[0001] Die Erfindung betrifft einen Bettlattenrost mit Härtezoneneinstellung, der einen
Rahmen mit Federlatten, darunter angeordnete Stützlatten und jeweils zwei zwischen
den Federlatten und den Stützlatten in deren Längsrichtung verschiebbar geführten
Schiebern zur Härteregulierung aufweist.
[0002] Zur Verbesserung des Schlafkomforts durch individuell gewichtsanpassende Einstellung
des Härtegrades von Bettlattenrosten sind bei 3-Latten-Systemen mit zwei oberen parallelen
Federlatten und einer mittig darunter angeordneten Stützlatte Härtezonenschieber bekannt,
die sich über die Länge der Federlatten beliebig verschieben und einstellen lassen.
[0003] Nachteilig an dieser bekannten Härtezoneneinstellung ist, daß durch die freie Beweglichkeit
der Schieber unendlich viele Einstellungsmöglichkeiten gegeben sind, was die Benutzer
beim Auffinden der optimalen Schieberposition leicht überfordern kann. Außerdem besteht
bei diesen bekannten Härtezonenschiebern die Gefahr, daß sie durch Relativbewegungen
zwischen der Matratze und dem Bettlattenrost aus ihrer festgelegten Position verschoben
werden, wobei dann die gewählte Federunterstützung verloren geht und sich infolge
der freien Verschiebbarkeit anschließend auch nicht ohne weiteres wieder auffinden
läßt.
[0004] Weiterhin ist aus der DE 91 15 322 U1 ein Verstellbeschlag für Lattenroste oder Liegen
zur Härteregelung von Liegezonen bekannt, bei dem eine untere Latte an einer oberen
Latte angeordnet ist und auf der oberen Latte Distanzstücke verschiebbar befestigt
sind. Dieser Verstellbeschlag hat jedoch ebenfalls den Nachteil, daß die Distanzstücke
frei beweglich geführt sind und beliebige Stellungen auf der oberen Latte einnehmen
können.
[0005] Eine andere bekannte Ausführungsform der DE 38 34 542 A1 verwendet Schieber zur Härteeinstellung,
die paarweise jeweils zwei übereinanderliegende Federleisten umgreifen und aus gegeneinander
verspannbaren Klemmteilen zusammengesetzt sind. Solche kraftschlüssig festzulegenden
Klemmteile können zwar nicht ungewollt auf den Federleisten verrutschen, jedoch bleibt
die Anzahl der möglichen Einstellungen unendlich hoch und die Reproduzierbarkeit einer
vormaligen Einstellung weiterhin unmöglich. Zudem sind die als Spannelemente vorgeschlagenen
Flügelschrauben unterhalb der Federleisten nur sehr schwer zugänglich.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Bettlattenrost mit Hartezoneneinstellung zur
Verfügung zu stellen, bei dem das Auffinden und Reproduzieren einer optimierten Einstellung
der Federunterstützung erleichtert sowie eine einmal eingestellte Position der Härtezonenschieber
sicher beibehalten wird.
[0007] Die Lösung dieser Aufgabe wird in Verbindung mit den Oberbegriffsmerkmalen erfindungsgemäß
durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruches angegebene technische Lehre
vermittelt. Die Federlatten und/oder bevorzugt die Stützlatten weisen Rasten auf,
in die Rastmittel der Schieber so einrasten, daß sie mindestens im belasteten Zustand
des Bettlattenrostes darin fixiert sind.
[0008] Von besonderem Vorteil ist ein Schieber, dessen Rastmittel auch im unbelasteten Zustand
des Bettlattenrostes entweder durch die elastischen Rückstellkräfte der Federlatten
oder der Stützlatten, deren Lagerungen oder auch durch eigene elastische Rückstellkräfte
des aus Elastomer bestehenden Schiebers in den Resten gehalten und nur bei einem bewußten
Verstellvorgang entrastbar ist, bei dem der Schieber sodann in eine andere gewünschte
Position verschoben werden kann.
[0009] Ebenso können die Resten vorteilhafterweise in den Stützlatten aufgebrachten Stützprofilen
angeordnet sein, wobei die Anzahl der Resten auf eine für eine optimale Einstellung
erforderliche Anzahl reduziert ist. Damit wird dem Benutzer die Schwierigkeit der
Auswahl zwischen unendlich vielen Einstellmöglichkeiten genommen, wobei die Anzahl
der möglichen Einstellungen bei maximal fünf Resten je halber Länge einer Stützlatte
immer noch sehr groß ist und eine individuelle Einstellung erlaubt.
[0010] Um trotz der Konstruktion des Bettlattenrostes mit Stützlatten eine möglichst große
Auflagefläche für eine Matratze und einen möglichst großen Federweg verwirklichen
zu können, sollen die Stützlatten in bevorzugter Weise an der Innenseite eines verstellbaren
Innenrahmens angeordnet und die Endpunktlager für die Federlatten auf der Außenseite
des Innenrehmens festgelegt sein.
[0011] Ferner sind je nach der voraussichtlichen Belastung auch Ausführungsformen mit nur
einer Stützlatte je Federlatte, aber auch drei Federlatten mit nur einer darunter
angeordneten Stützlatte möglich. Zur Steigerung der Gesamthärte können statt der regelmäßig
verwendeten zwei auch vier, sechs oder mehr Schieber zwischen Feder- und Stützlatte
vorgesehen werden.
[0012] Um die Gesamteinfederungsfähigkeit dieses Lattensystems zu vergrößern, insbesondere
im Gesäßbereich, kann die Stützlatte in vertikal nachgiebigen Lagern gelagert sein,
wie sie beispielsweise für bekannte Schulterabsenkungen Verwendung finden.
[0013] Im Gegensatz zur möglichen Absenkung der Stützlatten kann auch deren Anhebung, insbesondere
im Bereich der Lendenwirbelsäule eines Benutzers zweckmäßig sein, was sich durch höhenverstellbare
Lager der Stützlatten, die für normale Federlatten ebenfalls schon bekannt sind, gewährleisten
läßt.
[0014] Nachfolgend werden anhand der Zeichnungen Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben.
Es zeigen:
- Fig. 1
- die Vorderansicht eines Bettlattenrostes mit fester Stützlatte im Teilschnitt,
- Fig. 2
- einen Querschnitt durch ein 3-Latten-System mit eingerastetem Schieber,
- Fig. 3
- eine Seitenansicht eines 3-Latten-Systems im Teilschnitt,
- Fig. 4
- einen Querschnitt des Bettlattenrostes mit integrierter Höhenverstellung,
- Fig. 5
- eine Seitenansicht der Fig. 4 im Schnitt,
- Fig. 6
- einen Querschnitt des Bettlattenrostes mit elastisch gelagerter Stützlatte im belasteten
Zustand, und
- Fig. 7
- eine Seitenansicht der Fig. 6 im Schnitt.
[0015] Der abgebildete Bettlattenrost mit Härtezoneneinstellung besteht aus einem flachliegenden
Außenrahmen 8 und einem gelenkig daran angebrachten inneren Rahmen 6, an dem innen
die Stützlatten 2 und außen die Endpunktlager 7 für die Federlatten 1 angebracht sind.
Auf den unterhalb der Federlatten 1 symmetrisch angeordneten Stützlatten 2 befinden
sich jeweils zwei etwa ihre halbe Länge einnehmende, zu deren Mitte sowie zu den Federlatten
1 hin stärker werdende Stützprofile 4, die fünf nach oben offene, als kugelabschnittförmige
Ausnehmungen ausgebildete Rasten 3 aufweisen.
[0016] In die Rasten 3 greifen mit ihnen korrespondierende, den Federlatten 1 aufgesteckten
Schiebern 5 zugehörige kugelförmige Restmittel 9 ein, die außer im belasteten auch
im unbelasteten Zustand des Bettlattenrostes von elastischen Rückstellkräften der
Federlatten 1, der Stützlatten 2 und/oder eigenen elastischen Rückstellkräften der
Schieber 5 in den Resten 3 fixiert gehalten werden. Gegen diese Rückstellkräfte lassen
sie sich bei Bedarf von Hand entrasten und sind sodann entlang der Federletten 1 bis
zu einer der anderen Resten 3 verschiebbar, um dadurch eine individuelle Veränderung
der Härtezone herbeizuführen.
[0017] Im Gegensatz zu den Fig. 1 bis 3 sind die Stützlatten 2 der in den Fig. 4 bis 7 dargestellten
Abschnitte des Bettlattenrostes nicht fest mit den inneren Rahmen 6 verbunden. Vielmehr
enden sie entweder in höhenverstellbaren Lagern 11, was vor allem für den Lendenwirbelbereich
vorteilhaft ist, oder in elastisch absenkbaren Lagern 12, um im Gesäßbereich eine
größere Nachgiebigkeit der Federlatten 1 erreichen zu können.
1. Bettlattenrost mit Härtezoneneinstellung, der einen Rahmen mit Federlatten, darunter
angeordnete Stützlatten und jeweils zwei zwischen den Federlatten und den Stützlatten
in deren Längsrichtung verschiebber geführten Schiebern zur Härteregulierung aufweist,
dadurch gekennzeichnet, deß die Federlatten (1) und/oder die Stützlatten (2) mit Resten
(3) sowie die Schieber (5) mit diesen Resten (3) korrespondierenden Rastmitteln (9)
versehen und die Rastmittel (9) mindestens im belasteten Zustand des Bettlettenrostes
in den Resten (3) fixiert sind.
2. Bettlattenrost nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß des Restmittel (9) eines
Schiebers (5) im unbelasteten Zustand des Bettlattenrostes von elastischen Rückstellkräften
der Federlatten (1), der Stützlatten (2) und/oder eigenen elastischen Rückstellkräften
des Schiebers (5) in einer Raste (3) gehalten, gegen diese Rückstellkräfte von Hand
zu entrasten und der Schieber (5) sodann verschiebber ist.
3. Bettlattenrost nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
auf den Stützlatten (2) sich jeweils etwa über ihre halbe Länge erstreckende, zu deren
Mitte sowie zu den Federletten (1) hin stärker werdende Stützprofile (4) angeordnet
sind, in denen sich die Rasten (3) als nach oben offene Ausnehmungen befinden.
4. Bettlattenrost nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Restmittel (9) kugelförmig und die Ausnehmung der Resten (3) kugelabschnittförmig
ausgebildet sind.
5. Bettlattenrost nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Stützlatten (2) innen am Rahmen (6) und die Federletten (1) außen am Rahmen (6)
in Endpunktlagern (7) festgelegt sind.
6. Bettlattenrost nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
einige der Stützlatten (2) in elastisch absenkbaren Lagern (12) am Rahmen (6) gehalten
sind.
7. Bettlattenrost nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
einige der Stützlatten (2) in höhenverstellbaren Lagern (11) am Rahmen (6) befestigt
sind.
8. Bettlattenrost nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
in jedem Stützprofil (4) bzw. auf der halben Länge der Federlatten (1) oder der Stützlatten
(2) maximal fünf Resten (3) vorhanden sind.