[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schalter mit einem ein temperaturabhängiges
Schaltwerk aufnehmenden Gehäuse, das ein Unterteil aufweist, an dessen innerem Boden
ein erster Gegenkontakt für das Schaltwerk angeordnet ist, sowie ein das Unterteil
verschließendes Deckelteil umfaßt, an dessen Innenseite ein zweiter Gegenkontakt für
das Schaltwerk vorgesehen ist, wobei das Schaltwerk eine elektrisch leitende Federscheibe
umfaßt, die ein bewegliches Kontaktteil trägt und gegen eine Bimetall-Schnappscheibe
arbeitet, die etwa mittig auf dem beweglichen Kontaktteil sitzt, wobei sich die Federscheibe
mit ihrem Rand an einem Gegenkontakt abstützt und das bewegliche Kontaktteil gegen
den anderen Gegenkontakt drückt, wenn sich das Schaltwerk unterhalb seiner Ansprechtemperatur
befindet.
[0002] Bin derartiger Schalter ist aus der DE 37 10 672 A1 bekannt.
[0003] Bei dem bekannten Schalter weist das Gehäuse ein aus elektrisch leitendem Material
gefertigtes Unterteil sowie ein das Unterteil verschließendes Deckelteil auf, das
aus Isoliermaterial gefertigt ist. In diesem Gehäuse ist das Schaltwerk angeordnet,
das eine Federscheibe umfaßt, die ein bewegliches Kontaktteil trägt. Die Federscheibe
arbeitet gegen eine Bimetall-Schnappscheibe, die über das bewegliche Kontaktteil gestülpt
ist. Unterhalb der Schalttemperatur drückt die Federscheibe, die sich am Boden des
Unterteils abstützt, das bewegliche Kontaktteil gegen einen Gegenkontakt, der innen
am Deckelteil vorgesehen ist und sich nach Art eines Nietes durch den Deckel hindurch
nach außen erstreckt. Der Boden des Unterteiles dient als weiterer Gegenkontakt für
das Schaltwerk.
[0004] Da die Federscheibe selbst aus elektrisch leitendem Material gefertigt ist, sorgt
sie unterhalt der Ansprechtemperatur des Schaltwerkes für eine niederohmige, elektrisch
leitende Verbindung zwischen dem Gegenkontakt an dem Deckelteil und dem Gegenkontakt
an dem Unterteil, wobei das Unterteil von außen kontaktiert wird. Wird jetzt die Temperatur
des Schaltwerkes erhöht, so schnappt die Bimetall-Schnappscheibe plötzlich um und
drückt das bewegliche Kontaktteil gegen die kraft der Federscheibe von dem Gegenkontakt
des Deckels weg, so daß die elektrische Verbindung unterbrochen wird.
[0005] Derartige Schalter werden allgemein zur Temperaturüberwachung von elektrischen Geräten
eingesetzt. Solange die Temperatur des elektrischen Gerätes eine vorbestimmte Ansprechtemperatur
nicht überschreitet, bleibt der Schalter geschlossen, der zu diesem Zweck in Reihe
mit dem zu schützenden Verbraucher geschaltet ist. Erhöht sich nun die Temperatur
des Verbrauchers unzulässig, so schnappt die Bimetall-Schnappscheibe um und unterbricht
so den Stromfluß zu dem Verbraucher.
[0006] Bei dem bekannten Schalter ist von Nachteil, daß seine Fertigung relativ aufwendig
ist. Dies liegt vor allem daran, daß nach der Fertigung des Deckelteiles anschließend
der Gegenkontakt an dem Deckelteil befestigt werden muß, wobei gleichzeitig für eine
elektrisch leitende Verbindung durch die Wand des Deckelteiles hindurch nach außen
zu sorgen ist. Dies geschieht nach Art eines Nietes, der außerhalb des Deckels in
einen Kopf übergeht, an den Litzen, Crimpanschlüsse etc. angelötet werden können.
Diese Montage des Gegenkontaktes am Deckelteil erfolgt in der Regel manuell und ist
somit sehr kostenintensiv.
[0007] Aus der DE 21 21 802 A1 ist ein weiterer Schalter bekannt, in dessen Gehäuse ebenfalls
ein wie oben beschriebenes temperaturabhängiges Schaltwerk angeordnet ist. Bei diesem
Schalter sind Deckelteil und Unterteil beide topfartig ausgebildet und aus elektrisch
leitendem Material gefertigt. Sowohl an das Oberteil als auch an das Unterteil sind
einstückig Crimpanschlüsse angeformt, wobei sich der Crimpanschluß des Unterteils
durch eine entsprechende Ausklinkung in der Wand des Oberteils nach außen erstreckt.
Zwischen dem Oberteil und dem Unterteil ist eine Isolierfolie angeordnet, um die beiden
Gehäuseteile elektrisch gegeneinander zu isolieren.
[0008] Das temperaturabhängige Schaltwerk kontaktiert nun einerseits über die Federscheibe
das Unterteil und andererseits über das bewegliche Kontaktteil das Deckelteil, so
daß eine elektrisch leitende Verbindung zwischen den beiden Crimpanschlüssen besteht,
solange die Temperatur des Schaltwerkes unterhalb der Ansprechtemperatur liegt. Erhöht
sich die Temperatur des Schaltwerkes, so wird diese elektrische Verbindung in obenbeschriebener
Weise unterbrochen.
[0009] Auch bei diesem Schalter ist die Endmontage wegen der einzulegenden Isolierfolie
sehr aufwendig und daher nur manuell durchzuführen. Diese manuelle Endmontage ist
nicht nur lohnintensiv, sie führt auch zu Montagefehlern und damit zu einem höheren
Ausschuß.
[0010] Ein weiterer Nachteil beider insoweit beschriebener Schalter liegt darin, daß sie
bei bestimmten Anwendungsfällen zusätzlich noch nach außen isoliert werden müssen,
da der Stromfluß über das elektrisch leitende Unterteil erfolgt.
[0011] Aus der US 4,490,704 ist ein weiterer temperaturabhängiger Schalter bekannt, der
ein Gehäuseunterteil aus Isoliermaterial sowie einen Deckel aus Metall aufweist, der
auf einer Schulter des Unterteiles aufliegt und von einem Rand des Unterteiles gehalten
wird. Das temperaturabhängige Schaltwerk umfaßt eine einseitig eingespannte Bimetall-Feder,
die an ihrem freien Ende einen beweglichen Kontakt hält, der unterhalb der Ansprechtemperatur
des Schaltwerkes mit einem festen Gegenkontakt in Anlage ist, der innen an dem Deckel
angeordnet ist.
[0012] An ihrem anderen Ende ist die Bimetall-Feder fest eingespannt und mit einem Widerstand
verbunden, der an dem Boden des Unterteiles verläuft. In dem Boden ist ein Durchgangsloch
vorgesehen, in das von unten ein knopfartiges Anschlußteil eingesteckt wird. Mit seinem
in das Innere des Schalters ragenden Kopf ist dieses Anschlußteil an den Widerstand
angelötet. Der knopfartige Kopf geht in eine Lasche über, die seitlich unter der Wand
des Unterteiles hindurchläuft und neben dem Unterteil in eine Anschlußfahne übergeht.
[0013] Dieses Dokument beschreibt also ein völlig anderes, temperaturabhängiges Schaltwerk
als die beiden oben zitierten Druckschriften, wobei wegen der einseitig eingespannten
Bimetall-Feder geringere Anforderungen an die Isolation des Schaltwerkes in den unterschiedlichen
Schaltzuständen zu stellen sind.
[0014] Die Kontaktierung des eingespannten Endes der Bimetall-Feder ist wegen des knopfartigen
Anschlußteiles sehr aufwendig, es sind nicht nur kompliziert geformte Teile erforderlich,
die Montage gestaltet sich wegen des Verlötens des knopfartigen Kopfes mit dem Widerstand
in dem Inneren des Unterteiles sehr aufwendig. Ein weiterer Nachteil dieses Schalters
besteht darin, daß er sowohl nach oben als auch nach unten nicht isoliert ist, so
daß bei seiner Anbringung an einem zu schützenden Gerät besondere Vorsichtsmaßnahmen
erforderlich sind.
[0015] Ein weiterer Nachteil bei den beiden zuerst beschriebenen Schaltern ergibt sich aus
der an sich erwünschten Tatsache, daß die Bimetall-Schnappscheibe mechanisch unbelastet
und sozusagen frei in das Gehäuse eingelegt ist, so daß mechanische Belastungen nicht
zu einer Verschiebung der Schalttemperatur führen können, wie es bei dem ebenfalls
diskutierten Schalter mit der einseitig eingespannten Bimetall-Feder der Fall ist.
Wenn jedoch Schalter mit derart lose eingelegter Bimetall-Schnappscheibe im Bereich
von magnetischen Wechselfeldern eingesetzt werden, so kann die Bimetall-Schnappscheibe
in Vibrationen versetzt werden, da sie aufgrund ihrer Zusammensetzung durch ein Magnetfeld
magnetisiert werden kann. Mit anderen Worten, die Bimetall-Schnappscheibe wird durch
das äußere Magnetfeld magnetisiert und folgt dessen Schwingungen.
[0016] Derartige Vibrationen der Bimetall-Schnappscheibe sind jedoch unerwünscht, da sie
sie mechanisch belasten, was zu einer Verkürzung der Lebensdauer und einer unkontrollierten
Verschiebung der Schalttemperatur führen kann. Um derartige Einflüsse zu unterdrücken,
werden temperaturabhängige Schalter der eingangs erwähnten Art daher häufig mit einem
magnetischen Schutzschild versehen, wobei es ferner bekannt ist, eine weitere, stabilisierende
Scheibe einzulegen, die die Bimetall-Schnappscheibe unterhalb ihrer Ansprechtemperatur
vibrationsfrei hält. Diese weitere Halterung der Bimetall-Schnappscheibe ist jedoch
zum einen konstruktiv aufwendig und hat zum anderen den unerwünschten Nebeneffekt,
daß die Bimetall-Schnappscheibe eben doch belastet wird, was durch das lose Einlegen
eigentlich verhindert werden soll.
[0017] In diesem Zusammenhang ist es aus der DE 196 36 320 A1 bei einem temperaturabhängigen
Schalter mit einseitig eingespannter Federzunge und frei eingelegtem Bimetall-Streifen
bekannt, ein Halte- oder Führungsteil von Federzunge und/oder Bimetall-Streifen aus
magnetischem Material zu fertigen. Die Federzunge trägt hier in an sich bekannter
Weise einen beweglichen Kontakt, der mit einem festen Kontakt in Anlage ist, wobei
die Federzunge an ihrem eingespannten Ende und der feste Kontakt jeweils mit einem
Außenanschluß verbunden sind. Der zwar lose eingelegte, an seinen Schmalseiten jedoch
geführte Bimetall-Streifen hebt bei einer unzulässigen Temperaturerhöhung den beweglichen
Kontakt von dem festen Kontakt ab.
[0018] Das magnetisierte Halte- oder Führungsteil befindet sich nun neben einer der beiden
Schmalseiten des Bimetall-Streifens, wobei durch eine wechselseitige magnetische Anziehung
zwischen dem Bimetall-Streifen und dem Halte- oder Führungsteil Vibrationen des Bimetall-Streifens
verhindert werden sollen.
[0019] Auch bei diesem Schalter ist zum einen sein komplexer Aufbau von Nachteil, wobei
durch die mechanische Einspannung am Halteende der Federzunge auch hier die Schalttemperatur
unvorhersehbar beeinflußt wird. Ein weiterer Nachteil bei diesem Schalter liegt darin,
daß die Anziehungskraft zwischen dem Halte- und Führungsteil sowie dem Bimetall-Streifen
häufig nicht ausreicht, da diese beiden Teile geometrisch sehr ungünstig zueinander
liegen. Die gewünschte Unterdrückung der Vibrationen wird bei diesem Schalter daher
häufig nicht erreicht.
[0020] Vor diesem Hintergrund ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, den eingangs erwähnten
Schalter derart weiterzubilden, daß auf konstruktiv einfache Weise Vibrationen der
Bimetall-Schnappscheibe verhindert werden können.
[0021] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei dem eingangs erwähnten Schalter dadurch gelöst,
daß der Gegenkontakt, an dem sich die Federscheibe unterhalb der Ansprechtemperatur
mit ihrem Rand abstützt, magnetisch ist.
[0022] Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird auf diese Weise vollkommen gelöst.
[0023] Der Erfinder der vorliegenden Anmeldung hat nämlich erkannt, daß sich eine deutliche
bessere Anziehung zwischen der Bimetall-Schnappscheibe sowie einem magnetischen Teil
des Schalters erreichen läßt, wenn dieses magnetische Teil flächig unter der Bimetall-Schnappscheibe
angeordnet ist. Auf überraschend einfache Weise wird diese Anordnung dadurch erreicht,
daß der sowieso vorhandene Gegenkontakt in seiner Funktion erweitert wird, indem er
jetzt "magnetisch" ausgelegt ist.
[0024] Unter "magnetisch" im Sinne dieser Anmeldung werden sowohl magnetisierbare Materialien,
also solche mit hoher Permeabilitätszahl, ferromagnetische Materialien u.s.w. verstanden,
wie auch Permanentmagnete. Wichtig ist lediglich, daß das Material, aus dem der in
Ruhestellung die Federscheibe abstützende Gegenkontakt gefertigt ist, eine magnetische
Anziehungskraft auf die unter Zwischenschaltung der Federscheibe über ihm liegende
Bimetall-Schnappscheibe ausüben kann. Dieser Gegenkontakt liegt nun sehr dicht an
der Bimetall-Schnappscheibe, so daß durch diese geometrisch sehr effektive Anordnung
schon eine geringe Magnetisierung ausreicht, um Vibrationen der Bimetall-Schnappscheibe
zu verhindern, ohne daß sie mechanisch übermäßig belastet wird. Ein großer Vorteil
des neuen Schalters liegt darin, daß er konstruktiv überhaupt nicht verändert werden
muß, vielmehr muß lediglich ein geeignetes Material für den Gegenkontakt ausgewählt
werden, wobei dieser Gegenkontakt ggf. vor oder nach der Montage noch magnetisiert
werden muß, so daß höchstens ein weiterer Fertigungsschritt erforderlich ist.
[0025] An sich ist es nicht einmal erforderlich, den aus magnetischem Material gefertigten
Gegenkontakt vorzumagnetisieren, wenn der Schalter nämlich in ein magnetisches Wechselfeld
gerät, erfolgt dadurch automatisch die Magnetisierung sowohl der Bimetall-Schnappscheibe
als auch des Gegenkontaktes, wodurch dann der gewünschte Anziehungseffekt erreicht
wird. Andererseits ist es jedoch wünschenswert, wenn der Schalter mit bereits magnetisiertem
Gegenkontakt ausgeliefert wird, weil dann nämlich die Bimetall-Schnappscheibe berührungslos
in ihrer Lage gehalten wird, so daß sich auch mechanische Erschütterungen nicht negativ
auf die Schalttemperatur bzw. Lebensdauer der Bimetall-Schnappscheibe auswirken können.
[0026] Dabei ist es bevorzugt, wenn das Unterteil aus Isoliermaterial gefertigt ist, der
erste Gegenkontakt durch eine Wand des Unterteiles hindurch von außen kontaktierbar
ist, und das Deckelteil aus elektrisch leitendem Material gefertigt ist sowie gleichzeitig
als zweiter Gegenkontakt wirkt, wobei das Deckelteil an einem oberen Rand des Unterteiles
gehalten ist.
[0027] Da das Unterteil jetzt aus Isoliermaterial gefertigt ist, ist keine Isolierfolie
erforderlich, um für eine entsprechende elektrische Isolierung zwischen Unterteil
und Deckelteil zu sorgen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß das Deckelteil selbst
als Gegenkontakt wirkt, so daß die beim Stand der Technik aufwendige Durchkontaktierung
durch das Deckelteil entfällt. Diese Kontaktierung von außen läßt sich bei dem Unterteil
deutlich einfacher z.B. dadurch erreichen, daß in der Wand des Unterteiles ein Schlitz
vorgesehen ist, durch den ein Anschlußteil des ersten Gegenkontaktes sich nach außen
erstreckt. Das Unterteil kann also als Topf mit einem Längsschlitz in seiner Außenwand
gefertigt werden, wobei dann der erste Gegenkontakt lediglich so eingelegt werden
muß, daß sein nach außen ragendes Anschlußteil in dem Schlitz liegt. Daraufhin wird
dann das Bimetall-Schaltwerk vorzugsweise in umgekehrter Reihenfolge wie bisher allgemein
bekannt eingelegt und schließlich folgt das Deckelteil, das an dem Rand des Unterteiles
direkt gehalten wird, wobei dort z.B. Rastnasen vorgesehen sind. Die gesamte Montage
des neuen Schalters ist somit sehr einfach, wobei auch relativ wenige Bauteile benötigt
werden, so daß sich die Kosten für den neuen Schalter infolge seiner einfachen Konstruktion
sehr gering halten.
[0028] Dabei ist es bevorzugt, wenn der erste Gegenkontakt in dem Unterteil durch Vergießen
oder Umspritzen bei der Herstellung des Unterteiles derart unverlierbar gehalten ist,
daß er integraler Bestandteil des Unterteiles ist.
[0029] Hier ist von Vorteil, daß das Unterteil jetzt z.B. als Kunststoffspritzteil gefertigt
werden kann, wobei während des Spritzvorganges der erste Gegenkontakt umittelbar umspritzt
wird, so daß er integraler Bestandteil des Unterteiles wird. Mit anderen Worten, während
der Herstellung dieses Unterteiles wird gleichzeitig die Befestigung des Gegenkontaktes
an dem Boden des Unterteiles mit realisiert, so daß hier mehrere Arbeitsgänge eingespart
werden können. Darüber hinaus ist der erste Gegenkontakt durch die Umspritzung nach
außen vollkommen isoliert, so daß ein nachträgliches Isolieren durch Epoxy oder eine
Isolierkappe, wie es bisher bekannt war, entfällt.
[0030] In einer Weiterbildung ist es bevorzugt, wenn der erste Gegenkontakt ein angeformtes,
durch eine Wand des Unterteiles nach außen ragendes Anschlußteil aufweist.
[0031] Hier ist von Vorteil, daß sowohl die Montage des ersten Gegenkontaktes an dem Unterteil
als auch dessen Durchkontaktierung durch die Wand nach außen während der Fertigung
des Unterteiles in einem Arbeitsgang integral realisiert werden kann. Die Gegenkontakte
mit angeformten Anschlußteilen können z.B. gegurtet am Band geliefert werden, woraufhin
dann eine Spritzmaschine einen Gegenkontakt nach dem anderen mit dem Gehäuseunterteil
umspritzt. Anschließend muß in dieses Unterteil nur noch das Bimetall-Schaltwerk eingelegt
werden, woraufhin es dann mit dem Deckelteil verschlossen wird, das gleichzeitig als
zweiter Gegenkontakt wirkt. Insgesamt ergeben sich somit sehr wenige Fertigungsschritte
bei der gesamten Herstellung des neuen Schalters, so daß die Kosten für diesen Schalter
sehr gering gehalten werden können.
[0032] In bevorzugter Ausbildung ist der erste Gegenkontakt dabei ein elektrisch leitfähiger
Ring oder eine elektrisch leitfähige Scheibe, wobei er bevorzugt mit dem Anschlußteil
einstückig ausgebildet ist. Auch der zweite Gegenkontakt wird vorzugsweise einstückig
mit dem Anschlußteil ausgebildet.
[0033] Diese Maßnahmen sind zum einen konstruktiv von Vorteil, denn Scheiben und Ringe,
sind besonders einfach und preiswert herzustellen und leicht zu vergießen oder zu
umspritzen, so daß die Fertigung des Unterteiles mit darin angeordnetem integralem
Gegenkontakt sehr preiswert und einfach zu realisieren ist. Das Anschlußteil erstreckt
sich nach einer solchen Fertigung dann auch automatisch durch eine seitliche Wand
des Unterteiles hindurch nach außen.
[0034] Bei der Ausbildung als Scheibe ist weiter von Vorteil, daß sich eine bessere thermische
Anbindung des neuen Schalters durch den Boden des aus Isoliermaterial gefertigten
Unterteiles hindurch an das bezüglich seiner Temperaturentwicklung zu schützende Gerät
ergibt als bei einem Ring.
[0035] Ist der erste Gegenkontakt jedoch als Ring ausgebildet, so ergibt sich in seiner
Mitte ein großer freier Bereich aus Isoliermaterial, mit dem das bewegliche Kontaktteil
des Bimetall-Schaltwerkes in Anlage gelangen kann, ohne daß es einen elektrischen
Kontakt mit dem Gegenkontakt gibt, so daß hier auf die ansonsten ggf. erforderliche
Isolierscheibe zwischen dem Bimetall-Schaltwerk sowie dem Deckelteil verzichtet werden
kann.
[0036] Wenn der erste Gegenkontakt wegen des besseren Wärmeüberganges als Scheibe ausgebildet
ist, so muß lediglich eine Isolierscheibe zwischen die Bimetall-Schnappscheibe und
das Deckelteil eingelegt werden, um in der Hochtemperaturstellung einen Kontakt zwischen
Rand der Federscheibe und zweitem Gegenkontakt und damit einen ungewünschten Kurzschluß
zu verhindern.
[0037] In einer Weiterbildung ist es jedoch bevorzugt, wenn der erste Gegenkontakt einen
etwa mittigen Kontaktvorsprung aufweist, mit dem das bewegliche Kontaktteil des Schaltwerkes
unterhalb von dessen Ansprechtemperatur in Anlage ist.
[0038] Hier ist von Vorteil, daß das Schaltwerk sozusagen "über Kopf" in das Gehäuse eingelegt
wird, so daß sich die Federscheibe unterhalb der Ansprechtemperatur nunmehr mit ihrem
Rand an dem Deckelteil abstützt. Ein Vorteil dieser Anordnung liegt in dem einfachen
Zusammenbau, da jetzt zuerst die Bimetall-Schnappscheibe in das Unterteil eingelegt
werden kann, wo es sich ggf. auf dem Kontaktvorsprung zentriert. Danach wird dann
die Federscheibe mit angeschweißtem Kontaktteil eingelegt, das sich in der Öffnung
der BimetallSchnappscheibe ebenfalls automatisch zentriert, so daß die Montage des
neuen Schalters jetzt automatisch möglich ist.
[0039] In einer Weiterbildung übergreift das Unterteil jetzt den ersten Gegenkontakt ringförmig,
so daß ein isolierender Auflagebereich auf dem ersten Gegenkontakt gebildet ist.
[0040] Hier ist von Vorteil, daß dieser isolierende Auflagebereich während des Spritzens
oder Gießens des Unterteiles gleich mitgefertigt werden kann, wodurch sich die Verwendung
einer zusätzlichen Isolierscheibe erübrigt. Wenn das Schaltwerk jetzt "über Kopf"
in das Gehäuse eingebaut wird, so stützt sich die Federscheibe unterhalb der Ansprechtemperatur
mit ihrem Rand am Deckelteil ab und drückt das bewegliche Kontaktteil gegen den Kontaktvorsprung.
Oberhalb der Ansprechtemperatur liegt jetzt die Federscheibe mit ihrem Rand auf dem
isolierenden Auflagebereich auf, so daß trotz der Anlage des mittleren Bereiches von
Federscheibe und Bimetall-Schnappscheibe an dem Deckelteil kein Kurzschluß mehr zwischen
den beiden Gegenkontakten auftreten kann. Durch diese konstruktiv sehr einfache Maßnahme
verringert sich also noch einmal der Aufwand bei der Endmontage des neuen Schalters
erheblich. Ebenfalls erhöhen sich dadurch auch die Qualität und die Produktivität,
da während des Produktionsprozesses bei bekannten Schaltern die Isolierkappe und/oder
-folie mechanisch beansprucht werden, wodurch sich Risse bilden können, die zu Kurzschlüssen
führen. Diese Probleme treten bei dem neuen Schalter nicht auf.
[0041] Besonders hervorzuheben ist hier, daß auch die Zahl der Arbeitsgänge drastisch reduziert
wird, nach dem Umspritzen des ersten Gegenkontaktes müssen lediglich noch Bimetall-Schnappscheibe
sowie Federscheibe in das Unterteil eingelegt werden, das danach nur noch mit dem
Deckelteil zu verschließen ist. Diese Arbeitsvorgänge sind jetzt so einfach, daß sie
problemlos automatisierbar sind.
[0042] Der insoweit beschriebene mechanische Aufbau des neuen Schalters ist Gegenstand der
nicht vorveröffentlichten deutschen Patentanmeldung 196 09 310. Bei den dort beschriebenen
Schaltern sind die Gegenkontakte jedoch als Blechstanzteile ausgebildet, weisen also
keine Magnetisierbarkeit auf.
[0043] Der Erfinder der vorliegenden Anmeldung hat jetzt erkannt, daß diese mechanische
Konstruktion besondere Vorteile im Zusammenhang mit der der hier vorliegenden Erfindung
zugrundeliegenden Idee liefert, nämlich einen der Gegenkontakte magnetisch auszubilden.
Je nach Orientierung des Schaltwerkes in dem Gehäuse wird entweder der am Boden des
aus Isoliermaterial gefertigten Unterteils eingespritzte Gegenkontakt oder aber das
als Gegenkontakt dienende Deckelteil aus magnetischem Material hergestellt und ggf.
nach der Fertigung magnetisiert, wie es oben bereits erwähnt wurde. Beide Gegenkontakte
liegen sehr dicht an der Bimetall-Schnappscheibe, so daß schon geringe magnetische
Kräfte ausreichen, um die Bimetall-Schnappscheibe in ihrer Ruhelage zu fixieren, also
gegen mechanische oder durch magnetische Wechselfelder induzierte Vibrationen zu schützen.
Insbesondere das Deckelteil läßt sich darüber hinaus auch nachträglich leicht magnetisieren,
weil es von außen direkt zugänglich ist, so daß Magnetisierungsspulen sehr dicht an
das Deckelteil herangebracht werden können, ohne daß zwischenliegende Isolationsschichten
stören, wie es bei dem im Unterteil vorgesehenen Gegenkontakt der Fall wäre.
[0044] Weitere Merkmale und Vorteile ergeben sich aus der Beschreibung und der beigefügten
Zeichnung.
[0045] Es versteht sich, daß die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in den jeweils angegebenen Kombinationen, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
[0046] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der beigefügten Zeichnung dargestellt
und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- den neuen Schalter in einem ersten Ausführungsbeispiel, in einer schematischen Schnittdarstellung
in Seitenansicht; und
- Fig. 2
- in einer Darstellung wie Fig. 1 ein zweites Ausführungsbeispiel des neuen Schalters.
[0047] In Fig. 1 ist mit 10 ein Schalter gezeigt, in dessen Gehäuse 11 ein temperaturabhängiges
Schaltwerk 12 angeordnet ist. Derartige Schalter werden z.B. zur Überwachung der Temperatur
von elektrisch betriebenen Geräten eingesetzt und zu diesem Zweck mit dem Gerät elektrisch
in Reihe geschaltet.
[0048] Das Gehäuse 11 umfaßt ein eine Wand 13 aufweisendes Unterteil 14, an dessen innerem
Boden 15 ein erster Gegenkontakt 16 für das Schaltwerk 12 angeordnet ist. Das Unterteil
14 ist durch ein Deckelteil 17 verschlossen, an dessen Innenseite 18 ein zweiter Gegenkontakt
19 vorgesehen ist.
[0049] Während das Unterteil 14 aus elektrisch isolierendem Material gefertigt ist, ist
das Deckelteil 17 elektrisch leitend, so daß es selbst als zweiter Gegenkontakt wirkt.
[0050] Der erste Gegenkontakt 16 ist als Ring 21 ausgebildet, dessen Anschlußteil 22 sich
durch einen Schlitz 23 in der Wand 13 nach außen erstreckt. Bei der Montage des Schalters
10 wird der Ring 21 so in das Innere des Unterteiles 14 eingelegt, daß das Anschlußteil
22 durch den Schlitz 23 nach unten gleitet. Dieser Schlitz 23 kann sehr dünn ausgebildet
sein, so daß er die Funktion des neuen Schalters nicht beeinträchtigt. Es ist jedoch
möglich, nach dem Einlegen des ersten Gegenkontaktes 16 den Schlitz 23 zu vergießen
oder heiß zu verprägen.
[0051] Der zweite Gegenkontakt 19 ist als Scheibe 24 ausgebildet, die sich mit ihrem Rand
25 auf einer inneren, umlaufenden Schulter 26 des Unterteiles 14 abstützt. Der Rand
25 der Scheibe 24 wird von einem Rand 27 des Unterteiles 14 überragt. An diesem Rand
27 sind Rastnasen 28 vorgesehen, die die Scheibe 24 unverlierbar auf der Schulter
26 halten.
[0052] In Fig. 1 ist noch zu erkennen, daß ein Anschlußteil 29 des zweiten Gegenkontaktes
19 sich innerhalb des Randes 27 nach oben erstreckt, wo es auf geeignete Weise kontaktiert
werden kann.
[0053] Das Schaltwerk 12 umfaßt eine Federscheibe 31, die ein bewegliches Kontaktteil 32
trägt, das in dem gezeigten Ausführungsbeispiel an die Federscheibe 31 angeschweißt
ist. Die Federscheibe 31 stützt sich mit ihrem Rand 33 auf dem Ring 21 ab und drückt
in der in Fig. 1 gezeigten Tieftemperaturstellung das bewegliche Kontaktteil 32 gegen
die Scheibe 24, so daß insgesamt über die elektrisch leitende Federscheibe 31 eine
elektrische Verbindung zwischen den Anschlußteilen 22 und 29 hergestellt wird.
[0054] Über das bewegliche Kontaktteil 32 sind eine Bimetall-Schnappscheibe 34 sowie eine
Isolierscheibe 35 gestülpt.
[0055] Erhöht sich jetzt die Temperatur des Schalters 10 über die Ansprechtemperatur des
Schaltwerkes 12 hinaus, so schnappt die Bimetall-Schnappscheibe 34 plötzlich um und
stützt sich jetzt mit ihrem Rand 36 über die Isolierscheibe 35 an der Innenseite 18
des Deckelteiles 17 ab. Dabei drückt die Bimetall-Schnappscheibe das bewegliche Kontaktteil
32 gegen die Kraft der Federscheibe 31 von der Scheibe 24 weg, die den zweiten Gegenkontakt
bildet. Auf diese Weise wird die elektrische Verbindung zwischen den beiden Anschlußteilen
22 und 29 unterbrochen.
[0056] Beim Zusammenbau des in Fig. 1 gezeigten Schalters wird zunächst das erste Kontaktteil
16 in das Unterteil 14 eingelegt, bevor dann Federscheibe 31, Bimetall-Schnappscheibe
34 sowie Isolierscheibe 35 eingelegt werden. Anschließend wird noch das Deckelteil
17 in den Rand 27 des Unterteiles 14 eingelegt und soweit nach unten gedrückt, daß
die Rastnasen 28 die Scheibe 24 übergreifen und unverlierbar halten, also "einschnappen".
[0057] In Fig. 2 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel des neuen Schalters 10 gezeigt, bei
dem auch der erste Gegenkontakt als Scheibe 37 ausgebildet ist. Die Scheibe 37 wird
an ihren Rändern ringförmig von dem Gehäuseunterteil 14 übergriffen, so daß ein isolierender
Auflagebereich 38 entsteht, der die Scheibe 37 an ihrem Rand auch nach oben hin isoliert.
[0058] Etwa mittig weist die Scheibe 37 noch einen Kontaktvorsprung 39 auf, der in das Innere
des Gehäuses 11 hineinweist.
[0059] Bei dem Ausführungsbeispiel aus Fig. 1 wird der Gegenkontakt 16 jetzt bei der Fertigung
des Unterteiles 14 umspritzt oder umgossen, so daß er integraler Bestandteil des Unterteiles
14 ist.
[0060] Das Bimetall-Schaltwerk ist in Fig. 2 verglichen mit Fig. 1 sozusagen "über Kopf"
eingelegt, so daß das bewegliche Kontaktteil 32 bei der in Fig. 2 gezeigten Tieftemperaturstellung
mit dem Kontaktvorsprung 39 in Anlage ist. Die Federscheibe 31 stützt sich mit ihrem
Rand 33 innen an dem Deckelteil 17 ab, so daß eine leitende Verbindung zwischen den
Anschlußteilen 22, 29 hergestellt wird, die sich beide seitlich durch die Wand 13
des Unterteiles 14 erstrecken.
[0061] Das Anschlußteil 29 liegt dabei in einer in Fig. 2 nicht zu erkennenden Ausklinkung
in dem Rand 27, so daß es nachträglich von oben eingesetzt werden kann. Es ist zu
erkennen, daß der Rand 27 die Scheibe 24 an ihrem Rand übergreift und sie somit unverlierbar
hält. Diese Befestigung wird dadurch erreicht, daß ein ursprünglich gerade hochstehender
Rand 27 nach dem Einlegen der Scheibe 24 heiß verprägt oder heiß verschweißt wird,
so daß er zumindest teilweise die Scheibe 24 übergreift. Wenn der Rand 27 entsprechend
hochgezogen wird, kann auch soviel Isoliermaterial vorgesehen sein, daß auch die Scheibe
24 nach außen isoliert wird, wenn der Rand 27 heiß verprägt wird.
[0062] In anderen Worten, durch diese Art des Zusammenbaus wird ein nach außen vollständig
isolierter Schalter geschaffen, aus dem lediglich noch die beiden Anschlußteile 22
und 29 herausragen. Da beide Gegenkontakte 16 und 19 als Scheiben 37 bzw. 24 ausgebildet
sind, ist dennoch eine gute thermische Anbindung nach außen möglich.
[0063] Durch den isolierenden Auflagebereich 39 kann bei dem Schalter 10 aus Fig. 2 auch
auf die in Fig. 1 noch gezeigte Isolierscheibe 35 verzichtet werden. Wenn jetzt nämlich
das Schaltwerk 12 so weit aufgeheizt wird, daß die Bimetall-Schnappscheibe 34 in ihre
Hochtemperaturstellung umspringt, so stützt sich diese dann auf dem isolierenden Auflagebereich
38 ab und drückt das bewegliche Kontaktteil 32 von dem Kontaktvorsprung 39 weg, bis
schließlich auch die Federscheibe 31 von der gezeigten konkaven in eine konvexe Form
umspringt. Federscheibe 31 und Bimetall-Schnappscheibe 34 stützen sich jetzt mit ihren
Rändern an dem isolierenden Auflagebereich 38 ab, so daß eine ggf. mögliche Anlage
im Bereich des beweglichen Kontaktteiles 32 an das Deckelteil 17 nicht zu einem unerwünschten
Kurzschluß zwischen den beiden Anschlußteilen 22 und 29 führt.
[0064] Erfindungsgemäß ist der Gegenkontakt, auf dem sich die Federscheibe 31 unterhalb
der Ansprechtemperatur der Bimetall-Schnappscheibe 34 abstützt, aus magnetisiertem
bzw. magnetisierbarem Material mit hoher magnetischer Permeabilität gefertigt und
wird nach dem Zusammenbau des Schalters 10 ggf. magnetisiert. Bei dem Ausführungsbeispiel
der Fig. 1 ist also der Gegenkontakt 16 und bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 2
der Gegenkontakt 19, also das Deckelteil 17 selbst magnetisch. Das somit magnetisierte
Deckelteil 17 bzw. der magnetische Ring 21 ziehen jetzt die ebenfalls magnetische
Bimetall-Schnappscheibe 34 an, so daß diese in magnetischen Wechselfeldern oder auch
bei sonstigen mechanischen Schwingungen nicht in Vibrationen versetzt wird. Besonders
einfach gestaltet sich die nachträgliche Magnetisierung bei dem Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 2, weil dort der zu magnetisierende Gegenkontakt 19 in Form des Deckelteils
17 auch von außen für Magnetisierungsspulen gut zugänglich ist.
1. Schalter mit einem ein temperaturabhängiges Schaltwerk (12) aufnehmendem Gehäuse (11),
das ein Unterteil (14) aufweist, an dessen innerem Boden (15) ein erster Gegenkontakt
(16) für das Schaltwerk (12) angeordnet ist, sowie ein das Unterteil (14) verschließendes
Deckelteil (17) umfaßt, an dessen Innenseite (18) ein zweiter Gegenkontakt (19) für
das Schaltwerk (12) vorgesehen ist, wobei das Schaltwerk eine elektrisch leitende
Federscheibe (31) umfaßt, die ein bewegliches Kontaktteil (32) trägt und gegen eine
Bimetall-Schnappscheibe (34) arbeitet, die etwa mittig auf dem beweglichen Kontaktteil
(32) sitzt, wobei sich die Federscheibe (31) mit ihrem Rand (33) an einem der Gegenkontakte
(16, 19) abstützt und das bewegliche Kontaktteil (32) gegen den anderen Gegenkontakt
(19, 16) drückt, wenn sich das Schaltwerk (12) unterhalb seiner Ansprechtemperatur
befindet,
dadurch gekennzeichnet, daß der Gegenkontakt (16, 19), an dem sich die Federscheibe
(31) unterhalb der Ansprechtemperatur mit ihrem Rand (33) abstützt, magnetisch ist.
2. Schalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Unterteil (14) aus Isoliermaterial
gefertigt ist, der erste Gegenkontakt (16) durch eine Wand (13) des Unterteiles (14)
hindurch von außen kontaktierbar ist, und das Deckelteil (17) aus elektrisch leitendem
Material gefertigt ist sowie gleichzeitig als zweiter Gegenkontakt (19) wirkt, wobei
das Deckelteil (17) an einem oberen Rand (27) des Unterteiles (14) gehalten ist.
3. Schalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Deckelteil (17) magnetisch
ist.
4. Schalter nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der erste
Gegenkontakt (16) in dem Unterteil (14) durch Vergießen oder Umspritzen bei der Herstellung
des Unterteiles (14) derart unverlierbar gehalten ist, daß er integraler Bestandteil
des Unterteiles (14) ist.
5. Schalter nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Gegenkontakt
(16) ein angeformtes, durch eine Wand (13) des Unterteiles (14) nach außen ragendes
Anschlußteil (22) aufweist.
6. Schalter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Gegenkontakt
(16) als elektrisch leitfähiger Ring (21) ausgebildet ist.
7. Schalter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Gegenkontakt
(16) als elektrisch leitfähige Scheibe (37) ausgebildet ist.
8. Schalter nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Gegenkontakt
(16) einstückig mit dem Anschlußteil (22) ausgebildet ist.
9. Schalter nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite
Gegenkontakt (19) ein angeformtes Anschlußteil (29) aufweist.
10. Schalter nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Gegenkontakt
(16) einen etwa mittigen Kontaktvorsprung (39) aufweist, mit dem das bewegliche Kontaktteil
(32) des Schaltwerkes (12) unterhalb von dessen Ansprechtemperatur in Anlage ist.
11. Schalter nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Unterteil
(14) den ersten Gegenkontakt (16) ringförmig übergreift, so daß ein isolierender Auflagebereich
(38) auf dem ersten Gegenkontakt (16) gebildet ist.