[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zum Befestigen eines Gleisabschnitts
auf schwellen- oder plattenartigen Tragkörpern mit ein Aufnahmebild bildenden Aufnahmen
für Befestigungen von Unterlage- wie Rippenplatten für Schienen des Gleisabschnitts,
in dem zumindest bereichsweise nebeneinander verlaufende Schienen zueinander divergieren,
insbesondere zum Befestigen von Schienen einer Weiche oder einer Kreuzung, wobei die
Anordnung zumindest zwei Gruppen von Tragkörpern mit in jeweiliger Gruppe gleiche
Abmessungen aufweisenden Tragkörpern umfasst. Insbesondere bezieht sich die Erfindung
auf eine Anordnung zum Befestigen eines Gleisabschnitts auf schwellen- oder plattenartigen
Tragkörpern mit Aufnahmen für Befestigungen von Unterlage- wie Rippenplatten für Schienen
des Gleisabschnitts, insbesondere zum Befestigen von Schienen einer Weiche oder einer
Kreuzung, wobei der Gleisabschnitt bereichsweise drei nebeneinander und zumindest
abschnittsweise zueinander divergierend verlaufende Schienen umfasst, wobei in einer
quer zur Längsrichtung des Gleises verlaufenden Ebene zumindest zwei Tragkörper angeordnet
und über ein Verbindungselement beabstandet verbunden sind.
[0002] Nach dem Stand der Technik müssen entlang einer Weiche oder einer Kreuzung im Bahnoberbau
eine Vielzahl unterschiedlicher Schwellen sowohl in Bezug auf ihre Länge als auch
hinsichtlich ihres Bohrbilds benutzt werden, um dem Schienenverlauf zu folgen. Hierdurch
ist ein erhöhter Aufwand sowohl einerseits bei der Herstellung als auch andererseits
beim Einbau erforderlich. Aufgrund der Vielzahl der unterschiedlichen Schwellen besteht
zudem das Risiko eines Fehleinbaus.
[0003] Da die Schwellen individuell auf die jeweilige Weichengeometrie ausgelegt werden,
ist ein erheblicher Zeitvorlauf für die Herstellung der Schwellen notwendig. Insbesondere
bei der Verwendung von Betonschwellen ergeben sich hierdurch erhebliche Nachteile
aufgrund der fehlenden Möglichkeit, Schwellen gleicher Gestaltung in großer Stückzahl
herzustellen.
[0004] Zwar ist zum Teil eine Vereinfachung dadurch erreicht worden, dass vor bzw. in dem
Herzstückbereich von Weichen von der Verwendung überlanger Schwellen, auf denen die
Schienen abgestützt werden, verzichtet wird und mehrere untereinander verbindbare
kürzere Schwellen zum Einsatz gelangen. Hierdurch wird die Vielzahl von Schwellen
unterschiedlicher Geometrie reduziert, ohne dass jedoch darauf verzichtet werden kann,
jede Schwelle mit einem an den Schienenverlauf angepassten Bohrbild zu versehen. Vorschläge,
überlange Schwellen durch kürzere Schwellenabschnitte, die untereinander verbunden
sind, zu ersetzen, sind z.B. aus der EP 0 552 788 B1 oder US 1,602,673 bekannt.
[0005] Aus der DE 690 03 286 T2 (EP 0 389 365 B1) ist eine Schwellenanordnung für eine Weiche
der eingangs genannten Art bekannt, wobei Schwellen für den gleichen Weichenbereich
insoweit ein gleiches Aufnahme- bzw. Bohrbild aufweisen, als dass zu Gruppen zusammengefügte
Bohrungen relativ zueinander einen gleichen Abstand aufweisen und in Bezug auf durch
die Schwelle vorgegebene Achsen symmetrisch zueinander angeordnet sind. Für aufeinanderfolgende
Schwellen, in denen Abschnitte einer Weiche unterschiedliche Divergenzen zueinander
aufweisen, ist der absolute Abstand zwischen den Bohrungen zur Anpassung an die Divergenz
zu verändern. Um eine gewisse Ausrichtung von Rippenplatten in Bezug auf den Schienenverlauf
zu erreichen, weisen die Rippenplatten Bohrungen auf, deren Abmessung größer als die
von Schwellenschrauben ist, die die Bohrungen durchsetzen. Hierdurch ergibt sich eine
Drehbarkeit der Rippenplatte.
[0006] Uni eine hohe Spurgenauigkeit in einem Gleis zu erzielen, sind in Rippenplatten Aussparungen
vorgehen, in die von Schwellenschrauben durchsetzbare Passstücke einsetzbar sind,
die ihrerseits relativ zu der Rippenplatte verstellbar sind (DE 23 47 794 A1).
[0007] Um im Weichenbereich überlange Schwellen zu vermeiden, wird nach der DE 42 01 631
A1 vorgeschlagen, miteinander verbundene Schwellenabschnitte einzusetzen.
[0008] Der vorliegenden Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine Anordnung der eingangs
genannten Art so weiterzubilden, dass eine Vereinfachung der Ausbildung der Tragkörper
insbesondere in einem Weichenbereich erfolgt, um im Vergleich zum vorbekannten Stand
der Technik mit einer geringeren Anzahl unterschiedlicher Schwellen auszukommen. Dabei
sollen vorgefertigte Tragkörper wie Schwellen für Weichen unterschiedlicher Geometrie
und Größe zum Einsatz gelangen können, so dass eine Bevorratung möglich ist.
[0009] Erfindungsgemäß wird das Problem im Wesentlichen dadurch gelöst, dass unmittelbar
oder in einer vorgegebenen Reihenfolge aufeinander folgende gleiche Abmessungen aufweisende
Tragkörper im Bereich zueinander divergierender Schienen ein abmessungsmäßig gleiches
Aufnahmebild aufweisen und dass auf das abmessungsmäßig gleiche Aufnahmebild aufweisenden
gleichen Tragkörpern Unterlageplatten in unterschiedlichen den zueinander divergierenden
Schienen entsprechenden Positionen befestigt sind. Hierdurch wird der Verlaufsänderung
der Schienen Rechnung getragen, ohne dass die Tragkörper wie insbesondere Betonschwellen
in ihrer Geometrie einer Veränderung bedürfen. Infolgedessen können vorgefertigte
bevorratete Schwellen benutzt werden, um an verschiedenen Orten eines Gleisabschnitts
zum Einsatz zu gelangen, wo Schienen unterschiedliche Divergenz zueinander aufweisen.
Bei den ensprechenden Schwellen stimmen folglich die Bohrbilder identisch überein,
sofern man von Fertigungstoleranzen absieht.
[0010] Insbesondere zeichnet sich eine Anordnung mit bereichsweise drei nebeneinander und
zumindest abschnittsweise zueinander divergierend verlaufenden Schienen, wobei in
einer quer zur Längsrichtung des Gleises verlaufenden Ebene zumindest zwei über ein
Verbindungselement verbundene Tragkörper zueinander beabstandet angeordnet sind, dadurch
aus, dass die in den Ebenen hintereinander und nebeneinander angeordneten divergierendem
Schienenverlauf zugeordneten Tragkörper gleiche Abmessungen aufweisen oder aus zumindest
zwei Gruppen von Tragkörpern gleicher Abmessungen bestehen, dass unmittelbar aufeinander
folgende oder in vorgegebener Reihenfolge aufeinander folgende Tragkörper gleicher
Abmessungen abmessungsmäßig ein gleiches Aufnahmebild aufweisen und dass auf den gleichen
Tragkörpern mit gleichem Aufnahmebild angeordnete Unterlageplatten entweder in unterschiedlichen
Positionen dann angeordnet sind, wenn die zugeordneten in derselben Ebene angeordneten
weiteren Tragkörper im Vergleich zu den weiteren vor- oder nachgeordneten jeweils
in einer Ebene verlaufenden Tragkörper gleich beabstandet sind, oder in gleichen Positionen
dann angeordnet sind, wenn ein weiterer in derselben Ebene zugeordneter Tragkörper
im Vergleich zu den weiteren vor- und nachgeordneten jeweils in einer Ebene verlaufenden
Tragkörpern unterschiedlich beabstandet ist oder der in derselben Ebene zugeordnete
Tragkörper eine größere Längenerstreckung bei in etwa gleicher Beabstandung aufweist.
[0011] Folglich wird die Verlaufsveränderung der zueinander divergierenden Schienen dadurch
kompensiert, dass entweder der Abstand der in einer quer zur Längsrichtung des Gleisabschnitts
verlaufenden Ebene angeordneten zumindest zwei Tragkörper - die in Bezug auf die vorhergehenden
oder nachfolgenden zwei Tragkörper gleiche Längenerstreckungen aufweisen - verändert
werden, um den Tragkörper mit der Unterlageplatte entsprechend der Verlaufsänderung
zu positionieren, oder aber die Unterlageplatte selbst wird positionsverändert. Dies
kann dadurch geschehen, dass in der Unterlageplatte selbst Bohrungen eingebracht werden,
die sicherstellen, dass von der Unterlage ausgehende Befestigungen wie Rippen auf
den Verlauf der Schiene ausgerichtet sind, oder aber die Unterlageplatten weisen austauschbare
Einsätze auf, die ihrerseits von Befestigungen wie Schrauben durchsetzt werden, über
die die Einsätze und damit die Unterlageplatte mit dem Tragkörper wie Schwelle verbunden
wird. Folglich ist es nur erforderlich, Einsätze mit Bohrungen unterschiedlichen Bohrbilds
in Bezug auf den Mittelpunkt des Einsatzes zu verwenden, wodurch die erforderliche
Positionsveränderung der Unterlageplatte auf dem Tragkörper erreichbar ist.
[0012] Entsprechende Einsätze weisen in Draufsicht vorzugsweise eine Rechteck- oder Ovalform
auf, wobei der Einsatz vorzugsweise quer zur Längsrichtung des Gleises formschlüssig
und senkrecht hierzu, also in Längsrichtung des Gleises kraftschlüssig mit der Unterlageplatte
verbunden ist.
[0013] Die Einsätze werden in Aussparungen der Unterlageplatte eingesetzt, deren jeweilige
Dimensionierung insbesondere in Gleislängsrichtung größer als die des Einsatzes ist,
um so die gewünschte Verstellbarkeit zu ermöglichen.
[0014] Dabei kann die Unterlageplatte mehr als zwei Durchbrechungen aufweisen, in die Einsätze
mit voneinander abweichenden außermittig angeordneten Bohrungen einsetzbar sind, um
mit einfachen Maßnahmen eine Verstellbarkeit in Bezug auf den Tragkörper und somit
eine Anpassung des Verlauf der festzulegenden Schiene zu erreichen.
[0015] Inbesondere zeichnet sich die Erfindung dadurch aus, dass eine Anzahl aufeinander
folgender Tragkörper gleiche Abmessungen und gleiche Aufnahmebilder in einem Umfang
derart aufweisen, dass eine seitliche Verlaufsänderung der Schienen, also Divergenz
zwischen diesen quer zur Längsrichtung durch Verstellen der jeweiligen Unterlageplatte
zu dem zugeordneten Tragkörper durch Verwendung von Einsätzen mit voneinander abweichendem
Bohrbild der Durchbrechung für die Befestigung und/oder durch seitliches Verstellen
der Tragkörper selbst kompensierbar ist.
[0016] Insbesondere ist vorgesehen, dass die Durchbrechung in Draufsicht rechteckförmig
ist, dass der Einsatz in der Druchbrechung sich erstreckende entlang gegenüberliegender
Begrenzungswandungen der Begrenzung verlaufende Abschnitte aufweist, über die der
Einsatz formschlüssig, insbesondere formschlüssig quer zur Gleisabschnittlängsrichtung
anordbar ist. Dabei kann der Einsatz einen oberseitig entlang der Unterlageplatte
verlaufenden insbesondere plattenförmigen Abschnitt wie Abdeckung aufweisen, über
den bzw. die die Durchbrechung der Unterlageplatte abgedeckt ist.
[0017] Bevorzugterweise sind mehrere einen im Wesentlichen einer Geraden folgenden ersten
Schienenabschnitt wie Backenschiene aufnehmende erste Unterlageplatten auf gleiche
Abmessungen aufweisenden ersten Tragkörpern angeordnet, wobei ein von denselben Tragkörpern
oder weiteren in einer quer zur Schienenlängsachse verlaufenden Ebene angeordneten
und zu den ersten Tragkörpern beabstandeten zweiten Tragkörpern abgestützter zweiter
Schienenabschnitt zu dem ersten Schienenabschnitt durch Verlaufsänderung abstandsverändert
ist, und wobei der Verlaufsänderung entsprechend entweder zweite Unterlageplatten
für den zweiten Schienenabschnitt auf aufeinander folgenden Tragkörpern mit abmessungsmäßig
gleichem Aufnahmebild mittels Einsätzen mit voneinander abweichender Positionierung
der Durchbrechungen für die Befestigung anordbar sind und/oder die zweiten Unterlageplatten
auf Tragkörpern mit voneinander abweichendem Aufnahmebild angeordnet sind und/oder
die zweiten Unterlagenplatten auf den zweiten gegebenenfalls ein gleiches Aufnahmebild
aufweisenden Tragkörpern angeordnet sind, wobei die in der Ebene nebeneinander angeordneten
ersten und zweiten Tragkörper zueinander unterschiedlich beabstandet sind.
[0018] Gleiche Tragkörper mit gleichem Aufnahmebild können ungeachtet einer Verlaufsänderung
des Schienenabschnitts in einem Umfang aufeinander folgen, indem eine Verstellbarkeit
der Unterlageplatten zu den Trägerkörpern erfolgen kann, um die Verlaufsänderung zu
kompensieren. Bei zunehmender Divergenz, die durch Verstellbarkeit der Unterlageplatten
auf den Trägerkörpern nicht mehr kompensierbar ist, werden entweder die Tragkörper
an den Verlauf der Schienen ausgerichtet und/oder Tragkörper mit abweichendem Aufnahmebild
gelangen zum Einsatz, um auf diese Weise die Unterlageplatten entsprechend der Verlaufsänderung
ausrichten zu können.
[0019] Insbesondere zeichnet sich die Erfindung durch eine Anordnung zum Befestigen eines
Gleisabschnitts auf schwellen- oder plattenartigen Tragkörpern mit Aufnahmen für Befestigungen
von Unterlage- wie Rippenplatten für Schienen des Gleisabschnitts, insbesondere zum
Befestigen von Schienen einer Weiche oder einer Kreuzung, wobei in dem Gleisabschnitt
zumindest bereichsweise nebeneinander verlaufende Schienen zueinander divergieren,
dadurch aus, dass zumindest erste und zweite Tragkörper in einer quer zur Längsrichtung
des Gleisabschnitts verlaufenden Ebene nebeneinander und zueinander beabstandet angeordnet
sind, dass aufeinander folgende erste Tragkörper gleicher Abmessungen und abmessungsmäßig
gleicher Aufnahmebilder einen gleichen Abstand zu den zweiten Tragkörpern in der jeweils
selben Ebene zueinander bei veränderter Positionierung der auf den ersten und/oder
zweiten Tragkörpern angeordneten Unterlageplatten oder einen veränderten Abstand bei
gleicher oder veränderter Positionierung der auf den ersten und/oder zweiten Tragekörpern
angeordneten Unterlageplatten zueinander aufweisen.
[0020] Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich nicht nur
aus den Ansprüchen, den diesen zu entnehmenden Merkmalen - für sich und/oder in Kombination
-, sondern auch aus der nachfolgenden Beschreibung von der Zeichnung zu entnehmenden
bevorzugten Ausführungsbeispielen.
[0021] Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Schwellenbild einer Weiche nach dem Stand der Technik,
- Fig. 2
- eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Schwellenbildes,
- Fig. 3
- eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Schwellenbildes,
- Fig. 4
- einen Ausschnitt einer erfindungsgemäßen Ausbildung eines Schwellenbildes,
- Fig. 5
- einen Ausschnitt einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Schwellenbildes,
- Fig. 6
- einen weiteren Ausschnit eines erfindungsgemäßen Schwellenbildes,
- Fig. 7
- eine Prinzipdarstellung von möglichen Bohrbildern von Schwellen gleicher Abmessungen
mit auf diesen angeordneten Rippenplatten,
- Fig. 8
- eine Draufsicht einer Rippenplatte,
- Fig. 9
- eine ersten Ausführungsform eines für die Rippenplatte gemäß Fig. 8 bestimmten Einsatzes,
- Fig. 10
- eine zweite Ausführungsform eines für die Rippenplatte gemäß Fig. 8 bestimmten Einsatzes,
- Fig. 11
- eine weitere Prinzipdarstellung eines erfindungsgemäßen Schwellenbildes,
- Fig. 12
- im Querschnitt und Ausschnitt eine Betonschwelle mit auf dieser angeordneten Rippenplatte,
- Fig. 13
- eine Draufsicht auf die Schwelle gemäß Fig. 12,
- Fig. 14
- im Ausschnitt und in Draufsicht eine Schwelle mit senkrecht zu dessen Längsrichtung
verstellbarer Rippenplatte,
- Fig. 15
- im Ausschnitt und in Draufsicht eine Schwelle mit zu dessen Längsrichtung verdrehbarer
Rippenplatte und
- Fig. 16
- eine weitere Ausführungsform einer zur Längsachse der Schwelle verstellbaren Rippenplatte
entsprechend Fig. 15.
[0022] In Fig. 1 ist in Draufsicht eine Weiche dargestellt, deren Backenschienen 12, 14
Zwischenschienen 16, 18, Herzstückspitze 20 und zugeordnete Flügelschienen 22, 24
sowie vorhandene Radlenker 26, 28 auf Schwellen angeordnet sind, die sich über die
gesamte Weichenbreite erstrecken und beispielhaft mit dem Bezugszeichen 30, 32 und
34 versehen sind. Dabei erkennt man aus der Prinzipdarstellung, dass in Richtung der
Herzstückspitze 20 die Länge der Schwellen zunimmt, so dass im Herzstückbereich selbst
überlange Schwellen zum Einsatz gelangen.
[0023] In Abhängigkeit von der Länge der Weiche bzw. dessen Krümmung müssen eine Vielzahl
unterschiedlicher Schwellen 30, 32, 34 mit voneinander abweichenden Bohrbildern (Aufnahmebildern)
eingesetzt werden. Hierdurch bedingt ist ein erhöhter Aufwand sowohl bei der Herstellung
als auch beim Zusammenbau erforderlich.
[0024] Um insoweit eine Vereinfachung zu erzielen und insbesondere gleiche Schwellen für
unterschiedliche Weichen oder Kreuzungen sowohl hinsichtlich der Krümmung als auch
der Länge sowie in unterschiedlichen Bereichen dieser verwenden zu können, ist erfindungsgemäß
vorgesehen, dass im Bereich der divergierenden Schienen, also im Ausführungsbeispiel
im Bereich der Backenschienen 12, 14, über Verbindungselemente wie -platten 36, 38
oder -laschen verbindbare kürzere Schwellen 40, 42, 44 verwendet werden, wobei in
den Ausführungsbeispielen zwei bzw. drei kürzere Schwellen jeweils in einer quer zur
Längsrichtung der Weiche verlaufenden Ebene angeordnet und über Verbindungselemente
derart miteinander verbunden sind, dass in horizontaler Richtung eine Ortsveränderlichkeit
der Schwellen nicht, jedoch in vertikaler Richtung möglich ist.
[0025] Dabei soll anhand der Fig. 2 und 3 verdeutlicht werden, dass die Anordnung der einzelnen
Schwellen 40, 42, 44, 46, 48, 50 gruppenweise und in Abhängigkeit von dem Verlauf
der Schienenabschnitte innerhalb der Weiche erfolgt, ohne dass das Grundprinzip der
erfindungsgemäßen Lehre verlassen werden soll, nämlich auch bei unterschiedlichem
Verlauf der Schienenabschnitte Gruppen von gleichen Schwellen mit gegebenenfalls gleichem
Bohrbild zum Einsatz zu bringen.
[0026] So wird anhand der Fig. 11 ersichtlich, dass im Bereich einer Weiche insgesamt 7
Gruppen Schwellen unterschiedlicher Abmessungen bzw. Zuordnung zueinander benutzt
werden können, die mit den Ziff. 1 bis 7 gekennzeichnet sind. So sind im Bereich des
Weichenanfangs 52 Schwellen 54 einer ersten Gruppen angeordnet, auf die sich sowohl
die Backenschienen 12, 14 als auch die Zungen 16, 18 in ihrem Spitzenbereich abstützen.
[0027] In Richtung der Herzstückspitze und beabstandet zum Weichenanfang 52 sind jeweils
in einer quer zur Weichenlängsrichtung verlaufenden Ebene Paare von gleichen Schwellen
56, 58 angeordnet, die zur Anpassung an die Verlaufsänderung der zueinander divergierenden
Backenschienen 12, 14 voneinander abweichende Bohrbilder für die Befestigung von Rippenplatten
aufweisen und über Laschen 60 miteinander verbunden sind.
[0028] In Richtung der Herzstückspitze fortschreitend findet sich eine dritte Gruppe von
jeweils in einer Ebene paarweise angeordneten Schwellen 62, 64, wobei die paarweise
einander zugeordneten Schwellen 62, 64 über Verbindungselemente 66 verbunden sind,
die gegebenenfalls unterschiedlich lang sein können, um auf diese Weise die auf den
Schwellen 62, 64 befestigten Rippenplatten an den Verlauf der zueinander divergierenden
Schienenabschnitte 12, 14, 16, 18 anzupassen. Ergänzend können die Schwellen 62, 64
unterschiedliche Bohrbilder aufweisen bzw. bei gleichen Bohrbildern werden die Rippenplatte
über Einsätze (s. insbesondere Fig. 12 - 16) mit den Schwellen 62, 64 verbunden, die
Bohrungen unterschiedlicher Anordnung aufweisen, die von Befestigungselementen wie
Schrauben zum Sichern der Rippenplatte durchsetzt werden.
[0029] Im unmittelbaren Bereich der Herzstückspitze sind jeweils in einer quer zur Weichenlängsrichtung
verlaufenden Ebene drei Schwellen 68, 70, 72 angeordnet, die untereinander über Laschen
74, 76 oder andere geeigneten Verbindungselemente verbunden sind. Insoweit wird u.a.
auch auf den eingangs abgehandelten Stand der Technik verwiesen. Die Schwellen 68
und 70 können gleiche Abmessungen aufweisen, wohingegen die mittlere Schwelle 72 eine
abweichende Längenerstreckung besitzt. Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit,
sämtliche in einer Ebene verlaufende Schwellen 68, 70, 72 in ihrer Längenerstreckung
gleich oder unterschiedlich auszubilden.
[0030] Es schließt sich eine zweite Gruppe (Gruppe "5" in Fig. 11) von Schwellentripeln
an, die jeweils drei in einer Ebene verlaufende Schwellen 78, 80 und 82 umfassen.
Im Bereich der Herzstückspitze ist eine sechste Gruppe von Schwellen vorgesehen, wobei
ebenfalls jeweils in einer Ebene betrachtet quer zur Längsrichtung der Weiche drei
Schwellen 84, 86, 88 vorgesehen sind, die die gleiche Länge aufweisen können und wiederum
über Laschen 90, 92 gleicher oder unterschiedlicher Länge verbunden sind.
[0031] In Richtung der Regelschienen, also im Bereich des Weichenendes ist eine weitere
Schwellengruppe (Gruppe "5") mit jeweils drei Schwellen 78, 80, 82 vorhanden, die
der mit der Ziff. 5 versehenen Gruppe vor der Herzstückspitze entspricht.
[0032] Sind im Ausführungsbeispiel der Fig. 11 sechs Gruppen von Schwellen gezeichnet, die
eine Unterstützung der Weiche bilden, so kann selbstverständlich auch eine hiervon
abweichende Anzahl von Schwellengruppen zum Einsatz gelangen. Dabei ist darauf hinzuweisen,
dass die Schwellen der einzelnen Gruppen selbst wiederum zumindest in ihren Abmessungen,
gegebenenfalls auch in ihren Bohrbildern gleich ausgebildet sein können.
[0033] Anhand der Fig. 7 soll rein prinzipiell verdeutlicht werden, auf welch einfache Weise
eine Unterlageplatte z. B. in Form einer Kippenplatte 92 in gewünschten Positionen
auf Schwellen 94 gleicher äußerer Abmessungen angeordnet werden können. Hierzu ist
es nur erforderlich, dass die Schwellen 94 ein gewünschtes Bohrbild erhalten, welches
mittels einer Schwellenschablone 96 herstellbar ist. Folglich weisen die Schwellen
94 der Fig. 7 abmessungsmäßig ein gleiches Aufnahmebild, d. h. einen durch die Schwellenschablone
fest vorgegebenen Abstand zueinander auf. Ergänzend weist die Rippenplatte 92 im Ausführungsbeispiel
zwei rechteckförmige Aussparungen 98, 100 auf, in die Einsätze 102, 104 einbringbar
sind, die ihrerseits vorzugsweise außermittig verlaufende Bohrungen 106, 108 aufweisen,
die von nicht dargestellten Befestigungsmitteln wie Schrauben durchsetzt werden, die
in die Schwelle, und zwar in die durch das jeweilige Bohrbild vorgegebenen Aufnahmen
wie Gewinde einschraubbar sind.
[0034] Zum Verstellen der Rippenplatte 92 in Längsrichtung der Schwelle 94 ist es demzufolge
nur erforderlich, dass Einsätze 102, 104 mit unterschiedlicher Anordnung der jeweiligen
Bohrung 104, 108 (angedeutet durch die unterschiedlichen Kreise in den Fig. 9 und
10) eingesetzt werden, wobei die Bohrungen 106, 108 auf in der Schwelle 94 vorhandenen
und durch die Schwellenschablone 96 vorgegebenen paarweisen Bohrungen a, d bzw. b,
e bzw. c, f ausgerichtet werden.
[0035] Die Einsätze 102, 104 bzw. deren Bohrungen 106, 108 ermöglichen ein Verstellen der
Rippenplatte 92 auf der jeweiligen Schwelle 94, wobei nicht nur ein Ausrichten entlang
der Längsachse 110 der Schwelle 94, sondern auch schräg zu dieser erfolgen kann. Dies
wird in Fig. 8 durch die unter einem Winkel zu der Längsachse 110 verlaufende Gerade
112 angedeutet.
[0036] Im Ausführungsbeispiel der Fig. 7 sind in die oberen drei und ergänzend mit dem Bezugszeichen
114, 116, 118 versehenen Schwellen 94 Bohrungen mit der Schwellenschablone 96 eingebracht,
die den Positionen a und d entsprechen. Um ein Verschieben der Rippenplatte 92 - in
der Zeichnung von links nach rechts - vorzunehmen, ist es nur noch erforderlich, dass
in die jeweiligen Aussparung 98, 100 unterschiedliche Einsätze 102, 104 mit unterschiedlichem
Verlauf der jeweiligen Bohrungen 106, 108 eingebracht werden, wodurch ein automatisches
Verstellen der Rippenplatte 92 nach rechts erfolgt. Sollte aufgrund der Dimensionierung
der Aussparung 98, 100 bzw. des Einsatzes 102, 104 ein weiteres Verstellen nicht mehr
möglich sein, so werden - wie anhand der mit dem Bezugzeichen 120 versehenen Schwelle
verdeutlicht wird - versetzt zu den Bohrungen a und d der Schwellen 114, 116, 118
Bohrungen b und e mit der Schwellenschablone 96 eingebracht, um entsprechend ein weiteres
sukzessives Verstellen der Rippenplatte 92 in Abhängigkeit von dem Verlauf der Bohrungen
106, 108 der Einsätze 102, 104 zu ermöglichen, die in die Aussparung 98, 100 der Rippenplatte
92 eingebracht werden.
[0037] Anhand der Fig. 7 sowie der Erläuterungen im Zusammenhang mit den Fig. 8 bis 10 wird
erkennbar, dass bei gleichen Schwellengeometrien und bei gleichem Bohrbild eine Positionsveränderbarkeit
der Rippenplatte 92 und damit eine Anpassung an den Verlauf einer Schiene erfolgen
kann. Die Verlaufsänderung kann zusätzlich durch Änderung des Bohrbildes erreicht
werden. Schließlich ist eine Anpassung an die Verlaufsänderung auch durch ein Verstellen
der Schwelle selbst möglich.
[0038] Mit anderen Worten ermöglichen das Bohrbild eine Grobanpassung und die Einsätze 102
eine Feinanpassung an den jeweiligen Verlauf der zu sichernden Schienen.
[0039] Der Abstand a, b bzw. b, c und damit d, e bzw. e, f kann z. B. 30 mm betragen.
[0040] Zu den Einsätzen 102, 104 ist noch anzumerken, dass diese in Rippenplattenlängsrichtung
formschlüssig und senkrecht hierzu kraftschlüssig mit der Rippenplatte 92 verbindbar
sind. Als Befestigungsmittel dienen dabei übliche Schraub-/Klemmelemente. Durch die
Verschiebbarkeit der Rippenplatte 92 in Schienenlängsrichtung ist zusätzlich eine
Feineinstellung auch in Bezug auf den Winkel (zwischen den Geraden 110 und 112) möglich,
den die Rippenplatte 92 zur Schienenlängsrichtung einschließen soll.
[0041] Anhand der Fig. 12 - 16 wird zusätzlich erkennbar, mit welcher hohen Variablität
eine Rippenplatte 202 auf einer Schwelle wie Betonschwelle 204 befestigbar und zu
deren Längsachse 206, also senkrecht zur Gleisabschnittlängsachse verstellbar ist.
[0042] In Fig. 12 ist die Betonschwelle 206 im Ausschnitt dargestellt. Auf der Betonplatte
ist die Rippenplatte 202 über übliche Befestigungselemente wie Schrauben 208 gesichert.
Auf der Rippenplatte 202 selbst ist eine Backenschiene 210 oder ein entsprechender
Gleisabschnitt in gewohnter Weise befestigt.
[0043] Um die Rippenplatte 202 sowohl in Längsrichtung 206 der Schwelle 204 (Fig. 14) zu
verschieben bzw. die Rippenplatte 202 mit ihrer Längsachse 212 zur Längsachse 206
der Schwelle 204 zu drehen, ohne dass die Schwelle 204 in ihrem Bohrbild verändert
werden muss, weist die Rippenplatte 202 entsprechend der erfindungsgemäßen Lehre zu
beiden Seiten der Schiene 210 in Draufsicht rechteckförmige Aussparungen 214, 216
auf, in die gemäß Fig. 12 und 13 Einsätze 218, 220 mit Bohrungen 222, 224 eingesetzt
sind, die ihrerseits von den Schrauben 208 oder gleichwirkenden Elementen durchsetzt
sind.
[0044] Der jeweilige Einsatz 218, 220 weist in die Aussparungen 212, 216 sich hinein erstreckende
Längsrippen 226, 228 auf, die entlang der senkrecht zur Längsachse 212 der Rippenplatte
202 verlaufenden Begrenzungswandungen 230, 232 verlaufen. Dabei ist eine Anpassung
des Abstandes zwischen den einander zugewandten und parallel zueinander verlaufenden
Innenwandung 230, 232 zu dem lichten Abstand der Außenflächen der Rippen 226, 228
derart gewählt, dass senkrecht zur Längsachse 212 der Rippenplatte 202 ein Formschluss
gegeben ist. Zum Fixieren der Rippenplatte 202 erfolgt durch Anziehen der Schraube
208 ein Kraftschluss, wodurch sichergestellt ist, dass die Rippenplatte 202 im erforderlichen
Umfang auf der Schwelle 204 befestigt ist.
[0045] Das Ausführungsbeispiel der Fig. 14 unterscheidet sich von dem der Fig. 12 und 13
dahingehend, als dass die Einsätze 218, 220 durch Einsätze 234, 236 ersetzt worden
sind, wobei die in diesen vorhandenen Bohrungen 238, 240 versetzt zu den Bohrungen
222, 224 derart verlaufen, dass die Rippenplatte 202 im Ausführungsbeispiel entlang
der Längsachse 206 der Schwelle 204 nach rechts versetzt worden ist.
[0046] Um ein Drehen der Längsachse 212 der Rippenplatte 202 zur Längsachse 206 der Schwelle
204 zu ermöglichen, werden Einsätze 242, 244 benutzt, deren von den Schrauben 208
oder sonstigen Befestigungselementen durchsetzten Bohrungen 246 entsprechend versetzt
zum Rand des jeweiligen Einsatzes 146, 148 verlaufen.
[0047] Ist die Rippenplatte 202 gemäß Fig. 15 zur Längsachse 206 der Schwelle 204 im Uhrzeigersinn
gedreht, so ist nach dem Ausführungsbeispiel der Fig. 16 durch Verwendung von Einsätzen
250, 252 und entsprechenden Bohrungen 254, 256 in diesen die Rippenplatte 204 gegen
den Uhrzeigersinn zur Längsachse 206 der Schwelle 204 gedreht worden.
[0048] Aus den Fig. 12 - 16 ergibt sich des Weiteren, dass der jeweilige Einsatz einen entlang
der Oberfläche der Rippenplatte 204 verlaufenden plattenförmigen Abschnitts 256 aufweist,
der die jeweilige Durchbrechung 214, 216 stets vollständig abdeckt, wie durch die
Draufsichten der Fig. 13 - 16 verdeutlicht wird.
[0049] Bei paarweiser oder dreier Anordnung von quer zur Weichenlängsrichtung verlaufenden
Schwellen entsprechend der Fig. 2, 3 und 11 kann zusätzlich eine Ausrichtung auf den
Schienenverlauf dadurch erfolgen, dass zur Längsrichtung der Weiche Schwellen seitlich
in unterschiedlichen Positionen angeordnet werden und die Schwellen untereinander
selbst durch Verbindungselemente wie -laschen gegebenenfalls unterschiedlicher Länge
verbunden werden. Auf diese Weise kann eine Abstützung der Weiche über relativ kurze
Schwellen erfolgen, ohne dass die Vorteile verlassen werden müssen, die nach dem Stand
der Technik z.B. durch überlange Schwellen erreichbar sind. Erfindungsgemäß kann ein
gesamter Weichenbereich mit Schwellen einer maximalen Länge von z.B. 2,60 m abgedeckt
werden. Übliche Weichenlängen, bei denen die erfindungsgemäße Lehre besonders vorteilhaft
zu Anwendung gelangen kann, können zwischen 20m und 170m und mehr liegen.
[0050] Anhand der Fig. 4 bis 6 sollen ebenfalls rein prinzipiell die erfindungsgemaß vorgesehenen
Möglichkeiten aufgezeigt werden, um mit relativ kurzen Schwellen zueinander divergierend
verlaufende Schienen - im Ausführungsbeispiel Backenschiene 12 und der Weichenzunge
16 - zu ermöglichen, wobei Gruppen von Schwellen mit gleicher Geometrie und gleichen
Bohrbilds benutzt werden können.
[0051] So wird in Fig. 4 die Backenschiene 12 von Schwellen 122 und 124 abgestützt, die
jeweils das gleiche Bohrbild aufweisen, jedoch in Richtung der Weichenzunge 16 paarweise
versetzt angeordnet sind. Hierzu weisen die auf den Schwellen 122 angeordneten Unterlageplatten
92 erste Einsätze 126, 128 und die Unterlageplatten 92 der folgenden Schwellen 124
Einsätze 130, 132 auf. Wie die Darstellung verdeutlicht, verlaufen die Bohrungen 134,
136 in den Einsätzen 126, 128 in der Zeichnung rechts von dem jeweiligen Mittelpunkt,
wohingegen die Bohrungen 138, 140 links von dem jeweiligen Mittelpunkt der Einsätze
130, 132 eingebracht sind. Hierdurch ist die Möglichkeit gegeben, dass die Schwellen
124 in Bezug auf die Schwellen 122 in Richtung der Zunge 16 versetzt verlaufen. Dies
wiederum bedeutet, dass trotz größerer Divergenz der Weichenzunge 16 im Bereich der
Schwellen 124 im Vergleich zu dem Verlauf der Weichenzunge 16 im Bereich der Schwellen
122 die die Weichenzunge 16 abstützenden Schwellen 140, 142, 144, 146 zu den Schwellen
122, 124 gleich beabstandet und mit gleichen Verbindungslaschen 148 gleicher Länge
b verbunden werden können. Somit ist es nicht erforderlich, dass die Schwellen 140,
142, 144, 146 ungeachtet des sich vergrößernden Abstands zu der Backenschiene 12 in
Richtung des Herzstücks Längenveränderungen bedürfen.
[0052] Um dennoch die Rippenplatten 152, 92 an die Verlaufsänderung der Weichenzunge 16
ausrichten zu können, werden unterschiedliche Einsätze 150, 152, 154 bzw. voneinander
abweichende Bohrbilder einerseits in den Schwellen 140, 142, 144 und andererseits
in der Schwelle 146 eingebracht.
[0053] Mit anderen Worten kann ein Verstellen der Unterlageplatten 92 auf den Schwellen
140, 142, 144 bei gleichem Bohrbild dadurch erreicht werden, dass die Einsätze 150,
152, 154 in Bezug auf ihre Bohrungen 156, 158, 160 - bezogen auf den jeweiligen Mittelpunkt
- im Ausführungsbeispiel nach rechts wandern, wodurch bei erwähntermaßen gleichem
Bohrbild die Rippenplatte 92 in der Zeichnung nach links verrückt wird, so dass demzufolge
die erforderliche Verlaufsanpassung an die Weichenzunge 16 erfolgt.
[0054] In der Schwelle 146 ist ein Bohrbild vorhanden, welches in Bezug auf die identischen
Bohrbilder der Schwellen 140, 142, 144 Bohrungen vorsieht, die - ebenfalls in Bezug
auf die zeichnerische Darstellung - nach links versetzt ist. Somit kann in der auf
der Schwelle 146 anzuordnenden Rippenplatte 92 wiederum ein dem Einsatz 150 der Schwelle
140 entsprechender Einsatz benutzt werden, um die gewünschte Positionierung der Rippenplatte
92 sicherzustellen.
[0055] Die in Richtung der Herzstückspitze unmittelbar nachfolgenden und nicht dargestellten
Schwellen weisen sodann das Bohrbild der Schwelle 146 auf, um die Rippenplatten 92
mittels der Einsätzen 150, 152, 154 zu verstellen.
[0056] In Fig. 5, die einem Ausschnitt im Bereich der divergierenden Zwischenschienen entspricht,
ist die Backenschiene 12 entsprechend der Darstellung der Fig. 4 auf den Schwellen
122 und 124 befestigt, so dass insoweit auf die diesbezüglichen Erläuterungen verwiesen
wird. Abweichend werden die in der senkrecht zur Weichenlängsachse verlaufenden Ebenen
nebeneinander angeordneten Schwellen 162, 164, 166, 168 über Laschen 170, 172, 174
unterschiedlicher Länge verbunden, so dass der Abstand zwischen den paarweise einander
zugeordneten Schwellen 122, 162 bzw. 122, 164 bzw. 124, 166 bzw. 124, 168 zueinander
varriert. Dabei besteht selbstverständlich auch die Möglichkeit, dass der Abstand
der paarweise aufeinander folgenden Schwellen 122, 162; 122, 164; 124, 166; 124, 168
in einer gewünschten Folge verändert wird; denn im Ausführungsbeispiel der Fig. 5
ist der Abstand zwischen den Schwellen 122 und 164 sowie 124 und 166 mittels gleicher
Verbindungslaschen 170 gleich gewählt. Demgegenüber sind die äußere Laschen 172 und
174 kürzer bzw. länger als die mittleren Laschen 170.
[0057] Um die Rippenplatte 92 auf den Schwellen 162, 164, 166, 168 an den Verlauf der Weichenzunge
16 anzupassen, ist es im Ausführungsbeispiel der Fig. 5 nur erforderlich, die Rippenplatten
92 mittels Einsätzen 176, 178, 180, 182 mit voneinander abweichender Bohranordnung
zu sichern. Wie ein Vergleich der Einsätze 176, 178, 180, 182 zeigt, wandern die nicht
näher bezeichneten Bohrungen nach rechts, so dass infolgedessen die Rippenplatte 92
nach links verschoben wird, so dass der Verlaufsänderung der Weichenzunge 16 Rechnung
getragen wird. Zusätzlich übernehmen die Laschen 170, 172, 174 die erforderliche Verlaufsänderungskompensation.
[0058] Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit, der Verlaufsänderung der Weichenzunge
16 mittels Schwellen 184, 186, 188, 190 zu entsprechen, auf denen die Rippenplatten
92 über identische Einsätze 192 bei gleichem Bohrbild der Schwellen 184, 186, 188,
190 gesichert werden. In diesem Fall ist nur erforderlich, dass die die Backenschiene
12 abstützenden und der Anordnung der Fig. 4 entsprechenden Schwellen 122, 124 mit
den die Weichenzunge 16 abstützenden Schwellen 184, 186, 188, 190 über unterschiedliche
Längen aufweisende Verbindungslaschen 194, 196, 198, 200 verbunden werden, wobei die
Längenänderungen der Laschen 1954, 196, 198, 200 auf die Verlaufsänderung der Weichenzunge
16 angepasst sind.
[0059] Durch die erfindungsgemäße Lehre können demzufolge ungeachtet des voneinander abweichenden
Gleisverlaufs Gruppen abmessungsmäßig gleicher Schwellengeometrie und/oder -bohrbilder
benutzt werden, wobei die zuvor aufgezeigten Lösungsmöglichkeiten beliebig untereinander
kombinierbar sind. Insbesondere können die die Backenschiene abstützenden Schwellen
gruppenweise in ihrer Länge unterschiedlich sein. Gleiches gilt für die mittleren
Schwellen, auf denen die Weichenzunge abgestützt ist.
[0060] Auch wenn die erfindungsgemäß Lehre anhand einer Schwelle erläutert wurde, soll hierdurch
eine Einschränkung nicht erfolgen. Vielmehr sind die die Erfindung prägenden Merkmale
überall dort einsetzbar, wo eine Abstützung von zueinander divergierenden Schienen
zur Vermeidung des Einsatzes von überlangen Schwellen erfolgen soll.
1. Anordnung zum Befestigen eines Gleisabschnitts auf schwellen- oder plattenartigen
Tragkörpern (122, 124, 140, 142, 144, 146, 162, 164, 166, 168, 184, 186, 188, 190)
mit ein Aufnahmebild bildenden Aufnahmen (a, b, c, d, e, f) für Befestigungen von
Unterlage- wie Rippenplatten (92) für Schienen (12, 14, 16, 18) des Gleisabschnitts,
in dem zumindest bereichsweise nebeneinander verlaufende Schienen zueinander divergieren,
insbesondere zum Befestigen von Schienen einer Weiche oder einer Kreuzung, wobei die
Anordnung zumindest zwei Gruppen von Tragkörpern mit in jeweiliger Gruppe gleiche
Abmessungen aufweisenden Tragkörpern umfasst,
dadurch gekennzeichnet,
dass unmittelbar oder in einer vorgegebenen Reihenfolge aufeinander folgende gleiche
Abmessungen aufweisende Tragkörper (122, 124, 140, 142, 144, 146, 162, 164, 166, 168,
184, 186, 188, 190) im Bereich zueinander divergierender Schienen (12, 16) ein abmessungsmäßig
gleiches Aufnahmebild (a, b, c, d, e, f) aufweisen und dass auf das abmessungsmäßig
gleiche Aufnahmebild aufweisenden gleichen Tragkörpern Unterlageplatten (92) in unterschiedlichen
den zueinander divergierenden Schienen entsprechenden Positionen befestigt sind.
2. Anordnung zum Befestigen eines Gleisabschnitts auf schwellen- oder plattenartigen
Tragkörpern (122, 124, 140, 142, 144, 146, 162, 164, 166, 168, 184, 186, 188, 190)
mit Aufnahmen für Befestigungen von Unterlage- wie Rippenplatten (92) für Schienen
(12, 14, 16, 18) des Gleisabschnitts, insbesondere zum Befestigen von Schienen einer
Weiche oder einer Kreuzung, wobei der Gleisabschnitt bereichsweise drei nebeneinander
und zumindest abschnittsweise zueinander divergierend verlaufende Schienen umfasst,
wobei in einer quer zur Längsrichtung des Gleises verlaufenden Ebene zumindest zwei
Tragkörper angeordnet und über ein Verbindungselement beabstandet verbunden sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass die in den Ebenen hintereinander und nebeneinander angeordneten divergierendem
Schienenverlauf (12, 16) zugeordneten Tragkörper (122, 124, 140, 142, 144, 146, 162,
164, 166, 168, 184, 186, 188, 190) gleiche Abmessungen aufweisen oder aus zumindest
zwei Gruppen von Tragkörpern gleicher Abmessungen bestehen, dass unmittelbar aufeinander
folgende oder in vorgegebener Reihenfolge aufeinander folgende Tragkörper gleicher
Abmessungen abmessungsmäßig gleiche Aufnahmebilder (a, b, c, d, e, f) aufweisen und
dass auf den gleichen Tragkörpern mit gleichem Aufnahmebild angeordnete Unterlageplatten
(92) entweder in unterschiedlichen Positionen dann angeordnet sind, wenn die zugeordneten
in derselben Ebene angeordneten weiteren Tragkörper im Vergleich zu den weiteren vor-
oder nachgeordneten jeweils in einer Ebene verlaufenden Tragkörper gleich beabstandet
sind, oder in gleichen Positionen dann angeordnet sind, wenn ein weiterer in derselben
Ebene zugeordneter Tragkörper im Vergleich zu den weiteren vor- und nachgeordneten
jeweils in einer Ebene verlaufenden Tragkörpern unterschiedlich beabstandet ist, oder
der in derselben Ebene zugeordnete Tragkörper eine größere Längenerstreckung bei in
etwa gleicher Beabstandung zu den weiteren vor- oder nachgeordneten jeweils in einer
Ebene verlaufenden Tragkörpern aufweist.
3. Anordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verlaufsveränderung der zueinander divergierenden Schienen (12, 16) dadurch
kompensierbar ist, dass entweder der Abstand der in einer quer zur Längsrichtung des
Gleisabschnitts verlaufenden Ebene angeordneten zumindest zwei Tragkörper (122, 124,
140, 142, 144, 146, 162, 164, 166, 168, 184, 186, 188, 190), die in Bezug auf die
vorhergehenden oder nachfolgenden zwei Tragkörper gleiche Längenerstreckungen aufweisen,
verändert ist, oder die Unterlageplatte (92) selbst positionsverändert ist.
4. Anordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Kompensierung sich ändernder Divergenz von nebeneinander verlaufenden Schienenabschnitten
eine der Divergenz folgende Positionsveränderung der Unterlageplatte (92) durch in
dieser vorhandene und von Befestigungselementen durchsetzte Bohrungen erfolgt, die
insbesondere in in der Unterlageplatte austauschbar anordbaren Einsätzen (102, 104)
vorgesehen sind.
5. Anordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Unterlageplatte (92) zumindest zwei vorzugsweise diametral zu ihrem Mittelpunkt
verlaufende Durchbrechungen (98, 100) für jeweils einen Einsatz (102, 104) aufweist,
der zu der jeweiligen Durchbrechung zur Verstellung der Unterlageplatte zu dem Aufnahmebild
des Trägerkörpers verstellbar ist und/oder dass in die Durchbrechung Einsätze mit
voneinander abweichender Anordnung Bohrung für ein Befestigungselement zum Verbinden
der Unterlageplatte mit dem Trägerkörper einbringbar sind.
6. Anordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Durchbrechung (98, 100) in Draufsicht rechteckförmig ist, dass der Einsatz
(102, 104) in der Druchbrechung sich erstreckende entlang gegenüberliegender Begrenzungswandungen
der Begrenzung verlaufende Abschnitte aufweist, über die der Einsatz formschlüssig,
insbesondere formschlüssig quer zur Gleisabschnittlängsrichtung anordbar ist.
7. Anordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Einsatz (220) einen oberseitig entlang der Unterlageplatte (92) verlaufenden
insbesondere plattenförmigen Abschnitt wie Abdeckung (256) aufweist, über den bzw.
die die Durchbrechung (216) in der Unterlageplatte abgedeckt ist.
8. Anordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Einsatz (204) zum Fixieren der Unterlageplatte (92) diese kraftschlüssig
mit dem Tragkörper (122, 124, 140, 142, 144, 146, 162, 164, 166, 168, 184, 186, 188,
190) verbindet.
9. Anordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Anzahl aufeinander folgender Tragkörper (122, 124, 140, 142, 144, 146, 162,
164, 166, 168, 184, 186, 188, 190) gleiche Abmessungen und gleiche Aufnahmebilder
(a, b, c, d, e, f) in einem Umfang derart aufweisen, dass eine seitliche Verlaufsänderung
der Schiene (16) durch Verstellen der jeweiligen Unterlageplatte (92) zu dem zugeordneten
Tragkörper durch Verwendung von Einsätzen (102, 104) mit voneinander abweichendem
Verlauf der Bohrungen (106, 108) für die Befestigung und/oder durch seitliches Verstellen
der Tragkörper selbst kompensierbar ist.
10. Anordnung vorzugsweise nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass mehrere einen im Wesentlichen einer Gerade folgenden ersten Schienenabschnitt
(12) wie Backenschiene aufnehmende Unterlageplatten (92) auf gleiche Abmessungen aufweisenden
ersten Tragkörpern (122, 124) angeordnet sind, dass ein von denselben oder von weiteren
in derselben quer zur Längsrichtung des Gleisabschnitts verlaufenden Ebene angeordneten
und zu den ersten Tragkörpern beabstandeten zweiten Tragkörpern (140, 142, 144, 146,
162, 164, 166, 168, 184, 186, 188, 190) abgestützter zweiter Schienenabschnitt (16)
zu dem ersten Schienenabschnitt durch Verlaufsänderung abstandsverändert ist und dass
der Verlaufsänderung entsprechend entweder zweite Unterlageplatten (92) für den zweiten
Schienenabschnitt auf aufeinander folgenden zweiten Tragkörpern mit abmessungsmäßig
gleichem Aufnahmebild (a, b, c, d, e, f) mittels Einsätzen (102, 104) mit voneinander
abweichender Positionierung einer Bohrung (106, 108) für die Befestigung der Unterlageplatte
auf dem jeweiligen Tragkörper anordbar sind und/oder dass die zweiten Unterlageplatten
auf den zweiten Tragkörpern mit voneinander abweichendem Aufnahmebild angeordnet sind
und/oder dass die zweiten Unterlageplatten auf den zumindest ein gleiches Aufnahmebild
aufweisenden zweiten Tragkörpern angeordnet sind, wobei in einer Ebene nebeneinander
angeordnete erste und zweite Tragkörper zueinander unterschiedlich beabstandet sind
und/oder unterschiedliche Längen aufweisen.