Meßwertsignal ein über
die Zweidrahtleitung 14 fließender Signalstrom I
S, der sich zwischen zwei vorgegebenen Werten (üblicherweise den Stromwerten 4 mA und
20 mA) ändern kann. Die Spannungsquelle 18 liefert eine Gleichspannung, und der Meßstrom
I
S ist ein Gleichstrom.
[0010] Zur Meßwerterfassung enthält die Geberstelle 10 den bereits erwähnten Sensor 16 und
eine mit ihm verbundene Meßwandlerschaltung 20, die an Ausgängen 22 und 24 zwei den
jeweils erfaßten Meßwert repräsentierende Signale abgibt. Der Zweck dieser beiden
Signale wird anschließend noch erläutert.
[0011] Die Empfangsstelle 12 enthält eine Auswertungsschaltung 26, die aus dem über die
Zweidrahtleitung 14 übertragenen Signalstrom I
S die Meßwertinformation gewinnt. Zu diesem Zweck ist in die Zweidrahtleitung ein Meßwiderstand
28 eingefügt, an dem eine Spannung U
M entsteht, die dem über die Zweidrahtleitung übertragenen Signalstrom I
S proportional ist und die der Auswertungsschaltung 26 zugeführt wird. In dem schematischen
Schaltbild von Figur 1 ist in der Empfangsstelle 12 ferner ein Widerstand 30 gezeigt,
der neben dem Widerstand 28 die Last repräsentiert, die empfängerseitig an der Zweidrahtleitung
14 liegt.
[0012] Der Signalstrom I
S wird in der Geberstelle 10 durch eine steuerbare Stromquelle 32 eingestellt, der
das von der Meßwandlerschaltung 20 am Ausgang 24 abgegebene Signal als Steuersignal
für den festzulegenden Signalstrom I
S zugeführt wird. Abhängig vom jeweils erfaßten Meßwert wird somit der in der Zweidrahtleitung
fließende Signalstrom I
S durch eine entsprechende Steuerung der Stromquelle 32 bestimmt.
[0013] Wie aus Figur 1 ferner hervorgeht, enthält die Geberstelle 10 eine steuerbare Spannungsquelle
34 und einen Schaltregler 36, dessen Aufgabe darin besteht, eine konstante Betriebsspannung
für die Meßwandlerschaltung 20 und den Sensor 16 zu erzeugen. Die Eingangsspannung
für den Schaltregler 36 wird von der Spannungsquelle 34 geliefert, wobei der Wert
der Ausgangsspannung dieser Spannungsquelle 34 mit Hilfe des von der Meßwandlerschaltung
20 am Ausgang 22 abgegebenen Signals gesteuert werden kann.
[0014] Die Verwendung des Schaltreglers 36 in Verbindung mit der steuerbaren Spannungsquelle
34 ermöglicht es, der Meßwandlerschaltung 20 und dem Sensor 16 stets die höchstmögliche
Leistung zur Verfügung zu stellen. Der Schaltregler 36 sorgt dabei dafür, daß trotz
einer Erhöhung seiner Eingangsspannung die Betriebsspannung der Meßwandlerschaltung
20 und des Sensors 16 auf einem konstanten Wert gehalten wird, so daß durch eine Erhöhung
der Eingangsspannung am Schaltregler 36 eine höhere Eingangsleistung zur Verfügung
steht, die somit auch eine höhere Ausgangsleistung ermöglicht. Bei einem vom Sensor
16 erfaßten Meßwert, der am unteren Ende des Meßwertbereichs liegt, nimmt der Signalstrom
I
S ebenfalls den unteren Wert des Signalstrombereichs an, im oben angegebenen Beispiel
also den Wert von 4 mA, so daß auch die Eingangsleistung am Schaltregler 36 einen
niedrigen Wert annehmen würde, da sie durch das Produkt aus Signalstrom und Eingangsspannung
gebildet wird. Durch das Steuersignal aus der Meßwandlerschaltung 20 kann die Ausgangsspannung
der Spannungsquelle 34 für diesen Fall erhöht werden, so daß die am Eingang des Schaltreglers
36 verfügbare Leistung ebenfalls erhöht wird. Diese erhöhte Leistung steht dann auch
für den Betrieb der Meßwandlerschaltung 20 und des Sensors 16 zur Verfügung.
[0015] Wenn der vom Sensor 16 erfaßte Meßwert einen hohen Wert hat, der zu einem hohen Signalstrom
I
S führt, wird mittels des Steuersignals aus der Meßwandlerschaltung 20 die von der
Spannungsquelle 34 am Eingang des Schaltreglers 36 erzeugte Eingangsspannung herabgesetzt,
da in diesem Fall wegen des hohen Signalstroms I
S genügend Leistung für den Betrieb der Meßwandlerschaltung 20 und des Sensors 16 zur
Verfügung steht.
[0016] In welchen Grenzen die von der Spannungsquelle 34 eingestellte Spannung abhängig
vom jeweils erfaßten Meßwert verändert werden kann, hängt von mehreren Faktoren, wie
der Ausgangsspannung der Versorgungsspannungsquelle 18, der aus dem Meßwiderstand
28 und im Widerstand 30 gebildeten Last in der Empfängerstelle 12 und von der minimalen
Klemmenspannung U
K ab, die an der Geberstelle 10 für deren einwandfreiem Betrieb vorhanden sein muß.
[0017] In Figur 2 ist ein Diagramm dargestellt, aus dem hervorgeht, wie sich die von der
Spannungsquelle 34 erzeugte Spannung U
e und der Signalstrom I
S in Abhängigkeit vom Meßwert M ändert. Der Meßwert M ist dabei normiert dargestellt;
sein kleinster Wert hat den normierten Wert 0 und sein größter Wert hat den normierten
Wert 1. Bei der oben erwähnten Zweidrahttechnik hat der Signalstrom I
S beim minimalen Meßwert den Wert 4 mA und beim maximalen Meßwert den Wert 20 mA. Im
angegebenen Beispiel ändert sich dabei die Eingangsspannung U
e von 12 V beim minimalen Meßwert auf 10 V beim maximalen Meßwert. Diese Werte sind
hier nur als Beispiel angegeben; je nach Anwendungsfall können sie auch davon abweichen.
[0018] In Figur 3 ist eine weitere Ausführungsform der hier zu beschreibenden Anordnung
dargestellt. Im Gegensatz zum Ausführungsbeispiel von Figur 1 wird in diesem Fall
die Spannungsquelle 34 nicht durch ein Ausgangssignal der Meßwandlerschaltung 20,
sondern direkt durch die Klemmenspannung U
k an der Geberstelle gesteuert. Diese Klemmenspannung kann zu diesem Zweck verwendet
werden, da sie ebenfalls eindeutig mit dem vom Sensor 16 erfaßten Meßwert in Beziehung
steht, der zur Einstellung des Signalstroms I
S führt. Der Signalstrom I
S, der auch in der Empfängerstelle 12 fließt, bestimmt wiederum die Klemmenspannung
U
k aufgrund der Spannungsabfälle in der Empfängerstelle.
[0019] Die obigen Ausführungen zeigen, daß mit Hilfe der beschriebenen Anordnung eine Optimierung
der der Meßwandlerschaltung 20 und dem Sensor 16 zur Verfügung gestellten Leistung
ermöglicht wird. Eine Anwendung dieses Prinzips ist nicht auf die Verwendung bei bestimmten
Meßwandlerschaltungen und Sensoren beschränkt. Beispielsweise kann sie ohne weiteres
bei Mikrowellen-Füllstandsmeßgeräten eingesetzt werden, die nach dem Pulsradar-Verfahren
oder dem Frequenzmodulations-Dauer-Radarverfahren arbeiten.
1. Anordnung zur Signalübertragung zwischen einer Geberstelle (10) und einer Empfangsstelle
(12), die miteinander durch eine Zweidrahtleitung (14) verbunden sind, über die ein
zwischen zwei Grenzwerten veränderlicher analoger Signalstrom (IS) übertragen wird, der einen in der Geberstelle (10) von einem Sensor (16) erfaßten
Meßwert repräsentiert und den für den Betrieb der Geberstelle (10) erforderlichen
Versorgungsstrom bildet, wobei die Geberstelle (10) eine Schaltung (36) aufweist,
die eine konstante Betriebsspannung für die Geberstelle (10) erzeugt, und wobei in
der Geberstelle (10) eine steuerbare Stromquelle (32) vorgesehen ist, die den über
die Zweidrahtleitung (14) fließenden Strom in Abhängigkeit von dem Meßwert bestimmt,
dadurch gekennzeichnet, daß die die Betriebsspannung für die Geberstelle (10) erzeugende
Schaltung (36) ein Schaltregler ist, und daß in der Geberstelle (10) eine Spannungsquelle
(34) vorgesehen ist, deren Ausgangsspannung sich entgegengesetzt zum Signalstrom ändert
und die die Eingangsspannung des Abwärts-Schaltreglers (36) bildet.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannungsquelle (34) durch
ein Steuersignal gesteuert wird, das von einer Meßwandlerschaltung (20) erzeugt wird,
die das vom Sensor (16) abgegebene, den Meßwert repräsentierende Signal verarbeitet.
3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannungsquelle (34) durch
ein von den Eingangsklemmen der Geberstelle (10) abgegriffenes, der Spannung (UK) an der Zweidrahtleitung (14) entsprechendes Steuersignal gesteuert wird.