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EP 0 887 244 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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30.12.1998 Patentblatt 1998/53 |
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Anmeldetag: 17.06.1998 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B61G 11/18 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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AL LT LV MK RO SI |
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Priorität: |
23.06.1997 DE 19726516
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Anmelder: DUEWAG AKTIENGESELLSCHAFT |
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47829 Krefeld (DE) |
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Erfinder: |
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- Schröder, Karl-Josef
40627 Düsseldorf (DE)
- Mühlhahn, Dieter
40764 Langenfeld (DE)
- Goedel, Michael, Dr.
52066 Aachen (DE)
- Uretschläger, Rudolf
47802 Krefeld (DE)
- Mombour, Klaus
47447 Moers (DE)
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Puffer für Schienenfahrzeuge |
(57) Ein Puffer für Schienenfahrzeuge hat einen Pufferteller (1), der eine im Hinblick
auf möglichst geringen Verschleiß ausgeführte Kontaktfläche (2) aufweist. Dazu ist
der Pufferteller (1) mit zumindest einer Schicht (3) aus duroplastischem faserverstärtem
Kunststoff versehen, die derart elastisch verformbar ist, daß auftretende Pressungen
flächig übertragen werden.
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[0001] Die Erfindung betrifft einen Puffer für Schienenfahrzeuge mit einem Pufferteller,
der eine im Hinblick auf möglichst geringen Verschleiß ausgeführte Kontaktfläche aufweist.
[0002] Vor allem bei Reisezugwagen, die im Wendezugverkehr betrieben werden, treten an den
Berührpunkten der Pufferteller sehr große Kräfte und entsprechend hohe Pressungen
auf, wobei in engen Gleiskurven beträchtliche Reibbewegungen ausgeführt werden. Im
Hinblick auf diese Gegebenheiten ist es beispielsweise bekannt, die Pufferteller mit
einer Platte aus Hartmangan auszustatten (DE-PS 26 19 469) oder die Pufferteller aus
einem Werkstoff herzustellen, der eine Oberflächenhärtung ermöglicht (DE-PS 43 37
257). Zusätzlich ist es üblich, die Pufferteller an ihren Kontaktflächen in relativ
kurzen Zeitintervallen mit einer Fettschicht zu versehen. Wie die Praxis zeigt, treten
trotz der genannten Maßnahmen Verschleißerscheinungen - wie Materialabtrag und Riefenbildung
- und auch störende Geräuschentwicklungen an den Puffertellern auf.
[0003] Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß es in Anbetracht der extrem hohen
punktförmigen Pressungen technisch nicht gelingen kann, die Pufferteller derart hart
auszuführen, daß Verschleißerscheinungen und Geräuschentwicklungen soweit wie eben
möglich vermieden werden.
[0004] Der Erfindung liegt demgemäß die Aufgabe zugrunde, in Abkehr von den bisherigen Bemühungen
eine möglichst einfache und kostengünstige Ausführung des Puffertellers zu schaffen,
durch die die aufgezeigten Nachteile beseitigt sind.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Pufferteller mit zumindest
einer Schicht aus duroplastischem faserverstärktem Kunststoff versehen ist, die derart
elastisch verformbar ist, daß auftretende Pressungen flächig übertragen werden.
[0006] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0007] Im weiteren wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert,
die in der Zeichnung prinzipartig dargestellt sind. Fig. 1 und 2 zeigen jeweils unterschiedlich
gestaltete Pufferteller im Querschnitt. Fig. 3 zeigt die Pufferteller nach Fig. 1
und 2 und mögliche Flanschkonturen 6 in Vorderansicht.
[0008] Gemäß Fig. 1 hat der Pufferteller 1 eine aus Stahl bestehende flanschförmige Grundplatte
5 mit einem Zentrieransatz 5a für eine Pufferfeder. Diese Grundplatte 5 wird durch
in Bohrungen 5b eingesetzte Befestigungsschrauben (hier nicht gezeichnet) mit einem
nur in Fig. 2 angedeuteten Flansch 4 des Pufferstößels verbunden. Der Pufferteller
1 ist mit einer Schicht 3 aus duroplastischem faserverstärktem Kunststoff versehen,
wobei diese Schicht 3 eine innere Klebezone enthält, die gute Haftung gegenüber der
Grundplatte 5 des Puffertellers 1 erbringt. Außerdem weist die Schicht 3 eine die
Kontaktfläche 2 des Puffertellers 1 bildende Außenzone mit guten Gleiteigenschaften
(selbstschmierend) und minimalem Verschleißverhalten auf, wobei diese Außenzone auch
einen geräuscharmen Betrieb erbringt. Zwischen den beiden vorgenannten Zonen befindet
sich eine zentrale Stützzone der Schicht 3, die entsprechend der notwendigen mechanischen
Festigkeit und einem derartigen elastischen Deformationsvermögen ausgelegt ist, daß
an der Kontaktfläche 2 auftretende Pressungen flächig übertragen werden.
[0009] Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 ist der Pufferteller 1 vollständig durch die vorbeschriebene
Schicht 3 aus duroplastischem faserverstärktem Kunststoff gebildet, wobei die flanschförmige
Grundplatte 5 weitestgehend auf den Zentrieransatz 5a reduziert ist. Für das Verbinden
dieses Puffertellers 1 mit dem Flansch 4 des Pufferstößels enthält die Schicht 3 eine
Metallscheibe 7 als Widerlager für die Schraubenbolzen 8.
[0010] Im übrigen ist es ohne weiteres möglich, einen Puffer, bei dem der Pufferteller 1
und der Pufferstößel einstückig ausgebildet oder durch Schweißen vereinigt sind (siehe
beispielsweise Fig. 1 der DE-PS 43 37 257), tellerseitig mit der besagten Schicht
3 zu versehen.
Liste der Bezugszeichen
[0011]
- 1
- Pufferteller
- 2
- Kontaktfläche
- 3
- Schicht aus duroplastischem faserverstärktem Kunststoff
- 4
- Flansch des Pufferstößels
- 5
- flanschförmige Grundplatte des Puffertellers
- 5a
- Zentrieransatz für Pufferfeder
- 5b
- Bohrung für Befestigungsschraube
- 6
- mögliche Flanschkonturen
- 7
- Metallscheibe
- 8
- Schraubenbolzen
1. Puffer für Schienenfahrzeuge mit einem Pufferteller (1), der eine im Hinblick auf
möglichst geringen Verschleiß ausgeführte Kontaktfläche (2) aufweist, dadurch gekennzeichnet,
daß der Pufferteller (1) mit zumindest einer Schicht (3) aus duroplastischem faserverstärktem
Kunststoff versehen ist, die derart elastisch verformbar ist, daß auftretende Pressungen
flächig übertragen werden.
2. Puffer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der an einen Flansch (4) des Pufferstößels
anschraubbare Pufferteller (1) vollständig durch die Schicht (3) aus duroplastischem
faserverstärktem Kunststoff gebildet ist.
3. Puffer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schicht (3) aus duroplastischem
faserverstärktem Werkstoff eine die Kontaktfläche (2) beinhaltende Außenzone mit guten
Gleiteigenschaften und minimalem Verschleißverhalten und eine zentrale Stützzone aufweist,
die entsprechend der notwendigen Festigkeit und dem elastischen Deformationsvermögen
ausgelegt ist.
4. Puffer nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schicht (3) aus
duroplastischem faserverstärktem Werkstoff eine innere Klebezone enthält, die gute
Haftung gegenüber einer aus Stahl bestehenden flanschförmigen Grundplatte (5) des
Puffertellers (1) erbringt.

