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EP 0 887 464 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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19.11.2003 Patentblatt 2003/47 |
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Anmeldetag: 14.05.1998 |
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Maschine zum Verdichten und Profilieren der Schotterbettung eines Gleises
Machine for compacting and profiling the railway ballast
Machine pour le compactage et le profilage d'un lit de ballast d'une voie ferrée
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE FR GB IT LI SE |
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Priorität: |
27.06.1997 AT 110797
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.12.1998 Patentblatt 1998/53 |
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Patentinhaber: Franz Plasser
Bahnbaumaschinen-
Industriegesellschaft m.b.H. |
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1010 Wien (AT) |
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Erfinder: |
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- Theurer, Josef
1010 Wien (AT)
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Maschine zum Verdichten und Profilieren der Schotterbettung
eines Gleises, mit einem auf Schienenfahrwerken auf dem Gleis verfahrbaren Maschinenrahmen
und einem mit diesem über Antriebe höhenverstellbar verbundenen Stabilisationsaggregat,
das einen Schwingungserreger zur Erzeugung horizontaler, quer zur Maschinenlängsrichtung
verlaufender Schwingungen und auf Schienen des Gleises abrollbare Spurkranzrollen
aufweist, sowie mit einem höhenverstellbaren Schotterpflug zur Einschotterung des
Gleises.
[0002] Derartige Maschinen sind durch die US 5 172 637 bzw. 5 172 635 bekannt. Dabei ist
jeweils der Schotterpflug in Arbeitsrichtung der Maschine dem Stabilisationsaggregat
vorgeordnet und von diesem distanziert. Mit diesen Maschinen besteht die vorteilhafte
Möglichkeit, die vorschriftsmäßige Einschotterung eines Gleises mit einer künstlichen
Vorwegnahme der nach einer Gleislagekorrektur zwangsläufig auftretenden Anfangssetzungen
des Gleises in einem Arbeitsgang zu kombinieren.
[0003] Weiters ist es durch US 4 064 807 bekannt, einen in Arbeitsrichtung vor einem Stabilisationsaggregat
befindlichen Schotterpflug unterhalb eines angehobenen Gleisabschnittes einzusetzen,
um damit die Schotterbettung zu planieren und das Gleisniveau anzuheben.
[0004] Schließlich ist es noch durch GB 2 267 305 bekannt, eine Gleishebeeinrichtung einer
Schotterreinigungsmaschine mit einem Exzenterantrieb zur Erzeugung von horizontalen
Querschwingungen zu kombinieren. Damit besteht die Möglichkeit, den unmittelbar zuvor
abgeworfenen gereinigten Schotter unter Stabilisierung der Gleislage zu verdichten.
[0005] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt nun in der Schaffung einer Maschine
der gattungsgemäßen Art, mit der eine verbesserte Schotterbewegung erzielbar ist.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einer Maschine der eingangs genannten Art
dadurch gelöst, daß der Schotterpflug zur Bildung einer konstruktiven Einheit direkt
am Stabilisationsaggregat befestigt ist.
[0007] Eine derartige konstruktive Zusammenfassung eines Stabilisationsaggregates mit einem
Schotterpflug führt dazu, daß der Schotterpflug mit dem Stabilisationsaggregat mitschwingt.
Dadurch kommt es zu einer verstärkten Fließtendenz des Schotters, so daß selbst bei
größeren Schotteranhäufungen eine problemlose Schotterverteilung mit reduziertem Energieaufwand
möglich ist.
[0008] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und
der Zeichnung.
[0009] Im folgenden wird die Erfindung anhand in der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele
näher beschrieben.
[0010] Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer Maschine zum Verdichten und Profilieren der Schotterbettung
eines Gleises mit einem zwischen den Schienenfahrwerken befindlichen Stabilisationsaggregat
und Schotterpflug, die zu einer konstruktiven Einheit miteinander verbunden sind,
Fig. 2 eine vereinfachte, schematisierte Teil-Draufsicht auf Stabilisationsaggregat
und Schotterpflug,
Fig. 3 eine Seitenansicht einer weiteren Maschine zum kombinierten Verdichten und
Profilieren der Schotterbettung eines Gleises,
Fig. 4 eine vereinfachte und vergrößerte Teil-Draufsicht auf einen mit einem Stabilisationsaggregat
kombinierten Schotterpflug gemäß Fig. 3, und
Fig. 5 eine weitere Variante eines mit einem Schotterpflug kombinierten Stabilisationsaggregates
in einer Teil-Draufsicht.
[0011] Eine in Fig. 1 ersichtliche, als Maschine zum kombinierten Verdichten und Verteilen
bzw. Profilieren der Schotterbettung eines Gleises ausgebildete Maschine 1 weist einen
Maschinenrahmen 2 auf, der über Schienenfahrwerke 3 auf einem aus Schienen 4 und Schwellen
5 gebildeten Gleis 6 in einer durch einen Pfeil 7 dargestellten Arbeitsrichtung verfahrbar
ist. Unterhalb des Maschinenrahmens 2 sowie zwischen den beiden Schienenfahrwerken
3 befindet sich ein Schotterpflug 8, der mit einem Stabilisationsaggregat 9 konstruktiv
zu einer gemeinsamen Arbeitseinheit 33 verbunden ist. Diese ist über Antriebe 10 relativ
zum Maschinenrahmen 2 höhenverstellbar ausgebildet. Dem als sogenannter Mittelpflug
zum Bearbeiten des Gleisbereiches ausgebildeten Schotterpflug 8 sind zwei in Maschinenquerrichtung
voneinander distanzierte, durch Antriebe höhen- und seitenverstellbare Flankenpflüge
11 vorgeordnet, mit denen Schotter bedarfsweise vom Flankenbereich der Schotterbettung
auf das Gleis 6 bewegbar ist.
[0012] Am hinteren Ende des Maschinenrahmens 2 ist eine über einen Antrieb 12 höhenverstellbare
Kehrförderanlage 13 mit einer in Rotation versetzbaren Kehrbürste 14 angeordnet. Dieser
ist in Arbeitsrichtung der Maschine 1 ein Förderband 15 vorgeordnet. Das Abwurfende
16 dieses Förderbandes 15 ragt in einen mit dem Maschinenrahmen 2 verbundenen Schottersilo
17 hinein. Dieser weist anstelle einer Bodenfläche ein sich über die gesamte Länge
des Schottersilos 17 erstreckendes Bodenförderband 18 auf, das durch einen Antrieb
19 für einen Transport von gespeichertem Schotter zu Auslaßöffnungen 20 ausgebildet
ist. In einer Fahr- und Arbeitskabine 21 befindet sich eine zentrale Steuereinrichtung
22 zur Beaufschlagung der verschiedenen Antriebe. Zur Energieversorgung insbesondere
eines Fahrantriebes 23 ist ein Motor 24 vorgesehen.
[0013] Wie insbesondere in Fig. 2 ersichtlich, ist das mit einem Schwingungserreger 25 zur
Erzeugung horizontaler, quer zur Gleislängsrichtung verlaufender Schwingungen ausgestattete
Stabilisationsaggregat 9 zur Bildung einer konstruktiven Einheit mit dem in Arbeitsrichtung
vorgeordneten Schotterpflug 8 verbunden. Dieser setzt sich im wesentlichen aus im
Winkel zur Gleislängsrichtung angeordneten und mit Schienentunnels 26 verbundenen
Schotterleitplatten 27 sowie zwei zentralen, um eine vertikale Achse 28 verschwenkbaren
Leitplatten 29 zusammen.
[0014] Das Stabilisationsaggregat 9 ist über Spurkranzrollen 30 spielfrei am Gleis 6 abrollbar.
In Gleisquerrichtung verschwenkbar gelagerte Schienenrollen 31 dienen zur formschlüssigen
Erfassung der beiden Schienen 4. Zur weiteren Abstützung der aus Stabilisationsaggregat
9 und Schotterpflug 8 gebildeten Arbeitseinheit 33 sind am vorderen Ende der Schienentunnels
26 weitere, auf der Schiene 4 abrollbare Spurkranzrollen 32 vorgesehen.
[0015] Durch unterschiedliche Stellung der zentralen Leitplatten 29 und bzw. oder der Flankenpflüge
11 ist der Schotter in verschiedenen Richtungen von den Flanken zur Gleismitte bzw.
umgekehrt transportierbar. Da durch die konstruktive Einheit mit dem Stabilisationsaggregat
9 die Querschwingungen auf den Schotterpflug 8 übertragen werden, erfolgt auch eine
Übertragung der Schwingungen auf die an die Schotterleitplatten 27 bzw. die zentralen
Leitplatten 29 anliegenden Schottersteine. Damit wird die Fließbewegung des Schotters
innerhalb des Schotterpfluges 8 wesentlich verbessert. Parallel zur Einschotterung
des Gleises 6 anhand des Schotterpfluges 8 erfolgt mit Hilfe der durch den Schwingungserreger
25 bewirkten Querschwingungen sowie einer vertikalen statischen Auflast durch die
Antriebe 10 ein kontrolliertes Absenken des Gleises 6. Die Steuerung dieser kontrollierten
Absenkung zur Verdichtung der Schotterbettung erfolgt über ein nicht näher dargestelltes,
maschineneigenes Bezugsystem.
[0016] Bei den im folgenden näher beschriebenen weiteren Ausführungsbeispielen der Erfindung
sind der Einfachheit halber funktionsgleiche Teile mit denselben Bezugszeichen wie
bei Fig. 1 und 2 versehen. Wie in Fig. 3 und 4 ersichtlich, besteht der Schotterpflug
8 der Arbeitseinheit 33 aus zwei jeweils einer Schiene 4 zugeordneten Pflugeinheiten
34. Jede dieser Pflugeinheiten 34 weist eine normal zur Gleislängsrichtung verlaufende
und mit dem Stabilisationgsaggregat 9 sowie einem Schienentunnel 26 verbundene Schotterleitplatte
27 auf, die sowohl mit einer zentralen Leitplatte 29 als auch mit einer weiteren,
im Schwellenvorkopfbereich befindlichen Leitplatte 35 verschwenkbar verbunden ist.
Die Verschwenkung der Leitplatten 29,35 um eine vertikale Achse 28 erfolgt ferngesteuert
über nicht näher dargestellte Antriebe.
[0017] Bei der in Fig. 5 dargestellten Variante einer Arbeitseinheit 33 ist der mit dem
Stabilisationsaggregat 9 verbundene Schotterpflug 8 V-förmig ausgebildet und durch
Antriebe 36 relativ zum Stabilisationsaggregat 9 höhenverstellbar ausgebildet. Wie
mit strichpunktierten Linien angedeutet, kann an beiden in Maschinenlängsrichtung
voneinander distanzierten Seiten des Stabilisationsaggregates 9 ein unabhängig höhenverstellbarer
Schotterpflug 8 vorgesehen sein, wodurch die Maschine 1 in beiden Fahrtrichtungen
für einen Arbeitseinsatz verwendbar ist.
1. Maschine (1) zum Verdichten und Profilieren der Schotterbettung eines Gleises, mit
einem auf Schienenfahrwerken (3) auf dem Gleis (6) verfahrbaren Maschinenrahmen (2)
und einem mit diesem über Antriebe (10) höhenverstellbar verbundenen Stabilisationsaggregat
(9), das einen Schwingungserreger (25) zur Erzeugung horizontaler, quer zur Maschinenlängsrichtung
verlaufender Schwingungen und auf Schienen (4) des Gleises (6) abrollbare Spurkranzrollen
(30) aufweist, sowie mit einem höhenverstellbaren Schotterpflug (8) zur Einschotterung
des Gleises, dadurch gekennzeichnet, daß der Schotterpflug (8) zur Bildung einer konstruktiven Einheit direkt am Stabilisationsaggregat
(9) befestigt ist.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schotterpflug (8) in Arbeitsrichtung der Maschine (1) vor dem Stabilisationsaggregat
(9) positioniert ist.
3. Maschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schotterpflug (8) durch einen Antrieb (36) relativ zum Stabilisationsaggregat
(9) höhenverstellbar ausgebildet ist.
4. Maschine nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Stabilisationsaggregat (9) zwischen zwei in Maschinenlängsrichtung voneinander
distanzierten Schotterpflügen (8) angeordnet ist, die durch Antriebe (36) unabhängig
voneinander höhenverstellbar ausgebildet sind.
1. A machine (1) for consolidating and profiling the ballast bed of a track, comprising
a machine frame (2) which is movable on on-track undercarriages (3) on the track (6)
and a stabilizer unit (9) which is connected to the said machine frame vertically
adjustably by way of drives (10) and has a vibration generator (25) to generate horizontal
vibrations running transversely to the longitudinal direction of the machine and flanged
rollers (30) für riding on rails (4) of the track (6), and a vertically adjustable
ballast plough (8) für ballasting the track, characterized in that the ballast plough (8) is secured directly to the stabilizer unit (9) to form a structural
unit.
2. A machine according to claim 1, characterized in that the ballast plough (8) is positioned preceding the stabilizer unit (9) in the operating
direction of the machine (1).
3. A machine according to claim 1 or 2, characterized in that the ballast plough (8) is vertically adjustable by means of a drive (36) relative
to the stabilizer unit (9).
4. A machine according to claim 1 or 3, characterized in that the stabilizer unit (9) is arranged between two ballast ploughs (8) which are remote
from one another in the longitudinal direction of the machine and are vertically adjustable
independently of one another by means of drives (36).
1. Machine (1) pour le compactage et profilage du lit de ballast d'une voie, avec un
châssis de machine (2) déplaçable sur des trains de roulement (3) sur rail sur la
voie (6) et une unité de stabilisation reliée de façon réglable en hauteur à celui-ci
par des mécanismes d'entraînement (10), laquelle présente un vibrateur (25) pour engendrer
des vibrations horizontales se produisant transversalement à la direction longitudinale
de la machine, et des rouleaux à boudin (30) pouvant partir en roulant sur des rails
(4) de la voie (6), ainsi qu'avec une charrue à ballast (8) réglable en hauteur pour
le ballastage de la voie, caractérisée en ce que la charrue à ballast (8) est fixée directement sur l'unité de stabilisation (9) afin
de former une unité de construction.
2. Machine selon la revendication 1, caractérisée en ce que la charrue à ballast (8) est disposée dans le sens du travail de la machine (1) devant
l'unité de stabilisation (9).
3. Machine selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la charrue à ballast (8) est formée de façon réglable en hauteur par rapport à l'unité
de stabilisation (9), par un mécanisme d'entraînement (36).
4. Machine selon la revendication 1 ou 3, caractérisée en ce que l'unité de stabilisation (9) est disposée entre deux charrues à ballast (8) à une
certaine distance l'une de l'autre dans la direction longitudinale de la machine,
lesquelles sont formées de façon réglable en hauteur indépendamment l'une de l'autre,
par des mécanismes d'entraînement (36).

