[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kurzwellen-Sendeanlage mit einem Kurzwellensender,
einer Audiosignal-Quelle und einem an den Niederfequenzeingang des Kurzwellensenders
angeschlossenen Zuspielmedium für ein von der Audiosignal-Quelle ausgegebenes Audiosignal.
[0002] Als Audiosignal-Quelle zur Speisung des Kurzwellensenders steht beispielsweise bereit:
- Ein Aufzeichnungsgerät, wie beispielsweise ein analoger oder ein digitaler Recorder,
wie etwa ein Kassetten-Recorder oder ein Dat-Recorder oder ein Minidisk-Recorder,
und
- ein reines Wiedergabemedium, wie etwa ein CD-Player, aber auch
- "live" erzeugte Schallereignisse, wie etwa Reportagen.
[0003] Die Audiosignal-Quelle kann sich entweder direkt am Ort des Kurzwellensenders befinden
oder zu diesem übertragen werden.
[0004] Als Zuspielmedium von einer Audiosignal-Quelle zum Eingang des Kurzwellensenders
stehen bislang folgende Alternativen, gegebenenfalls in Kombination zur Verfügung:
- Die Übertragung per Satellit, der sogenannte Satelliten-Downlink;
- eine terrestrische 7-kHz- bzw. 15-kHz-Tonleitung;
- ein ISDN-Anschluß.
[0005] Die vorstehend genannten, aktuell verwendeten Zuspielmedien haben sich jedoch insbesondere
für kurzfristig vereinbarte Live-Schaltungen nicht immer als realisierbar erwiesen.
Ein Grund hierfür liegt darin, daß beispielsweise das Mieten eines Satellitenkanals
oder einer terrestrischen Tonleitung häufig zu zeitaufwendig und nicht zuletzt für
den Kunden zu kostspielig ist. Andererseits scheitert eine Zuspielung über einen ISDN-Anschluß
häufig an Inkompatibilitäten zwischen ISDN-Apparaten verschiedener Hersteller.
[0006] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Kurzwellen-Sendeanlage
zu schaffen, die auch die Realisierung kurzfristig geplanter Live-Übertragungen von
nahezu jedem Ort der Erde kostengünstig ermöglicht.
[0007] Gelöst wird diese Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0008] Die Erfindung beruht demnach auf der Erkenntnis, daß der analoge Hauptanschluß eines
Fernsprechnetzes dann hervorragend als Zuspielmedium für die in Rede stehende Kurzwellen-Sendeanlage
geeignet ist, wenn ein spezieller modifizierter Telefonanschluß auf Seiten des Kurzwellensenders
eingesetzt wird, der die Nachteile eines herkömmlichen Telefonapparats für diesen
Zweck ausschließt und als qualitativ hochwertiges Bindeglied zwischen Fernsprechnetz
und Kurzwellensender geeignet ist. Herkömmliche Telefonapparate sind für diesen Zweck
aufgrund der Rücksprechdämpfung, der Verzerrungen des NF-Signals durch den Wecker
des Telefonapparats (induktive Einsteuerungen) und des Kondensators des Telefonapparats
(kapazitive Störungen) nicht geeignet.
[0009] Das erfindungsgemäße Netzanschlußmodul besteht im wesentlichen aus einer Rufauswertung
und einem verzögert anziehenden Betriebsrelais, das, vor allem einstellbar, nach einer
vorbestimmten Anzahl von Rufsignalen, beispielsweise drei Rufsignalen, die erforderliche
Gleichstromschleife zwischen dem Telefonnetz und dem Kurzwellensender schaltet und
die Verbindung für die Dauer der Audio-Signalübertragung hält. Das Netzanschlußmodul
selbst ist elektrisch so aufgebaut, daß es von einer Vermittlungs-stelle des Fernsprechnetzes
wie ein herkömmlicher Telefonapparat handhabbar ist.
[0010] Eine Sprechmöglichkeit ist bei dem Netzanschlußmodul grundsätzlich nicht vorgesehen,
um die Einkopplung störender Geräusche am Standort des Netzanschlusses auszuschließen.
[0011] Gegenüber einem herkömmlichen Telefonapparat fehlt dem Netzanschlußmodul ebenfalls
die übliche Wahlmöglichkeit, um hierdurch erzeugte Schaltgeräusche zu verhindern.
[0012] Ein Vorteil der erfindungsgemäßen Kurzwellen-Sendeanlage basierend auf dem analogen
Fernsprech-Hauptanschluß und gegenüber dem herkömmlichen Telefonapparat modifizierten
Netzanschlußmodul besteht darin, daß sie völlig neue Vermarktungsmöglichkeiten erlaubt,
da Kunden angesprochen werden können, die entweder keinen Satellitenkanal oder ISDN
angemietet haben, oder denen die Anmietung einer festen terrestrischen Leitung zu
teuer ist. Außerdem erlaubt die erfindungsgemäße Kurzwellen-Sendeanlage eine verhältnismäßig
gute Übertragungsqualität des Audiosignals durch den Kurzwellensender. Da das öffentliche
analoge Telefonnetz Tag und Nacht durchgehend bereitsteht, können kürzeren Reaktionszeiten
gewährleistet werden.
[0013] Vorteilhafte Anwendungsgebiete der erfindungsgemäßen Kurzwellen-Sendeanlage betreffen:
- Notfallkonzepte für Rundfunk-Sendeanstalten für den Fall, daß eine normale Modulationszuführung
zu dem Kurzwellensender durch äußere Einflüsse absehbar für längere Zeit ausfällt,
so daß kurzfristig für den jeweiligen Kunden Ersatz geschaltet werden muß,
- eine kurzfristige Realisierung von außerplanmäßigen Kundenwünschen, wenn eine qualitativ
hochwertige Modulationszuführung noch nicht oder nicht mehr rechtzeitig bereitgestellt
und der Kunde mit anderen Mitteln nicht zufriedengestellt werden kann.
[0014] Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß das erfindungsgemäß bereitgestellte Zuspielmedium
für die Kurzwellen-Sendeanlage in Gestalt des Netzanschlußmoduls und des Fernsprechnetzes
kostengünstig realisiert werden kann.
[0015] Vorteilhafterweise ist es vorgesehen, Signale aus dem Netzanschlußmodul über einen
Ausgangsübertrager auszukoppeln, vor allem über einen Übertrager mit einem Übertragungsverhältnis
von 1:1 und einer Impedanz von 600 Ω. Ein derartiger Übertrager gewährleistet eine
hochqualitative Auskopplung des Audiosignals aus dem kurzwellensenderseitigen Netzanschlußmodul
und eine problemlose Nachbearbeitbarkeit des Audiosignals mit handelsüblichen Komponenten.
[0016] Grundsätzlich kann das Audiosignal von einer kurzwellensenderfernen Quelle über das
öffentliche Fernsprechnetz mit relativ hoher Qualität übertragen werden. Da moderne
nationale wie auch internationale Fernsprechverbindungen in der Regel über digitale
Vermittlungsstellen bzw. ISDN-Verbindungen geschaltet werden, sind störende Knackgeräusche
nur noch in Ausnahmefällen vorhanden. Durch die internationale Normung der Telefonnetz-Leitungsverstärker
ist außerdem der Rauschpegel normalerweise sehr gering. Der Übertragungsbereich übersteigt
daher häufig den klassischen Telefonübertragungsbereich von 300 bis 3.400 Hz, so daß
das Audiosignal normalerweise nicht den dumpfen Charakter einer Telefonverbindung
aufweist.
[0017] Dessen ungeachtet besteht ein Bedarf an einer noch höheren Übertragungsqualität für
den Kurzwellen-Rundfunk, als die Qualität, die grundsätzlich über die analoge Telefonleitung
bereitgestellt werden kann. Eine Verbesserung der Verständlichkeit läßt sich durch
eine entsprechende Audiosignalnachbearbeitung zwischen dem Netzanschlußmodul und dem
Kurzwellensender erreichen, beispielsweise bevorzugt mittels eines Audio-Equalizers,
mit dem der Signalpegel vorzugsweise für Frequenzen größer 1 kHz angehoben wird, um
die maximal mögliche Kanalbreite des Kurzwellen-Rundfunks, die 5 kHz beträgt, besser
nützen zu können, was zu einem deutlich verbesserten subjektiven Höreindruck führt.
[0018] Ferner ist vorteilhafterweise dem Eingang des Kurzwellensenders ein Signalverstärker,
etwa in Gestalt eines Audio-Verstärkers mit einer Leistung von 4 Watt vorgeschaltet,
um das Audiosignal, gegebenenfalls das mit dem Equalizer aufbereitete Audiosignal
auf den für den Kurzwellensender notwendigen maximalen Eingangspegel von 1,55 V an
600 Ω zu verstärken. Dieser Pegel entspricht einem Modulationsgrad von 100% am Sendereingang
des Kurzwellensenders, der dadurch voll ausgesteuert wird. Vorteilhafterweise wird
der Ausgang des Leistungsverstärkers über einen weiteren 1:1-Übertrager mit einer
Impedanz von 600 Ω ausgekoppelt und in den üblichen Niederfrequenz-Kreuzschienenverteiler
der Kurzwellen-Rundfunksendestelle eingespeist.
[0019] Zusammenfassend darf festgestellt werden, daß durch die vorstehend erläuterte Nachbearbeitung
des mittels des Telefonapparats empfangenen Audiosignals und der Pegelanpassung an
den Kurzwellensender ein Audiosignal guter Qualität zur Verfügung gestellt werden
kann.
[0020] Die erfindungsgemäße Kurzwellen-Sendeanlage eignet sich besonder gut für einen spontanen
Einsatz, beispielsweise für Live-Übertragungen, da das Zuspielmedium in Gestalt des
Telefonnetzes und des Netzanschlußmoduls, beispielsweise in Form eines entsprechend
modifizierten Telefonapparates, sehr kurzfristig bereitgestellt werden können. In
der Praxis wurde ermittelt, daß eine Einmeßphase von etwa fünf Minuten genügt, um
den Kurzwellensender mit dem bereitgestellten Audiosignal optimal modulieren zu können.
Diese Einmeßphase dient unter anderem dazu, verschiedene Parameter einzustellen, die
aufgrund unterschiedlicher Signalpegel bei verschiedenen nationalen Fernsprechnetzen
vorhanden sind. Wenn die Übertragung beendet ist, kann der Kunde senderseitig die
Zuführung des Modulationssignals bzw. des Audiosignals durch aktives Auftrennen der
Telefonverbindung beenden.
[0021] Die Inanspruchnahme eines zweiten Hauptanschlusses als Rückmeldeleitung kann sinnvoll
sein, wenn die Telefonverbindung beispielsweise durch einen Fehler auf dem Übertragungsweg
unverhofft zusammenbricht.
[0022] Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Zeichnung beispielhaft näher erläutert;
es zeigen:
- Figur 1
- schematisch ein Schaltdiagramm der erfindungsgemäßen Kurzwellen-Sendeanlage, und
- Figur 2
- ein Schaltdiagramm des erfindungsgemäß für die Kurzwellen-Sendeanlage vorgesehenen
Netzanschlußmoduls.
[0023] Figur 1 zeigt ein Blockschaltbild der erfindungsgemäßen Kurzwellen-Sendeanlage. Demnach
weist die Kurzwellen-Sendeanlage einen Kurzwellensender, beispielsweise einen 100
KW-Kurzwellensender 1 auf, der mit seinem Niederfrequenzeingang an einen Niederfrequenz-Kreuzschienenverteiler
2 angeschlossen ist. Selbstverständlich ist es auch denkbar und vorteilhaft, mehrere
Kurzwellensender vorzusehen. Dem Kurzwellensender 1 wird aus einer nicht gezeigten
Audiosignalquelle über ein Zuspielmedium ein Audiosignal zugeführt. Das Zuspielmedium
weist erfindungsgemäß einen analogen Hauptanschluß auf, der in Figur 1 durch ein Telefonanschlußeinrichtung
bzw. TAE 3 mit Ausgangsleitungen a und b symbolisiert ist, und einem Netzanschlußmodul
4, das über die Leitungen a und b an die Telefonanlageneinrichtung 3 angeschlossen
ist. Bei dem Netzanschlußmodul 4 handelt es sich um eine Einrichtung, die einige Funktionen
eines herkömmlichen Telefonapparates aufweist, so daß eine ferne Vermittlungsstelle
des Fernsprechnetzes das Netzanschlußmodul als Telefonapparat erkennt. Im folgenden
wird das Netzanschlußmodul deshalb auch als Telefonapparat bezeichnet. Der Telefonapparat
4 ist ausgangsseitig an einen Übertrager 5 angeschlossen, der eine Impedanz von 600
Ω und ein Übertragungsverhältnis von 1:1 hat. Dieser Übertrager 5 kann auch in den
Telefonapparat 4 integriert sein, wie nachfolgend anhand von Figur 2 erläutert.
[0024] Dem Übertrager 5 ist ein Equalizer 6 mit Vorverstärker nachgeschaltet. Der Ausgang
des Equalizers 6 ist mit dem Eingang eines Leistungsverstärkers 7 verbunden, bei dem
es sich um einen handelsüblichen HiFi-Verstärker mit einer Leistung von beispielsweise
4 Watt handeln kann. Zwischen den Ausgangsverstärker 7 und den Niederfrequenz-Kreuzschienenverteiler
2 ist ein weiterer Übertrager 8 mit denselben Parametern geschaltet wie der Übertrager
5. Außerdem ist ein Netzteil 9 vorgesehen, das aus dem Wechselspannungsnetz eine Niedervoltgleichspannung
gewinnt, um diese, wie durch Leitungen 10 bis 13 gezeigt, den aktiven Bauteilen der
Kurzwellen-Sendeanlage zuzuführen. Diese Verbindungsleitungen sind nur beispielhaft
gezeigt. Darüber hinaus sind auch Verbindungsleitungen zum Equalizer 6 vorgesehen,
jedoch in Fig. 1 nicht ausgeführt.
[0025] Sobald im Telefonapparat 4 eine Gleichstromschleife zwischen dem Apparateeingang
und dem Apparateausgang errichtet ist, wird das von dem Telefonapparat 4 aus dem analogen
Telefonnetz empfangene Audiosignal über den Übertrager 5 in den Equalizer 6 eingespeist,
wo eine Nachbehandlung des Audiosignals stattfindet, insbesondere eine Anhebung der
Frequenzen > 1 kHz. Im Verstärker 7 wird der Pegel des Ausgangsignals des Equalizers
so weit angehoben, daß der Kurzwellensender 1 durch die maximale Amplitude des Audiosignals
voll ausgesteuert wird. Das Ausgangssignal vom Verstärker 7 wird über den Übertrager
8 in den Niederfrequenz-Kreuzschienenverteiler 2 und von diesem zur Modulation des
Kurzwellensenders 1 in diesen eingespeist.
[0026] Nachfolgend wird der modifizierte Telefonapparat 4 anhand von Figur 2 näher erläutert.
[0027] Der in Figur 2 gezeigte Telefonapparat weist ein Aktivierungsrelais AR und ein Betriebsrelais
B auf, die durch aktive Bauelemente gesteuert werden.
[0028] Anschlußklemmen a und b sind mit den identisch bezeichneten Leitungen a und b der
Telefonanlageneinrichtung 3 verbunden. Relaiskontakte b
I und b
II des Betriebsrelais B verbinden die Anschlußklemmen a und b je nach Relaisstellung
mit einem Brückengleichrichter B1 oder mit einem Ausgangsübertrager Ü. Der Übertrager
Ü hat ein Übertragungsverhältnis von 1:1, eine Eingangsimpedanz von 600 Ω und eine
Ausgangsimpedanz derselben Höhe. Ausgangsseitig ist der Übertrager Ü mit Ausgangsklemmen
A1 und A2 verbunden, die mit dem Equalizer 6 (siehe Fig. 1) verbunden sind. Zur Ausgangswicklung
des Übertragers Ü sind Dioden D
1 und D
2 antiparallel parallelgeschaltet.
[0029] Den Wechselspannungspunkten des Brückengleichrichters B1 sind zum einen ein Kondensator
C
1 und zum anderen ein Widerstand R
1 vorgeschaltet. Die Gleichspannungspunkte des Brückengleichrichters B1 sind mit dem
Eingang eines integrierten Optokopplers IC1 verbunden, der intern mit einer Photodiode
als Sendeelement verbunden ist, die einem NPN-Phototransistor als Empfangselement
gegenüberliegt, dessen Emitter auf Masse liegt und dessen Kollektor über eine Diode
D
3 mit dem Aktivierungsrelais AR verbunden ist, das andererseits mit einer +12 V-Versorgungsspannung
verbunden ist. Zum Relais AR ist eine Diode D
4 parallelgeschaltet, deren Kathode an der +12 V-Versorungsspanngung anliegt.
[0030] Außerdem ist ein Zeitgeber IC2 vorgesehen, der beispielsweise durch eine integrierte
Schaltung NE 555 realisiert und an die +12 V-Spannung und die Masse angeschlossen
ist. Insbesondere ist dieser Zeitgeber als monostabiler Multivibrator geschaltet,
und sein Setzeingang ist über einen Widerstand R
2 mit der +12 V-Versorgungsspannung verbunden. An den Setzeingang ist ferner ein Widerstand
R
3 und ein Kondensator C
2 angeschlossen, die parallel geschaltet und über einen Relaiskontakt AR
II des Aktivierungsrelais AR an Masse legbar sind, wie nachfolgend erläutert.
[0031] Der Ausgang des Zeitgebers IC2 ist über einen variablen Widerstand P
1 mit der +12 V-Gleichspannung und über einen Kondensator C
4 mit Masse verbunden. Außerdem ist der Zeitgeber über einen Widerstand R
3 an die Basis eines NPN-Transistors T
1 angeschlossen, dessen Emitter auf Masse liegt, und dessen Kollektor über einen Widerstand
R
4 mit einem Relaiskontakt AR
I des Relais AR und einem Relaiskontakt b
III des Betriebsrelais B verbunden ist. Außerdem ist der Kollektor des Transistors T
1 mit der Basis eines weiteren NPN-Transistors T
2 verbunden, dessen Emitter über einen Auslöseschalter S mit Masse verbunden ist, und
dessen Kollektor an die Steuerwicklung des Betriebsrelais B angschlossen ist. Ferner
ist das Betriebsrelais B an die Kathode einer Diode D
6 angeschlossen, deren Anode über einen Widerstand R
6 mit einer Leuchtdiode LED verbunden ist, deren Kathode auf Masse liegt. Eine Diode
D7 ist parallel zu dem Betriebsrelais B geschaltet, deren Kathode am Anschlußpunkt
der Diode D
6 mit dem Relais B liegt. An diesen Anschlußpunkt ist mit ihrer Kathode eine Diode
D
5 angeschlossen, deren Anode über einen Widerstand R
5 an einem Summer Su angeschlossen ist, der andererseits mit Masse verbunden ist. Außerdem
ist die Anode der Diode D
5 dazu vorgesehen, je nach Relaisstellung mit dem Relaiskontakt ar
I verbunden zu werden. In ähnlicher Weise ist die Anode der Diode D
6 dazu bestimmt, je nach Relaisstellung mit dem Relaiskontakt b
III verbunden zu werden.
[0032] Die Funktion des in Figur 2 gezeigten Telefonapparats wird nunmehr erläutert.
[0033] Der von einer Vermittlungsstelle über die TAE 3 ankommende Amtsanruf liegt mit einer
Wechselspannung an den Anschlußklemmen a und b des Telefonapparats an und wird über
die Relaiskontakte b
I und b
II und über den Entkopplungskondensator C
1 und den Widerstand R
1 dem Brückengleichrichter B1 zugeführt. Die positive Halbwelle der vom Brückengleichrichter
B1 gleichgerichteten Wechselspannung wird zur Ansteuerung des Optokopplers IC1 verwendet,
wobei der Widerstand R
1 als Vorwiderstand für den Optokoppler IC1 dient. Die Photodiode des Optokopplers
IC1 leuchtet deshalb im Rhythmus des Amtsanrufs auf, so daß der Phototransistor des
Optokopplers IC1 durchschaltet und an seinem Kollektoranschluß Massepotential führt.
Über die Entkopplungsdiode D
3 kann nun das Aktivierungsrelais AR im Rhythmus des Amtsanrufs anziehen.
[0034] Sobald die Schaltung des Telefonapparats durch das Aktivierungsrelais AR aktiviert
ist, wird der Kondensator C
2 entladen. Beim ersten eingehenden Amtsanruf schließt der Relaiskontakt ar
II und setzt den als monostabilen Multivibrator geschalteten Zeitgeber IC2 an seinem
Setzeingang. Der Kondensator T
2 lädt sich nunmehr über den Widerstand R
2 auf und verhindert, daß bei den folgenden Amtsanrufen der Setzeingang des Zeitgebers
IC 2 gesetzt werden kann.
[0035] Am Ausgang des Zeitgebers IC2 liegt für die Dauer der mit dem variablen Widerstand
P
1 und dem Kondensator C
4 festgelegten Zeitkonstante ein Signal hohen logischen Zustands in Höhe der +12 V-Versorgungsspannung
an.
[0036] Über den Vorwiderstand R
3 wird die Basis-Emitterstrecke des NPN-Transistors T
1 leitend und sperrt den NPN-Transistor T
2, so daß das Betriebsrelais B noch nicht anziehen kann, obwohl der Relaiskontakt ar
I bei jedem Rufintervall geschlossen wird und der Summer im Rhythmus des Amtsanrufs
ertönt.
[0037] Die durch den variablen Widerstand P
1 und den Kondensator C
4 bestimmte Zeitkonstante hält den Ausgang des Zeitgebers IC2 für einen definierten
Zeitraum auf dem hohen logischen Pegel. Nach etwa beispielsweise drei bis vier Anrufen
geht der Zeitgeber der IC2 wieder in seine Ruhestellung zurück; das heißt an seinem
Ausgang liegt nun 0 V an und der NPN-Transistor T
1 sperrt erneut. Über den Vorwiderstand R
4 kann der NPN-Transistor T
2 nunmehr durchschalten, so daß bei geschlossenen Relaiskontakt ar
I das Betriebsrelais B anziehen kann. Das Betriebsrelais schaltet sich einen eigenen
Halteweg über den Relaiskontakt b
III und die Diode D
5. Die Relaiskontakte b
I und b
II schalten die Rufauswertung um den Brückengleichrichter B1 ab und legen den Ausgangsübertrager
Ü an die Amtsleitung des Hauptanschlusses: Die Gleichstromschleife ist damit geschlossen
und in der Vermittlungsstelle wird nunmehr der Rufwechselstrom ordnungsgemäß abgeschaltet.
[0038] Die Dioden D
1 und D
2 dienen als Überspannungschutz und verhindern, daß unerwünscht hohe Spannungsspitzen
> 0,65 V
ss auf den Eingang des Equalizers 6 gelangen können. Über den Vorwiderstand R
6 signalisiert die Leuchtdiode LED die erfolgreiche Herstellung der Telefonverbindung.
[0039] Nach Beendigung der Telefonverbindung durch den Kunden auf der Senderseite (Anruferseits)
muß der Taster S im Emitterzweig des NPN-Transistors T
2 empfangsseitig von einer Bedienperson manuell betätigt werden, um die Halteschleife
des Betriebsrelais B zu unterbrechen. Das Betriebsrelais B fällt daraufhin ab, und
die Schaltung des Telefonapparats ist dann für einen erneuten Amtsanruf bereit.
1. Kurzwellen-Sendeanlage mit zumindest einem Kurzwellensender (1), einer Audiosignal-Quelle
und einem an den Niederfequenzeingang des Kurzwellensenders (1) angeschlossenen Zuspielmedium
(3,4) für ein von der Audiosignal-Quelle ausgegebenes Audiosignal, dadurch gekennzeichnet, daß das Zuspielmedium einen analogen Hauptanschluß (3) eines Fernsprechnetzes und
ein Netzanschlußmodul (4) aufweist, das als Einrichtung zum Empfangen und Weiterleiten
des Audiosignals vom Hauptanschluß an den Niederfrequenzeingang des Kurzwellensenders
(1) ausgelegt ist, indem es eine Rufauswertungseinrichtung (B1,AR,IC1,IC2) und ein
durch diese gesteuertes, verzögert anziehendes Betriebsrelais (B) aufweist, das nach
einer vorbestimmten Anzahl von eingegangenen Rufsignalen eine Gleichstromschleife
zum Niederfrequenzeingang des Kurzwellensenders (1) schaltet und für die Dauer der
Audiosignalübertragung hält.
2. Kurzwellen-Sendeanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die vorbestimmte Anzahl von eingegangenen Rufsignalen einstellbar ist, vorzugsweise
drei beträgt.
3. Kurzwellen-Sendeanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Netzanschlußmodul (4) einen Ausgangsübertrager (5,Ü) aufweist, der das Audiosignal
mit einem vorbestimmten Verhältnis und einer vorbestimmten Impedanz auskoppelt.
4. Kurzwellen-Sendeanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das vorbestimmte Verhältnis 1:1 ist.
5. Kurzwellen-Sendeanlage nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die vorbestimmte Impedanz 600 Ω beträgt.
6. Kurzwellen-Sendeanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Netzanschlußmodul (4) einen Schalter (S) zur manuellen Unterbrechung der
Gleichstromsschleife aufweist.
7. Kurzwellen-Sendeanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß dem Netzanschlußmodul (4) eine Einrichtung (6) zur Bearbeitung des Audiosignals
nachgeschaltet ist.
8. Kurzwellen-Sendeanlage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (6) zur Bearbeitung des Audiosignals eine Pegelanhebung für
Frequenzen > 1 kHz erzeugt.
9. Kurzwellen-Sendeanlage nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (6) zur Bearbeitung des Audiosignals einen Audio-Equalizer aufweist.
10. Kurzwellen-Sendeanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß dem Niederfrequenzeingang des Kurzwellensenders (1) eine Schaltung (7) zur Signalpegelanpassung
vorgeschaltet ist.
11. Kurzwellen-Sendeanlage nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltung (7) zur Signalpegelanpassung ein Audioverstärker ist.
12. Kurzwellen-Sendeanlage nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Audioverstärker ein Hifi-Verstärker ist.
13. Kurzwellen-Sendeanlage nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Audioverstärker eine Leistung von etwa 4 Watt hat.
14. Kurzwellen-Sendeanlage nach Anspruch 11, 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Signalanpassungsschaltung (7) ein Übertrager (8) nachgeschaltet ist, der
das Audiosignal mit einem vorbestimmten Verhältnis und einer vorbestimmten Impedanz
auskoppelt.
15. Kurzwellen-Sendeanlage nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das vorbestimmte Verhältnis Verhältnis 1:1 ist.
16. Kurzwellen-Sendeanlage nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß die vorbestimmte Impedanz 600 Ω beträgt.