| (19) |
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(11) |
EP 0 886 695 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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22.05.2002 Patentblatt 2002/21 |
| (22) |
Anmeldetag: 20.11.1997 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: D21G 1/00 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP9706/474 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9824/969 (11.06.1998 Gazette 1998/23) |
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| (54) |
KALANDER
CALENDER
CALANDRE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE ES FI FR GB IT SE |
| (30) |
Priorität: |
06.12.1996 DE 19650576
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.12.1998 Patentblatt 1998/53 |
| (73) |
Patentinhaber: Eduard Küsters Maschinenfabrik GmbH & Co. KG |
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47805 Krefeld (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- BRENDEL, Bernhard
D-47929 Grefrath (DE)
- SVENKA, Peter
D-47929 Grefrath (DE)
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| (74) |
Vertreter: Sparing Röhl Henseler
Patentanwälte |
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Postfach 14 04 43 40074 Düsseldorf 40074 Düsseldorf (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-U- 29 504 034 US-A- 4 471 690
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DE-U- 29 518 424
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Kalander zur Behandlung einer Warenbahn, insbesondere
einer Papierbahn, beispielsweise einen Satinierkalander.
[0002] Ein Kalander, der die im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 genannten Merkmale aufweist,
ist beispielsweise aus DE-U-295 04 034 bekannt. Dabei ist üblicherweise eine mittlere
Walze im Walzenstapel angetrieben und nimmt die anderen Walzen durch Friktion mittels
der Warenbahn mit. In der genannten Druckschrift ist angegeben, daß für das Einführen
der Warenbahn in die Walzspalte die normalerweise mitgenommenen Walzen angetrieben
werden. Dieser Hilfsantrieb braucht nur für die Leerlaufleistung bis zum Erreichen
der Arbeitsgeschwindigkeit ausgelegt zu werden, während der Hauptantrieb für die Gesamtleistung
während des Betriebs auszulegen ist. Ein ähnlicher Kolander ist ebenfalls aus DE-U-295
18 424 bekannt.
[0003] Auf die Walzen wirken in Vertikalrichtung äußerlich eingespeiste Kräfte sowie, von
oben nach unten zunehmend, Gewichtskräfte der überlagerten Walzen. Dadurch hervorgerufene
Deformationen -- insbesondere Durchbiegungen -- können mittels der Durchbiegungseinstellwalzen
kompensiert werden. Aber auch in Horizontalrichtung wirken Kräfte auf die Walzen.
Diese Kräfte können auf die erwähnte über Friktion erfolgende Drehmomentübertragung
zurückzuführen sein, wie in der Veröffentlichung Pav/Svenka, "Der Kompaktkalander
- die Antwort auf die Herausforderung nach hohen Geschwindigkeiten bei der Glättung
und Satinage", DAS PAPIER
1985, S. V178 ff. erläutert wird. In dieser Veröffentlichung wird auch ein Kompaktkalander
erwähnt, bei dem um eine harte, stationär gelagerte Basiswalze herum vier elastische
Walzen mit eigenem Antrieb Walzspalte bilden. Dadurch soll die Verkettung des Walzensatzes,
wie sie bei Kalandern nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 unvermeidlich ist, aufgelöst
werden. Ein horizontaler Kolander, wobei jede Walze mit einem eigenen Antrieb versehen
ist, ist aus US-A-4 471 690 bekannt.
[0004] Während vertikale Deformationen der Walzen, wie oben ausgeführt, kompensierbar sind,
gilt dies nicht für Deformationen infolge horizontal wirkender Kräfte. Das bedeutet,
daß die Walzen Mindestdurchmesser aufweisen müssen, damit horizontale Deformationen
sich innerhalb tolerierbarer Grenzen halten lassen. Eine dieser Begrenzungen liegt
darin, daß bei einer Deformation einer Walze in horizontaler Richtung die Verteilung
der Streckenlast ungleichförmig wird, wobei die Bereiche nahe den Lagern stärker belastet
werden. Dies kann zu einer Überpressung der Warenbahn im Randbereich und zur ungleichen
Verteilung der Warenbahn-Eigenschaftswerte im Querprofil führen. Darüberhinaus kann
der erhöhte Verschleiß der elastischen Walzenbezüge und im Extremfall eine Zerstörung
derselben eintreten. Bei einer gegebenen Strekkenlast wird die Druckspannung durch
die Mindestdurchmesser der Walzen auf einen entsprechenden Wert begrenzt, der sich
nur durch Erhöhen der Streckenlast vergrößern läßt. Aber selbst wenn die horizontale
Verformung der Walzen sich in Grenzen hält, wirken doch im walzenspalt Schubspannungen
auf die Warenbahn, welche --im Falle von Papier-- die Bindung zwischen den Fasern
in Bahnlaufrichtung lockern können und dadurch seine Festigkeit herabsetzen.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Kalander mit den im Oberbegriff des Anspruchs
1 genannten Merkmalen anzugeben, bei dem die Druckspannung bei gegebener Streckenlast
durch Verkleinern der Walzendurchmesser gesteigert werden kann.
[0006] Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe wird bei dem gattungsbildenden Kalander
durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 bzw. des Anspruchs 2 erreicht.
[0007] Da die Walzendurchmesser nicht mehr gemäß den horizontal wir kenden Kräften ausgelegt
zu werden brauchen, weil deren Wirkungen ausgeregelt werden, kann man die Walzen mit
Durchmessern ausbilden, die von anderen Kriterien als der Verformungsfestigkeit bzw.
der horizontalen Deformationen bestimmt werden, etwa den kritischen Eigenfrequenzen.
[0008] Walzen mit kleinerem Durchmesser haben ein geringeres Gewicht, so daß die statischen
(gravitationsbedingten) Kräfte relativ geringer sind und auch kleinere Lager verwendet
werden können.
[0009] Die Antriebe bringen die für die jeweils angetriebene Walze spezifische Leistung
auf, die sich aus Umformungs-, Transport- und Verlustleistung zusammensetzt. Dabei
wäre eine Verteilung von 50:50 auf die beiden spaltbildenden Walzen nur ein grober
Anhaltspunkt, da beispielsweise eine Durchbiegungseinstellwalze deutlich höhere Reibungsverluste
aufweist als eine normale massive Walze.
[0010] Die erfindungsgemäß auszuregelnden Kräfte lassen sich beispielsweise in den Walzenlagern
messen; Lager mit eingebauten Kraftmeßsystemen sind im Handel erhältlich. Es ist aber
zumindest auch denkbar, die durch solche Kräfte hervorgerufenen horizontalen Deformationen
meßtechnisch zu erfassen.
[0011] Ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Kalanders ist in den beigefügten
Zeichnungen dargestellt und wird nachstehend im einzelnen erläutert.
[0012] Figur 1 ist eine weitgehend schematisierte Seitenansicht eines erfindungsgemäßen
Kalanders,
[0013] Fig. 2 zeigt in einer ähnlichen Darstellung eine zweite Ausführungsform,
[0014] Fig. 3 zeigt eine Abwandlung der zweiten Ausführungsform, und
[0015] Fig. 4 ist ein Blockdiagramm der Regelung einer der Walzen.
[0016] Ein Kalandergestell 10 mit seitlichen Ständern ist in Schweiß- oder Gußkonstruktion
ausgeführt. In dem Gestell 10 ist ein Kalander 12 angeordnet, der acht spaltbildende
Walzen aufweist. Die oberste und die terste Walze 14 bzw. 16 sind Durchbiegungseinstellwalzen,
und das Joch der oberen Durchbiegungseinstellwalze ist ortsfest im Gestell eingespannt;
auch die Lager dieser Walze sind ortsfest. Die Walze 14 ist mit einem elastischen
Bezug versehen, ebenso wie die im Ka lander 12 vorgesehenen Walzen 18, 20, 22 und
untere Durchbiegungseinstellwalze 16. Zwischen den Walzen 14 und 18 ist eine harte
beheizbare Walze 24 angeordnet, die mit den über und unter ihr angeordneten Walzen
14 bzw. 18 je einen Walzspalt bildet. Auch zwischen den Walzen 18 und 20 befindet
sich eine harte, beheizbare, mit ihnen je einen Walzspalt definierende Walze 26. Der
von der Warenbahn 28 durchlaufene Spalt zwischen den Walzen 20 und 22 dient nicht
der Umformung der Warenbahn, sondern als Wendespalt, um die vorher den elastischen
Walzen zugekehrte Seite der Warenbahn nun der harten, beheizbaren Walze 30 zuzukehren,
die zwischen den Walzen 22 und 16 angeordnet ist. (Die betreffende Seite der Warenbahn
hat bereits vier Spalte durchlaufen, wenn auch jeweils einer elastischen Walze zugekehrt,
ist aber dabei gleichwohl soweit geglättet worden, daß das Durchlaufen zweier weiterer
Spalte auf der beheizten Seite ausreicht).
[0017] Die Lager aller Walzen mit Ausnahme der oberen Durchbiegungseinstellwalze 14 sind
gleitverschieblich im Gestell 10 angeordnet. Die Belastung der Walzspalte erfolgt
mittels Hydraulikzylindern 32 und ergibt beispielsweise eine mittlere Linienkraft
von 500 N/mm. Anzumerken ist, daß die Linienkraft auch mittels der Durchbiegungseinstellwalzen
aufgebracht werden kann. Die harten Walzen lassen sich mit Dampf auf zum Beispiel
bis zu 200° C aufheizen. Die elastischen Walzen können temperiert sein. Die Warenbahn
28 wird zwischen den einzelnen Walzspalten um Leitwalzen 34 geführt, deren Oberflächen
mit Spiralnuten versehen sind, um die Breithaltung der Warenbahn sicherzustellen und
die Bildung eines Luftkissens zu verhindern, auf dem die Warenbahn aufschwimmen könnte.
Pneumatische Kompensation der überhängenden Lasten erfolgt mittels Kompensationseinheiten
46, an deren Stelle auch hydraulische oder andere Servoantriebe vorgesehen sein können.
[0018] Übliche Breitstreckwalzen können ebenfalls vorgesehen sein. Die gezeigte Kalanderanordnung
kann als "In-Line-Kalander" einer Papieroder Streichmaschine nachgeordnet sein oder
als "Off-Line-Kalander" arbeiten.
[0019] Die insoweit beschriebene Anordnung entspricht weitgehend dem Stand der Technik,
abgesehen davon, daß der Durchmesser der Walzen zwischen den Durchbiegungsausgleichswalzen,
zumindest aber der harten Walzen deutlich kleiner als üblich ist.
[0020] Gemäß der ersten Variante der Erfindung ist jede spaltbildende Walze mit einem eigenen
Antrieb versehen, bestehend aus einem Elektromotor, zum Beispiel einem Gleichstrommotor,
der über eine Gelenkwelle mit der ihm zugeordneten Walze gekuppelt ist und aus einer
geregelten Versorgungseinheit gespeist wird. Die Antriebe sind in Fig. 1 nur durch
das übliche Zwei-Viertel-Kreissymbol angedeutet.
[0021] Fig. 4 zeigt den Antrieb einer der Walzen. Der Antriebsmotor ist ein Gleichstrommotor
50, gespeist aus einem Umformer 52 über einen Regler 54, vorzugsweise einen digitalen
PID-Regler.
[0022] In der Anlaufphase wird die Drehzahl geregelt; hierfür weist jeder Motor 50 einen
Istwertgeber in Form beispielsweise eines Tachodynamos 56 auf; die Sollwerte können
in einem elektronischen Speicher 58 abgelegt sein, der sequentiell ausgelesen wird.
In der Anlaufphase werden die Sollwerte so gewählt, daß die jeweils einen Walzspalt
definierenden Walzen gleiche Umfangsgeschwindigkeit aufweisen.
[0023] In der Betriebsphase ist die Umfangsgeschwindigkeit nur mit Einschränkungen ein geeigneter
Parameter, da sich ja die elastischen Walzen im Bereich des Walzspalts deformieren,
also keine strikte Proportionalität mehr zwischen Drehzahl und Umfangsgeschwindigkeit
vorliegt. Entsprechendes gilt für die bei Beheizung einer Walze erfolgende Dilatation.
[0024] Aus diesem Grunde erfolgt im Betrieb eine Leistungsregelung. Jeder Walze wird eine
Leistung zugeführt, die zumindest annähernd die Hälfte der in jedem von ihr definierten
Walzspalt auf die Warenbahn übertragenen Umformungs- und Transportleistungen zuzüglich
der Verlustleistung deckt. Es ist anzumerken, daß die Antriebsleistung der Leitwalzen
44 in der dargestellten Ausführungsform nach Art eines Zugmittelgetriebes mittels
der Warenbahn übertragen wird; auch diese Leistung ist daher bei der Bemessung der
Sollwerte --ebenfalls in dem Speicher 56 abgelegt -- zu berücksichtigen. Allerdings
ist es, besonders- bei größeren In-Line-Kalandern, bevorzugt, auch die Leitwalzen
mit eigenen Antrieben zu versehen.
[0025] Die Leistungsregelung weist die Besonderheit auf, daß bei der Zumessung der Leistung
zu den Motoren, die jeweils einen Walzspalt begrenzende Paare von Walzen antreiben,
bei einer Sollwertabweichung die Leistung beider Motoren verstellt wird und da alle
Walzen miteinander verkettet sind, bedeutet das einen Regeleingriff an allen Motoren.
Dem Einzelmotorregler ist demgemäß ein Gesamtregler 60 hierarchisch übergeordnet,
der bei einer Sollwertabweichung auch nur bei einer einzigen Walze neue Sollwerte
der Leistung für alle Walzen berechnet oder einem Suchtabellenspeicher entnimmt.
[0026] In den Lagern der Walzen sind Kraftsensoren angeordnet, die zumindest die in Horizontalrichtung
von der betreffenden Walze auf das Gestell 10 übertragenen Kräfte erfassen. Solche
"Kraftmeßlager" werden beispielsweise von der Firma SKF Kugellagerfabriken GmbH, Schweinfurt,
angeboten. Wie oben erwähnt, wird die Leistung oder, genauer, die Leistungsverteilung
so geregelt, daß diese Horizontalkräfte möglichst klein gehalten werden.
[0027] Die Kalanderanordnung nach Figur 1 kann so betrieben werden, daß die Zahl der durchlaufenen
Walzspalte vorgegeben wird; darüberhinaus kann der Betreiber das technologische Ergebnis
durch Auswahl der Streckenlast und der Walzentemperaturen beeinflussen.
[0028] Fig. 2 zeigt als zweite Ausführungsform einen Doppelkalander mit jeweils nur zwei
Walzspalten zur Glättung jeweils einer der Warenbahnseiten. Die Elemente des in der
Zeichnung linken Kalanders sind mit den Bezugszeichen analoger Elemente in Fig. 1
bezeichnet, bei dem rechten ist jeweils ein Indexstrich " ' " zugefügt. Man erkennt,
daß jeder Einzelkalander nur noch zwei Durchbiegungseinstellwalzen 40 bzw. 42 mit
elastischem Bezug und eine dazwischen angeordnete harte, beheizte Walze 44 aufweist.
[0029] Fig. 3 stellt ein Beispiel für die zweite Variante der Erfindung dar, abgeleitet
von der Ausführungsform nach Fig. 2. Hier hat die harte, beheizte mittlere Walze 45
keinen eigenen Antrieb, sondern wird von den Mänteln der Durchbiegungseinstellwalzen
40, 42 mitgenommen. Diese übertragen zwar durch die Warenbahn die Antriebsmomente
auf die harte Walze 46, doch werden die Antriebe der beiden elastischen Walzen so
geregelt, daß die auf die harte Walze wirkenden Kräfte gleich und entgegengesetzt
werden.
[0030] Es wird angenommen, daß z.B. bei Satinierkalandern wegen der extrem hohen Druckspannungen
in den Walzspalten in Kombination mit hoher Temperatur bereits mit der in Fig. 2 bzw.
3 dargestellten Konfiguration gute technologische Ergebnisse erzielbar sind. Neben
einer solchen Konfiguration 3/3 sind zahlreiche weitere denkbar, bei denen jeweils
eine harte Walze zwischen zwei elastischen Walzen angeordnet ist, wie die Konfigurationen
5/3, 7/3, 5/5, 8/5 und andere.
1. Kalander (12) zur Behandlung einer Warenbahn (28), umfassend eine Mehrzahl von Walzen
(14 bis 26, 30), von denen jeweils eine harte Walze und eine elastische Walze einen
Walzspalt definieren, welche Walzen in Ständern eines Gestells (10) mit ihren Achsen
vertikal verlagerbar aufgenommen sind, und wobei die unterste und die oberste Walze
Durchbiegungseinstellwalzen (16/26, 18/30) sind, dadurch gekennzeichnet, daß den mindestens einen Walzspalt bildenden Walzen eines Walzenpaares jeweils ein eigener
derart geregelter Antrieb (50, 52, 54, 56, 58, 60) zugeordnet ist, daß in Horizontalrichtung
auf die Walzen wirkende Kräfte minimal gehalten werden.
2. Kalander zur Behandlung einer Warenbahn, umfassend eine Mehrzahl von Walzen, von denen
jeweils eine harte Walze und eine elastische Walze einen Walzspalt definieren, welche
Walzen in Ständern eines Gestells mit ihren Achsen vertikal verlagerbar aufgenommen
sind, und wobei die unterste und die oberste Walze Durchbiegungseinstellwalzen sind,
dadurch gekennzeichnet, daß der oberen und der unteren elastischen Walze einer drei Walzen umfassenden, zwei
Walzspalte definierenden Gruppe jeweils ein eigener, derart geregelter Antrieb zugeordnet
ist, daß in Horizontalrichtung auf die Walzen wirkende Kräfte minimal gehalten werden.
3. Kalander nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß den Antrieben der einzelnen Walzen die für die Verluste der betreffenden Walze benötigte
Leistung sowie mindestens annähernd die Hälfte der Leistung für die Warenbahnumformung
und den Warenbahntransport geregelt zugeführt wird.
4. Kalander nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die in den Walzenlagern auftretenden IST-Horizontalkräfte gemessen werden.
5. Kalander nach Anspruch 1 oder einem der auf ihn rückbezogenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß alle spaltbegrenzenden Walzen mit einem eigenen Antrieb ausgerüstet sind.
6. Kalander nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß von der Warenbahn umschlungene Walzen einschließlich Leitwalzen mit einem eigenen
Antrieb ausgerüstet sind.
7. Kalander nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die elastischen Walzen einen mit einem elastischen Kunststoffbezug versehenen Kern
umfassen.
8. Kalander nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein die Durchbiegungskräfte aufnehmendes Joch mindestens einer der Durchbiegungseinstellwalzen
(14, 16) ortsfest in Ständern des Gestells (10) angeordnet ist.
9. Kalander nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Antrieb ein Regler (54) zugeordnet ist, dem bei einer Sollwertabweichung von
einem übergeordneten Gesamtregler (60) ein angepaßter Sollwert zugeführt wird.
10. Kalander nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Einzelregler und der Gesamtregler für die Regelung der Leistungsverteilung auf
alle Antriebe ausgebildet sind.
1. Calender (12) for treating a product web (28), comprising a plurality of rolls (14
to 26, 30), of which in each case a hard roll and a resilient roll define a nip, which
rolls are fitted in uprights of a frame (10) with their axes vertically displaceable,
and the bottom roll and the top roll being deflection controlled rolls (16/26, 18/30),
characterized in that the rolls of a pair of rolls which form at least one nip are in each case assigned
their own drive (50, 52, 54, 56, 58, 60), which is controlled in such a way that forces
acting on the rolls in the horizontal direction are kept to a minimum.
2. Calender for treating a product web, comprising a plurality of rolls, of which in
each case a hard roll and a resilient roll define a nip, which rolls are fitted in
uprights of a frame with their axes vertically displaceable, and the bottom roll and
the top roll being deflection controlled rolls, characterized in that the upper and lower resilient rolls of a group which comprises three rolls and defines
two nips are in each case assigned their own drive, which is controlled in such a
way that forces acting on the rolls in the horizontal direction are kept to a minimum.
3. Calender according to Claim 1 or 2, characterized in that the drives of the individual rolls are supplied in a controlled manner with the power
that is needed for the losses of the relevant roll and with at least approximately
half the power for re-forming the product web and for transporting the product web.
4. Calender according to Claim 1, 2 or 3, characterized in that the ACTUAL horizontal forces occurring in the roll bearings are measured.
5. Calender according to Claim 1 or one of the claims that refer back to it, characterized in that all the rolls which bound a nip are equipped with their own drives.
6. Calender according to one of the preceding claims, characterized in that rolls around which the product web wraps, including guide rolls, are equipped with
their own drives.
7. Calender according to one of the preceding claims, characterized in that the resilient rolls comprise a core provided with a resilient plastic cover.
8. Calender according to 'one of the preceding claims, characterized in that a yoke which absorbs deflection forces and belongs to at least one of the deflection
controlled rolls (14, 16) is arranged immovably in uprights of the frame (10).
9. Calender according to one of the preceding claims, characterized in that each drive is assigned a controller (54), which, in the event of a set-point deviation,
is supplied with an adapted set point by a higher-order overall controller (60).
10. Calender according to Claim 9, characterized in that the individual controllers and the overall controller are designed to control the
power distribution to all the drives.
1. Calandre (12) pour le traitement d'une bande de matière (28) comprenant une pluralité
de rouleaux (14 à 26, 30), parmi lesquels un rouleau dur et un rouleau élastique définissent
un intervalle entre rouleaux, lesquels rouleaux sont montés mobiles avec leurs axes
verticalement sur des montants d'un bâti (10), et dans laquelle le rouleau extrême
supérieur et le rouleau extrême inférieur sont des rouleaux réglables en flexion (16/26,
18/30), caractérisée en ce qu'à chacun des rouleaux d'une paire de rouleaux formant au moins un intervalle entre
rouleaux, est associé un entraînement propre (50, 52, 54, 56, 58, 60) qui est réglé
de manière que les forces qui agissent sur les rouleaux dans une direction horizontale
soient maintenues à une valeur minime.
2. Calandre pour le traitement d'une bande de matière comprenant une pluralité de rouleaux
parmi lesquels un rouleau dur et un rouleau élastique définissent un intervalle entre
rouleaux, lesquels rouleaux sont montés mobiles avec leurs axes verticalement sur
des montants d'un bâti, et dans laquelle le rouleau extrême supérieur et le rouleau
extrême inférieur sont des rouleaux réglables en flexion, caractérisée en ce qu'à chacun des rouleaux élastiques supérieur et inférieur d'un groupe comprenant trois
rouleaux et qui définit deux intervalles entre rouleaux, est associé un entraînement
propre qui est réglé de manière que les forces qui agissent sur les rouleaux dans
une direction horizontale soient maintenues à une valeur minime.
3. Calandre selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce qu'aux entraînements des rouleaux individuels sont appliquées, de façon réglée, la puissance
nécessaire pour les pertes du rouleau considéré, et au moins à peu près la moitié
de la puissance pour la déformation de la bande de matière, et pour le transport de
la bande de matière.
4. Calandre selon la revendication 1, 2 ou 3, caractérisée en ce que les forces horizontales réelles qui se manifestent dans les paliers des rouleaux
sont mesurées.
5. Calandre selon la revendication 1 ou 2 ou l'une des revendications qui s'y rapportent,
caractérisée en ce que tous les rouleaux délimitant un intervalle sont équipés d'un entraînement qui leur
est propre.
6. Calandre selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que les rouleaux au contact de la bande de matière, y compris les rouleaux de guidage,
sont équipés d'un entraînement qui leur est propre.
7. Calandre selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que les rouleaux élastiques comprennent un noyau muni d'un revêtement de matière plastique
élastique.
8. Calandre selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'un pont absorbant les forces de flexion, associé à au moins un des rouleaux de réglage
de la flexion (14, 16) est monté en position fixe sur des montants du bâti (10).
9. Calandre selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'à chaque entraînement est associé un régulateur (54) auquel, dans le cas d'un écart
par rapport à une valeur de consigne, un régulateur général (60) de rang supérieur
transmet une valeur de consigne adaptée.
10. Calandre selon la revendication 9, caractérisée en ce que les régulateurs individuels et le régulateur général sont construits de manière à
assurer la régulation de la répartition de la puissance sur tous les entraînements.